Ecclesia-Dei
Bischöfliche Rebellion gegen das Motu Proprio?
Die Päpstliche Kommission ‘Ecclesia Dei’ wird allgemein gültige ‘Ausführungsbestimmungen’ zum Motu Proprio über die Freigabe der Alten Messe erlassen. Doch die deutsche Kirche will Sonderwege gehen.
Alte Messe beim Institut Christus König in Stockholm
Alte Messe beim Institut Christus König in Stockholm
© Flickr-Benützer „florestan“, Lizenz: Creative Commons
(kreuz.net) Morgen tritt das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ zur Freigabe der Alten Messe in Kraft.

Zu dem Anlaß wird der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, ein Altes Pontifikalamt zelebrieren.

Das berichtete die Laienorganisation ‘Una Voce Venedig’, welche die Messe gemeinsam mit dem altgläubigen ‘Institut Christus König und Hoherpriester’ organisiert hat.

Das Pontifikalamt beginnt am Abend in der Basilika des mittelitalienischen Marienwallfahrtsortes Loreto.

Nach der Messe folgt ein Te Deum als Danksagung für das Motu Proprio.

Kirchliche Ausführungsbestimmungen

Die Päpstliche Kommission ‘Ecclesia Dei’ watet mit einer zweiten Überraschung auf.

Die katholische Nachrichtenagentur ‘Kipa-Apic’ erfuhr, daß die Kommission offizielle Ausführungsbestimmungen zum Motu Proprio herausgeben will.

Sie sollen Voraussetzungen definieren, die Gläubige bei der Bitte um die Alte Messe beachten müssen. Wann das Dokument erscheinen soll, ist nicht bekannt.

Deutsche Ausführungsbestimmungen

Die deutschen Bischöfe wollen offenbar eigene „Ausführungsbestimmungen“ erlassen. Das erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Mons. Heinrich Mussinghoff, bereits Ende August.

In einer gestrigen Pressemitteilung zur Herbstvollversammlung vom 24. bis 27. September kündigte die Bischofskonferenz diesen Schritt offiziell an:

„Die Mitglieder der Bischofskonferenz werden Leitlinien für die deutschen Diözesen zur Umsetzung des Motu Proprio Summorum Pontificum von Papst Benedikt XVI. beraten.“

Die Leitlinien sollen Priestern und Gläubigen angeblich „den rechten Umgang mit dem Motu Proprio“ ermöglichen.

Zu den vom Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa, bereits erlassenen Ausführungsbestimmungen wollte sich die Bischofskonferenz nicht äußern.

„Augsburg kommentieren wir nicht“ – erklärte die Sprecherin der Bischofskonferenz, Martina Höhns laut der gestrigen Ausgabe der ‘Augsburger Allgemeinen Zeitung’:

„Es ist das gute Recht des Bischofs, Ausführungsbestimmungen zu formulieren.“

Die meisten deutschen Bischöfe wünschen sich, was das Erzbistum Berlin auf seiner Homepage offen behauptet:

„So bleibt es zunächst dabei, daß in den Pfarrgemeinden die sogenannte ‘außerordentliche Form’ des römischen Ritus derzeit keine Anwendung findet.“
      
41 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#41   Bokrug †   20:48:20 | Mittwoch, 19. September 2007
Hinweis
Hinweis, Bücher des Christiana-Verlages…
www.abacuscity.ch/abashop?i=7EFnpUFUj5XF…
www.artfond.de/geldseite
Redaktion benachrichtigen
#40   juergen   20:10:12 | Mittwoch, 19. September 2007
Messe in Paderborn
Heute fand im Dom in Paderborn – wie angekündigt – eine Messe im außerordentlichen Ritus statt.
Ursprünglich sollte sie in der Marienkapelle stattfinden. Man hatte aber wohlweisslich zusätzlich schon den Altar in der Krypta für die Zelebration in der außerordentlichen Form hergerichtet (Blumen, Kerzen, Kanontafeln, etc.).
Es waren schätzungsweise vielleicht 100 Gläubige dort, die natürlich in der Marienkapelle keinen Platz fanden. So wurde die Messe in die Krypta verlegt.
Messe in Violett (Quatembermittwoch im September); Lesungen und Evangelium waren auf Deutsch (offensichtlich vom Priester simultan aus dem Lateinischen übersetzt).
Redaktion benachrichtigen
#39   Bokrug †   15:40:16 | Samstag, 15. September 2007
@Abraham Leon:
Abraham Leon geht auf die real vorhandene Händler-Tendenz des Judentums ein…
Und über deren Heilung u.a. auch durch eine feste Ansiedlung und Ackerbau…Erdverwurzellung statt nomadische Entwurzelung. Heilung des Ahasveros (Seth).
Nebenbei, es gab sehr wohl auch nichtchristliches Grosskapital im Mittelalter und später…!
Nämlich die Kaufmannslogen in Handelssstädten wie Venedig, den lombardischen Städten oder auch Freimaurer-Logen in Hanse-Städten wo die Patrizier drin sassen. Grosskaufleute.
Die Fugger machten ihre Bankausbildung und Karriere erst in Venedig…bevor sie ab 1450 bis 1500 gemeinsam mit ähnlichern Kaufmannslogen in den Hanse- und Rheinbundstädten und den dortigen Patriziern das mittelalterliche Schwundgeldsystem außer Kraft setzten.
Zur Zeit Luthers hatten sie sogar die Bankgeschäfte des Vatikans an sich gerissen (mit den lombardisch-venezianischen Bankiers zusammen).
www.vergessene-buecher.de
Über Amsterdam und die Niederlande sowie den Calvinismus wurde dann in Grossbritannien die anglo-jüdische bzw. freimaurerisch-calvinistisch-jüdische See- und Händler-Allianz der Neuzeit begründet.
Zum Schaden aller…
Redaktion benachrichtigen
#38   GerdEric   22:30:45 | Freitag, 14. September 2007
@Bokrug
Was schreibt denn nun Abraham Leon?
Das Großkapital – schrieb Leon – hat sich nur den elementaren Antisemitismus der kleinbürgerlichen Massen zunutze gemacht. Es benutzte ihn zu einem Meisterstück faschistischer Ideologie. Mit dem Mythos des jüdischen Kapitalismus versuchte das Großkapital, den Kapitalistenhaß der Massen von sich abzulenken.
(aus der von Ihnen zitierten Site)
Sowohl Grosskapital als auch Kleinbürgertum sind hier christlich, denn anderes gab es zu der Zeit nicht, und so tragen sie die christliche-abendländische Kultur des Antijudaismus-Antisemitismus in Ihrem Kulturschlecht weiter, von Generation zu Generation.
Leon erkennt, dass Antijudaismus-Antisemitismus Bestandteil des Volkes ist, also nicht Erfindung des Faschismus, was das alles ja nicht besser macht, nein, im Gegenteil!
Wer hat denn früher in der „guten alten Zeit“ das Volk erzogen?
es waren die Kirchen, deren Vertreter.
Redaktion benachrichtigen
#37   Benedikt   15:31:46 | Freitag, 14. September 2007
Ausführungsbestimmungen aus Luxemburg
www.cathol.lu/spip.php?article1001
Damit kann man leben, denke ich.
Redaktion benachrichtigen
#36   juergen   15:15:51 | Freitag, 14. September 2007
Bekanntmachung des Erzbistums Paderborn
Nun ist es offiziell… www.i-basis.de/…rzbistum/index.phtml?ber_id=38&inh_…
Redaktion benachrichtigen
#35   Bernd Stromberg   10:17:08 | Freitag, 14. September 2007
@Benedikt
Das Modell, das Sie präferieren, trifft genau die Absicht des Hl. Vaters. Ein schönes, bereits existierendes Beispiel gibt es im Brompton-Oratory www.bromptonoratory.com/…ex_files/Page351.htm. Beide usus können wunderbar nebeneinander bestehen. Die etwas beschränkteren Geister hier im Forum können das wahrscheinlich nicht nachvollziehen, aber das ist völlig unerheblich. Vernünftige Argumente gegen die Koexistenz beider usus habe ich bisher noch nicht gehört und es ist wohl kaum möglich, solche zu finden. Die einen wollen den ordentlichen Usus ganz abschaffen, weil er ja ein Produkt von Freimaurern sei, die anderen lehnen den außerordentlichen Usus ab, weil er ihre romantische Sichtweise eines nebulösen Geistes des 2. Vatikanums stört. Beide Positionen können von ihrem theologischen Gehalt getrost übergangen werden. Man sollte sie nur insofern ernst nehmen, als sie ein versöhntes Miteinander beider usus behindern. Dass, wie ich schon gestern gesagt habe, die zweite Gruppe einen nicht geringen Einfluss in der Kirche besitzt, ist das eigentliche Problem. Allerdings wird es für diese nun deutlich schwerer, da der Willen des obersten Gesetzgebers nun einmal feststeht.
Redaktion benachrichtigen
#34   Bokrug †   05:13:36 | Freitag, 14. September 2007
@GerdEric:
@GerdEric:
Für Gerd Eric…
Als Jerusalem zerstört wurde und das Christentum ab 100 n. Chr. einen festen Kanon hatte und dabei dann 300 Jahre später Hauptreligion des römischen Reiches wurde…(und die Juden bereits vorher von diversen Pechstränen getroffen waren…)…hätten die Juden dann nicht eventuell doch merken können, dass Christus als Anthropos des Alten Testamentes der jüdische Messias nach Ezechiel, Henoch, Jesus Sirach, den Propheten usw. war…Metathronos?
Und seiner Heiliger Geist der Ruach Elohim und die Sophia?
Ging es denn noch eindeutiger? Musste die Talmud-Gesetzesverdreherei und Vergötzung Jsraels samt seiner Schechinah als grosse Hure Babylon des talmudischen Judentums und samt der Ahasveros-Existenz wirklich sein?
Abraham Leon, geboren 1918 in Warschau, brach 1940 mit dem Zionismus (B’nai-Brith Orden)
sozialismus-von-unten.de/…7/antisemitismus.htm
Der bedeutende Marxist Abraham Leon (1918-44), der in Auschwitz ermordet wurde, analysierte die Stellung des jüdischen Volks.
sozialismus-von-unten.de/…7/antisemitismus.htm
Ursprünge des Antisemitismus
Abraham Leon: Die jüdische Frage. Eine marxistische Darstellung, Arbeiterpresse Verlag, 210 Seiten, 28.00 DM. ISBN 3-88634-064-3
Abraham Leon, geboren in Warschau 1918, brach 1940 mit dem Zionismus und wurde Mitglied der von Trotzki gegründeten Vierten Internationale, deren belgische Sektion er während des Krieges im Untergrund leitete.
Redaktion benachrichtigen
#33   Aleph †   00:57:27 | Freitag, 14. September 2007
Benedikt
Werther Benedikt, eines Tages reicht es ganz bestimmt auch mal zum Kardinal. Da bin ich sicher…!
Redaktion benachrichtigen
#32   sacerdos helveticus   21:51:03 | Donnerstag, 13. September 2007
Ausführungsbestimmungen auch in der Schweiz
Gemäss Mitteilung der Schweizer bischofskonferenz haben die Schweizer Bischöfe auf ihrer gestern zu Ende gegangenen Vollversammlung ebenfalls Ausführungsbestimmungen zum Motu proprio erlassen. diese sollen gemäss jener Mitteilung in den nächsten Tagen von den einzelnen Bischöfen in Kraft gesetzt und veröffentlicht werden.
Hoffen wir, dass die Tendenz, das Motu Proprio auszuhöhlen, nicht auch dort sich zeigen wird.
Immerhin hatten schon bisher die meisten Bischöfe der Schweiz (vor Allem Basel und Chur) recht grosszügig die Alte Messe erlaubt, so dass es ein relativ dichtes Netz an Orten, an denen die Alte Messse mit bischöflicher Erlaubnis gefeiert wird, gibt (wohl auch deshalb, weil es natürlich auch viele Orte gibt, an denen die Priesterbruderschaft St. Pius X. Messen hält).
Redaktion benachrichtigen
#31   juergen   20:11:23 | Donnerstag, 13. September 2007
Privatmesse
Hierzu eine Klärung: Privat meint hier nicht, dass der Priester allein für sich, also beispielsweise hinter verschlossener Kirchentüre zelebriert, sondern das die Messe nicht öffentlich, d.h., nicht in dem offiziellen Pfarrblatt oder einer Kirchenzeitung angekündigt bzw. vermeldet wurde.
Wo stammt diese vermeindliche Lebensweisheit denn von wech?
Redaktion benachrichtigen
#30   Rainer Tobak   19:01:41 | Donnerstag, 13. September 2007
Dr. Heger:
Man fragt sich wirklich, warum diese Position des gesunden Menschenverstandes nicht allgemein ist.
Weil der gesunde Menschenverstand nicht allgemein ist! :-D
Wir nennen jetzt aber keine Namen… :-$ :-# :-D
Redaktion benachrichtigen
#29   Dr. Christoph Heger   18:50:00 | Donnerstag, 13. September 2007
@Benedikt: Volle Zustimmung!
Man fragt sich wirklich, warum diese Position des gesunden Menschenverstandes nicht allgemein ist.
MfG
Christoph Heger
Redaktion benachrichtigen
#28   Seminarist   18:46:00 | Donnerstag, 13. September 2007
Privatzelebration
Mehrmals taucht im Zusammenhang von Kommentaren zum Motu Proprio der Begriff der Privatzelebration auf. Hierzu eine Klärung: Privat meint hier nicht, dass der Priester allein für sich, also beispielsweise hinter verschlossener Kirchentüre zelebriert, sondern das die Messe nicht öffentlich, d.h., nicht in dem offiziellen Pfarrblatt oder einer Kirchenzeitung angekündigt bzw. vermeldet wurde. Selbstverständlich können an dieser hl. Messe des privat zelebrierenden Priesters Gläubige, die sich „zufällig“ gerade inder Kirche befinden, teilnehmen (und wenn es Hundert sind, wäre es immer noch eine Privatmesse!).
Redaktion benachrichtigen
#27   Benedikt   18:40:41 | Donnerstag, 13. September 2007
@ gilbert
Ich bin für das Vorgehen der Bischöfe, damit NOM geschützt ist.
Das MP schadet dem „NOM“ überhaupt nicht, sondern schreibt seine Rolle und seine Beziehung zum usus antiquior im Gegenteil fest. Was schadet es, wenn in einer Kirche um 8:30 eine Alte Messe stattfindet und um 10 Uhr das Hochamt im „NOM“? Nichts! So aber werden nicht nur die Anliegen einer Zahl von Gläubigen unterdrückt, die Kirche macht sich auch unglaubwürdig, indem sie eigenes liturgisches Gut wie ein obskures Ritual behandelt und eigene Gottesdienstbesucher schikaniert. Millionen Laien privat und in Räten und tausende Pfarrer machen sich Gedanken, wie man den Gottesdienstbesuch steigern kann und hier werden Leuten, die dies tun wollen noch Steine in den Weg gelegt. Das ist doch völlig absurd.
Wer den alten Ritus mag, soll sich dahin begeben wo er gefeiert wird.
Es wird ja nach Kräften verhindert, dies zu tun.
Er ist nicht die allgemeine Lösung.
Diese Anspruch erhebt das MP gar nicht. Und die meisten Besucher wohl auch nicht.
Redaktion benachrichtigen
#26   juergen   18:36:42 | Donnerstag, 13. September 2007
@Benedikt
Ich meine daß es eine solche Vorschrift gibt, gebe aber zu, daß ich mich da auch irren kann.
Ich habe heute nicht die Zeit das rauszusuchen – sofern es das gibt.
Quellen die mir spontan einfallen wären CIC oder AEM oder die Instruktion Eucharisticum Mysterium.
Wie gesagt, kann aber auch sein, daß das ich mich irre, und es da nur um Konzelebrationen geht.
Zu den Begebenheiten in Paderborn.
Auf folgender Seite findet man einen Grundriss des Doms:
www.i-basis.de/…riat/dom/index.phtml?ber_id=258
Die Kypta ist unter dem Hochchor. Dort wo sich die Zahlen 15 und 6 befinden nur eben eine Etage tiefer.
Die Marienkapelle ist auf dem Grundriss unterhalb des Hochchores gezeichnet.
Wo die Zahl 9 steht geht die Treppe runter in die Kypta; rechts davon geht es in die Marienkapelle. Rechts neben der Treppe in die Kypta befindet sich ein Fenster. Dahinter stehen die Pfeifen der Kyptaorgel.
Redaktion benachrichtigen
#25   Aleph †   18:16:09 | Donnerstag, 13. September 2007
Benedikt
Das mögen Sie anders interpretieren, weil ie möglicherweise andere Einblicke in die kirchliche Diplomatie haben. Das sei Ihnen unbenommen. Ich bin für das Vorgehen der Bischöfe, damit NOM geschützt ist. Wer den alten Ritus mag, soll sich dahin begeben wo er gefeiert wird. Er ist nicht die allgemeine Lösung.
Redaktion benachrichtigen
#24   Benedikt   18:12:02 | Donnerstag, 13. September 2007
@ gilbert
Wie war denn das beim Vat. I 1870/71 als ein Teil der Bichöfe abgereist war vor der Entscheidung über das Dogma der Infallibilität? [
Die Abreise erfolgte, weil die bestreffenden Bischöfe nicht gegen den Papst stimmen wollten. Gegenstimmen sind auf einem Konzil indes nichts unbekanntes und eine Stimmenthaltung wie diese als „Rebellion“ zu qualifizieren erscheint mir doch als äußerst übertrieben.
Fraglich ist auch, warum Bischöfe gegen eine Liturgieform der eigenen Kirche „rebellieren“ sollten, zumal es ja auch nach Aussage der Bischöfe nur für einen kleinen Teil der Gläubigen überhaupt interessant ist. Die könnte man doch eigentlich mal machen lassen oder? Ansonsten sind etliche Bischöfe und Pfarrherren ja auch jedem Experiment zugeneigt. An einigen Dingen wird sogar seit 30 Jahren erfolglos herumexperimentiert, ohne jeden Ertrag. Ein Umdenken hat dies bislang nicht zur Folge gehabt, womit wohl die Frage beantwortet wäre, wer die wirklich Betonköpfe in der Kirche sind.
Zudem ist der Aspekt von juhuben cantuja völlig korrekt: Die Verweigerungshaltung ist Wasser auf die Mühlen der FSSPX. Die Bischöfe, die solche Behinderungen des MP planen, sind für das Abdrängen der Gläubigen in diese zweifelhaften Kreise mitverantwortlich. Das ist umso unverständlicher, wo jetzt die einmalige Möglichkeit bestünde, die „alte Messe“ von ihrem reaktionären Ruch zu befreien. Eine haben offenbar nichts begriffen oder wollen es nicht. Das MP ist das Ergebnis 20-jähriger Verweigerungspolitik.
Redaktion benachrichtigen
#23   Aleph †   18:02:52 | Donnerstag, 13. September 2007
Warum sollten Bischöfe nicht rebellieren?
Warum sollen Bischöfe nicht rebellieren. Das hat es in der Kirchengeschichte schon öfter gegeben. Auch in dem Fall: Nichts Neues auf der Erde… alles schon mal da gewesen. (Rabbi ben Akiba).
Wie war denn das beim Vat. I 1870/71 als ein Teil der Bichöfe abgereist war vor der Entscheidung über das Dogma der Infallibilität?
Redaktion benachrichtigen
#22   Benedikt   18:00:26 | Donnerstag, 13. September 2007
@ juergen
Ich habe vor allem gefragt, weil mir die Domkirche in Paderborn nicht aus eigener Anschuung bekannt ist. In Mainz zB kann es sein, dass neben der turnusgemäßen Werktagsmesse um 8:15 im Hauptschiff ein Schulgottesdienst stattfindet. Allerdings ist de Gotthardkapelle, in welcher die 8:15 Messe stattfindet, zwar vom aus Dom begehbar, ist jedoch ein eigenständiges Gebäude.
Dennoch würde ich mich um einen Hinweis freuen, wo ich die Vorschrift finde, nach welcher in einer Kirche keine zwei Messen gleichzeitig stattfinden dürfen. Gegen dieses Gebot würde zB im Peterdom jeden Morgen ab 7 Uhr gleich dutzendfach verstoßen.
MW ist das nur unerlaubt, wenn gleichzeitig in der Kirche eine Konzelebration stattfindet. Selbst wenn in der Krypta eine Konzelebration stattfinden würde müsste man jedoch überlegen, in wie weit die Bestimmung (keine Einzelzelebration während einer Konzelebration) hier von ihrem Sinn und Zweck anwendbar wäre, da es sich nicht um die Zelebration derselben Form des Röm Ritus, sondern eben um unterschiedliche handelt.
Redaktion benachrichtigen
#21   juergen   17:36:38 | Donnerstag, 13. September 2007
@Benedikt
Warum nicht?
Es mag eine Interpretationsfrage sein, ob eine Messe in der Krypta und eine in der Marienkapelle (beide also innerhalb des Domes) nicht der Vorschrift widersprechen, daß in einer Kirche nicht gleichzeitig zwei Messen gefeiert werden dürfen.
Zudem ist die Messe in der Krypta natürlich mit Orgel und Gesang. Dies würde sicher die Messe in der Marienkapelle stören und ggf. auch umgekehrt. Die Treppe zur Kypta ist ja in unmittelbarer Nähe des Eingangs zur Marienkapelle.
Redaktion benachrichtigen
#20   Aleph †   17:36:07 | Donnerstag, 13. September 2007
Maledica
Ich erlaube Ihnen auch auf den Inhalt meines Beitrages zu antworten.
Das möchte ich nach Möglichkeit vermeiden, um keinen Schaden zu nehmen…!
Redaktion benachrichtigen
#19   cum te   16:34:21 | Donnerstag, 13. September 2007
„Schriftlich, in dreifacher Ausfertigung“
Wenn die Bischöfe einigermaßen bei Trost sind, beschränken sie ihre „Ausführungsbestimmungen“ auf einige knappe Leitsätze von weniger als einer DIN A 4 Seite. Jeder Übereifer wäre hier von Übel.
Mal sehen, ob die Vernunft obsiegt.
Redaktion benachrichtigen
#18   Benedikt   16:30:33 | Donnerstag, 13. September 2007
@ juergen
Das „seltsame“ an dieser Meldung ist m.E., daß Mittwochs um 18:30 in der Krypta einer NOM-Messe stattfindet. Die kann man ja wohl kaum parallel laufen lassen.
Warum nicht?
Redaktion benachrichtigen
#17   Juhuben Cantuja   16:08:41 | Donnerstag, 13. September 2007
Wasser auf die Mühlen der Piusbruderschaft
wenn die deutschen Bischöfe glauben eigene Wege gehen zu müssen anstatt sich das Motu proprio zu halten, so lassen sie damit Wasser auf die Mühlen der Piusbruderschaft fliessen
Redaktion benachrichtigen
#16   juergen   15:54:32 | Donnerstag, 13. September 2007
Die dt. Bischöfe…
Aber die Bischöfe sitzen in Freiburg, Rottenburg, München, Eichstätt, Augsburg, Würzburg, Bamberg, Regensburg, Speyer, Mainz, Limburg, Köln, Osnabrück, Essen, Meißen, Hamburg, Münster, Hildesheim, Passau, Görlitz… Sie sind in der Mehrheit.
…und einer sitzt in Paderborn
Die Seite „initroibo“ meldet:
D-33098 Paderborn: Ab 19.09. im hohen Dom in der Marienkapelle jeden Mittwoch um 18:30 Uhr.
Das „seltsame“ an dieser Meldung ist m.E., daß Mittwochs um 18:30 in der Krypta einer NOM-Messe stattfindet. Die kann man ja wohl kaum parallel laufen lassen.
Redaktion benachrichtigen
#15   GerdEric   15:14:38 | Donnerstag, 13. September 2007
@Bokrug
Nee, nich’ schon wieder-lich :-!
Troll-dich
Redaktion benachrichtigen
#14   Pelagius III.   14:57:30 | Donnerstag, 13. September 2007
@Bokrug
Ihre Behauptung, das Staatsoberhaupt von Großbritannien (die Königin) sei Großmeister der Vereinigten Großloge von England, ist falsch. Wie man leicht auf der Website der United Grand Lodge of England nachlesen kann, ist der derzeitige Großmeister der Herzog von Kent.
Hören Sie auf, im Internet falsche Behauptungen zu verbreiten!
Redaktion benachrichtigen
#13   Maledica   14:35:54 | Donnerstag, 13. September 2007
Antwort
„Wieso fühlt sich Maledica angesprochen, wenn ich Komma geantwortet habe…?“
Ich erlaube Ihnen auch auf den Inhalt meines Beitrages zu antworten.
Wenn Sie Ihren Senf hier dazugeben müssen Sie auch mit Antworten rechnen.
Wenn Sie jemandem exklusiv etwas zukommen lassen, sollten Sie es mit einer persönlichen NAchricht an die betreffende Person versuchen
Redaktion benachrichtigen
#12   Merker   14:32:36 | Donnerstag, 13. September 2007
Wer hat das Reden?
Der Papst hat nach seinen Bedingungen nun auch die frühere Meßfeier freigegeben. Die Bischöfe können also beraten so viel sie wollen. Es bleibt ihnen aber in dieser Frage nur noch ihr Stab.
Redaktion benachrichtigen
#11   Bokrug †   14:19:05 | Donnerstag, 13. September 2007
@Engelhardt:
@Engelhardt:
Nein, es ist kein Propaganda-Märchen…bzw. nicht gelogen…
Freimaurer haben Vorfeld-Organisationen wie Rotary-Clubs der Lions und Kiwanis und Odd-Fellow Orden…
www.bilderberg.org
Die FDP ist die Interessen-Vertretung der Freimaurerei in Deutschland.
Angela Merkel und Friedrich Merz sind auch Mitglieder in Rotary-Clubs.
In den englischsprachigen Nationen, in den Ländern des Nordens, in der Türkei und anderswo streben sie nicht nach Macht: Sie sind die Macht.So ist beispielsweise das Staatsoberhaupt von Großbritannien zugleich der Großmeister der Vereinigten Großloge von England und der über 150 Großlogen eine pro Land und in den USA eine pro Bundesstaat… G. Gomez bestätigt in dem Interview, daß nach Aussagen des Großmeisters der Großloge von Spanien (bis März 2006), Josep Corominas, 60 % der Mitglieder des Europäischen Parlamentes Freimaurer sind: Tatsächlich sind alle Vorschläge zu den Themenbereichen Familie und Bioethik, die der Lehre der Kirche und sogar dem natürlichen Sittengesetz widersprechen, vom Europäischen Parlament angenommen worden… Die Freimaurerei strebt danach, die soziokulturellen Zeichen in den Ländern christlicher Tradition, wie z.B. die Weihnachtskrippe oder Repräsentationen von Symbolen des christlichen Geheimnisses – etwa den Stern von Bethlehem, die Heiligen Drei Könige und so weiter zu beseitigen.
www.luebeck-kunterbunt.de
Grüsse
Bokrug
Redaktion benachrichtigen
#10   PietroParente   14:12:12 | Donnerstag, 13. September 2007
Es ist genug…
an muss die katholische Kirche in Deutschland wohl finanziell ausbluten lassen, vielleicht konzentrieren sich Bischöfe dann mal auf das Wesentliche und nicht auf Preisverleihungen und Stellungnahmen zu Killerspielen. Das ist doch lächerlich!!!!
Redaktion benachrichtigen
#9   engelhardt †   13:47:53 | Donnerstag, 13. September 2007
Die Maer…
…dass Rotary und Lions was it Freimaurern zu tun haette ist ein altes Propagandamaerchen der Nazis.
Aber wen wundert’s, dass das ausgerechtnet auf kreuz.net aufgewaermt wird?
Redaktion benachrichtigen
#8   Aleph †   13:38:21 | Donnerstag, 13. September 2007
Maledica
Wieso fühlt sich Maledica angesprochen, wenn ich Komma geantwortet habe…?
Redaktion benachrichtigen
#7   WeyounBN   13:35:01 | Donnerstag, 13. September 2007
Und in Frankreich?
Die französischen Bischöfe haben doch auch nach Kräften versucht, das MP zu blockieren… weiss jemand, wie es dort bzgl. ‘Ausführungsbestimmungen’ aussieht? o^/
Redaktion benachrichtigen
#6   Isidor   13:28:57 | Donnerstag, 13. September 2007
Die deutsche Kirche ist also keine römisch-katholische Kirche !
Endlich einmal kann man lesen – das es sich um die deutsche Kirche handelt !
Das kann man ja auch an Herrn Karl Lehmann „Kardinal“ erkennen.
Gott sei ihm gnädig !
Redaktion benachrichtigen
#5   nonnobisdomine   13:22:33 | Donnerstag, 13. September 2007
Und insbesondere die freimaurerischen Vorfeld-Typen, die in Rotary oder Lions …
organisiert sind, werden ihr Möglichstes tun, um den Willen des Apostolischen Stuhles zu unterwandern.
Diese Typen sind Feinde der Kirche. Und dann natürlich noch die bischöflichen Typen der Freimaurer- und/oder Vorfeldgemeinschaften, die in Österreich gezeigt haben, was sie wirklich sind: FEINDE DER KIRCHE.
Redaktion benachrichtigen
#4   Maledica   13:19:54 | Donnerstag, 13. September 2007

@gilbert
Wehret den Anfängen eines unerträglichen Liturgie-Mix…
Da hätte man vor 40 Jahren anfangen müssen.
Heutzutage hat im Novus Ordo jede Gemeinde ihren eigenen Liturgie-Mix, abhängig vom jeweiligen Moderator, der das Event gerade managed.
Ans Novus-Ordo-Meßbuch hält sich sowieso keiner mehr.
Da könnten mal die Bischöfe entsprechend vorgehen.
Komisch
„Mit dem
Aber die Bischöfe sitzen in Freiburg, Rottenburg, München, Eichstätt, Augsburg, Würzburg, Bamberg, Regensburg, Speyer, Mainz, Limburg, Köln, Osnabrück, Essen, Meißen, Hamburg, Münster, Hildesheim, Passau, Görlitz… Sie sind in der Mehrheit.“
Stimmt, Mainz, Limburg, Fulda haben sich schon vor langer Zeit von Rom getrennt.
Dort trifft man kaum noch auf den katholischen Glauben.
Dafür haben Lehmann, Kamphaus und Algermissen schon gesorgt.
Die lassen sich auch vom Papst nix sagen
Doch Mehrheit gleicht nicht der Wahrheit
Da hätte der Papst viel zu tun, ihnen allen auf die Finger zu klopfen. Vorausgesetzt, die Bischöfe würden das gestatten.
Redaktion benachrichtigen
#3   Aleph †   13:13:05 | Donnerstag, 13. September 2007
Komma
Der Papst sitzt immer noch in Rom – und nicht in Mainz
Aber die Bischöfe sitzen in Freiburg, Rottenburg, München, Eichstätt, Augsburg, Würzburg, Bamberg, Regensburg, Speyer, Mainz, Limburg, Köln, Osnabrück, Essen, Meißen, Hamburg, Münster, Hildesheim, Passau, Görlitz… Sie sind in der Mehrheit.
Da hätte der Papst viel zu tun, ihnen allen auf die Finger zu klopfen. Vorausgesetzt, die Bischöfe würden das gestatten. :'( :-P :-O o.O
Redaktion benachrichtigen
#2   Komma   13:06:39 | Donnerstag, 13. September 2007
Deutsche Nationalkirche?
Der Hl. Vater hat seinen Willen bzgl. der überlieferten Liturgie in dem MP „Summorum pontificum“ eindeutig und unmissverständlich geäußert.
Wenn sich die deutschen Bischöfe in ihrer Herbstvollversammlung Ende September wirklich mit „Ausführungsbestimmungen“ (die es zu den meisten Punkten gar nicht braucht – das MP ist klar und deutlich) dem Willen von Papst Benedikt wiedersetzen, dann ist das eine „Königsteiner Erklärung II“ – der Bruch mit Rom, die Weiterentwicklung zu einer deutschen Nationalkirche, einer „Lehmann-Kirche“.
Es bleibt nur zu hoffen, das „Ecclesia dei“ unmissverständlich jedem Bischof und erst recht jeder Bischofskonferenz auf die Finger haut, die meint ihr eigenes liturgisches Süppchen kochen zu können.
Der Papst sitzt immer noch in Rom – und nicht in Mainz.
Die überlieferte Liturgie war nie verboten und ab morgen ist sie wieder ihrer Fesseln entledigt. So will es der Hl. Vater und so ist es gut.
DEO GRATIAS!
Redaktion benachrichtigen
#1   Aleph †   13:04:22 | Donnerstag, 13. September 2007
Liturgie-Mix
„Die Mitglieder der Bischofskonferenz werden Leitlinien für die deutschen Diözesen zur Umsetzung des Motu Proprio Summorum Pontificum von Papst Benedikt XVI. beraten.“
Es ist gut, wenn die Bischöfe hier aktiv werden und Leitlinien zum MP festlegen, bevor Kraut und Rüben zu wuchern beginnen und am Ende der ordentliche Ritus nicht mehr vom außerordentlichen zu unterscheiden ist. Auch in dem Fall gilt: Wehret den Anfängen eines unerträglichen Liturgie-Mix… :-[
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Ecclesia-Dei GemeinschaftEs braucht altgläubige Pfarreien PetrusbruderschaftEin erstaunliches Zusammenleben Motu ProprioWill der Bischof von Augsburg das Motu Proprio unterlaufen? Alte MesseAlle Wünsche abgelehnt Deutsche PfarreiSehnsucht nach dem Tantum Ergo Ecclesia-Dei GemeinschaftNeue Aussichten für altgläubige Schwestern Ecclesia-Dei GemeinschaftÜbergelaufene Schwestern Bischof liest Alte MesseEr schreitet zur Tat Bischof Fernando RifanDie Piusbruderschaft ist sich ihrer Lage nicht bewußt Konkrete UmsetzungIntroibo ad altare Dei – die Frage ist nur wie? Alte MesseAuch die Mission der Apostel war auf Latein und Griechisch Ecclesia-Dei FußballSensation: Außenseiter trotzt dem Favoriten Motu ProprioMühe mit dem Motu Proprio Motu ProprioEin Kardinal manipuliert die Wahrheit Ecclesia-Dei GemeinschaftRisse in der Gemeinschaft
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net