kreuzmeldungen
Papst in Velletri + Zuwenig Platz + Neues Fach + Er sieht sich als Opfer + Auch entartet?
Benedikt XVI. Anfang September im italienischen Wallfahrtsort Loreto
Benedikt XVI. Anfang September im italienischen Wallfahrtsort Loreto
© Flickr-Benützer „Bairo“, CC
Papst in Velletri

Italien. Papst Benedikt XVI. besuchte am gestrigen Sonntag das Städtchen Velletri in den Albaner Bergen südöstlich von Rom. Vor seiner Wahl zum Papst war er als Kardinal zwölf Jahre Titularbischof der Stadt. Bei einer Heiligen Messe vor der Kathedrale widersagte der Heilige Vater einer „Logik des Profits“. Reines Profitdenken führe zu einem immer tieferen Graben zwischen Arm und Reich. Christen seien einer „Logik des Teilens“ verpflichtet.

Zuwenig Platz

Deutschland. Im Hohen Dom zu Paderborn gibt es fortan jeden Mittwoch um 18:30 Uhr eine Messe im Alten Ritus. Die erste Messe wurde letzten Mittwoch zelebriert. Für die Feier war die Marienkapelle unter der Sakristei mit 28 Sitzplätzen vorgesehen. Da sie sich als zu klein erwies, fand die Zelebration schließlich in der Krypta des Domes, einer der größten in Deutschland, statt. Es erschienen etwa 150 Gläubige. Zelebrant war Domdechant Prälat Heribert Schmitz. Es ministrierten die beiden Domküster. Der Messe wohnten auch zehn Priester des Erzbistums bei.

Er sieht sich als Opfer

Simbabwe. Der nach einem schweren Unzuchts-Skandal zurückgetretene Erzbischof von Bulawayo, Mons. Pius Ncube, sieht sich als Opfer einer „Kampagne des Regimes“. Das erklärte er vor dem ‘Britischen Rundfunk’. Den Inhalt der Vorwürfe wollte der Erzbischof nicht dementieren. Darüber werde er erst nach einem Gerichtsurteil sprechen. Die Vorwürfe seien ungeprüft und die Videoaufnahmen illegal.

Neues Fach

Italien. Das Nordamerikanische Priesterseminar in Rom wird die dortigen Seminaristen in der Zelebration der Alten Messe unterrichten. Das berichtete der US-Priester Hw. John Zuhlsdorf auf seinem Weblog. Hw. Zuhlsdorf betont, daß die Kenntnis der Alten Messe – selbst wenn die Seminaristen sie niemals lesen sollten – die Art ihrer Zelebration beeinflussen werde.

Auch entartet?

„Es gibt eigentlich nur zwei Lösungsmöglichkeiten für den pathologischen Fall Kardinal Meisner: entweder totschlagen oder totschweigen.“

Aus einem kirchenfeindlichen Haßkommentar von Michael Ringel in der Berliner ‘Tageszeitung’ vom 21. September..
      
14 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#14   misterunknown   13:44:40 | Dienstag, 25. September 2007
@juergen
Danke für den Hinweis:-)
Wieder andere Priester sind teils 100Km gefahren, um bei diesem „Ereignis“ in ihrer Kathedrale dabei zu sein.
Es ist kein Geheimnis, daß zahlreiche Priester der Erzdiözese Paderborn, vor allem der jungen Priestergeneration, sehr traditionsbewußt sind. Und ich gehe auch davon aus, daß viele Priester künftig vermehrt auch eine „Privatmesse“ im außerordentlichen Ritus feiern werden, z.B. in Gemeinden mit Pfarrer und Vikar (selten genug leider), in denen nur eine Werktagsmesse gefeiert wird, die entweder vom Pfarrer oder vom Vikar, also im Wechsel, für und mit der Gemeinde zelebriert wird.
Ich kenne persönlich zahlreiche Vikare, die in ihrer Vikarswohnung einen eigenen kleinen Andachtsraum eingerichtet haben, nicht selten mit einem „richtigen“ Altar, der auch eine kleine, tragbare, von einem Bischof konsekrierte Altarplatte mit Reliquien (20x20x4cm reicht! Kann jeder Steinmetz anfertigen) beinhaltet. Eine solche kleine Tragaltarplatte sollte zur Grundausstattung jedes Priesters gehören, damit auch Messen außerhalb von Kirchen, z.B. bei Jugend-Zeltlagern u.ä. auf einem echten Altar gefeiert werden können.
Redaktion benachrichtigen
#13   juergen   13:00:55 | Dienstag, 25. September 2007
Zu wenig Platz
Der Messe wohnten auch zehn Priester des Erzbistums bei.
Fragt sich aber, wie es kam, daß diese Priester dort waren… Waren es welche, die Interesse haben auch in der außerodentlichen Form zu zelebrieren, oder waren sie nur neugierig?
An dem Tag legten einige Priester die Pfarrexamensprüfung ab. Einige von denen haben dann den Entschluß gefasst, sich die „alte Messe“ mal anzugucken.
Redaktion benachrichtigen
#12   Krak des Chevaliers   08:34:41 | Dienstag, 25. September 2007
misterunknown hallo again
kann Ihnen leider keine direkte Nachricht zukommen lassen, da Sie keine Mail wünschen. Gehöre zu einem Kreis, der für die Ausbreitung der Alten Messe schon seit Jahren kämpft. Viele Grüße KRAK DES CHEVALIERS
Redaktion benachrichtigen
#11   misterunknown   22:28:00 | Montag, 24. September 2007
@Krak des Chevalliers
mach ich gerne
Redaktion benachrichtigen
#10   Krak des Chevaliers   20:44:38 | Montag, 24. September 2007
misterunknown
bitte seien Sie doch so gut und teilen Sie am Donnerstag mit, wieviele Gläubige an der nächsten Missa Tridentina teilgenommen haben. Ich kann aus beruflichen Gründen leiden nicht an der Messe teilnehmen. Es wäre schön, wenn auch im „Schwarzen“ Paderborn noch mehr Kirchen für den Alten Messritus geöffnet werden könnten.
Redaktion benachrichtigen
#9   misterunknown   20:31:45 | Montag, 24. September 2007
Paderborn
Dank an die Redaktion, die meine Mail sogleich aufgegriffen hat, um über die erste Messe im klassischen römischen Ritus im Hohen Dom zu Paderborn hier in den Kreuzmeldungen zu posten! – Am kommenden Mittwoch werde ich auch selbst Gelegenheit haben dort die Heilige messe mitzufeiern, und viele meiner Freunde werden auch an diesem Mittwoch erstmals dort sein. Wir sind gespannt, wie sich die Zahl der Gläubigen entwickeln wird, und, ob bereits ab diesen Mittwoch eine größere Kapelle als die zwar sehr schöne, aber doch sehr kleine und niedrige Marienkapelle zur Verfügung gestellt wird. Wünschenswert wäre es, wenn der sogenannte Pfarrwinkel, das südliche Querhaus mit dem schönen historischen Hochaltar dafür belebt werden könnte.
S.Ex. Erzbischof Becker hatte sicher nicht mit so vielen Gläubigen gerechnet, hatte er doch zuvor in einem Brief an alle Priester des Erzbistums Paderborn festgestellt, daß es, von vereinzelten Anfragen abgesehen, kaum Interesse am klassischen Ritus im Erzbistum Paderborn gäbe. Daher wurde sicher auch lediglich die Marienkapelle vorgesehen. Bislang gab es um 18:30 Uhr jeden Mittwoch eine Messfeier in der Krypta im neuen römischen Ritus. Die Feier im klassischen Ritus wurde also an deren Stelle gesetzt. – Schön wäre es, wenn sich vielleicht Sänger fänden, die eine Choralschola ins Leben rufen möchten. Es sei noch erwähnt, daß die beiden Domküster ihren Dienst als Ministranten mit großer Souveränität und sichtbarer Freude versehen haben, wie ich erfuhr.
Redaktion benachrichtigen
#8   Benedikt   18:11:46 | Montag, 24. September 2007
Keine Weisheit
Es wäre natürlich nicht ungewöhnlich, wenn beim nächsten Mal keine 150 Gläubige mehr kommen. Ich weiß nicht, wieviel Stadtpfarreien es in Paderborn noch gibt, aber es sind offensichtlich noch ein paar, auf die sich die rd 75.000 Katholiken Paderborns verteilen. 150 Gläubigen in einer einzelnen Wochentagsmesse sind da gar nicht schlecht, doch ist es im außerordentlichen Ritus natürlich wie im ordentlichen Ritus: Besondere Messe werden stärker besucht. Von daher wäre es schon in Ordnung, wenn sich die Zahl der Messbesucher auf einem ortsüblichen Stand einpendeln würde. Eine stabile Gruppe sozusagen ;-).
Redaktion benachrichtigen
#7   Wandregisel   17:18:38 | Montag, 24. September 2007
@Paderborn
Ich gehöre zu den bekennenden Anhängern des ordentlichen Ritus, aber habe die Gelegenheit genutzt mir den unordentlichen Ritus einmal in realiter anzuschauen. Ich muss sagen, dass ich schon beeindruckt war. Aber da meine Neugier nun gestillt ist, werde ich die alte Messe sicherlich nicht regelmäßig besuchen.
Trotzdem freut es mich, dass es das Angebot dank des Heiligen Vaters nun gibt und die liturgische Vielfalt so vergrößert wurde.
Allgemein halte ich es wie es Benedikt XVI. während seines Österreichbesuchs ausgedrückt hat. Die Liturgie darf nicht zu einer starren Hülle aus schöner Form ohne Inhalt degenerieren, sondern muss mit Gott im Mittelpunkt gelebt werden (frei nach dem Gedächtnis). Die Gefahr der Degeneration ist auf Grund der Ritualhaftigkeit der alten Messe sicherlich größer, aber dies allein ist noch kein ernstzunehmender Einwand. Leider gibt es auch im NOM nicht zu tolerierende Auswüchse, wie etwa „Rollerskates Gottesdienste… :-!
Redaktion benachrichtigen
#6   Krak des Chevaliers   13:37:14 | Montag, 24. September 2007
na, na, Type…
jetzt entspannen sie sich erst mal. Offensichtlich hat man in Paderborn ja trotzdem nicht mit einem solchen Interesse gerechnet. Und wenn es beim nächsten mal „nur“ noch 70 sind, ist das doch immer noch eine enorm hohe Zahl. Das dürfte immer noch weit über dem Durchschnittsbesuch einer NOM-Werktagsmesse dienen, oder?
Redaktion benachrichtigen
#5   Typ   10:49:26 | Montag, 24. September 2007
@ Krake
Ganz sicherlich hat man im Gegenteil versucht, die Sache so wenig wie möglich publik zu machen.
Dann hätte man es nicht auf der Bistumshomepage angekündigt:
www.i-basis.de/…rzbistum/index.phtml?ber_id=38&inh_…
Sie irren also.
Redaktion benachrichtigen
#4   Krak des Chevaliers   10:21:57 | Montag, 24. September 2007
Liebe Type!
ich kann mir nicht vorstellen, dass man in Paderborn mit dem Libori-Festgeläut und dem Libori-Tusch auf diese Messe aufmerksam gemacht hat. Ganz sicherlich hat man im Gegenteil versucht, die Sache so wenig wie möglich publik zu machen. Aber ich weiß natürlich, dass natürlich auch Leute hingegangen sind, um sich das Ganze mal anzuschauen. Nun immerhin! Vielleicht hat der ein oder andere der Zaungäste ja jetzt zur Tridentina gefunden.
Redaktion benachrichtigen
#3   Typ   10:01:24 | Montag, 24. September 2007
@ Krake
Sie haben offenbar die Bedeutung des Wortes „Nachfrage“ nicht verstanden. Dass es viele Leute gibt, die hingehen, wenn eine Alte Messe zum ersten Mal zelebriert wird, ist relativ normal. Mit „Nachfrage“ hat das nichts zu tun, denn Nachfrage verlangt, dass die Gläubigen auch aktiv eine Alte Messe suchen.
Im Moment wissen wir nur, dass bei der ersten Zelebration 150 Leute da waren – was aber nicht heißt, dass alle 150 diese Messe auch nachgefragt hätten. Mal schauen, wie sich das in den kommenden Monaten weiterentwickelt. Viele sind sicher nur dagewesen, weil sie neugierig waren. Immerhin wurde diese Messe ja sogar auf der Bistums-Homepage groß angekündigt (etwas, das bei normalen Werktagsmessen nie geschieht) – da ist es kein WUnder, dass viele kommen. Möglicherweise nur Schaulustige.
Und wegen dieser Teilnehmerzahl dem Erzbischof zu unterstellen, er sei ein Lügner – wie Sie das in Ihrer beeindruckenden Kirchlichkeit tun –, ist schlichtweg eine Frechheit. So ein Benehmen wurde mir schon als Kind ausgetrieben; Ihnen hingegen offenbar nicht.
Redaktion benachrichtigen
#2   Frasim   09:32:41 | Montag, 24. September 2007
@Themen
Zustimmung, Krak des Chevaliers!
Und auch die Worte von Hw. John Zuhlsdorf finde ich eine sehr schöne Meldung…!
Redaktion benachrichtigen
#1   Krak des Chevaliers   08:45:53 | Montag, 24. September 2007
Dammbruch
Nun ist der Damm offensichtlich auch im „schwarzen“ Paderborn gebrochen. Alle Behauptungen, es gäbe kaum Nachfrage nach der Alten Messe, wurden Lügen gestraft. Laudetur Jesus Christus!
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenWorte und Wirklichkeit + … kreuzmeldungenSchon lange bekannt + … kreuzmeldungenAnspruch und Wirklichkeit + … kreuzmeldungenPäpstliche Prioritäten + … kreuzmeldungenKeine Kenntnis + … kreuzmeldungenReisepläne + … kreuzmeldungenNeue Selige + … kreuzmeldungenDer Ratzinger-Schülerkreis tagt + … kreuzmeldungenEnde der Leiden + … kreuzmeldungenNicht der schlechteste Teil + … kreuzmeldungenVerkommenes Wochenende + kreuzmeldungenMögliche Menschheitskatastrophe? + … kreuzmeldungenDank aus Rom + … kreuzmeldungenDas rechte Maß + … kreuzmeldungenZwei spontane Heiligsprechungen +
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net