Kommentar
Der Papst ist der Antichrist
Eine Provinzzeitung hat sich kürzlich speichelleckerisch an den alten Sprüchen eines Ex-Theologen gelabt und sich vom kritischen Journalismus verabschiedet. Ein Kommentar.
Benedikt XVI. im Juni 2006 im Petersdom
Benedikt XVI. im Juni 2006 im Petersdom
© Alberto Luccaroni, CC
(kreuz.net) Am 21. September interviewte die kirchenfeindliche Schweizer Lokalzeitung ‘St. Galler Tagblatt’ den ehemaligen Tübinger Theologen Hw. Küng. Mit den Fragen unterschob sie ihm zugleich die Antworten.

So fragte der Journalist namens Adelbert Reif den Ex-Theologen, ob das „»römische System« der Katholischen Kirche als ein totalitäres System“ zu begreifen sei, das die zu glaubende Wahrheit „nach eigenem Ermessen“ bestimme.

Erwartungsgemäß biß der Ex-Theologe an: „In jedem Fall ist das römische System ein autoritäres System mit totalitären Zügen“.

Dann folgten die üblichen Küng-Sprüche.

Ermutigt durch diese Antwort setzte Adelbert Reif noch einen drauf:

„Erkennen Sie im „römischen System“ Parallelen zu anderen autoritären Systemen im 20. Jahrhundert?“

Was die Frage unterstellt: Die paar Hundert Angestellten im Vatikan sind die natürliche Verlängerung von Hitler und Stalin. Verharmlosung der nationalsozialistischen Völkermorde und der Gulags in Reinkultur.

Hw. Küngs Antwort: „Ich habe kein Ressentiment gegen Rom an sich.“

Nach dieser Feststellung war klar, daß der Ex-Theologe einen weiteren Schub seiner billigen Tiraden gegen Rom loswerden muß.

Das römische System habe „tatsächlich“ viele Ähnlichkeiten mit dem früheren Sowjetsystem.

Dann kommt für den Journalist, der sich bis zu diesem Punkt auf Speichellecken statt auf kritisches Fragestellen konzentriert hat, eine Sternstunde:

„Häufig beklagt wird der Glaubensverlust vieler Geistlicher.“

Doch auf diese Art von Kritik ist der Ex-Theologe nicht gut zu sprechen:

„Solche Vorwürfe werden vor allem von konservativer Seite erhoben.“

Dort meine man, an alle Glaubensüberlieferungen noch so glauben zu müssen „wie im Mittelalter oder vor der Aufklärung“.

Nur einige der von Hw. Hans Küng publizierten Bücher
Nur einige der von Hw. Hans Küng publizierten Bücher
© Flickr-Benützer Max, CC
Dabei habe er – Hw. Küng – durch seine Erklärungen des Glaubensbekenntnisses und durch viele andere Schriften gezeigt, wie man die Glaubenswahrheiten heute „vernünftigerweise“ verstehen könnte – erklärt er angeberisch.

Sodann kommt auch seine Sternstunde: „Es scheint mir falsch zu sein, daß man sich von Seiten Roms ständig um die Weltprobleme kümmert, während die Kirchenprobleme ungelöst bleiben.“

Doch das ist ein kurzer Lichtblick.

Anschließend schwafelt Hw. Küng wohlwollend von Positionen, die den Papst für den Antichristen halten.

„Joseph Ratzinger“ hält er für einen außerordentlich gebildeten, intelligenten und sprachgewandten Theologen, der durchaus viele Probleme unserer Zeit richtig analysiert.

Diese Aussage dient dem Ex-Theologen allerdings nur als Sprungbrett für weitere Vatikan-Beschimpfungen:

Man kümmere sich dort wenig darum, „was Jesus täte, wenn er zurückkäme“ – weiß Hw. Küng.

Deutlich weniger kritisch ist Hw. Küng bei der Vorstellung des von ihm initiierten „Projektes Weltethos“ – praktische Unfehlbarkeit.

Abschließend darf er noch seinen „starken Gottesglauben“ und seine „tiefe Verwurzelung“ in seiner Kirchengemeinschaft rühmen, die ihm ermöglicht haben, seinen Kampf gegen Rom durchzustehen.

Fertig ist das Interview.

Hw. Küng ist wieder einmal seine ewig gleichen Tiraden und Angebereien losgeworden.

Und der speichelleckerische Journalist Adelbert Reif hat in Sachen kritischer Berichterstattung neue Maßstäbe gesetzt.
      
22 Lesermeinungen
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#24   Güldener Mond †   16:11:31 | Sonntag, 3. Oktober 2010
maratafior
Ist auf einer ebene mit Ultradroog und dem Albanischen Zuhälter. Nöööööööööööööö, noch ein Zacken schlimmer. Der gehört definitiv in die Psychatrie.
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#23   maratafior   16:08:15 | Sonntag, 3. Oktober 2010
Güldener Mond
Ich bin vorhin auf dem Balkon in der Sonne eingeschlafen…Noch ein bisschen matschig…Ist auf einer ebene mit Ultradroog und dem Albanischen Zuhälter.
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#21   maratafior   15:36:29 | Sonntag, 3. Oktober 2010
Raphael
Futter mal noch ein paar Pilze mehr…Oder schmeiß dir einen Trip rein…
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#19   nictau   14:07:45 | Montag, 21. Januar 2008
Unfassbar
ich bin entsetzt mit welcher Aggression der kreuz.net Autor formuliert und kommentiert.
Jesus sagte, dass aus dem Mund das kommt, was im herzen ist.
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#18   Bokrug †   17:33:22 | Donnerstag, 27. September 2007
Ins Forum schauen…
@Rudolfus:
Schauen sie zu den ökonomischen Hintergründen ins Forum!!!
www.neo-liberalismus.de/
oder auch auf die Seite luebeck-kunterbunt.de
Rotary-Clubs wie Lions und Kiwanis und Odd-Fellow Orden sind – keineswegs harmlose – freimaurerische Vorfeld-Organisationen…
www.bilderberg.org
www.fromthewilderness.com
Lesen sie sich auch mal meine Artikel (veröffentlichte, als richtiger Nick Bokrug, nicht die Fäschung) durch.
Grüsse
Bokrug
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#17   Rudolfus   15:07:23 | Mittwoch, 26. September 2007
@Rotarier, Lions-Club etc. keine Freimaurerei
den Rotariern oder dem Lions-Club mit Hauptsitz in Chikago angehören
Diese Organisationen mögen von Freimaurern gegründet sein, oder den Freimaurern nahestehen, aber sie sind keine Freimaurer.
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#16   Pius XII   14:55:29 | Mittwoch, 26. September 2007
Warum will Hans Küng nicht Papst werden?
– Weil er dann seine Unfehlbarkeit verlöre.
Also, Küng ist doch ein Relikt aus den 70ern. Den braucht keiner ernst zu nehmen.
PS: Bokrug, würden Sie bitte aufhören, hier das Forum mit Ihrem Müll vollzuspammen? Ihren Sektenkram will noch nichtmal in dieser illustren Runde irgendwer lesen.
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#15   Bokrug †   20:22:50 | Dienstag, 25. September 2007
Freimaurerei…
…speziell des schottischen Ritus nach Ku-Klux Clan Begründer Albert Pike anti-christlich! 666 = Set(h)
Über den Filz von Freimaurerei, Rotary-, Lions-, Kiwanis- und Round-Table-Klubs.
Wissen Sie, dass in Deutschland
96 % aller Landräte
über 90 % der Bürgermeister in Orten mit über 5000 Einwohnern
über 60 % aller Notare
84 % aller Chefärzte von Kreiskrankenhäusern
etwa 90 % aller Direktoren der Gymnasien
etwa 70 % aller Direktoren der Amtsgerichte
zahlreiche Pfarrer und Pastoren
fast alle höheren Polizeichefs
fast alle Staranwälte
und fast alle Bundeswehroffiziere vom Kommandeur aufwärts …
den Rotariern oder dem Lions-Club mit Hauptsitz in Chikago angehören? –
Quellennachweis: Glaubensnachrichten
Rotary-, Lions-, Kiwanis- und Round Table Clubs beherrschen also indirekt Deutschland…ebenso diverse Odd-Fellow Orden.
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#14   wiener   18:53:10 | Montag, 24. September 2007
halten wir fest: kreuz.net ist der antichrist.
hans küng hat nicht gesagt, der papst sei „der antichrist“. die von +.net aufgestellte behauptung ist eine bösartige und wahrheitswidrige verleumdung.
die einzigen, die hier den hl. vater derart titulieren, sind die schmierfinken von +.net – einer seite, die in unendlicher anmaßung und verkennung jeglicher tatsachen für sich noch immer das attribut „katholisch“ führt.
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#13   Lorenz   18:44:25 | Montag, 24. September 2007
Benedikts Jesus von Nazareth
Warum hat der Heilige Vater in seinem jüngsten Buch geschrieben, Satan sei ein promovierter Theologe aus Tübingen? Immerhin: Das steht wirklich so drin, auch wenn ich es hier als rhetorische Frage aus dem Zusammenhang reiße.
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#12   Benedikt   17:59:55 | Montag, 24. September 2007
Küng…
Ermutigt durch diese Antwort setzte Adelbert Reif noch einen drauf:
„Erkennen Sie im „römischen System“ Parallelen zu anderen autoritären Systemen im 20. Jahrhundert?“
Was die Frage unterstellt: Die paar Hundert Angestellten im Vatikan sind die natürliche Verlängerung von Hitler und Stalin. Verharmlosung der nationalsozialistischen Völkermorde und der Gulags in Reinkultur.
Das entspricht ja auch Küngs Parolen. Im „Spiegel“ verglich er letztes Jahr das Gehorsamsversprechen der Bischöfe mit dem Eid auf den „Führer“.
Das hatte merkwürdigerweise keine Proteste zur Folge. Küng heißt halt nicht Meisner.
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#11   Don Camillo   13:11:17 | Montag, 24. September 2007
Wie wäre
dieser Artikel wohl herausgekommen, wenn Küng der Piusbruderschaft angehören würde und die selben Aussagen gemacht hätte? …
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#10   Tonski   13:02:22 | Montag, 24. September 2007
Haß und Häme
Liebe Freunde,
demaskiert sich Euer Beitrag zu dem sicher kritkwürdigen Interview nicht auch selbst: wieviel Haß und Häme spüre ich da, wenn nur der Name Küng erwähnt wird. Da fällt mir doch in leichter >:) Abwandlung Nietsche ein: „Nicht ihre Nächstenliebe, sondern die Ohnmacht ihrer Nächstenliebe hindert die Fundamentalisten von heute daran, uns zu verbrennen!“
mit trotzdem herzlichen Grüßen
Tonski
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#9   Alfredo Ottaviani   12:40:42 | Montag, 24. September 2007
Heeeeeerrlich!!!!
:-) Na, das nenn’ ich ja mal einen agressiven Artikel! Viele Eigenschaften von Herrn Küng sind treffend wiedergegeben. Ich lese selber gerade den 2. Band seiner Autobiographie. Man braucht schon eine gute intakte Gasmaske, um die immerwährende Selbstbeweihräucherung zu überleben! Dieses Buch verwirft anschaulich die These (gegen seine eigene Intention), daß die Unfehlbarkeit nicht exixtiert. Sie existiert (allerdings nicht als die Unfehlbarkeit des Papstes, der allgemeinen Konzilien oder der Heiligen Schrift), sondern als die von Hans Küng selber.
… und die Unfehlbarkeit ist Fleisch geworden und hat in Tübingen gelehrt… :-!
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#8   Hoffnung   11:36:51 | Montag, 24. September 2007
@ Franz von Sales
Ich Stimme Ihnen hierbei zu:
Zitat:
„… Das Problem was ich bei solchen Texten habe, ist die Gerechtigkeit. Wenn wir so schreiben, was völlig in Ordnung ist, können wir es dann anderen Anti-Kirchlichen Seiten verbieten das selbe zu tun.“
Kreuz.net ist auch nur eine antikirchliche Seite. Sie Steht Herrn Küng sicherlich in nichts nach.
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#7   Sirilo   11:33:50 | Montag, 24. September 2007
@Pio: Lesen lernen!
Küng bezeichnete nicht den Papst als Antichristen, sondern er erzählte von Positionen (Leuten), die den Papst dafür halten. Das sind gewisse sedivakantistische Kreise und Teile der FSSPX-Anhänger. Diesen Hinweis auf Dritte als Aufhänger des Artikels zu nehmen, ist sowieso miesester Journalismus.
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#6   Franz von Sales   11:05:19 | Montag, 24. September 2007
So müssen Kommentare sein
gelabt
vom kritischen Journalismus verabschiedet
kirchenfeindliche
unterschob sie ihm zugleich die Antworten
Erwartungsgemäß biß der Ex-Theologe an
die üblichen Küng-Sprüche
Verharmlosung
einen weiteren Schub
Speichellecken
angeberisch
ein kurzer Lichtblick
Sprungbrett für weitere Vatikan-Beschimpfungen
rühmen
Kampf gegen Rom
ewig gleichen Tiraden und Angebereien
speichelleckerische
neue Maßstäbe
PS:
Jetzt weiss ich endlich wieder, was ich so an kreuz.net mag.
Seien wir doch mal ehrlich: Keiner von uns hat doch das Original wirklich gelesen oder setzt sich kritisch mit dem Originaltext auseinander. Die Zitate sind aus dem Text, ja sogar aus dem Satz, herausgeschnippelt und eingefügt wie es dem Autor selbst gerade gefiel.
Die Parallelen zu Bild, Focus und Spiegel Zeitung ist auf rhetorischer Ebene sehr gut gelungen.
… Das Problem was ich bei solchen Texten habe, ist die Gerechtigkeit. Wenn wir so schreiben, was völlig in Ordnung ist, können wir es dann anderen Anti-Kirchlichen Seiten verbieten das selbe zu tun.
Antwort: Klar, denn wir haben die richtige und alleinige Wahrheit die sich in unserem Herrn Jesus Christus gezeigt hat.
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#5   Pio   11:05:00 | Montag, 24. September 2007
@ Sirilo
Aber Hochwürden Küng – immerhin Priester der Kirche – ist doch auch nicht antikatholisch, wenn er den Papst als Antichristen bezeichnet. Das ist heute im kirchlichen Rahmen. Die Kirche hat sich geöffnet.
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#4   DocRöntgen   11:02:48 | Montag, 24. September 2007
Hoppla! Man bemerke, w e r hier miesen Journalismus unterstellt!
Ein bisschen mehr Selbstreflexion würde nicht schaden, werte Redaktion. Denn tendenziöse Berichterstattung,
wertende Formulierungen, Deutungen und Vermengung von Fakten und Behauptungen findet hier regelmäßig statt.
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#3   Sirilo   11:02:08 | Montag, 24. September 2007
Kreuz.net sagt: Der Papst ist der Antichrist
Zum xten Male bringt Kreuz.net eine so provozierende Aussage, ohne sie durch Anführungszeichen als Zitat zu kennzeichnen. Da Kreuz.net schon mehrfach auf diese unprofessionelle Vorgehensweise kritisch hingewiesen wurde, kann man nur einen Schluß ziehen: Es ist volle Absicht von Kreuz.net, diese Aussage als Tatsachenbehauptung und nicht als Zitat zu bringen.
Daraus ergibt sich, daß es Kreuz.nets Absicht ist, den Papst zu diskreditieren. Es handelt sich bei den „Katholischen Nachrichten“ also wirklich um eine kirchenfeindliche Website.
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#2   Artois †   10:55:25 | Montag, 24. September 2007
@Guiseppe
Hier dürften sich zwei herzlich verwandte Seelen getroffen haben …
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#1   Guiseppe   10:50:45 | Montag, 24. September 2007
Küng-Diktat?
„Am 21. September interviewte die kirchenfeindliche Schweizer Lokalzeitung ‘St. Galler Tagblatt’ den ehemaligen Tübinger Theologen Hw. Küng. Mit den Fragen unterschob sie ihm zugleich die Antworten.“
Hat Prof. Dr. Küng die Fragen zuvor diktiert?
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