13:25:41 | Donnerstag, 20. September 2007
Ein beleidigter Schweizer Irrlehrer hat einen verstorbenen liberalen Bischof als „römisch angepaßt“ bezeichnet. Dessen Nachfolger hat dementiert – leider aus den falschen Gründen.

Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Mons. Gebhard Fürst, bei der Karfreitagsprozession in Stuttgart
im Jahr 2004
© Klaus Enslin, GNU(kreuz.net, Rottenburg) Im
zweiten Band seiner 719seitigen Autobiographie kommentiert der Theologe Hw.
Hans Küng auch den Entzug seiner Lehrerlaubnis als Theologieprofessor in Tübingen im Dezember 1979.
Die Darlegungen des umstrittenen Theologen sind vom Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Mons. Gebhard Fürst,
in einer gestrigen Pressemitteilung kritisiert worden.
Bischof Fürst bezieht sich dabei auf die Bewertung
der Rolle seines Vorgängers, Bischof Georg Moser († 1988), bei der Amtsenthebung.
Bischof Moser vermittelte
bei dem Jahrzehnte andauernden Streit zwischen dem ehemaligen Tübinger Professor und der Römischen Glaubenskongregation.
Ende Dezember 1979 schritt die Kongregation zur Tat und entzog dem Ketzer die Lehrbefugnis.
Daraufhin
mußte Bischof Moser dem baden-württembergischen Wissenschaftsminister mitteilen, daß Hw. Küng die
Erlaubnis verloren hatte, katholischen Theologiestudenten Prüfungen abzunehmen.
Hw. Küng blieb allerdings
weiterhin vom Staat bezahlter Theologieprofessor.
In seiner Stellungnahme kommt Bischof Fürst zur Erkenntnis,
daß Hw. Küng die Ereignisse „im wesentlichen“ richtig beschreibe.
Die Aussagen würden sich mit den
Tagebuchnotizen des damaligen Bischofs von Rottenburg-Stuttgart decken.
Allerdings weist Bischof Fürst
Hw. Küngs Vorwurf einer „schmalbrüstigen Vermittlungstätigkeit“ durch den damaligen Bischof in aller
Form zurück.
Hw. Küng wirft seinem damaligen kirchlichen Vorgesetzten vor, „in entscheidender Stunde“
versagt zu haben:
„Für Bischof Moser geht es um seine Existenz als Bischof, für mich um meine Existenz
als Theologe, als Universitätslehrer.“
Der Bischof habe „nicht die eigene Haut zu Markte“ getragen,
sondern „die meine der Inquisition preisgegeben“ – jammert Hw. Küng.
Bischof Fürst widerspricht dieser
Darstellung.
Die Aufzeichnungen seines Vorgängers zeigten, daß dieser „bis an die Grenzen des Möglichen“
für Hw. Küng gekämpft habe.
Mons. Fürst erwähnt, daß Hw. Küng von diesen Dokumenten Kenntnis besaß.
„Bis zuletzt“ habe Bischof Moser versucht, in Rom im Interesse des Angeklagten Zeit zu gewinnen.
Später
habe er von einem „Dialog bis zur Erschöpfung“ mit beiden Seiten gesprochen.
Doch im entscheidenden
Moment sei der damalige Bischof von Hw. Küng im Stich gelassen worden.
Bischof Moser habe Professor
Küng um eine weiterführende Erklärung seiner Position gebeten. Diese hätte dessen Rechtgläubigkeit
belegen sollen. Doch der Theologe habe sich geweigert.
Bischof Fürst stellt dem greisen Theologen die
Frage, ob er nicht die Verantwortung eines Bischofs für seine Diözese „seinem eigenen Absolutheitsanspruch“
rigoros untergeordnet habe.
Der verstorbene Bischof Moser könne sich gegen eine Bewertung der Ereignisse
nicht mehr selber verteidigen.
Deshalb erfordere es die Redlichkeit gegenüber den Fakten, Bischof Moser
gegen den Vorwurf zu verteidigen, er sei „römisch angepaßt“ und unglaubwürdig geworden.
Trotz allem
fügt Mons. Fürst hinzu, daß er „das Lebenswerk“ von Hw. Küng schätze.
Der Bischof verkennt „dessen
persönliche Dramatik“ in der Auseinandersetzung mit Rom nicht.
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#11
Artois † 17:07:04 | Donnerstag, 20. September 2007
#10
Typ 16:57:23 | Donnerstag, 20. September 2007
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Artois † 16:14:01 | Donnerstag, 20. September 2007
#8
Typ 16:10:28 | Donnerstag, 20. September 2007
#7
Artois † 16:08:34 | Donnerstag, 20. September 2007
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Typ 16:04:11 | Donnerstag, 20. September 2007
#5
Pater Lingen 15:41:24 | Donnerstag, 20. September 2007
#4
misterunknown 15:19:52 | Donnerstag, 20. September 2007
#3
Alkuin 14:27:30 | Donnerstag, 20. September 2007