09:56:14 | Dienstag, 25. September 2007
Die erste Erscheinung hatte sie beim Radfahren. Dann gründete sie eine Gemeinschaft von 3.000 Mitgliedern. Jetzt hat sie der Vatikan gestoppt.
(kreuz.net, London) Seit über zwanzig Jahren erklärt Patricia De Menezes (67) aus der Londoner Vorstadt
Surbiton, die Muttergottes täglich zu sehen.
Doch jetzt hat der Vatikan erklärt, daß die von Frau
De Menezes behaupteten Erscheinungen „höchst fragwürdig“ seien.
Das berichtete der US-Nachrichtendienst
‘Catholic News Service’.
Der Vatikan hat sich auch geweigert, die Statuten der Gemeinschaft zu approbieren,
die Frau De Menezes gegründet hat.
Die Juwelen-Designerin Patricia De Menezes wurde als Patricia Warburton
Adamson in der englischen Stadt Bristol geboren und ist eine Konvertitin aus dem Protestantismus.
Sie
hat in der Vergangenheit erklärt, daß ihre übernatürlichen Erfahrungen im Jahr 1984 begannen, als
sie beim Radfahren in der Nähe ihres Hauses die Worte hörte: „Ich bin das Brot des Lebens.“
Später
sah sie in ihrem Garten unter einer Tanne angeblich Visionen von Maria, Jesus und Joseph und erhielt von
ihnen Religionsunterricht.
Die Muttergottes soll ihr den Auftrag gegeben haben, der Kirche mitzuteilen,
daß abgetriebene Kinder zu Märtyrern erklärt werden sollten.
Frau De Menezes
gründete später die
‘Familie der göttlichen Unschuld’, die 3.000 Mitglieder in 43 Ländern umfaßt.
Viele Mitglieder stammen aus der Lebensschutzbewegung.
Ihren Entscheid gegen die Visionen teilte die
Glaubenskongregation dem Erzbischof von Southwark, Mons. Kevin McDonald, mit.
Das Erzbistum Southwark
ist die Wohndiözese von Frau De Menezes.
Der Brief trägt das Datum vom 16. Juli und wurde von der Erzdiözese
am 21. September veröffentlicht.
Das Schreiben bezeichnet die Behauptungen von Frau De Menezes als „übertrieben“
und „hysterisch“. Als Kritikpunkte werden vorgebracht:
• unangemessene Worte und Ausdrücke, die in
den Texten der Erscheinungen Jesus zugeschrieben werden.
• problematische Forderungen zum Zustand abgetriebener
Kinder.
• Angriffe gegen kirchliche Autoritäten, die eine „ungewöhnlich gewalttätige und bedrohende
Sprache“ verwenden.
Weil die angeblichen Erscheinungen die geistlichen Grundlagen der ‘Familie der göttlichen
Unschuld’ darstellten, ist die Spiritualität der Gemeinschaft nach Ansicht der Glaubenskongregation in
ihren Wurzeln mit Fehlern behaftet.
Diese Spiritualität sei auch in den von der Gemeinschaft vorgeschlagenen
Konstitutionen enthalten, die aus diesem Grund nicht approbiert werden könnten.
Besonders stört sich
die Glaubenskongregation an der Behauptung, daß alle abgetriebenen Kinder automatisch Märtyrer seien:
„Wenn alle Opfer der Abtreibung Märtyrer wären, dann müßten alle Opfer des moralischen Bösen ebenso
als Märtyrer bezeichnet werden.“
Frau De Menezes hat die Entscheidung des Vatikan nicht kommentiert.
Ihre Gemeinschaft strengte eine vatikanische Approbation der Statuen an, nachdem die Erzdiözese Southwark
eine solche im Jahr 2001 abgelehnt hatte.
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#9
Dr. Otterbeck 00:16:43 | Mittwoch, 26. September 2007
#8
misterunknown 23:18:18 | Dienstag, 25. September 2007
#7
juergen 20:58:46 | Dienstag, 25. September 2007
#6
Bokrug † 19:51:29 | Dienstag, 25. September 2007
#4
Bokrug † 19:28:11 | Dienstag, 25. September 2007
#2
Artois † 11:15:37 | Dienstag, 25. September 2007
#1
Freinsberg 10:21:22 | Dienstag, 25. September 2007