Alte Messe verboten
Konterrevolutionäre Elemente
Ein liberal konservativer Bischof hat eine für heute anberaumte Messe im Alten Ritus verboten: „Lateinisches Gemurmel hilft keinem.“
Alte Messe im Londoner Oratorium als Dank für das Motu Proprio 'Summorum Pontificum'.
Alte Messe im Londoner Oratorium als Dank für das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’.
© Vernon Quaintance, traditionalcatholic.org.uk
(kreuz.net, Caserta) Der Bischof von Caserta, Mons. Raffaele Nogaro (73), hat in seinem Bistum die Feier einer Alten Messe untersagt.

Das berichtete die in Neapel erscheinende Tageszeitung ‘Roma’. Caserta befindet sich 200 Kilometer südlich von Rom.

Die verbotene Messe hätte heute abend in der Wallfahrtskirche Sant’Anna in Caserta stattfinden sollen. Die Heilige Anna ist neben dem Heiligen Sebastian die Patronin der Stadt.

Die Alte Messe war vom Rektor der Kirche, Prälat Giovanni Battista Gionta, auf Anfrage einer Gruppe von Gläubigen angekündigt worden.

Bischof Nogaro mit Papst Johannes Paul II.
Bischof Nogaro mit Papst Johannes Paul II.
In der Tageszeitung ‘Roma’ ist die Email eines Gläubigen abgedruckt, der die anderen Mitglieder der Gruppe über das Vorgefallene informierte:

„Ich befinde mich in Caserta und schreibe von einem Internet Café. In der Kirche Sant’Anna war folgende Ankündigung angeschlagen:

»Der Rektor der Wallfahrtskirche hat für Sonntag abend um 20.00 Uhr eine lateinische Heilige Messe festgelegt, nachdem eine stabile Gruppe darum gebeten hatte. Der Bischof erfuhr davon und suspendierte die Feier, um keinen Präzedenzfall zu schaffen.«“

Prälat Gionti zog es vor, nicht dem Papst, sondern seinem Bischof zu gehorchen: »Ich habe diese lateinischen Messe nur festgelegt und werde meinem Bischof gehorchen.«

Der widerspenstige Bischof Nogaro selber meinte vor der Tageszeitung ‘Roma’, daß die Anfrage von 30 oder 40 Personen kein ausreichender Grund für die Feier einer Alten Messe sei.

Er brachte auch seine persönliche Abneigung gegen den Alten Ritus zum Ausdruck.

Dieser sei „kein geeignetes Mittel, um eine echte Beziehung zu Gott aufzubauen“ – erklärte der Bischof: „Lateinisches Gemurmel hilft keinem.“

Der Bischof hat bereits in der Vergangenheit auf sich aufmerksam gemacht.

Er löste im Land Empörung aus, als er erklärte, daß die 19 Särge der italienischen Soldaten, die bei einem Anschlag im November 2003 im südirakischen Ort Nasiryya umkamen, nicht gesegnet werden sollten.

Im Juli richtet er sich an das Italienischen Parlament mit der Bitte, den Militäreinsatz Italiens in Afghanistan zu finanzieren.
      
16 Lesermeinungen
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#16   Artois †   16:40:56 | Sonntag, 23. September 2007
DAs 2. Vatikanum
war schon so etwas wie „Kommunismus“. Zumindest begriff es sich als Parallele zur „Französischen Revolution“, wie es einer seiner Propagandisten schön ausdrückte. Und zwischen der Französischen und der Russischen Revolution (und der Deutschen von 1933) besteht, bei Lichte betrachtet, eigentlich kein Unterschied.
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#15   Lutheraner   16:29:09 | Sonntag, 23. September 2007
Eine Konterrevolution ist dem Snne nach eine Gegenbewegung zum Kommunismus
Begreift sich die Kirche also als kommunistisch?
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#14   maliems   16:48:20 | Montag, 17. September 2007
blöder Kerl
blöder Kerl
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#13   landorganist   14:35:40 | Montag, 17. September 2007
Was sagt der EB noch?
„Ich sehe, daß das motu proprio im Allgemeinen gut aufgenommen worden ist. Darin einen Akt gegen das 2. Vatikanische Konzil zu sehen, wäre in jedem Fall nicht nur ein grobes Mißverständnis, sondern auch ein Versuch, Spaltungen in die Kirche hineinzutragen. Ich kann für derartige Aufgeregtheiten überhaupt keinen Grund erkennen.“
Vorher hat er noch allen eine Absage erteilt, die in der Reform Pauls VI. eine rückwärts gewandte Theologie etablieren wollen. Tja…
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#12   Bernado   14:02:59 | Montag, 17. September 2007
Interview Erzbischof Ranjith
Der stellvertretende Vorsitzende der Gottesdienstkommission, Erzbischof, Ranjith, hat jetzt in einem Interview …ww.summorum-pontificum.de/die Bischöfe ausdrücklich zum Gehorsam gegenüber dem Papst aufgefordert.
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#11   ottaviani   12:27:27 | Montag, 17. September 2007
dieser fall zeit deutlich
daß es notwendig ist daß die Komission Ecclesia Dei eigene Durchführungsbestimmungen für das Motu proprio erläßt wie Em Hoyos angekündigt hat
www.kipa-apic.ch/…ngen/sep_show_de.php?id=3870
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#10   catharina   11:13:50 | Montag, 17. September 2007
Gemurmel und Gottesbeziehung
Tatsächlich, „lateinisches Gemurmel“ wird keine Gottesbeziehung begründen können. Aber eine würdige und ehrfürchtige Liturgie in der kirchlichen Muttersprache ist sehr wohl Ausdruck einer im Glauben und in der Liebe gegründeten Beziehung zu Gott.
Die Erinnerungen des Bischofs an die überlieferte Form der römischen Messe scheinen nicht sehr gut zu sein.
Zweifelt der hochwürdigste Herr an der Gottesbeziehung der Heiligen früherer Zeiten?
Übrigens:
Bitte mehr orthographische Sorgfalt, liebe Redaktion: „Im Juli richtet er sich an das Italienischen Parlament mit der Bitte, den Militäreinsatz Italiens in Afghanistan zu finanzieren.“
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#9   Juhuben Cantuja   10:23:16 | Montag, 17. September 2007
Stimme der Vernunft: auf alle Fälle katholisch
Katholisch ist die tridentinische Messe auf alle Fälle oder können Sie sich vorstellen, dass Johannes Paul II und Benedikt XVI eine Messe die nicht katholisch hätten zulassen können? Auch Paul VI hat niemals bestritten, dass sie katholisch sei, hielt aber den NOM besser geeignet um den modernen Menschen anzusprechen. Nachstehend seine Begründung: „Die Antwort scheint banal und prosaisch, doch sie ist gut weil menschlich und apostolisch. Das Verstehen des Gebetes ist wertvoller als die altertümlichen Seidenkleider, mit denen es sich königlich geschmückt hatte. Wertvoller ist die Teilnahme des Volkes, dieses Volkes von heute, das will, dass man deutlich zu ihm spricht, auf eine verständliche Art, die es in seine profane Sprache übersetzen kann. Wenn die edle lateinische Sprache uns abgeschnitten hat von den Kindern, von der Jugend, von der Welt der Arbeit und des Geschäfts, wenn sie ein undurchlässiger Schirm war, statt transparenter Kristall zu sein, stellen wir dann als Seelenfischer die richtige Rechnung an, wenn wir ihm weiter die Alleinherrschaft in der Sprache des Gebets und der Religion beließen?“
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#8   monti   09:33:11 | Montag, 17. September 2007
Gotthard mosert doch immer rum
hätte der Priester den Gläubigen eine Messe zur normalen Gottesdienstzeit angeboten, hätte er rumgemeckert, ob vielleicht dadurch eine NOM-Messe ausgefallen wäre, die wahrscheinlich weniger Besucher gehabt hätte…
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#7   stimme der vernunft †   09:30:57 | Montag, 17. September 2007
Wir brauchen
keine „hochheiligen tridentinischen Opfermessen“.
Wir möchten katholische heilige Messen!
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#6   r.ruhrgebietler   07:29:53 | Montag, 17. September 2007
Ungehorsame Bischöfe und Priester!
Wann schreitet der Papst endlich gegen diese ungehorsamen Bischöfe und Priester ein! Und wenn nur eine Seele das Begehr zur hhlg. trid. Opfermesse hätte – der Priester ist aufgerufen diese zu demütig und würdig zu zelebrieren!
Wehe diesen unwürdige, nie von Jesus Christus berufenen Seelen im „Priester- und Bischofsamt“
In den Brigittengebeten wird genau von solchen lauen Priestern berichtet – vor ihnen ekelt es Jesus Christus!
Mir auch!
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#5   Juhuben Cantuja   23:55:53 | Sonntag, 16. September 2007
einem Küng bestimmt nicht
einem Küng hätte dieser Bischof die Zelebration bestimmt nicht verboten. Wird die Ecclesia Dei gegen solche Vögel vorgehen?
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#4   Frasim   23:30:49 | Sonntag, 16. September 2007
@Gotthard
Eifersüchtig??!
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#3   Gotthard   22:13:09 | Sonntag, 16. September 2007
Gottesdienst-Zeit
Hätte der hw Rektor dieser Kirche auch einer anderen Gruppe außerhalb der normalen Gottesdienstzeiten eine Gruppenmesse gewährt?
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#2   HeinrichvonOfterdingen   21:53:03 | Sonntag, 16. September 2007
Lieber Benedikt,
die Kommission Ecclesia Dei müsste hier geeignete Konsequenzen ergreifen, soweit d’accord. Die Konsequenzen werden sich allerdings voraussichtlich in der römischen Bürokratur irgendwie totlaufen. Der Vatikan soll doch für die EU Pate gestanden haben. Und – o reine Verschwendung – Stoiber soll den Augiasstall der EU ausmisten, nicht aber den vatikanischen! Nun dieses wäre leichter als jenes. Er müsste wohl nur den Tiber umleiten, was umso leichter fiele, als der Rhein sich seit Anfang der 60er Jahre bekanntlich in den Tiber ergießt. Das Wasser der Traun wäre nach heutigem Stand wohl noch dazuzurechnen. Und Hans Reiffenstuel sorgte wohl für das Salz in der Suppe.
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#1   Benedikt   21:40:00 | Sonntag, 16. September 2007
Präzendenzfall
Soll dieses Vorgehen keinen Präzedenzfall schaffen, so wird die Kommission Ecclesia Dei hier geeignete Konsequenzen ergreifen müssen.
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