08:09:06 | Samstag, 22. September 2007
Schon lange bekannt + Ernennung bestätigt + Besuch aufgeschoben + Knast für Priester-Stalking + Drei Tage Urlaub
Schon lange bekanntVatikan. Papst Benedikt XVI. hat gestern den italienischen Priester Paolo Pezzi (47)
zum Erzbischof von Moskau ernannt. Die Nominierung war den Medien bereits seit Wochen
bekannt. Mons. Pezzi
wirkt seit fast fünfzehn Jahren in Rußland – zuletzt als Regens des Priesterseminars in St. Petersburg.
Er steht der neokonservativen Gruppe ‘Gemeinschaft und Befreiung’ nahe. Der aus Weißrußland stammende
bisherige Erzbischof von Moskau, Mons. Tadeusz Kondrusiewicz (61) wird – wie ebenfalls bereits bekannt –
Erzbischof von Minsk.
Ernennung bestätigtChina. Gestern vormittag weihte die schismatische chinesische
Staatskirche ‘Patriotische Vereinigung’ Mons. Joseph Li Schan (42) zum Bischof von Peking. Nach Berichten
der römischen Nachrichtenagentur ‘AsiaNews’ erhielt der staatstreue Bischof die nachträgliche Anerkennung
des Heiligen Stuhls. Bei seiner Weihe schwörte Bischof Schan, die Verfassung der Volksrepublik zu ehren.
Er werde „die Einheit des Landes und die soziale Stabilität“ verteidigen. Den Papst erwähnte der neue
Bischof nicht. Anwesende erinnerte die Zeremonie eher an eine staatliche Inszenierung als an eine Bischofsweihe.
Besuch aufgeschobenDeutschland. Am Donnerstag hat der Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig
Müller, einen Besuch in der jahrelang von einem mutmaßlichen
Knabenschänder geführten Pfarrei Riekofen
abgesagt. Der Bischof wollte vermeiden, daß sein Besuch von „äußeren Einflußnahmen“ überschattet
wird. Stattdessen versicherte er am Freitag in einer Pressekonferenz, „zum nächstmöglichen Termin“ in
die betroffene Pfarrei zu fahren und mit den Betroffenen zu reden. Eine Entschuldigung für den sexuellen
Mißbrauch ließ sich Bischof Müller nicht abpressen: „Die Verantwortung für die Tat trägt der Täter.“
Knast für Priester-StalkingÖsterreich. Eine 57jährige Österreicherin, die einen Priester
jahrelang
gestalkt hat, ist am Freitag vor dem Landesgericht St. Pölten zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt
worden. Zwei Monate Kerker sind unbedingt, fünf Monate auf Bewährung. Die Verurteilte tyrannisierte
den Kleriker mit unzähligen Telefonanrufen, Briefen und obszönen Zurufen.
Drei Tage Urlaub„So eine
Messe wirkt auf mich wie drei Tage Urlaub und löst alle streßbedingten Verkrampfungen. Wirklich.“
Aussage
über die Alte Messe aus dem Blog von Felix Pfefferkorn.
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laetare † 23:05:05 | Samstag, 22. September 2007