Liturgie
Anstelle des Motu Proprio
Der Kirche wäre mehr geholfen, wenn der Vatikan eine Fachkommission berufen würde, um zu klären, wie die Liturgie den Fragen der Zeit entsprechend weiter entwickelt werden sollte.
Wie verhindert man esoterische Zirkel mit abweichender Theologie?
Wie verhindert man esoterische Zirkel mit abweichender Theologie?
(kreuz.net, Herzogenrath) Pfarrer Hermann van den Berg von Herzogenrath in der Diözese Aachen ist stolz auf seinen Bischof, Mons. Heinrich Mussinghoff.

Das erklärte er in dem Leserbrief „Dank für kritische Fragen“, der von der ‘Aachener Kirchenzeitung’ am 9. September veröffentlicht wurde.

Der Pfarrer nimmt darin Bezug auf das Begleitschreiben zum päpstlichen Motu Proprio über die Freigabe der Alten Messe, das von Bischof Mussinghoff von Aachen verfaßt wurde.

Wie soll der Altarraum gestaltet sein?
Wie soll der Altarraum gestaltet sein?
Der Kommentar von Hw. van den Berg: „Da darf ich mal richtig stolz auf meinen Bischof sein.“

Stolz ist der Pfarrer vor allem auf die „kritischen Fragen“, die der Bischof in seinem Schreiben stellt:

„Was ist eine feste Gruppe in der Kirche? Wie verhindert man esoterische Zirkel mit abweichender Theologie? Wie sind die Grundkenntnisse der lateinischen Sprache bei solchen Gruppen sowie bei den Priestern, die nach 1970 geweiht sind?

Wer kennt noch die rituellen Vorschriften für die Zelebration? Welche Leseordnung soll in der ‘Römischen Liturgie’ gelten? Von der Leseordnung von 1962 gibt es kaum noch Bücher; gilt der alte liturgische Kalender oder der neue?

Wie soll der Altarraum gestaltet sein? Wendet der Priester der ‘Römischen Liturgie’ dem Volk wieder seinen Rücken zu und läßt er den Zelebrationsaltar, um den sich die Gemeinde gemeinhin versammelt, auf die Seite schieben?“

Auch die vom Motu Proprio gewünschte Versöhnung stellt Pfarrer van den Berg in Frage:

„Da frage ich dann mit wem? Mit Gruppen
Kritik am Motu Proprio:
„An Versöhnung mit den Juden denkt das Motu Proprio nicht, wenn man wieder für deren Bekehrung beten läßt statt ihnen als Brüder und Schwestern zu begegnen.“
von Leuten über 50 Jahre alt, die stolz sind auf ihre humanistische Bildung. Mit den Anhängern von Kardinal Lefevre [sic], die das Konzil immer noch nicht akzeptieren wollen und keine Zeichen zur Versöhnung senden.“

An „Versöhnung mit den Juden“ denke das Motu Proprio nicht, wenn man wieder für deren Bekehrung beten lasse statt ihnen als Brüder und Schwestern zu begegnen.

An Versöhnung mit der Befreiungstheologie sei wohl auch nicht gedacht, wenn man an die Schwierigkeiten denke, die man Theologen wie „Jan Sobrino“ bereite.

Die Schlußfolgerung des Pfarrers: „Der Kirche wäre mehr geholfen, wenn der Vatikan statt zwei Liturgien nebeneinander zu ermöglichen, eine Fachkommission berufen würde, wie die Liturgie den Fragen der Zeit entsprechend weiter entwickelt werden sollte.“

Bildquelle: Cathcon.blogspot.com
      
12 Lesermeinungen
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#13   stimme der vernunft †   13:47:34 | Freitag, 14. September 2007
Ja was denn nun?
Dir Anbetung, Demut, Buße und Herrlichkeit in Ewigkeit!
Demut und Buße oder Herrlichkeit?
Ja was denn nun?
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#12   r.ruhrgebietler   07:05:17 | Freitag, 14. September 2007
Was für ein Unsinn!
Gott der ewig war, ist und sein wird wird durch diese Ansinnen auf schwerste beleidigt!
Jesus Christus sei unseren Seelen gnädig!
Dir Anbetung, Demut, Buße und Herrlichkeit in Ewigkeit!
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#10   Riese1835   21:37:31 | Donnerstag, 13. September 2007
Benedikt – Fadenscheinige Fragen
Die Fragen sind zT bloße Ablenkungsmanöver zT beantworten Sie sich von selbst und zT sind sie irrelevant.
Überdies zeugen sie von Dummheit, nur sind sie leider bittere Realität.
Stattdessen spielt Mussinghoff der FSSPX in die Hände.
Ohne FSSPX gäbe es mit Sicherheit kein Motu Proprio, keine FSSP, kein Christkönigsinstitut etc., keine überlieferte Messe. Kluge Köpfe – auch in den Ecclesia Dei Gemeinschaften – wissen das. Eine freie Entfaltung der überlieferten Messe ohne FSSPX wird es erst dann geben, wenn man den heute verbreiteten Irrtümern abschwört.
Die Art des Betens und der Glaube gehören zusammen. Der Wunsch, die alte Messe im Geiste des Ökumenismus zu feiern, ist ein Widerspruch in sich selbst: ein künstlich geschaffener, instabiler Zustand, der nie lange halten kann. Um so einen Zustand aufrecht zu erhalten, braucht es enorme externe Kräfte wie die FSSPX.
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#9   Bernd Stromberg   19:58:48 | Donnerstag, 13. September 2007
@Benedikt
Volle Zustimmung zu Ihrer Antwort. Ich denke, dass man solche Aussagen, wie sie in dem Leserbrief zu lesen sind, von ihrem theologischen und kanonistischen Gehalt her ebenso wenig ernst nehmen kann wie entsprechende Äußerungen von so manchen Herrschaften hier im Forum. Viel verstanden vom Anliegen des Hl. Vaters hat der Leserbriefschreiber nicht unbedingt. Leider sitzen die Vertreter dieser problematischen Denkungsart oftmals an entsprechenden Schaltstellen, und das ist das eigentliche Problem. Allerdings sind die kirchlichen 68er zum Glück nicht nur in die Ämter, sondern auch in die Jahre gekommen;-) Es ist oftmals auch eine Generationenfrage. Ich kenne durchaus jüngere Kleriker, die dem Motu proprio sehr offen gegenüberstehen. Womit nichts über das Alter von Hw. van den Berg gesagt sein soll;-)
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#8   Benedikt   19:48:03 | Donnerstag, 13. September 2007
@ laetare
PS: Weil ich heute meinen friedliebenden Tag habe, habe ich extra gesucht, um irgendetwas in ihrem Posting zu finden, dem ich zustimmen kann. Ich mein, wenn Sie geschrieben hätten „feststehend und umschreitbar“, dann hätt ich es schneller gefunden, aber ich bin auch so fündig geworden.
Wenn ich geschrieben hätte, dass der Altar feststehend und umschreitbar sein muss, so hätte dies nicht der Wahrheit entsprochen, wie Sie der IGMR leicht entnehmen können.
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#7   möchtegern-kathole   19:29:05 | Donnerstag, 13. September 2007
Alles Dinge …
… die vor 1970 ja auch kein Problem waren. Alles Vorwände, die die Geisteshaltung zeigen: wenn es keine wirklichen Gründe gibt, schiebt man welche vor.
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#6   laetare †   19:09:44 | Donnerstag, 13. September 2007
Gemäß den röm. Vorschriften muss der Altar feststehend sein. Es dürfte also gar nicht möglich sein,
das zu tun.
richtig! vollkommen richtig!
PS: Weil ich heute meinen friedliebenden Tag habe, habe ich extra gesucht, um irgendetwas in ihrem Posting zu finden, dem ich zustimmen kann. Ich mein, wenn Sie geschrieben hätten „feststehend und umschreitbar“, dann hätt ich es schneller gefunden, aber ich bin auch so fündig geworden.
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#5   ottaviani   19:09:03 | Donnerstag, 13. September 2007
hochwürden
darf beruhigt sein der Vatikan nimmt mgr mussinhoff die bürde ab es kommen durchführungsbestimmungen der komission ecclesia dei
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#4   Benedikt   19:07:07 | Donnerstag, 13. September 2007
Fadenscheinige Fragen
Die Fragen sind zT bloße Ablenkungsmanöver zT beantworten Sie sich von selbst und zT sind sie irrelevant.
Der Kirche wäre mehr geholfen, wenn der Vatikan eine Fachkommission berufen würde, wie die Liturgie den Fragen der Zeit entsprechend weiter entwickelt werden sollte.
Wenn man sieht, wie die Amtsträger in den letzten Jahren an diesen Fragen gescheitert sind, so kann man das wohl kaum als gute Idee bezeichnen. Es würden ohnehin auf Fragen von gestern Antwort gegeben, auf Fragen, die die Generation von Hw. van den Berg betrifft und nicht die nachfolgende.
Wie verhindert man esoterische Zirkel mit abweichender Theologie
Indem man die Zelebration den Diözesanpriestern überlässt. Stattdessen spielt Mussinghoff der FSSPX in die Hände. Es wäre auch zu fragen wann der Aachener die ohnehin existierenden Abweichungen von der kath. Lehre in den übrigen Gemeinden zu unterbinden beginnt.
Wer kennt noch die rituellen Vorschriften für die Zelebration?
Das kann man lernen.
Welche Leseordnung
Die, die dem jew. Messbuch entspricht.
und läßt er den Zelebrationsaltar, um den sich die Gemeinde gemeinhin versammelt, auf die Seite schieben?“
Gemäß den röm. Vorschriften muss der Altar feststehend sein. Es dürfte also gar nicht möglich sein, das zu tun.
An Versöhnung mit der Befreiungstheologie sei wohl auch nicht gedacht,
Im Gegensatz zur Befreiungstheologie steht der alte Messe theologisch nichts entgegen. Diese vorgeschobenen Bedenken sind merh als ärgerlich.
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#3   laetare †   19:01:08 | Donnerstag, 13. September 2007
wow! echt erste Sahne der Artikel! Ich mein, man sieht schon, dass sich kreuz.net auf dieser Seite
der Grenze zwischen Wahnsinn und Irrsinn ein bisserl schwerer tut als sonst, aber diesen Unterschied merkt man kaum.
Ich mein, ja, natürlich muss man sich mit einem pikierten [sic] bemerkbar machen, wenn da ein dahergelaufener Bischof irgendeiner vatikanischen Minisekte den Namen des großen Heiligen Lefrevel falsch schreibt. Und dann noch daherkommen und etwas von einem Jan Heiner Dieter Uwe oder so Sobrino daherschwafeln, also das geht nun wirklich nicht. Schließlich ist Jan Sobrino in seiner Eigenschaft als süddänischer Fließenleger niemand, mit dem man sich versöhnen müsste, er ist ja schon 1517 vom Glauben abgefallen und lebt seither getrennt von der Heiligen Kirche des Lefrevel!
Aber wurscht, ich mein, man muss schon sagen, irgendwie fehlt dem Artikel auch der nötige Pep! Wird den die Redaktion jetzt ganz zahnlos (wie der alte Humer)? Einen Bischof, der kritische Anfragen stellt, ohne Schimpfwort vor dem Namen?
Inhaltlicherseits muss man aber wohl zustimmen, denn: einfach ein motu dingsda auf die armen christgläubigen loslassen und sie mit dem Inhalt dumm sterben lassen, nur um ein bisserl Applaus von kreuz.net und anderen kirchenfernen Fundamentalisten einzuheimsen, das ist wohl nicht grad die feine Art, schon gar nicht für jemanden, der grad unten in Rom als Papst jobt!
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#2   Seminarist   18:45:15 | Donnerstag, 13. September 2007
Privatzelebration
Mehrmals taucht im Zusammenhang von Kommentaren zum Motu Proprio der Begriff der Privatzelebration auf. Hierzu eine Kärung: Privat meint hier nicht, dass der Priester allein für sich, also beispielsweise hinter verschlossener Kirchentüre zelebriert, sondern das die Messe nicht öffentlich, d.h., nicht in dem offiziellen Pfarrblatt oder einer Kirchenzeitung angekündigt bzw. vermeldet wurde. Selbstverständlich können an dieser hl. Messe des privat zelebrierenden Priesters Gläubige, die sich „zufällig“ gerade inder Kirche befinden, teilnehmen (und wenn es Hundert sind, wäre es immer noch eine Privatmesse!).
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#1   Gotthard   18:43:20 | Donnerstag, 13. September 2007
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Volle Zustimmung zu diesem Leserbrief!
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