[ « 138 139 140 141 142 » ]
Mittwoch, 19. September 2007 20:33
Kardinal Meisner ist der neue Hitler
Für das, was sich ein Journalist der ‘Frankfurter Rundschau’ über ein vom Kölner Kardinal verwendetes Wort zusammengereimt hat, gibt es nur ein Wort: Kirchenhaß.
Die 'Frankfurter Rundschau' illustriert ihren Haßartikel von Arno Widmann mit einer Karikatur.
Die ‘Frankfurter Rundschau’ illustriert ihren Haßartikel von Arno Widmann mit einer Karikatur.
(kreuz.net) Die Stunde der Kirchenhasser hat geschlagen. Einer der Haßprediger ist der Adorno-Schüler Arno Widmann – seit diesem Jahr Feuilletonchef der linkslastigen Tageszeitung ‘Frankfurter Rundschau’.

Für seine Leser hat Widmann die Abgründe in der schwarzen Seele des teuflischen Kardinals Meisner von Köln ausgelotet:

Der Kirchenfürst sei „so eins mit den in seiner Kirche überlieferten Schemata von Gut und Böse“, daß es ihm keine Sekunde in den Sinn komme, daß ein Vergleich Hitlers mit Herodes eine Verharmlosung des Nationalsozialismus „darstellt“.

Das schreibt Widmann mit indikativer Gewißheit. Er erweist sich damit als Verharmloser der mörderischen und täglich tausendfachen Kinderschlächterei.

Widmann erkennt auch klar, daß Kardinal Meisner vom Nationalsozialismus besessen ist.

Sein schlagender Beweis: Der Kardinal hat das Wort „entartet“ gebraucht.

Zu Recht hat Widmann also die Alarmglocke geläutet, um Deutschland vor dem schlimmsten zu bewahren.

Trotzdem ist dem Journalisten vorzuwerfen, daß er untertreibt und somit als Verharmloser des Nationalsozialismus dasteht: Er hat das Ausmaß der Gefahr nicht erkannt.

Denn seit der Liturgiereform liest der Kirchenfürst die Heilige Messe in der deutschen Volksprache.

Er betet regelmäßig und öffentlich um das Kommen des Reiches.

Als ob das nicht genügte: Er besitzt vielleicht sogar einen Führerschein.

Wenn der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle die Äußerungen des Kardinals als „intolerant, ignorant“ bezeichnet, hat auch er die Dramatik der Stunde nicht erfaßt.

Hallo Herr Westerwelle, hier geht es um hartgekochte Nationalsozialisten, nicht einfach um den Kinderreim „intolerant, ignorant“.

Es ist unglaublich, mit welcher Gelassenheit, die freiheitlichen, offenen und toleranten demokratischen deutschen Medien diesen hochgefährlichen Akt der Brandstiftung hinnehmen.

Nach dem, was der Kardinal gepredigt hat, ist sonnenklar, daß die Nationalsozialisten praktisch vor den Toren Kölns stehen.

Von dort bis nach Berlin sind es 581 Kilometer, die man in fünf Stunden und einunddreißig Minuten zurücklegen kann.

Man wundert sich, warum die Braunen nicht schon in der Bundeshauptstadt angekommen sind.

Das kann man höchstens damit erklären, daß sie noch damit beschäftigt sind, ‘kreuz.net’-Artikel zu schreiben.

Auch hier liefert Widmann Aufdeckungsjournalismus vom Feinsten.

Er offenbart seinem erschreckten Publikum die finsteren Hintermänner von Kardinal Meisner: „Wer www.kreuz.net aufruft, der wird sehen, wo Meisners Gesinnungsgenossen sind.“

Noch schlimmer: „Er wird nicht sehen, wer sie sind. Sie ziehen die Anonymität vor.“

Voilà. Hier ist er. Der unsichtbare Feind. Der an jeder Ecke lauert. Wer weiß. Vielleicht sitzt die ‘kreuz.net’ Redaktion schon in Berlin? Deutschland erwache!

Kardinal Meisner sitzt in Widmanns aufrüttelnder Analyse mit Nationalsozialismus und Kommunismus im gleichen Boot: „Meisners Katholizismus ist selbst totalitär.“

Warum braucht es da noch Holocaust-Museen? Es genügt, den Schülern von heute das Monster von Köln als lebendes Exemplar des Schreckens vorzuführen.

Das Monster wurde entlarvt, weil es das Entartete entartet nannte.

Aber im Tiefsten haßt Widmann am Kardinal etwas anderes: Der Kirchenfürst weiß ihm zu viel.

„Der Anspruch darauf, überall und in allem das letzte Wort zu haben, wird derzeit von niemandem so vorbehaltlos, ja so schamlos vorgetragen wie von Joachim Meisner.“

Hier gerät der aufgeklärte Widmann – man muß es eingestehen – allerdings ein bißchen ins Predigen:

„Joachim Meisner macht uns allen klar, daß es beim Glauben nicht ums Suchen, nicht um die Unsicherheit geht, nicht also um das, was ihn für die aufgeklärten unter seinen Verehrern – zum Beispiel Jürgen Habermas – so interessant macht.“

Klingt wie ein Sprüchlein aus der katholischen Erwachsenenbildung. Widmanns aufgeklärter Glaube ist ein dünnes Süppchen:

„Es geht nicht darum, eine Tür offenzuhalten ins Unbekannte, bereit zu sein fürs Unerwartete, Nicht-Einmal-Erhoffte“ – stöhnt er weiter.

Wer weiß, daß er nichts weiß, ist nur weise, wenn er aus seinem Nichtwissen die Konsequenz zieht und die Klappe hält: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.“

Wer trotzdem redet, endet zwangsläufig im Seichten:

„Es geht in der Glaubenswelt des Joachim Meisner nicht um Demut, Milde und Güte – schon gar nicht um deren Werke“ – säuselt Widmann vor sich hin.

Ob der Hitler-Kardinal in Sachen Demut, Milde und Güte in Zukunft Maß an Widmanns Haßartikel nehmen sollte?

Statt Demut, Milde, Güte findet Widmann in Kardinal Meisner nur „Gehorsam“, „Unterwerfung“, „in die Knie zwingen“.

Etwas pauschal. Etwas schwarz-weiß. Guter Habermas – böser Meisner.

Wie war das noch einmal mit den festgefahrenen „Schemata von Gut und Böse“, die Widmann in Meisners Porzellanteller entdeckt zu haben glaubt?
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 87 Lesermeinungen:
Donnerstag, 4. Oktober 2007 23:39
Bokrug †: @Anti-Modernist:
Under the Nazis, the German chemical company I.G. Farben and Rockefeller’s Standard Oil of New Jersey were effectively a single firm, merged in hundreds of cartel arrangements. I.G. Farben was led up until 1937 by the Warburg family, Rockefeller’s partner in banking and in the design of Nazi German eugenics.

Following the German invasion of Poland in 1939, Standard Oil pledged to keep the merger with I.G. Farben going even if the U.S. entered the war. This was exposed in 1942 by Sen. Harry Truman’s investigating committee, and President Roosevelt took hundreds of legal measures during the war to stop the Standard-I.G. Farben cartel from supplying the enemy war machine.

In 1940-41, I.G. Farben built a gigantic factory at Auschwitz in Poland, to utilize the Standard Oil/I.G. Farben patents with concentration camp slave labor to make gasoline from coal. The SS was assigned to guard the Jewish and other inmates and select for killing those who were unfit for I.G. Farben slave labor. Standard-Germany president Emil Helfferich testified after the war that Standard Oil funds helped pay for SS guards at Auschwitz.

In 1940, six months after the notorious Standard-I.G. meeting, European Rockefeller Foundation official Daniel O’Brian wrote to the Foundation’s chief medical officer Alan Gregg that „it would be unfortunate if it was chosen to stop research which has no relation to war issues“ so the Foundation continued financing Nazi „psychiatric research“ during the war.
Montag, 24. September 2007 21:55
wiener: ach hvo,
haben sie auch irgendetwas sinnvolles beizutragen?
Montag, 24. September 2007 21:40
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Wiener,
sag ich doch! Wechseln Sie zurück.
Montag, 24. September 2007 21:38
wiener: selbst die …
… bild-zeitung ist – verglichen mit dem geschreibsel von +.net – ein hort journalistischer sorgfalt, qualität und anspruch.
Montag, 24. September 2007 20:58
HeinrichvonOfterdingen: Lieber Wiener,
es bleibt – wieder einmal – +.net vorbehalten, hier den tiefstpunkt zu markieren. das ist einfach schamlos und letztklassig.
und die liste ließe sich endlos fortsetzen.

… vielleicht sollten Sie doch wieder auf die BILD-Zeitung umsteigen.
Montag, 24. September 2007 20:56
wiener: @ vorposter
ja, selbstverständlich würde ich es besser machen. aber das ist ja – bei dem kaum mehr unterbietbaren niveau dieser seite – keine echte herausforderung.

@ hvo:
mag sein dass irgendwer irgendjemand mit hitler verglichen hat. hier wird (nicht als frage, nicht als meinung, sondern als überschrift) ein kardinal der katholischen kirche als „neuer hitler“ beschimpft. eine diktion, die kein einziger der kritiker meisners auch nur ansatzweise verwendet hat. es bleibt also – wieder einmal – +.net vorbehalten, den tiefstpunkt zu markieren.
und natürlich wird hier der eindruck erweckt, dass der rundschau-kommentator dies irgendwie gesagt haben könnte. genau wie an anderer stelle fälschlicherweise behauptet (unterstellt) wird, dass hans küng den papst als antichristen bezeichnet habe. es bleibt – wieder einmal – +.net vorbehalten, hier den tiefstpunkt zu markieren. das ist einfach schamlos und letztklassig.
und die liste ließe sich endlos fortsetzen.

im übrigen:
kardinal meisner hat eine „schützenhilfe“ von den +.net-schmierfinken nun wahrlich nicht nötig. zufälligerweise kenne ich den erzbischof schon eine weile und bin mir sicher, dass er absolut keinen wert auf diese „unterstützung“ legt.
Alle Lesermeinungen anzeigen 81 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net