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Donnerstag, 13. September 2007 15:34
Glaubenskongregation verurteilt die ‘Armee Mariens’
Eine fromme Gemeinschaft mit mehreren Tausend Mitgliedern hat sich kürzlich selber exkommuniziert. Nun hat der Vatikan das Schisma festgestellt.
Die Priestergemeinschaft der 'Armee Mariens', die "Söhne Mariens".
Die Priestergemeinschaft der ‘Armee Mariens’, die „Söhne Mariens“.
(kreuz.net) Die Anhänger und Mitglieder der in Kanada gegründeten ‘Armee Mariens’ und all ihrer Werke haben sich selber exkommuniziert.

Das erklärte die Kongregation für die Glaubenslehre in einem Dekret vom 11. Juli. Das Schreiben ist vom Präfekten der Glaubenskongregation, William Kardinal Levada, und seinem Sekretär, Erzbischof Angelo Amato, unterzeichnet.

Das Dekret wurde der ‘Armee Mariens’ am Montag ausgehändigt.

Inhalt des Dekrets
Bereits am 26. März dieses Jahres hat der Erzbischof von Quebec, Marc Kardinal Ouellet, eine Exkommunikation gegen die Verantwortlichen der Gemeinschaft ausgesprochen.

Der Grund: Ein Priester der ‘Armee Mariens’, Pater Jean-Pierre Mastropietro, hatte im Januar mehrere Männer zu „Diakonen“ geweiht.

Die Armee Mariens habe sich eindeutig und öffentlich ins Schisma begeben – zitiert das Dekret der Glaubenskongregation den Kardinal: „Ihre besonderen Lehren sind falsch und ihre Werke dürfen von Katholiken weder aufgesucht noch unterstützt werden.“

Die Priester der Gemeinschaft hatten im März eine Galgenfrist erhalten. Bis zum 31. Mai hätten sie – um kanonischen Sanktionen zu entgehen – ihren Irrtümern sowie den schismatischen Akten abschwören und dem Heiligen Stuhl Gehorsam versprechen müssen.

2.000 Mitglieder der Armee Mariens vor der Rosenkranzbasilika, Lourdes 1984
2.000 Mitglieder der Armee Mariens vor der Rosenkranzbasilika, Lourdes 1984
Doch die Priester der ‘Armee Mariens’ kamen der Aufforderung nicht nach. Im Gegenteil. Am 3. Juni simulierte Pater Mastropietro an den im Januar ungültig zum Diakon ordinierten Männern eine Priesterweihe.

Zahlreiche Mitglieder der ‘Armee Mariens’ nahmen an den ungültigen Priesterweihen teil.

Dazu erklärte die Glaubenskongregation in fünf Punkten:

• Die „Diakonen- und Priesterweihen“ durch Pater Jean Pierre Mastropietro sind ungültig.

• Pater Mastropietro und die von ihm ungültig geweihten Männer haben sich als Schismatiker die Exkommunikation latae sententiae zugezogen.

• Die Glaubenskongregation verurteilt ein falsches Verständnis über den Empfang und die dem Bischof vorbehaltene Spendung der Priesterweihe.

• Die Mitglieder der Gemeinschaft, die den schismatischen Akten anhangen, befinden sich im Schisma und sind der Exkommunikation latae sententiae verfallen.

• Die Glaubenskongregation bestätigt schließlich ein bereits im Juni 2001 von den kanadischen Bischöfen in Zusammenarbeit mit der Kongregation gefälltes Urteil, wonach die Armee Mariens ketzerisch ist:

„Wer immer dieser Lehre wissentlich und freiwillig anhängt, zieht sich wegen Häresie die Exkommunikation latae sentetiae zu.“

Reaktionen der Betroffenen
Die ‘Armee Mariens’ sieht in der Exkommunikation den „Willen Gottes“.

Die Gründerin, Frau Marie-Paule Giguère, habe bereits 1958 „von oben“ erfahren, daß sie von Priestern und Bischöfen gekreuzigt würde – erklärte der Generalobere der Söhne Mariens, Pater Eric Roy, vor der kanadischen Tageszeitung ‘National Post’:

„Wir können nicht gegen unser Gewissen handeln.“

Einer der ungültig geweihten Männer hat – ebenfalls ungültig – bereits bei einer Eheschließung assistiert.

Der Erzbischof von Ottawa, Mons. Terrence Prendergast, kommentierte die jüngsten Ereignisse. Er wirkte seit 2003 als Mittler zwischen der Kirche und der Armee Mariens.

Der Erzbischof kritisierte, daß die ‘Armee Mariens’ in der Exkommunikation den Willen Gottes sieht.

Möglicherweise werde die Gründerin nach dem Ereignis behaupten, sie habe das vorausgesagt.

Sie habe auch nach dem Attentat auf das World Trade Center in New York behauptet, vor Jahren die einstürzenden Türme in einer Vision geschaut zu haben.

Die Kirche und er selber seien mit der ‘Armee Mariens’ sehr geduldig gewesen – erklärte Erzbischof Predergast:

„Das ist eine Art Kult. Die Mitglieder stehen sehr unter dem Einfluß der Gründerin. Ihre Worte zählen mehr, als das Wort des Papstes.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 66 Lesermeinungen:
Montag, 5. November 2007 19:26
Rudolfus: Wenn der Papst vor seiner Wahl Häretiker war …
Artois
Es ist doch ofensichtlic, daß der Papst Häretiker ist. Und es ist keine Neuigkeit, denn er wurde schon als Häretiker „gewählt“.

… so muß dies belegt werden können.

Joseph Ratzinger hat nie ein Dogma geleugnet und ist darum kein Apostat, sondern Katholik, und damit auch Papst.
Dienstag, 18. September 2007 23:44
Maria Escorial: Wie finde ich das Vatikanschreiben gegen die Armee Mariens?
könnte mir jemand den Link bekanntmachen? dankeschön
Dienstag, 18. September 2007 14:32
Ministrant: @ Brandenburgis
Artois kann sich aber trotzdem drehen und wenden wie er will, die FSSPX bleibt aufgelöst und schismatisch!
Montag, 17. September 2007 11:44
Brandenburgis: @Ministrant
Ja, uns allen hat Gott gewisse Grenzen gesetzt.
Montag, 17. September 2007 11:26
Ministrant: @ Artois
Plapla jetzt stehen sie an der Wand, wie das Schwein vor dem Metzger und dann wird noch kurz die „Häretikerkarte“ gezogen…erbärmlich.
Montag, 17. September 2007 10:21
Artois †: @Ministrant
Aha jetzt ist der Papst auf einmal ein Häretiker, verzeihen sie aber ihren etwas gestörten Gedankensprüngen kann man nicht immer so schnell folgen.

Vielleicht sollten sie mal im CIC lesen, so ab Can. 331. Ubi Petrus ibi ecclesiam. Mit ihren Statements haben sie nun offen bekundigt den Papst nicht mehr als rechtmäßigen Nachfolger des Apostels Petrus sehen, damit folgen sie ihren verirrten „Hirten“ in die Exkommunikation.
Es ist doch ofensichtlic, daß der Papst Häretiker ist. Und es ist keine Neuigkeit, denn er wurde schon als Häretiker „gewählt“.
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