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Der Papst im Kampf mit zwei Tauben + Requiescant in pace + Was machst du hier? + Würdiger Selbstmord im Kreis der Angehörigen + Klinisch tote schwangere Mutter
Der Papst im Kampf mit zwei TaubenVatikan. Beim sonntäglichen Angelusgebet von Papst Johannes Paul II. sollten wieder einmal zwei Tauben als Zeichen des Friedens von Kindern in die Freiheit entlassen werden. Wie schon beim letzten Mal blieben die beiden Vögel aber erneut auf dem Fenstersims des Apostolischen Palastes hocken. Der Heilige Vater versuchte daraufhin, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und die Tauben wegzuscheuchen. Die Tiere wollten nicht. Eine der Tauben flog sogar in den Raum zurück. Auch ein zweiter Versuch, die Vögel zum Fliegen zu bewegen, war nicht von Erfolg gekrönt. Trotzdem amüsierte sich der greise Papst sichtlich. Erst ein umsichtiger Helfer im Hintergrund brachte die Tauben schließlich dazu, den Petersplatz zu umfliegen. Den anwesenden Pilgern sagte der Papst, daß die Seligpreisung ‘Selig die Friedfertigen’ auch für die ganz Kleinen gültig sei. Kinder müßten lernen, das Böse mit dem Guten, die Lüge mit der Wahrheit, die Rache mit der Vergebung und den Haß mit der Liebe zu besiegen.
Requiescant in pace
Deutschland. Der emeritierte Weihbischof von Trier, Msgr. Karl Heinz Jacoby, ist am Samstag 86-jährig in Trier an einem Schlaganfall verstorben. Dies berichtete das „Saar-Echo“. Jacoby war Zeit seines bischöflichen Wirkens vor allem um die Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich bemüht und arbeitete auch daran, die von den Nationalsozialisten verursachten Gräben zwischen Deutschland und Luxemburg zu überwinden.
Luxemburg. Ebenfalls am Samstag ist der emeritierte Erzbischof von Luxemburg, Jean Hengen, im Alter von 92 Jahren verstorben. Msgr. Hengen war langjähriger Versitzender der deutschsprachigen Kommission für die liturgischen Bücher.
Was machst du hier?
Italien. In Süditalien waren in den letzten Tagen katholische Einrichtungen Ziel des organisierten Verbrechens. Dies berichtete die katholische Tageszeitung „Avvenire“ in ihrer Sonntagsausgabe. In der Stadt Vibo Valentia in Kalabrien sei ein Sprengsatz vor der Pfarrkirche Santa Maria de Latinis entdeckt worden. Kalabrien ist die südlichste Region der italienischen Halbinsel. Nach dem Bericht von „Avvenire“ haben auch Pfarrer in Neapel (200 km südlichen von Rom) zum Widerstand gegen die Verbrechen der organisierten Kriminalität der Stadt aufgerufen. Mafia und Evangelium seien unvereinbar. In Neapel tobt seit Monaten ein Krieg zwischen rivalisierenden Verbrecher-Clans. Er hat bereits zahlreiche Menschenleben gefordert. Der Bischof von Pompei, Carlo Liberati (67), hat seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr eine Kampagne gegen die organisierte Kriminalität gestartet. Seitdem bekommt er regelmäßig Drohbriefe, in denen zu lesen ist: „Wer schickt dich? Was willst du? Was machst du hier?“
Würdiger Selbstmord im Kreis der Angehörigen
Kanada. Der 78-jähriger Kanadier Marcel Tremblay hat sich am vergangenen Freitag in Anwesenheit seiner Familie, seiner Freunde, der Presse und eines unabhängigen Zeugen umgebracht. Dies berichtet die „Kanadische Presse“. Tremblay, der an einer Lungenkrankheit litt, wollte mit seinem Selbstmord Reklame für ein Sterben „in Würde“ machen und eine nationale Debatte über Euthanasie anregen. Als Todesart wählte er Ersticken mittels eines Plastikbeutels. Vor laufender Kamera erklärte der Selbstmörder, er sei glücklich, daß er noch stark genug sei, sich den tödlichen Beutel selbst über den Kopf stülpen zu können. Während die Verwandtschaft zuschaute, wie Tremblay vor ihren Augen erstickte, hielt der katholische Priester der örtlichen Pfarre eine Gebetsvigil für den Sterbenden.
Klinisch tote schwangere Mutter
Italien. Eine italienische Mutter erlitt in der 18. Schwangerschaftswoche um Neujahr eine Hirnblutung und liegt seitdem im Koma. Sie muß künstlich beatmet und ernährt werden. Nach Berichten in der italienischen Presse sind die Überlebenschancen der Komapatientin „äußerst gering“. Der italienische Gesundheitsminister, Girolamo Sirchia, und der Erzbischof von Genua, Tarcisio Kardinal Bertone (70), appellierten an Ärzte und Angehörige, die lebenserhaltenden Maßnahmen so lange als nötig aufrechtzuerhalten, um die Überlebenschancen des Kindes zu verbessern. Die Letztentscheidung liegt beim Ehemann der schwangeren Mutter.
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