Miau – der Papst redet für die Katze
Für die deutschen Bischöfe sind die Worte des Papstes bei seiner letzten Ad-limina Ansprache billige Makulatur. Von Hubert Hecker.
(kreuz.net) Der ‘Arbeitskreis von Katholiken im Raum Frankfurt’ hat die deutschen Bischöfe kürzlich
an das erinnert, was ihnen der Papst beim Ad-limina-Besuch vom vergangenen 10. November über den Religionsunterricht
gesagt hat.
Benedikt XVI. erklärte damals vor den Bischöfen:
„Da geht es zunächst um die Curricula für den Religionsunterricht, die es am Katechismus der Katholischen Kirche auszurichten gilt, damit im Laufe der Schulzeit das Ganze des Glaubens und der Lebensvollzüge der Kirche vermittelt wird.“
Dieses päpstliche Anliegen wird im Bistum Trier ignoriert.
Der für das Schulwesen zuständige Dezernent, Prälat Dr. Herbert Hoffmann, schrieb dem ‘Arbeitskreis’ zu diesem Thema:
„Die Forderung, daß im Verlauf der Schulzeit ‘das Ganze des Glaubens und der Lebensvollzüge der Kirche’ zu vermitteln sei, verkennt das Selbstverständnis des Religionsunterrichtes, auch auf dem Hintergrund des jüngsten Wortes der deutschen Bischöfe: »Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen«.“
Der Prälat positioniert sich gegen den päpstlichen Auftrag, in der Schule die ganze Glaubenslehre zu vermitteln. Dabei verweist er auf Schriften der Deutschen Bischofskonferenz und behauptet ein anderes „Selbstverständnis des Religionsunterrichtes“.
Dieses widerspricht offenbar der Anordnung des Papstes und des Weltkatechismus.
Deshalb ist die Ad-limina-Ansprache wohl bis heute toter Buchstabe geblieben.
Der Trierer Schuldezernent verwendet verräterische Leerformeln, wenn er von „religiösem Lernen“ spricht oder erklärt, daß Kinder „aus dem Glauben leben lernen“ und Jugendliche „im christlichen Glauben Halt“ finden sollten.
In seinem Brief kommt das Wort „katholisch“ nie vor. Von einem katholischen Profil des Religionsunterrichts ist erst recht nicht die Rede.
Der Papst sagte bei seiner Ad-limina-Ansprache außerdem:
„In der Vergangenheit wurde der Inhalt der Katechese gegenüber den didaktischen Methoden nicht selten in den Hintergrund gedrängt.
Die ganzheitliche und verständliche Vergegenwärtigung der Glaubensinhalte ist ein entscheidender Gesichtspunkt bei der Genehmigung von Lehrbüchern für den Religionsunterricht.“
Für das Verdrängen katholischer Glaubensinhalte durch umstrittene didaktische Methoden liefert Prälat Hoffmann in seinem Brief eindrückliche Beweise.
Er erklärt in verschrobenen Wendungen, daß die didaktische „Elementarisierung zentraler christlicher Glaubensinhalte und die Erschließung ihrer Lebensrelevanz“ eine besondere Herausforderung des Religionsunterrichts sei.
Diese Aussage bringt die sogenannte Korrelationsdidaktik auf den Punkt.
Diese ist dafür bekannt, kirchliche Inhalte zu verdrängen.
Die Korrelationsdidaktik wird von den deutschen Bischöfen bereits seit dreißig Jahren propagiert – seit dem Beschluß der Würzburger Synode (1971-1974) zum schulischen Religionsunterricht.
In der Folge gab der Religionsunterricht den Anspruch auf, die Glaubensinhalt umfassend darzulegen.
Statt dessen sollten nur bestimmte „zentrale christliche Glaubensinhalte“ elementarisiert werden.
Dabei fällt auf, daß die wichtigsten katholischen Lehrinhalte in den meisten bischöflich genehmigten Lehrplänen nur eine marginale Rolle spielen oder gar nicht auftauchen.
Im katholischen Religionslehrplan für Hessen sind zum Beispiel Themen wie Erbsünde, Sünde, Erlösung, Beichte und Absolution inexistent.
Christus wird als netter Mensch dargestellt – nie als Gottessohn, Heiland oder Richter der Welt.
Von der Heiligen Messe wird ausschließlich ein Mahlcharakter betont.
Diese sogenannte Elementarisierung ist somit eine Methode, um zentrale katholische Lehrinhalte zu verdrängen.
Ihre Themen wählt die Korrelationsmethode, indem sich auf angebliche „Erfahrungsräume“ der Schüler oder auf eine „Erschließung der Lebensrelevanz“ beruft.
Anders gesagt: Biblische Engelsreden, Jungfrauengeburt, Menschwerdung, Gottessohnschaft, Totenerweckung, Auferstehung des Fleisches sind für Korrelationsdidaktiker nicht in der Lage, Lebensrelevanz oder Erfahrungsräume der Schüler zu erschließen.
Folglich werden diese Themen ignoriert.
Dagegen verwendet die Korrelationsdidaktik angeblich „lebensrelevante“ Themen wie Humanität, Solidarität, Toleranz, Genußfähigkeit, Mobbing und Ausgrenzung als Blaufilter, um „christliche Glaubensinhalte“ zu suchen.
Prälat Hoffmann verweist in seinem Schreiben auch auf seine angebliche Sorge um die Ausbildung der Religionslehrer.
Doch in den letzten drei Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts lag diese Ausbildung im Bistum Trier weitgehend in den Händen eines Häretikers – des inzwischen suspendierten Priesters und Professors Gotthold Hasenhüttl.
Obwohl das Bischöfliche Ordinariat Trier mehrfach auf die häretischen Positionen von Hasenhüttl hingewiesen wurde, hielten Ordinariatsdirektor, Hw. Alfons Bechtel, und der ehemalige Bischof von Trier, Mons. Hermann-Josef Spital († 2007), diesem Irrlehrer unbeirrt die Treue.
Im Juli 2003 wurde Hasenhüttl endlich vom gegenwärtigen Bischof von Trier suspendiert.
Doch sein glaubensfeindliches Erbe scheint in den religionspädagogischen Konzepten des Trierer Bistums bis heute nachzuwirken.
Der Autor ist katholischer Religionslehrer und Mitglied im ‘Arbeitskreis von Katholiken im Raum Frankfurt’.
Benedikt XVI. erklärte damals vor den Bischöfen:
„Da geht es zunächst um die Curricula für den Religionsunterricht, die es am Katechismus der Katholischen Kirche auszurichten gilt, damit im Laufe der Schulzeit das Ganze des Glaubens und der Lebensvollzüge der Kirche vermittelt wird.“
Dieses päpstliche Anliegen wird im Bistum Trier ignoriert.
Der für das Schulwesen zuständige Dezernent, Prälat Dr. Herbert Hoffmann, schrieb dem ‘Arbeitskreis’ zu diesem Thema:
„Die Forderung, daß im Verlauf der Schulzeit ‘das Ganze des Glaubens und der Lebensvollzüge der Kirche’ zu vermitteln sei, verkennt das Selbstverständnis des Religionsunterrichtes, auch auf dem Hintergrund des jüngsten Wortes der deutschen Bischöfe: »Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen«.“
Der Prälat positioniert sich gegen den päpstlichen Auftrag, in der Schule die ganze Glaubenslehre zu vermitteln. Dabei verweist er auf Schriften der Deutschen Bischofskonferenz und behauptet ein anderes „Selbstverständnis des Religionsunterrichtes“.
Dieses widerspricht offenbar der Anordnung des Papstes und des Weltkatechismus.
Deshalb ist die Ad-limina-Ansprache wohl bis heute toter Buchstabe geblieben.
Der Trierer Schuldezernent verwendet verräterische Leerformeln, wenn er von „religiösem Lernen“ spricht oder erklärt, daß Kinder „aus dem Glauben leben lernen“ und Jugendliche „im christlichen Glauben Halt“ finden sollten.
In seinem Brief kommt das Wort „katholisch“ nie vor. Von einem katholischen Profil des Religionsunterrichts ist erst recht nicht die Rede.
Der Papst sagte bei seiner Ad-limina-Ansprache außerdem:
„In der Vergangenheit wurde der Inhalt der Katechese gegenüber den didaktischen Methoden nicht selten in den Hintergrund gedrängt.
Die ganzheitliche und verständliche Vergegenwärtigung der Glaubensinhalte ist ein entscheidender Gesichtspunkt bei der Genehmigung von Lehrbüchern für den Religionsunterricht.“
Für das Verdrängen katholischer Glaubensinhalte durch umstrittene didaktische Methoden liefert Prälat Hoffmann in seinem Brief eindrückliche Beweise.
Er erklärt in verschrobenen Wendungen, daß die didaktische „Elementarisierung zentraler christlicher Glaubensinhalte und die Erschließung ihrer Lebensrelevanz“ eine besondere Herausforderung des Religionsunterrichts sei.
Diese Aussage bringt die sogenannte Korrelationsdidaktik auf den Punkt.
Diese ist dafür bekannt, kirchliche Inhalte zu verdrängen.
Die Korrelationsdidaktik wird von den deutschen Bischöfen bereits seit dreißig Jahren propagiert – seit dem Beschluß der Würzburger Synode (1971-1974) zum schulischen Religionsunterricht.
In der Folge gab der Religionsunterricht den Anspruch auf, die Glaubensinhalt umfassend darzulegen.
Statt dessen sollten nur bestimmte „zentrale christliche Glaubensinhalte“ elementarisiert werden.
Dabei fällt auf, daß die wichtigsten katholischen Lehrinhalte in den meisten bischöflich genehmigten Lehrplänen nur eine marginale Rolle spielen oder gar nicht auftauchen.
Im katholischen Religionslehrplan für Hessen sind zum Beispiel Themen wie Erbsünde, Sünde, Erlösung, Beichte und Absolution inexistent.
Christus wird als netter Mensch dargestellt – nie als Gottessohn, Heiland oder Richter der Welt.
Von der Heiligen Messe wird ausschließlich ein Mahlcharakter betont.
Diese sogenannte Elementarisierung ist somit eine Methode, um zentrale katholische Lehrinhalte zu verdrängen.
Ihre Themen wählt die Korrelationsmethode, indem sich auf angebliche „Erfahrungsräume“ der Schüler oder auf eine „Erschließung der Lebensrelevanz“ beruft.
Anders gesagt: Biblische Engelsreden, Jungfrauengeburt, Menschwerdung, Gottessohnschaft, Totenerweckung, Auferstehung des Fleisches sind für Korrelationsdidaktiker nicht in der Lage, Lebensrelevanz oder Erfahrungsräume der Schüler zu erschließen.
Folglich werden diese Themen ignoriert.
Dagegen verwendet die Korrelationsdidaktik angeblich „lebensrelevante“ Themen wie Humanität, Solidarität, Toleranz, Genußfähigkeit, Mobbing und Ausgrenzung als Blaufilter, um „christliche Glaubensinhalte“ zu suchen.
Prälat Hoffmann verweist in seinem Schreiben auch auf seine angebliche Sorge um die Ausbildung der Religionslehrer.
Doch in den letzten drei Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts lag diese Ausbildung im Bistum Trier weitgehend in den Händen eines Häretikers – des inzwischen suspendierten Priesters und Professors Gotthold Hasenhüttl.
Obwohl das Bischöfliche Ordinariat Trier mehrfach auf die häretischen Positionen von Hasenhüttl hingewiesen wurde, hielten Ordinariatsdirektor, Hw. Alfons Bechtel, und der ehemalige Bischof von Trier, Mons. Hermann-Josef Spital († 2007), diesem Irrlehrer unbeirrt die Treue.
Im Juli 2003 wurde Hasenhüttl endlich vom gegenwärtigen Bischof von Trier suspendiert.
Doch sein glaubensfeindliches Erbe scheint in den religionspädagogischen Konzepten des Trierer Bistums bis heute nachzuwirken.
Der Autor ist katholischer Religionslehrer und Mitglied im ‘Arbeitskreis von Katholiken im Raum Frankfurt’.
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Freitag, 21. September 2007 17:48
laetare †: Ach interessant, auf einmal sind sie für harte disziplinarische Konsequenzen…
Tja, im Unterschied zu den NachbeterInnen hier kann ich mich durchaus auch einer Sprache bedienen, die mein Gegenüber sicher versteht. Sie verstehen sicher, was ich meine!
Freitag, 21. September 2007 17:31
Burgorus: Es war vor etwa 30 Jahren:
Ich war Schüler in einem Internat bei den Franziskanern. Wir hatten gemeinsame Studierzeiten im großen
Studiersaal. Während dieser Studierzeit, wo alles ganz ruhig war, kam plötzlich ein Franziskanerpater
zur Tür herein, kam auf mich zu (er hätte genauso gut zu jedem anderen gehen können) und fragte mich
nach dem Religionsbuch. Ich gab’s ihm. Er blätterte darin, sah sich wohl einiges an, und nach einiger
Zeit gab er es mir wieder zurück. Dann verließ er den Studiersaal wieder. Ende der Szene.
Mir ist erst viele Jahre später die Bedeutung dieser Szene so richtig klar geworden. Gerade den damals älteren Franziskanern war sehr wohl bewusst, wie durch schlechte Religionsbücher der Glaube ausgehöhlt wird.
Der Religionslehrer selbst, den wir in dem Jahr hatten, auch ein Franziskanerpater, war aber noch glaubenstreu, die Lehrer nach ihm jedoch nicht mehr.
Mir ist erst viele Jahre später die Bedeutung dieser Szene so richtig klar geworden. Gerade den damals älteren Franziskanern war sehr wohl bewusst, wie durch schlechte Religionsbücher der Glaube ausgehöhlt wird.
Der Religionslehrer selbst, den wir in dem Jahr hatten, auch ein Franziskanerpater, war aber noch glaubenstreu, die Lehrer nach ihm jedoch nicht mehr.
Freitag, 21. September 2007 15:54
Benedikt: @ laetare
Ach interessant, auf einmal sind sie für harte disziplinarische Konsequenzen…
Freitag, 21. September 2007 15:48
laetare †: Der Autor ist katholischer Religionslehrer und Mitglied im ‘Arbeitskreis von Katholiken im Raum Fran
Darf man den Artikel an die Missio-Kommission des Bistums weiterleiten?
Freitag, 21. September 2007 15:11
Isidor: Die meisten Priester hätten in Deutschland nie geweiht werden dürfen!
…denn Sie leben in schwerster Sünde…besonders die Bischöfe…namentlich fast ALLE. Betet für diese
um schnellstmögliche Bekehrung!
Orate Fratres !
Orate Fratres !
Freitag, 21. September 2007 14:44
stimme der vernunft: Die Kätzchen
sind hoffentlich Katerchen! Und könnte man bitte auch die Sukzessionslinie einstellen? Wer hat die denn geweiht?
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