Der letzte Kampfgefährte
Über mehrere hundert Seiten lang erinnert sich ein Theologe an die Zeit vor vierzig Jahren. Von sich glaubt er, selber Theologiegeschichte geschrieben zu haben.
(kreuz.net) Am Mittwoch stellte der Schweizer Theologe Hw. Hans Küng, im Frankfurter Kultur- und Bildungszentrum
‘Haus am Dom’ den zweiten Teil seiner Autobiographie vor. Der Titel des Buches: „Umstrittene Wahrheit.
Erinnerungen“. Es umfaßt 719 Seiten.
Das Werk beschäftigt sich mit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. In ihm fließen nach der Einschätzung des Autors Lebens-, Kirchen-, Theologie- und Zeitgeschichte ineinander.
Im Vorwort schreibt der Konzilstheologe:
„Fast alle meine großen Kampfgefährten für die Erneuerung von Theologie und Kirche seit der Konzilszeit sind tot oder inaktiv, außer einem und der ist Papst geworden.“
Hw. Küng karikiert in dem Werk auch gerne das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit.
In diesem Zusammenhang behauptete er auch kürzlich in einem Interview mit der ‘Deutschen Welle’, daß das Christentum mit seiner angeblichen Machtkonzentration viele störe:
„Wenn wir einen Papst haben, der ständig groß in Erscheinung tritt, der als geistlicher Herr der Welt den Anspruch erhebt, nur wer mit ihm ist, ist ein wahrer Christ, nur seine römisch-katholische Kirche ist die wahre Kirche, dann geht das vielen auf die Nerven.“
Hw. Küng ist auch davon überzeugt, daß Papst Benedikt XVI. seine Regensburger-Rede als Fehler sieht:
„Es fällt natürlich Römern und auch dem römischen Bischof, dem Papst, sehr schwer, einen Fehler zuzugeben. Wenn man eine Unfehlbarkeitsideologie hat, dann macht man auch unfehlbare Fehler, die kann man natürlich nicht korrigieren“ – erklärte der Theologe, der selber für seine rechthaberische Art bekannt ist.
Hw. Küng war in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Tübingen ein Fakultätskollege des damaligen Professors Joseph Ratzinger: „Unsere Lebenswege laufen parallel, gehen auseinander, kreuzen sich wieder.“
Joseph Ratzinger habe sich für das „hierarchische römische System“ entschieden.
Dennoch schätzt der Theologe am Papst seine ausdauernde Gesprächsbereitschaft. So empfing ihn Benedikt XVI. im September 2005 in Privataudienz.
Über diese Begebenheit will der fast 80jährige Hw. Küng jedoch erst im dritten und letzten Teil seiner Memoiren berichten.
© Bild: Gunther Schenk
Das Werk beschäftigt sich mit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. In ihm fließen nach der Einschätzung des Autors Lebens-, Kirchen-, Theologie- und Zeitgeschichte ineinander.
Im Vorwort schreibt der Konzilstheologe:
„Fast alle meine großen Kampfgefährten für die Erneuerung von Theologie und Kirche seit der Konzilszeit sind tot oder inaktiv, außer einem und der ist Papst geworden.“
Hw. Küng karikiert in dem Werk auch gerne das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit.
In diesem Zusammenhang behauptete er auch kürzlich in einem Interview mit der ‘Deutschen Welle’, daß das Christentum mit seiner angeblichen Machtkonzentration viele störe:
„Wenn wir einen Papst haben, der ständig groß in Erscheinung tritt, der als geistlicher Herr der Welt den Anspruch erhebt, nur wer mit ihm ist, ist ein wahrer Christ, nur seine römisch-katholische Kirche ist die wahre Kirche, dann geht das vielen auf die Nerven.“
Hw. Küng ist auch davon überzeugt, daß Papst Benedikt XVI. seine Regensburger-Rede als Fehler sieht:
„Es fällt natürlich Römern und auch dem römischen Bischof, dem Papst, sehr schwer, einen Fehler zuzugeben. Wenn man eine Unfehlbarkeitsideologie hat, dann macht man auch unfehlbare Fehler, die kann man natürlich nicht korrigieren“ – erklärte der Theologe, der selber für seine rechthaberische Art bekannt ist.
Hw. Küng war in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Tübingen ein Fakultätskollege des damaligen Professors Joseph Ratzinger: „Unsere Lebenswege laufen parallel, gehen auseinander, kreuzen sich wieder.“
Joseph Ratzinger habe sich für das „hierarchische römische System“ entschieden.
Dennoch schätzt der Theologe am Papst seine ausdauernde Gesprächsbereitschaft. So empfing ihn Benedikt XVI. im September 2005 in Privataudienz.
Über diese Begebenheit will der fast 80jährige Hw. Küng jedoch erst im dritten und letzten Teil seiner Memoiren berichten.
© Bild: Gunther Schenk
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Dienstag, 18. September 2007 15:21
Kurt K.: @ Bruder Theophil: Ja, das wäre heute auch gut!
Das ist natürlich ausgemachter Blödsinn, denn schon in urchristlichen Zeiten lässt sich nachweisen,
dass für Geistliche die Meditation und das Leben in der Abgeschiedenheit (Wüste) dem Leben zwischen
anderen Menschen vorgezogen wurde.
Das wäre immer gut, für alle Seiten.
Für den Priester, weil er sich nicht mit dem komplizierten und so furchtbar relativen Leben auseinandersetzen und evtl an seinem Glauben zweifeln müsste;
Für die Menschen, weil sie keinen selbstgefälligen Priester unter sich hätten, der ihnen ständig Vorhaltungen macht wegen diesem oder jenem.
Ich schliesse mich also vorbehaltlos ihrer Forderung an:
ALLE PRIESTER IN DIE WÜSTE SCHICKEN!
Das wäre immer gut, für alle Seiten.
Für den Priester, weil er sich nicht mit dem komplizierten und so furchtbar relativen Leben auseinandersetzen und evtl an seinem Glauben zweifeln müsste;
Für die Menschen, weil sie keinen selbstgefälligen Priester unter sich hätten, der ihnen ständig Vorhaltungen macht wegen diesem oder jenem.
Ich schliesse mich also vorbehaltlos ihrer Forderung an:
ALLE PRIESTER IN DIE WÜSTE SCHICKEN!
Montag, 17. September 2007 11:47
obelix †: @Maurice Corvisier
Maurice Corvisier: „Etwas mehr katholische Gelassenheit (im felsenfesten Bewusstsein immer Recht zu haben)
wäre doch sehr viel besser für unsere Aussenwirkung.“
Jetzt müßte mir bitte nur jemand erklären, was katholische Gelassenheit mit der Außenwirkung des Gewerkschaftsflügels der DKP oder der Mauermörderpartei Lafontaines und Biskys zu tun hat.
Wie kommen Sie auf die abstruse Idee, ich könnte DKP Mitglied oder in der Linkspartei sein. Würde man da nicht automatisch exkommuniziert wenn man katholisch ist, so wie ich es bin?
Manche glauben ja, dass auch alle SPD-Mitglieder sich die Tatstrafe der Exkommunikation zuziehen und alle, die jemals an einer NOM Messe teilgenommen haben. Aber das geht sicher zu weit? Sicher ist aber, dass jeder, der sich in Bayern neben ein SPD-Mitglied stellt, vom Landesamt für Verfassungsschutz sehr genau in Augenschein genommen wird. Sehr katholisch, wenn nicht gar marianisch, dieser Verfassungsschutz in der Tradition des Männervereins von Tuntenhausen.
Jetzt müßte mir bitte nur jemand erklären, was katholische Gelassenheit mit der Außenwirkung des Gewerkschaftsflügels der DKP oder der Mauermörderpartei Lafontaines und Biskys zu tun hat.
Wie kommen Sie auf die abstruse Idee, ich könnte DKP Mitglied oder in der Linkspartei sein. Würde man da nicht automatisch exkommuniziert wenn man katholisch ist, so wie ich es bin?
Manche glauben ja, dass auch alle SPD-Mitglieder sich die Tatstrafe der Exkommunikation zuziehen und alle, die jemals an einer NOM Messe teilgenommen haben. Aber das geht sicher zu weit? Sicher ist aber, dass jeder, der sich in Bayern neben ein SPD-Mitglied stellt, vom Landesamt für Verfassungsschutz sehr genau in Augenschein genommen wird. Sehr katholisch, wenn nicht gar marianisch, dieser Verfassungsschutz in der Tradition des Männervereins von Tuntenhausen.
Montag, 17. September 2007 07:02
Bokrug †: @Bruder Theophil:
Tatsache ist, dass dies für die MÖNCHE galt…
@Maurice:
Von der katholischen Soziallehre samt biblischem Wucher- und Zinsverbot (von der Kirche nie aufgehoben) haben sie sicher schon mal gehört…?
http://www.artfond.de
http://www.vergessene-buecher.de
http://www.oedp.de
@Maurice:
Von der katholischen Soziallehre samt biblischem Wucher- und Zinsverbot (von der Kirche nie aufgehoben) haben sie sicher schon mal gehört…?
http://www.artfond.de
http://www.vergessene-buecher.de
http://www.oedp.de
Montag, 17. September 2007 06:09
Maurice Corvisier: „Etwas mehr katholische Gelassenheit (im felsenfesten Bewusstsein immer Recht zu haben) wäre doch
sehr viel besser für unsere Aussenwirkung.“
Jetzt müßte mir bitte nur jemand erklären, was katholische Gelassenheit mit der Außenwirkung des Gewerkschaftsflügels der DKP oder der Mauermörderpartei Lafontaines und Biskys zu tun hat.
Jetzt müßte mir bitte nur jemand erklären, was katholische Gelassenheit mit der Außenwirkung des Gewerkschaftsflügels der DKP oder der Mauermörderpartei Lafontaines und Biskys zu tun hat.
Montag, 17. September 2007 06:04
Nachtlaterne: maria escorial,
wie traurig ist es wenn seelen tot sind und nur noch den worten nach leben suggerieren. wir müssen uns alle immer wieder kontroloeren. sind wir noch auf dem weg zu gott, erleben wir noch den inneren wandlungsprozess zum reich der liebe hin, oder vermasseln wir gottes heilsplan?!
Montag, 17. September 2007 03:18
obelix †: @Maria (warum so garstig Maria? Er ist doch eh in der Hölle; oder etwa doch nicht?)
Maria Escorial: @nachtlaterne wie soll Luther auf Katrinnoch etwas spüren? Wo zwei tote Seele zusammenliegen
ist auch nichts mehr zu spüren, nur noch Tod…
Dafür, dass Martin Luther seit etlichen Donnerstagen tot ist, ist er aber noch höchst lebendig und treibt die Katholiken ganz schön um.
Etwas mehr katholische Gelassenheit (im felsenfesten Bewusstsein immer Recht zu haben) wäre doch sehr viel besser für unsere Aussenwirkung. Also nur die Ruhe!
Dafür, dass Martin Luther seit etlichen Donnerstagen tot ist, ist er aber noch höchst lebendig und treibt die Katholiken ganz schön um.
Etwas mehr katholische Gelassenheit (im felsenfesten Bewusstsein immer Recht zu haben) wäre doch sehr viel besser für unsere Aussenwirkung. Also nur die Ruhe!
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