Empörend und absolut beklagenswert
Er wurde im Juli mit einer Frau im Bett gefilmt. Heute hat er daraus die Konsequenzen gezogen. Wer ist schuld? Natürlich die anderen.

Der Erzbischof war im Land als eiserner Kritiker des Regimes von Präsident Robert Mugabe bekannt. Er besaß allerdings auch eine Schwäche für Frauen.
Das nützte der Geheimdienst von Simbabwe aus. Im vergangenen Juli publizierten regierungsnahe Zeitungen höchst kompromittierende Bilder des Prälaten.
Schon gestern wußten afrikanische Medien, daß ein Rücktritt des Erzbischofs unmittelbar bevorstehe.
Heute berichtete die Webseite des Vatikan in zwei Zeilen, daß der Heilige Vater den Rücktritt des Erzbischofs von Bulawayo, Mons. Pius Alick Ncube, in Übereinstimmung mit Kanon 401 Paragraph 2 des Kirchenrechtes angenommen hat:
Der Paragraph besagt: „Ein Diözesanbischof, der wegen seiner angegriffenen Gesundheit oder aus einem anderen schwerwiegenden Grund nicht mehr recht in der Lage ist, seine Amtsgeschäfte wahrzunehmen, ist nachdrücklich gebeten, den Amtsverzicht anzubieten.“
Der Erzbischof hatte in der Vergangenheit erklärt, vom Geheimdienst in eine Falle gelockt worden zu sein.
In einer Presseerklärung, die heute morgen veröffentlicht wurde, gab Mons. Ncube als erster bekannt, daß der Vatikan seinen Rücktritt, den er bereits im Juli eingereicht hatte, angenommen hat.
Der Erzbischof betrachtet diese Entscheidung als Ergebnis eines „vom Staat gelenkten, bösartigen Angriffs nicht nur auf mich, sondern durch mich auch auf die Katholische Kirche von Zimbabwe“.
Um seinen Brüdern im Bischofsamt und der Kirche weitere Angriffe zu ersparen, habe er entschieden, daß ein Rücktritt die beste Vorgangsweise sei.
Noch vor weniger als zwei Wochen, sind die Bischöfe von Zimbabwe ihrem bedrängten Mitbruder zu Hilfe geeilt und haben erklärt, daß die Anklagen gegen ihn „empörend und absolut beklagenswert“ und „ein Angriff gegen die Katholische Kirche“ seien.
In seiner heutigen Stellungnahme erklärte der Erzbischof auch, daß die jüngsten Ereignisse ihn „näher zu Gott“ gebracht und ihm ein „klareres Verständnis für seine Aufgabe“ gegeben hätten.
Jetzt erwartet den zurückgetretenen Erzbischof eine Gerichtsverhandlung, die der Ehemann der mit dem Erzbischof im Bett erwischten Frau angestrengt hat.
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Dienstag, 18. September 2007 17:07
Galahad: Bitte lesen…
Dienstag, 18. September 2007 17:05
raindance1: Tatsachen sind Nebensache
Schön das Sie meinen Beitrag gelöscht haben. Ich habe ja nur das Geschehene wiedergegeben, ohne etwas dazu zu dichten oder etwas von Bedeutung weg zu lassen…doch ein einfacher Hinweis auf die Tatsachen wird schlichtweg ausradiert…und falls Sie moralische Bedenken hatten, dann schauen Sie sich doch bitte mal Ihre Bildchen in diversen, vor allem in Homo- , Artikeln an…
Samstag, 15. September 2007 00:47
crossword: benedikt
wenige werden die untaten der vergangenheit leugnen – zumindest jene, die vor jahrhunderten begangen wurden.
da vergibt man sich schließlich nicht viel. wie Sie ja sagen, was können die nachfolgenden generationen
denn dafür? ob man daraus verständnis ableiten kann ist, bezweifle ich. schließlich beschränkt sich
die fatale Rolle der kirche ja nicht nur auf eine weit zurückliegende epoche der geschichte, sondern
reicht bis in die jüngste vergangenheit und wahrscheinlich sogar in die gegenwart – auch wenn wir darüber
nicht viel wissen.
im übrigen war es nicht meine absicht, mir ein urteil über Ihre lebensweise anzumaßen. die vermutung, dass Sie ein gläubiger mensch sind und als solcher nach den fast 2000 jahre alten schriften zu leben versuchen, lag nahe. Sie war durchaus nicht spöttisch gemeint und schon gar nicht als beleidigung gedacht.
im übrigen war es nicht meine absicht, mir ein urteil über Ihre lebensweise anzumaßen. die vermutung, dass Sie ein gläubiger mensch sind und als solcher nach den fast 2000 jahre alten schriften zu leben versuchen, lag nahe. Sie war durchaus nicht spöttisch gemeint und schon gar nicht als beleidigung gedacht.
Freitag, 14. September 2007 18:05
Benedikt: @ crossword
ich meinte, dass nachfolgende generationen ein bewusstsein darüber entwickelt haben sollten und keinesfalls
gleiche wege beschreiten sollten. auch nicht in gedanken und worten. auch nicht in anfängen.
Die Kirche und die Christen erwecken nicht den Anschein, solches tun zu wollen. Ganz im Gegenteil ist ein Verständnis für historische Fehlentwicklungen unzweifelhaft in einem hohen Maße vorhanden. Das halbe Dutzend der Schreiber hier auf die Sie vermutlich anspielen wollen, können nicht wirklich Repräsentanten ihrer Generation angesehen werden.
Die Kirche und die Christen erwecken nicht den Anschein, solches tun zu wollen. Ganz im Gegenteil ist ein Verständnis für historische Fehlentwicklungen unzweifelhaft in einem hohen Maße vorhanden. Das halbe Dutzend der Schreiber hier auf die Sie vermutlich anspielen wollen, können nicht wirklich Repräsentanten ihrer Generation angesehen werden.
Freitag, 14. September 2007 17:41
crossword: benedikt
sie haben natürlich recht, wenn Sie sagen, dass nachfolgende generationen für die untaten ihre vorfahren nicht bestraft werden sollen und dürfen. das ist abzulehnen und so ein gedankengut werden Sie von mir nicht hören. ich meinte, dass nachfolgende generationen ein bewusstsein darüber entwickelt haben sollten und keinesfalls gleiche wege beschreiten sollten. auch nicht in gedanken und worten. auch nicht in anfängen.
Freitag, 14. September 2007 17:31
raindance1: Von der Redaktion entfernt
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