Der Kardinal von Wien will das Abtreibungsgesetz in Österreich ändern. Gleichzeitig will er damit leben: Widersprüche und Wortspiele, welche die Kirche um ihre Glaubwürdigkeit bringen.
Kardinal Schönborn bei der Pressekonferenz nach dem Papstbesuch, in Wien Schwechat.
(kreuz.net, Wien) „Die jetzige Gesetzeslage ist für uns sicher nicht ein akzeptabler Status“ – erklärte
der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, am Sonntag zum Thema Fristenlösung in der Sendung
„Im Zentrum“ des ‘Österreichischen Rundfunks’.
Das berichtete die österreichische Nachrichtenagentur
‘APA’.
Dennoch müsse man dabei bleiben: „Tötung ist Tötung, und Tötung ist immer ein Unrecht.“
Nach dreißig
Jahren legaler vorgeburtlicher Kindstötung bestehe die Gefahr, daß das Unrechtsbewußtsein verloren
gehe.
Mit 8 Wochen – das Alter dieser Leiche – sind schon alle Organe angelegt
Vom Staat forderte Kardinal Schönborn mehr Geld für Hilfsfonds, die sein Vorgänger, Franz Kardinal
König († 2004), eingerichtet hat: „Warum hat noch keine Regierung diesen Hilfsfonds verdoppelt?“
Der
Kardinal hält es für „absolut wünschenswert und auch dringend notwendig, auch die gesetzliche Lage
zu verbessern“.
Dennoch interpretiert er die Aussagen Papst Benedikt XVI. am ersten Tag des Besuchs in
Österreich nicht in diesem Sinn. Es sei keine direkte Aufforderung, die Kinderabtreibung nicht mehr zu
tolerieren – zitiert die ‘APA’ die Meinung des Kardinals.
Die Geschichte einer Verharmlosung
Papst Benedikt
XVI. hatte sich am vergangenen Freitag in seiner Ansprache in der Wiener Hofburg an die politisch Verantwortlichen
gewandt.
Sie dürften nicht zulassen, „daß Kinder zu einem Krankheitsfall gemacht werden und daß die
in Ihrer Rechtsordnung festgelegte Qualifizierung der Abtreibung als ein Unrecht faktisch aufgehoben wird.
Ich sage das aus Sorge um die Humanität.“
Die päpstliche Aussage löste bei den lebens- und kirchenfeindlichen
österreichischen Medienkonzernen die übliche Empörungsberichterstattung aus. Mehrere Blätter widmeten
dem Thema am Samstag das Titelblatt.
Noch während der Heilige Vater in der Hofburg weilte, schickte
die ‘APA’ eine Eilmeldung aus: „Papstbesuch: Benedikt fordert von Politik Abtreibungsverbot“.
Doch der
Sprecher des vatikanischen Pressesaales, Pater Federico Lombardi, verharmloste die Worte des Papstes in
einer „Präzisierung“ vor der katholischen Nachrichtenagentur ‘kathpress’ umgehend:
„Papst Benedikt XVI.
hat bei seiner Ansprache in der Hofburg nicht zur österreichischen Fristenregelung Stellung genommen.“
Der Papst habe nichts anderes getan, als daran zu erinnern, daß die bestehende österreichische Gesetzgebung
die Abtreibung als Unrecht qualifiziert. Er habe an die politisch Verantwortlichen appelliert, daß dies
auch so bleibe.
Die Aufweichung der päpstlichen Worte gelang.
Den Konsens der zahlreichen Kommentare
faßte die ‘Tiroler Tageszeitung’ in ihrer heutigen Montagsausgabe so zusammen: „Der Papst kann Abtreibung
nicht gutheißen, aber er nimmt nicht konkret Stellung zu einem österreichischen Gesetz.“
Die ‘Salzburger
Nachrichten’ finden die „kurze Aufregung“ ebenso unnötig wie die „Beruhigungspillen von vatikanischer
Seite“.
Kardinal Schönborn hat sich dieser Interpretation offenbar angeschlossen.
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36 Lesermeinungen
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#36 FioreGraz 18:17:14 | Dienstag, 11. September 2007
@Kurt K. Ich sprach von einem konstruierten EReignis, zweitens eine Bedrohung der Gesellschaft ist immer
eine schwere Straftat, die zu einer Gefährdung vieler führt. Sie würden ja Massenmord auch schwerer
wägen als Totschlag oder? Die Bedrohung der Geséllschaft an sich ist immer schwerer als die Bedrohung
einzelner. Weiters muß der Notwehrakt immer angemessen sein, die Todestrafe als Notwehrakt der Gesellschaft
ist daher immer das äuserste Mittel, da gibts nichts zu disputieren, der Fall könnte aber eintreten.
Und sie würden als Richter nicht zögern einen AH zu verurteilen, besonders wenn der Schrecken absehbar
ist. Zur möglichen Argumentation wie stark ist das Verbrechen oder wieviele Verbrechen hat jemand vorher
begangen. Sie fragen ja auch nicht den jemanden der ihnen eine Waffe vorhält wiviel er schon am Kerbholz
hat und wählen darauf das angemessene Mittel, sie wählen das angemessene Mittel aufgrund der Situation.
Zur Ungerechtigkeit der Todesstrafe, Notwehr ist niemals Gerechtigkeit sondern eine Verzwiflungsbedingte
Tat, deshalb darf sie auch nur im äusersten Fall angewendet werden und nicht als letze gewichtete Bestrafung.
Und deshalb verwehrt sich auch der Vatikan gegen die Todesstrafe weil es in den USA etc. keine Begründung
dafür gibt. Oder wen muß ich vor einen Killer schützen der hinter SChloß und Riegel sitzt? Führt
dessen einsperren zu Massenunruhen kollektiven Mordexzessen etwaiger Anhänger … LG Fiore
#35 Kurt K. 15:16:20 | Dienstag, 11. September 2007
@ FioreGraz / Notwehrakt Also soll die Ausführung der Todesstrafe abhängen von dem momentanen Zustand
des aussprechenden Staates, nicht von der Schwere der Schuld des Täters (bzw Opfers der Strafe). Klingt
ziemlich unfair, finden Sie nicht? Je nach Zustand des Staates könnten so zwei Täter mit der selben
Straftat entweder zum Tode oder zu „lebenslanger“ Haft verurteilt werden. Eigentlich darf die Strafe nur
von der Tat abhängen und darf nicht der Politik oder sonstigen Abwägungen abhängig sein.
#34 FioreGraz 10:17:06 | Dienstag, 11. September 2007
@Kurt K. Jetzt definieren Sie dochmal bitte den „Notwehrakt der Gesellschaft“. Was bitte soll das sein?
Überfüllte Gefängnisse? Oder was? Ich verstehs nicht. Überfüllte Gefängnisse sind kein Grund, da
kann man neue bauen. Ich sagte ja ich sehe keinen Grund in der westlichen Welt. Ich kann nur ein fiktives
Beispiel nenne. Deutschland 2030 ein gewisser AH, rechte Gesinnung ist mit seiner Gruppe deutsche Volksturm
für zahlreiche übergriffe und Anschläge verantwortlich. Bei einem dieser Anschläge bei denen Menschen
ums Leben kamen wird er geschnappt und wegen Mordes angeklagt. Die Jusitz hat nun die Wahl er sperrt ihn
ein, da der Staatsaparat aber durchdrungen ist von seinen Anhängern besteht die Gafahr das er seine Geschäfte
weiterführt und eine tickenden ZEitbombe ist oder er verhängt die Todesstrafe und zerschlägt seine
Organisation auch auf die Gefahr hin „kurzfristiger“ massiver Unruhen. Ein verurteilter Mörder der eingesperrt
ist stellt keine Gefahr für die Gessellschaft dar ein AH schon. Sowas kann also durchaus ein Notwehrakt
sein, auch wenn die Gutmenschen 2050 dann meinen das hätte man besser lösen können. (Es gibt immer
bessere Lösungen, nur zum Zeitpunkt wo sie benötigt werden fallen sie einem selten ein). LG Fiore
Wunder Punkt Heinrich von Ofterdingen hat auf einen wunden Punkt auf seiten der undifferenzierten Schreier
gegen die Todesstrafe hingewiesen: die „Hinrichtung“ von ehemaligen Kriegsgegnern, insbesondere die von
Saddam Husain. In diesem Falle kommt noch hinzu, daß man eines der ältesten Prinzipien des Völkerrechts
mißachtet hat: die Immunität eines Staatsoberhauptes. Das Sendungsbewußtsein der USA führte und führt
weiterhin oft zu solchen Mißachtungen des Völkerrechts. MfG Christoph Heger
Ich finde das immer so nett, der stramme Demokrat ist natürlich gegen die Todesstrafe! Wenn man dann
fragt, ob sich das auch auf die Todesstrafe an Joachim von Ribbentrop, Wilhelm Keitel, Ernst Kaltenbrunner,
Alfred Rosenberg, Hans Frank, Wilhelm Frick, Julius Streicher, Fritz Sauckel, Alfred Jodl und Arthur Seyß-Inquart
bezieht, dann heißt es von fast allen, dass die die Todesstrafe natürlich verdient hatten. Und diejenigen,
die hier zögern sagen, dass Adolf Eichmann den Tod tausendmal verdient hatte. Und wenn ich mittags die
Kollegen so reden höre, dann heißt es, dass die Todesstrafe natürlich abzulehnen ist, dass die Todesstrafe
für Saddam Hussein und seine Mitstreiter natürlich eine Ausnahme ist. Soviel zur Ablehnung der Todesstrafe
durch den Durchschnittsmenschen. Vom Vatikan wurde die Hinrichtung Saddam Husseins jedenfalls scharf verurteilt.
Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, es handele sich um „eine tragische Nachricht“ und benutzte das
Wort „Ermordung“. Weiter sagte er es bestehe „das Risiko, dass dies den Geist der Rache noch anstachelt
und neue Gewalt sät“.
#30 Kurt K. 08:08:01 | Dienstag, 11. September 2007
@ FioreGaz JEdoch heist das nicht das die Kirche prinzipiell gegen die TS ist, die TS als äuserstes Mittel,
als Notwehrakt der Gesellschaft ist sehr wohl im Lehramt enthalten. Jetzt definieren Sie dochmal bitte
den „Notwehrakt der Gesellschaft“. Was bitte soll das sein? Überfüllte Gefängnisse? Oder was? Ich verstehs
nicht.
#29 FioreGraz 07:57:35 | Dienstag, 11. September 2007
@Stimme aus Wien Die Kirche verbietet nicht oder ist nicht prinzipiell gegen die Todestrafe. Sio ist gegen
die Todestrafe als Strafe an sich und/oder als Racheakt. Dem Verbrecher muß jederzeit die Möglichkeit
zur Reue und Umkehr gegeben werden, bzw. er muss dahin geführt werden, diese Möglichkeit wird ihm durch
die Todesstrafe genommen. JEdoch heist das nicht das die Kirche prinzipiell gegen die TS ist, die TS als
äuserstes Mittel, als Notwehrakt der Gesellschaft ist sehr wohl im Lehramt enthalten. Nur sie ist und
bleibt das äuserste Mittel einer Gesellschaft nicht die „Standardstrafe“, das sollten sich auch die Tradis
hinter die Ohren schreiben. Die Kirche sieht heute keinen Grund für solch einen Notwehrakt, zumindest
in der westlichen Welt, für die TS. Schon gar nicht wenn der Täter Reue und Umkehr zeigt. LG Fiore
#28 Kurt K. 07:51:20 | Dienstag, 11. September 2007
@ Ansbach dragoner / Wiener Stimme Ich finde schon dass es Tathandlungen gibt bei denen man das (irdische)
Leben verwirkt ! Na, dann passt Ihr Empfinden ja zu dem der katholischen Kirche. Bravo. Wer andere Menschen
töten will aufgrund deren eventueller Taten ist für mich ein potentieller Mörder. Wenn man sich mal
Statistiken der Todes“stafe“ anschaut, wird man erkennen, dass dabei viele unschuldige Menschen ihr Leben
lassen, unwiederbringlich. Ausserdem ist und sollte das Rechtssystem immer auf Rehabilitierung und nicht
auf primitive Rache aus sein. Und letzter Punkt: Todesstrafen bringen NICHTS zur Abschreckung. Es gibt
auf 100.000 Einwohner gerechnet in Deutschland 1,1 Morde pro Jahr. Ohne Todesstrafe. In den USA wurden
zuletzt im Schnitt 5,6 Morde auf 100.000 Einwohner verzeichnet. Mit Todesstrafe. @ Stimme aus Wien: Wenn
sich mal einzelne katholische Geistliche gegen einzelne Todesstrafen stellen, dann sprechen diese also
für die gesamte kath. Kirche? Sehe ich nicht so. Eine klare Verurteilung der Todesstrafe fehlt jedenfalls.
„Die Glaubwürdigkeit von Kirche interessiert ihn keinen Deut.“ Und den Verbrecher dieses Satzes interessiert
die deutsche Grammatik offenbar keinen Deut.
#26 Gallowglas 05:58:54 | Dienstag, 11. September 2007
@möchtegern-kathole Ein kathole darf nie Abtreiben, nie dazu helfen und nie befürworten. Die Frage ist:
wie kommst du darauf ? In der Bibel hat damit keine sonderlichen Probleme, da gibts bestenfalls eine „Entschädigung“
für den verhinderten Vater zu zahlen, und gut ist, eine Bagatelle …
#23 Gotthard 00:04:11 | Dienstag, 11. September 2007
Sorge um die Humanität Benedikt sagt: „Ich sage das aus Sorge um die Humanität.“ Die Glaubwürdigkeit
von Kirche interessiert ihn keinen Deut. Er richtet den Blick auf alle, die dem Leben des Menschen verbunden
sind: auf Moslelms und Hindus, auf Buddhisten und Taoisten, auf Agnostiker und Freigeister – auf alle,
die dem Humanum verpflichtet sind. Benedikt weiß, dass die Frage der Abtreibung keine biligen und einfachen
Parolen verträgt. Wer bin ich als Mensch … ? Wer ist der/die als Mensch, den der Schwangerschafstest
als „DA“ getestet hat. Was ist die Sorge um die Humanität?
#22 laetare † 23:19:52 | Montag, 10. September 2007
blöd nur, dass der Wortlaut der Papstrede genau das sagt, was der Sprecher danach nochmal erklärte und
daher nicht der Vatikansprecher verharmlost hat, sondern die apa maßlos übertrieben. Also wenn ich zu
diesen PlastikembryonenwerferInnen gehören würde, die hier auf dieser Seite ihr Unwesen treiben, dann
würde ich anfangen, mir darüber Gedanken zu machen, warum die Ansage des Papstes so moderat ausgefallen
ist. Könnte es vielleicht sien, dass er sich das vorher überlegt hat und zur Auffassung gelangt ist,
dass man damit mehr erreicht als mit neolithisch anmutenden Keulenschwüngen, erigierten Zeigefingern
und Hasstiraden? Ich meine, dass das ein Ansatz bei der Gemeinsamkeit aller (oder aller nennenswerten)
politischen Positionen ist, der einen Weg zur Ursachenbekämpfung eröffnen kann. Und darin liegt auch
der Grund für die Aussagen von Schönborn, die nur für ziemlich schlichte Gemüter mit verschwindend
geringer intellektueller Kapazität widersprüchlich erscheinen können. Also da liegen beide Herrn ausnahmsweise
mal richtig, und ich bin wirklich keine Anhängerin von den beiden! Aber durch Beiträge wie diesen beschleicht
mich ein ganz anderer Verdacht: Möglicherweise haben die Betreiber von kreuz.net und babycaust.de garkein
Interesse daran, die Ursachen zu bekämpfen, die dazu führen, dass Schwangere solche Schritte in Betracht
ziehen und vielleicht auch setzen? Haben sie vielleicht die Angst, es würde ihnen ein Feindbild abhanden
kommen? Womit sollte man dann seine Horror-Lust befriedigen, wenn es keine Abtreibungsbildchen mehr gibt?
Womit den Holocaust verharmlosen?
#21 methusalix † 23:05:39 | Montag, 10. September 2007
@Ansbach.Dragoner Ansbach.Dragoner: Methusalix Ich finde schon dass es Tathandlungen gibt bei denen man
das (irdische) Leben verwirkt ! Das dürfen Sie gerne finden, Dragoner (auch wenn es nicht allzu katholisch,
oder gar christlich erscheint, menschlich schon gar nicht, aber sei’s drum). Worum es ging, war Pünktchens
dezidierte Aussage, die RKK sei GEGEN die Todesstrafe und das ist, euphemistisch ausgedrückt, eine Fehlannahme.
Wenn die RKK GEGEN etwas ist, dann sagt sie das auch glasklar, wie z. B. beim Schwangerschaftsabbruch
und redet nicht so windelweich drum herum wie im §§ 2266 des KKK.
#20 Graf von Galen 22:58:18 | Montag, 10. September 2007
Wider den Mord an den Ungeborenen, @ Panetta Daß der gleiche Kardinal, der seine Vorfahren kollektiv
der Mitschuld am Judenmord anklagt, hier wo er zeigen könnte, daß er etwas aus der Geschichte gelernt
hat, wachswecihe Erklärungen absonder, macht den Skandal noch größer.
Methusalix bei Abtreibung trifft es en unschuldiges Wesen. Ein delinquent für die Todesstrafe hat, wenn
er nicht zu unrecht verurteilt wurde, sehr viel am Kerbholz und ist erwachsen. Ich finde schon dass es
Tathandlungen gibt bei denen man das (irdische) Leben verwirkt !
#18 methusalix † 22:44:13 | Montag, 10. September 2007
@Pünktchen Zugleich stellt er klar, daß das in modernen gesellschaften praktisch nicht der fall ist.
Ergo: Der KKK lehnt die Todesstrafe ab! Das ist leider falsch (um das Wort LÜGE zu vermeiden), Pünktchen!
Die erzreaktionären und stockkonservativen Katholiken lehnen Schwangerschaftsabbrüche ab und geben dem
auch lautsatrk Ausdruck. Würde die katholische Kirche die Todesstrafe so sehr ablehnen, wie Sie uns das
weismachen wollen, Pünktchen, dann stände im §§ 2266 folgendes: Eine direkte, das heisst eine als
Ziel oder Mittel gewollte, Hinrichtung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar. Die
fromelle Mitwirkung an der Vollstreckung der Todesstrafe ist ein schweres Vergehen. Die Kirche ahndet
dieses Vergehen gegen das mesnchliche Leben mit der Kirchenstrafe der Exkommunikation. DAS wäre eine
eindeutige Ablehnung der Todesstrafe, aber nicht das windelweiche wischiwaschi Geschwätz, das Sie uns
als „Ablehnung“ andrehen wollen wie Falschgeld.
@ Pünktchen: Gerechte Kriege War der Krieg gegen einen Hitler ungerecht? Ist eine kollektive Verteidigung
dasselbe wie eine Angriffshandlung aus niederen Machtkalkülen heraus? Katholische Geistliche haben zu
ALLEN ZEITEN auf ALLEN SEITEN die WAFFEN GESEGNET. Auch im Dritten Reich in Deutschland. ALso auch die
des Herrn Hitler und seiner Soldaten. Und bitte! Was soll denn eine „notwehrähnliche Situation“ bei Todesstrefen
überhaupt sein? Das ist doch nur ein Hintertürchen um die eigene Vergangenheit der Kirche irgendwie
doch zu rechtfertigen.
#16 Nachtlaterne 20:46:34 | Montag, 10. September 2007
in den 10 geboten heisst es… …eigentlich: DU SOLLST NICHT MORDEN! es heisst also nicht: du sollst
nicht töten. denn töten und morden ergibt oft genug ganz unterschiedlichen sinn und beweggründe.
Kardinal Schönborns Haltung ist ein Skandal! Wir brauchen Kirchenfürsten, die „nec laudibus nec timore“
auf der Seite des Lebens stehen und keine Spießgesellen der herrschenden Abtreibungs-Politiker!
#14 Pünktchen 20:12:30 | Montag, 10. September 2007
Kurt K. Tötung ist Tötung. Dieser Satz ist tautologisch, also immer richtig! Nun zu Ihren Fragen: Oder
hat die Kurie vielleicht jemals die Todesstrafe gegeisselt? Der Katechismus legt sehr genau dar, daß
die Vorsatztötung eines Straftäters höchstens gerechtfertigt sei unter Bedingungen, die diese Handlung
als Teil einer notwehrähnlichen Handlung erscheinen ließe. Zugleich stellt er klar, daß das in modernen
gesellschaften praktisch nicht der fall ist. Ergo: Der KKK lehnt die Todesstrafe ab! Gibt es „gerechte“
Kriege? War der Krieg gegen einen Hitler ungerecht? Ist eine kollektive Verteidigung dasselbe wie eine
Angriffshandlung aus niederen Machtkalkülen heraus? Sind Soldaten Mörder? Wenn sie morden schon; wenn
sie jedoch in Kampfhandlungen im Rahmen eines Verteidigungskrieges und im Einklang mit dem Kriegsvölkerrecht
töten, nicht!
Tötung ist Tötung…? Vielleicht liegts daran, dass diese „Weisheit“ von der RKK nicht und von den meisten
hier Anwesenden auch nicht geteilt wird, dass kaum jemand (und die Bischöfe auch nicht!) das Gelaber
des Papstes ernst nehmen. Oder hat die Kurie vielleicht jemals die Todesstrafe gegeisselt? Gibt es „gerechte“
Kriege? Sind Soldaten Mörder?
Tötung ist Tötung! Jeder Einzelne muß für sich entscheiden, wie er zum Kindsmord steht.Irgendwelche
moralisch fragwürdigen Poliker haben die Tötung ungeborener Kinder legalisiert. Das heisst aber nicht,
dass dies jetzt legal ist Auch die sog. demokratische Legitimation ist nur ein Popanz. Die Demokratie
westlicher Prägung ist sicher nicht das letzte Wort der Geschichte.Und die Entscheidung kann uns auch
kein Bischof abnehmen.Jeder wird seine Haltung zu dieser Frage einmal verantworten müssen. Vor IHM.
#11 Florian Geyer 19:48:41 | Montag, 10. September 2007
das ist sehr traurig anstatt sich zu üerwinden, die brücken hinter sich abzubrechen und das kreuz auf
sich zu nehmen (sich dabei aber gleichzetig auch frei zu machen) packeln unsere hirten mit dem fauligen
zeitgeist der ohnehin bals zuende wehen wird und vermeiden klare worte und aussagen und fallen sogar in
einigen fällen dem papst in den rücken. einige felsen in der brandung gibt es wie zb bischof müller
oder auch laun…
Ein Kathole … … darf nie Abtreiben, nie dazu helfen und nie befürworten. Eigentlich ganz einfach.
Und: es gilt auch für Bischöfe. Eiegntlich sollte jeder Bischof in seiner Diözese regelmässig dieses
Verbrechen geisseln.
Die Bischöfe – so wie sie sich darstellen – zumindest der größte Teil in AU und DE, haben große Probleme.
Die stehen für die Tötung laut Gesetz ein. Damit sind sie selbst Mörder. Kindesmörder, weil sie die
für die „demokratische“ Legitimierung der Abtreibung, die de facto Kindesmord ist, einstehen. Somit sind
sie mitschuldig am Kindesmord – wenn die Presseaussagen stimmen. – Aber die „schwammigen“ Aussagen der
Bischöfe und Kardinäle scheinen das zu bestätigen.
@Florian Geyer: Hinweise: Siehe auch den Artikel zu Mondragon- und die Rheingold-Seite. Ja, ich kenne
den Bürgermeister von Wörgl, Graz und Silvio Gesell. Ich empfehle das Buch von Hermann Benjes „Wer hat
Angst vor Silvio Gesell?“ und die Bücher des Kopp-Verlages… Zusammenfassung www.freiwirte.de www.zeit-fragen.ch www.oedp.de www.zeit.de/…aomi-klein-interview @Abtreibungsthematik: Partei gegen Abtreibung… www.oedp.de www.zeit-fragen.ch
@Nachtl. man wird versuchen, diesen Papst vollständig zu entmachten. Ihm die Worte umzudrehen ist ein
Anfang. Aber sein Wort in Gottes Ohr ist mächtiger als Waffen – total blöd für seine Feinde. Vielleicht
nimmt er ja das mal zum Anlass, die Abtreibungsgesetze schriftlich zu kritisieren.
#6 Nachtlaterne 19:27:48 | Montag, 10. September 2007
es wird immer unheimlicher die vatikanische seite selbst dementiert gegen die fristebnlösung zu sein
und meint, dass es benedikt genüge wenn sie le3diglich als unrecht hingestellt wird. sind die denn alle
des teufels? man stelle sich die abtreibung jesu durch maria vor und ein vatikansprecher würde sagen:
maria treibt demokratisch legitimiert ab aber wir finden es wichtig dass die abtreibung als unrecht gilt,
wollen jedoch nichts an der demokratisch legitimierten abtreibung selber kritisieren. was sind das für
teufel?!
#3 Florian Geyer 19:06:50 | Montag, 10. September 2007
Bokrug interessante Beiträge und Links von ihnen. Vergelts gott ! Kennen sie Unterguggenberger und das
Freigeldsystem von Wörgl? Ein Versuch in der Zwischenkriegszeit der wieder richtungsweisend werden wird
nachdem die grünen Papierfetzen der Ostküste wertlos geworden sind. Bach to the Roots – zurück zum
regionalen Tauschhandel !
#1 Florian Geyer 19:00:37 | Montag, 10. September 2007
In der Nazizeit wurde ein Bischof umgebracht wenn er sich gegen den Zeitgeist stellte. Heute wird man
nur mediengelyncht, harmlos im Vergleich aber trotzdem wollen/können unsere Hirten nicht einmal das ertragen.
Eine Schande !