Die üblichen bischöflichen Kameradenschweine
Der Empörungstanz der kirchenfeindlichen, linken Medienkonzerne gegen eine harmlose Predigt des Kölner Kardinals läuft noch immer. Was tun die übrigen Bischöfe? Sie ziehen die Köpfe ein. Pressestimmen.
In den Rücken gefallen
„»Nicht nachvollziehbar«, so der Rottenburger Bischof, sei es, bei der Frage nach Nähe oder Distanz zwischen Kunst und Religion den Begriff »entarten« zu verwenden. Man könne es Kunstschaffenden nicht verdenken, wenn sie sich dadurch diffamiert fühlen, sagte der Bischof. »Diese durch die Nationalsozialisten geprägte Begrifflichkeit beschwört den Horizont schlimmer Exzesse der Barbarei und fürchterlicher Schicksale von Künstlern und Schriftstellern herauf. Man muß auch nur den Anschein irgendeiner Nähe dazu ohne Wenn und Aber meiden«, sagte Bischof Fürst.“
Aus einem Artikel auf der Webseite des Erzbistums Rottenburg-Stuttgart.
Köpfe eingezogen
„Die Bischofskonferenz selbst wollte Meisners Äußerung und den Streit darüber nicht kommentieren.“
Aus einem Bericht der deutschen Tageszeitung ‘Welt’.
Die Ausnahme
„Ruhrbischof Felix Genn stellt sich hinter die Äußerungen des Kölner Kardinals Joachim Meisner. »Ich kann das Anliegen der Predigt verstehen, auch wenn ich nicht den besetzten Begriff gebraucht hätte«, erklärte Genn gegenüber der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ (Dienstagausgabe). Meisner habe eigentlich nicht »entartete Kunst« im nationalsozialistischen Sinne gemeint, sondern »Kunst, die aus der Art schlägt«.“
Aus einem Artikel in der Regionalzeitung ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’.
Löwen mit ausgebissenen Zähne
„Der Kölner Erzbischof Meisner ist beharrlich: Er bleibt bei seiner umstrittenen Äußerung zu »entarteter« Kultur – »unabhängig von dem Hagel der Kritik«. Das sagte eine Sprecherin des Erzbistums.“
Aus einem Bericht des ‘Zweiten Deutschen Fernsehen’.
Nicht „modern und liberal“
„Aber nimmt man die Predigt auch nur einen Augenblick lang ernst, stellt man fest: Sie paßt keineswegs zum Selbstverständnis einer modernen und liberalen Gesellschaft.“
Aus einem Bericht der extremistischen Berliner ‘Tageszeitung’.
Der Kardinal sollte zu seiner Bösartigkeit stehen
„Meisner sollte zu seiner Bösartigkeit stehen. Er müßte sagen: Wir sind nicht die älteste funktionierende Institution der Welt geworden, weil wir so kuschelig sind. Alle sind heute immerzu nett, sollte Meisner sagen, ich nicht. Weil das Leben und der Tod und die Dinge, an die wir Katholiken glauben, sich nach anderen Maßstäben richten als nach dem, was Leute so finden.“
Nils Minkmar in einem Kommentar für die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’.
Arme verletzte Menschen
„Der Kölner Kardinal Joachim Meisner (73) provoziert mit vielen seiner Äußerungen. Ob er sich zur Homosexualität äußert, zur Abtreibung oder jetzt zur Kultur – regelmäßig fühlen sich Menschen verletzt. Er selbst nimmt das meist in Kauf. »Wir sind nicht dazu da, der Gesellschaft nach dem Mund zu reden, sondern wir müssen Gott nach dem Mund reden«, lautet sein Credo.“
Aus der regionalen Tageszeitung ‘Frankenpost’.
Alte Leute sind blöd
„Es wäre unangemessen, den Kardinal in die rechtsradikale Ecke zu stellen. Ich glaube, das hat mit seinem Alter zu tun, und ich will ihm zugute halten, daß er schlechte Berater hat – oder gar keine. Er versteht das nicht und ist sich über die Folgen solcher Aussagen nicht im Klaren. Man sieht daran, wie gut es ist, daß Bischöfe mit 75 ihr Rücktrittsgesuch einreichen müssen.“
Der kulturpolitische Sprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, im Gespräch mit dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger’.
Doch kein Neonazi
„Als Neonazi freilich ist er noch nicht aufgefallen, und er wird auch nicht dazu, weil er aus Naivität oder Übereifer ein braunes Unwort benutzt hat. Was Meisner sagen wollte, ist wohl, daß eine Kultur auf Abwege gerät, die eine auch theologisch begründbare Würde des Menschen außer Acht läßt. Das hat nichts damit zu tun, daß nur noch Heiligenbildchen gemalt werden dürfen und muß als Meinung erlaubt sein.“
Aus der regionalen Tageszeitung ‘Nürnberger Zeitung’.
Dienstanweisung des jüdischen Zentralrates
„Der Zentralrat der Juden in Deutschland verlangt von der katholischen Kirche eine Stellungnahme zur Äußerung Kardinal Joachim Meisners über angeblich »entartete« Kultur und den »Verlust der Mitte«. »Das ist ein Thema, das die Kirche sehr schnell behandeln muß«, sagte Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch beim Neujahrsempfang der Jüdischen Gemeinde in Duisburg. Sie sei überrascht, daß ein Mensch, der ein Vorbild sein sollte, so etwas äußere.“
Aus der Berliner Zeitung ‘Der Tagesspiegel’.
„»Nicht nachvollziehbar«, so der Rottenburger Bischof, sei es, bei der Frage nach Nähe oder Distanz zwischen Kunst und Religion den Begriff »entarten« zu verwenden. Man könne es Kunstschaffenden nicht verdenken, wenn sie sich dadurch diffamiert fühlen, sagte der Bischof. »Diese durch die Nationalsozialisten geprägte Begrifflichkeit beschwört den Horizont schlimmer Exzesse der Barbarei und fürchterlicher Schicksale von Künstlern und Schriftstellern herauf. Man muß auch nur den Anschein irgendeiner Nähe dazu ohne Wenn und Aber meiden«, sagte Bischof Fürst.“
Aus einem Artikel auf der Webseite des Erzbistums Rottenburg-Stuttgart.
Köpfe eingezogen
„Die Bischofskonferenz selbst wollte Meisners Äußerung und den Streit darüber nicht kommentieren.“
Aus einem Bericht der deutschen Tageszeitung ‘Welt’.
Die Ausnahme
„Ruhrbischof Felix Genn stellt sich hinter die Äußerungen des Kölner Kardinals Joachim Meisner. »Ich kann das Anliegen der Predigt verstehen, auch wenn ich nicht den besetzten Begriff gebraucht hätte«, erklärte Genn gegenüber der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’ (Dienstagausgabe). Meisner habe eigentlich nicht »entartete Kunst« im nationalsozialistischen Sinne gemeint, sondern »Kunst, die aus der Art schlägt«.“
Aus einem Artikel in der Regionalzeitung ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’.
Löwen mit ausgebissenen Zähne
„Der Kölner Erzbischof Meisner ist beharrlich: Er bleibt bei seiner umstrittenen Äußerung zu »entarteter« Kultur – »unabhängig von dem Hagel der Kritik«. Das sagte eine Sprecherin des Erzbistums.“
Aus einem Bericht des ‘Zweiten Deutschen Fernsehen’.
Nicht „modern und liberal“
„Aber nimmt man die Predigt auch nur einen Augenblick lang ernst, stellt man fest: Sie paßt keineswegs zum Selbstverständnis einer modernen und liberalen Gesellschaft.“
Aus einem Bericht der extremistischen Berliner ‘Tageszeitung’.
Der Kardinal sollte zu seiner Bösartigkeit stehen
„Meisner sollte zu seiner Bösartigkeit stehen. Er müßte sagen: Wir sind nicht die älteste funktionierende Institution der Welt geworden, weil wir so kuschelig sind. Alle sind heute immerzu nett, sollte Meisner sagen, ich nicht. Weil das Leben und der Tod und die Dinge, an die wir Katholiken glauben, sich nach anderen Maßstäben richten als nach dem, was Leute so finden.“
Nils Minkmar in einem Kommentar für die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’.
Arme verletzte Menschen
„Der Kölner Kardinal Joachim Meisner (73) provoziert mit vielen seiner Äußerungen. Ob er sich zur Homosexualität äußert, zur Abtreibung oder jetzt zur Kultur – regelmäßig fühlen sich Menschen verletzt. Er selbst nimmt das meist in Kauf. »Wir sind nicht dazu da, der Gesellschaft nach dem Mund zu reden, sondern wir müssen Gott nach dem Mund reden«, lautet sein Credo.“
Aus der regionalen Tageszeitung ‘Frankenpost’.
Alte Leute sind blöd
„Es wäre unangemessen, den Kardinal in die rechtsradikale Ecke zu stellen. Ich glaube, das hat mit seinem Alter zu tun, und ich will ihm zugute halten, daß er schlechte Berater hat – oder gar keine. Er versteht das nicht und ist sich über die Folgen solcher Aussagen nicht im Klaren. Man sieht daran, wie gut es ist, daß Bischöfe mit 75 ihr Rücktrittsgesuch einreichen müssen.“
Der kulturpolitische Sprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, im Gespräch mit dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger’.
Doch kein Neonazi
„Als Neonazi freilich ist er noch nicht aufgefallen, und er wird auch nicht dazu, weil er aus Naivität oder Übereifer ein braunes Unwort benutzt hat. Was Meisner sagen wollte, ist wohl, daß eine Kultur auf Abwege gerät, die eine auch theologisch begründbare Würde des Menschen außer Acht läßt. Das hat nichts damit zu tun, daß nur noch Heiligenbildchen gemalt werden dürfen und muß als Meinung erlaubt sein.“
Aus der regionalen Tageszeitung ‘Nürnberger Zeitung’.
Dienstanweisung des jüdischen Zentralrates
„Der Zentralrat der Juden in Deutschland verlangt von der katholischen Kirche eine Stellungnahme zur Äußerung Kardinal Joachim Meisners über angeblich »entartete« Kultur und den »Verlust der Mitte«. »Das ist ein Thema, das die Kirche sehr schnell behandeln muß«, sagte Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch beim Neujahrsempfang der Jüdischen Gemeinde in Duisburg. Sie sei überrascht, daß ein Mensch, der ein Vorbild sein sollte, so etwas äußere.“
Aus der Berliner Zeitung ‘Der Tagesspiegel’.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Freitag, 21. September 2007 22:07
Jörg Guttenberger, Köln: wiener: Kameradenschweine
Ich schließe mich den Ausführungen Wieners vollinhaltlich an. Es geht alleine um sachliche und nicht um polemische Auseinandersetzung. „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt“.
Freitag, 21. September 2007 20:14
wiener: die bezeichnung …
… von bischöfen als „schweine“ ist widerwärtige antikirchliche agotation, wie sie bisher nur von nazi-
oder sozialistischen diktaturen bekannt waren.
+.net hetzt in „bester“ gesellschaft.
wann legen sie endlich die völlig unzutreffende bezeichnung „katholisch“ für ihre schmierereien ab???
+.net hetzt in „bester“ gesellschaft.
wann legen sie endlich die völlig unzutreffende bezeichnung „katholisch“ für ihre schmierereien ab???
Donnerstag, 20. September 2007 07:55
GerdEric: @Sigurd von Thelen
Ach, Bokrug ist doch nicht allein, da sind noch Taran und Galahad und der Echsenmensch…
Donnerstag, 20. September 2007 02:12
Sigurd von Thelen: Bokrug, leben Sie im Internet???
Sie scheinen Ihren Horizont komplett aus Internetseiten zu bilden. Denken Sie daran: Es gibt auch eine
reale Welt da draußen. Und viele junge Menschen müssen sich aufgrund ihrer Online-Abhängigkeit schon
in Therapie begeben. Diese
zigfachen Linkhinweise lassen da ein gewisses Gefahrenpotential bei Ihnen erkennen. Einfach mal ‘rausgehen und frische Luft schnappen! Und auch mal ‘was genießen, ohne dahinter ein Lockmittel irgendeines Komplotts zu sehen. ‘Is nur so’n Tipp.
zigfachen Linkhinweise lassen da ein gewisses Gefahrenpotential bei Ihnen erkennen. Einfach mal ‘rausgehen und frische Luft schnappen! Und auch mal ‘was genießen, ohne dahinter ein Lockmittel irgendeines Komplotts zu sehen. ‘Is nur so’n Tipp.
Mittwoch, 19. September 2007 19:32
Bokrug †: @Doc Röntgen:
Irrtum.
Weder die katholische Philosophie (Nikolaus von Oresme sowie Nikolaus von Kues bzw. Komenius und Cusanus, Novalis, Athanasius Kircher, Leibniz und andere…) noch die katholische Soziallehre noch die katholische Philosophie sind überholt:
http://www.artfond.de/geldseite
http://www.zeit-fragen.ch
Zudem arbeitet die katholische Kirche ja auch bei Attac mit:
http://www.attac.de
http://www.oedp.de
http://www.bueso.de
http://www.freiwirte.de
http://www.vergessene-buecher.de
Grüsse
Bokrug
Weder die katholische Philosophie (Nikolaus von Oresme sowie Nikolaus von Kues bzw. Komenius und Cusanus, Novalis, Athanasius Kircher, Leibniz und andere…) noch die katholische Soziallehre noch die katholische Philosophie sind überholt:
http://www.artfond.de/geldseite
http://www.zeit-fragen.ch
Zudem arbeitet die katholische Kirche ja auch bei Attac mit:
http://www.attac.de
http://www.oedp.de
http://www.bueso.de
http://www.freiwirte.de
http://www.vergessene-buecher.de
Grüsse
Bokrug
Mittwoch, 19. September 2007 18:13
Jörg Guttenberger, Köln: DocRöntgen
Ich stimme Ihren Kritikern (Ansgar, Beobachterin) inhaltlich zu!
Sie schreiben vom Katholizismus, also der vom Konzil überwundene ideologischen Ausgabe der Katholiztät, die heute lediglich noch von Reaktionären vertreten wird und damit für die r.k. Kirche nicht representativ ist.
Ihr Vorwurf an Meisner als ewig gestriger ist zumindest plakativ und undifferenziert. Wir müssen den Christen aus Osteuropa ein besonders starkes Festhalten an der Tradition zubilligen, sonst hätten sie nicht überlebt. Das besagt aber noch lange keine Ablehnung jeglicher Innovation. Unvergessen ist Meisners ablehnende Haltung gegenüber der „alten“ Liturgie. Hinzu kommt seine grundsätzliche Aufgeschlossenheit gegenüber moderner Kunst. Seine bischöfliche Privatkapelle in Ostberlin ist völlig von einer modernen Künstlerin gestaltet, für deren Grab in Köln er schon von Berlin aus verantwortlich gezeichnet hat. Der Name der Künstlerin ist mir entfallen, sie hat mit Frau Laschinsky-Viehen zusammengearbeitet, einen Vetter letzterer kenne ich persönlich. Wer ihn also undifferenziert in die reaktionäre Ecke stellt, tut ihm eindeutig unrecht.
Den Islam mit dem Katholizismus zu vergleichen bedeutet einen grundsätzliche Ideologisierung dieser Religion, obwohl es dort sicher starke Tendenzen in dieser Richtung gibt die ein reaktionärtes Islam-Bild vermitteln. Doch auch der Islam ist kein monolithischer Block, wenn es auch Konservative und erst recht Progressive dort schwer haben.
Sie schreiben vom Katholizismus, also der vom Konzil überwundene ideologischen Ausgabe der Katholiztät, die heute lediglich noch von Reaktionären vertreten wird und damit für die r.k. Kirche nicht representativ ist.
Ihr Vorwurf an Meisner als ewig gestriger ist zumindest plakativ und undifferenziert. Wir müssen den Christen aus Osteuropa ein besonders starkes Festhalten an der Tradition zubilligen, sonst hätten sie nicht überlebt. Das besagt aber noch lange keine Ablehnung jeglicher Innovation. Unvergessen ist Meisners ablehnende Haltung gegenüber der „alten“ Liturgie. Hinzu kommt seine grundsätzliche Aufgeschlossenheit gegenüber moderner Kunst. Seine bischöfliche Privatkapelle in Ostberlin ist völlig von einer modernen Künstlerin gestaltet, für deren Grab in Köln er schon von Berlin aus verantwortlich gezeichnet hat. Der Name der Künstlerin ist mir entfallen, sie hat mit Frau Laschinsky-Viehen zusammengearbeitet, einen Vetter letzterer kenne ich persönlich. Wer ihn also undifferenziert in die reaktionäre Ecke stellt, tut ihm eindeutig unrecht.
Den Islam mit dem Katholizismus zu vergleichen bedeutet einen grundsätzliche Ideologisierung dieser Religion, obwohl es dort sicher starke Tendenzen in dieser Richtung gibt die ein reaktionärtes Islam-Bild vermitteln. Doch auch der Islam ist kein monolithischer Block, wenn es auch Konservative und erst recht Progressive dort schwer haben.
Mittwoch, 19. September 2007 18:00
Sigurd von Thelen: Der „Einfluß“ des Islam und des Katholizismus
Woran mißt sich Einfluß? Stellt man jeweils die Ziele (Lehre)
einer Religion und das gesellschaftliche Erscheinungsbild gegenüber, kommt man in den entsprechenden Ländern zum Schluß, dass der Einfluß periphär ist, bzw. kontraproduktiv bezüglich der eigenen Lehre. In vielen Ländern mit vorrangig islamischer Religionsausübung herrscht Krieg, gedeiht Anbau von Drogen, hungern Kinder etc. pp. In vielen Ländern mit vorrangig katholischer Religionsausübung sterben Kinder an den Folgen einer HIV-Infektion, dürfen Männer ihre Frauen schlagen, herrscht ebenfalls Hungersnot usw.: Natürlich, es gibt katholische Hilfseinrichtungen und die schönen Versprechungen für’s Jenseits, wenn man im Diesseits artig die Lehre beherzigt. Doch können diese Aspekte nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier Ränkespiele um Macht und Einfluß gespielt werden, die keinen Deut besser sind, als die vielfach verschriene Politik und der kritisierte Zeitgeist. Gott spielt dabei eine Nebenrolle – hier geht es um menschliche Interessen.
einer Religion und das gesellschaftliche Erscheinungsbild gegenüber, kommt man in den entsprechenden Ländern zum Schluß, dass der Einfluß periphär ist, bzw. kontraproduktiv bezüglich der eigenen Lehre. In vielen Ländern mit vorrangig islamischer Religionsausübung herrscht Krieg, gedeiht Anbau von Drogen, hungern Kinder etc. pp. In vielen Ländern mit vorrangig katholischer Religionsausübung sterben Kinder an den Folgen einer HIV-Infektion, dürfen Männer ihre Frauen schlagen, herrscht ebenfalls Hungersnot usw.: Natürlich, es gibt katholische Hilfseinrichtungen und die schönen Versprechungen für’s Jenseits, wenn man im Diesseits artig die Lehre beherzigt. Doch können diese Aspekte nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier Ränkespiele um Macht und Einfluß gespielt werden, die keinen Deut besser sind, als die vielfach verschriene Politik und der kritisierte Zeitgeist. Gott spielt dabei eine Nebenrolle – hier geht es um menschliche Interessen.
Mittwoch, 19. September 2007 17:36
Ansgar: @ DocRöntgen
Ihre Ansichten sind die eines armen Narren. Aber immerhin schreiben Sie fehlerlos, anders als Ihre ungebildeten Gesinnungsgenossen hier. Doch „DocRöntgen“ erscheint mir ein ridiküler Nick für einen Beobachter mit dicken Fleischtomaten auf den Augen. Der Islam, die in vielen Weltteilen explodierende geistige Kraft und der von über einer Milliarde Menschen vertretene Katholizismus: beides einflußlos? Sie sind ein Brunnenfrosch, der vom großen Ozean redet.
Mittwoch, 19. September 2007 16:20
DocRöntgen: Vielleicht ist das Problem der Katholischen Kirche…
…dass sie durch solche Vertreter (Meisner) und solche Anhänger (Beobachterin) selbt die Schippe führt,
die ihr Grab schaufelt? Die Ablehnung des Ewig-Gestrigen dürfte allerdings nicht automatisch zum Islam
führen, der ja ebenfalls ideologisch eine hunderte Jahre alte Verankerung hat. Für alle besser ist eine
Wertediskussion, die sich von
religiöser Motivation völlig frei macht. Katholizismus und Islam sind beide ungeeignet, das menschliche Bedürfnis nach Gerechtigkeit auch nur ansatzweise zu befriedigen.
Die dort formulierten Ideale sind viel zu sehr auf schablonenhafte Gleichmacherei ausgerichtet, um eine
Gesellschaft mit Kontrasten wirklich aufzufangen. In beiden Religionen herrschen zu viele totalitäre Ansichten
auf Kosten ganzer Gruppen, die durch’s religiöse Wunschraster durchfallen. Beide Strömungen haben sich deshalb längst disqualifiziert, was eine gesellschaftsrelevante Beteiligung an politischen Prozessen betrifft.
religiöser Motivation völlig frei macht. Katholizismus und Islam sind beide ungeeignet, das menschliche Bedürfnis nach Gerechtigkeit auch nur ansatzweise zu befriedigen.
Die dort formulierten Ideale sind viel zu sehr auf schablonenhafte Gleichmacherei ausgerichtet, um eine
Gesellschaft mit Kontrasten wirklich aufzufangen. In beiden Religionen herrschen zu viele totalitäre Ansichten
auf Kosten ganzer Gruppen, die durch’s religiöse Wunschraster durchfallen. Beide Strömungen haben sich deshalb längst disqualifiziert, was eine gesellschaftsrelevante Beteiligung an politischen Prozessen betrifft.
Mittwoch, 19. September 2007 14:58
Bokrug †: @Beobachterin:
@Beobachterin:
Ich stimme ihnen vollkommen zu!
Gebe aber zu bedenken: Die Katholische und humanistische kultur ist mit der islamischen und auch westlich-amerikanisch-liberalen des Finanzkapital- und Freihandel-basierten US-Kapitalismus nicht dientisch…letztere wird durch calvinistisch-jüdisch-freimaurerische Werte ausgedrückt.
http://www.artfond.de/geldseite
http://www.vergessene-buecher.de
http://www.fromthewilderness.com
http://www.neo-liberalismus.de
http://www.kopp-verlag.de
Ich stimme ihnen vollkommen zu!
Gebe aber zu bedenken: Die Katholische und humanistische kultur ist mit der islamischen und auch westlich-amerikanisch-liberalen des Finanzkapital- und Freihandel-basierten US-Kapitalismus nicht dientisch…letztere wird durch calvinistisch-jüdisch-freimaurerische Werte ausgedrückt.
http://www.artfond.de/geldseite
http://www.vergessene-buecher.de
http://www.fromthewilderness.com
http://www.neo-liberalismus.de
http://www.kopp-verlag.de
Mittwoch, 19. September 2007 14:51
Beobachterin: kulturlose zerrissene Gesellschaft
Es geht gar nicht um den Begriff, den Meisner verwendet hat. Es geht darum, gegen einen konservativen
Kardinal, der es vorrangig als seine Aufgabe betrachtet, den katholischen Glauben zu verkünden, jeden
noch so lächerlichen Anlaß zu finden, um volle Breitseite gegen ihn zu schießen.
Meisner ist nun einmal nicht vor dem Zeitgeist eingeknickt – Grund genug, ihn bei jeder Gelegenheit lächerlich zu machen, oftmals ohne die geringsten Anstandsregeln einzuhalten. Das hat Methode.
Armes Deutschland. Du wirst dem Ansturm des Islam nicht gewachsen sein, denn hier ist das Zauberwort „Diversity“ – Uneinigkeit – während die Muslime gemeinsame Werte vertreten und gemeinsam kämpfen. Sie werden diese zerrissene Gesellschaft erobern. Wir haben keine schleichende Islamisierung mehr, sondern eine galoppierende.
Na, dann viel Spaß mit dem Islam, Ihr Hetzer, Verleumder, Zerstörer der abendländischen Kultur! Ihr werdet eines Tages winseln und der Perle des Christentums nachheulen, die ihr selber mit verjagt habt. Sie findet schon längst eine Heimat in Ländern, die Zukunft haben. Aber Europa ist auf dem absteigenden Ast … Ehre sei Gott in der Höhe!
Meisner ist nun einmal nicht vor dem Zeitgeist eingeknickt – Grund genug, ihn bei jeder Gelegenheit lächerlich zu machen, oftmals ohne die geringsten Anstandsregeln einzuhalten. Das hat Methode.
Armes Deutschland. Du wirst dem Ansturm des Islam nicht gewachsen sein, denn hier ist das Zauberwort „Diversity“ – Uneinigkeit – während die Muslime gemeinsame Werte vertreten und gemeinsam kämpfen. Sie werden diese zerrissene Gesellschaft erobern. Wir haben keine schleichende Islamisierung mehr, sondern eine galoppierende.
Na, dann viel Spaß mit dem Islam, Ihr Hetzer, Verleumder, Zerstörer der abendländischen Kultur! Ihr werdet eines Tages winseln und der Perle des Christentums nachheulen, die ihr selber mit verjagt habt. Sie findet schon längst eine Heimat in Ländern, die Zukunft haben. Aber Europa ist auf dem absteigenden Ast … Ehre sei Gott in der Höhe!
Mittwoch, 19. September 2007 12:46
DocRöntgen: @Guttenberger:Stimmt eigentlich…
Man sollte sich nicht länger an der entarteten Welt- und Kunstsicht eines Meisner aufhalten.
Mittwoch, 19. September 2007 00:38
Jörg Guttenberger, Köln: Sternberg
Die Äußerung von Sternberg bezüglich Lebensalter von Meisner geht so stark unter die Gürtellinie,
daß sie nicht einmal mehr entschuldigungswürdig ist. Man sollte ihn (Sternberg) besser mit dem Mantel
mitleidigen Schweigens umhüllen.
Auch sonst entbehrt die Kritik an Meisner nicht einer gewissen Hysterie: man kann von uns Nachgeborenen einfach nicht erwarten, immer mit dem Wörterbuch unter dem Arm herumzulaufen, um vor jeder Aussage zu prüfen, ob das beabsichtigte Vokabular durch die Braunen belastet ist.
Das Wort „entartet“ wird laut einem Artikel in „DIE WELT“ von heute auch in der Medizin, und zwar im Sinne von degeneriert, benutzt. Soll die medizinische Wissenschaft etwa ihren Sprachgebrauch ändern?
Auch sonst entbehrt die Kritik an Meisner nicht einer gewissen Hysterie: man kann von uns Nachgeborenen einfach nicht erwarten, immer mit dem Wörterbuch unter dem Arm herumzulaufen, um vor jeder Aussage zu prüfen, ob das beabsichtigte Vokabular durch die Braunen belastet ist.
Das Wort „entartet“ wird laut einem Artikel in „DIE WELT“ von heute auch in der Medizin, und zwar im Sinne von degeneriert, benutzt. Soll die medizinische Wissenschaft etwa ihren Sprachgebrauch ändern?
Dienstag, 18. September 2007 21:43
Artois †: @Zitat Dyba
Ja, daran erinnere ich mich auch. Der war ja auch ein Berliner!
Dienstag, 18. September 2007 20:38
Defensor Fidei: Erinnert sich jemand?
Oder erinnert sich jemand daran, was er vor einem oder zwei Jahren gesagt hat?
Tja, gute Frage. Das war bei Erzbischof Dyba noch anders. Ich sage nur:„Importierte Lustknaben“.
Tja, gute Frage. Das war bei Erzbischof Dyba noch anders. Ich sage nur:„Importierte Lustknaben“.
Dienstag, 18. September 2007 20:07
Artois †: @Meisner
Sein Schnack vom „Mozart unter den Theologen“ könnte übrigens ja auch eine zynische Doppeldeutigkeit haben?
Dienstag, 18. September 2007 20:06
Sigurd von Thelen: Mensch, GerdEric, Sie haben doch gepfuscht!
Bestimmt haben Sie den Meisner einfach nur gegoogelt?!
Aber ich gestehe: Ich habe egozentrisch gesprochen. Ich hätte sagen müssen, dass ich mich an ältere Äußerungen seinerseits nicht erinnere. Vergesslichkeit? Verdrängung? In jedem Fall: Begrüßenswert!
Aber ich gestehe: Ich habe egozentrisch gesprochen. Ich hätte sagen müssen, dass ich mich an ältere Äußerungen seinerseits nicht erinnere. Vergesslichkeit? Verdrängung? In jedem Fall: Begrüßenswert!
Dienstag, 18. September 2007 19:57
GerdEric: @Sigurd von Thelen
Dienstag, 18. September 2007 19:54
Artois †: @ich kann
mich an das meiste erinnern, was er sagte. Diese Erinnerungen gehören zu meinen düstersten!
Dienstag, 18. September 2007 19:53
Sigurd von Thelen: Meisner ist natürlich k e i n geistiger Brandstifter…
…das würde ja bedeuten, dass seine Worte eine nachhaltige mentale Wirkung hinterließen. Das halte ich für maßlos übertrieben. Sein Stammtisch nennt sich halt Altar– seine Thesen verpuffen dennoch meist ohne besonderen Nachhall. Oder erinnert sich jemand daran, was er vor einem oder zwei Jahren gesagt hat?
Dienstag, 18. September 2007 19:17
Ansbach.Dragoner: sich entschuldigen
um „vermeintlich Schlimmeres“ zu verhindern ist bei solchen gesinnungsterroristischen medialen Rufmordkampagnen immer schon alleine psychologisch das schlechteste. Alleine die Forderung nach einer Entschuldigung ist eine Frechheit die seinesgleichen sucht. Wäre ich meisner würde ich zukünftig bei jeder Predigt das Wort „entartet“ verwenden !
Dienstag, 18. September 2007 19:11
Artois †: Der Modernismus,
den Meisner vertitt, ist eine Pest, die 1000 mal schlimmer ist, als seine angeblich oder tatsächlich „entarteten“ Sprüche …
Dienstag, 18. September 2007 18:45
Hektor.von.Knokke: Meinser – ZdJ
Dann ist die jüdisch-zionistische Welt ja wieder in Ordnung.
Dienstag, 18. September 2007 18:42
Artois †: Dem Zentralrat der Juden
ist beizupflichten – wie meist: „Der Kardinal ist ein geistiger Brandstifter.“
Dienstag, 18. September 2007 18:38
sacerdos helveticus: Kardinal kein „Brandstifter“ mehr!
Habe auch erst nach meinem Posting gesehen, dass auf kath.net gemeldet wurde, dass Kardinal Meisner in
einem Beitrag für die FAZ (Link zum Artikel findet sich in der kath.net-Meldung) erklärt hat. Er bedauert
die Missverständnisse, die er durch seine Wortwahl hervorgerufen hat und erklärt nochmal seine Auffassung
über das Verhältnis von Kunst und Religion.
Dem reuevollen Bekenntnis folgte sofort die Absolution -durch den Zentralrat der Juden in Deutschland: der Kardinal wird vom Vorwurf der „Brandstifterei“ losgesprochen.
Dem reuevollen Bekenntnis folgte sofort die Absolution -durch den Zentralrat der Juden in Deutschland: der Kardinal wird vom Vorwurf der „Brandstifterei“ losgesprochen.
Dienstag, 18. September 2007 18:34
M. Kirschbaum: Ran an die Buletten!
Hektor! Sonst gibts heute abend kein Schappi
Dienstag, 18. September 2007 18:31
Hektor.von.Knokke: Meisner: Kotau vor dem Zentralrat der Juden
Dienstag, 18. September 2007 18:27
sacerdos helveticus: Kardinal Meisners Kunstverständnis
Bezüglich Meisners Kunstverständnis ist Ansgar Recht zu geben: es ist dieses durchaus offen für moderne
Kunst. So finden sich in den Heften, die seine Predigten der Karwoche und von Ostern enthalten und die
jährlich vom Erzbistum herausgegeben werden, vorwiegend Abbildungen moderner Kunst. Dies wird sicher
in Absprache mit dem Kardinal geschehen.
Des Weiteren hat der Kardinal vor wenigen Wochen im Zusammenhang mit der Debatte um das neue Domfenster sich auch zur modernen Kunst geäussert. Dabei ist er sogar so weit gegangen, ein Werk von Joseph Beuys, das sich „Kreuzigung“ nennt, als durchaus nachdenkenswert und Impulse vermittelnd zu bezeichnen.
Des Weiteren hat der Kardinal vor wenigen Wochen im Zusammenhang mit der Debatte um das neue Domfenster sich auch zur modernen Kunst geäussert. Dabei ist er sogar so weit gegangen, ein Werk von Joseph Beuys, das sich „Kreuzigung“ nennt, als durchaus nachdenkenswert und Impulse vermittelnd zu bezeichnen.
Dienstag, 18. September 2007 18:10
Hektor.von.Knokke: Mennekes
Nomen est omen.
Dienstag, 18. September 2007 18:03
Ansgar: Meisners Kunstgeschmack…
… ist weit offener, als es jetzt scheint. Man muß sich St. Kolumba nur mal ansehen: Spiegelnde Böden, aussagelose Bilder, alles sehr abstrakt, dazwischen gotische Schnitz-Schmerzensmänner… Leuten wie mir muß man allerdings erklären, was das mit Gott zu tun hat. Und diesen Versuch hat der Kardinal in seiner Predigt unternommen. Übrigens hat er vor einiger Zeit persönlich in Rom eine Lanze für einen merkwürdigen Altar in der Kölner Jesuitenkirche gebrochen, den der „Kunstpater“ Mennekes durchsetzen wollte. Erfolglos, der Altar wurde nicht geweiht.
Dienstag, 18. September 2007 17:43
Sigurd von Thelen: @DocRöntgen
Meisner musste richtigerweise zurückstecken. Er hat ja nicht nur kritisiert, sondern versucht, zu verbieten.
Dabei ist er offensichtlich an die Grenzen seiner Macht gestoßen.
Sein „Entartet“-Blabla ist da nur ein müder Versuch, sich gegen unerwünschte Entscheidungen aufzubäumen: Ihr folgt mir nicht, also sollt ihr jetzt meinen Trotz zu spüren bekommen. Dazu passt auch, dass er sich der Einweihung des Fensters fernhielt. Wäre sein Wunschmotiv umgesetzt worden, hätte er mit Sicherheit Zeit gehabt. Mal sehen, wann er das nächste Mal versucht, sein Kunstverständnis zum Gesetz zu machen. Ich vertraue ja darauf, dass Künstler
beim Schaffen ihrer Werke nicht zuerst an Meisners Geschmack denken.
Sein „Entartet“-Blabla ist da nur ein müder Versuch, sich gegen unerwünschte Entscheidungen aufzubäumen: Ihr folgt mir nicht, also sollt ihr jetzt meinen Trotz zu spüren bekommen. Dazu passt auch, dass er sich der Einweihung des Fensters fernhielt. Wäre sein Wunschmotiv umgesetzt worden, hätte er mit Sicherheit Zeit gehabt. Mal sehen, wann er das nächste Mal versucht, sein Kunstverständnis zum Gesetz zu machen. Ich vertraue ja darauf, dass Künstler
beim Schaffen ihrer Werke nicht zuerst an Meisners Geschmack denken.
Dienstag, 18. September 2007 17:23
Galahad: Ich halte…
…den Verstoss gegen den von Christus, den Aposteln und den Kirchenvätern verbotenen Zins-Wucher für
die schlimmere Sünde!
http://www.artfond.de/geldseite
http://www.vergessene-buecher.de
http://www.artfond.de/geldseite
http://www.vergessene-buecher.de
Dienstag, 18. September 2007 17:19
Burgorus: Ich nehme hiermit die Behauptung zurück, dass Kardinal Meisner gegen das Motu proprio unterschr. hat
Aus welchen Gründen auch immer Kardinal Meisner nicht gegen das Mutu proprio unterschrieben hat, die Behauptung, dass alle Bischöfe und damit auch Meisner dagegen unterschrieben hätten, ist damit falsch, sodass ich diese von mir übernommene Behauptung zurücknehmen muss.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.

