„Das hätte aber schon vor zwanzig Jahren geschehen sollen“
Kurz nach dem Besuch von Papst Benedikt XVI. werden in Österreich Stimmen laut, die den Zölibat abschaffen wollen. An fordester Front kämpft ein Bischof, der vorgibt, gar nicht zu kämpfen.
(kreuz.net, Innsbruck) Der Bischof des Bistums Innsbruck, Mons. Manfred Scheuer, hat sich am Mittwoch
zu verheirateten Männern als Priestern geäußert:
„Ich kann mir viri probati vorstellen“, sagte Mons.
Scheuer am Rande einer Pressekonferenz.
Er werde „das aber sicher nicht im Alleingang machen“.
Gleichzeitig
schwächte der Bischof ab: „Wichtig ist, daß die Lebensform auch vom Versprechen her gesehen wird.“
Wenn jemand bei der Priesterweihe etwas gelobe und sich dann anders entscheide, sei eine „Klärung“ nötig.
Abt beschwört Veränderung
Auch der Abt des Zisterzienserklosters Stams in Tirol, German Erd, glaubt,
daß eine Lockerung des Zölibats bedacht werden müsse.
In einem Interview mit dem Österreichischen
Hitradio Ö3 stellte der Abt fest, daß sich die Gesellschaft verändert habe.
Aus diesem Grund trete
er für eine Lockerung des Zölibats ein: Pfarrern solle die Lebensform freigestellt sein.
Für höhere
Würdenträger wie Bischöfe und Kardinäle sowie für Ordensmitglieder sollte das Zölibat weiterhin
bestehen bleiben.
Er selber, so der Abt, sei ein „absoluter Befürworter des Zölibats“. Er sehe darin
„die ideale Lebensform für einen Priester“.
Viele junge Menschen seien heute jedoch nicht mehr dazu
bereit, „sich zwischen der Liebe zu Gott und der Liebe zu einer Frau zu entscheiden“.
Der Priestermangel
sei „eines der größten Probleme der Katholischen Kirche“.
Rektor: Zwanzig Jahre hinten
Bereits am
Montag äußerte sich der Rektor des Internationalen Priesterseminars Canisianum in Innsbruck, Jesuitenpater
Gerwin Komma, vor der ‘Tiroler Tageszeitung’ zum Thema:
„Bei aller Wertschätzung für den Zölibat sollten
auch ‘viri probati’ – bewährte verheiratete Männer – als Priester nicht tabu sein.“
„Das hätte aber
schon vor zwanzig Jahren geschehen sollen“, doppelte der Jesuit nach.
Der Pfarrgemeinderat weiß es auch
Auch ein Pfarrgemeinderat der Diözese Linz hat gestern Werbung gegen den Zölibat gemacht.
Es sei die
Lehre der Kirche, daß der Zölibat nicht zum Wesen des Priestertums gehöre, sondern „dem Priestertum
angemessen“ sei, schreibt das Laiengremium aus einer Pfarre in Steyr in einem Brief an die österreichischen
Bischöfe.
Die Aufhebung des Zölibats oder die Wiedereinsetzung von laisierten Priestern würde zumindest
Teillösung für den Priestermangel schaffen – so das Laiengremium:
Es gebe genügend Männer „und auch
Frauen“, die sich berufen fühlten, die Priesterweihen zu empfangen.
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50 Lesermeinungen
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kreuz.net Nicht die Kirche in Österreich kreist „nur noch um gewisse Unterleibsthemen“, sondern kreuz.net,
das aus jedem Halbsatz, den irgendwer über den Zölibat sagt, eine Riesenmeldung macht, sich zu knapp
50% mit dem Homosexuellenmilieu beschäftigt und selbstverständlich zu jeder Meldung Bilder von tanzenden
Tunten aus dem Archiv holt. Mir ist es lieber, es wird darüber „geredet“, als das es die Kirche „im Geheimen“
tut!
#50 Freinsberg 09:32:37 | Freitag, 21. September 2007
@ Typ Auf diese Weise kann man sich ganz legal mit Sex befassen. Wie sagt doch Mephisto zu Faust? „Man
darf das nicht vor keuschen Ohren nennen, was keusche Herzen nicht entbehren können.“
@ Schwachsinn von Galen Die VII- Kirche in Österreich kreist anscheinend nur noch um gewisse Unterleibsthemen.
Der Sinn für das Heilige und Reine scheint völlig verloren gegangen zu sein. Wie kommen Sie auf so einen
Schwachsinn? Wenn jemand über Gott predigt, kommt das halt nicht in die Tageszeitung. Wenn jemand etwas
über den Zölibat sagt, kommt es sofort in die Zeitungen – und zu kreuz.net. Nicht die Kirche in Österreich
kreist „nur noch um gewisse Unterleibsthemen“, sondern kreuz.net, das aus jedem Halbsatz, den irgendwer
über den Zölibat sagt, eine Riesenmeldung macht, sich zu knapp 50% mit dem Homosexuellenmilieu beschäftigt
und selbstverständlich zu jeder Meldung Bilder von tanzenden Tunten aus dem Archiv holt. Der „Redakteur“,
der das Archiv mit den Schwulenbildern betreut, kreist nur um Unterleibsthemen. Die österreichische Kirche
tut das sicher nicht. Nirgends ist der Anteil an Sexnachrichten so hoch wie auf kreuz.net!
#48 leshandl1 09:11:18 | Freitag, 21. September 2007
Probleme nicht kleinreden will „Wir sind Kirche“: Immer öfter haben Gemeinden keinen eigenen Priester.
Verheiratete Priester bewähren sich auch in der römisch katholischen Kirche, sei es als von Rom anerkannte
griechisch katholische oder verheiratete Pastoren. Von Pfarrgemeinderäten bis zu hohen kirchlichen Amtsträgern
wird immer deutlicher gefordert, Priestern die Ehe zu erlauben. Die Aufhebung des Pflichtzölibats ist
kirchenrechtlich möglich. Um die „Seelsorge“ im überschaubaren Rahmen der Gemeinden zu retten ist es
dringend an der Zeit, Schritte in diese Richtung zu setzen. Dazu gehören Überlegungen, wie einzelne
Ortskirchen weltkirchliche Entscheidungen vorbereiten können. Das kann effizient nur geschehen, wenn
alle Kräfte der Kirche, von den Pfarrgemeinderäten bis zu den Spitzen der Kirchenleitung, gemeinsam
nach Möglichkeiten und konkreten Schritten suchen. „Wir sind Kirche“ schlägt daher vor, unverzüglich
mit den Vorbereitungen zu einem Regionalkonzil oder einer Österreich-Synode zu beginnen. Kardinal Schönborns
Aussage, „Papst Benedikt habe alle Fragen, auch die der Kritiker, auch des Kirchenvolks-Begehrens beantwortet“
ist unzutreffend. Wir – die jene Fragen gestellt haben – mussten leider das Gegenteil feststellen. Den
Vorschlag, in lokalen Kirchenversammlungen, etwa in Synoden, die anstehenden Fragen zu behandeln, finden
wir jedoch gut. Die Missstände zu verschweigen und nicht zu handeln bedeutet, sich an der Zukunft unserer
bedrohten Gemeinden mitschuldig zu machen.
#47 Fragender 23:18:15 | Donnerstag, 20. September 2007
Tja… 1.Tim.3: 1 Das Wort ist glaubwürdig: Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer
großen Aufgabe. 2 Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern,
besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren; 3 er sei kein Trinker und kein gewalttätiger
Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. 4 Er soll ein guter
Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen. 5 Wer seinem eigenen Hauswesen
nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen?
#45 Graf von Galen 22:42:37 | Donnerstag, 20. September 2007
Wider VII Die VII- Kirche in Österreich kreist anscheinend nur noch um gewisse Unterleibsthemen. Der
Sinn für das Heilige und Reine scheint völlig verloren gegangen zu sein.
#44 Bokrug † 21:22:41 | Donnerstag, 20. September 2007
Tatsache ist nunmal… …das es im Mittelalter keinen Zölibat als Zwang gab. In Übereinklang mit der
Bibel. Nach dem Mittelalter aber begann das lächerliche Theater mit den Hausfrauen und Haushälterinnen
der Priester…und das Gerenne zu den Kurtisanen. Bis heute. In der Zeit 1450 bis 1500 wurde auch das
seit 1150 existierende Schwundgeld-System außer Kraft gesetzt. www.artfond.de/geldseite www.freiwirte.de www.bilderberg.org
wenn man mit denen redet die gegen den zölibat sind erkennt man auch sehr schnell dass jene meist auch
in anderen religiösen oder auch weltanschaulichen fragen horrible positionen beziehen.
#42 Nachtlaterne 21:08:25 | Donnerstag, 20. September 2007
schon friedrich nietzche… …erkannte, dass der zölibat der stärkste beweis für den lebendigen glauben
ist und dass er darum den gegnern der kirche ein besonderer dorn im auge. dass sogar hohe geistliche dem
willen gtes in den rücken fallen ist wieder einmal mehr ein beweis wie tief viele von ihnen gesunken
sind. schaut doch mal bei den evangelischen, dass die verheiratung der pfarrer zu einer unheimlichen verflachung
im denken und handeln geführt hat.
#41 Riese1835 18:27:51 | Donnerstag, 20. September 2007
@ Typ Nur daß etwas rein formal von irgendeinem heutigen Gremium geändert werden könne, heißt noch
lange nicht, daß das Gremium das Recht oder die Autorität dazu hätte. Unsere kirchlichen Autoritäten
beziehen diese von Gott, und es ist ihnen aufgetragen, das was ihnen gegeben, geoffenbart wurde, getreu
der Überlieferung zu bewahren. Darin besteht ihre Autorität. Wenn man die alten Konzilstexte liest,
kommt man zu dem eindeutigen Schluß, daß die alten Konzilsväter vollständig in dieser Überzeugung
gelebt haben. Erst heute im Zeitalter von Demokratie ist dieses Verständnis abhanden gekommen. Wir überschätzen
uns Menschen selbst und glauben alles tun zu können, was wir wollen, wenn wir es nur mit entsprechender
Mehrheit beschließen. Wir machen die heutige Zeit und den Zeitgeist zum Maß aller Dinge. Wir glauben,
kirchliche Autoritäten könnten nach Belieben entscheiden. Das ist unhistorisch und falsch.
@ Benedikt Und wer hat den Eindruck erweckt, es könne bald so weit sein? Bischof Scheuer? Sicher nicht,
da gibt es nun mittlerweile genügend Stellungnahmen von ihm, in denen er darauf hinweist, dass das eine
weltkirchliche Angelegenheit ist und es derzeit nicht nach einer Änderung aussieht. Und dass er selbst
das weder allein ändern könne noch wolle. Pater Kommer? Sicher nicht. Er hat ja Optionen (vielleicht
auch Forderungen) ausgesprochen – so etwas müsste er nicht tun, wenn er sicher wüsste, dass es „bald
so weit sein wird“. Abt German? Offensichtlich ebenfalls nicht. Sonst jemand? Ich wüsste keinen. Wenn
ich eine Kampagne starte für die Änderung des can. 1623 CIC und fordere, dass die dort genannte Frist
von drei auf sechs Monate ausgedehnt werden soll, erwecke ich dann damit den Eindruck, eine Änderung
des can. 1623 CIC stünde unmittelbar bevor und jeder, der von der Frist Gebrauch machen will, könne
schon mal planen, dass der sechs statt drei Monate Zeit hat? Und bin ich etwa verantwortlich dafür, wenn
jemand mich dermaßen missverstehen sollte? Das ist doch sicher nicht ihr Ernst. Suchen Sie für mich
irgendeinen Satz, in dem irgendwer den Eindruck erweckt, eine Änderung des Zölibatsgesetzes stünde
bevor. Ich kenne keinen einzigen, jedenfalls nicht aus den letzten 20 Jahren.
#39 Benedikt 18:12:34 | Donnerstag, 20. September 2007
@ Typ Aber: Wer heute ins Priesterseminar eintritt in der festen Vorstellung, der Zölibat falle sowieso
bald, ist dafür selbst verantwortlich und kann sich nicht damit rausreden, dass irgendwer irgendwann
etwas anderes gesagt habe. DAS habe ich gesagt. Objektiv ist das durchaus richtig. Dennoch meine ich,
dass hier eine moralische Verantwortung der anderen besteht. Selbstverständlich nicht bei jedem, der
mal darüber ein Wort verliert, aber schon diejenigen, die gezielt den Eindruck erwecken, es könne bald
soweit sein.
@ Benedikt Sie können also auschließen, dass sich jemand unter dem gegebenen Wort, dass sich das mit
dem Zölibat „ja eh bald erledigt“ haben wird, in ein Seminar meldet? Legen Sie die Hand dafür ins Feuer?
Nein, wieso? Habe ich auch nicht behauptet. Ins keinster Weise. Aber: Wer heute ins Priesterseminar eintritt
in der festen Vorstellung, der Zölibat falle sowieso bald, ist dafür selbst verantwortlich und kann
sich nicht damit rausreden, dass irgendwer irgendwann etwas anderes gesagt habe. DAS habe ich gesagt.
Zum Vergleich: Wenn jemand gerne Lehrer für Mathe und Sport werden würde, aber dann auf ein Gerücht
hin lieber Erdkunde und Englisch studiert, weil dann angeblich die Einstellungschancen besser sind, und
schließlich mit Erdkunde/Englisch nicht eingestellt wird, weil das Land gerade Mathe/Sport-Lehrer braucht,
der ist auch selbst dafür verantwortlich. Anders wäre es bei einer rechtlich verbindlichen Information
(„Ja, in 5 Jahren werden wir Ek/E-Lehrer einstellen“; oder „2010 wird der Zölibat abgeschafft“). Eine
solche aber gibt es nicht. Dass die Diskussion über den Zölibat bestimmte Hoffnungen oder Befürchtungen
weckt, fällt nicht unter die Verantwortungen der Diskutierenden. Sie sagen nur ihre Meinung, und das
steht in der Kirche jedem zu, auch Bischöfen.
#37 Benedikt 17:12:55 | Donnerstag, 20. September 2007
@ Typ Erstens: Nur weil diskutiert wird, heißt das noch lange nicht, dass jemand, der heute Priesteramtskandidat
wird, nicht wüsste, dass er sich auf zölibatäres Leben vorzubereiten habe. Sie können also auschließen,
dass sich jemand unter dem gegebenen Wort, dass sich das mit dem Zölibat „ja eh bald erledigt“ haben
wird, in ein Seminar meldet? Legen Sie die Hand dafür ins Feuer? Woher wissen Sie, was „derzeit in Frage
kommt“ und was nicht? Wenn der kirchliche Gesetzgeber es will, kann der Priesterpflichtzölibat schon
morgen abgeschafft werden. Das ist etwas, was ich unter „Möglichkeit“ im Sinne einer vorhandenen Kompetenz
einordnen würde – in Frage kommt das deswegen noch lange nicht. Die entsprechenden Stellen sind in den
letzten 30 Jahren nicht müde geworden, das immer wieder zu wiederholen.
@ Benedikt Ein Fall des Zölibats kommt derzeit nicht in Frage, dass sollte gewisse Kreise mal akzeptieren.
Erstens: Nur weil diskutiert wird, heißt das noch lange nicht, dass jemand, der heute Priesteramtskandidat
wird, nicht wüsste, dass er sich auf zölibatäres Leben vorzubereiten habe. Zweitens: Woher wissen Sie,
was „derzeit in Frage kommt“ und was nicht? Wenn der kirchliche Gesetzgeber es will, kann der Priesterpflichtzölibat
schon morgen abgeschafft werden. Insofern kommt die Abschaffung jederzeit „in Frage“ – genauso wie jederzeit
„in Frage“ kommt, etwa den can. 1623 CIC zu ändern, was zur Folge hätte, dass Nichtigkeitsbeschwerde
in Fällen des can. 1622 nicht mehr innerhalb von drei, sondern womöglich nur noch von zwei Monaten geltend
gemacht würde. Alles das ist rein kirchliches, kein göttliches Recht, und insofern kommt eine Änderung
JEDERZEIT IN FRAGE. Das sollten gewisse Kreise mal akzeptieren.
#35 Benedikt 16:20:16 | Donnerstag, 20. September 2007
Fahrlässige Diskussion Diese ewige und für nichts zu gebrauchende Zölibatsdiskussion führt nur dazu,
dass sich weiterhin Kandidaten im Vertrauen auf den Fall de Zölibats im Seminar anmelden und nach ein
paar Jahren bitter enttäuscht werden. Ein Fall des Zölibats kommt derzeit nicht in Frage, dass sollte
gewisse Kreise mal akzeptieren. Dann herrschte endlich mal Klarheit über diese Dinge.
#34 Riese1835 15:42:25 | Donnerstag, 20. September 2007
@ Typ Sie vermischen Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Daß Regeln gebrochen und Kinder auch
noch nach der Weihe gezeugt werden, hat es immer gegeben. Deshalb hat man sich auch von Anfang an, wie
die ältesten schriftlichen Zeugnisse zeigen, damit beschäftigt. Das sagt also überhaupt nichts aus.
Den Zölibat auf ein rein menschliches Gesetz, das von oben „demokratisch“ dem Zeitgeist folgend aufgezwungen
wurde, zu reduzieren, ist auch Unsinn. Der Zölibat war gelebte Überlieferung, auf die sich bereits die
ersten Konzilien beriefen. Es wäre damals gänzlich undenkbar gewesen, so etwas neu einzuführen. Und
gerade die Ostkirchen beweisen nicht das Gegenteil! Gerade beim Konzil von Carthago hat ein geistiger
Austausch mit Ost und West stattgefunden. Man hätte damals niemals eine Regelung erlassen, die nicht
von der gesamten Tradition – Ost und West – getragen worden wäre. Überdies beruft sich die Ostkirche
beim 2. Trullanischen Konzil 692, bei dem es u.a. um den Klerikerzölibat gegangen ist, gerade auf das
Konzil von Carthago. Von einem „nur“ kann also nicht die Rede sein. Diese Konzilien sind Zeugnisse des
gesamten antiken Christentums. Lesen Sie das Buch „Der Klerikerzölibat“ von Kardinal Stickler. Dort geht
er genau auf alle diese Punkte ein: Alfons Maria Kardinal Stickler Der Klerikerzölibat Maria aktuell,
Abensberg 1994 ISBN 3-930309-08-4
#32 laetare † 14:48:27 | Donnerstag, 20. September 2007
an fordester Front? Ja sagen Sie mal, wie haben die Redakteure denn die Grundschule geschafft? Also ich
bin ja wirklich nicht kleinlich und würde das fehlende „r“ auch noch als eine altertümelnde Variante
hinnehmen. Aber bitte was soll das „f“ da? Das ist ja schon nahe am funktionalen Analphabetismus … erinnert
ein bisschen an Kalkofes Roberto Blanco-Parodie „nein, also das F-Wort habe ich nie gesagt, ich würde
auch fögeln nie sagen“ … Aber gut, wieso sollten die Deutschkenntnisse besser sein als die sonstigen
Grundkenntnisse von Logik, Allgemeinbildung und von Theologie red ich ja gar nicht.
#31 Bokrug † 14:40:03 | Donnerstag, 20. September 2007
Tatsache ist und bleibt… …das Zölibat ist in der hl. Schrift und im Judentum NICHT verpflichtend!
Und so wurde es auch bis ins Mittelalter gehandhabt. www.artfond.de/geldseite >>>Also wozu die Zölibatsverpflichtung,
die sich eigentlich schon in der Hl. Schrift findet und auf jüdische Tradition zurückgeht, abschaffen?<<<
Das geht alles auf die Mönchstradition zurück…ist aber ansonsten jedem Priester freizustellen! www.zeit-fragen.ch
Und, nur um bei der Wahrheit zu bleiben, der trinitarische Gott hat mit seinen Prophetinnnen, die es auch
bei Paulus gab, mit dem Heiligen Geist auch Ruach Elohim (Genesis) und Sophia des AT auch eine weibliche
Seite. Und der Name dieses Gottes ist EL bzw. Elohim…der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs…und nicht
der JHWH des Moses. Grüsse Bokrug
@ Riese1835 Ihre Beschreibung stimmt nicht. Fälle wie die von Ihnen beschriebenen hat es gegeben, aber
das war deswegen noch lange kein allgemeines kirchliches Gesetz – gerade die Ostkirchen beweisen hier
das Gegenteil: Auch Priester zeugen noch Kinder. Die „Konzilien“, die sie beschreiben, waren im kanonischen
Sinne nur „Synoden“, also allenfalls regional verbindlich, aber nicht ökumenisch und taugen daher keinesfalls
als Referenzpunkt für eine allgemeine Argumentation.
#29 Sirilo 14:33:34 | Donnerstag, 20. September 2007
@Bokrug Wenn der „Ordo Bucintoro“ historisch nachweisbar ist, dann bringen Sie doch in Gottes Namen den
Nachweis. Aber verschonen Sie uns dabei mit Links auf Websites anderer esoterischer Spekulierer!
#28 Riese1835 14:27:24 | Donnerstag, 20. September 2007
Viri probati und Zölibat Wieso sind Viri probati und Zölibat ein Widerspruch? Das war in den ersten
Jahrhunderten die Regel. Bei der Zölibatsverpflichtung geht es genau darum, daß man ab dem Zeitpunkt
der Weihe die Ehe nicht mehr vollziehen darf (und daher auch keine neue Ehe mehr eingehen darf). Damit
beschäftigen sich auch die ersten Konzilien (Elvira, Carthago etc.). Auch der Hl. Augustinus hatte einen
Sohn, Adeodatus, und trotzdem die Zölibatsverpflichtung nicht gebrochen. Also wozu die Zölibatsverpflichtung,
die sich eigentlich schon in der Hl. Schrift findet und auf jüdische Tradition zurückgeht, abschaffen?
Warum verdreht man heute diese Tatsachen?
#27 Bokrug † 14:27:19 | Donnerstag, 20. September 2007
Freimaurer… …freimaurerische Kaufmanns-, Händler- und Geldwechsler-Logen gab es bereits bei den Arabern,
seit ca. 700 oder 600 n. Chr. Bereits im Mittelalter existierte die Gross-Loge von Kairo, der auch Hassan-Ibn-Sabban,
der Begründer des Assassinen-Orden historisch nachweisbar entstammte. Über die Freimaurer und den den
jüdischen Talmud: www.luebeck-kunterbunt.de Handels-Kapital… www.vergessene-buecher.de www.artfond.de/geldseite
Noch was… Die historische Existenz des Ordo Bucentoro bzw. Bucintauro usw. (es gibt Variationen der
Schreibweise) ist nachweisbar. Die Fugger waren dort nachweisbar Mitglieder, die machten ihre Bankiers-Ausbildung
auch immer in venedig. Wie die venezianisch-lombardischen Bankiers---„Lombard Street“. www.zeit-fragen.ch www.bilderberg.org Grüsse Bokrug
#26 GerdEric 14:18:54 | Donnerstag, 20. September 2007
@Sirilo daß es jenseits von Adam und Eva keine Freimaurer mehr zu entdecken geben wird, sicher gab es
da schon einen „Freimaurer“, denn irgend wer muss doch das Tor gebaut haben, durch dass G’TT der HERR
die Menschen aus der Loge des Paradieses hinauswerfen liess, nur, wer war der Logen“Bruder“?
#25 Sirilo 13:58:24 | Donnerstag, 20. September 2007
@Typ, Bokrug Na, sagt ich’s doch! Jetzt ist schon Hiram von Tyros der erste Freimaurer. Bald wird Bokrug
entdecken, daß die Freimaurer mit ihren Bauhütten schon am Turm von Babel beteiligt waren, und dann
wird er herausfinden, daß Noah auch schon Freimaurer war, als er mit Zirkel und Winkelmaß an seiner
Arche werkelte. Schon jetzt bedauert Bokrug, daß es jenseits von Adam und Eva keine Freimaurer mehr zu
entdecken geben wird, aber da hat er ja noch Echsenwesen und Engel und kosmische Anthropoi zur Verfügung,
mit denen er weiterspintisieren kann… (Nur zur Anmerkung: Für den von Bokrug erwähnten und von Friedrich
Schiller im „Geisterseher“ erfundenen „Ordo Bucentauro/Bucintoro“ gibt es keinerlei historischen Beleg;
Schiller wie Bokrug haben überdies übersehen, daß es in der italienischen Sprache das Wort „ordo“ nicht
gibt, es müßte nämlich „ordine“ heißen.)
#24 Bokrug † 13:48:09 | Donnerstag, 20. September 2007
@Typ: @Typ: Ja. Die erste europäische Freimaurerei wurde 900 n. Chr. in Venedig gegründet. Kaufmanns-Logen
(auch Logen der ersten Steinmetze, Grosskaufleute, Geldwechsler, Patrizier und Bankiers). In Venedig gab
es den Ordo Bucentoro – und in den Hanse-Städten diverse Kaufmanns-Logen für Patrizier, ähnlich in
Norditalien für die lombardischen Grosskaufleute und Bankiers. Handels-Kapital. Die Fugger hatten Kontakt
zu hanseatischen Kaufmanns-Logen – und auch waren sie Mitglieder im Ordo Bucentoro bzw. Bucentauro, den
schon Friedrich Schille (angehöriger einen IRREGULÄREN „Winkelloge“) in seinem Roman „Der Geisterseher“
sehr treffend kritisierte. Kaufmanns-Logen eben… Und dann wäre da noch die Bibel zu nennen: Hiram von
Tyros war der Baumeister des König Salomo…in Tyrus, der phönizischen Handels-Stadt, wurde Melkart-Mammon-Moloch
bzw. Luzifer verehrt. www.bilderberg.org Christus ist der Eckstein, den die Bauleute verworfen haben…steht
wortwörtlich in der Bibel. www.vergessene-buecher.de Bei den Phöniziern fing es mit dem Wucher und Handels-Kapital
an, und breitete sich da zu Kanaanitern, Syrern, Juden und auch Babyloniern, Assyrern und schliesslich
den Griechen (deren Eisenmünzen anfangs im feuchten Mittelmeerklima als Schwundgeld rosteten) an. www.bilderberg.org www.artfond.de/geldseite www.fromthewilderness.com www.bueso.de
#23 Sirilo 13:46:15 | Donnerstag, 20. September 2007
@Typ: Bokrug deliriert… Bokrug/Taran/Galahad ist ein äußerst kreativer Kopf mit ungeahnten Einsichten.
Jetzt weiß er, daß die Einführung des Zölibats Hand in Hand ging mit der Abschaffung des mittelalterlichen
Schwundgeldsystems, an dem die „freimaurerischen Fugger“ beteiligt waren (d.h. also niemand, denn zu Fuggers
Zeiten gab es noch gar keine Freimaurerei). Aber demnächst wird Bokrug enthüllen, daß schon Jesus von
Nazareth Freimaurer war: Sein Gleichnis vom Hausbau auf Sand oder Fels enthüllt offensichtliche maurerische
Kenntnisse…
Schwachsinn von @ Bokrug zwischen 1450 – 1500 durch die freimaurerischen Fugger Sie scheinen als einziger
Mensch auf der Welt über Quellen zu verfügen, wonach es schon im 15. Jahrhundert Freimaurer gab… Mann,
mann, mann, das Niveau wird hier immer erbärmlicher.
#21 Bokrug † 13:25:43 | Donnerstag, 20. September 2007
Tatsache ist… …das das Zölibat bis ins Mittelalter und auch nach Paulus und den Kirchenvätern NICHT
vorgeschrieben war – sondern freigestellt. Mit Recht! Der Niedergang des Christentums begann – zusammen
mit dem einsetzenden Zinswucher und der zwischen 1450 – 1500 durch die freimaurerischen Fugger und die
venezianisch-lombardischen Bankiers erfolgte Abschaffung des seit 1150 existierenden mittelalterlichen
Schwundgeld-Systems – danach. Eine allgemeine Entwurzelungstendenz! www.artfond.de/geldseite www.vergessene-buecher.de
Grüsse Bokrug
So ein Nonsens: @Romulus Der Zölibat bleibt, er ist Markenzeichen des Katholizismus. Ende. Aus. Quatsch.
Der Zölibat ist als Pflicht für Weltpriester ein kirchliches Gesetz, das es erst nach 1000 Jahren überhaupt
gab, das außerdem nur in der lateinischen, nicht aber den anderen katholischen Kirchen gilt, das jederzeit
vom Gesetzgeber geändert werden kann, das – wie jeder drittklassige Kirchenhistoriker weiß – über viele
Jahrhunderte weitgehend nicht beachtet wurde (nicht einmal von Päpsten, geschweige denn von Dorfkaplänen)
und von dem ohnehin immer wieder im Einzelfall Ausnahmen gemacht wurden. Weder ist der Zölibat ein „Markenzeichen
des Katholizismus“ noch gilt hier „Ende. Aus.“ – Das gilt bei überhaupt keinem einzigen kirchlichen Gesetz,
das nicht göttlichen Rechtes wäre. Der Zölibat als Lebensform wird mit Sicherheit bleiben (bei Eremiten,
einzelnen dazu Berufenen und Ordensleuten – selbst in den evangelischen Kirchen gibt es zölibatär Lebende!),
aber als Pflicht für Weltpriester kann er jederzeit abgeschafft werden, ohne dass der Katholizismus dadurch
„weniger katholisch“ wäre. Jeder Dogmatiker, jeder Kirchenrechtler, jeder Kirchenhistoriker weiß das –
nur Romulus, der sein Maul so weit aufreißt, weiß es nicht.
#19 Ministrant 12:53:10 | Donnerstag, 20. September 2007
@ Dr. Heger Und genauso hat ein Papst das Recht, Schismatiker, wie z.B. Fellay und Sippschaft oder die
Armee Mariens zu exkomunizieren, das er die höchte Gewalt in der Kirche besitzt und somit auch festlegt,
was die Lehre der Kirche ist, er könnte also Dogmen verkündigen und jeder hätte sich daran zu halten,
er kann Konzilien einberufen und jeder hat sich daran zu halten (siehe II Vaticnaum), wär dies nicht
tut hält sich nicht mehr an die Lehre der Kirche.
@Ministrant: Wer formuliert? Wer „formuliert“ den was der katholische Glaube ist? Fellay oder der Papst?
Ganz einfach: Die katholische Kirche hat ein Lehramt (Papst, Konzilien, Bischöfe). Dieses formuliert
die kirchliche Lehre nicht nach Art eines Zentralkomitees Tag für Tag („es gilt jeweils die jüngste
Fassung“), sondern ein für alle Male. Die Unterscheidung, ob etwas dieser Lehre entspricht oder nicht,
ist im Maße seiner Einsicht jedem Gläubigen auferlegt, auch Bischof Fellay und dem Papst. MfG Christoph
Heger
@Ministrant: Mal nicht kirchenrechtlich betrachtet Trotzdem bleibt Fellay und seine Sippschaft schismatisch!
Was Sie nicht sagen! Trotzdem kann man, ganz unkirchenrechtlich gesehen, bei „Fellay und seiner Sippschaft“,
also den Priestern der FSSPX, die moralische Gewißheit haben, daß sie den katholischen Glauben vortragen –
was man leider bei einem mehr oder weniger großen Teil der nicht als schismatisch beschimpften Priester
unserer Bischöfe nicht annehmen kann. Siehe die jüngste Heldentat der niederländischen Dominikanerprovinz!
MfG Christoph Heger
Und wieder mal eine Tatsachenverdrehung An fordester Front kämpft ein Bischof, der vorgibt, gar nicht
zu kämpfen. Erstens: Es heißt vorne und nicht forne. Zweitens: Wo ist der Beleg dafür, dass Bischof
Scheuer „kämpft“? Er ist anscheinend gefragt worden, ob er sich viri probati als Priester „vorstellen
könne“, und hat ja gesagt – eine Selbstverständlichkeit für jeden guten Dogmatiker (der Bischof Scheuer
nun einmal ist). Wer sich viri probati nicht als Priester vorstellen kann, hat keine Ahnung von Dogmatik,
Kirchengeschichte und Kirchenrecht. Nirgends aber gibt es einen Hinweis darauf, dass Bischof Scheuer für
irgendetwas „kämpfe“.
#10 Ministrant 10:33:16 | Donnerstag, 20. September 2007
Wie oft… wollt ihr den hochwürdigen Bischof von Innsbruck noch durch den schmutz ziehen??? Bischof
Scheuer ist ein Bischof der treu an Rom gebunden ist, nicht wie Fellay und seine schismatische Sippschaft.
In der Predigt während der Priesterweihe in Innsbruck verteidigte er das Zölibat.
#9 Don Camillo 10:19:07 | Donnerstag, 20. September 2007
@Alois Bischof Schon vergessen, dass die römisch katholische Kirche jedes Jahr mehr Gläubige hat? Und
wie ist nun mal das Verhältnis zwischen der Anzahl der römisch-kath. Gläubigen und jenen, die Beispielsweise
der Priesterbruderschaft anhängen?
#8 Alois Bischof 10:16:54 | Donnerstag, 20. September 2007
Nein… Die modernistische Clique wird dazu gar nicht mehr kommen, zum verheirateten Priester, da ihre
Konzils- und Jubelkirche innerhalb von 10 Jahren totgeblutet sein wird.
#7 Don Camillo 09:57:15 | Donnerstag, 20. September 2007
wenn man sich’s so überlegt… Es gäbe da ein grosses „Vorbild“ eines Erzbischofs, der frischfröhlich
ohne Erlaubnis des Apostolischen Stuhls Bischöfe weihte. Bei viri probati würde es sich ja nur um Priester
handeln… und für die Priesterweihe braucht es ja die Zustimmung des Apostolischen Stuhles nicht. Die
Ehe ist ja „nur“ ein dispensierbares Weihehindernis…
#6 PegasusNbW 09:51:51 | Donnerstag, 20. September 2007
@ruhrgebietler „verheiratete Priester (die dann keine mehr sind)“ Vorsicht. Es gibt innerhalb der katholischen
Kirche genug verheiratete Priester – seien es Konvertiten (bekehrte Anglikaner und Protestanten) oder
seien es Priester der unierten Kirchen.
#4 r.ruhrgebietler 09:46:26 | Donnerstag, 20. September 2007
war es nicht Jesus selber… der sagte: lasse alles stehen und liegen und folge mir nach? (s.o.ä.) Dies
geschah schon bei der Berufung der ersten Apostel (obgleich diese nicht alle „Solo“ waren). Bezeichnend
aber: niemand kann zwei Herren dienen… naja… bei den verheirateten „Priestern“ (die dann ja keine
mehr sind) würde der zweite Dienst wohl die Lebensaschnittspartnerin sein… ekelhaft!
À la bonheur! Ja, das ist natürlich unseren Progressiven höchst peinlich, daß für ihre „verbesserte“
Kirche keiner Priester werden will. Rettung soll die Aufhebung des Zölibats bringen. À la bonheur! MfG
Christoph Heger
#2 Romulus 09:37:08 | Donnerstag, 20. September 2007
Was folgt? Frage: Was folgt auf den verheirateten Priester? Antwort: Der geschiedene Priester? Der Zölibat
bleibt, er ist Markenzeichen des Katholizismus. Ende. Aus.
#1 Pelagius III. 09:30:27 | Donnerstag, 20. September 2007
Beleidigung verheirateter Männer Die Aussage, ein Priester müsse sich zwischen der Liebe zu Gott und
der Liebe zu einer Frau entscheiden, ist eine Beleidigung aller liebenden verheirateten Männer, denn
sie impliziert die Behauptung, ein verheirateter Mann könne Gott nicht lieben. Dabei hat Jesus doch gesagt,
was man seinen Brüdern und Schwestern tue, das tue man ihm. D.h., ein Mann, der seine Frau liebt, liebt
in ihr auch Gott!