Kirchenfeindliche Kreise scheinen hinter dem Ende Dezember lancierten Skandal um angeblich von der Kirche nach 1945 zurückgehaltene jüdische Kinder zu stecken. Ein in Italien veröffentlichtes ‘Beweisdokument’ war manipuliert. Die Veröffentlichung löste eine internationale Medienkampagne gegen die Kirche aus.
Montag, 31. Januar 2005 21:41
Yersinia: also ich kann diese ganzen Greuelberichte über die Freimaurer nicht glauben.
Mir scheint, dieser Verein ist vor allem für diverseste Verschwörungsphantasien gut, aber Beweise bleiben die Verschwörungstheoretiker notwendigerweise schuldig – was ja den großen Vorteil von Verschwörungstheorien ausmacht. Immerhin kann damit alles behauptet und erklärt werden und irgendwie kann man die Erklärungen schon so hinbiegen, dass diese sogar plausibel erscheinen. Aber der größte Vorteil von Verschwörungstheorien ist, dass sie entlast – von der sonst notwendigen Auseinandersetzung mit dem komplexen Gefüge der modernen Welt, in der es keine einfachen Verantwortungen für gesellschaftliche Entwicklungen und Phänomene mehr gibt.
Montag, 31. Januar 2005 16:51
Vetter Taferl: Was den „Bericht“ in „Corriere della Sera“ betrifft,
so kann man sagen: Typische Freimaurerintrige, über die internationalen Freimaurermedien gespielt. Was aber Papst Pius XII. betrifft, so hat es auch sein Gutes, dass er noch nicht selig gesprochen wird. Immerhin hat er die Modernisten eingesetzt und gefördert, die später die Hl. Kirche verwüstet haben: Roncalli, Montini, Bugnini, Alfrink, Frings, Döpfner, König, Suenens usw. Im übrigen hat er – wie unlängst besprochen (Vortrag von Hw. DDr. Gregor Hesse) – der altehrwürdigen Hl. Liturgie die ersten massiven Schläge versetzt und den Liturgiezerstörern „die Rutsche gelegt“. So vorbildlich Papst Pius XII. in vielen Dingen war, auch theoretisch gg. den Modernismus, so wenig war er es in der Liturgie und in seiner Personalauswahl. Ohne seine personelle und liturgische Vorarbeit hätte es wohl weder ein V2 in seiner bekannten Ausprägung (Pastoralsynode, kein ökumenisches Konzil) noch die Zerstörung der Liturgie vulgo NOM gegeben. Insoferne ist er so vorbildlich auch wieder nicht, dass es vordringlich wäre, ihn zur Ehre der Altäre zu erheben…
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