08:30:28 | Freitag, 21. September 2007
Anspruch und Wirklichkeit + Der Zaster fließt wieder + Herr Präsident Erzbischof? + Im Schisma vereint + Entartete Politik

Benedikt XVI. während seines Besuches in Wien
© Pressefoto Robert Jäger, APA-FOTO-POOL Anspruch und WirklichkeitItalien. Papst Benedikt XVI. empfing am Samstag in Castel Gandolfo 22 Klarissinnen.
Der Heilige Vater betonte, daß die – eigentlich streng klausurierten – Schwestern der Kirche einen kostbaren
Dienst leisten. Der Papst erwartet von den Nonnen, daß sie brennende Fackeln der Liebe sind und ganz
von der Welt abgewandt in unaufhörlichem Gebet leben.
Der Zaster fließt wiederDeutschland. Das Bistum
Regensburg wird das oberste deutsche Laiengremium ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ wieder finanzieren.
Anfang 2006 hatte die Diözese dem Laienverband einen
fünfstelligen Betrag gestrichen. Seit dem Frühjahr
2007 soll es konstruktive Gespräche gegeben haben. Bereits in diesem Jahr will das Bistum ein ökumenisches
Projekt des ‘Zentralkomitee’ finanziell fördern. Ab 2008 erhält die Laiengruppe aus Regensburg wieder
den vollen „anteiligen Betrag“.
Herr Präsident Erzbischof?Simbabwe. Der wegen
Sexskandalen zurückgetretene
Erzbischof des Erzbistums Bulawayo in Simbabwe, Mons. Pius Ncube (60), könnte möglicherweise als Präsident
des Landes kandidieren. Das glaubt die Webseite ‘Christian Post’. Mons. Ncube habe mit anderen Regierungskritikern
über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur beraten. Der Erzbischof, der sein Amt am 11. September
wegen Ehebruchs verlassen mußte, ist ein scharfer Kritiker des Regimes von Robert Mugabe. Gestern wies
das Erzbistum Bulawayo die Medienspekulationen zurück.
Im Schisma vereintChina. Heute konsekriert
die chinesische Staatskirche ‘Patriotische Vereinigung’ den neuen Erzbischof von Peking, Mons. Giuseppe
Li Schan. Der Heilige Stuhl soll der Ernennung zugestimmt haben. Das berichtete die sehr gut informierte
römische Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’.
Entartete Politik„In Berlin regierten einst Ernst Reuter,
Willy Brandt, Richard von Weizsäcker. Männer, die mit ihrer Politik Schlagzeilen machten. In Berlin
regiert heute Klaus Wowereit. Ein Mann, der mit seinem Leben Schlagzeilen macht. Geschichten statt Geschichte.
Da paßt das Buch zum Leben. Da paßt die mediale Selbstinszenierung des Politikers als Lebemann. Da paßt
‘Wowi’. Wo es früher um die Deutungshoheit in der Politik ging, geht es heute um die Lufthoheit am Boulevard.
Wowereits Lebensleistung besteht darin, als Schwuler in der Politik überlebt zu haben. Daraus läßt
sich nicht nur ein Buch machen, sondern auch eine Karriere. Je dünner das erste, desto steiler die zweite.
Und das ist nicht gut so.“
Peter Dausend in der Tageszeitung ‘Welt’ über die jüngst erschienene Autobiographie
des der Homo-Unzucht verfallenen Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit.
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Artois † 13:58:01 | Freitag, 21. September 2007