Modernismus
Hochexplosive Ketzereien
Vorletzten Samstag feierte die Enzyklika ‘Pascendi dominici gregis’ ihr 100jähriges Jubiläum. Der darin entlarvte Wahnsinn des Modernismus bildet heute die Grundlage des Theologieunterrichts an katholisch-theologischen Fakultäten.
In theologischen Fakultäten lernt man schon von Pius X. verurteilte Ketzereien
In theologischen Fakultäten lernt man schon von Pius X. verurteilte Ketzereien
© Jens Kohl, CC
(kreuz.net, Vatikan) Als Quintessenz der modernistischen Irrlehren bezeichnet die Enzyklika ‘Pascendi dominici gregis’ die Evolutionsideologie:

„Dogma, Kirche, religiöser Kult, Bücher, die wir als heilige verehren, sogar der Glaube, müssen, wenn wir sie nicht alle für abgestorben erklären wollen, unter den Gesetzen der Entwicklung stehen.“

Das allgemeine Prinzip der Modernisten lautet: In einer Religion, die lebt, gibt es nichts, was nicht veränderlich und deshalb zu verändern wäre.

Zwei schwere Irrtümer

Als Philosoph sagt der Modernist: Das Prinzip des Glaubens ist immanent. Als Gläubiger fügt er hinzu: Dieses Prinzip ist Gott.

Sodann schließt der modernistische Theologe: Also ist Gott im Menschen immanent. Daher gibt es eine theologische Immanenz.

Ferner steht für den modernistischen Philosophen fest, daß die Vorstellungen vom Glaubensobjekt nur symbolisch sind.

Doch zugleich steht für den modernistischen Gläubigen fest, daß das Glaubensobjekt Gott ist, wie er in sich ist.

Aus diesem Widerspruch folgert der modernistische Theologe: Die Vorstellungen von der Wirklichkeit Gottes sind symbolisch.

Ein konservativer Reformpapst
Giuseppe Melchiorre Sarto erblickte am 2. Juni 1835 in Riese in der Provinz Venetien das Licht der Welt.

1858 empfing er die Priesterweihe. 1884 wurde er Bischof von Mantua.Am 12. Juni wurde Mons. Sarto zum Kardinal kreiert, drei Tage später zum Patriarchen von Venedig ernannt.Der Patriarch von Venedig bei der Fronleichnamsprozession.

Modernistische Inspiration der Bibel

Der Modernist hat keine Probleme, die Heiligen Schriften als eine Sammlung außergewöhnlicher und besonderer Erfahrungen zu verstehen.

Diese Erfahrungen würden zwar nicht von jedem auf eine persönliche Weise erlebt, doch sie würden in allen Religionen vorkommen.

Die Enzyklika ‘Pascendi’ erklärt, wie der Modernismus die Bibelinspiration versteht:

„Sie unterscheidet sich höchstens durch ihre Stärke von dem allgemeinen Antrieb, der den Gläubigen drängt, seinen Glauben in Wort und Schrift auszusprechen.“

Im modernistischen Sinn findet man in der Heiligen Schrift nichts, was nicht auf diese Weise inspiriert wäre.

Dadurch wird die Bibel zum reinen Menschenwerk degradiert – von Menschen für Menschen geschrieben.

„Von einer Inspiration im katholischen Sinne bleibt nichts übrig“ – stellt Pascendi nüchtern fest.

Die Kirche ist Menschenwerk

Die Entstehung der Kirche führen die Modernisten auf ein doppeltes Bedürfnis zurück:

• den Wunsch des Gläubigen, seine besondere Glaubenserfahrung mitzuteilen.
• den Wunsch mehrerer Gläubiger, sich zu einer Gesellschaft zusammenzuschließen.

Die modernistische Vorstellung von Kirche stellt ‘Pascendi’ so dar:

„Die Kirche ist die Frucht des Kollektivbewußtseins oder der Verbindung des Bewußtseins der einzelnen, die durch das lebendige Bleiben von einem ersten Gläubigen abhängen. Für den Katholiken ist dieser natürlich Christus.“

Die kirchliche Autorität rechtfertigt der Modernist mit der Aussage, daß jede Gemeinschaft eine Leitung benötige:

„Früher herrschte der Irrtum, daß die Autorität von außen, und zwar direkt von Gott, in die Kirche eingeführt wurde. Deshalb konnte man sie auch für autokratisch halten. Diese Ansicht ist nun überwunden.“

Die Autorität geht wie die Kirche nach modernistischer Vorstellung aus dem Kollektivbewußtsein hervor. Diesem Ursprung müsse sich die Kirche unterordnen: „Entzieht sie sich ihm, wird sie zur Tyrannei.“

Die Modernisten des frühen 20. Jahrhunderts beriefen sich auf ein angeblich neu gewonnenes Freiheitsgefühl.

Deshalb sollte in der Kirche – wie bereits im Staat – das Volksregiment eingeführt werden:

„Wenn also kein Krieg im innersten menschlichen Bewußtsein entzündet und geschürt werden soll, muß die kirchliche Autorität demokratische Formen annehmen.“

Andernfalls sei „ihr Untergang besiegelt“.
      
17 Lesermeinungen
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#17   GerdEric   00:20:11 | Dienstag, 18. September 2007
@Josef_G
Josef_G: @thaumaturgos1, …
4, Die Anekdote war köstlich.
Na, Sie sind ja mit wenig zufrieden…ein echter Asket :)3
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#16   Josef_G   23:35:34 | Montag, 17. September 2007
@thaumaturgos
1, Nicht lingern, sondern Pater Lingen
2, Warum ist er Ketzerfürst?
3, Haben Sei ein Problem mit ihm? Können Sie es artikulieren?
4, Die Anekdote war köstlich.
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#15   thaumaturgos   12:01:40 | Montag, 17. September 2007
lingern, sie ketzerfürst
… bleibens doch in der klappsmühle
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#14   Pater Lingen   23:01:00 | Sonntag, 16. September 2007
Eine kleine Anekdote
In Chur habe ich es mal gewagt, in einer öffentlichen Veranstaltung einige Abschnitte aus „Pascendi“ vorzulesen.
Unter den Anwesenden war auch Opus-(Ju-)Dei-Mann Peter Rutz, sog. „Regens“.
Ich konnte von meinem Platz aus sehen, wie er während meiner lauten Lektüre immer nervöser auf seinem Platz herumrutschte und sich die Haare raufte.
Nachher zitierte er mich zu sich und tobte sich mir gegenüber mit einer deftigen Standpauke aus. Rutz fauchte, es sei unverantwortlich, aus Pascendi vorzulesen, und in Chur sei das sowieso zweimal unverantwortlich, bla, bla, bla.
Zugegeben, das war nicht sein einziger Ausfall mir gegenüber, aber immerhin sein schlimmster. Der zweitschlimmste Ausfall war, weil ich es gewagt hatte, zu seinem Novus Ordo in die Hauskapelle zu kommen: Es war nämlich eine spezielle „Messe für Pastoralreferenten“ angekündigt worden, und ich hätte wissen müssen, dass er dann einen noch bescheuerteren Zirkus als sonst abspielt (u.a. mit Stühlerücken); davon hätte ich nicht Zeuge werden dürfen.
Fairerwaise muss eingeräumt werden, dass diese Form der „Priesterausbildung“ nicht auf das Opus Diaboli beschränkt ist.
Grüße an St. Pölten!
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#13   Nachtlaterne   21:50:45 | Sonntag, 16. September 2007
diese ganzen,
verkommen tgheologischen bescheißer, die alles anzweifeln was gott und seine wunder anbelengt, die das sogar total in abrede stellen, die wird einmal die hölle holen oder zumindest eins chweres fegefeuier das der hölle nahe ist.
ein verachtenswertes lumpenpack!
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#12   Bokrug †   20:39:25 | Sonntag, 16. September 2007
@Florian Geyer:
@Florian Geyer:
Sehr richtig!
Warum wendet man sich in solchen Fragen nicht einfach den grossen christlichen Philosphen wie Duns Scotus, Scotus Eriugena, Roger Bacon und Dionysios-Pseudo Aeropagita zu?
Auch theologische Autoritäten!
www.artfond.de/geldseite
Grüsse
Bokrug
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#11   Florian Geyer   20:14:43 | Sonntag, 16. September 2007
Nachtlaterne
besuchen sie mal eine typische NT Vorlesung einer „theologischen“ Fakultät. Sie werden erstaunt sein mit welch kühnen Deutungen da zw Wasser zu Wein verwandeln, Aufrweckung des Lazarus etc etc versehen wird. Es ist dort erlaubt alles reinzuinterpretieruen nur nicht Auferweckung oder tatsächtliche in-Wein – Verwandlung…
kurz: atheistische Gehirnwäsche
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#10   Bokrug †   20:05:29 | Sonntag, 16. September 2007
Historisch…Johannes-Evangelium…
Historisch…Johannes-Evangelium…
…w.islamforum.aks-pages.de/index.php?sid=198b8941e1…
Zu den Engeln:
www.artfond.de/geldseite
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#9   Nachtlaterne   20:00:19 | Sonntag, 16. September 2007
an der historizität…
…der vielen wunder und sonstigen bibelgeschehnisse zweifeln nicht nur tausende geistliche, sie sind überzeugt davon, dass es sich lediglich um geschihten handelt, die uns etwas sagen wollen, also nicht um ereignisse4 die sich wirklich so zugetragen haben. wenn christus in gleichnissen redet ist uns das klar, wenn christus aber konkrete wunder wirkt dann istv es eine teuflische sauerei, dass unsere theologen dies als nichtwahr ablehnen, bzw. nur als ein märchen deuten das uns etwas sagen will.
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#8   Bokrug †   16:17:14 | Sonntag, 16. September 2007
@Sirilo:
@Sirilo:
Falsch.
Der Ordo Bucentauro oder Bucintoro ist historisch verbürgt. Schiller bezog sich auf eine real existierende venezianische Kaufmanns-Loge.
In Venedig wurde 900 n. Chr. die europ. Freimaurerei gegründet.
Die venezianisch-lombardischen Bankiers und diverse hanseatische Kaufmanns-Logen (wo die Patrizier drin waren) setzten das mittelalterliche Schwundgeld-System außer Kraft.
Die Fugger und andere haben in der Zeit 1450 bis 1500 das Finanzkapital über die Aushebelung des Schwundgeld-Systems im Mittelalter durch Herauszögerung der Geldverrufungen in Augsburg außer Kraft gesetzt. 1150 bis 1450 – 1500 existierte in Europa ein Schwundgeld-System. Die Fugger machten ihre Bankkaufmanns-Lehre stets in Venedig…dem einzigen Ort
in Europa, wo auch mit christlichen Sklaven gehandelt wurde…
Ähnliche Vorgänge sind heute zu beobachten:
www.swg-hamburg.de/…rung_durch_zent.html
Ich empfehle auch das Buch „Wer hat Angst vor Silvio Gesell?“ von Hermann Benjes
www.freiwirte.de
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#7   Sirilo   15:58:57 | Sonntag, 16. September 2007
@Bokrug: Hallo, aufwachen!
„Der Geisterseher“ von Schiller ist ein Roman(fragment), d.h. Fiktion, Erfindung. Genauso Erfindung und somit fiktiv ist der „Ordo Bucentauro“. Außer in Schillers Phantasie hat es ihn nie gegeben. Bokrug, wachen Sie endlich aus Ihren delirierenden Träumen auf!
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#6   Bokrug †   15:49:16 | Sonntag, 16. September 2007
Gewiss…
…doch ist der Heilige Geist/Sophia/Ruach Elohim durchaus relevant…er sollte in Heilig-Geist Messen wie im Mittelalter und bei den Charismatikern gerufen werden.
Ferner braucht es Metathron/Logos/Christus als Anthropos des AT und auch die Gemeinschaft der 7 Engel, die vor Gottes Thron stehen…
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#5   Artois †   15:41:53 | Sonntag, 16. September 2007
Beten wir vor allem
täglich den Rosenkranz und bitten wir die Gottesmutter, daß sie die Kirche aus dieser schwersten Leidens- und Prüfungszeit hinausführt in einen tatsächlichen „neuen Morgen für die Kirche“!
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#4   Bokrug †   15:26:30 | Sonntag, 16. September 2007
Altes und Neues Testament…
Altes und Neues Testament…
www.israelshamir.net/…man/PardesGerman.pdf
Auch spirituell wichtig:
www.artfond.de/geldseite
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#3   Artois †   15:18:51 | Sonntag, 16. September 2007
Die Enzyklika
und der ihr angefügte Syllabus erweist die Konzilskirche als ketzerische Gemeinschaft, die in die Ecclesia eingedrungen ist, sie bekämpft und zu vernichten droht.
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#2   Bokrug †   15:15:41 | Sonntag, 16. September 2007
Hinweise…
…ich möchte darauf hinweisen, dass es abseits des Modernismus auch Mitglieder irregulärer Kaufmanns-Logen gab, die gegen den reaktionären Liberalismus und Kapitalismus der regulären Kaufmanns-Logen der Freimaurerei kämpften!
…denkzettel-philosophie.de/…nkzettel2/krause.pdf
Krause etwa…oder Friedrich Schiller, Mitglied einer irregulären Freimaurer-Loge, der auch Kaufmanns-Logen wie den venezianischen Ordo Bucentauro bekämpfte…
Volkswirt Gustav Ruhland zur christlichen Soziallehre…
www.vergessene-buecher.de
www.artfond.de/geldseite
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#1   Hyazinth   14:32:54 | Sonntag, 16. September 2007
Amen!!!!!
Heiliger Pius X., ora pro nobis!!! o^/
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