11:34:44 | Donnerstag, 20. September 2007
Auch heute müssen Wissenschafter nicht gewissenslose Schlächter sein, um Erfolg zu haben. Ein Beispiel aus Deutschland.

Die Therapie mit Stammzellen von Geborenen ist – im Gegensatz zur Therapie mit Leichenteilen ungeborener
Menschen – erfolgreich.
© Marc DiVall, CC(kreuz.net, Münster) Stammzellen von Geborenen sind in Forschung und Therapie erfolgreich, Stammzellen
von getöteten Kleinstkindern nicht.
Das erklärte Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der ‘Christdemokraten
für das Leben’.
Frau Löhr bezog sich auf den bahnbrechenden Fortschritt in der Stammzellforschung an
der Düsseldorfer Universitätsklinik.
Dem dortigen Kardiologen Bodo-Eckehard Strauer ist es erstmals
weltweit gelungen, einen Patienten nach schwerstem Herzinfarkt durch eine Therapie mit erwachsenen Stammzellen
zu retten.
Das berichtete die Düsseldorfer Tageszeitung ‘Rheinische Post’ am 15. September.
Professor
Strauer hat – so Frau Löhr – unter Beweis gestellt, daß der Standort Deutschland bei der adulten Stammzellforschung
zur Weltspitze gehört.
Hier gelte es weiterzuarbeiten: „In Deutschland sind viele neue erfolgreiche
Therapieansätze mit adulten Stammzellen entstanden.“
Deren Verwendung ist ethisch völlig unbedenklich.
Durch den Einsatz erwachsener Stammzellen müssen keine Kinder mehr sterben, um das Leben von Kranken
zu retten – so Frau Löhr.
Erforderlich sei daher massive staatliche Unterstützung:
„Das Potential
erwachsener Stammzellen aus Fruchtwasser, Nabelschnurblut und aus dem heute schon vielfach therapeutisch
eingesetzten Knochenmark muß genutzt werden.“
Frau Löhr betont, daß die erfolgreichen adulten Stammzellen
auch nicht das horrende Tumor-Risiko von bis zu 100 Prozent bergen, das mit den umstrittenen embryonalen
Stammzellen verknüpft ist:
Die Diskussion über eine Verlegung des Stichtags im Stammzellgesetz, um
mehr embryonale Stammzellen nach Deutschland importieren zu können, sei vor diesem Hintergrund „eine
Phantomdebatte und völlig verzichtbar.“
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#1
Kurt K. 16:00:57 | Donnerstag, 20. September 2007