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Päpstliche Prioritäten + Später Mut + Alte Messe bei ‘Kirche in Not’ + Abstruse Äußerungen + Deutsche Christen
Benedikt XVI. bei seinem Besuch im Zisterzienserstift Heiligenkreuz.
Benedikt XVI. bei seinem Besuch im Zisterzienserstift Heiligenkreuz.
© Pressefoto Robert Jäger, APA-FOTO-POOL
Päpstliche Prioritäten

Vatikan. Papst Benedikt XVI. soll sich angeblich geweigert haben, US-Außenministerin Condoleeza Rice zu empfangen. Das behauptete die italienische Tageszeitung ‘Corriere della Sera’ am Mittwoch. Die Außenministerin wollte den Papst im August vor einer geplanten Reise in den Nahen Osten treffen. Aus dem Vatikan hieß es jedoch, daß Benedikt XVI. „Urlaub macht“. Daraufhin habe Staatssekretär Tarcisio Bertone mit Frau Rice telefoniert.

Später Mut

Deutschland. Der Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa, hat die Medienkampagne gegen Joachim Kardinal Meisner von Köln in einer Pressemeldung als „überzogen und unredlich“ kritisiert. Der Kardinal habe in der ehemaligen DDR selber Unterdrückung erlebt und sei „über jeden Verdacht erhaben“, das Vokabular der nationalsozialistischen Zeit hoffähig zu machen oder mit entsprechenden Aussagen provozieren zu wollen. Bischof Mixa findet es „besonders bedauerlich, wenn sich in einer solchen Kampagne auch führende Katholiken dazu hergäben, dem Kardinal in den Rücken zu fallen“.

Alte Messe bei ‘Kirche in Not’

Deutschland. Das vom katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’ herausgegebene Gebetsblatt „Weltweit gemeinsam beten – Grundgebete in Deutsch und Latein“ ist innerhalb von drei Monaten bereits 100.000 Mal bestellt worden. Das gab das Hilfswerk in München bekannt. Zugleich erklärte ‘Kirche in Not’, daß die Eröffnungsmesse seines „3. Internationalen Kongresses Treffpunkt Weltkirche“ vom 11. bis 13. April 2008 im Alten Ritus gefeiert werde. Zelebrant ist der Präsident der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Dario Kardinal Castrillon Hoyos.

Abstruse Äußerungen

Deutschland. Die Präsidentin des kirchenfeindlichen ‘Zentralrats der Juden in Deutschland’, Charlotte Knobloch, schlägt immer noch auf Kardinal Meisner ein. Das Bedauern des Kardinals für den Gebrauch der Formulierung „entartete Kunst“ komme zu spät, meinte sie auf einer Pressekonferenz in Nürnberg. Vorbilder wie ein Kardinal seien mit solchen „abstrusen Äußerungen“ vor allem für junge Menschen schädlich. Frau Knobloch kritisierte weiter die Wiederzulassung der Alten Messe und die Karfreitagsfürbitte für die Bekehrung der Juden. Sie sei gespannt, wie sich die Deutschen Bischöfe dazu auf ihrer Herbstvollversammlung verhielten.

Deutsche Christen

Österreich. Der Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei ‘Freiheitliche Partei Österreichs’, Heinz Christian Strache, hat am Mittwoch während einer Diskussion über die Muselmanen wieder einmal Deutsch als Pflichtsprache für Gottesdienste aller Religionen gefordert. Ein Sprecher der abgespaltenen Schwesterpartei ‘Bündnis Zukunft Österreich’ reagierte auf den „wenig intellektuellen Übereifer“ und erklärte, daß auch die Kirche von dieser „lachhaften Forderung“ betroffen sei: „Wir verstehen schon die persönliche Abneigung des Herrn Strache gegenüber dem Herrn Stadler, der ja bekanntermaßen ein bekennender Fan des lateinischen vorkonziliaren Meßritus ist.“
      
19 Lesermeinungen
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#19   nonnobisdomine   18:52:58 | Donnerstag, 20. September 2007
Leseempfehlungen sind in einem Forum wie diesem …
NICHT sehr hilfreich.
Geeigneter wären vielleicht einige Hinweise oder Zitate aus den von Ihnen erwähnten Quellen.
Danke.
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#18   Bokrug †   14:51:58 | Donnerstag, 20. September 2007
Einiges…
…erklärendes zur katholischen Philosophie:
www.artfond.de/geldseite
Siehe auch Bücher des Christiana-Verlages.
Und (Leseempfehlung):
„Goethes Faust und das Neue Testament (Sammlung Vandenhoeck)“ von Hans Hübner
Freimaurerei und talmudisches Judentum
www.luebeck-kunterbunt.de
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#17   Typ   14:41:12 | Donnerstag, 20. September 2007
@ Juhuben
Wenn Sie davon sprechen, dass Kunst eine ursprüngliche Aufgabe gehabt habe, die Sie auch heute noch erfüllen müsse, befinden Sie sich bereits auf den munteren Pfaden der Ideologie. Wieso sollte die Kunst ausgerechnet IHREN Vorstellungen von Kunst entsprechen müssen und anderenfalls „entartet“ sein?
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#16   Juhuben Cantuja   14:27:10 | Donnerstag, 20. September 2007
Begriff und Wirklichkeit sind nicht einerlei
Warum darf nicht von entarteter Kunst gesprochen werden, wenn die Kunst- wie im Falle des heutigen Regietheater – nicht mehr ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht wird. Man schaue sich doch nur einmal gewisse Opernaufführungen heute an und vergleiche sie mit jenen von früher. Wer die Aufführungen der Salzburger Festspiele von früher mit jenen zur Zeit des Belgiers Mortiers vergleicht, weiss, dass entartete Kunst kein leeres Wort ist. Es ist jedoch ein Verbrechen die Musik eines Mendelsohn oder Mahlers als entartete Kunst zu bezeichnen wie es unter dem Nazirégime geschehen ist
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#15   nonnobisdomine   13:37:46 | Donnerstag, 20. September 2007
Nach den letzten Kommentaren komme ich zu dem Schluss:
a.) Frau Knobloch ist intolerant gegenüber anderen Religionen. Sie akzeptiert nicht, daß es die römisch-katholische Kirche gibt.
b.) Kardinal Meisner werde ich hier niemals verteidigen. – Dazu ist er selbst fähig.
Mein Vorwurf jedoch geht gegen die Verleumder, die den Kardinal falsch verstehen WOLLEN. Und dazu gehören einige. Medien, Interessensverbände, ja auch die eigenen Reihen.
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#14   Alfredo Ottaviani   13:13:51 | Donnerstag, 20. September 2007
@GerdEric
:-! :-! :-! !!!
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#13   Dr. Christoph Heger   12:33:57 | Donnerstag, 20. September 2007
@Giuseppe: Die historische Inquisition
Was mischt Frau Knobloch, sozusagen Präsidentin der heutigen deutschen Inquisition, sich in katholische Belange ein?
Dieser Vergleich der heutigen Inquisition mit der historischen Inquisition tut letzterer in gewisser Hinsicht Unrecht an. Diese mischte sich nämlich gerade nicht in jüdische Belange ein, denn ihr unterstanden nur Getaufte.
MfG
Christoph Heger
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#12   Guiseppe   12:13:50 | Donnerstag, 20. September 2007
Missale 1962: „Perfidis“ abgeschafft. Charlotte Knobloch protestiert gegen Sel. Johannes XXIII.!
„Charlotte Knobloch, schlägt immer noch auf Kardinal Meisner ein. Das Bedauern des Kardinals für den Gebrauch der Formulierung „entartete Kunst“ komme zu spät, meinte sie auf einer Pressekonferenz in Nürnberg.“
Den NS-Ausdruck „entartete Kunst“ hat Kard. Meisner NICHT verwendet!
„Frau Knobloch kritisierte weiter die Wiederzulassung der Alten Messe und die Karfreitagsfürbitte für die Bekehrung der Juden.“
Was mischt Frau Knobloch, sozusagen Präsidentin der heutigen deutschen Inquisition, sich in katholische Belange ein? Warum hat sie Angst vor dem Missale Johannes XXIII.? Johannes XXIII. hat den kritisierten Passus „perfidis“ gestrichen. Und im Missale Johannes XXIII. von 1962 ist es nicht mehr vorhanden. Kritisiert Frau Knobloch dieses Missale etwa genau deshalb?
„Sie sei gespannt, wie sich die Deutschen Bischöfe dazu auf ihrer Herbstvollversammlung verhielten.“
Sie werden es wieder falsch darstellen und sich als Vetreter einer Theologie der Diskontinuität von der falsch informierten Dame bestärkt fühlen in ihrer Enge, Intoleranz und Verkrustung offenbarenden eisernen Ablehnung der Alten Messe.
Das aber Christus in Schriften und Äußerungen des Judentums wirklich beleidigt wird, scheint für Frau Knobloch aber in Ordnung zu gehen.
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#11   Maurice Corvisier   10:55:11 | Donnerstag, 20. September 2007
Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt,
dann hat Frau Knobloch (wie auch Herr Spiegel) die entsetzliche Zeit der Hitlerdiktatur über unser geschundenes Vaterland sicher und durchaus angenehm in einer katholischen Familie überlebt.
Dankbarkeit ist eben nicht jedermanns Sache.
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#10   Alkuin   10:50:58 | Donnerstag, 20. September 2007
Knoblauch: …komme zu spät?
Zu spät, zu früh, zu hoch, zu tief, zu wenig, zu alt, zu neu, etc. etc. etc…
Ich habe es bis heute nicht erlebt, dass der ZDJ je ein positives Wort über die Äußerungen eines kath. Geistlichen (inkl. Papst) oder Institution von sich gegeben hat.
@GerdErich: Besser so?
beten wir für alle Menschen (außer die Juden), dass sie sich zum einen Herrn und Messias Jesus Christus bekehren, auf dass sie gerettet werden.
Aber ich glaube, dass es keine ausnahmen geben soll (Vgl. Mt 28,19f)
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#9   nonnobisdomine   10:30:59 | Donnerstag, 20. September 2007
Lassen wir römisch-katholische Christen uns nicht beirren.
Auch durch die Frau Knobloch nicht, denn sie ist lediglich ein Mensch. Der Wille Gottes und seines eingeborenen Sohnes Jesus Christus, der seine Kirche gegründet hat, zählt.
Heiliger Schutzengel der Erde, derdu in jedem Menschen das Gewissen wachhälst. Lasse auch mich durch mein Gewissen immer klarer meinen heiligen Schutzengel hören und so den Willen Gottes befolgen. Amen.
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#8   Alois Bischof   10:18:02 | Donnerstag, 20. September 2007
Judaistische Inquisitorin
Werden die Katholiken im jetztigen Klima von judaistischen Inquisitorinnen und Großzionistinnen wie Frau Knobloch interniert und verurteilt weil sie für die Bekehrungsgnade für Andersgläubige beten?
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#7   Dr. Christoph Heger   09:32:28 | Donnerstag, 20. September 2007
@Krak des Chevaliers:
beten wir für Frau Knobloch und alle Juden, dass sie sich zum einen Herrn und Messias Jesus Christus bekehren, auf dass sie gerettet werden.
Amen.
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#6   PietroParente   09:20:44 | Donnerstag, 20. September 2007
Der „Zentralrat der Juden“
erscheint inzwischen als Presseagentur für die eigenen Anliegen. Um die jüdische Religion geht es bei diesem Verein doch überhaupt nicht!!! Und „kirchenfeindlich“ trifft es schon ganz gut.
Dass sie jetzt die Deutschen Bischöfe für ihre Anliegen instrumentalisiert und ihnen suggeriert, sie müssten auf der Vollversammlung für ein Wiederverbot der Alten Messe eintreten, ist doch mehr als peinlich. Denn wenn sie ehrlich, wäre, dann würde sie zugeben, dass ihr (Un-)
Verständnis für Kardinal Meisner pars pro toto für alle Bischöfe steht!
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#5   Riese1835   09:12:48 | Donnerstag, 20. September 2007
Deutsche Christen
Hier bewahrheitet sich leider allzu rasch, daß ein Gebäude ohne Fundament beim nächsten Luftzug einstürzt. Daß dies nach dem Abgang Ewald Stadlers so schnell vor sich geht, zeigt leider, daß das katholisch-traditionelle Element, das immer ein Korrektiv gegen Unmäßigkeit war, in der FPÖ derzeit nichts mehr zu sagen hat.
Die Frage ist nur, wer dieses Vakuum ausfüllen wird. In der Physik lernt man, daß ein Vakuum nur mit großem Aufwand zu erzeugen ist und dieses bei der nächsten Gelegenheit wieder ausgefüllt wird. Daß dies der ÖVP gelänge, wie es ihr heißersehnlichster Wunsch wäre, wage ich zu bezweifeln.
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#4   GerdEric   09:10:18 | Donnerstag, 20. September 2007
@Krak
:-!
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#3   Krak des Chevaliers   09:01:46 | Donnerstag, 20. September 2007
beten für Frau Knobloch
beten wir für Frau Knobloch und alle Juden, dass sie sich zum einen Herrn und Messias Jesus Christus bekehren, auf dass sie gerettet werden.
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#2   Sirilo   09:01:14 | Donnerstag, 20. September 2007
@landorganist
Sie haben recht. Ein Organ, das die (nicht als Zitat ausgewiesene, sondern als Tatsachenbehauptung angeführte) Überschrift bringt: >Kardinal Meisner ist der neue Hitler< kann man wirklich nur als kirchenfeindlich einstufen.
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#1   landorganist   08:28:04 | Donnerstag, 20. September 2007
Das Wort
„kirchenfeindlich“ erfreut sich in der „Redaktion“ immer größerer Beliebtheit. Kirchenfeindliche Zeitungen, kirchenfeindliche Bischöfe, kirchenfeindliche Sender, jetzt der kirchenfeindliche Zentralrat der Juden.
Das +net selber zu den kirchenfeindlichen „Organen“ gehört, ist denen noch nicht eingefallen.
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