Alte Messe
Ein Kardinal erinnert sich an die Messe seiner Jugend
„Als die Alte Messe vom Konzil überwunden wurde, verließen wir junge Priester von damals das Alte Meßbuch ohne Reue und mit großer Begeisterung.“
Die Alte Messe kennt beim Friedensgruß kein Händeschütteln
Die Alte Messe kennt beim Friedensgruß kein Händeschütteln
© Vernon Quaintance, [link]traditionalcatholic.org.uk[link]http://www.traditionalcatholic.org.uk
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(kreuz.net) Es hat eine Zeit gedauert, bis er sich wieder an die „langen Liturgien“ erinnerte, die er als junger Priester zelebrierte.

Das erklärte der mexikanische Kurienkardinal Javier Lozano Barragán (74) am 15. September vor der Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’.

Kardinal Lozano ist Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst.

Der Kardinal feierte die Alte Messe in seinen ersten zehn Priesterjahren – von 1955 bis 1965:

Kurienkardinal Javier Lozano Barragán
Kurienkardinal Javier Lozano Barragán
„Als die Alte Messe vom Konzil überwunden wurde, verließen wir junge Priester von damals das Alte Meßbuch ohne Reue und mit großer Begeisterung“ – so der Kardinal vor ‘La Stampa’:

„Die Preisgabe des Alten Meßbuchs bedeutete für uns die Möglichkeit, die Horizonte zu erweitern.“

Der Kardinal weiß, daß die Priester seit dem Jahr 1965 kein Latein mehr gelernt haben:

„Weite Teile des Klerus kennen die lateinische Sprache nicht. Das ist ein schwerer Mangel. Denn das Latein ist die Muttersprache der Kirche und des Westens.“

Darum hofft der Kardinal, daß die Freigabe der Alten Messe sich auch als Ansporn erweisen kann, wieder die klassische Literatur in die Hand zu nehmen:

„Als wir jung waren, konnten wir uns nicht schnell genug vom Latein befreien. Jetzt umarmen wir es wieder wie einen lieben, alten Freund“ – so die Behauptung des Kardinals.

Seinen eigenen Lateinkenntnissen scheint er nicht zu trauen: „Ich habe Latein gelernt, als ich Kind war. Seither ist viel Zeit vergangen. Die lateinische Sprache ist nicht so einfach.“

Der Kardinal glaubt, daß die Wiederherstellung der Alten Messe „eine Bereicherung“ ist:

„Die heutige Liturgie ist bereits reich. Wir können zwischen vielen vorgesehenen Gebeten wählen.“

Jetzt habe sich zusätzlich die Tür zum Römischen Hochgebet geöffnet.

Messe als Dank für ‘Summorum Pontificum’
Inszens des PriestersOrantenstellung: Priester, Diakon und Subdiakon stehen in einer Reihe.Oration in Orantenstellung.

Der Kardinal erwähnt auch einige Unterschiede zwischen dem Alten und dem Neuen Ritus.

Er weist darauf hin, daß der Priester, nachdem er die konsekrierte Hostie berührt hat, Daumen und Zeigefinger zusammenhält.

Oder: „Am Ende der Messe, vor der Kommunion, liest man noch einen Abschnitt des Evangeliums, das erste Kapitel aus Johannes“ – glaubt der Kardinal.

Er habe in seiner Erinnerung zu einer fernen Zeit seines Lebens zurückkehren müssen: „Ein seltsames Gefühl.“

Dann wird der Kardinal nachdenklich: „Ich habe die lateinische Messe zehn Jahre lang zelebriert. Dann habe ich mich den sich ändernden Zeiten angepaßt.“

„Niemals hätte ich gedacht, zur Alten Messe zurückzukehren.“
      
6 Lesermeinungen
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#6   Mitten drin statt nur dabei   18:06:08 | Freitag, 21. September 2007
Händeschütteln vs Knutschen?
Die Alte Messe kennt beim Friedensgruß kein Händeschütteln.- So lautet die Bildunterschrift des ersten Bildes.
Wie soll man das verstehen? Knutschen sich die Pfarrer etwa nur noch ab? Das wäre ja dann das Ausleben homoerotischer Neigungen!!! :-O
Und das am Altar, der nun nicht mehr Mahltisch, sondern ganz und gar Tisch des Herrn ist!?!
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#5   maliems   15:35:54 | Freitag, 21. September 2007
Rückkehr?
Heißt das, er will mal alt zelebrieren?
Dann wird ja das Institut Christus König Hoherpriester nicht weit davon entfernt sein, ihn demnächst in ihrer Hochglanzbroschüre abdrucken zu können.
Freut mich.
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#4   Artois †   15:00:56 | Freitag, 21. September 2007
@Benedikt
Dem ist zuzustimmen.
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#3   Benedikt   14:58:40 | Freitag, 21. September 2007
Was sollen denn diese…
…Bewertungen der Aussagen des Kardinals „glaubt er“, „behauptet er“? Warum muss die Redaktion immer auf diese Weise Aussagen verfälschen?
„Als wir jung waren, konnten wir uns nicht schnell genug vom Latein befreien. Jetzt umarmen wir es wieder wie einen lieben, alten Freund“ – so die Behauptung des Kardinals.
Das zB ist keine Behauptung, sondern ein Gefühl oder eine Meinung, die im übrigen mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen korrespondiert (Aufschwung des Latein in der Schule etc).
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#2   Hyazinth   14:14:10 | Freitag, 21. September 2007
Will uns
der letzte Satz sagen, daß er den Ritus nun wieder ztelebrieren wird?
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#1   r.ruhrgebietler   11:53:19 | Freitag, 21. September 2007
Der artikel beschreibt sehr schön die Sehnsucht nach der trid. Liturgie!
Danke liebe Redaktion!
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