Kardinal Meisner
Die üblichen bischöflichen Kameradenschweine
Der Empörungstanz der kirchenfeindlichen, linken Medienkonzerne gegen eine harmlose Predigt des Kölner Kardinals läuft noch immer. Was tun die übrigen Bischöfe? Sie ziehen die Köpfe ein. Pressestimmen.
Der 'ZDF' betont die Standhaftigkeit Kardinal Meisners.
Der ‘ZDF’ betont die Standhaftigkeit Kardinal Meisners.
In den Rücken gefallen

„»Nicht nachvollziehbar«, so der Rottenburger Bischof, sei es, bei der Frage nach Nähe oder Distanz zwischen Kunst und Religion den Begriff »entarten« zu verwenden. Man könne es Kunstschaffenden nicht verdenken, wenn sie sich dadurch diffamiert fühlen, sagte der Bischof. »Diese durch die Nationalsozialisten geprägte Begrifflichkeit beschwört den Horizont schlimmer Exzesse der Barbarei und fürchterlicher Schicksale von Künstlern und Schriftstellern herauf. Man muß auch nur den Anschein irgendeiner Nähe dazu ohne Wenn und Aber meiden«, sagte Bischof Fürst.“

Aus einem Artikel auf der Webseite des Erzbistums Rottenburg-Stuttgart.

Köpfe eingezogen

„Die Bischofskonferenz selbst wollte Meisners Äußerung und den Streit darüber nicht kommentieren.“

Aus einem Bericht der deutschen Tageszeitung ‘Welt’.

Die Ausnahme

„Ruhrbischof Felix Genn stellt sich hinter die Äußerungen des Kölner Kardinals Joachim Meisner. »Ich kann das Anliegen der Predigt verstehen, auch wenn ich nicht den besetzten Begriff gebraucht hätte«, erklärte Genn gegenüber der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ (Dienstagausgabe). Meisner habe eigentlich nicht »entartete Kunst« im nationalsozialistischen Sinne gemeint, sondern »Kunst, die aus der Art schlägt«.“

Aus einem Artikel in der Regionalzeitung ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’.

Löwen mit ausgebissenen Zähne

„Der Kölner Erzbischof Meisner ist beharrlich: Er bleibt bei seiner umstrittenen Äußerung zu »entarteter« Kultur – »unabhängig von dem Hagel der Kritik«. Das sagte eine Sprecherin des Erzbistums.“

Aus einem Bericht des ‘Zweiten Deutschen Fernsehen’.

Nicht „modern und liberal“

„Aber nimmt man die Predigt auch nur einen Augenblick lang ernst, stellt man fest: Sie paßt keineswegs zum Selbstverständnis einer modernen und liberalen Gesellschaft.“

Aus einem Bericht der extremistischen Berliner ‘Tageszeitung’.

Der Kardinal sollte zu seiner Bösartigkeit stehen

„Meisner sollte zu seiner Bösartigkeit stehen. Er müßte sagen: Wir sind nicht die älteste funktionierende Institution der Welt geworden, weil wir so kuschelig sind. Alle sind heute immerzu nett, sollte Meisner sagen, ich nicht. Weil das Leben und der Tod und die Dinge, an die wir Katholiken glauben, sich nach anderen Maßstäben richten als nach dem, was Leute so finden.“

Nils Minkmar in einem Kommentar für die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’.

Arme verletzte Menschen

„Der Kölner Kardinal Joachim Meisner (73) provoziert mit vielen seiner Äußerungen. Ob er sich zur Homosexualität äußert, zur Abtreibung oder jetzt zur Kultur – regelmäßig fühlen sich Menschen verletzt. Er selbst nimmt das meist in Kauf. »Wir sind nicht dazu da, der Gesellschaft nach dem Mund zu reden, sondern wir müssen Gott nach dem Mund reden«, lautet sein Credo.“

Aus der regionalen Tageszeitung ‘Frankenpost’.

Alte Leute sind blöd

„Es wäre unangemessen, den Kardinal in die rechtsradikale Ecke zu stellen. Ich glaube, das hat mit seinem Alter zu tun, und ich will ihm zugute halten, daß er schlechte Berater hat – oder gar keine. Er versteht das nicht und ist sich über die Folgen solcher Aussagen nicht im Klaren. Man sieht daran, wie gut es ist, daß Bischöfe mit 75 ihr Rücktrittsgesuch einreichen müssen.“

Der kulturpolitische Sprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, im Gespräch mit dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger’.

Doch kein Neonazi

„Als Neonazi freilich ist er noch nicht aufgefallen, und er wird auch nicht dazu, weil er aus Naivität oder Übereifer ein braunes Unwort benutzt hat. Was Meisner sagen wollte, ist wohl, daß eine Kultur auf Abwege gerät, die eine auch theologisch begründbare Würde des Menschen außer Acht läßt. Das hat nichts damit zu tun, daß nur noch Heiligenbildchen gemalt werden dürfen und muß als Meinung erlaubt sein.“

Aus der regionalen Tageszeitung ‘Nürnberger Zeitung’.

Dienstanweisung des jüdischen Zentralrates

„Der Zentralrat der Juden in Deutschland verlangt von der katholischen Kirche eine Stellungnahme zur Äußerung Kardinal Joachim Meisners über angeblich »entartete« Kultur und den »Verlust der Mitte«. »Das ist ein Thema, das die Kirche sehr schnell behandeln muß«, sagte Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch beim Neujahrsempfang der Jüdischen Gemeinde in Duisburg. Sie sei überrascht, daß ein Mensch, der ein Vorbild sein sollte, so etwas äußere.“

Aus der Berliner Zeitung ‘Der Tagesspiegel’.
      
61 Lesermeinungen
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#61   Jörg Guttenberger, Köln   22:07:14 | Freitag, 21. September 2007
wiener: Kameradenschweine
Ich schließe mich den Ausführungen Wieners vollinhaltlich an. Es geht alleine um sachliche und nicht um polemische Auseinandersetzung. „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt“.
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#60   wiener   20:14:31 | Freitag, 21. September 2007
die bezeichnung …
… von bischöfen als „schweine“ ist widerwärtige antikirchliche agotation, wie sie bisher nur von nazi- oder sozialistischen diktaturen bekannt waren.
+.net hetzt in „bester“ gesellschaft.
wann legen sie endlich die völlig unzutreffende bezeichnung „katholisch“ für ihre schmierereien ab???
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#59   GerdEric   07:55:48 | Donnerstag, 20. September 2007
@Sigurd von Thelen
Ach, Bokrug ist doch nicht allein, da sind noch Taran und Galahad und der Echsenmensch… ^-^
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#58   Sigurd von Thelen   02:12:23 | Donnerstag, 20. September 2007
Bokrug, leben Sie im Internet???
Sie scheinen Ihren Horizont komplett aus Internetseiten zu bilden. Denken Sie daran: Es gibt auch eine reale Welt da draußen. Und viele junge Menschen müssen sich aufgrund ihrer Online-Abhängigkeit schon in Therapie begeben. Diese
zigfachen Linkhinweise lassen da ein gewisses Gefahrenpotential bei Ihnen erkennen. Einfach mal ‘rausgehen und frische Luft schnappen! Und auch mal ‘was genießen, ohne dahinter ein Lockmittel irgendeines Komplotts zu sehen. ‘Is nur so’n Tipp.
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#57   Bokrug †   19:32:19 | Mittwoch, 19. September 2007
@Doc Röntgen:
Irrtum.
Weder die katholische Philosophie (Nikolaus von Oresme sowie Nikolaus von Kues bzw. Komenius und Cusanus, Novalis, Athanasius Kircher, Leibniz und andere…) noch die katholische Soziallehre noch die katholische Philosophie sind überholt:
www.artfond.de/geldseite
www.zeit-fragen.ch
Zudem arbeitet die katholische Kirche ja auch bei Attac mit:
www.attac.de
www.oedp.de
www.bueso.de
www.freiwirte.de
www.vergessene-buecher.de
Grüsse
Bokrug
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#56   Jörg Guttenberger, Köln   18:13:56 | Mittwoch, 19. September 2007
DocRöntgen
Ich stimme Ihren Kritikern (Ansgar, Beobachterin) inhaltlich zu!
Sie schreiben vom Katholizismus, also der vom Konzil überwundene ideologischen Ausgabe der Katholiztät, die heute lediglich noch von Reaktionären vertreten wird und damit für die r.k. Kirche nicht representativ ist.
Ihr Vorwurf an Meisner als ewig gestriger ist zumindest plakativ und undifferenziert. Wir müssen den Christen aus Osteuropa ein besonders starkes Festhalten an der Tradition zubilligen, sonst hätten sie nicht überlebt. Das besagt aber noch lange keine Ablehnung jeglicher Innovation. Unvergessen ist Meisners ablehnende Haltung gegenüber der „alten“ Liturgie. Hinzu kommt seine grundsätzliche Aufgeschlossenheit gegenüber moderner Kunst. Seine bischöfliche Privatkapelle in Ostberlin ist völlig von einer modernen Künstlerin gestaltet, für deren Grab in Köln er schon von Berlin aus verantwortlich gezeichnet hat. Der Name der Künstlerin ist mir entfallen, sie hat mit Frau Laschinsky-Viehen zusammengearbeitet, einen Vetter letzterer kenne ich persönlich. Wer ihn also undifferenziert in die reaktionäre Ecke stellt, tut ihm eindeutig unrecht.
Den Islam mit dem Katholizismus zu vergleichen bedeutet einen grundsätzliche Ideologisierung dieser Religion, obwohl es dort sicher starke Tendenzen in dieser Richtung gibt die ein reaktionärtes Islam-Bild vermitteln. Doch auch der Islam ist kein monolithischer Block, wenn es auch Konservative und erst recht Progressive dort schwer haben.
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#55   Sigurd von Thelen   18:00:37 | Mittwoch, 19. September 2007
Der „Einfluß“ des Islam und des Katholizismus
Woran mißt sich Einfluß? Stellt man jeweils die Ziele (Lehre)
einer Religion und das gesellschaftliche Erscheinungsbild gegenüber, kommt man in den entsprechenden Ländern zum Schluß, dass der Einfluß periphär ist, bzw. kontraproduktiv bezüglich der eigenen Lehre. In vielen Ländern mit vorrangig islamischer Religionsausübung herrscht Krieg, gedeiht Anbau von Drogen, hungern Kinder etc. pp. In vielen Ländern mit vorrangig katholischer Religionsausübung sterben Kinder an den Folgen einer HIV-Infektion, dürfen Männer ihre Frauen schlagen, herrscht ebenfalls Hungersnot usw.: Natürlich, es gibt katholische Hilfseinrichtungen und die schönen Versprechungen für’s Jenseits, wenn man im Diesseits artig die Lehre beherzigt. Doch können diese Aspekte nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier Ränkespiele um Macht und Einfluß gespielt werden, die keinen Deut besser sind, als die vielfach verschriene Politik und der kritisierte Zeitgeist. Gott spielt dabei eine Nebenrolle – hier geht es um menschliche Interessen.
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#54   Ansgar   17:36:09 | Mittwoch, 19. September 2007
@ DocRöntgen
Ihre Ansichten sind die eines armen Narren. Aber immerhin schreiben Sie fehlerlos, anders als Ihre ungebildeten Gesinnungsgenossen hier. Doch „DocRöntgen“ erscheint mir ein ridiküler Nick für einen Beobachter mit dicken Fleischtomaten auf den Augen. Der Islam, die in vielen Weltteilen explodierende geistige Kraft und der von über einer Milliarde Menschen vertretene Katholizismus: beides einflußlos? Sie sind ein Brunnenfrosch, der vom großen Ozean redet.
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#53   DocRöntgen   16:20:21 | Mittwoch, 19. September 2007
Vielleicht ist das Problem der Katholischen Kirche…
…dass sie durch solche Vertreter (Meisner) und solche Anhänger (Beobachterin) selbt die Schippe führt, die ihr Grab schaufelt? Die Ablehnung des Ewig-Gestrigen dürfte allerdings nicht automatisch zum Islam führen, der ja ebenfalls ideologisch eine hunderte Jahre alte Verankerung hat. Für alle besser ist eine Wertediskussion, die sich von
religiöser Motivation völlig frei macht. Katholizismus und Islam sind beide ungeeignet, das menschliche Bedürfnis nach Gerechtigkeit auch nur ansatzweise zu befriedigen.
Die dort formulierten Ideale sind viel zu sehr auf schablonenhafte Gleichmacherei ausgerichtet, um eine
Gesellschaft mit Kontrasten wirklich aufzufangen. In beiden Religionen herrschen zu viele totalitäre Ansichten
auf Kosten ganzer Gruppen, die durch’s religiöse Wunschraster durchfallen. Beide Strömungen haben sich deshalb längst disqualifiziert, was eine gesellschaftsrelevante Beteiligung an politischen Prozessen betrifft.
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#52   Bokrug †   14:58:02 | Mittwoch, 19. September 2007
@Beobachterin:
@Beobachterin:
Ich stimme ihnen vollkommen zu!
Gebe aber zu bedenken: Die Katholische und humanistische kultur ist mit der islamischen und auch westlich-amerikanisch-liberalen des Finanzkapital- und Freihandel-basierten US-Kapitalismus nicht dientisch…letztere wird durch calvinistisch-jüdisch-freimaurerische Werte ausgedrückt.
www.artfond.de/geldseite
www.vergessene-buecher.de
www.fromthewilderness.com
www.neo-liberalismus.de
www.kopp-verlag.de
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#51   Beobachterin   14:51:13 | Mittwoch, 19. September 2007
kulturlose zerrissene Gesellschaft
Es geht gar nicht um den Begriff, den Meisner verwendet hat. Es geht darum, gegen einen konservativen Kardinal, der es vorrangig als seine Aufgabe betrachtet, den katholischen Glauben zu verkünden, jeden noch so lächerlichen Anlaß zu finden, um volle Breitseite gegen ihn zu schießen.
Meisner ist nun einmal nicht vor dem Zeitgeist eingeknickt – Grund genug, ihn bei jeder Gelegenheit lächerlich zu machen, oftmals ohne die geringsten Anstandsregeln einzuhalten. Das hat Methode.
Armes Deutschland. Du wirst dem Ansturm des Islam nicht gewachsen sein, denn hier ist das Zauberwort „Diversity“ – Uneinigkeit – während die Muslime gemeinsame Werte vertreten und gemeinsam kämpfen. Sie werden diese zerrissene Gesellschaft erobern. Wir haben keine schleichende Islamisierung mehr, sondern eine galoppierende.
Na, dann viel Spaß mit dem Islam, Ihr Hetzer, Verleumder, Zerstörer der abendländischen Kultur! Ihr werdet eines Tages winseln und der Perle des Christentums nachheulen, die ihr selber mit verjagt habt. Sie findet schon längst eine Heimat in Ländern, die Zukunft haben. Aber Europa ist auf dem absteigenden Ast … Ehre sei Gott in der Höhe!
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#50   DocRöntgen   12:46:32 | Mittwoch, 19. September 2007
@Guttenberger:Stimmt eigentlich…
Man sollte sich nicht länger an der entarteten Welt- und Kunstsicht eines Meisner aufhalten.
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#49   Jörg Guttenberger, Köln   00:38:03 | Mittwoch, 19. September 2007
Sternberg
Die Äußerung von Sternberg bezüglich Lebensalter von Meisner geht so stark unter die Gürtellinie, daß sie nicht einmal mehr entschuldigungswürdig ist. Man sollte ihn (Sternberg) besser mit dem Mantel mitleidigen Schweigens umhüllen.
Auch sonst entbehrt die Kritik an Meisner nicht einer gewissen Hysterie: man kann von uns Nachgeborenen einfach nicht erwarten, immer mit dem Wörterbuch unter dem Arm herumzulaufen, um vor jeder Aussage zu prüfen, ob das beabsichtigte Vokabular durch die Braunen belastet ist.
Das Wort „entartet“ wird laut einem Artikel in „DIE WELT“ von heute auch in der Medizin, und zwar im Sinne von degeneriert, benutzt. Soll die medizinische Wissenschaft etwa ihren Sprachgebrauch ändern?
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#48   Artois †   21:43:57 | Dienstag, 18. September 2007
@Zitat Dyba
Ja, daran erinnere ich mich auch. Der war ja auch ein Berliner!
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#47   Defensor Fidei   20:38:30 | Dienstag, 18. September 2007
Erinnert sich jemand?
Oder erinnert sich jemand daran, was er vor einem oder zwei Jahren gesagt hat?
Tja, gute Frage. Das war bei Erzbischof Dyba noch anders. Ich sage nur:„Importierte Lustknaben“.
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#46   Artois †   20:07:42 | Dienstag, 18. September 2007
@Meisner
Sein Schnack vom „Mozart unter den Theologen“ könnte übrigens ja auch eine zynische Doppeldeutigkeit haben?
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#45   Sigurd von Thelen   20:06:22 | Dienstag, 18. September 2007
Mensch, GerdEric, Sie haben doch gepfuscht!
Bestimmt haben Sie den Meisner einfach nur gegoogelt?!
Aber ich gestehe: Ich habe egozentrisch gesprochen. Ich hätte sagen müssen, dass ich mich an ältere Äußerungen seinerseits nicht erinnere. Vergesslichkeit? Verdrängung? In jedem Fall: Begrüßenswert!
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#44   GerdEric   19:57:27 | Dienstag, 18. September 2007
@Sigurd von Thelen
Meisner www.kreuz.net/article.463.html
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#43   Artois †   19:54:38 | Dienstag, 18. September 2007
@ich kann
mich an das meiste erinnern, was er sagte. Diese Erinnerungen gehören zu meinen düstersten! :-!
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#42   Sigurd von Thelen   19:53:03 | Dienstag, 18. September 2007
Meisner ist natürlich k e i n geistiger Brandstifter…
…das würde ja bedeuten, dass seine Worte eine nachhaltige mentale Wirkung hinterließen. Das halte ich für maßlos übertrieben. Sein Stammtisch nennt sich halt Altar- seine Thesen verpuffen dennoch meist ohne besonderen Nachhall. Oder erinnert sich jemand daran, was er vor einem oder zwei Jahren gesagt hat?
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#41   Ansbach.Dragoner   19:17:27 | Dienstag, 18. September 2007
sich entschuldigen
um „vermeintlich Schlimmeres“ zu verhindern ist bei solchen gesinnungsterroristischen medialen Rufmordkampagnen immer schon alleine psychologisch das schlechteste. Alleine die Forderung nach einer Entschuldigung ist eine Frechheit die seinesgleichen sucht. Wäre ich meisner würde ich zukünftig bei jeder Predigt das Wort „entartet“ verwenden !
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#40   Artois †   19:11:46 | Dienstag, 18. September 2007
Der Modernismus,
den Meisner vertitt, ist eine Pest, die 1000 mal schlimmer ist, als seine angeblich oder tatsächlich „entarteten“ Sprüche …
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#39   Hektor.von.Knokke   18:45:50 | Dienstag, 18. September 2007
Meinser – ZdJ
Dann ist die jüdisch-zionistische Welt ja wieder in Ordnung.
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#38   Artois †   18:42:21 | Dienstag, 18. September 2007
Dem Zentralrat der Juden
ist beizupflichten – wie meist: „Der Kardinal ist ein geistiger Brandstifter.“
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#37   sacerdos helveticus   18:38:11 | Dienstag, 18. September 2007
Kardinal kein „Brandstifter“ mehr!
Habe auch erst nach meinem Posting gesehen, dass auf kath.net gemeldet wurde, dass Kardinal Meisner in einem Beitrag für die FAZ (Link zum Artikel findet sich in der kath.net-Meldung) erklärt hat. Er bedauert die Missverständnisse, die er durch seine Wortwahl hervorgerufen hat und erklärt nochmal seine Auffassung über das Verhältnis von Kunst und Religion.
Dem reuevollen Bekenntnis folgte sofort die Absolution -durch den Zentralrat der Juden in Deutschland: der Kardinal wird vom Vorwurf der „Brandstifterei“ losgesprochen.
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#36   M. Kirschbaum   18:34:14 | Dienstag, 18. September 2007
Ran an die Buletten!
Hektor! Sonst gibts heute abend kein Schappi
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#35   Hektor.von.Knokke   18:31:59 | Dienstag, 18. September 2007
Meisner: Kotau vor dem Zentralrat der Juden
www.kath.net/detail.php?id=17765
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#34   sacerdos helveticus   18:27:38 | Dienstag, 18. September 2007
Kardinal Meisners Kunstverständnis
Bezüglich Meisners Kunstverständnis ist Ansgar Recht zu geben: es ist dieses durchaus offen für moderne Kunst. So finden sich in den Heften, die seine Predigten der Karwoche und von Ostern enthalten und die jährlich vom Erzbistum herausgegeben werden, vorwiegend Abbildungen moderner Kunst. Dies wird sicher in Absprache mit dem Kardinal geschehen.
Des Weiteren hat der Kardinal vor wenigen Wochen im Zusammenhang mit der Debatte um das neue Domfenster sich auch zur modernen Kunst geäussert. Dabei ist er sogar so weit gegangen, ein Werk von Joseph Beuys, das sich „Kreuzigung“ nennt, als durchaus nachdenkenswert und Impulse vermittelnd zu bezeichnen.
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#33   Hektor.von.Knokke   18:10:14 | Dienstag, 18. September 2007
Mennekes
Nomen est omen.
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#32   Ansgar   18:03:18 | Dienstag, 18. September 2007
Meisners Kunstgeschmack…
… ist weit offener, als es jetzt scheint. Man muß sich St. Kolumba nur mal ansehen: Spiegelnde Böden, aussagelose Bilder, alles sehr abstrakt, dazwischen gotische Schnitz-Schmerzensmänner… Leuten wie mir muß man allerdings erklären, was das mit Gott zu tun hat. Und diesen Versuch hat der Kardinal in seiner Predigt unternommen. Übrigens hat er vor einiger Zeit persönlich in Rom eine Lanze für einen merkwürdigen Altar in der Kölner Jesuitenkirche gebrochen, den der „Kunstpater“ Mennekes durchsetzen wollte. Erfolglos, der Altar wurde nicht geweiht.
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#31   Sigurd von Thelen   17:43:33 | Dienstag, 18. September 2007
@DocRöntgen
Meisner musste richtigerweise zurückstecken. Er hat ja nicht nur kritisiert, sondern versucht, zu verbieten. Dabei ist er offensichtlich an die Grenzen seiner Macht gestoßen.
Sein „Entartet“-Blabla ist da nur ein müder Versuch, sich gegen unerwünschte Entscheidungen aufzubäumen: Ihr folgt mir nicht, also sollt ihr jetzt meinen Trotz zu spüren bekommen. Dazu passt auch, dass er sich der Einweihung des Fensters fernhielt. Wäre sein Wunschmotiv umgesetzt worden, hätte er mit Sicherheit Zeit gehabt. Mal sehen, wann er das nächste Mal versucht, sein Kunstverständnis zum Gesetz zu machen. Ich vertraue ja darauf, dass Künstler
beim Schaffen ihrer Werke nicht zuerst an Meisners Geschmack denken. :-)
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#30   Galahad   17:23:54 | Dienstag, 18. September 2007
Ich halte…
…den Verstoss gegen den von Christus, den Aposteln und den Kirchenvätern verbotenen Zins-Wucher für die schlimmere Sünde!
www.artfond.de/geldseite
www.vergessene-buecher.de
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#29   Burgorus   17:19:37 | Dienstag, 18. September 2007
Ich nehme hiermit die Behauptung zurück, dass Kardinal Meisner gegen das Motu proprio unterschr. hat
Aus welchen Gründen auch immer Kardinal Meisner nicht gegen das Mutu proprio unterschrieben hat, die Behauptung, dass alle Bischöfe und damit auch Meisner dagegen unterschrieben hätten, ist damit falsch, sodass ich diese von mir übernommene Behauptung zurücknehmen muss.
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#28   Benedikt   16:15:45 | Dienstag, 18. September 2007
@ Doc Röntgen
Unterschied = Mehrheitsentscheidung statt individueller Geschmack (eigentlich ganz einfach zu verstehen)
Ach, das Kunstverständnis leitet seine Legitimität von der Ansicht der Mehrheit ab? Dann sieht es aber schlecht aus für etliche moderne Künstler…
„Meinungsdiktatur“: in diesem Falle angestrebte Meinungsdiktatur Meisners- letztlich Kernpunkt der Kritik an ihm. Erfreulicherweise werden ihm Grenzen gesetzt.
Also dem muss ich einfach entschieden widersprechen. Sich gegen ein Kunstwerk auszusprechen ist keine Meinungsdiktatur. Das ist einfach ein Recht, das in unserem Staate jedermann zusteht. Genau wie der Recht, das Kunstwerk trotz des Protestes anzunehmen.
Mehr möchte ich dazu nicht verlieren, da wir offensichtlich unterschiedliche Definitionen von Kunstfreiheit und Kritik haben.
Mit dem Unterschied, dass ich mir die Bestätigung meiner Auffassung in jedem Grundrechtelehrbuch holen kann.
Guten Appetit :-).
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#27   DocRöntgen   16:07:58 | Dienstag, 18. September 2007
@Benedikt (sorry:letzte Stellungnahme)
Der eine war dagegen, die anderen dafür. Unterschied?
Unterschied = Mehrheitsentscheidung statt individueller Geschmack (eigentlich ganz einfach zu verstehen)
„Meinungsdiktatur“: in diesem Falle angestrebte Meinungsdiktatur Meisners- letztlich Kernpunkt der Kritik an ihm. Erfreulicherweise werden ihm Grenzen gesetzt.
Was genau Hochstaden zum Neubau/Umbau bewog, ist
historische Deutung- in jedem Falle aufgrund der Machtstellung Hochstadens als Vergleichsszenario ungeeignet.
(Mehr möchte ich dazu nicht verlieren, da wir offensichtlich unterschiedliche Definitionen von Kunstfreiheit und Kritik haben. Etwas, was uns beiden ja auch zusteht. Auch Meisner kann versuchen, seine Definition durchzusetzen. Das dies nicht hinhaut, haben wir erlebt).
Schönen Nachmittag! Ich darf mich jetzt weltlichen Dingen (Kaffee und Kuchen ohne Internetbeteiligung) widmen.
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#26   Seminarist   15:50:00 | Dienstag, 18. September 2007
Tradition in konservativ gelenkten Bahnen
Kardinal Meinser ist ein Gegner der Alten Messe und der Tradition. Beispiele: „Ausladung“ seines Mitbruders S.E. Weihbischof Ziegelbauer zur Schönenberger Sommerakademie, Unterstützung des Verkaufs eines Redemptoristenklosters an einen Esoterik-Guru statt an die Tradition usw…
Natürlich ist er so clever, eine ihm gehorsame Tradition im Erzbistum in eng gesetzten Grenzen zuzulassen, damit nicht noch der letzte Rest zur FSSPX abwandert. Das ist aber eine mehr oder weniger pragmatische Politik vieler modernistischer Bischöfe.
Den Brief auf Initiative des Kardinal Lehmanns gegen das Motu proprio des Papstes haben folgende Personen nicht unterschrieben:
1. Bischof Hanke von Eichstätt (aus Überzeugung)
2. Kardinal Wetter von München-Freising (aufgrund bayrisch-münchnerischem Patriotismus)
3. Kardinal Meisner (weil die Initiative vom Erzfeind aus Mainz ausging)
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#25   Benedikt   15:44:45 | Dienstag, 18. September 2007
@ Doc Röntgen
Meisner hat hier offenbar kurz vergessen, dass es nicht sein Dom ist, um den es hier geht und auch das Fenster nicht ihm zu Ehren erschaffen wurde. Ein Fenster, das sicherlich weit über die Amtszeit Meisners hinaus wirken wird. Nein: Hier hat sich der gute Mann in seiner Kragenweite verschätzt und an unpassender Stelle seinen Geschmack durchsetzen wollen.
Wenn das zu kritisieren wäre, so müssten Sie nun den Erzbischof Konrad von Hochstaden kritisieren, der den Dom erbaute und hierfür den Vorgängerbau abreißen ließ. Auch dieser Erzbischof hat damit sein Kunstverständnis durchgesetzt. Der alte Dom hätte sicher auch über die Amtszeit Konrads hinaus gewirkt.
Das Meisner das Fenster nicht verhindern konnte, weil er darüber nicht zu entscheiden hat ist natürlich richtig, verbietet ihm aber nicht, dennoch seine Meinung zu vertreten.
Sein Diktat ist aber Gott sei Dank nicht umgesetzt worden.
Meisner konnte hier nichts diktieren und hat es auch nicht. Eine Opposition ist noch kein „Diktat“.
Sie nennen es Kritik, ich nenne es Meinungsdiktatur, da es sich nicht um ein persönliche Angelegenheit Meisners handelt. Sein Demokratieverständnis prallte ganz offensichtlich auf das
der wahren Entscheidungsträger.
Wenn die Haltung Meisners eine Meinungsdiktatur gewesen wäre (was schon aufgrund rechtlicher Unzuständigkeit und tatsächlicher Erfolglosigkeit nicht sein kann), dann ist das Verhalten des Domkapitels auch Meinungdiktatur: Der eine war dagegen, die anderen dafür. Unterschied?
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#24   Kurt K.   15:38:35 | Dienstag, 18. September 2007
Ich bin kein Kirchenrechtler
und hab auch nur wenig Ahnung was das angeht, aber ich denke auch, dass es Meisners „gutes Recht“ war, zu versuchen, dieses Kirchenfenster zu verhindern. Schliesslich ist die Kirche eben keine Demokratie.
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#23   Ansgar   15:38:33 | Dienstag, 18. September 2007
@ Doc Röntgen
Es ist doch legitim, daß ein Bischof versucht, die Dinge, die er für richtig hält, durchzusetzen, und jene, die er für falsch hält, zu verhindern. Anders als viele Amtsgenossen nimmt Kardinal Meisner sein Hirtenamt ernst und ist bereit, unpopuläre Entscheidungen zu treffen.
@ sacerdos: Sie haben Recht, auch Pfarrer Vosen (Kupfergasse) zelebriert im Neuen Ritus, aber häufig auf Latein, immer versus Deo und in gebührenden liturgischen Gewändern. Außerdem wird in der Kirche großzügig Gastpriestern die Alte Messe erlaubt. Köln ist für Liebhaber der alten Liturgie eine Oase, und das liegt auch am Bischof, obwohl der die Alte Messe gar nicht mal besonders mag.
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#22   DocRöntgen   15:32:06 | Dienstag, 18. September 2007
Das sehe ich anders, Benedikt…
Wenn jemandem ein Kunstwerk nicht haben möchte, weil es ihm nicht gefällt, so ist das nicht zu beanstanden
Meisner hat hier offenbar kurz vergessen, dass es nicht sein Dom ist, um den es hier geht und auch das Fenster nicht ihm zu Ehren erschaffen wurde. Ein Fenster, das sicherlich weit über die Amtszeit Meisners hinaus wirken wird. Nein: Hier hat sich der gute Mann in seiner Kragenweite verschätzt und an unpassender Stelle seinen Geschmack durchsetzen wollen. Sein Diktat ist aber Gott sei Dank nicht umgesetzt worden. Sie nennen es Kritik, ich nenne es Meinungsdiktatur, da es sich nicht um ein persönliche Angelegenheit Meisners handelt. Sein Demokratieverständnis prallte ganz offensichtlich auf das
der wahren Entscheidungsträger. Prima!
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#21   Benedikt   15:23:14 | Dienstag, 18. September 2007
@ Doc Röntgen
Er hat schließlich versucht, das neue Domfenster zu verhindern, sprich, seinen Willen und sein Kunstverständnis durchzusetzen. Das ist etwas mehr, als Meinungsäußerung
oder Kunstkritik.
Es ist jedermann in diesem Land gestattet, seine Ansicht von Kunst zu haben… Wenn jemandem ein Kunstwerk nicht haben möchte, weil es ihm nicht gefällt, so ist das nicht zu beanstanden. Ansonsten wären Sie es, der hier den anderen Ihr Kunstverständnis aufdiktiert.
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#20   DocRöntgen   15:17:43 | Dienstag, 18. September 2007
Nicht ganz, Benedikt…
Eine Einschränkung der Kunstfreiheit ist den Äußerungen des Kardinals nicht zu entnehmen.
Er hat schließlich versucht, das neue Domfenster zu verhindern, sprich, seinen Willen und sein Kunstverständnis durchzusetzen. Das ist etwas mehr, als Meinungsäußerung
oder Kunstkritik. Immerhin hat sich das Domkapitel dieser
Einflußnahme entzogen. Pech für Meisner, gut für die Öffentlichkeit, die dem neuen Fenster zum Großteil wohlwollend gegenüber steht.
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#19   sacerdos helveticus   15:04:50 | Dienstag, 18. September 2007
Alte Messe im Erzbistum Köln
Ansgar schrieb:
Im Erzbistum Köln gibt es mehrere Möglichkeiten, täglich (!!!) der Alten Messe beizuwohnen. Mit ausdrücklichem Einverständnis des Karddinals. Maria Hilf in der Rolandstr. wird ausschließlich von der Petrusbruderschaft betreut. Die bedeutende Pfarrei St. Maria Kupfergasse ist ebenfalls in Tradi-Hand. Usw. In welchem Bistum gibt es das sonst? Es ist ungerecht, den Kölner Erzbischof als Feind der Tradition zu bezichtigen… er zugab, daß nach 1970 schwere Fehler gemacht wurden.
Was das Motu Proprio für das EB Kköln bringen wird, weiss ich nicht.
Bisher waren mir aber nur 3 Orte bekannt, an denen in diesem Erzbistum regelmässig die Alte Messe mit bischöflicher Erlaubnis gefeiert wurde: In Köln von der Petrusbruderschaft sonntags und mehrmals in der Woche in Maria Hilf, in Düsseldorf ebenfalls von der Petrusbruderschaft sonntags und mehrmals wöchentlich (hier musste die Alt-Ritus-Gemeinde in den letzten Jahren zweimal umziehen) und in Bonn wohl meist nur am Sonntag.
Dass in Maria in der Kupfergasse die Alte Messe gefeiert würde, muss neu sein. Der frühere Pfarrer Prälat Plenker war sicher sehr traditionsbewusst und liess auch keinen Volksaltar aufstellen. Sein Nachfolger, ein noch jüngerer Priester, scheint diese Tradition fortzuführen. zu Prälat Plenkers Zeiten wurde aber der neue Ritus gefeiert (sicher wohl auch manchmal in Latein).
Wer weiss etwas dazu , ob es stimmt, dass der Alte Ritus jetzt auch in Maria in der Kupfergasse eine Heimstatt gefunden hat?
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#18   Benedikt   15:03:35 | Dienstag, 18. September 2007
@ DocRöntgen
Schließlich versucht damit jemand, sein persönliches (!) Kunstverständnis als absolut darzustellen, indem er ihm mißfallende Kunst herabqualifiziert.
Sowas nennt man auch Kunstkritik und bezeichnet eine jahrhundertealte Tradition. Kunst kann man nur kritisieren, wenn man ein eigenes Kunstverständnis absolut setzt (Meisner wurde übrigens recht harsch für sein Kunstverständnis kritisiert, offenbar ist DAS kein Problem). Zudem ist auch die Kritik, wie die Kunst frei.
Eine Einschränkung der Kunstfreiheit ist den Äußerungen des Kardinals nicht zu entnehmen.
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#17   DocRöntgen   14:58:40 | Dienstag, 18. September 2007
Man braucht Hitler gar nicht, um das Wort „entartet“ abzulehnen
Schließlich versucht damit jemand, sein persönliches (!) Kunstverständnis als absolut darzustellen, indem er ihm mißfallende Kunst herabqualifiziert. So oder so ist dies eine
miese Form der (versuchten) Meinungsmache und Richtungsvorgabe. Das Schöne an der Kunst ist, dass sie frei ist. Und gerade hier, wo dauernd von eingeschränkter
Meinungsfreiheit durch „links“ in Richtung „rechts“ krakehlt wird, sollte doch dieser Anspruch der freien Kunst verteidigt
werden?! oder geschiehtr dies doch nur, wenn diese den
Vorstellungen bestimmter religiöser Gruppierungen entspricht?
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#16   Fragezeichen   14:40:36 | Dienstag, 18. September 2007
Hitlers heutige Macht
Es ist tragisch, dass die ganze Sache einmal mehr zeigt: ein Herr Hitler wirkt bis heute derart mächtig, dass gewisse Wörter einer ganze Sprachfamilie auf einmal ausgelöscht werden müssten, um der politischen Korrektheit genüge zu tun.
Müßte man in der Folge nicht auch darauf bestehen, dass alle Wörterbücher auf jene Worte hin zu bereinigen seien, die ein Hitler, ein Goehring oder ein Goebbels etc. je in dem Mund genommen haben? Und müßte man das – im Sinne der Gleichberechtigung – nicht auch mit den Worten von Stalin etc. tun?
Mithin bleibt für uns heute nur noch das Schweigen; nähme mich wunder, wie all dieser Medienrummel mit einer solchen „Neusprache“ möglich wäre ;-p
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#15   Burgorus   14:38:53 | Dienstag, 18. September 2007
@Ansgar:
Es geht mir keineswegs darum, auch noch zusätzlich auf Kardinal Meisner einzuschlagen. Wenn es in Köln mehrere Möglichkeiten gibt, die Tridentinische Messe zu besuchen, dann habe ich diesbezüglich etwas Positives gehört.
Mich hat ja selbst die Seminarist-Analyse überrascht. Ohne diese, also noch gestern, war ich seiner Aussage gegenüber nur positiv eingestellt. Der Seitenhieb, der in seiner Aussage gemäß Seminarist steckt, lässt halt doch einen negativen Beigeschmack aufkommen.
Außerdem verstehe ich nicht, warum Kardinal Meisner gegen das Motu proprio unterschrieben hat. Oder stimmt das nicht?
Ich finde, es schadet auch dem Kardinal nicht, mal zu hören, dass man mit Halbherzigkeit nicht weit kommt.
Einerseits lässt er alte Messen zu, andererseits scheint er sie doch für „Ritualismus“ (Jeder „Ismus“ ist eine Ideologie) zu halten. Es herrscht hier eine gewisse Zwiespältigkeit, die einen machtlos macht. Ich frage mal ganz allgemein (nicht auf den Kardinal bezogen): Was hat Gott von einem Menschen, der zu Ihm sagt: „Ich will mich Dir hingeben, aber nicht ganz; das sündige Weltleben möchte ich auch noch etwas genießen.“? Halbherzigkeit führt zu nichts.
Kardinal Meisner muss zum Papst, zum Motu proprio und zu seiner Ansicht über Kunst und Kult ganz stehen, dann und nur dann ist er ein unumstößlicher Fels, dem die Feinde nichts anhaben können.
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#14   DocRöntgen   14:35:40 | Dienstag, 18. September 2007
Ach was: Jetzt sind die Journalisten schuld?
Das das Gros unserer Print- und TV-Medien mittlerweile einen dürftigen Sprachstil verwendet und einen schlimmen Hang zum Boulevard entwickelt hat, ist bekannt. Mit Dreck
bewirft sich Meisner allerdings selbst, wenn er hirnrissige Vergleiche anstellt. Und das hat er in diesem Fall bewußt und unter Vorsatz getan. Ein über 70jähriger Kirchenfunktionär weiß, was an dem Wort „entartet“ klebt.
Er stempelt sich damit nicht zum Nazifreund ab, aber zu einem Populisten, dem jedes Mittel zur Aufmerksamkeitsgewinnung gerade Recht ist. Und das kann man ruhig mal klar herausstellen. Was bildet dieser Fritze sich überhaupt ein, der Kunst inhaltliche Vorschriften machen zu wollen? Den Bürgern Vorschriften machen zu wollen, welche Form von Kunst sie zu begrüßen oder abzulehnen haben? Natürlich: Rein handwerklich kommt einiges als Kunst daher, dass mit
ausgefeilten, alten Maltechniken nicht mithalten kann.
Dennoch bleibt es immer dem Auge des Betrachters überlassen, was ihn anspricht oder nicht berührt. Meisner leidet doch nur darunter, dass die große zeit der religiösen Motive längst passé ist. Dann soll er nicht drum herum reden, sonder es explizit sagen. Von einem Kirchenfunktionär ist ja kaum etwas anderes zu erwarten.
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#13   Annika   14:08:32 | Dienstag, 18. September 2007
Unglaublich!
Wenn ein Kirchenlehrer in der heutigen Zeit nicht so redet wie es dem Bürger passt, so wird er gleich verurteilt. In diesem Aktuelen Fall, ist es einfach unglaublich das Kadinal Meisner wegen einem Wort so in den Dreck gezogen wird. Die Kritiker und Reporter sollen sich mal überlegen, ob das was sie tagtäglich verbreiten nicht auch manchmal zweideutig, angeifend oder provozierend für manche Gruppierungen ist.
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#12   Exsultet   13:37:45 | Dienstag, 18. September 2007
Hetzjagd
Welch eine Hetzjagd!
Es ist schier un-glaublich, dass sich, trotz allem Geschwätz, Deutschland wohl immer noch nicht mit der Geschichte auseinandergesetzt zu haben scheint.
Im Innersten unserer Gesellschaft lauert ein Wurm. Dieser Wurm macht es uns als Deutsche unmöglich, uns mit unserer Geschichte sinnvoll und bewusst auseinander zu setzen. Das hat nichts mit Schuldbewusstsein zu tun, sondern mit gekränkter Ehre. Viele von uns fühlen sich als Deutsch immer noch als was Besonderes. Das ist ja auch in Ordnung. Doch sollten wir dann nicht den Fehler machen, uns ständig in einem falschen Geschichtsverständnis zu sonnen, in dem wir unsere – ohne jede Zweifel – schlimme Vergangenheit im Dritten Reich mit aller Gewalt vn uns weisen wollen. Jeder, der auch nur im Entferntesten einen Begriff benutzt, der auch im Propaganda-Regime der NS-Diktatur Verwendung fand, wird von unserer Presse und „wohlverdienten“ Journalisten an den Prnager gestellt. Diese falsche Schein sollte endlich mal von uns als Gesellschaft entlarvt werden, denn er nützt nur den Journalisten, die als Erste die Fehler der anderen entdecken. Sollte es nicht vielmehr den Journalisten an die Ehre und ihren Kragen gehen, die nur auf der Jagd nach neuen „Entgleisungen und Fehlern“ wohlverdienter Personen des öffentlichen Lebens sind; und dabei ganz nebenbei, weil sie ja die „Story“ als Erste gefunden haben, auf die sich alle Medien stürzen, ihre „wohlverdinete Prämie“ dafür einstreichen. Das ist doch bedenkenswert! Nicht,…
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#11   Ansgar   13:09:52 | Dienstag, 18. September 2007
@ Burgorus
Im Erzbistum Köln gibt es mehrere Möglichkeiten, täglich (!!!) der Alten Messe beizuwohnen. Mit ausdrücklichem Einverständnis des Karddinals. Maria Hilf in der Rolandstr. wird ausschließlich von der Petrusbruderschaft betreut. Die bedeutende Pfarrei St. Maria Kupfergasse ist ebenfalls in Tradi-Hand. Usw. In welchem Bistum gibt es das sonst? Es ist ungerecht, den Kölner Erzbischof als Feind der Tradition zu bezichtigen. Ich habe mehrfach mit ihm über diese Fragen gesprochen, wobei er zugab, daß nach 1970 schwere Fehler gemacht wurden. Kardinal Meisner wird genug von der veröffentlichten Meinung beschimpft; wir sollten jetzt nicht mit ungerrechtfertigten Vorwürfen mit einstimmen.
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#10   Burgorus   12:35:16 | Dienstag, 18. September 2007
seminarist und virOblationis haben Recht
Ich möchte mich der scharfen Analyse von seminarist und dem Kommentar von virOblationis anschließen.
Fakt ist, dass Meisner, obwohl noch zu den besten Kardinälen zählend, leider – wie jeder (!) deutsche Bischof – ein Gegner der Tradition ist. Nach Bischof Fellay hat jeder der deutschen Bischöfe, also auch Meisner, eine Bitte an den Papst unterzeichnet, die sinngemäß lautete: „Wir wollen das Motu proprio nicht!“ kreuz.net berichtete.
Er gehört sicher nicht zu den schärfsten Gegnern der Tradition, aber mit Ansgar zu sagen, er stehe ihr indifferent gegenüber, bedeutet, er lehnt sie ab: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!“
Positiv zu werten ist natürlich, dass sich Meisner – wenigstens bis jetzt noch nicht – für den Ausdruck „entartete Kunst“ entschuldigt hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob er im richtigen Zusammenhang gebraucht wurde.
Eine Entschuldigung Meisners würde ich nur dann begrüßen, wenn er betonte, dass der Ausdruck „entartet“ für diesen Schund noch viel zu freundlich ist.
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#9   Kurt K.   12:30:47 | Dienstag, 18. September 2007
@ Benedikt: 2 Dinge
Wollen oder können Sie nicht verstehen, dass manche Begriffe einfach derartig negativ besetzt sind, dass man von ihnen einfach die Finger lassen sollte? „Entartete Kunst“ gehört z.B. dazu. Oder würden Sie für die Entsorgung von Müll eine „Endlösung“ vorschlagen? Oder ein Gefängnis in Konzentrationslager „Stammheim“ umbenennen?
Wir haben doch in unserer Sprache genug Wörter, um solche Ausdrücke vermeiden zu können, die in der Nazi-Zeit häufig ge- bzw missbraucht wurden, oder nicht?
Wenn man ausdrücken will, dass einem die Kunst nicht gefällt, dann kann man auch ohne Probleme anderes Vokabular als „entartet“ nehmen. Das zu tun, ist eine bewusste Provokation um Medienrummel und Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Der Kunstbegriff heute ist hauptsächlich tatsächlich Provokation. Was auch meines Erachtens nach schade ist, denn die Alten Meister haben sehr schöne Kunstwerke geschaffen. Heute hingegen gelten Gegenständliche Darstellungen als Kitsch und nicht als Kunst, während moderne Kunst (die nichts mit Können zu tun hat) als „Wahre Kunst“ gilt. Vor kurzem war ich in einer Ausstellung („Zwischen zwei Toden“) deren Beschreibung in einem Museumsprospekt mich ansprach. Vor Ort: Seltsame Videoinstallationen, Geschmiere, Unscharfe Bilder. Einiges auch äthetisch ansprechend (wüste Farb/Form-Kombinationen) aber insgesamt sehr enttäuschend. Ohne die Broschüre hätte ich mit keinem „Kunstwerk“ dort etwas zum Thema anfangen können. Schade.
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#8   Benedikt   12:10:50 | Dienstag, 18. September 2007
„Kunst, die aus der Art schlägt“
Wenn sich über Genn jetzt nicht dasselbe Gewitter ergießt, so haben sich gewisse Leute selbst eines pawlowschen Reflexes überführt…
Es erinnert auch ein wenig an eine Szene aus „Das Leben des Brian“…
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#7   Brandenburgis   11:09:51 | Dienstag, 18. September 2007
@Meisner
Ich zitiere Nietzsche: „Die perfideste Weise, einer Sache zu schaden, ist sie mit falschen Gründen (bzw. Worten …) zu verteidigen.“
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#6   GerdEric   11:03:51 | Dienstag, 18. September 2007
@Hacki
Sie unterstellen dem Meisner also Vorsatz? o.O
Ich auch! ^-^
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#5   Lorenz   11:03:30 | Dienstag, 18. September 2007
FAZ-Kommentar
Der Kommentar der FAZ war sehr schmissig und lesenswert. Er war als Contra-Meisner Position überschrieben (eine Pro-Meisner-Position wurde daneben abgedruckt), las sich aber wie eine bestechende Apologie eines etwas von der intellektuellen Eitelkeit geplagten Feuilletonisten.
Scheinbar hat diese Eva-Hermann-Kardinal-Meisner-Woche doch etlichen Beobachtern Angst vor unserer Gedankenpolizei und ihrer Neusprech-Diktatur gemacht.
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#4   Hacki   10:54:40 | Dienstag, 18. September 2007
Moderne Kunst kann nichts, sie will nur provozieren
in diesem Sinn ist Kardinal Meißner ein ernstzunehmeder „Künstler“, weil ihm wieder eine großartige Spießbürger- und Gutmenschen-Provokation gelungen ist. :-D
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#3   Ansgar   10:48:09 | Dienstag, 18. September 2007
@ Seminarist
Nochmals: Kardinal Meisner ist kein Gegner der Tradition, er steht ihr indifferent gegenüber. Ich weiß nicht, woher Sie Ihr Urteil haben. Ihr Gedankenschluß zur „Rede“ (es war eine Predigt) ist zwar scharfsinnig, aber leider falsch.
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#2   virOblationis   10:34:57 | Dienstag, 18. September 2007
Zustimmung und Anmerkung
Dies leuchtet mir ein.
Der Kardinal hat offenbar nicht mit dem nun sichtbar werdenden Ausmaß an geistiger Beschränktheit gerechnet, die es nur noch versteht, auf bestimmte Reizworte reflexhaft zu reagieren.
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#1   Seminarist   10:22:00 | Dienstag, 18. September 2007
Konservatives Eigentor
Der Kardinal hält am 14. September(!) bei der Eröffnung eines Museums eine Rede über den Kultus, der in Ritualismus verfällt. Was hat der oft gegen uns Tradis verwendete Begriff des „Ritualismus“ bei einer Museumseröffnung zu suchen?!? Es muss doch unzweifelhaft aufleuchten, dass der Kardinal, als dezidierter Skeptiker der Tradition, hier einen Seitenhieb gegen die Freigabe der alten Messe am selben Tag schlagen wollte.
Nun kann er als Papstreuer sich im Nachhinein schlecht damit entschuldigen, dass seine Kritik sich gegen eben diese Freigabe des alten Messritus durch den Papst gerichtet hat. Das die Kritik mehr oder weniger ein sogenannter „Insider“ war.
Jetzt hat sich der Kardinal zum Gefangenen seiner eigenen (niederträchtigen) Worte gemacht.
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