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Mögliche Menschheitskatastrophe? + Neuer päpstlicher Privatsekretär + Auch eine Personalpolitik + Und was tut der Vatikan? + Widerstand + Zustimmung
Abfahrt vom Judenplatz in der Wiener Innenstadt
Abfahrt vom Judenplatz in der Wiener Innenstadt
Mögliche Menschheits- katastrophe?

Österreich. Österreichische Juden haben Papst Benedikt XVI. am vergangenen Freitag während des Gedenkens auf dem Wiener Judenplatz einen Brief überreicht. Darin äußern Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, Ariel Muzicant, ihre Sorge über Drohungen aus dem Iran gegenüber dem Staat Israel, der militärisch hochgerüstet ist und Atomwaffen besitzt: „Daß 62 Jahre nach der Schoah nunmehr ein UNO-Mitglied – Iran – den Staat Israel offiziell mit ‘Vernichtung und Auslöschung’ bedroht, erfüllt uns mit großer Sorge.“ Deshalb ersuchen sie den Heiligen Vater, alles in seiner Kraft stehende zu tun, „um eine möglichen Katastrophe für die ganze Menschheit zu verhindern“.

Neuer päpstlicher Privatsekretär

Vatikan. Papst Benedikt XVI. ernannte am Montag einen neuen zweiten Privatsekretär. Neben Mons. Georg Gänswein wird der maltesische Priester Alfred Xuereb (48) künftig für den Papst arbeiten. Hochwürden Xuereb tritt in die Fußstapfen von Mons. Mieczyslaw Mokrzycki. Der Pole, der im Juli zum Erzbischof-Koadjutor von Lemberg ernannt worden war, wirkte seit 1996 als Privatsekretär von Papst Johannes Paul II.

Auch eine Personalpolitik

Frankreich. Papst Benedikt XVI. hat den Bischof von Laval in Nordwestfrankreich, Mons. Armand Maillard, zum Erzbischof von Bourges ernannt. Bourges befindet sich in Zentralfrankreich und ist historisch eine Erzdiözese, die keine Suffraganbistümer mehr besitzt. Dennoch ist sie größer und wichtiger als die Diözese Laval. In seinem bisherigen Bistum machte Bischof Maillard den Altgläubigen das Leben zur Hölle.

Und was tut der Vatikan?

Deutschland. Die konservative ‘Evangelische Allianz’ in Deutschland hat anläßlich des am kommenden Donnerstag beginnenden islamischen Fastenmonats Ramadan ein Heft unter dem Titel „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ publiziert. Darin gibt es Gebetsimpulse für die Moslems, die Christus noch nicht als Fürsprecher beim Vater kennen. Auf vatikanischer Seite ist es seit einigen Jahren üblich, den Muselmanen vor und nach dem Ramadan bekräftigende Grußworte zu übermitteln.

Widerstand

China. Der 71jährige chinesische Untergrundbischof von Yongnian in der ostchinesischen Provinz Hebei, Mons. Han Dingxiang, ist nach Angaben der in den USA ansässigen Kardinal-Kung-Stiftung am vergangenen Sonntag in Haft gestorben. Die Todesursache ist unklar. Der Bischof hat 35 Jahre seines Lebens aufgrund seiner Treue zum Papst in Haft, Arbeitslagern oder unter Hausarrest verbrachte. Er wurde sechs Stunden nach seinem Tod verbrannt. Niemand aus seiner Umgebung habe etwas von einer Krankheit gewußt, bis Verwandte ans Sterbebett gerufen wurden.

Zustimmung

China. Der Heilige Stuhl hat eine Bischofsweihe durch die chinesische ‘Patriotische Vereinigung’ anerkannt. Der 40jährige Hw. Xiao Zejiang war am Samstag in der Kathedrale der südchinesischen Stadt Guiyang zum Koadjutor-Bischof von Guizhou geweiht worden. Laut der italienischen katholischen Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’ hat der Vatikan die Gläubigen des Bistums über seine Zustimmung unterrichtet. Die Nachricht sei in allen Messen verlesen worden.
      
9 Lesermeinungen
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#9   Bokrug †   11:44:27 | Donnerstag, 13. September 2007
Direkte Demokratie – Mängel im System beheben
www.zeit-fragen.ch/…el-im-system-beheben/
Direkte Demokratie – Mängel im System beheben
zf. In der Auseinandersetzung um die Rolle von Bundesrat Christoph Blocher im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Bundesanwalt Valentin Roschacher und dem Bericht der Geschäftsprüfungskommission GPK haben verschiedene Exponenten die sachliche Ebene verlassen. Was immer die Klärung der gegenseitigen Komplott-Vorwürfe ergeben wird – und die Bevölkerung hat ein Anrecht auf saubere Klärung –, darf diese Auseinandersetzung nicht dazu führen, dass dabei die demokratischen Einrichtungen diskreditiert und die demokratischen Spielregeln verletzt werden. Die nachfolgenden Stellungnahmen zweier Staatsrechtler mahnen zur Besinnung auf diese Grundlagen.
Interview mit dem Staatsrechtler Thomas Fleiner
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#8   Tacitus   18:03:10 | Mittwoch, 12. September 2007
Iran und die Bombe
Daß sich in die Diskussion um nukleare Rüstung Antiamerikanismus einschleicht, muß man wahrscheinlich erwarten. Besonders erhellend ist es nicht.
Hinsichtlich des Völkerrechts ist es dann doch etwas komplizierter, als sich Lieschen Müller das landläufig vorstellt, immerhin ist Iran Signatarmacht des Nonproliferationsvertrags. Die IAEA hat zwar im September 2005 festgestellt, daß die Bestimmungen des NPT bislang nicht verletzt worden sind, allerdings ist diese Rechtsauffassung umstritten.
Jetzt kann man natürlich argumentieren, daß das Völkerrecht insgesamt für die Tonne ist; das gilt dann aber auch für jegliche „Rechte“, die angeblich „souveräne“ Staaten beanspruchen könnten.
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#7   Dr. Christoph Heger   17:36:11 | Mittwoch, 12. September 2007
Kein völkerrechtliches Kriterium
Tacitus:
ist es nicht eher eine „Zumutung“, daß Staaten nach der Bombe greifen, die sich der strategischen Implikationen nicht bewußt sind?
Wie gesagt, alles sehr ungemütlich. Aber eine völkerrechtliche Unterscheidung der souveränen Staaten in solche, die sich der strategischen Implikationen bewußt sind, und solche, die es nicht sind, gibt es nicht.
Wenn es so ein Kriterium gäbe, müßte man ja auch weiter fragen, ob ausgerechnet solche Staaten zu den „sich bewußten“ zählen sollen, die die Atombombe schon einmal gegen einen Feind eingesetzt haben.
MfG
Christoph Heger
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#6   Tacitus   12:54:52 | Mittwoch, 12. September 2007
„Regimewechsel“ in Israel…
… ist eine reichlich merkwürdige Idee, zumal Ahmadinejad immer wieder von „Vernichtung“ redet.
Warum Nonproliferation so eine böse Sache ist, müßte mir auch nochmal jemand erklären – ist es nicht eher eine „Zumutung“, daß Staaten nach der Bombe greifen, die sich der strategischen Implikationen nicht bewußt sind?
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#5   Sirilo   11:14:59 | Mittwoch, 12. September 2007
@Dr. Heger
Noch ungemütlicher ist der Gedanke einer atomaren Aufrüstung von Takatuka-Land!
;-)
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#4   Dr. Christoph Heger   11:11:52 | Mittwoch, 12. September 2007
@Sirilo: Ich bin immer dankbar für …
… sachliche Aufklärung.
Im Falle Ihrer Anmerkung:
Es gibt keinen Staat „Zululand“.
war sie allerdings unnötig.
Ist Ihnen nicht der Gedanke gekommen, ich könnte das pittoreske „Zululand“ nur wegen des Z und wegen der pittoresk-absurden Verbindung mit Atombewaffnung gewählt haben?
MfG
Christoph Heger
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#3   Sirilo   10:57:18 | Mittwoch, 12. September 2007
@Dr. Heger
Es gibt keinen Staat „Zululand“.
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#2   Dr. Christoph Heger   09:46:09 | Mittwoch, 12. September 2007
Atomrüstung
Warum sollte der Iran Selbstmord begehen wollen indem er Israel attackiert.
Eben! Deswegen ist das Geschrei um eine mögliche Atomrüstung Irans auch ziemlich heuchlerisch.
Der Gedanke, daß demnächst von Iran bis Zululand immer mehr Staaten in den Besitz der Atombombe kommen werden, ist natürlich höchst ungemütlich. Aber der Zumutung, daß nur die bisherigen Nuklearstaaten – und in aller „Heimlichkeit“ auch Israel – die Atombombe sollen haben dürfen, werden sich andere Staaten nicht auf Dauer unterwerfen wollen.
MfG
Christoph Heger
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#1   Rosenkranzsoldat   09:27:28 | Mittwoch, 12. September 2007
Hysterisch…
Warum sollte der Iran Selbstmord begehen wollen indem er Israel attakiert. Außerdem sprach der Ahmadinejad nie von „Auslöschen“ ondern von einem „Regimewechsel“ a la Sovietunion.
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