Müssen Gläubige in Zukunft den Personalausweis vorzeigen, bevor sie an Alten Messen teilnehmen dürfen, die von handverlesenen Priestern zelebriert werden?
(kreuz.net, Altoona) Mons. Joseph Victor Adamec, der altliberale Bischof der Diözese Altoona-Johnstown
im nordöstlichen US-Bundesstaat Pennsylvania, hat Ende August Ausführungsrestriktionen zum Motu Proprio
zur Freigabe der Alten Messe erlassen.
In der Einführung betont Bischof Adamec, daß Papst Benedikt
XVI. durch die neuen Bestimmungen zur Alten Messe die Autorität und Verantwortlichkeit der Diözesanbischöfe
in keiner Weise habe schmälern wollen. Er zitiert dazu aus dem Begleitbrief an die Bischöfe.
In einem
ersten Punkt mahnt Mons. Adamec, die Messe von Papst Paul VI. als „ordentlichen Ausdruck des Gesetzes
des Betens“ zu betrachten.
Ein Priester, der die außerordentliche Form des Lateinischen Ritus zelebriere,
„solle“ dies nicht ausschließlich tun, so der Bischof. Er müsse auch die ordentliche Form des Lateinischen
Ritus zelebrieren, um zum Ausdruck zu bringen, daß er die Gültigkeit der heute gängigen Messe nicht
bezweifle.
In Punkt zwei erklärt Mons. Adamec, daß nur jene Priester zur Zelebration des Alten Ritus
zugelassen sind, welche die notwendigen sprachlichen Voraussetzungen sowie die Kenntnisse der Rubriken
besitzen.
Dieser Punkt sollte eigentlich kein Problem darstellen, weil die Bischöfe verpflichtet sind,
bei der Ausbildung der Alumnen dafür zu sorgen, daß die zukünftigen Priester genügend Latein beherrschen.
Der vierte Punkt beschränkt die Freiheiten des päpstlichen Motu Proprios zur Gänze.
Mons. Adamec
regelt darin Messen im außerordentlichen Ritus, die regelmäßig in Pfarreien stattfinden. Diese dürfen –
nach der Ansicht des Bischofs – nur zelebriert werden, wenn eine bereits seit längerem in einer Pfarrei
bestehende Vereinigung darum bittet.
Anfragen für die Alte Messe müßten dem Pfarrer schriftlich vorgebracht
werden und die Namen und Adresse der Interessenten beinhalten. Der Pfarrer hat dafür zu sorgen, daß
diese Listen in der Pfarrei aufbewahrt werden.
Eine Alte Messe dürfe nicht „angeboten“ werden, wenn
das nur im Interesse des Pfarrers sei.
Um die Einheit in den Pfarreien zu bewahren, müsse der Pfarrer
vor der Festsetzung einer Gemeindemesse im überlieferten Ritus den Pfarrgemeinderat konsultieren.
Gruppen,
die aus Mitgliedern verschiedener Pfarreien bestehen, müßten sich direkt an den Diözesanbischof wenden,
wenn sie die Feier einer Alten Messe erbitten wollen.
In Punkt fünf verbietet Mons. Adamec, das gesamte
Pfarrleben nach dem Alten Riten auszurichten. Für die Errichtung von Personalpfarreien in diesem Ritus
brauche es die Erlaubnis des Bischofs.
Im sechsten Punkt ermahnt der Bischof Zelebranten und Gläubige, alle Rubriken und Haltungen in der Alten
Messe genau zu beachten. Der Bischof weist zum Beispiel darauf hin, daß als Hochgebet nur der Römische
Kanon benutzt werden dürfe.
Im siebten und letzten Punkt möchte Mons. Adamec sicherstellen, daß alle
Priester die Rubriken sowie die Lateinische Sprache gut beherrschen.
Deswegen weist er daraufhin, daß
sich alle Priester, welche die Alte Messe zelebrieren wollen, von der diözesanen Liturgieabteilung dafür
einen Fähigkeitsausweis erwerben müssen.
„Das ist nur logisch“ – insistiert der Bischof. Möglicherweise
werde es in Zukunft auch eine Ausbildung der Seminaristen im Alten Ritus geben.
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36 Lesermeinungen
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#36 Aleph † 00:44:43 | Freitag, 14. September 2007
Anasthasius außerdem hat man bei uns im deutschsprachigen raum die mädchen bis in die späten siebziger
jahre mit kopftüchel in die volksschule geschickt (schauts auf schul- bzw. erstkommunionfotos mal nach)
Was wollen Sie mit dem Schmonzes beweisen? Wenn in den deutschsprachigen Räumen auch Muslime gewohnt
haben, mag das mit dem Kopftuch seine Richtigkeit haben. Ein Kopftuch ist ein Kleidungsstück, das den
Kopf gegen Sonne schützen soll. Was wäre dagegen zu sagen? Mittlerweile trage auch viele junge Männer
in mitteleuropäischen Städten, in der Regel Skater, ein knappes Kopftuch, na und…! Geht davon die
Welt unter? Und wenn, vorher bitte beichten, damit da nichts passiert… oder schon ist!
#35 monti 22:09:55 | Donnerstag, 13. September 2007
@Athanasius außerdem hat man bei uns im deutschsprachigen raum die mädchen bis in die späten siebziger
jahre mit kopftüchel in die volksschule geschickt (schauts auf schul- bzw. erstkommunionfotos mal nach)
Entweder waren das dann aber die siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts oder der deutschsprachige Raum in
Siebenbürgen…
#34 Seminarist 18:44:44 | Donnerstag, 13. September 2007
Privatzelebration Mehrmals taucht im Zusammenhang von Kommentaren zum Motu Proprio der Begriff der Privatzelebration
auf. Hierzu eine Kärung: Privat meint hier nicht, dass der Priester allein für sich, also beispielsweise
hinter verschlossener Kirchentüre zelebriert, sondern das die Messe nicht öffentlich, d.h., nicht in
dem offiziellen Pfarrblatt oder einer Kirchenzeitung angekündigt bzw. vermeldet wurde. Selbstverständlich
können an dieser hl. Messe des privat zelebrierenden Priesters Gläubige, die sich „zufällig“ gerade
inder Kirche befinden, teilnehmen (und wenn es Hundert sind, wäre es immer noch eine Privatmesse!).
#33 Bokrug † 13:07:34 | Donnerstag, 13. September 2007
Gott – Elohim Im paulischen Christentum übrigens gab es auch Frauen als Prophetinnen. Gott hat und wird
sich als Elohim offenbaren. Der Heilige Geist bzw. die Sophia ist Ruach Elohim. …ww.johannesoffenbarung.de/
Nach den Worten Jesus in Johannes 8.44 waren die Israeliten vom „Vater des Teufels.“ Die jüdisch-talmudische
Schechinah ist die grosse Hure Babylon.
#32 Aleph † 13:07:16 | Donnerstag, 13. September 2007
Hacki Diese Gegner der alten Messe sind allesamt nur kleingeistige Fieslinge Das merkt man besonders an
Ihrem horizontalen Beitrag = viel banale Fläche. Weiter so :)3
#31 Hacki 12:50:18 | Donnerstag, 13. September 2007
Summary of Summorum Diese Gegner der alten Messe sind allesamt nur kleingeistige Fieslinge, die sich jetz
in Ausführungsbestimmungen lächerlich machen. Das Urteil über über den NOM ist längst gesprochen
(siehe Youtube).
Firmung und Messe Im Alten Rituskann die Firmung vor oder nach der Hl. Messe stattfinden oder auch losgelöst
davon. Im Neuen Ritus heisst es zwar im Rituale, dass die Firmung in der Regel innerhalb der Messfeier
gespendet wird, aber es ist auch -und zwar nicht nur als Notfirmung oder bei nur wenigen Firmlingen- die
Möglichkeit gegeben, die Firmung ausserhalb einer Messfeier zu spenden. Auch hierfür enthalten die liturgischen
Bücher genaue Vorgaben. Die Firmung wird dann gemäss den Rubriken in einen Wortgotttesdienst eingefügt:
nach den Fürbitten folgt dann das Vaterunser, das Schlussgebet und der Schlusssegen.
#28 athanasius1957 11:57:08 | Donnerstag, 13. September 2007
1. firmung und messe, 2. kopfbedeckung ad 1. die firmung als sakrament kann auch außerhalb einer hl.
messe gespendet werden wie dies für die beichte, die krankensalbung inkl krankenkommunion, eheschließung
und taufe gilt. im ritus extraordinarius sive tridentinus wurden die firmung immer vor oder nach der messe
gespendet, obschon auch hier ausnahmen wie zB brautmesse gab. auf alle fälle mußte jedoch der spender=zelebrant
die liturgischen gewänder bei der speziellen sakramentenspendung wechseln (meßgewänder: meßkassel,
eventuell pontifikale=tunica/dalmatik und manipel; vespermantel für die firmung) auf diesen fotos gibts
einen kleinen hinweis, daß doch ein amt stattgefunden hat. bild 4 zeigt einen ambo mit liturgischem farbband
entweder für die verlesung des evangeliums sofern der subdiakon nicht das evangeliar gehalten hat bzw.
für die predigt des bischofs. ad 2. bis zum cic 1983 war den frauen tatsächlich eine kopfbedeckung beim
besuch der messe vorgeschrieben und wird auch bei altrituellen gemeinden weiterhin angewendet jedoch ohne
intoleranz. außerdem hat man bei uns im deutschsprachigen raum die mädchen bis in die späten siebziger
jahre mit kopftüchel in die volksschule geschickt (schauts auf schul- bzw. erstkommunionfotos mal nach)
#27 Tilly 10:50:48 | Donnerstag, 13. September 2007
wie soll das gehen? Das größte Problem ist doch das nach 40 Jahren der Verfälschungen des großen semantischen
Betruges die heutige Generation die überlieferte Messe gar nicht kennt. Und wie ich feststellen musste
gerade die alten die sie noch kennen völlig versagt haben und sie ebenfalls nicht wollen-zumeist jedenfalls.
Der nächst Skandal ist das die Bischöfe und Priester der V2 Kirche gar nicht mehr Latein können! Und
weiter sind die Weihen der Bischöfe und Priester die nach den neuen Riten von V2 nach dem II. Vatikanum
geweiht wurden zweifellos ungültig! Wie soll ein ungültig geweihter Priester eine gültige Messe im
überlieferten Ritus halten?
#26 Benedikt 10:46:04 | Donnerstag, 13. September 2007
Das Motu Proprio… …des Papstes fordert in der Tat, dass die jeweiligen Zelebranten der forma extraordinaria
„geeignet“ (Art 5 § 4 SP) sein müssen. Ansonsten aber bestehen keinerlei Hürden, weswegen die hier
zitierten Ausführungsbestimmungen ungültig sind. Ausf.-best. können von ihrer Natur her keine Einschränkungen
dieser Art aufweisen und schon gar nicht an etlichen Stellen dem Bezugsdokument widersprechen. Im Einzelnen:
Er müsse auch die ordentliche Form des Lateinischen Ritus zelebrieren, um zum Ausdruck zu bringen, daß
er die Gültigkeit der heute gängigen Messe nicht bezweifle. Das steht in SP so nicht. Die Gewissheit
über die Anerkenntnis der forma ordinaria ist auch auf anderem Wege erreichbar. Man fordert von einem
r-kath. Patriarchen eines nicht-lateinischen Ritus ja auch nicht die Zelebration des Ritus Romanus. Diese
dürfen – nach der Ansicht des Bischofs – nur zelebriert werden, wenn eine bereits seit längerem in einer
Pfarrei bestehende Vereinigung darum bittet. Auch davon steht in SP nichts. Und was bedeutet „seit längerem“?
Kommt da noch eine Ausf.-best.? Eine Alte Messe dürfe nicht „angeboten“ werden, wenn das nur im Interesse
des Pfarrers sei. SP sagt klar, dass jeder Pfarrer die forma e.o. zelebrieren darf und dass Gläubige
zu dieser Feier zugelassen sind. Sonst hat man ja auch etwas gegen „Privat“zelebrationen, folglich müsste
man für die Anwesenheit von Gläubigen auch bei dieser Messfeier sein.
Kirchliche Dogmen sind für Gilbert „Beckmessereien“. Ich hatte Gilbert widersprochen mit dem Hinweis:
„Wir sprechen aber hier nicht von irgendwelchen liturgischen Feiern, sondern von der hl. Messe, deren
„Vorsteher“ allerdings nicht nur „in der Regel“, sondern unabdingbar ein Priester ist.“ Darauf Gilbert:
Das sind konservative Beckmessereien, Verschleierungstaktik, die längst nicht mehr zieht, aber von der
Fehlernachweisbehörde des Dr. Heger aber noch stark in Anspruch genommen wird, auch wenn die Behörde
vorher nicht konsultiert wurde, vielleicht gerade deshalb. Soweit ist dieses unklare Gebrabbel aber schon
klar: Der Hinweis, daß der „Vorsteher“ der hl. Messe immer und nicht nur „in der Regel“ ein Priester
sein muß, ist für Gilbert „konservative Beckmesserei“ usw. Gut zu wissen! MfG Christoph Heger
#24 thaumaturgos 10:15:50 | Donnerstag, 13. September 2007
dass die Bischöfe offensichtlich zugeben müssen, dass … sie in der Ausbildung ihrer Kleriker das Lateinische
allzu sehr vernachlässigt haben … die Gymnasiallehrpläne machen weder die Bischöfe noch der Vatikan,
und Lateinunterricht ist so gut wie gestrichen … zumindest in den Schiulen, die Zusatzprüfungen an
den Univ. verdienen den Namen Lateinunterricht nicht …
#23 Aleph † 09:47:27 | Donnerstag, 13. September 2007
Dr. Christoph Heger Das sind konservative Beckmessereien, Verschleierungstaktik, die längst nicht mehr
zieht, aber von der Fehlernachweisbehörde des Dr. Heger aber noch stark in Anspruch genommen wird, auch
wenn die Behörde vorher nicht konsultiert wurde, vielleicht gerade deshalb.
Nicht nur „in der Regel“ Gilbert spricht in seiner Volte, die freihändige Erschwerungen des Zugangs zur
Alten Messe seitens eines dazu nicht ermächtigten Bischofs mit einer vorgeblichen Sorge um deren Unversehrtheit
legitimieren möchte, verräterischerweise von einem Vorsteher der liturgischen Feier, das ist in der
Regel der Priester Wir sprechen aber hier nicht von irgendwelchen liturgischen Feiern, sondern von der
hl. Messe, deren „Vorsteher“ allerdings nicht nur „in der Regel“, sondern unabdingbar ein Priester ist.
MfG Christoph Heger
#21 Bokrug † 09:15:05 | Donnerstag, 13. September 2007
Anthropos:Christus als von Henoch vorhergesagter Messias…Dan 7, 4 ; Esra 13 Anthropos: Im 2.Jh.v.Chr.
wurde er im Judentum (Henoch) mit dem Messias identifiziert (aaO 142ff) und als Erstgeschaffener (Protoplast)
mit Adam.(aaO 160) Die Degradierung vom Prototyp zum Protoplast fand schon bei den Zervanisten statt. –
Colpe 1961,147,150,157 bezweifelt die Identifikation mit Marduk. Vieles an Krealings Theorie ist nicht
historisch belegbar. (385) Hartman 1953,33; Bousset 1907,160ff,238ff und Reitzenstein 1921,117-23,130-33
und 19273,418 verweisen auf Yasna 26,10 und 13,145 im Vergleich zu Dan 7, 4.Esra 13 und den Bilderreden
des äth.Henoch 37-71. Ursprüngliche Abkunft des Menschensohnes von Gayômart vermuteten auch Bultmann,
Das Evangelium des Johannes, KEK II, Göttingen16 (Vandenhoeck) 1959, 10-12 und Cullmann, Die Christologie
des Neuen Testaments, Tübingen2 (Mohr) 1958, 141-54. Dagegen Colpe 1961,152f: Gayômart war nur Auferstehungserster,
nicht, wie der Menschensohn (äth.Hen. 46-48;62f;69), Weltenrichter. »Menschensohn (und übrigens auch
gnostischer Anthropos) können nicht als Endpunkte einer Geschichte begriffen werden, die der indoiranische
Mythus aus sich entlassen hat; dazu fehlen die Zwischenglieder… Weder direkt noch auf dem Umweg über
den Menschensohn sind für den gnostischen Urmenschen Aufschlüsse aus dem awestischen Gayômart zu erwarten.«
Latein lernen! Es ist interessant, dass die Bischöfe offensichtlich zugeben müssen, dass sie in der
Ausbildung ihrer Kleriker das Lateinische allzu sehr vernachlässigt haben. Es ist unnötig zu erwähnen,
dass sie damit gegen Bestimmungen des Zweiten Vatikanums und des geltenden Kirchenrechts verstoßen haben,
wo dies explizit gefordert worden ist. Man könnte folgende Regelung treffen: Die zukünftigen Priester
(und Theologen!) sollten im Semester 2 Stunden die Woche lateinische Lektüre pflegen. Man könnte dies
etwa in das Hauptstudium verlegen, da viele im Grundstudium noch erst die anderen Sprachen lernen müssen.
Die Lektüre würde aus liturgischen, kanonistischen, doktrinären Texten bestehen. Möglich ist das ohne
jede Frage. Zur Not – wenn die theologischen Fakultäten dies nicht gewährleisten wollen – könnte man
diese Lektürestunden auch in die Seminarausbildung integegrieren. Es wäre über den liturgischen Nutzen
heraus ein großer geistiger Gewinn für die zukünftigen Priester und Theologen. Denn dass Latein die
Basissprache der westlichen Kirche ist, leugnen nur diejenigen, die von der Materie und den Quellenbeständen
nicht die geringste Ahnung haben. Und um die nicht nur liturgische Bedeutung der lat. Sprache für Theologen
sollten unsere Bischöfe doch wissen… Oder spiegeln sich in der mangelnden Sorgfalt im Hinblick auf
die lateinische Sprache bei manchen Bischöfen eigene theologische Bildungsdefizite wieder? Zumindest
die Frage muss erlaubt sein.
#19 Aleph † 08:01:26 | Donnerstag, 13. September 2007
Ausfürhungsbestimmungen zum Schutz Wenn die Liturgie in Latein gehalten werden soll, ist es unabdingbar,
das der Vorsteher der liturgischen Feier, das ist in der Regel der Priester, die lateinische Sprache beherrscht,
damit auch die Glaubenden, die über diese sprachlichen Kenntnisse nicht verfügen, wenigstens den Sinn
der Texte erfassen können, soweit dies möglich ist. Kultbeamte, von denen die Messtexte ohne jegliches
Verständnis nur abgespult werden braucht es nicht. Schade um die angebliche Feier. Dazu würde auch ein
Automat genügen, um den Ritus genau einzuhalten. Deshalb sollte nicht das Stadium „so gut wie“ angestrebt
werden, sondern das längst nicht mehr erreichbare Stadium „besser als“. Vor dem Vat. II waren die Voraussetzungen
eben andere, in den sich die Ansprüche hinsichtlich der Lateinkenntnisse des Altarpersonals und der Theologie
insgesamt haben verwirklichen lassen. Wie sollte auch ein Zeitraum von mehr als vierzig Jahren jetzt wegen
des Motu proprios aufgefüllt oder nachgeholt werden, wenn die Priesterschaft insgesamt die Sprache kaum
mehr und den alten Ritus teilweise überhaupt nicht mehr beherrscht, sondern wieder mühsam einstudieren
muss. Wo läge da letztlich der Gewinn? Wenn Bischof Mixa (Augsburg) Ausführungsbestimmungen zum Motu
proprio erlässt, tut er das ganz bestimmt auch im Sinne des extraordinären alten und ehrwürdigen Ritus,
damit dieser unversehrt durch die für die kommenden Jahrhunderte erhalten bleiben kann und nicht durch
rücksichtslose Macher völlig deformiert wird…! :)3 …
#18 thaumaturgos 07:32:47 | Donnerstag, 13. September 2007
… genügend Latein beherrschen das wird, um den alten Ritus zu zelebrieren, nicht reichen. was unsere
studenten an latein beherrscher, reicht über ein paar vokabeln nicht hinaius und damit kann mann v. a.
den SINN des Can Rom nicht gerecht werden. was dekt ein priester, der gerade den text mal lesen kann,
aber kaum weiss was er da sagt, zum oferre pro oder ähnlich schwierigen stellen? also, besser muttersprache,
wenn das latein nur reicht um asterix zu lesen … sonst haben wir wieder zustände wie vor dem tridentinum
#17 Bokrug † 00:14:15 | Donnerstag, 13. September 2007
Der kosmische Urmensch des AT (535) Platon Symposion 188a-193d; Widengren 1969,83ff verweist auf andere
androgyne Urmenschen: Eva aus der Rippe Adams heißt: Adam war vormals androgyn. F. Schwally, Archiv für
Religionswissenschaften 9/1906,171-75: Adam hat zwei Gesichter in jüdischer Exegese; Berossos hat auch
babylonische androgyne Urmenschmythen. Marduk nach Enuma Eli I,93-98 Doppelmensch. Oden Salomonis 8,16
reicht der gnostische Gott mit seinen Brüsten den Frischgeschaffenen Milch wie die auch kriegerisch aktive
und oft als zweigeschlechtlich beschriebene Göttin Ishtar (Astarte) mit ihren prostituierten Priesterinnen
dem König Assurbanipal. cf E. L. Dietrich, Der Urmensch als Androgyn, Zeitschrift für Kirchengeschichte
58/1939,297-345; Reitzenstein 19273,180: Androgyner Weltseelengott êAi*n Lichtselbst des Kosmos; Hans
Leisegang, Die Gnosis, Leipzig (Teubner) 1924,81,289; Kroll, Die Lehren des Hermes Trismegistos, Münster
1914,51ff; Zuntz 1989 (536) Politeia 614a-621d: Schlußmythos von der Spindel als Himmelsachse, zu der
die Seelen aus der Unterwelt post mortem wieder hinaufsteigen. Sie dreht sich im Schoß der Notwendigkeit,
drumrum sitzen Lachesis (Vergangenheit), Klotho (Gegenwart) und Atropos (Zukunft). Ein Prophet animiert
die Seelen zur Wahl eines neuen todbringenden Umlaufs im Geburtenrad. Wählen macht schuldig.
@Gotthard Wenn Katholiken eine Kopfbedeckung für Messbesucherinnen fordern oder zumindest befürworten,
finden sich dafür bestimmt irgendwelche Belegstellen in der Bibel, wahrscheinlich bei Paulus
Liturgica Seminarist schrieb: …und ich wollte schon dass 2. Kinderhochgebet für den ausserordentlichen
Ritus ins Latein übersetzen!Diese Arbeit könnnen Sie sich sparen, da es in der 3. Auflage des MR Pauls
VI. die 3 Kinderhochgebete in der Tat in Latein gibt. Diese Version („editio typica“) ist nun als Grundlage
zu nehmen für die Neuübersetzung des Messbuches in die Landessprachen. Die ursprüngliche Originalfassung
der kinderhochgebete war glaube ich in Französis ch oder Italienisch, nun aber hat man sich nach der
lateinischen Fassung zu richten. Den lateinischen Originaltext kann man vielleicht in Gruppenmessen-Messen
mit Hochbegabten Kindern nehmen Mit dem alten Ritus hat dies aber in der Tat natürlich nichts zu tun.
Zur Firmung: Im Alten ritus wurde die Firmung in der Tat ausserhalb der Messe gefeiert und zwar vor oder
nach der Hl. Messe, gegebenenfalls auch ohne Hl. Messe. Auch die Firmung nach dem Neuen Ritus kann ohne
Hl. Messe geschehen (gilt nicht nur für die Notfirmung, sondern auch für die feierliche Firmspendung,
auch durch den Bischof).
#11 Gotthard 22:45:27 | Mittwoch, 12. September 2007
Kopftuch Ein Teil der Mädchen und Frauen verhüllte das Haupt. Die Alt-Rituellen knüpfen ein gutes Band
mit den Muslimen. Kopftuch scheint ja ein urkatholisches Symbol und religiös begründetes Kleidungsstück
zu sein.
#10 Burgorus 21:01:56 | Mittwoch, 12. September 2007
@Möchtegern-kathole: keine Einheit in der Niederlage Die Einheit der Modernisten in ihrem Krieg gegen
die Alte Messe scheint jedenfalls vorhanden zu sein. In ihrer Niederlage wird sie es auch sein. Im ersten
Punkt gebe ich Ihnen Recht. Solange die Contra-Missam-Tridantinam-Bischöfe noch nicht besiegt sind, bilden
sie eine starke Einheit. Sind sie jedoch besiegt, zerfällt diese Einheit. Es heißt doch in der Don-Bosco-Vision
über die Kirche, dass sich am Ende die feindlichen Schiffe gegenseitig rammen. Zu einer vollständigen
Niederlage gehört auch der Zerfall der Einheit. Es mache sich aber auch keiner die Hoffnung, dass sich
die Missa Tridentina so schnell durchsetzt. Die meisten Menschen wissen doch gar nicht mehr, was eine
Messe ist oder dass eine Messe unendlichen Wert hat. Aber mal ehrlich: Einen Gnadenstoß haben die NOM-Eskapaden
auch nicht verdient. Ein Ende in langsamem Siechtum oder ein Umleiten der selbstgestrickten Messgebete
zu Huldigungen an den Antichristen ist da viel angemessener, damit der wahre Charakter der in Christi
Schafstall eingeschleusten Wölfe offenbar werde.
Da helfen nur zwei Dinge Da sich die Bischöfe offensichtlich in ihrer Ablehungs- und Blockadehaltung
gegen die Alte Messe einig zu sein scheinen, helfen nur zwei Sachen: Hilfe- und Protestschreiben direkt
an den Heiligen Stuhl und kontinuierliches Gebet (am besten den lateinischen Rosenkranz) zur Bekehrung
der Uneinsichtigen. Laudetur Jesus Christus. In Aeternum. Amen.
Seminarist: Es mag schon sein, dass nach einer altrituellen Firmung auch eine Hl. Messe stattfinden kann –
jedoch hier gab’s keine: schauen sie etwas genauer auf Bild Nr.4 – auf der Kredenz steht nur die Monstanz
und auf der rechten Seite des Altares sieht man die drei Kerzenständer – hier hätte man nie Platz für
eine Messe. Auch wenn die m Hochaltar gfeirt wäre, hätten die Kerzen gestört. Und auch auf dem letzten
Bild ist auf der Kredenz nur das Altarkreuz zu sehen – kein Kelch oder Känchen für Wein und Wasser.
Übrigens: meiner Meinung nach ist es sehr Praktisch, eine Firmung ohne Messe zu feiern – die Feier ist
wesentlich kürzer als innerhalb einer NOM und die Firmpaten müssen nicht unbedingt zur Hl. Beichte vor
der Messe, damit sie bei der Kommunion nicht in Verlegenheit kommen.
Die Einheit der Modernisten … … in ihrem Krieg gegen die Alte Messe scheint jedenfalls vorhanden zu
sein. In ihrer Niederlage wird sie es auch sein. Glaubt wirklich jemand, dass sich in der ewigen Kirche
Gottes ein Ritus wird halten können, der protestantisch-modernistisches Gedankengut trägt?
#5 Seminarist 19:23:38 | Mittwoch, 12. September 2007
Werter Cbr. Gotthard Ich denke, die Antwort auf deine Frage habe ich bereits gegeben – die Firmspendung
ist ein selbständiger Ritus, der Bischof trägt Chormantel. Aber was soll deine die Anspielung mit dem
Begriff „angebliche Firmung“ – soll dieses Sakrament deiner Meinung nach nicht gültig sein?
#2 Seminarist 19:14:19 | Mittwoch, 12. September 2007
„Es gibt nur einen Kanon – alles andere sind Hochgebete!“ Im sechsten Punkt ermahnt der Bischof Zelebranten
und Gläubige, alle Rubriken und Haltungen in der Alten Messe genau zu beachten. Der Bischof weist zum
Beispiel darauf hin, daß als Hochgebet nur der Römische Kanon benutzt werden dürfe. …und ich wollte
schon dass 2. Kinderhochgebet für den ausserordentlichen Ritus ins Latein übersetzen! @Wienerle: Im
ausserordentlichen Ritus ist die Spendung der Firmung eine eigenständige Liturgie vor der Feier der heiligen
Messe. Nach der Firmspendung und dem sakramentalen Segen schliesst sich natürlich noch die hl. Messe
an.
Messe bei der Firmung Man möchte uns anhand der 8 Bilder der Fotomeile suggerieren, dass diese Firmung
innerhalb der Hl. Messe stattfand – ist aber eine Fehlanzeige. Es handelt sich eindeutig um eine Firmung
ohne Messe – nur mit einem sakramentalen Segen zum Schluß. Wieso verbreitet wohl +net solche Unwahrheiten?