Kinderschlachtung
Tötung ist Tötung oder auch nicht
Der Kardinal von Wien will das Abtreibungsgesetz in Österreich ändern. Gleichzeitig will er damit leben: Widersprüche und Wortspiele, welche die Kirche um ihre Glaubwürdigkeit bringen.
Kardinal Schönborn bei der Pressekonferenz nach dem Papstbesuch, in Wien Schwechat.
Kardinal Schönborn bei der Pressekonferenz nach dem Papstbesuch, in Wien Schwechat.
(kreuz.net, Wien) „Die jetzige Gesetzeslage ist für uns sicher nicht ein akzeptabler Status“ – erklärte der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, am Sonntag zum Thema Fristenlösung in der Sendung „Im Zentrum“ des ‘Österreichischen Rundfunks’.

Das berichtete die österreichische Nachrichtenagentur ‘APA’.

„Wir müssen damit leben, weil das demokratisch so entschieden ist“ – glaubt Kardinal Schönborn.

Dennoch müsse man dabei bleiben: „Tötung ist Tötung, und Tötung ist immer ein Unrecht.“

Nach dreißig Jahren legaler vorgeburtlicher Kindstötung bestehe die Gefahr, daß das Unrechtsbewußtsein verloren gehe.

Mit 8 Wochen - das Alter dieser Leiche - sind schon alle Organe angelegt
Mit 8 Wochen – das Alter dieser Leiche – sind schon alle Organe angelegt
Vom Staat forderte Kardinal Schönborn mehr Geld für Hilfsfonds, die sein Vorgänger, Franz Kardinal König († 2004), eingerichtet hat: „Warum hat noch keine Regierung diesen Hilfsfonds verdoppelt?“

Der Kardinal hält es für „absolut wünschenswert und auch dringend notwendig, auch die gesetzliche Lage zu verbessern“.

Dennoch interpretiert er die Aussagen Papst Benedikt XVI. am ersten Tag des Besuchs in Österreich nicht in diesem Sinn. Es sei keine direkte Aufforderung, die Kinderabtreibung nicht mehr zu tolerieren – zitiert die ‘APA’ die Meinung des Kardinals.

Die Geschichte einer Verharmlosung

Papst Benedikt XVI. hatte sich am vergangenen Freitag in seiner Ansprache in der Wiener Hofburg an die politisch Verantwortlichen gewandt.

Sie dürften nicht zulassen, „daß Kinder zu einem Krankheitsfall gemacht werden und daß die in Ihrer Rechtsordnung festgelegte Qualifizierung der Abtreibung als ein Unrecht faktisch aufgehoben wird. Ich sage das aus Sorge um die Humanität.“

Benedikt XVI. in der Hofburg
Papst Bendedikt XVI und der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer in der Hofburg.Auf dem Weg durch die Hofburg.Ansprache des Papstes.

Die päpstliche Aussage löste bei den lebens- und kirchenfeindlichen österreichischen Medienkonzernen die übliche Empörungsberichterstattung aus. Mehrere Blätter widmeten dem Thema am Samstag das Titelblatt.

Noch während der Heilige Vater in der Hofburg weilte, schickte die ‘APA’ eine Eilmeldung aus: „Papstbesuch: Benedikt fordert von Politik Abtreibungsverbot“.

Doch der Sprecher des vatikanischen Pressesaales, Pater Federico Lombardi, verharmloste die Worte des Papstes in einer „Präzisierung“ vor der katholischen Nachrichtenagentur ‘kathpress’ umgehend:

„Papst Benedikt XVI. hat bei seiner Ansprache in der Hofburg nicht zur österreichischen Fristenregelung Stellung genommen.“

Der Papst habe nichts anderes getan, als daran zu erinnern, daß die bestehende österreichische Gesetzgebung die Abtreibung als Unrecht qualifiziert. Er habe an die politisch Verantwortlichen appelliert, daß dies auch so bleibe.

Die Aufweichung der päpstlichen Worte gelang.

Den Konsens der zahlreichen Kommentare faßte die ‘Tiroler Tageszeitung’ in ihrer heutigen Montagsausgabe so zusammen: „Der Papst kann Abtreibung nicht gutheißen, aber er nimmt nicht konkret Stellung zu einem österreichischen Gesetz.“

Die ‘Salzburger Nachrichten’ finden die „kurze Aufregung“ ebenso unnötig wie die „Beruhigungspillen von vatikanischer Seite“.

Kardinal Schönborn hat sich dieser Interpretation offenbar angeschlossen.
      
36 Lesermeinungen
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#36   FioreGraz   18:17:14 | Dienstag, 11. September 2007
@Kurt K.
Ich sprach von einem konstruierten EReignis, zweitens eine Bedrohung der Gesellschaft ist immer eine schwere Straftat, die zu einer Gefährdung vieler führt. Sie würden ja Massenmord auch schwerer wägen als Totschlag oder? Die Bedrohung der Geséllschaft an sich ist immer schwerer als die Bedrohung einzelner.
Weiters muß der Notwehrakt immer angemessen sein, die Todestrafe als Notwehrakt der Gesellschaft ist daher immer das äuserste Mittel, da gibts nichts zu disputieren, der Fall könnte aber eintreten. Und sie würden als Richter nicht zögern einen AH zu verurteilen, besonders wenn der Schrecken absehbar ist.
Zur möglichen Argumentation wie stark ist das Verbrechen oder wieviele Verbrechen hat jemand vorher begangen. Sie fragen ja auch nicht den jemanden der ihnen eine Waffe vorhält wiviel er schon am Kerbholz hat und wählen darauf das angemessene Mittel, sie wählen das angemessene Mittel aufgrund der Situation. Zur Ungerechtigkeit der Todesstrafe, Notwehr ist niemals Gerechtigkeit sondern eine Verzwiflungsbedingte Tat, deshalb darf sie auch nur im äusersten Fall angewendet werden und nicht als letze gewichtete Bestrafung. Und deshalb verwehrt sich auch der Vatikan gegen die Todesstrafe weil es in den USA etc. keine Begründung dafür gibt. Oder wen muß ich vor einen Killer schützen der hinter SChloß und Riegel sitzt? Führt dessen einsperren zu Massenunruhen kollektiven Mordexzessen etwaiger Anhänger …
LG
Fiore
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#35   Kurt K.   15:16:20 | Dienstag, 11. September 2007
@ FioreGraz / Notwehrakt
Also soll die Ausführung der Todesstrafe abhängen von dem momentanen Zustand des aussprechenden Staates, nicht von der Schwere der Schuld des Täters (bzw Opfers der Strafe).
Klingt ziemlich unfair, finden Sie nicht? Je nach Zustand des Staates könnten so zwei Täter mit der selben Straftat entweder zum Tode oder zu „lebenslanger“ Haft verurteilt werden.
Eigentlich darf die Strafe nur von der Tat abhängen und darf nicht der Politik oder sonstigen Abwägungen abhängig sein.
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#34   FioreGraz   10:17:06 | Dienstag, 11. September 2007
@Kurt K.
Jetzt definieren Sie dochmal bitte den „Notwehrakt der Gesellschaft“. Was bitte soll das sein? Überfüllte Gefängnisse? Oder was? Ich verstehs nicht.
Überfüllte Gefängnisse sind kein Grund, da kann man neue bauen. Ich sagte ja ich sehe keinen Grund in der westlichen Welt. Ich kann nur ein fiktives Beispiel nenne. Deutschland 2030 ein gewisser AH, rechte Gesinnung ist mit seiner Gruppe deutsche Volksturm für zahlreiche übergriffe und Anschläge verantwortlich. Bei einem dieser Anschläge bei denen Menschen ums Leben kamen wird er geschnappt und wegen Mordes angeklagt. Die Jusitz hat nun die Wahl er sperrt ihn ein, da der Staatsaparat aber durchdrungen ist von seinen Anhängern besteht die Gafahr das er seine Geschäfte weiterführt und eine tickenden ZEitbombe ist oder er verhängt die Todesstrafe und zerschlägt seine Organisation auch auf die Gefahr hin „kurzfristiger“ massiver Unruhen. Ein verurteilter Mörder der eingesperrt ist stellt keine Gefahr für die Gessellschaft dar ein AH schon. Sowas kann also durchaus ein Notwehrakt sein, auch wenn die Gutmenschen 2050 dann meinen das hätte man besser lösen können. (Es gibt immer bessere Lösungen, nur zum Zeitpunkt wo sie benötigt werden fallen sie einem selten ein).
LG
Fiore
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#33   Kurt K.   09:44:58 | Dienstag, 11. September 2007
@ HeinrichvonOfterdingen
Was genau wollen Sie mit ihrem Post sagen?
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#32   Dr. Christoph Heger   09:40:53 | Dienstag, 11. September 2007
Wunder Punkt
Heinrich von Ofterdingen hat auf einen wunden Punkt auf seiten der undifferenzierten Schreier gegen die Todesstrafe hingewiesen: die „Hinrichtung“ von ehemaligen Kriegsgegnern, insbesondere die von Saddam Husain. In diesem Falle kommt noch hinzu, daß man eines der ältesten Prinzipien des Völkerrechts mißachtet hat: die Immunität eines Staatsoberhauptes.
Das Sendungsbewußtsein der USA führte und führt weiterhin oft zu solchen Mißachtungen des Völkerrechts.
MfG
Christoph Heger
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#31   HeinrichvonOfterdingen   08:18:06 | Dienstag, 11. September 2007
Ich finde das immer so nett,
der stramme Demokrat ist natürlich gegen die Todesstrafe! Wenn man dann fragt, ob sich das auch auf die Todesstrafe an Joachim von Ribbentrop, Wilhelm Keitel, Ernst Kaltenbrunner, Alfred Rosenberg, Hans Frank, Wilhelm Frick, Julius Streicher, Fritz Sauckel, Alfred Jodl und Arthur Seyß-Inquart bezieht, dann heißt es von fast allen, dass die die Todesstrafe natürlich verdient hatten. Und diejenigen, die hier zögern sagen, dass Adolf Eichmann den Tod tausendmal verdient hatte. Und wenn ich mittags die Kollegen so reden höre, dann heißt es, dass die Todesstrafe natürlich abzulehnen ist, dass die Todesstrafe für Saddam Hussein und seine Mitstreiter natürlich eine Ausnahme ist. Soviel zur Ablehnung der Todesstrafe durch den Durchschnittsmenschen.
Vom Vatikan wurde die Hinrichtung Saddam Husseins jedenfalls scharf verurteilt. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, es handele sich um „eine tragische Nachricht“ und benutzte das Wort „Ermordung“. Weiter sagte er es bestehe „das Risiko, dass dies den Geist der Rache noch anstachelt und neue Gewalt sät“.
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#30   Kurt K.   08:08:01 | Dienstag, 11. September 2007
@ FioreGaz
JEdoch heist das nicht das die Kirche prinzipiell gegen die TS ist, die TS als äuserstes Mittel, als Notwehrakt der Gesellschaft ist sehr wohl im Lehramt enthalten.
Jetzt definieren Sie dochmal bitte den „Notwehrakt der Gesellschaft“. Was bitte soll das sein? Überfüllte Gefängnisse? Oder was? Ich verstehs nicht.
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#29   FioreGraz   07:57:35 | Dienstag, 11. September 2007
@Stimme aus Wien
Die Kirche verbietet nicht oder ist nicht prinzipiell gegen die Todestrafe. Sio ist gegen die Todestrafe als Strafe an sich und/oder als Racheakt. Dem Verbrecher muß jederzeit die Möglichkeit zur Reue und Umkehr gegeben werden, bzw. er muss dahin geführt werden, diese Möglichkeit wird ihm durch die Todesstrafe genommen. JEdoch heist das nicht das die Kirche prinzipiell gegen die TS ist, die TS als äuserstes Mittel, als Notwehrakt der Gesellschaft ist sehr wohl im Lehramt enthalten. Nur sie ist und bleibt das äuserste Mittel einer Gesellschaft nicht die „Standardstrafe“, das sollten sich auch die Tradis hinter die Ohren schreiben. Die Kirche sieht heute keinen Grund für solch einen Notwehrakt, zumindest in der westlichen Welt, für die TS. Schon gar nicht wenn der Täter Reue und Umkehr zeigt.
LG
Fiore
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#28   Kurt K.   07:51:20 | Dienstag, 11. September 2007
@ Ansbach dragoner / Wiener Stimme
Ich finde schon dass es Tathandlungen gibt bei denen man das (irdische) Leben verwirkt !
Na, dann passt Ihr Empfinden ja zu dem der katholischen Kirche. Bravo.
Wer andere Menschen töten will aufgrund deren eventueller Taten ist für mich ein potentieller Mörder.
Wenn man sich mal Statistiken der Todes“stafe“ anschaut, wird man erkennen, dass dabei viele unschuldige Menschen ihr Leben lassen, unwiederbringlich. Ausserdem ist und sollte das Rechtssystem immer auf Rehabilitierung und nicht auf primitive Rache aus sein.
Und letzter Punkt: Todesstrafen bringen NICHTS zur Abschreckung. Es gibt auf 100.000 Einwohner gerechnet in Deutschland 1,1 Morde pro Jahr. Ohne Todesstrafe. In den USA wurden zuletzt im Schnitt 5,6 Morde auf 100.000 Einwohner verzeichnet. Mit Todesstrafe.
@ Stimme aus Wien: Wenn sich mal einzelne katholische Geistliche gegen einzelne Todesstrafen stellen, dann sprechen diese also für die gesamte kath. Kirche? Sehe ich nicht so. Eine klare Verurteilung der Todesstrafe fehlt jedenfalls.
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#27   Maurice Corvisier   07:46:23 | Dienstag, 11. September 2007
„Die Glaubwürdigkeit von Kirche interessiert ihn keinen Deut.“
Und den Verbrecher dieses Satzes interessiert die deutsche Grammatik offenbar keinen Deut.
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#26   Gallowglas   05:58:54 | Dienstag, 11. September 2007
@möchtegern-kathole
Ein kathole darf nie Abtreiben, nie dazu helfen und nie befürworten.
Die Frage ist: wie kommst du darauf ?
In der Bibel hat damit keine sonderlichen Probleme, da gibts bestenfalls eine „Entschädigung“ für den verhinderten Vater zu zahlen, und gut ist, eine Bagatelle …
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#25   Nachtlaterne   05:55:21 | Dienstag, 11. September 2007
jeder christ…
…ist verpflichtet sich für das werdende leben einzusetzen. es gibt viel zu tun, tun sie etwas?!
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#24   Stimme aus Wien   00:38:13 | Dienstag, 11. September 2007
Kurt K.
Oder hat die Kurie vielleicht jemals die Todesstrafe gegeiselt?
Einige Beispiele:
Vatikan gegen die Todesstrafe für Saddam Hussein religion.orf.at/…061106_saddam_fr.htm
USA: Bischöfe gegen Todesstrafe …ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=55937
USA: Die Todesstrafe – Illusion demokratischer Grundrechte www.aktivepolitik.de/USA_Inland.htm
die Reihe ließe sich problemlos weiterführen.
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#23   Gotthard   00:04:11 | Dienstag, 11. September 2007
Sorge um die Humanität
Benedikt sagt:
„Ich sage das aus Sorge um die Humanität.“
Die Glaubwürdigkeit von Kirche interessiert ihn keinen Deut. Er richtet den Blick auf alle, die dem Leben des Menschen verbunden sind: auf Moslelms und Hindus, auf Buddhisten und Taoisten, auf Agnostiker und Freigeister – auf alle, die dem Humanum verpflichtet sind.
Benedikt weiß, dass die Frage der Abtreibung keine biligen und einfachen Parolen verträgt.
Wer bin ich als Mensch … ?
Wer ist der/die als Mensch, den der Schwangerschafstest als „DA“ getestet hat.
Was ist die Sorge um die Humanität?
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#22   laetare †   23:19:52 | Montag, 10. September 2007
blöd nur, dass der Wortlaut der Papstrede genau das sagt, was der Sprecher danach nochmal erklärte
und daher nicht der Vatikansprecher verharmlost hat, sondern die apa maßlos übertrieben. Also wenn ich zu diesen PlastikembryonenwerferInnen gehören würde, die hier auf dieser Seite ihr Unwesen treiben, dann würde ich anfangen, mir darüber Gedanken zu machen, warum die Ansage des Papstes so moderat ausgefallen ist. Könnte es vielleicht sien, dass er sich das vorher überlegt hat und zur Auffassung gelangt ist, dass man damit mehr erreicht als mit neolithisch anmutenden Keulenschwüngen, erigierten Zeigefingern und Hasstiraden? Ich meine, dass das ein Ansatz bei der Gemeinsamkeit aller (oder aller nennenswerten) politischen Positionen ist, der einen Weg zur Ursachenbekämpfung eröffnen kann. Und darin liegt auch der Grund für die Aussagen von Schönborn, die nur für ziemlich schlichte Gemüter mit verschwindend geringer intellektueller Kapazität widersprüchlich erscheinen können. Also da liegen beide Herrn ausnahmsweise mal richtig, und ich bin wirklich keine Anhängerin von den beiden!
Aber durch Beiträge wie diesen beschleicht mich ein ganz anderer Verdacht: Möglicherweise haben die Betreiber von kreuz.net und babycaust.de garkein Interesse daran, die Ursachen zu bekämpfen, die dazu führen, dass Schwangere solche Schritte in Betracht ziehen und vielleicht auch setzen? Haben sie vielleicht die Angst, es würde ihnen ein Feindbild abhanden kommen? Womit sollte man dann seine Horror-Lust befriedigen, wenn es keine Abtreibungsbildchen mehr gibt? Womit den Holocaust verharmlosen?
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#21   methusalix †   23:05:39 | Montag, 10. September 2007
@Ansbach.Dragoner
Ansbach.Dragoner: Methusalix
Ich finde schon dass es Tathandlungen gibt bei denen man das (irdische) Leben verwirkt !
Das dürfen Sie gerne finden, Dragoner (auch wenn es nicht allzu katholisch, oder gar christlich erscheint, menschlich schon gar nicht, aber sei’s drum).
Worum es ging, war Pünktchens dezidierte Aussage, die RKK sei GEGEN die Todesstrafe und das ist, euphemistisch ausgedrückt, eine Fehlannahme.
Wenn die RKK GEGEN etwas ist, dann sagt sie das auch glasklar, wie z. B. beim Schwangerschaftsabbruch und redet nicht so windelweich drum herum wie im §§ 2266 des KKK.
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#20   Graf von Galen   22:58:18 | Montag, 10. September 2007
Wider den Mord an den Ungeborenen, @ Panetta
Daß der gleiche Kardinal, der seine Vorfahren kollektiv
der Mitschuld am Judenmord anklagt, hier wo er zeigen
könnte, daß er etwas aus der Geschichte gelernt hat,
wachswecihe Erklärungen absonder, macht den Skandal
noch größer.
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#19   Ansbach.Dragoner   22:57:32 | Montag, 10. September 2007
Methusalix
bei Abtreibung trifft es en unschuldiges Wesen. Ein delinquent für die Todesstrafe hat, wenn er nicht zu unrecht verurteilt wurde, sehr viel am Kerbholz und ist erwachsen. Ich finde schon dass es Tathandlungen gibt bei denen man das (irdische) Leben verwirkt !
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#18   methusalix †   22:44:13 | Montag, 10. September 2007
@Pünktchen
Zugleich stellt er klar, daß das in modernen gesellschaften praktisch nicht der fall ist. Ergo: Der KKK lehnt die Todesstrafe ab!
Das ist leider falsch (um das Wort LÜGE zu vermeiden), Pünktchen!
Die erzreaktionären und stockkonservativen Katholiken lehnen Schwangerschaftsabbrüche ab und geben dem auch lautsatrk Ausdruck.
Würde die katholische Kirche die Todesstrafe so sehr ablehnen, wie Sie uns das weismachen wollen, Pünktchen, dann stände im §§ 2266 folgendes:
Eine direkte, das heisst eine als Ziel oder Mittel gewollte, Hinrichtung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar.
Die fromelle Mitwirkung an der Vollstreckung der Todesstrafe ist ein schweres Vergehen. Die Kirche ahndet dieses Vergehen gegen das mesnchliche Leben mit der Kirchenstrafe der Exkommunikation.
DAS wäre eine eindeutige Ablehnung der Todesstrafe, aber nicht das windelweiche wischiwaschi Geschwätz, das Sie uns als „Ablehnung“ andrehen wollen wie Falschgeld.
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#17   Kurt K.   21:58:29 | Montag, 10. September 2007
@ Pünktchen: Gerechte Kriege
War der Krieg gegen einen Hitler ungerecht? Ist eine kollektive Verteidigung dasselbe wie eine Angriffshandlung aus niederen Machtkalkülen heraus?
Katholische Geistliche haben zu ALLEN ZEITEN auf ALLEN SEITEN die WAFFEN GESEGNET. Auch im Dritten Reich in Deutschland. ALso auch die des Herrn Hitler und seiner Soldaten.
Und bitte! Was soll denn eine „notwehrähnliche Situation“ bei Todesstrefen überhaupt sein? Das ist doch nur ein Hintertürchen um die eigene Vergangenheit der Kirche irgendwie doch zu rechtfertigen.
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#16   Nachtlaterne   20:46:34 | Montag, 10. September 2007
in den 10 geboten heisst es…
…eigentlich: DU SOLLST NICHT MORDEN! es heisst also nicht: du sollst nicht töten. denn töten und morden ergibt oft genug ganz unterschiedlichen sinn und beweggründe.
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#15   Rodolfo Panetta   20:45:06 | Montag, 10. September 2007
Kardinal Schönborns Haltung ist ein Skandal!
Wir brauchen Kirchenfürsten, die „nec laudibus nec timore“ auf der Seite des Lebens stehen und keine Spießgesellen der herrschenden Abtreibungs-Politiker!
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#14   Pünktchen   20:12:30 | Montag, 10. September 2007
Kurt K.
Tötung ist Tötung. Dieser Satz ist tautologisch, also immer richtig!
Nun zu Ihren Fragen:
Oder hat die Kurie vielleicht jemals die Todesstrafe gegeisselt?
Der Katechismus legt sehr genau dar, daß die Vorsatztötung eines Straftäters höchstens gerechtfertigt sei unter Bedingungen, die diese Handlung als Teil einer notwehrähnlichen Handlung erscheinen ließe. Zugleich stellt er klar, daß das in modernen gesellschaften praktisch nicht der fall ist. Ergo: Der KKK lehnt die Todesstrafe ab!
Gibt es „gerechte“ Kriege?
War der Krieg gegen einen Hitler ungerecht? Ist eine kollektive Verteidigung dasselbe wie eine Angriffshandlung aus niederen Machtkalkülen heraus?
Sind Soldaten Mörder?
Wenn sie morden schon; wenn sie jedoch in Kampfhandlungen im Rahmen eines Verteidigungskrieges und im Einklang mit dem Kriegsvölkerrecht töten, nicht!
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#13   Kurt K.   19:53:57 | Montag, 10. September 2007
Tötung ist Tötung…?
Vielleicht liegts daran, dass diese „Weisheit“ von der RKK nicht und von den meisten hier Anwesenden auch nicht geteilt wird, dass kaum jemand (und die Bischöfe auch nicht!) das Gelaber des Papstes ernst nehmen.
Oder hat die Kurie vielleicht jemals die Todesstrafe gegeisselt? Gibt es „gerechte“ Kriege? Sind Soldaten Mörder?
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#12   Gladius   19:49:41 | Montag, 10. September 2007
Tötung ist Tötung!
Jeder Einzelne muß für sich entscheiden, wie er zum Kindsmord steht.Irgendwelche moralisch fragwürdigen Poliker haben die Tötung ungeborener Kinder legalisiert.
Das heisst aber nicht, dass dies jetzt legal ist Auch die sog. demokratische Legitimation ist nur ein Popanz. Die Demokratie westlicher Prägung ist sicher nicht das letzte Wort der Geschichte.Und die Entscheidung kann uns auch kein Bischof abnehmen.Jeder wird seine Haltung zu dieser Frage einmal verantworten müssen.
Vor IHM.
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#11   Florian Geyer   19:48:41 | Montag, 10. September 2007
das ist sehr traurig
anstatt sich zu üerwinden, die brücken hinter sich abzubrechen und das kreuz auf sich zu nehmen (sich dabei aber gleichzetig auch frei zu machen) packeln unsere hirten mit dem fauligen zeitgeist der ohnehin bals zuende wehen wird und vermeiden klare worte und aussagen und fallen sogar in einigen fällen dem papst in den rücken. einige felsen in der brandung gibt es wie zb bischof müller oder auch laun…
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#10   möchtegern-kathole   19:45:24 | Montag, 10. September 2007
Ein Kathole …
… darf nie Abtreiben, nie dazu helfen und nie befürworten.
Eigentlich ganz einfach. Und: es gilt auch für Bischöfe. Eiegntlich sollte jeder Bischof in seiner Diözese regelmässig dieses Verbrechen geisseln.
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#9   nonnobisdomine   19:38:53 | Montag, 10. September 2007
Die Bischöfe – so wie sie sich darstellen –
zumindest der größte Teil in AU und DE, haben große Probleme.
Die stehen für die Tötung laut Gesetz ein. Damit sind sie selbst Mörder. Kindesmörder, weil sie die für die „demokratische“ Legitimierung der Abtreibung, die de facto Kindesmord ist, einstehen.
Somit sind sie mitschuldig am Kindesmord – wenn die Presseaussagen stimmen. – Aber die „schwammigen“ Aussagen der Bischöfe und Kardinäle scheinen das zu bestätigen.
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#8   Bokrug †   19:38:06 | Montag, 10. September 2007
@Florian Geyer:
Hinweise:
Siehe auch den Artikel zu Mondragon- und die Rheingold-Seite.
Ja, ich kenne den Bürgermeister von Wörgl, Graz und Silvio Gesell.
Ich empfehle das Buch von Hermann Benjes „Wer hat Angst vor Silvio Gesell?“ und die Bücher des Kopp-Verlages…
Zusammenfassung
www.freiwirte.de
www.zeit-fragen.ch
www.oedp.de
www.zeit.de/…aomi-klein-interview
@Abtreibungsthematik:
Partei gegen Abtreibung…
www.oedp.de
www.zeit-fragen.ch
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#7   möchtegern-kathole   19:37:53 | Montag, 10. September 2007
@Nachtl.
man wird versuchen, diesen Papst vollständig zu entmachten. Ihm die Worte umzudrehen ist ein Anfang. Aber sein Wort in Gottes Ohr ist mächtiger als Waffen – total blöd für seine Feinde.
Vielleicht nimmt er ja das mal zum Anlass, die Abtreibungsgesetze schriftlich zu kritisieren.
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#6   Nachtlaterne   19:27:48 | Montag, 10. September 2007
es wird immer unheimlicher
die vatikanische seite selbst dementiert gegen die fristebnlösung zu sein und meint, dass es benedikt genüge wenn sie le3diglich als unrecht hingestellt wird. sind die denn alle des teufels? man stelle sich die abtreibung jesu durch maria vor und ein vatikansprecher würde sagen: maria treibt demokratisch legitimiert ab aber wir finden es wichtig dass die abtreibung als unrecht gilt, wollen jedoch nichts an der demokratisch legitimierten abtreibung selber kritisieren. was sind das für teufel?!
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#5   Sirilo   19:27:40 | Montag, 10. September 2007
@Florian Geyer
Welcher Bischof wurde bitte in der Nazi-Zeit umgebracht?
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#4   nonnobisdomine   19:24:36 | Montag, 10. September 2007
Kardinal Schönborn –
ein Freimaurer „ohne“ Schurz?
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#3   Florian Geyer   19:06:50 | Montag, 10. September 2007
Bokrug
interessante Beiträge und Links von ihnen.
Vergelts gott !
Kennen sie Unterguggenberger und das Freigeldsystem von Wörgl?
Ein Versuch in der Zwischenkriegszeit der wieder richtungsweisend werden wird nachdem die grünen Papierfetzen der Ostküste wertlos geworden sind.
Bach to the Roots – zurück zum regionalen Tauschhandel !
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#2   Bokrug †   19:03:13 | Montag, 10. September 2007
@Florian Geyer:
Wir leben heute im freimaurerischen Liberalismus und Monetarismus nach Rockefeller---kapitalistischer Relativismus!
Engel müssen gegen die Geldmacht kämpfen…!
www.artfond.de/geldseite.htm
www.vergessene-buecher.de
www.freiwirte.de
www.oedp.de
www.zeit-fragen.ch
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#1   Florian Geyer   19:00:37 | Montag, 10. September 2007
In der Nazizeit
wurde ein Bischof umgebracht wenn er sich gegen den Zeitgeist stellte. Heute wird man nur mediengelyncht, harmlos im Vergleich aber trotzdem wollen/können unsere Hirten nicht einmal das ertragen. Eine Schande !
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