Judentum
„Gottseidank, bin ich kein Nichtjude“
Ein gelehrter Jude und Bewunderer des Papstes ist darüber erstaunt, daß die Kirche nur einmal im Jahr für die Bekehrung der Juden betet.
Rabbiner Jacob Neusner
Rabbiner Jacob Neusner
(kreuz.net) Rabbiner Jacob Neusner (75) stört sich nicht an der überlieferten Karfreitagsliturgie mit ihrer Bitte zur Bekehrung der Juden.

Zu dieser Fürbitte meinte der Rabbiner kürzlich gegenüber der Internetseite ‘The Daily Freeman’:

„Ich habe immer betont, daß die Synagogenliturgie ein äquivalentes Gebet kennt, das wir dreimal am Tag beten und nicht nur einmal pro Jahr.“

Das jüdische Gebet „Baruch atah Adonaj Elohenu melech ha’olam, sche’lo asani goj“ wird täglich von orthodoxen und konservativen Juden gebetet.

Übersetzt bedeutet es: „Gepriesen bist Du, Herr unser Gott, König des Universums, der mich nicht zu einem Nichtjuden gemacht hat.“

Rabbiner Neusner und der Papst

Rabbiner Neusner ist Professor am Bard College im Bundesstaat New York. Er ist der Autor des Buches „Ein Rabbiner spricht mit Jesus“.

Neusner ist der Meinung, daß jeder Jude zu dem Schluß kommen müsse, daß sich Jesus von der Tora abgewendet hat.

Deshalb müsse ein Jude Jesus zurückweisen.

Papst Benedikt XVI. setzt sich in seinem Buch „Jesus von Nazareth“ etwa zwanzig Seiten lang mit den Ausführungen des Rabbiners auseinander. Der Papst nennt den Rabbiner, den er persönlich nie getroffen hat, einen „großen jüdischen Gelehrten“.

Auch Neusner glaubt, daß Papst Benedikt XVI. „ein sehr interessanter Mann“ ist: „Er ist ein deutscher Professor und ich verstehe mich gut mit deutschen Professoren.“

Mehr als seinen Vorgänger hält Neusner Benedikt XVI. als eine in sich abgeschlossene Persönlichkeit. Er sei nicht so eine „dramatische öffentliche Person“ wie Johannes Paul II.:

„Ich will nicht sagen, daß Johannes Paul ein Selbstdarsteller war, aber Johannes Paul wußte, wie er Massen manipulieren konnte.“ Der jetzige Papst habe einen „demütigeren Charakter“.

Ein gemeinsames Buch?

Infolge des Papstbuches „Jesus von Nazareth“ bekam Rabbiner Neusner viele Anfragen für Interviews und Diskussionen.

Das interessanteste Projekt, das der Rabbiner im Herzen hegt, ist jedoch von der Zusage des Papstes abhängig.

Der amerikanische Doubleday-Verlag bot nämlich dem Rabbiner und dem Papst an, gemeinsam ein Buch herauszugeben.

Darin sollten die Diskussionen um Jesus von Nazareth zwischen den beiden Gelehrten fortgesetzt werden.
      
11 Lesermeinungen
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#11   Bokrug †   04:57:44 | Freitag, 14. September 2007
Anthropos – der kosmische Urmensch des AT – Christus
Atropos – der kosmische Urmensch des AT
(395) Colpe 1961,46: »Der Urmensch gilt als unser Selbst und als das Selbst des Alls. Ursprünglich habe man das Selbst im Körper gesucht, aber es sei gerade nicht die Seele gewesen, sondern eher eine Art Gegenbild zum Ganzen des menschlichen Körpers.« So Reitzenstein 1921,116: »Dieser ‘Mensch’ ist im Persischen der Erneuerer der Welt, Träger der Gottesbotschaft und Gotteskraft, der Erlöser für das ganze Geschlecht, aber zugleich der Erlöste, der als erstes Lichtwesen in den Himmel zurückkehren darf, ein Gott und zugleich der ideelle Vertreter der Seelen, die große Seele.« cf Nyberg 1938,142ff: Der Urmensch ist Vorläufer des platonischen Urbildes: maêthâ
209.85.129.104/search?q=cache:K1jbjT…
(106) Hengel 1973,192f: »Im ganzen zeigt sich, daß der Hellenismus auch als geistige Macht schon sehr früh und nachhaltig im jüdischen Palästina Fuß gefaßt hat… Das gesamte Judentum ab etwas der Mitte des 3.Jh.v.Chr. mußte im strengen Sinne als ‘hellenistisches Judentum’ bezeichnet werden, und man sollte besser zwischen dem griechischsprechenden Judentum der westlichen Diaspora und dem aramäisch/hebräischsprechenden Judentum Palästinas bzw. Balyloniens unterscheiden.« 175 v.Chr. gab es in Jerusalem ein Gymnasium.
www.vergessene-buecher.de
www.freiwirte.de
Siehe auch Max Weber…
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#10   Rainer Tobak   19:18:47 | Donnerstag, 13. September 2007
Bokrug
es reicht offensichtlich noch nicht: … WEITERMACHEN! :)3
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#9   GerdEric   19:16:28 | Donnerstag, 13. September 2007
@Bokrug
es reicht! :-@
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#8   laetare †   17:27:15 | Donnerstag, 13. September 2007
ach wo … ich find ja, Ratzinger und Neusner sollten gemeinsam ein Jesus-Buch schreiben!
Und außerdem, ich muss schon sagen, die verbale Inkontinenz der Redaktion – oh, ich meine natürlich Inkontingenz – ein Artikel, drei Themen: ein Thema für die Überschrift, eins für den Leader und ein drittes dann für den Rest des Artikels. Also ich kann mir das beim Posten von unqualifizierten Lesermeinungen einer Ahnungslosen (Zitat von irgendeinem User, der was gegen Apsisbilder hat oder so) ja erlauben, aber wenn ich Redaktion wäre … da gibts schon trivialere Foren, die sich über weltbewegende Dinge wie Zug Nr. 15127 fuhr heute auf Linie 12 unterhalten, wo man für sowas rausfliegen würde auf immer, wenn die Überschrift und der Inhalt nichts miteinander zu tun haben, also wirklich! Reissts euch doch ein bisserl zusammen und reparierts euren Artikel-Header-Bilder-Zufallsgenerator wieder!
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#7   DieWahrheit †   16:59:21 | Donnerstag, 13. September 2007
@Bokrug: Aus…
…als das Christentum Staatsreligion des byzantinischen Reiches (Ostrom) wurde, hätte das Judentum erkennen müssen, das so ein Aufstieg in nur knapp 400 Jahren ganz zweifellos seine Ursache nur im Messias haben kann.
… würde aber auch folgen, dass Mohammed der wahre Prophet von „Allah“ wäre, weil sich der Islam sehr weit ausgedehnt hat und zB in Saudi-Arabien Staatsreligion ist…
… und demzufolge hätten alle Christen und Juden sofort Moslems werden müssen. Zum Glück ist das nicht der Fall.
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#6   Artois †   16:47:46 | Donnerstag, 13. September 2007
Daß Benedikt XVI
einen demütigen Charakter hat, ist abzustreiten. Aus Höflichkeit möchte ich dieses Urteil nicht weiter beleuchten, prophezeie jedoch mal, daß mir je länger, je mehr Leute zustimmen werden … o^/
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#5   Juhuben Cantuja   16:17:39 | Donnerstag, 13. September 2007
Das Amt des Papstes
„Das Amt, welches Uns von Gott übertragen worden ist, die Herde des Herrn zu weiden, hat vor allem von Christus die Aufgabe erhalten, den Schatz des überlieferten heiligen Glaubens aufs Sorgfältigste zu hüten und unkatholische Neuerungen und Angriffe im Schein von Wissenschaftlichkeit zurückzuweisen“. Schreibt der heilige Pius X zu Beginn seiner Enzyklika Pascendi dominici gregis. Dem ist nichts hinzuzufügen
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#4   Kurt K.   16:12:30 | Donnerstag, 13. September 2007
Aufgabe des Papstes?
Was sind denn explizit die Aufgaben des Papstes? Representieren? So wie der Bundespräsident?
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#3   Bokrug †   16:10:53 | Donnerstag, 13. September 2007
SPÄTESTENS…
…als das Christentum Staatsreligion des byzantinischen Reiches (Ostrom) wurde, hätte das Judentum erkennen müssen, das so ein Aufstieg in nur knapp 400 Jahren ganz zweifellos seine Ursache nur im Messias haben kann.
Christus war der Messias – und das talmudische Judentums und ohnehin der Welt-Zionismus bzw. die zionistische Freimaurerei sind gegen den Willen Gottes, Elohims…
Das Judentum hätte sich vom Gottesnamen JHWH zur Trinität des Elohim (El als Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs) weiterentwickeln sollen…
Grüsse
Bokrug
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#2   Juhuben Cantuja   16:05:51 | Donnerstag, 13. September 2007
Bei allem Respekt
Bei allem Respekt für die Gelehrsamkeit des Rabbiners kann es nicht Aufgabe eines Papstes sein mit einem Rabbiner über seinen Herrn zu debatieren. Hoffentlich ist Benedikt XVI sich darüber im klaren
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#1   Tridentinus   12:28:41 | Donnerstag, 13. September 2007
Das ist
höchst bemerkenswert. Ebenso spannend wäre das gemeinsame Buchprojekt!
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