Eucharistie
Römische Infantilitäten
Der Alte Ritus ist eine „überwundene“ oder überlebte Gestalt des Gottesdienstes. Er entmündigt jene, die als Nichtpriester die Heilige Messe mitfeiern. Aus einer Sonntagspredigt.
Die Alte Messe: eine "ökumenische Brüskierung"?
Die Alte Messe: eine „ökumenische Brüskierung“?
(kreuz.net) Am 15. Juli war in der Stadtpfarrkirche St. Raphael in Heidelberg bei der Sonntagspredigt eine Tirade gegen die Alte Messe zu hören.

Die Homilie wurde von Stadtpfarrer Josef Mohr gehalten.

Einleitend erinnerte er daran, daß der Papst nicht das „Haupt“, sondern das „Oberhaupt“ der Kirche sei.

Das müsse klar sein, wenn er jetzt danach fragen wolle, was den Papst dazu bewegt habe, die Alte Messe freizugeben und der Neuen Messe gleichzustellen.

Der Priester hat Zweifel, daß Benedikt XVI. bei diesem Schritt „klug beraten“ war.

Denn es gehe bei der Alten Messe um mehr, als um die Freigabe liebgewordener Formen aus der Vergangenheit.

Dieser Schritt werde die „Schlachtreihen für oder gegen das Zweite Vatikanum und seine innerkirchlichen Folgen“ neu verfestigen:

„Ein erheblicher Teil der Anhänger des Alten Ritus lehnt bekanntlich mit dem – immerhin seit nahezu vierzig Jahren gebräuchlichen – erneuerten Ritus eben auch und vehement große Teile dieses Konzils grundsätzlich ab.“

Für sie gebe es in der Kirche zu viel Ökumene, zu viel interreligiösen Dialog:

„Die vom Konzil proklamierte und endlich anerkannte Religions- und Gewissensfreiheit sind ihnen ein Dorn im Auge.“

Für Pfarrer Mohr ist es klar, daß hinter der Liturgiereform eine theologische Neubesinnung, „ja Kehrtwende“ steht.

Beim „vorkonziliaren Ritus“ handle es sich um eine „überwundene oder überlebte Gestalt des Gottesdienstes“.

Diesem Ritus liege ein „anderes“ Priester- und Kirchenverständnis zugrunde. Die Alte Liturgie habe den faktischen „Ausschluß und die Entmündigung derer bedeutet, die als Nichtpriester die Heilige Messe mitfeierten“.

Hw. Mohrs Konklusion: „Das kann man doch nicht auf einmal gleichberechtigen.“

Mit diesem Schritt habe der Papst auch das Argument, daß die kirchliche Einheit vor allem in der liturgischen Einheit zum Vorschein komme, preisgegeben.

Pfarrer Mohr kann verstehen, daß der Papst der Banalisierung der Liturgie entgegenwirken will: „Doch dürfen die Mißstände nicht den Ton angeben“.

Auch Kardinal Christoph Schönborn von Wien habe bei allem Werben für die Position des Papstes eine generell abwertende Kritik an der liturgischen Praxis der Gemeinden als ungerechtfertigt zurückgewiesen.

Der Pfarrer glaubt, daß andere Wege beschritten werden müssen, um das Heilige zu hüten:

„Ich denke, wir haben hier in St. Raphael in dieser Hinsicht einen guten (mittleren) Weg beschritten“ – so Hw. Mohr selbstzufrieden:

„Dabei möchte ich unbeugsam festhalten, daß noch dazu in unserer nächsten Nachbarschaft – Herz-Jesu-Kapelle – und unter meiner Aufsicht seit Jahren der Alte Ritus nach der Sonderregelung (Ecclesia Dei) des heimgegangenen Papstes und damit mit der benötigten Zustimmung unseres Erzbischofs immerhin zweimal pro Monat gefeiert wird.“

Auch über die Erklärung der Glaubenskongregation über einige Aspekte der kirchlichen Lehre ist Pfarrer Mohr „ratlos“.

Er stellt die Frage, was „diese ökumenische Brüskierung“ beabsichtige. Seine Erkenntnis:

„Vielleicht ist es tatsächlich so, daß Rom zur Zeit das bedient, was man in der Psychologie »Regression« nennt – das geistige Zurückfallen erwachsener Menschen in frühere kindliche Entwicklungsphasen.“

Es gebe in Gesellschaft und Kirche diesen gefährlichen Trend – „das infantile Bedürfnis nach einer heilen Welt, die sich abschottet und hinter der man sich zurück zieht in die vermeintliche Sicherheit vergangener Zeiten“.

Trotzdem glaubt der Pfarrer nicht, daß die Kirche im Sinne des Sonntagsevangeliums vom guten Samariter „unter die Räuber gefallen“ sei – „obwohl es starke, einflußreiche Kräfte und Kreise gibt, die sie ihres Wandels, ihrer Zeitgenossenschaft und ihrer beständigen Erneuerung (semper reformanda) berauben wollen.“

Pfarrer Mohr assoziiert dazu die Privatmesse des Priesters: „Sie wissen, daß »privare« auf Deutsch »berauben« heißt?“

Dann läßt er die „Gegenseite“ zu Wort kommen. Diese behaupte, daß die Kirche sich habe protestantisieren und ihrer altehrwürdigen Tradition habe berauben lassen.

Die mit der Wiederzulassung der Alten Messe beabsichtigte Versöhnung müsse darum in beide Richtungen gehen:

„Es müssen auch die berechtigten Anliegen derer gehört werden, die sich zunehmend schwer tun mit einer Kirche, die starr und stur an ihrer Moral und ihrer Kirchendisziplin festhält und sich den höchst notwendigen Strukturveränderungen verweigert.“

Pfarrer Mohr verweist darauf, daß Christus das Haupt des Leibes und der Leib die Kirche ist:

„Es heißt nicht, ein konservierter Leib – Leichnam –, sondern ein lebendiger Leib ist die Kirche.“

Zu dieser Lebendigkeit gehöre die „immerwährende Wandlung und Erneuerung“.

Das schließe nicht aus, daß auch Stabilität und Kontinuität zu ihrem notwendigen „Knochengerüst“ gehören.

Doch der Pfarrer fürchtet sich vor einer „erneuten Verknöcherung“. Diese wäre für ihn theologisch wie soziologisch eine schwere Erkrankung.
      
18 Lesermeinungen
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#19   Ansbach.Dragoner   21:38:06 | Freitag, 21. September 2007
ökumene passiert ohnehin
und zwar mit den byzantinern
und das ist gut so.
da die prottys keine kirche sind kanns mit denen auch keine ökumene geben !
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#18   monti   21:32:25 | Freitag, 21. September 2007
Sie sprechen mir aus der Seele…
[kursiv]Das führt schließlich zum „Dogma“, dass letztlich die „erstarrte“ RKK an der ökumenischen Krise schuld ist, obwohl die Protestanten bislang rein gar nichts auf theologischer Ebene für die Ökumene getan haben.[kursiv]
Genauso ist es. Die Evangelen sind doch bisher keinen cm auf die RKK zugegangen, fordern aber alles Mögliche, wo wir uns ändern sollten. Und wenn wir dann nicht gleich parieren, heisst es, wir schaden der Ökumene…
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#17   Benedikt   15:22:14 | Freitag, 21. September 2007
@ Defensor Fidei
Die sicher sehr interessante und schwere Frage, was das Konzil wollte kann hier ausnahmsweise mal dahinstehen. Das Konzil formulierte eindeutig, dass die von Christus gegründete Kirche in der katholischen Kirche subsistiert. Hätte das Konzil beabsichtigt, diesen Status auch anderen kirchlichen Gemeinschaften zuzubilligen, so hätte man dies ausdrücklich an diese Stelle getan bzw tun müssen. Dies jedoch ist unterblieben. Das Dokument der Glaubenskongregation sagt nichts anderes als das Konzil, bei gegenteiligen Aussagen ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Genau wie die kath. Kirche von den Protestanten nicht die Annahme ihres Amtsverständnisses fordert, sollten die Protestanten von den Katholiken nicht die Annahme des prot Kirchenverständnisses fordern. Sie können dies allerdings leicht tun, da auch große Teile der kath. Basis mittlerweile mit dem kath. Kirchenverständnis nichts mehr anfangen können und Konsens statt Wahrheit suchen. Das führt schließlich zum „Dogma“, dass letztlich die „erstarrte“ RKK an der ökumenischen Krise schuld ist, obwohl die Protestanten bislang rein gar nichts auf theologischer Ebene für die Ökumene getan haben.
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#16   Rodolfo Panetta   11:56:21 | Freitag, 21. September 2007
Theologische Gründe sprechen für den alten Ritus!
Es geht hier nicht um die Sprache Latein oder gar um Nostalgie. Wir wollen katholisch bleiben. Moderne Katholiken wie Pfarrer Mohr unterstützen die Entwicklung in unserer verkommenen bundesdeutschen Gesellschaft. Heute ist aber Widerstand angesagt gegen Abtreibung, Gender-Gleichschaltung und jede Art von familienfeindlicher Ideologie. Jetzt will Ministerin Ursula von der Leyen den Familie das Ehegatten-Splitting wegnehmen, um Krippenplätze zu finanzieren. Gegen solch eine schändliche Politik müssen wir Sturm laufen!
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#15   Bernd Stromberg   11:49:12 | Freitag, 21. September 2007
Hat Pfarrer Mohr recht?
Ich denke, Pfarrer Mohr hat genau in dem Maße recht, in dem auch die Tradis recht haben, dass der ordentliche Usus ein ganz und gar unwürdiges Spektakel ist. Ich hoffe, dass niemand die sanfte Ironie dieser Äußerung übersieht;-) Wie immer: Die Extremisten beider Lager schenken sich nichts und geben sich alle Mühe, den usus des anderen Lagers zu verunglimpfen und kleinzureden. Gut, dass Papst Benedikt die ganze Sache sehr viel objektiver und ausgewogener sieht. Vor allem muss Schluß sein mit dieser komischen Ghettomentalität und dem kleinlichen Parteiendenken. Der ordentliche und der außerordentliche Usus gehören der ganzen Kirche. Punkt, Aus, Ende!!! Bei Pfarrer Mohr merkt man deutlich, dass er sich über das Motu proprio ärgert, aber letztlich nichts ändern kann, da es nun einmal der Willen des obersten Gesetzgebers ist. Und das ist gut so;-)
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#14   Marsilius Ficinus   11:00:06 | Freitag, 21. September 2007
Inhaltsloses Schauspiel? Vorsicht…
Wahrscheinlich muss man sich bewußt machen, dass jeder Ritus inhaltsleer und ins Lächerliche gezogen werden kann. Davor ist auch keiner der beiden usus des römischen Ritus gefeit. Wenn auf eine gewisse „feminine Erscheinungsform“ des usus antiquior hingewiesen wird, so würden einem spontan viele Entstellungen des usus recentior einfallen, die aus diesem einen billigen Event mit Discoeffekten und Popmusik machen. Beides hat mit den jeweiligen liturgischen Büchern natürlich nichts zu tun. Es wird deutlich, dass bei beiden usus eine ars celebrandi erforderlich ist, die sich von allem Lächerlichen fernhält. Hier spielt eine entsprechende liturgische Ausbildung eine entscheidende Rolle. Keiner der usus ist per se gleichsam automatisch würdig und erhaben, sondern natürlich kommt es auf die rechte Intention und Sorgfalt des Zelebranten an. Und machen wir uns nichts vor: Den Hang zur Selbstdarstellung gibt es überall, er ist völlig unabhängig von irgendwelchen usus zu sehen. Bis zur Karikatur hin kann man beide usus entstellen; ich habe dies für den usus antiquior selbst noch nicht erlebt, wobei ich an diesem noch nicht so oft teilgenommen habe. Aber auch diesen kann man lieblos und schnell „herunterhecheln“, so wie man den usus recentior durch allerlei gutgemeinte, aber verfehlte Kreativität, die sich als krampfhaftes „Modernseinwollen“ entpuppt, der Lächerlichkeit preisgeben kann. Abhilfe schafft vertiefte liturgische Bildung und die strikte Verwendung der liturgischen Bücher!
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#13   Don Camillo   10:09:19 | Freitag, 21. September 2007
@Tridentinus
Gerade in der Überlieferten Gestalt der Römischen Messe (wie in allen Überlieferten Riten) ist für eine Selbstdarstellung des Priesters kein Raum. Die Kultsprache und die anderen Rubriken verhindern dies. Die Person des Priesters tritt ganz zurück, wenn er liturgisch in persona Christi Capitis handelt und dabei nichts gestalten muß, sondern sich – sehr entlastend – in eine vorgegebene liturgische Gestalt fügen kann.
Ich nehme an, dass Sie mit „überlieferter Gestalt der römischen Messe“ den ausserordentlichen Ritus meinen. In diesem Ritus ist es aber so, dass er ähnlich einem Ballett vorgetragen wird. Durch die den Zelebranten ausgesprochen fordernden „Bewegungen“ wirkt er sehr feminin. Gerade bei Priestern, die auch sonst eher „tuntig“ wirken (gibts auch bei der Piusbruderschaft), wird dieser Ritus dann ins Lächerliche gezogen und wird dann auch zu einer Darstellung, zu einem inhaltslosen Schauspiel. Darin sehe ich die Gefahr.
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#12   Tridentinus   09:57:46 | Freitag, 21. September 2007
@leshandl1
Gerade in der Überlieferten Gestalt der Römischen Messe (wie in allen Überlieferten Riten) ist für eine Selbstdarstellung des Priesters kein Raum. Die Kultsprache und die anderen Rubriken verhindern dies. Die Person des Priesters tritt ganz zurück, wenn er liturgisch in persona Christi Capitis handelt und dabei nichts gestalten muß, sondern sich – sehr entlastend – in eine vorgegebene liturgische Gestalt fügen kann.
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#11   leshandl1   09:04:46 | Freitag, 21. September 2007
Pfarrer Mohr
stimme ich voll zu. Die jetzt die alte Messe propagieren, haben nicht zuletzt die Selbstdarstellung der „Zelebranten“ im Sinn, nicht die Feier der Gemeinde. Dem entspricht das Priesterbild der PX. Sie wollen bewusst oder unbewusst ihr ego damit aufmotzen.
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#10   Freinsberg   09:04:02 | Freitag, 21. September 2007
Tridentinischer Ritus – Bulle „Quo primum“
Im kürzlich erschienenen Heft des Archivs für Liturgiewissenschaft <48. 2006, H. 1/2, S. 41-51> hat Prof. Martin Klöckener eine kritische Edition der Bulle „Quo primum“ mit einer eigenen Übersetzung veröffentlicht.
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#9   möchtegern-kathole   08:37:14 | Freitag, 21. September 2007
Hw. Mohr wird zitiert: „Diesem Ritus liege ein „anderes“ Priester- und Kirchenverständnis zugrunde.“
Lefevbre sagte das selbe.
So sind wir uns inhaltlich schon mal über sehr vieles einig.
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#7   Defensor Fidei   23:30:38 | Donnerstag, 20. September 2007
@ Benedikt & monti: Das Konzil, das Meßopfer und die Frage: „Wer legt fest was katholisch ist?“
…argumentiert wider das Konzil […] Anderswo macht er die Treue zum Konzil zum Lackmustest
Die Preisfrage lautet doch: WAS wollte das Konzil? Konservative & Liberale legen es ja offensichtlich völlig unterschiedlich aus & berufen sich dabei auf Konzilsdokumente. Nunmehr rächt sich, daß man versuchte, die Aussagen des Konzils nur positiv zu formulieren. Das konnte nicht gutgehen. Dogmatische Aussagen können nicht pastoral formuliert werden. So käme ja auch kein normal denkender Mensch auf die aberwitzige Idee, ein Gesetz pastoral zu formulieren. Täte man es, dann wäre es kein Wunder wenn diese Gesetze anschließend von jedem Gericht anders ausgelegt werden würden. In der Dogmatik haben pastorale Formulierungen nichts zu suchen.
Ich bin fest davon überzeugt, daß Christus uns[…] nicht die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers [hinterlassen hat]
Wenn dem so wäre, dann wären sowohl Realpräsenz als auch die Doppelkonsekration völlig unnötig. Beides gäbe keinen Sinn & wäre überflüssig wie ein Kropf.
Das ist jedoch nicht katholisch
Eben! Was katholisch ist, das legt die Kirche fest & sonst niemand. Wem das nicht paßt, der kann austreten. Wer stattdessen versucht, die Kirche zu revolutionieren, der handelt genauso abwegig wie ein Mitglied im Basketballverein, das lieber Fußball spielt, aber nicht austreten will und stattdessen aus rein sentimentalen Gründen nichts unversucht läßt, den Basketballverein in einen Fußballverein umzuwandeln, etwa weil man dort schon immer Mitglied war
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#6   Graf von Galen   22:23:41 | Donnerstag, 20. September 2007
Wider VII
Daß die alte Messe dazu beitragen wird, die VII- Irrtümer
zu überwinden, ist richtig und gut so.
Wenn Pfarrer Mohr nicht mehr katholisch ist, soll er
doch die Konsequenzen ziehen und zu den Alt-
katholiken oder Protestanten konvertieren.
Die freuen sich über jeden Proselyten, da diese
gerade wegen ihrer zeitgeistigkeit noch mehr vergreist
sind als die VII- Kirche. Es sind eben abgestorbene
Zweige des mystischen Leibes Christi.
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#5   Bokrug †   21:51:30 | Donnerstag, 20. September 2007
@monti:
Zu 1:
Richtig.
Ferner sind (oft ja goldene) Monstranz und Hostie ganz klar AUFERSTEHUNGSSYMBOLE für den siegreich erstandenen Christus als solarischen Christus. Der Satan und Tod Überwand…das Chrestos-Symbol des Urchristentums war auch eine stilisierte Sonne.
Nach dem Leiden und der Kreuzigung…folgt der Sonntag und Ostern, die triumphale Auferstehung.
Dies hat die orthodoxe Ostkirche lithurgisch sehr viel besser und stärker betont als die zu sehr auf das Kreuz fixierte katholische Kirche.
Nebenbei halte ich es für möglich, dass es bis ca. 2100 so weit sein könnte…Eschatologie.
…ww.johannesoffenbarung.de/
Christiana-Verlag
www.abacuscity.ch/abashop?fros=1&i=QYDA4…
www.artfond.de/geldseite
Grüsse
Bokrug
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#4   monti   21:34:47 | Donnerstag, 20. September 2007
An alle guten Katholiken
1. Ich bin fest davon überzeugt, dass Christus uns das Gedenken an sein Abendmahl hinterlassen hat und nicht die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers. Aus diesem Blickpunkt kann ich die NOM-Befürworter gut verstehen.
2. Das ist jedoch nicht katholisch. Die katholische Messe war immer die Opfermesse. Daher habe ich in dieser Hinsicht viel Verständnis für die Tradis.
3. Wenn eine Religion aufhört, sich selbst als die „Einzig wahre“ zu bezeichnen, beraubt sie sich damit ihrer Existenzberechtigung. Religion ist ja nur eine Sache von „Glauben oder Nicht-Glauben“, nicht von „Wissen“. Wenn ich aber einmal der Meinung bin, dass alle Religionen zum Heil führen, was auch immer darunter zu verstehen ist, komme ich auch schnell zu dem Schluss, dass an Religion und Glauben überhaupt nichts dran ist. Aus diesem Blickwinkel habe ich also eindeutige Präferenzen für die Sicht der Tradis.
Ein jüdischer Rabbiner sagte unlängst im Fernsehen, dass das Judentum nur deshalb überlebt hat, weil es NIE seine – aus moderner Sicht unsinnigen – Traditionen aufgegeben hat. Das sollten sich moderne Katholiken mal hinter die Ohren schreiben.
In diesem Sinne: Es lebe die Alte Messe ! o^/
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#3   COLOMBE   18:19:42 | Donnerstag, 20. September 2007
Ignorantia affectata
Der Pfarrer Josef Mohr leidet an Ignorantia affectata (= das bloße Nicht-Wissen-Wollen). >:)
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#2   chancel_screen   17:49:47 | Donnerstag, 20. September 2007
Alter Ritus in Frankfurt am Main
Weiß jemand, ob sich in Frankfurt seit Inkrafttreten des MP etwas geändert hat (z.B. zusätzliche Messen im Alten Ritus in Sankt Leonhard)?
Bin für jeden Hinweis sehr dankbar.
chancel_screen
P.S. Die Messzeiten in Hattersheim sind mir bekannt.
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#1   Benedikt   16:09:34 | Donnerstag, 20. September 2007
Hw. Mohr…
…argumentiert wider das Konzil, wenn er die jüngste Erklärung der Glaubenskongregation kritisiert, die sich ausschließlich auf die Aussagen dieses Konzils bezieht. Interessant: Anderswo macht er die Treue zum Konzil gewissermaßen zum Lackmustest. Gleiches Recht für alle? Hier in Mainz gibt es übrigens auch einen Pfr. Josef Mohr – seit letzter Woche zelebriert er sonntags und dienstags im alten Ritus.
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