„Das hätte aber schon vor zwanzig Jahren geschehen sollen“
Kurz nach dem Besuch von Papst Benedikt XVI. werden in Österreich Stimmen laut, die den Zölibat abschaffen wollen. An fordester Front kämpft ein Bischof, der vorgibt, gar nicht zu kämpfen.
(kreuz.net, Innsbruck) Der Bischof des Bistums Innsbruck, Mons. Manfred Scheuer, hat sich am Mittwoch
zu verheirateten Männern als Priestern geäußert:
„Ich kann mir viri probati vorstellen“, sagte Mons. Scheuer am Rande einer Pressekonferenz.
Er werde „das aber sicher nicht im Alleingang machen“.
Gleichzeitig schwächte der Bischof ab: „Wichtig ist, daß die Lebensform auch vom Versprechen her gesehen wird.“
Wenn jemand bei der Priesterweihe etwas gelobe und sich dann anders entscheide, sei eine „Klärung“ nötig.
Abt beschwört Veränderung
Auch der Abt des Zisterzienserklosters Stams in Tirol, German Erd, glaubt, daß eine Lockerung des Zölibats bedacht werden müsse.
In einem Interview mit dem Österreichischen Hitradio Ö3 stellte der Abt fest, daß sich die Gesellschaft verändert habe.
Aus diesem Grund trete er für eine Lockerung des Zölibats ein: Pfarrern solle die Lebensform freigestellt sein.
Für höhere Würdenträger wie Bischöfe und Kardinäle sowie für Ordensmitglieder sollte das Zölibat weiterhin bestehen bleiben.
Er selber, so der Abt, sei ein „absoluter Befürworter des Zölibats“. Er sehe darin „die ideale Lebensform für einen Priester“.
Viele junge Menschen seien heute jedoch nicht mehr dazu bereit, „sich zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zu einer Frau zu entscheiden“.
Der Priestermangel sei „eines der größten Probleme der Katholischen Kirche“.
Rektor: Zwanzig Jahre hinten
Bereits am Montag äußerte sich der Rektor des Internationalen Priesterseminars Canisianum in Innsbruck, Jesuitenpater Gerwin Komma, vor der ‘Tiroler Tageszeitung’ zum Thema:
„Bei aller Wertschätzung für den Zölibat sollten auch ‘viri probati’ – bewährte verheiratete Männer – als Priester nicht tabu sein.“
„Das hätte aber schon vor zwanzig Jahren geschehen sollen“, doppelte der Jesuit nach.
Der Pfarrgemeinderat weiß es auch
Auch ein Pfarrgemeinderat der Diözese Linz hat gestern Werbung gegen den Zölibat gemacht.
Es sei die Lehre der Kirche, daß der Zölibat nicht zum Wesen des Priestertums gehöre, sondern „dem Priestertum angemessen“ sei, schreibt das Laiengremium aus einer Pfarre in Steyr in einem Brief an die österreichischen Bischöfe.
Die Aufhebung des Zölibats oder die Wiedereinsetzung von laisierten Priestern würde zumindest Teillösung für den Priestermangel schaffen – so das Laiengremium:
Es gebe genügend Männer „und auch Frauen“, die sich berufen fühlten, die Priesterweihen zu empfangen.
© David Mongeau-Petitpas, CC
„Ich kann mir viri probati vorstellen“, sagte Mons. Scheuer am Rande einer Pressekonferenz.
Er werde „das aber sicher nicht im Alleingang machen“.
Gleichzeitig schwächte der Bischof ab: „Wichtig ist, daß die Lebensform auch vom Versprechen her gesehen wird.“
Wenn jemand bei der Priesterweihe etwas gelobe und sich dann anders entscheide, sei eine „Klärung“ nötig.
Abt beschwört Veränderung
Auch der Abt des Zisterzienserklosters Stams in Tirol, German Erd, glaubt, daß eine Lockerung des Zölibats bedacht werden müsse.
In einem Interview mit dem Österreichischen Hitradio Ö3 stellte der Abt fest, daß sich die Gesellschaft verändert habe.
Aus diesem Grund trete er für eine Lockerung des Zölibats ein: Pfarrern solle die Lebensform freigestellt sein.
Für höhere Würdenträger wie Bischöfe und Kardinäle sowie für Ordensmitglieder sollte das Zölibat weiterhin bestehen bleiben.
Er selber, so der Abt, sei ein „absoluter Befürworter des Zölibats“. Er sehe darin „die ideale Lebensform für einen Priester“.
Viele junge Menschen seien heute jedoch nicht mehr dazu bereit, „sich zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zu einer Frau zu entscheiden“.
Der Priestermangel sei „eines der größten Probleme der Katholischen Kirche“.
Rektor: Zwanzig Jahre hinten
Bereits am Montag äußerte sich der Rektor des Internationalen Priesterseminars Canisianum in Innsbruck, Jesuitenpater Gerwin Komma, vor der ‘Tiroler Tageszeitung’ zum Thema:
„Bei aller Wertschätzung für den Zölibat sollten auch ‘viri probati’ – bewährte verheiratete Männer – als Priester nicht tabu sein.“
„Das hätte aber schon vor zwanzig Jahren geschehen sollen“, doppelte der Jesuit nach.
Der Pfarrgemeinderat weiß es auch
Auch ein Pfarrgemeinderat der Diözese Linz hat gestern Werbung gegen den Zölibat gemacht.
Es sei die Lehre der Kirche, daß der Zölibat nicht zum Wesen des Priestertums gehöre, sondern „dem Priestertum angemessen“ sei, schreibt das Laiengremium aus einer Pfarre in Steyr in einem Brief an die österreichischen Bischöfe.
Die Aufhebung des Zölibats oder die Wiedereinsetzung von laisierten Priestern würde zumindest Teillösung für den Priestermangel schaffen – so das Laiengremium:
Es gebe genügend Männer „und auch Frauen“, die sich berufen fühlten, die Priesterweihen zu empfangen.
© David Mongeau-Petitpas, CC
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Dienstag, 25. September 2007 10:08
ManuelaTheresia: kreuz.net
Nicht die Kirche in Österreich kreist „nur noch um gewisse Unterleibsthemen“, sondern kreuz.net, das
aus jedem Halbsatz, den irgendwer über den Zölibat sagt, eine Riesenmeldung macht, sich zu knapp 50%
mit dem Homosexuellenmilieu beschäftigt und selbstverständlich zu jeder Meldung Bilder von tanzenden
Tunten aus dem Archiv holt.
Mir ist es lieber, es wird darüber „geredet“, als das es die Kirche „im Geheimen“ tut!
Mir ist es lieber, es wird darüber „geredet“, als das es die Kirche „im Geheimen“ tut!
Freitag, 21. September 2007 09:32
Freinsberg: @ Typ
Auf diese Weise kann man sich ganz legal mit Sex befassen. Wie sagt doch Mephisto zu Faust? „Man darf das nicht vor keuschen Ohren nennen, was keusche Herzen nicht entbehren können.“
Freitag, 21. September 2007 09:17
Typ: @ Schwachsinn von Galen
Die VII- Kirche in Österreich kreist anscheinend nur noch um gewisse Unterleibsthemen. Der Sinn für
das Heilige und Reine scheint völlig verloren gegangen zu sein.
Wie kommen Sie auf so einen Schwachsinn? Wenn jemand über Gott predigt, kommt das halt nicht in die Tageszeitung. Wenn jemand etwas über den Zölibat sagt, kommt es sofort in die Zeitungen – und zu kreuz.net.
Nicht die Kirche in Österreich kreist „nur noch um gewisse Unterleibsthemen“, sondern kreuz.net, das aus jedem Halbsatz, den irgendwer über den Zölibat sagt, eine Riesenmeldung macht, sich zu knapp 50% mit dem Homosexuellenmilieu beschäftigt und selbstverständlich zu jeder Meldung Bilder von tanzenden Tunten aus dem Archiv holt.
Der „Redakteur“, der das Archiv mit den Schwulenbildern betreut, kreist nur um Unterleibsthemen. Die österreichische Kirche tut das sicher nicht. Nirgends ist der Anteil an Sexnachrichten so hoch wie auf kreuz.net!
Wie kommen Sie auf so einen Schwachsinn? Wenn jemand über Gott predigt, kommt das halt nicht in die Tageszeitung. Wenn jemand etwas über den Zölibat sagt, kommt es sofort in die Zeitungen – und zu kreuz.net.
Nicht die Kirche in Österreich kreist „nur noch um gewisse Unterleibsthemen“, sondern kreuz.net, das aus jedem Halbsatz, den irgendwer über den Zölibat sagt, eine Riesenmeldung macht, sich zu knapp 50% mit dem Homosexuellenmilieu beschäftigt und selbstverständlich zu jeder Meldung Bilder von tanzenden Tunten aus dem Archiv holt.
Der „Redakteur“, der das Archiv mit den Schwulenbildern betreut, kreist nur um Unterleibsthemen. Die österreichische Kirche tut das sicher nicht. Nirgends ist der Anteil an Sexnachrichten so hoch wie auf kreuz.net!
Freitag, 21. September 2007 09:11
leshandl1: Probleme nicht kleinreden
will „Wir sind Kirche“:
Immer öfter haben Gemeinden keinen eigenen Priester. Verheiratete Priester bewähren sich auch in der römisch katholischen Kirche, sei es als von Rom anerkannte griechisch katholische oder verheiratete Pastoren.
Von Pfarrgemeinderäten bis zu hohen kirchlichen Amtsträgern wird immer deutlicher gefordert, Priestern die Ehe zu erlauben. Die Aufhebung des Pflichtzölibats ist kirchenrechtlich möglich. Um die „Seelsorge“ im überschaubaren Rahmen der Gemeinden zu retten ist es dringend an der Zeit, Schritte in diese Richtung zu setzen. Dazu gehören Überlegungen, wie einzelne Ortskirchen weltkirchliche Entscheidungen vorbereiten können. Das kann effizient nur geschehen, wenn alle Kräfte der Kirche, von den Pfarrgemeinderäten bis zu den Spitzen der Kirchenleitung, gemeinsam nach Möglichkeiten und konkreten Schritten suchen.
„Wir sind Kirche“ schlägt daher vor, unverzüglich mit den Vorbereitungen zu einem Regionalkonzil oder einer Österreich-Synode zu beginnen.
Kardinal Schönborns Aussage, „Papst Benedikt habe alle Fragen, auch die der Kritiker, auch des Kirchenvolks-Begehrens beantwortet“ ist unzutreffend. Wir – die jene Fragen gestellt haben – mussten leider das Gegenteil feststellen. Den Vorschlag, in lokalen Kirchenversammlungen, etwa in Synoden, die anstehenden Fragen zu behandeln, finden wir jedoch gut. Die Missstände zu verschweigen und nicht zu handeln bedeutet, sich an der Zukunft unserer bedrohten Gemeinden mitschuldig zu machen.
Immer öfter haben Gemeinden keinen eigenen Priester. Verheiratete Priester bewähren sich auch in der römisch katholischen Kirche, sei es als von Rom anerkannte griechisch katholische oder verheiratete Pastoren.
Von Pfarrgemeinderäten bis zu hohen kirchlichen Amtsträgern wird immer deutlicher gefordert, Priestern die Ehe zu erlauben. Die Aufhebung des Pflichtzölibats ist kirchenrechtlich möglich. Um die „Seelsorge“ im überschaubaren Rahmen der Gemeinden zu retten ist es dringend an der Zeit, Schritte in diese Richtung zu setzen. Dazu gehören Überlegungen, wie einzelne Ortskirchen weltkirchliche Entscheidungen vorbereiten können. Das kann effizient nur geschehen, wenn alle Kräfte der Kirche, von den Pfarrgemeinderäten bis zu den Spitzen der Kirchenleitung, gemeinsam nach Möglichkeiten und konkreten Schritten suchen.
„Wir sind Kirche“ schlägt daher vor, unverzüglich mit den Vorbereitungen zu einem Regionalkonzil oder einer Österreich-Synode zu beginnen.
Kardinal Schönborns Aussage, „Papst Benedikt habe alle Fragen, auch die der Kritiker, auch des Kirchenvolks-Begehrens beantwortet“ ist unzutreffend. Wir – die jene Fragen gestellt haben – mussten leider das Gegenteil feststellen. Den Vorschlag, in lokalen Kirchenversammlungen, etwa in Synoden, die anstehenden Fragen zu behandeln, finden wir jedoch gut. Die Missstände zu verschweigen und nicht zu handeln bedeutet, sich an der Zukunft unserer bedrohten Gemeinden mitschuldig zu machen.
Donnerstag, 20. September 2007 23:18
Fragender: Tja…
1.Tim.3:
1 Das Wort ist glaubwürdig: Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer großen Aufgabe. 2 Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren; 3 er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. 4 Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen. 5 Wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen?
1 Das Wort ist glaubwürdig: Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer großen Aufgabe. 2 Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren; 3 er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. 4 Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen. 5 Wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen?
Donnerstag, 20. September 2007 23:00
Artois †: @Graf von Galen
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