11:16:01 | Samstag, 15. September 2007
Im Konfliktfall kann der Bischof einschreiten. Aber er kann ein Gesetz, das der Papst der universalen Kirche auferlegt hat, nicht außer Kraft setzen.

Kurienkardinal Dario Castrillon Hoyos
(kreuz.net, Vatikan) Das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ wird keine großen Änderungen bewirken. Das
erklärte der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillon Hoyos,
letzten Donnerstag vor ‘Radio Vatikan’.
Der entscheidende Punkt im Motu Proprio sei, daß die Priester
die Alte Messe jetzt auch ohne Genehmigung des Heiligen Stuhls oder des Diözesanbischofs zelebrieren
können.
Das gelte für alle Priester: „Die Pfarrer müssen die Türen ihrer Kirchen jenen Priestern
öffnen, welche die entsprechenden Kenntnisse besitzen und bereit sind, die Alte Messe zu zelebrieren.“
Diese Regelung nehme den Bischöfen „die Macht über die Liturgie“ keinesfalls aus der Hand.
Kardinal
Castrillon erklärt, daß ein Priester die Erlaubnis zur Feier der Messe von seinem Bischof erhalte. Damit
besitze er die Vollmacht, die Messe in jedem Ritus zu zelebrieren.
Aus diesem Grund sei ein Pfarrer verpflichtet,
einem Mitbruder den Altar für die Meßzelebration [egal in welchem Ritus] zur Verfügung zu stellen –
wiederholte sich der Kardinal.
Falls ein zuständiger Geistlicher dies ablehne, stehe es der Päpstlichen
Kommission ‘Ecclesia Dei’ zu, Maßnahmen für die Durchsetzung des Rechts zu ergreifen.
Der Diözesanbischof
sei dafür verantwortlich, eventuelle Konflikte mittels seiner Autorität zu lösen:
„Aber dabei kann
er nicht das Recht außer Kraft setzen, das der Papst der ganzen Kirche gegeben hat“ – so der Kurienkardinal.
Unermeßlich wertvollZum
Motu Proprio betont Kardinal Castrillon, daß Papst Benedikt XVI. „keinen Rückschritt“ wolle.
Zugleich
habe das Zweite Vatikanum „die Liturgie des Heiligen Pius V.“ keinesfalls verboten: „Wir müssen auch
betonen, daß die Konzilsväter die Messe des Heiligen Papstes Pius V. gefeiert haben.“
Es gehe also
nicht darum, einen Schritt zurückzugehen. Im Gegenteil:
„Das Konzil wollte mehr Freiheit für die Gläubigen.
Eine dieser Freiheiten war auch, den Schatz der Liturgie – so sagt es der Papst – zu behalten und lebendig
zu erhalten.“
Kardinal Castrillon dankt dem Heiligen Vater, daß er diesen unermeßlich wertvollen Schatz
für die Kirche gerettet hat.
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#6
Bokrug † 18:06:21 | Sonntag, 16. September 2007
#5
Gebirgsschütze 19:42:31 | Samstag, 15. September 2007
#4
Bernado 13:53:05 | Samstag, 15. September 2007
#3
santa rita 12:55:27 | Samstag, 15. September 2007
#2
möchtegern-kathole 11:54:05 | Samstag, 15. September 2007
#1
Alois Bischof 11:27:07 | Samstag, 15. September 2007