11:10:01 | Donnerstag, 13. September 2007
Ein gelehrter Jude und Bewunderer des Papstes ist darüber erstaunt, daß die Kirche nur einmal im Jahr für die Bekehrung der Juden betet.
(kreuz.net) Rabbiner Jacob Neusner (75) stört sich nicht an der überlieferten Karfreitagsliturgie mit
ihrer Bitte zur Bekehrung der Juden.
Zu dieser Fürbitte meinte der Rabbiner kürzlich gegenüber der
Internetseite ‘The Daily Freeman’:
„Ich habe immer betont, daß die Synagogenliturgie ein äquivalentes
Gebet kennt, das wir dreimal am Tag beten und nicht nur einmal pro Jahr.“
Das jüdische Gebet „Baruch
atah Adonaj Elohenu melech ha’olam, sche’lo asani goj“ wird täglich von orthodoxen und konservativen
Juden gebetet.
Übersetzt bedeutet es: „Gepriesen bist Du, Herr unser Gott, König des Universums, der
mich nicht zu einem Nichtjuden gemacht hat.“
Rabbiner Neusner und der PapstRabbiner Neusner ist Professor
am Bard College im Bundesstaat New York. Er ist der Autor des Buches „Ein Rabbiner spricht mit Jesus“.
Neusner ist der Meinung, daß jeder Jude zu dem Schluß kommen müsse, daß sich Jesus von der Tora abgewendet
hat.
Deshalb müsse ein Jude Jesus zurückweisen.
Papst Benedikt XVI. setzt sich in seinem Buch „Jesus
von Nazareth“ etwa zwanzig Seiten lang mit den Ausführungen des Rabbiners auseinander. Der Papst nennt
den Rabbiner, den er persönlich nie getroffen hat, einen „großen jüdischen Gelehrten“.
Auch Neusner
glaubt, daß Papst Benedikt XVI. „ein sehr interessanter Mann“ ist: „Er ist ein deutscher Professor und
ich verstehe mich gut mit deutschen Professoren.“
Mehr als seinen Vorgänger hält Neusner Benedikt XVI.
als eine in sich abgeschlossene Persönlichkeit. Er sei nicht so eine „dramatische öffentliche Person“
wie Johannes Paul II.:
„Ich will nicht sagen, daß Johannes Paul ein Selbstdarsteller war, aber Johannes
Paul wußte, wie er Massen manipulieren konnte.“ Der jetzige Papst habe einen „demütigeren Charakter“.
Ein gemeinsames Buch?Infolge des Papstbuches „Jesus von Nazareth“ bekam Rabbiner Neusner viele Anfragen
für Interviews und Diskussionen.
Das interessanteste Projekt, das der Rabbiner im Herzen hegt, ist jedoch
von der Zusage des Papstes abhängig.
Der amerikanische Doubleday-Verlag bot nämlich dem Rabbiner und
dem Papst an, gemeinsam ein Buch herauszugeben.
Darin sollten die Diskussionen um Jesus von Nazareth
zwischen den beiden Gelehrten fortgesetzt werden.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#11
Bokrug † 04:57:44 | Freitag, 14. September 2007
#10
Rainer Tobak 19:18:47 | Donnerstag, 13. September 2007
#9
GerdEric 19:16:28 | Donnerstag, 13. September 2007
#8
laetare † 17:27:15 | Donnerstag, 13. September 2007
#7
DieWahrheit † 16:59:21 | Donnerstag, 13. September 2007
#6
Artois † 16:47:46 | Donnerstag, 13. September 2007
#5
Juhuben Cantuja 16:17:39 | Donnerstag, 13. September 2007
#4
Kurt K. 16:12:30 | Donnerstag, 13. September 2007
#3
Bokrug † 16:10:53 | Donnerstag, 13. September 2007
#2
Juhuben Cantuja 16:05:51 | Donnerstag, 13. September 2007
#1
Tridentinus 12:28:41 | Donnerstag, 13. September 2007