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Nicht der schlechteste Teil + Das Motu Proprio ist – für die Chinesen + Entscheidungskompetenz? + Vom Motu Proprio unberührt + Jesuitenschwemme
Benedikt XVI. im Wiener Stephansdom
Benedikt XVI. im Wiener Stephansdom
Nicht der schlechteste Teil

„Der Papst ist abgereist. Was bleibt als Bilanz seiner drei Besuchstage zurück? Um mit der Polizei-Bilanz zu beginnen: Sie ist im Vergleich zu sonstigen Großevents total problemfrei. Das zeigt, daß die Zehntausenden, die da trotz des Regens stundenlang durchgehalten haben, nicht der schlechteste Teil Österreichs sind.“

Aus einer Kolumne von Andreas Unterberger für die regionale Tageszeitung ‘Wienerzeitung’

Benedikt XVI. am Innenstadtplatz „Am Hof“
Benedikt XVI. begrüßt die Gläubigen bei der Mariensäule auf dem Platz "Am Hof" in der Wiener Innenstadt.Benedikt XVI. beim Einzug in die Kirche "Am Hof"Vor einer Andacht in der Kirche Am Hof segnet der Papst ein Kleinkind.

Das Motu Proprio ist – für die Chinesen

Chile. Das heute in Kraft tretende Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe richte sich nicht in erster Linie an die Lefebvristen. Das glaubt der Bischof der chilenischen Diözese San Bernardo, Mons. Juan Ignacio Gonzalez Errazuriz (51), laut einem Bericht der US-Nachrichtenagentur ‘CNA’. Mons. Gonzales gehört zur Personalprälatur Opus Dei. Ziel des Motu Proprios ist – so der Bischof – vor allem die Einheit unter den chinesischen Katholiken. Mons. Gonzales glaubt, daß man den Brief des Papstes an die Katholiken in China und das Motu Proprio zusammenlesen müsse. Viele Chinesen seien mit der Liturgiereform der 60er Jahre nicht vertraut. Durch das Motu Proprio könnten sie sich trotzdem in die Einheit der Kirche einfügen.

Entscheidungskompetenz?

Schweiz. Die Schweizer Bischöfe erwarten – oder erhoffen – keine große Nachfrage nach der Alten Messe. Das erklärte der Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch, gestern Donnerstag nach der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz. Bischof Koch betonte, daß eine einzelne Person nicht ausreiche, um die Alte Messe wieder einzuführen. Es brauche dazu eine ganze Gruppe Altgläubiger. Der Pfarrer müsse „Spannungen“ vermeiden. Komme es in einer Pfarrei zu keiner Einigung, liege die Entscheidung beim Bischof. Mons. Koch erklärte ferner, daß die Schweizer Bischöfe „Richtlinien“ zur Umsetzung des Motu Proprio erlassen haben. Diese werden den Pfarreien in den nächsten Tagen zugestellt.

Vom Motu Proprio unberührt

Italien. Der Erzpriester der Kathedrale von Mailand hat am 24. August in einer inoffiziellen Erklärung an die Dekane des Erzbistums festgestellt, daß das Motu Proprio zur Freigabe der Tridentinischen Messe den Ambrosianischen Ritus nicht betrifft. Dieser ist der Eigenritus in der Erzdiözese Mailand und in Teilen des Bistums Lugano in der Schweiz. Es habe bisher keine Anfragen nach einer erweiterten Zelebration dieses Ritus gegeben. Derzeit findet im Erzbistum jeden Sonntag eine Messe im alten Ambrosianischen Ritus statt. Rund sechzig Personen würden daran teilnehmen.

Jesuitenschwemme

Deutschland. Erzbischof Robert Zollitsch von Freiburg im Breisgau weiht morgen Samstag nachmittag sechs junge Jesuiten aus Deutschland zu Priestern. Die heilige Handlung findet in der Jesuitenkirche St. Ignatius und Franz-Xaver in Mannheim statt.
      
21 Lesermeinungen
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#21   Israel_Goldberg-Reitinger   13:57:40 | Freitag, 14. September 2007
Unsinn
Der Opus Dei-Prälat ist nicht ganz bei der Zeit. Während es in der Tat Wahrheit ist, daß die chinesische Patriotische Kirche bis Anfang der 1980er Jahre (auch wohl als Folge von Maos kultureller Revolution 1966-76 wobei auch die Patriotischen Kleriker unter Beobachtung und Einsperrung litten) die Liturgiereform nicht mitvollzogen habe. Aber bis damals hatten auch viele der frommen Untergrundkatholiken diese nicht mitvollzogen wegen der Isolation in Rotchina. Jedoch als sich die Mittel öffneten, wurden die Untergrundkatholiken von westlichen Priestern zur Annahme des Novus Ordo gebracht, während 1989 die offiziell anerkannte Patriotische Katholische Vereinigung auch die Liturgie im Sinne des Novus Ordo reformierte und auf Wunsch der Partei die chinesische Sprache einführte. Missale wurde geändert, aber nicht ganz genau nach dem Willen Roms, aber Pontificale und Rituale blieben in der editierten Fassung von 1957 in Brauch. Dabei wird zwar das Papsttum nicht genannt, jedoch die sakramentellen Formeln des überlieferten Römischen Ritus eingehalten. Z.B. benutzen Patriotbischöfe auch Pontifikalhandschuhe, im Novus Ordo nicht mehr vorgeschrieben.
Es ist aber Unsinn zu sagen, die Chinesischen Kommunistischen Behörden wünschten sich auch die tridentinische hl. Messe. Im Gegenteil. Nur in der Patriotischen Kathedrale von Peking liest ein alter Priester morgens um 5.00 Uhr eine „Alte Messe“. Sonstige sind reformiert.
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#20   Seminarist   12:24:51 | Freitag, 14. September 2007
Vorteile kommunistischer Abgeschiedenheit…
„Viele Chinesen seien mit der Liturgiereform der 60er Jahre nicht vertraut.“
Die Glücklichen!
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#19   Dr. Christoph Heger   11:59:16 | Freitag, 14. September 2007
Ach, lieber Landorganist:
genau dieses Thema führt eben nicht zuweit!!! Genau darum geht es!
Lesen Sie doch bitte etwas sorgfältiger. Ich sagte:
„Aber das Thema würde jetzt zu weit führen.“
Sie können aber gern etwas zu ihm beitragen. Ich will das mit einem Hinweis auch tun:
Das numerische Wachstum der katholischen Kirche, das uns aus Übersee berichtet wird, kann nicht kompensieren, daß in den ehemaligen Hochburgen ein Massenabfall stattgefunden hat und weiter stattfindet. Der wirkt sich auch schon längst auf die Neuerwerbungen in Übersee aus.
Und seien Sie bitte nicht so mimosenhaft! Sich dahinter zu verstecken ist albern.
Sie können sich Ihre Albernheiten sparen. Wie jeder inzwischen gemerkt haben dürfte, bin ich überhaupt nicht mimosenhaft, sondern stecke gut ein und teile gut aus.
MfG
Christoph Heger
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#18   landorganist   11:32:01 | Freitag, 14. September 2007
Nein, lieber Herr DOKTOR Heger,
genau dieses Thema führt eben nicht zuweit!!! Genau darum geht es! Und seien Sie bitte nicht so mimosenhaft! Sich dahinter zu verstecken ist albern.
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#17   Dr. Christoph Heger   11:28:15 | Freitag, 14. September 2007
Lieber Landorganist,
Sie fragen etwas herablassend:
Sie beobachten also die Szene??? Welche denn? Die in Ihrem Heimatdorf?
Ja, auch die. Und dort wird es jetzt nach mehr als 30 Jahren zum ersten Male wieder eine hl. Messe im klassischen römischen Ritus geben. Soviel zu den herrlichen Freiheiten, die uns das größte Konzil aller Zeiten gebracht hat.
Was das Ausbluten der Kirche angeht, kann ich nur empfehlen, die Jubelmeldungen aus Übersee kritischer zu betrachten, als Sie das zu tun scheinen. Aber das Thema würde jetzt zu weit führen.
MfG
Christoph Heger
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#16   landorganist   10:59:04 | Freitag, 14. September 2007
Lieber Herr DOKTOR Heger,
Sie beobachten also die Szene??? Welche denn? Die in Ihrem Heimatdorf? Auch Sie scheinen nicht zu begreifen, dass d i e Kirche weltweit in den letzten 20 Jahren einen erheblichen Zuwachs an Gläubigen zu verzeichnen hatte. Ich habe keine Zahlen zur Hand, die können andere sicher im Bedarfsfall nachliefern. Es kann überhaupt keine Rede von einem Ausbluten sein. Natürlich, Europa ist heute Missionsgebiet. Es gibt hier viel zu tun. Dennoch sollten Sie in Ihren Aussagen etwas differenzierter zu Werke gehen. Wenn dann natürlich die Kirche in der westlichen Hemisphäre von Gruppen wie diesen Marien- und diesen Piusverein angegangen wird, ist es ärgerlich. Dennoch sollte man diese Kleingruppen nicht überbewerten. Auch ein Lefrevel wird den Fels nicht ins Wanken bringen, denn die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwinden.
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#15   Dr. Christoph Heger   10:49:32 | Freitag, 14. September 2007
@Don Camillo: Was wird schneller erfolgen?
einerseits verdammt man alles was vom II. Vat. Konzil kam,
Wer ist „man“?
andererseits ist man sich dann aber doch nicht zu schade, alle Vorteile, die es gebracht hat, auch zu nutzen.
1. Welche Vorteile? 2. Wieso sollte „man“ das nicht tun?
Wie sonst wäre diese ganze laikale Gestänkere zu erklären?
Sie verniedlichen die Krise der Kirche.
Vielleicht nehmen Sie sich auch ein klein wenig zu wichtig, wenn Sie glauben, dass man jene, die den ausserordentlichen Ritus bevorzugen, ausschalten wollte.
Aber Verehrtester, ich bitte Sie! Das ist schlicht ein jahrzehntelanges Faktum.
Der ordentliche wie der ausserordentliche Ritus stehen in der liturgischen Tradition der römisch-katholischen Kirche.
Das ist für den Punkt, um den es ging (das Ende der Ächtung des klassischen Ritus) unerheblich. Immerhin hat der Papst, als er noch Kardinal war, gestanden, daß der „ordentliche“ Ritus keine Tradition hat, sondern etwas „Gemachtes“ ist.
Könnte es sein, dass Sie Angst davor haben, dass … keine grossen Heerscharen … wünschen, dass sie die Messe im Ritus extraordinarius besuchen können?
Nein, eigentlich nicht. Ich beobachte die Szene seit Jahrzehnten sorgfältig genug, um weder pessimistisch zu sein noch übertriebene Hoffnungen zu hegen. Die Frage ist eher, was schneller ist: die Erholung des klassischen Ritus vom Versuch seiner Vernichtung oder das Ausbluten der Kirche durch den fortschreitenden offenen oder stillschweigenden Abfall.
MfG
Christoph Heger
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#14   Aleph †   10:49:28 | Freitag, 14. September 2007
Dr. Christoph Heger
Mein Gott wie schießt Ihr schlecht (soll Andreas Hofer gesagt haben), trifft aber auch auf den Herrn Heger zu …!
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#13   Sozialkatholisch   10:42:40 | Freitag, 14. September 2007
@ Landorganist
Das was sie hier versuchen ist eine Verdrehung der Tatsachen, welcher Tradi wird wohl etwas dagegen haben wenn der Alte Ritus irgendwo außerhalb Deutschlands zugelassen wird. Ich finde es zudem müßig zu spekulieren warum der Papst in erster Linie die Alte Messe zugelassen hat, warum soll er nicht zwei Fliegen mit einem Schlag aus dem Weg räumen. Das das MP u.a. auch für die Tradis und sogar für die Piusbruderschaft herausgebracht wurde erkennt man daran das dieser Papst diesen Gruppen immer Wohlwollen begegnet ist.
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#12   landorganist   10:34:12 | Freitag, 14. September 2007
Oh ha,
schon wieder müssen die V-I-Tradis etwas Neues verarbeiten. Es geht nicht nur um die Kirche in Deutschland! Nein, das MP gilt auch in China, aber auch in Burundi und auf den Seychellen…Die Kirche ist eben Weltkirche, der Turm der Tradis aber nicht hoch genug, um eine entsprechende Aussicht zu erheischen.
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#11   Don Camillo   10:24:35 | Freitag, 14. September 2007
@sacerdos helveticus
Herzlichen Dank für Ihre Infos! So genau wusste ich das nicht.
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#10   Dr. Christoph Heger   10:20:45 | Freitag, 14. September 2007
Niveaulosigkeit
Gilbert mutmaßt:
Der Herr Heger kann offenbar nicht ertragen, dass es noch andere als seine Meinung gibt.
Das sagt einer, der sich hier darüber ärgerlich ausläßt, daß der Papst nicht nur chinesische Altritualisten von der jahrzehntelangen Kujonierung seitens der „Progressiven“ und geistiger Strammsteher befreit hat!
Er fühlt sich verunsichert, weil er mit soviel Ansichten nicht umgehen kann,
Psychologische Ferndiagnosen gelten in der Psychologie als nicht lege artis. Dergleichen aufgrund von Forumsbeiträgen zu versuchen ist lächerlich bzw. erbärmlich.
MfG
Christoph Heger
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#9   sacerdos helveticus   10:19:10 | Freitag, 14. September 2007
Situation in der Schweiz
St. Pelagiberg gehört zum Kanton Thurgau, die Messen dort (Sonntags 3 Messen in der Pfarrkirche, 1 Hl. Messe im Kurhaus, werktags mindestens 1 Hl. Messe in der Pfarrkirche und im Kurhaus) werden aber sicherlich auch von Katholiken aus dem Kanton St. Gallen besucht.
Die -wie mir gesagt wurde- eher tolerierte Messe ist in Gossau. Dann hörte ich einmal von einer Messe in Rorschach oder Romanshorn.
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#8   Don Camillo   10:01:38 | Freitag, 14. September 2007
@Herr Heger
Es ist immer wieder verblüffend, wie schlecht sich die Claqueure der nach dem Vatikanum II angeblich so „liberaleren“, „offenen“, „pastoralen“ usw. Kirche damit abfinden können, daß die Vernichtung des klassischen römischen Ritus und die Ausschaltung seiner Getreuen mißlungen ist – und man muß wohl hinzufügen: dank Erzbistum Lefèbvre mißlungen.
Wie schon mal gesagt: einerseits verdammt man alles was vom II. Vat. Konzil kam, andererseits ist man sich dann aber doch nicht zu schade, alle Vorteile, die es gebracht hat, auch zu nutzen. Wie sonst wäre diese ganze laikale Gestänkere zu erklären?
Vielleicht nehmen Sie sich auch ein klein wenig zu wichtig, wenn Sie glauben, dass man jene, die den ausserordentlichen Ritus bevorzugen, ausschalten wollte. Der ordentliche wie der ausserordentliche Ritus stehen in der liturgischen Tradition der römisch-katholischen Kirche.
Könnte es sein, dass Sie Angst davor haben, dass nun nach dem Motu Propio, das ja eine freiere Handhabung mit dem Ritus extraordinarius ermöglicht, keine grossen Heerscharen sich melden und wünschen, dass sie die Messe im Ritus extraordinarius besuchen können?
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#7   Aleph †   09:52:08 | Freitag, 14. September 2007
Niveau
Der Herr Heger kann offenbar nicht ertragen, dass es noch andere als seine Meinung gibt. Er fühlt sich verunsichert, weil er mit soviel Ansichten nicht umgehen kann, dann gilft er und feixt, wird unsachlich wie eine aufgeplusterte Madonna und erlaubt sich sprachliche Ausrutscher. Er entgleitet sehr gern, besonders wenn er mit dem ständig wiederkehrendem Niveauverlust zu kämpfen hat, der Herr Heger…!
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#6   Tridentinus   09:50:22 | Freitag, 14. September 2007
Auch ein ehemaliger Sedisvakantistenbischof,
der sich jetzt betont papsttreu gibt, hat eine ganz eigene, interessante Theorie zum Brief nach China, die er auch ausführt: www.olfatima.com. Man müsse immer da, wo von den Mitgliedern der Patriotischen Kirche die Rede sei „Traditionelle Kirche“ einsetzen, um den vollen Sinn des Textes auszuschöpfen.
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#5   Don Camillo   09:42:03 | Freitag, 14. September 2007
@sacerdos helveticus
Über das Bistum St. Gallen weiss ich leider auch zu wenig. Ist da aber nicht die Petrusbruderschaft in St. Pelagiberg? Das würde ja dann allenfalls erklären, wieso es im Bistum St. Gallen kein eigentliches Indult gab. Selber kenne ich einige Gläubige aus dem Kanton Thurgau, der ja zum Bistum Basel gehört, die auch regelmässig nach St. Pelagiberg gehen.
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#4   Dr. Christoph Heger   09:40:12 | Freitag, 14. September 2007
Nicht nur für Chinesen
Die Frage ist halt nur, warum der Papst das Schreiben nicht in erster Linie an die chinesischen Katholiken gerichtet hat?
Merkwürdige Frage! Offenbar weil der Papst das jahrzehntelange Kujonieren eben nicht nur der chinesischen Gläubigen beenden wollte.
Es ist immer wieder verblüffend, wie schlecht sich die Claqueure der nach dem Vatikanum II angeblich so „liberaleren“, „offenen“, „pastoralen“ usw. Kirche damit abfinden können, daß die Vernichtung des klassischen römischen Ritus und die Ausschaltung seiner Getreuen mißlungen ist – und man muß wohl hinzufügen: dank Erzbistum Lefèbvre mißlungen.
MfG
Christoph Heger
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#3   sacerdos helveticus   09:16:47 | Freitag, 14. September 2007
Situation in der Schweiz
Die Situation in der Schweiz ist sehr unterschiedlich. Während es in den Bistümern Chur und Basel in der Tat ein recht dichtes Netz an Messen im Alten Ritus gibt, gab es bisher -so wurde mir gesagt- scheinbar im Bistum St. Gallen kein offizielles Indult. An 1-2 Orten wurde die Alte Messe jedoch toleriert. Im Bistum Lugano gibt es m.W. keine bischöflich genehmigte Alte Messe (ob mangels Nachfrage oder wegen Ablehnung durch das bistum, weiss ich nicht), in den Bistümern Fribourg und Sitten schon.
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#2   Aleph †   09:03:16 | Freitag, 14. September 2007
MP für die Chinesen
Wenn das MP wirklich für die Chinesen sein soll, ist das ein völlig neuer Aspekt. Damit hätte das Motu proprio auch einen völlig neuen, vor allem aber praktischen Sinn.
Die Frage ist halt nur, warum der Papst das Schreiben nicht in erster Linie an die chinesischen Katholiken gerichtet hat?
Damit hätte viel Schadenfreude, Häme und Pyrrhus-Siegesfeiern bei kreuz.net nicht erst müssen verbraten werden… :'( :'( :-O
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#1   Don Camillo   08:54:46 | Freitag, 14. September 2007
@SBK…
Die Schweizer Bischöfe erwarten – oder erhoffen – keine große Nachfrage nach der Alten Messe.
Wieso müssen die Berichte immer derart tendenziös und mit Unterstellungen versehen sein? Ist da überhaupt noch christliche Nächstenliebe mit dabei.
Die Nachfrage nach dem ausserordentlichen Ritus wird sich in der Schweiz nur schon deswegen in Grenzen halten, weil es bis anhin sowieso schon usus war, in jeder grösseren Stadt Messen im ausserordentlichen Ritus anzubieten. Es musste also bis anhin niemand wirklich grosse Diestanzen in Kauf nehmen, um der alten Messe bewohnen zu können. Diejenigen, die einen besseren Zugang zur alten Messe haben, haben sich also schon längst gruppiert.
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