In einem neuen Werbespot für eine bekannte schwarze Zuckerlimonade segnet ein Pseudo-Priester eine Reklameschönheit mit dem besagten Getränk.
(kreuz.net) Die Pointe einer neuen Werbung einer weltweit agierenden Zuckerlimonadenfabrik besteht darin,
daß ein vermeintlicher Priester das Getränk benützt, um eine Strandschönheit zu segnen.
Er entsteigt
dem wogenden Meer und hört trotz Wellenrauschen von weitem das Öffnen einer Limonadendose. Er dreht
sich um und erblickt sie, eine kurzberockte, relativ schlecht gekämmte Strandschönheit, die sich gerade
die besagte Limonade zuführt.
Der den Wogen Entstiegene beginnt sich langsam anzukleiden: Blue Jeans,
schwarzes Hemd. Er wendet sich ihr zu. Sie ist entsetzt: Huch, ein Priesterkragen. Verunsichert blickt
sie in die Meerlandschaft, während er sich ihr zielstrebig nähert. Seine Hand wandert zur Blechdose
mit dem stark zuckerhaltigen Getränk. Er taucht seinen Finger in die schwarze Brühe. Der mit der klebrigen
Limonade befeuchteter Finger berührt ihre Stirn. Er bezeichnet Sie mit dem Zeichen des Kreuzes.
Die
Werbung hofft darauf, durch kirchliche Proteststürme multipliziert zu werden und zeugt von schlechtem
Geschmack. A propos schlechter Geschmack. Damit hat der Produzent der schwarzen, klebrigen Brühe eine
langjährige Erfahrung.
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2 Lesermeinungen
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Solche Spots werden langsam ein alter Hut Mir selbst schmeckt Coca-Cola ausgezeichnet, aber solche Spots,
wo leichtfertig mit Religion für Publicity umgegangen, nur, um ein Thema zu bleiben, gehen mir einfach
auf den Nerv.
Nicht ganz korrekte Darstellung Hallo, die Darstellung des Coke-Light-Spots ist nicht ganz korrekt. Der
Priester (es handelt sich um einen Werbespot, also ist es in Wirklichkeit vermutlich ein Schauspieler)
taucht keineswegs seine Finger in die Cola, um damit die Frau zu segnen. Tatsächlich nutzt er dazu das
Wasser, das sich außen an der Dose befindet (wie es sich bei eisgekühlten Werbespotdosen gehört). Meine
Angaben können Sie im übrigen überprüfen, wenn Sie sich den Spot etwa bei www.catholicismwow.de herunterladen
und ansehen. Wenn man allein die dort verfügbaren Screenshots als Grundlage der Meinungsbildung nutzt,
mag es zu dem vorliegenden Mißverständnis kommen können. Ich glaube im übrigen auch nicht, daß es
Ziel des Spots ist, gläubige Katholiken zu Proteststürmen zu bewegen, um damit den Spot bekannter zu
machen. Tatsächlich ist eher das Gegenteil zu beobachten…