kreuzmeldungen
Schon lange bekannt + Ernennung bestätigt + Besuch aufgeschoben + Knast für Priester-Stalking + Drei Tage Urlaub
Generalaudienz im Vatikan, September 2006
Generalaudienz im Vatikan, September 2006
© Flickr-Benützer „factoids“, CC
Schon lange bekannt

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat gestern den italienischen Priester Paolo Pezzi (47) zum Erzbischof von Moskau ernannt. Die Nominierung war den Medien bereits seit Wochen bekannt. Mons. Pezzi wirkt seit fast fünfzehn Jahren in Rußland – zuletzt als Regens des Priesterseminars in St. Petersburg. Er steht der neokonservativen Gruppe ‘Gemeinschaft und Befreiung’ nahe. Der aus Weißrußland stammende bisherige Erzbischof von Moskau, Mons. Tadeusz Kondrusiewicz (61) wird – wie ebenfalls bereits bekannt – Erzbischof von Minsk.

Ernennung bestätigt

China. Gestern vormittag weihte die schismatische chinesische Staatskirche ‘Patriotische Vereinigung’ Mons. Joseph Li Schan (42) zum Bischof von Peking. Nach Berichten der römischen Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’ erhielt der staatstreue Bischof die nachträgliche Anerkennung des Heiligen Stuhls. Bei seiner Weihe schwörte Bischof Schan, die Verfassung der Volksrepublik zu ehren. Er werde „die Einheit des Landes und die soziale Stabilität“ verteidigen. Den Papst erwähnte der neue Bischof nicht. Anwesende erinnerte die Zeremonie eher an eine staatliche Inszenierung als an eine Bischofsweihe.

Besuch aufgeschoben

Deutschland. Am Donnerstag hat der Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller, einen Besuch in der jahrelang von einem mutmaßlichen Knabenschänder geführten Pfarrei Riekofen abgesagt. Der Bischof wollte vermeiden, daß sein Besuch von „äußeren Einflußnahmen“ überschattet wird. Stattdessen versicherte er am Freitag in einer Pressekonferenz, „zum nächstmöglichen Termin“ in die betroffene Pfarrei zu fahren und mit den Betroffenen zu reden. Eine Entschuldigung für den sexuellen Mißbrauch ließ sich Bischof Müller nicht abpressen: „Die Verantwortung für die Tat trägt der Täter.“

Knast für Priester-Stalking

Österreich. Eine 57jährige Österreicherin, die einen Priester jahrelang gestalkt hat, ist am Freitag vor dem Landesgericht St. Pölten zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt worden. Zwei Monate Kerker sind unbedingt, fünf Monate auf Bewährung. Die Verurteilte tyrannisierte den Kleriker mit unzähligen Telefonanrufen, Briefen und obszönen Zurufen.

Drei Tage Urlaub

„So eine Messe wirkt auf mich wie drei Tage Urlaub und löst alle streßbedingten Verkrampfungen. Wirklich.“

Aussage über die Alte Messe aus dem Blog von Felix Pfefferkorn.
      
1 Lesermeinung
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#1   laetare †   23:05:05 | Samstag, 22. September 2007
Zwei Monate Kerker
Jössersna! Kerker! Wo gibts denn sowas? In 1001 Nacht vielleicht, aber doch nicht in Österreich. Die Wortwahl der Redaktion ist schon manchmal sehr, sehr … wie hieß das neue Lieblingswort noch? aja … entartet!
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenAnspruch und Wirklichkeit + … kreuzmeldungenPäpstliche Prioritäten + … kreuzmeldungenKeine Kenntnis + … kreuzmeldungenReisepläne + … kreuzmeldungenNeue Selige + … kreuzmeldungenDer Ratzinger-Schülerkreis tagt + … kreuzmeldungenEnde der Leiden + … kreuzmeldungenNicht der schlechteste Teil + … kreuzmeldungenVerkommenes Wochenende + kreuzmeldungenMögliche Menschheitskatastrophe? + … kreuzmeldungenDank aus Rom + … kreuzmeldungenDas rechte Maß + … kreuzmeldungenZwei spontane Heiligsprechungen + kreuzmeldungenKinder sind keine Krankheit + kreuzmeldungenPapst empfing Nahostpolitiker + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net