Kinderverhütung
Kardinal: Kondom sei legitim
Erneut äußerte sich ein Kardinal positiv zum Kondom. Neben dem vatikanischen Gesundheitsminister meinte nun auch Georges Kardinal Cottier, Theologe des Päpstlichen Hauses, daß das Kondom in Spezialfällen „legitim“ sei. Ein römischer Moraltheologe hatte die Position der Kirche zum Geschlechtsverkehr mit Plastikbarrieren bereits vergangene Woche geklärt.
(kreuz.net) Georges Kardinal Cottier O.P. (82), der persönliche Theologe des Heiligen Vaters, sehe in Kondomen ein erlaubtes Mittel zur Verhütung von Aids. Die linksliberale italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ zitierte in ihrer Montagausgabe ein Interview des schweizer Kardinals mit dem italienischen Online-Nachrichtendienst „Apcom“.

In Ausnahmesituationen, etwa im Drogenmilieu oder in Teilen der Welt, wo es viel Elend und sexuelle Promiskuität gebe, könne man, so Kardinal Cottier, den Gebrauch von Präservativen für „legitim“ halten. Als Beispiel nannte der Kardinal „einige Gegenden Afrikas oder Asiens“.

Allerdings, so Kardinal Cottier im Interview, dürfe das Kondom von Staaten und internationalen Organisationen keinesfalls als wichtigstes Mittel im Kampf gegen Aids angesehen werden. Kampagnen, die auf einen generellen Einsatz von Kondomen setzten, förderten die Promiskuität. Diese wiederum trage erheblich zur Ausbreitung von Aids bei. Der beste Schutz gegen die Viruserkrankung sei sexuelle Enthaltsamkeit und eheliche Treue.

Erst vor elf Tagen meinte der vatikanische „Gesundheitsminister“, Javier Kardinal Lozano Barragan, daß eine Frau beim ehelichen Geschlechtsverkehr von ihrem HIV-infizierten Ehemann den Gebrauch eines Kondoms verlangen dürfe.

Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Krankenpastoral begründete seine Position damit, daß dieser Spezialfall zum „Recht auf Selbstverteidigung“ gehöre. „Ich sehe dies als ihr Recht. Ja, sie hat das Recht, ihren Mann zu bitten, ein Kondom zu verwenden.“ Die Kirche sei stets eine Verfechterin des Selbstverteidigungsrechtes gewesen.

Ein in Rom unterrichtender Moraltheologe bemerkte daraufhin, daß das Prinzip der Selbstverteidigung weder auf die eheliche Liebe noch auf die eheliche Fortpflanzung angewendet werden könne. Ein durch Plastikbarrieren abgeschirmter ehelicher Akt sei in Wirklichkeit kein solcher mehr, sondern eine Form der Selbstbefriedigung, die moralisch zu verwerfen sei. Genauso wenig sei es möglich, daß sich zwei Ehepartner durch einen Plastiksack hindurch küssen, um eine Hepatitisinfektion zu vermeiden. Es gebe Krankheiten, die den ehelichen Akt unmöglich machen. AIDS gehöre dazu.
      
26 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#26   Thomisticus   21:09:17 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Eder und Tradiland
Ich sehe da schon einen deutlichen qualitativen und auch stilistischen Unterscheid zwischen den Äußerungen aus „Tradiland“ und denen von EB Eder …
Redaktion benachrichtigen
#25   Vetter Taferl   20:03:32 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Et portae inferi non praevalebunt eam
Dieses Zitat der Ausführungen des hwst. Herrn Alterzbischofs von Salzburg, Ex. Dr. Georg Eder, sind speziell Thomisticus gewidmet; dies, damit er die Möglichkeit hat, auch diesem Verschwörungstheorien vorzuhalten.
Die Original-Fundstelle des Kath.net-Kommentars ist www.kath.net/detail.php?id=8576.
Ein kath.net-Kommentar von Alterzbischof Georg Eder (Salzburg), veröffentlicht am 29. September 2004 (hier nur ein Auszug):
„Werde also wach und stärke, was noch übrig ist“ (Offb 3,2) oder Wo die Kirche heute am meisten gefährdet ist
Die Gefahren von außen sind es nicht. Sie sind einigermaßen abschätzbar und die Gegner sind uns nicht unbekannt. Die Französische Revolution hat zwar ihre Ziele noch nicht völlig erreicht; doch würden sich die Initiatoren darüber freuen, dass die Kirche zum Großteil ihr Programm übernommen hat: Liberté, Egalité, Fraternité.
Die Freimaurerei ist seit dem II. Vatikanum auch tief in die Kirche eingedrungen und hat viel Terrain erobert (z.B. im Bereich der Liturgie). Der massenhafte Abfall von Gott, nicht nur von der Kirche (!) macht diese nur zur kleinen Herde, die sich aber nicht zu fürchten braucht (vgl. Lk 12, 32).

Bleibt freilich noch die größte und unheimlichste Macht zu nennen: der Teufel. Er greift die Kirche von außen und innen an und hat heute noch den Vorteil, dass er weithin geleugnet und daher nicht mehr ernst genommen wird. Eine Chiffre für das Böse, mehr nicht.- Aber gegen alle diese Gefahren, die der Kirche von außen drohen, hat sie das Wort des Herrn: „Et portae inferi non praevalebunt eam“ (Mt 16, 28).
Redaktion benachrichtigen
#24   Vetter Taferl   16:12:55 | Mittwoch, 2. Februar 2005
(@ Thomisticus) Darum statt Argumenten
schnell noch eines drauf auf der Beziehungsebene… Fairness à la Thomisticus, allerdings nicht à la Thomas v. Aquin…
Redaktion benachrichtigen
#23   Thomisticus   14:18:17 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Stimme aus Tradiland
Die armen Tradis (wenn ich so an erstzunehmende Leute wie Dr. Barth oder Jens Mersch denke), die durch die Stimme aus Tradiland verteidigt werden: manchmal sind die verm. Freunde ja die schlimmsten Feinde!!
Redaktion benachrichtigen
#22   Regele   11:43:56 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Dies Pest des Modernismus grassiert unter den Katholiken!
Sancte Michael Archangele! Beten wir oft zu ihm in dieser schweren Zeit!
Redaktion benachrichtigen
#21   Stimme aus dem Tradiland   11:39:08 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Thomas v. Aquin hätte so übrigens nie gesprochen
wie Thomisticus, sondern versucht, das gegnerische Argument noch zu verbessern (soweit möglich) und erst dann mit dem Rückhalt der Tradition dagegen zu argumentieren. Im übrigen, wenn Sie so gelehrt sind, wie Sie tun, werden Sie ja zwischen Exkommunikation und Schisma unterscheiden können. Ein Abtreibungsarzt, der eine Abtreibung durchführt, ist exkommuniziert, einen schismatischen Akt setzt er damit nicht, obwohl seine Vorgangsweise gegen die Lehre der Kirche verstößt und von dieser verboten wurde. Genau das gleiche gilt für eine verbotene Bischofsweihe, wenn sie nicht in der Absicht begangen wird, eine eigene Kirche zu gründen, sondern im Bestreben, die Hl. Tradition in Lehre, Glauben und Liturgie zu retten, durchgeführt wird. Es gibt keinerlei Hinweise auf andere Absichten von Erzbischof Lefebrve. Selbst wenn Sie annehmen, er habe sich in seiner Einschätzung geirrt, können Sie nicht – ohne böswillig zu sein – annehmen, dass er nicht höchstpersönlich daran geglaubt hat, also bon fide gehandelt hat. Diese Überzeugung von einem Notstand nennt man Putativnotstand, der ein Handeln gegen die Anordnungen der Hierarchie genauso rechtfertigt wie ein tatsächlich vorliegender Notstand. Die Exkommunikation Erzbischof Lefebrves war also gesetzwidrig, sie war darüber hinaus auch ungültig, weil nicht im ordnungsgemäßen Verfahren durchgeführt. Dafür könnte und sollte sich Papst Johannes Paul II. wirklich entschuldigen (nachdem er den gesetzlosen Akt rückgängig gemacht bzw. als solchen deklariert hat), bevor es zu spät ist. Sie glauben nicht, dass die Freimaurer bei der SPD , bei der CDU, bei den Grünen, bei den Liberalen (bei der PDS ?) usw. eine Rolle spielen? Kann ich nur sagen: Guten Morgen, heute ist Mariä Lichtmeß, 2. Februar 2005 (vielleicht bestreiten sie ja auch das Datum oder das heutige Fest). Sollten Sie Probleme mit Kopftücher haben, empfehle ich Ihnen die Lektüre der paulinischen Briefe, der genau angeordnet hat, dass Frauen den Kopf in der Kirche bedecken sollen. Aber das sind ja nur zeithistorisch erklärbare Entgleisungen wie überhaupt die ganzen paulinischen Briefe aus Ihrer Sicht wohl zu vergessen. Was Jeans betrifft, die nicht verboten sind (in der Hl. Messe aber eher nicht adäquate Kleidung darstellen), so sollten Sie sich Untersuchungen zu Gemüte führen, welche Belegen, dass das Tragen zu enger Kleidung bei Männern zum Rückgang der Fruchtbarkeit und zur Steigerung von Hodenkrebs und bei Frauen zu Pilzinfektionen und umfassenden Störungen des Scheidenmilieus führen können. Aber wahrscheinlich halten Sie auch das nur für pseudowissenschaftliche Verschwörungstheorien. Was Sie sich aber gänzlich sparen könnten, ist der Vergleich mit P. Hermann Lingens. Die Sedisvakantisten sind ein klares Krisensymptom des heutigen Zustandes der Kirche. Statt sich über diese lustig zu machen (damit werden Sie keinen einzigen zur Kirche zurückbringen), sollten Sie darauf achten, selbst nicht zu fallen, denn Hochmut kommt vor den Fall!
Redaktion benachrichtigen
#20   Stimme aus dem Tradiland   11:36:06 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Auch ein Thomisticus ist nicht davor gefeit,
vom Glauben abzufallen; dies schon aufgrund des aus Ihrem Posting ersichtlichen Hochmuts. Ihre Sicht ist offenbar folgende: Die Päpste, die zwischen 1740 und 1950 genau die genannte Verschwörung beschrieben, haben offenbar im Wahn geschrieben oder sind diese Warnungen ohne ihr Zutun fälschlicher Weise veröffentlicht worden. Pius IX hat Irrtümer bekämpft, die es gar nicht gibt und der Hl. Pius X. kann nur im Fieberwahn davon gesprochen haben (vor hundert Jahren!), dass dieselben schon in die Kirche selbst eingedrungen sind. Ebenso umnachtet war auch Paul VI. als er vom „Rauch Satans“, der in die Kirche eingedrungen sei, sprach. Ganz zufällig ist Erzbischof Bugnini vom gleichen Papst nach Teheran versetzt worden, aus ihrer Sicht vermutlich eine Beförderung. Schwachsinn ist, was in der Apokalypse steht, dass Zeiten kommen werden, in der auch die Frommen fast oder gar nicht standhalten werden. Sowie so daneben und gänzlich unbeachtlich ist auch, was die Gottesmutter zu La Salette gesprochen hat, dass nämlich Rom den Glauben verlieren wird. Völlig ungerechtfertigt war die jahrhundertelange Bestrafung mit Exkommunikation der Freimaurer, die Entfernung dieser Bestimmung aus dem CIC Zufall ohne Zusammenhang mit bestimmten Einflüssen. Card. Ratzinger hat ja ohnedies bestätigt, dass das weiter verboten ist. Die Botschaften von Fatima haben keine Bedeutung, das dritte Geheimnis ist vollständig veröffentlicht und vor allem vorbildlich durch Card. Ratzinger interpretiert worden. Freimaurer sind gänzlich unbedeutende Zeitgenossen, auch mit Organisationen wie P2 und Personen wie Erzbischof Marcinkus und der Vatikanbank haben sie nichts zu tun. Sie, die Freimaurer haben immer versucht, sich von der Kirche fernzuhalten, haben ihre Mitglieder davon abgehalten, dort irgendwelche Positionen einzunehmen und haben laufend offiziell ihre Mitgliedsverzeichnisse veröffentlicht, damit man das nachprüfen kann. Niemals haben die irgendwelche Einflüsse auf irgendwelche Geschehnisse innerhalb und außerhalb der Kirche gehabt, im Gegenteil: Alles ist die Folge, naturgesetzlich notwendiger Abläufe, auf die der Mensch keinen Einfluß hat, weil es Zufall ist, der nicht einmal Gott interessiert. Zufall sind also die Dokumente von V2, vor allem ist Zufall, dass die vorbereiteten Schemata zur Gänze verworfen wurden. Dass V2 behauptet, dass die Moslems den gleichen Gott anbeten und verehren wie wir, wird schon seine Richtigkeit haben, den wer braucht die Hl. Dreifaltigkeit. Natürlich war es Zufall, dass der alte Ritus aus den Kirchen verschwunden ist, mit der Einstellung des Papste, der Kurie und der Bischöfe hatte das nichts zu tun und hat ja auch seine Richtigkeit. Wenn Sie das alles bejahen, dann kann ich Ihnen sagen, Herr Thomisticus, was Sie jedenfalls nicht sind: Katholisch.
Redaktion benachrichtigen
#19   GerdEric   11:06:03 | Mittwoch, 2. Februar 2005
toll das mit den
freien Maurern, ich suche noch einen,
der mir im Garten noch eine Mauer schwarz hochzieht,
damit Susanna beim Bade nicht ständig von den Bischöfen beäugt wird…
ich will ja nicht,
dass die durch sie zur Sünde verleitet werden…
Redaktion benachrichtigen
#18   Thomisticus   10:32:01 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Freimaurer
Das ist ja wirklich schlimm mit den Freimaurern: Ein schimsatischer Bischof bezeugt in einem Film, dass sie im Vatikan sind! Dort ist die ursprüngliche Hierarchie schon durch die Freimaurergierarchie abgelöst (vielleicht halten die Freimaurer dort auch den eigentlichen , echten Papst in den Kellern des Vatikan verborgen und der jetzige ist nur ein falscher Gegenpapst der V-II-Mafia) Außerdem sind sie bei der SPD , bei der CDU, bei den Grünen, bei den Liberalen (bei der PDS ?), bei den Homosexuellen sowie Bisexuellen mit und ohne Kondom, bei den Heterosexuellen mit Kondom und bald werden Sie auch das Tradiland erobern (dann werden dort die Frauen beim Gottesdienst keine Kopftücher mehr tragen und Jugendliche vielleicht sogar eine Jeans …)
Schlimme Zeiten!!
–-> Da hilft nur noch eine komplette Konversion aller übrig gebliebenen Nichtfreimaurer in die Kirche P. Hermann Lingens (sobald dieser wieder einsatzbereit ist) :-)
Redaktion benachrichtigen
#17   FioreGraz   10:01:28 | Mittwoch, 2. Februar 2005
@Tradiland
Ich habe den Satan nicht geleugnet im gegenteil, nur ist er als Feindbild nicht so plakativ wie eine weltweite Verschwörungssekte und das machen sich gewisse Kreise gerne zu nutze.
Niemand ändert an der traditio constitutiva was (was du ja mit Nicäa ansprichst), aber eine entwicklung der Kriche zu verleugnen auch zum besseren hin wäre auch diese zu verleugnen. Ich müßte sogar den Kanon der Schrift ins Feuer werfen weil der sich auch entwickelt oder herauskristlisiert hat.
Und wie kann Aids in eine Bezihung eindringen?
Tja nur als ein Beispiel wenn einer der beiden im Krankenbereich arbeitet.
LG
Fiore
Redaktion benachrichtigen
#16   Stimme aus dem Tradiland   09:46:50 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Ob Cottier Freimaurer ist oder nicht,
ist in Wirklichkeit nicht wichtig. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass seine falschen Thesen in Windeseile weltweit verbreitet werden. Zur Wiederholung: Es gibt keinen einzigen gerechtfertigten Grund zur Verwendung des Kondoms. Wenn die Katastrophe Wirklichkeit wird, dass ein Ehepartner AIDS hat (Frage: Wie kommt der Ehevirus in eine intakte, katholische Ehe?), dann ist absolute Enthaltsamkeit nicht nur gerechtfertigt, sondern auch Pflicht. Dies deshalb, da es keinen 100%igen Schutz bei Geschlechtsverkehr dagegen gibt und es sich um eine gefährliche, lebensbedrohliche Krankheit handelt. Soviel noch zu @ Uwe Schmidt, dessen Posting ich sonst für gut halte. Auf ein Buch aus der Literatur möchte ich noch hinweisen: Martin Malachi, der letzte Papst. Obwohl es ein Roman ist, erkennt man die Hl. Kirche und ihren heutigen Zustand gut wieder. Die Rolle, die dort den Freimaurern zugeschrieben wird, halte ich für authentisch. Malachi war ein Geheimdienstmitarbeiter des Vatikan und wurde ermordet, bevor er sein letztes und schärftes Werk veröffentlichen konnte. Angeblich ist das Manuskript gerettet, aber scheinbar gibt es niemanden, der sich traut, es herauszugeben. Der Einfluß der Freimaurer ist die Erklärung dafür, warum einfach seit Jahrzehnten in der Kirche nicht mehr für Ordnung gesorgt wird und warum nicht die Irrlehrer und Menschenverführer, die sich als Theologen, Priester und Bischöfe verkleiden, belangt werden, sondern stattdessen die Tradition unterdrückt wird. Aber Leute wie FioreGraz werden sich weiterhin lustig machen, bis sie selbst daran glauben müssen (z.B. im Rahmen der Euthanasie oder der „Ausweidung“ lebendiger Menschen im Rahmen von „Organspenden“. Wir werden bald wissen, welchen Nachfolger des jetzigen Papstes die hwst. Herren Cardinäle wählen werden. Mein Tipp ist, dass es jemand ist, der auch die Paralysierung der Moraltheologie zulassen wird. Die Kondomgeschichten sind erst der Anfang… Wieso sagt denn die Glaubenskongregation nichts?
Redaktion benachrichtigen
#15   Stimme aus dem Tradiland   09:35:32 | Mittwoch, 2. Februar 2005
@ Fiore Graz: Nicht an Verschwörungstheorien zu glauben,
ist in Wirklichkeit auch eine Ideologie. @ Fiore Graz: Kein Grund, sich lustig zu machen. Dass es den Satan und die Daemonen gibt, bezeugt die Hl. Schrift und Christus persönlich, der auch Daemonen ausgetrieben hat. Dass sie die Feinde der Menschen und Lügner von Anbeginn sind, wissen wir auch. Selbstverständlich haben sie sich jeweils menschliche Verbündete gesucht, um die Menschen vom Glauben abzuhalten. Sie haben sie auch jeweils gefunden: In den Magiern, in den Irrlehrern, in den Vertretern der falschen Religionen, in den Atheisten und Agnostikern, in den Ideologen, Aufklärern, falschen Philosophen und Modernisten etc. Immer hat es welche gegeben, die gegen die Kirche gearbeitet hat. Kaum hat sich irgendwo in der Geschichte der katholische Glaube bei einem Volk, in einem Land, einem Staat stabilisiert, sind sofort Einflüsse stark geworden, die das wieder zunichte gemacht haben. Dass zu den schlimmsten Feinden der Kirche die organisierten Geheimbünde zählen, haben die Päpste seit 200 Jahren immer wieder mit Nachdruck gesagt. Die Freimaurer sind darunter die bekanntesten, weswegen ihr Name am häufigsten genannt wird. Dass die Welt oder die Kirche auf Erden (der sichtbare Teil des Corpus Christi Mysticum) sich zum Positiven entwickelt, kann wohl kaum jemand behaupten. Und das die ganze Entwicklung naturgesetzlich, also zwangsläufig abläuft, ist eine der vielen Lügen, die heute quasi dogmatisiert werden. Es ist aber völlig klar, dass nichts von den schlimmsten Dingen hätte kommen müssen: Der Kommunismus genausowenig wie die Straflosigkeit der Abtreibung, der Nationalsozialismus ebensowenig wie die Euthanasie, die Freigabe der Homosexualität ebensowenig wie die Zerstörung der Familien usw. Wir sitzen in Demokratien und glauben wir haben die Wahl? Diese ist leider sehr beschränkt: Wir können uns entscheiden zwischen den CDU/CSU/ÖVP-Freimaurern und den SPD/SPÖ-Freimaurern, den grünen Freimaurern und den liberalen Freimaurern. Die wesentlichsten Entscheidungen fallen nicht in den Parteien, nicht in den Regierungen, nicht einmal in Brüssel, sondern bei den Geheimorganisationen, die alle diese Institutionen beherrschen.
Redaktion benachrichtigen
#14   Stimme aus dem Tradiland   09:32:32 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Wem kann man trauen, wenn es im Vatikan Freimaurer gibt
noch dazu in hohen Positionen? Die Frage von Yersinia ist ja nicht unberechtigt. Sie ist aber theologisch gar nicht so schwierig. Man kann auf das vertrauen, was immer gilt, auf die Hl. Offenbarung bestehend aus Hl. Tradition und Hl. Schrift und auf die lehramtlichen Klarstellungen der Kirche (Dogmen, ökumenische Konzilien, aber auch das ordentliche Lehramt). Das Glaubensbekenntnis von Nicäa z.B. gilt völlig unverändert. An allen diesen wesentlichen Dingen kann auch kein Papst etwas ändern, nicht einmal dann, wenn er es möchte. Wenn man sich das anschaut (z.B. Denziger-Hünermann) dann ist das schon ziemlich viel. Natürlich muß die Kirche auch in ihrer Hierarchie fortbestehen und ist ihr das auch zugesagt bis zum Jüngsten Gericht (die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen). Leider muß man auch beim Hl. Vater und bei Kuriencardinälen genau schauen, was ist richtig und was ist falsch. Für die heute noch schlechter als früher unterrichteten Gläubigen (es gibt ja kaum einen Katechismus- oder Religionsunterricht, der diesen Namen verdient) ein schwer bis gar nicht lösbares Problem, sie müssen selbst die Initiative ergreifen und sich um entsprechende Informationen, Literatur, Zeitschriften kümmern und das waren die Katholiken früher nicht gewohnt, deswegen haben es auch nur wenige von ihnen gelernt.
Redaktion benachrichtigen
#13   FioreGraz   07:47:17 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Toll
Alles super Beweiße ein Film und ein Piusbruder der das beweißt, wo ist jetzt der unterschied zu einem Buch. Behaupten kann man vieles, sogar schlüssig ohne nachzudenken. Also ich treffe mich jetz mit meinem Kegelclub der in Wirklichkeit eine „freimaurerloge“ mit Beziehungen in den Vatikan ist und wir Kegeln uns aus wer der nächste Papst wird. Daraufhin geben wir ein Dokument heraus das besagt die Loge von „hinterholz“ … Daraus wiederum machen wir ein Buch und schwups habe wir schon VErbindungen einer einflußreichen Loge in den Vatikan und diese Loge besteht aus Bankiers (Bankkaufleuten), Leuten aus der Wirtschaft (Angestellte und Arbeitern), dem Staat (Beamte) und der Kirche (Dorfpfarrer). Und um das ganze zu würzen müssen wir noch schauen das einer davon jüdischer Abstammung ist.
Aber eines find ich gut die Bücher und Filme sind auch sehr gut und spannend, aber wahr? Wenn man eines der Beweise bzw. die Gesamtheit der Beweisführung (sofern es überhaupt eine gibt, meist wird nur behauptet „punkt um so ises“.) hinterfragt, widerspricht sie sich oder läuft ins leere.
Aber irgendwie blöd, früher konnte man gleich mal jemanden den Teufeln „anhängen“ (wo der doch sowieso hinter jedem her ist), heute ist man gezwungen sich greifbarere Feindbilder zuzulegen die aber auch sehr viel leichter als Schwindel oder Falschbehauptung zu enttarnen sind, wobei ich nicht mal in Frage stelle das die Leute die das ganze behaupten auch noch glauben.
LG
Fiore
Redaktion benachrichtigen
#12   Uwe Schmidt   07:40:51 | Mittwoch, 2. Februar 2005
Vatikanfreimaurer
Jedenfalls hat die italienische Freimaurerei im Jahre 1917 (dem Fatimajahr und dem Jahr der Bolschewistischen Revolution und exakt 200 Jahre nach der Gründung der Freimaurerei in London 1717) dem Vatikan offiziell den Krieg erklärt:
DVORAK:Satanismus,S.256:„Aus Anlaß der Zweihundertjahrfeier der Gründung der Freimaurerei wurde unter den Fenstern des Vatikans DAS SATANSBANNER ENTROLLT, auf dem in gräßlicher Verzerrung Luzifer den Erzengel Michael zu Boden warf und die Losung stand:„Satan soll herrschen im Vatikan und der Papst wird sein Sklave sein.“ Der Hl. MAXIMILIAN MARIA KOLBE war bei dieser Demonstration gegenwärtig und beschloss, eine Antifreimauer- und Antijudenzeitschrift zu gründen, nämlich den unheimlich auflagenstarken RYCERZ NIEPOKALANEJ „Ritter der Unbefleckten“. Ob es die Freimaurer mittlerweile geschafft haben sollten, im Vatikan zu herrschen? Meiner Meinung nach schon, es ist sehr wahrscheinlich, dass sie ihre Leute drin haben.
Aber dass COTTIER dazugehören sollte, kann ich mir nicht vorstellen, sein Name ist jedenfalls nie im Zusammenhang mit Freimaurern aufgetaucht. Ich stehe auch voll hinter seiner Haltung: Sex ist zwar hauptsächlich, aber nicht nur zum Kinderkriegen da; wenn nun ein Ehepartner AIDS hat, würde er den anderen tödlich anstecken; dies ist nicht zu verantworten, also muss man sich schützen oder auf Sex verzichten.
Redaktion benachrichtigen
#11   Yersinia   23:05:05 | Dienstag, 1. Februar 2005
gut; dann muß umgekehrt die Frage folgen
ob katholische Christen dem Vatikan bzw vatikanischen Entscheidungen noch vertrauen können? Ich kann doch als Katholikin nicht auf Freimaurer hören!
Redaktion benachrichtigen
#10   Vetter Taferl   19:24:13 | Dienstag, 1. Februar 2005
„Der Geist der Loge“ ist kein Spielfilm,
sondern ein Tatsachenbericht (ich habe ihn auch gesehen). S. Ex. Weihbischof Fellay, der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. spielt sich darin auch nicht selbst, sondern gibt ein Interview. Wenn ein Tatsachenbericht in Filmform keine brauchbare Information zu liefern vermag (so offenbar Yersinia), warum dann ein Zeitungsartikel, ein Fernsehbericht oder ein Bericht auf einer Webseite wie kreuz.net? Der Einwurf Yersinias leidet offenbar an einem Relevanzmangel.
Redaktion benachrichtigen
#9   Yersinia   18:40:32 | Dienstag, 1. Februar 2005
@tradiland: du entnimmst einem Film eine „Tatsache“?
aha!
Redaktion benachrichtigen
#8   Dolfus   18:23:04 | Dienstag, 1. Februar 2005
Der Papst und seine Cardinäle
Zitat Stimme aus Tradiland: „Vom nächsten Papst ist auch das nicht mehr zu erwarten, er wird zulassen, dass auch aus der Moraltheologie „Hackfleisch“ gemacht wird, das Kondom als Vorwand marschiert dabei vorneweg. Allerdings nur dann, wenn Gott nicht eingreift, was zu hoffen ist.“
Hoffen wir, daß Gott eingreift!
Ich glaube, es war der selige Pius IX., der geschrieben hat: „Wenn Gott Sein Volk bestrafen wollte, schickte er ihm schlechte Priester!“
Noch nie hatten wir so viele Cardinäle … wer hat die alle eigentlich beim Papst bestellt?
Schade, daß Orthodoxie und Papsttreue auch bei Cardinälen kein Ernennungskriterium ist.
Redaktion benachrichtigen
#7   Thomisticus   14:31:06 | Dienstag, 1. Februar 2005
Freimaurer
Was die Einträge hier zeigen: nichts schwächt die an und für sich diskussionswürdige Kritik der sogenannten „Traditionalisten“ (neben der Berufung auf obskure Privatoffenbarungen und Marienerscheinungen: etwa Heroldsbach, Medjugorje, Frau aller Völker: dazu wird „Theologisches“ in der nächsten Nummer ein Sonderheft machen!) so sehr, wie obskure Freimaurerverschwörungsängste. Diese nehmen bisweilen sogar patholigische Züge an. Und es ist geradezu peinlich, was da von manchen vorgebracht wird: es gäbe – würden diese noch leben – einen guten Stoff für einen Roman von André Gide oder Roger Peyreffitte …
Redaktion benachrichtigen
#6   Stimme aus dem Tradiland   14:04:40 | Dienstag, 1. Februar 2005
Die Tatsache der vier Hochgradfreimaurerlogen
im Vatikan kann man übrigens dem Film „Der Geist der Loge“ entnehmen, in welchem dies vom Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., S. Ex. Weihbischof Fellay offiziell gesagt wird – vor laufenden Kameras. Ist also nichts mit Betthaserl, „Hinterhofneuigkeiten“ udgl.
Redaktion benachrichtigen
#5   Stimme aus dem Tradiland   14:02:00 | Dienstag, 1. Februar 2005
Aus der Zeit des Vichy-Regimes
gibt es offiziell veröffentlichte Dokumente aus Freimaurerlogen. Diesen kann man entnehmen, welche Ziele – damals schon – die Freimaurer in Hinblick auf die Durchsetzung von Abtreibung, Homsexualität, Schwächung der kath. Kirche etc. hatten. Verschwörungstheorien kann man vor allem dann ablehnen, wenn man die historische Wahrheit nicht liebt oder ignoriert. Selbstverständlich gab es solche, z.B. in der Reformationszeit der protestantischen Fürsten gg. den katholischen Kaiser, in der französischen Revolution, bei der Unabhängigkeit der USA, bei der Gründung Israels, bei der international gleichzeitig erfolgten Straffreistellung der Abtreibung, bei der medialen Förderung der Unzucht vulgo „frei Liebe“, „Lebensgemeinschaft“, „Lebensabschnittsgemeinschaft“ etc., bei der Erzwingung der staatlichen Ehescheidung gg. kirchliches Recht und und und.
Redaktion benachrichtigen
#4   FioreGraz   12:17:57 | Dienstag, 1. Februar 2005
@TRadiland
Jo wieder die Verschwörungstheorien, besonders die Freimaurer, tja so hat jede Gruppe seine Schuldigen die einen den Zionismus, die anderen den Kommunismus und wir Katholiken die FReimaurer. PFuh, eigentlich sollte wir ja schon gscheiter in Bezug was einem solchen „suchen wir die Schuldigen“ folgt, nämlich Mord und Totschlag (an unschuldigen), in immer pervertierteren Ausmaßen. Besonders gefallen mir dann auch immer die Infoquellen dazu, das sind dann in Büchern ehemalige „Betthäschen“ eines Hintermannes oder Schriftstücke wie geheime Briefe oder Protokolle (die der Autor aber komischerweise nie vorlegen kann, aber er hat sie irgendwo mal gesehn und die werden in der Kirche von Putzmuckl geheim verwahrt) unzählige Informanten (die natürlich geheim bleiben müssen da ihnen sonst was passiert) etc. Da ist die ERschienung von Amsterdam noch wahrer (zumindest in der hinsicht das es Teufelswerk ist) denn irgendeine windische Verschwörungstheorie.
LG
Fiore
Redaktion benachrichtigen
#3   Stimme aus dem Tradiland   09:15:58 | Dienstag, 1. Februar 2005
Vier Freimaurerlogen im „schottischen Ritus“
gibt es im Vatikan, d.h. also mindestens vier Hochgradfreimaurerlogen… Dies als Hinweis darauf, warum Kuriencardinäle auf einmal so beflissen für das Kondom sprechen. Für dessen Verwendung gibt es niemals eine Rechtfertigung, auch nicht in der Ehe, dass ist die ganz eindeutige kirchliche Lehre, siehe Casti conubii, Humanae Vitae, Evangelium Vitae, KKK, etc. Abgesehen davon, dass es theologisch falsch und häretisch ist, ist es auch praktisch völlig verfehlt. Das Kondom schützt nicht bzw. viel zu wenig. „Verwendung im Drogenmilieu“ etc. – lächerlich, die werden gerade auf Kuriencardinäle hören! Deutlicher kann man nicht machen, dass jeder Vorwand Recht ist, um für das Kondom Propaganda zu machen. Nach der Degradierung der Sakramente und der Liturgie ist jetzt die Moraltheologie dran, die Papst Johannes Paul II. bis dato verteidigt. Vom nächsten Papst ist auch das nicht mehr zu erwarten, er wird zulassen, dass auch aus der Moraltheologie „Hackfleisch“ gemacht wird, das Kondom als Vorwand marschiert dabei vorneweg. Allerdings nur dann, wenn Gott nicht eingreift, was zu hoffen ist.
Redaktion benachrichtigen
#2   sttn   22:47:09 | Montag, 31. Januar 2005
@Yersinia
Mich wundert diese Sichtweise nicht, denn ich denke den Herren fehlt einfach die Erfahrung.
Das soll jetzt übrigens nicht als Kritik am Zölibat gewertet werden, sondern nun aufzeigen wie die Wortwahl zustande kommt.
Gut finde ich das nun doch auch etwas Bewegung beim Thema AIDS und Kondome kommt. Denn jede Ansteckung die Vermieden werden kann ist ein Sieg im Kampf gegen AIDS.
Redaktion benachrichtigen
#1   Yersinia   21:35:30 | Montag, 31. Januar 2005
„Plastikbarrieren“
Hier wird der „eheliche Akt“ mehr oder minder auf den Kontakt zwischen Scheide und Penis reduziert – vergessen wird aber auf das „ganzkörperliche Spüren“ und die Liebe zwischen den Eheleuten, die ja gerade während des sexuellen Beisammenseins sehr intensiv spürbar wird.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Kinderverhütung„Du sollst keine Unkeuschheiten treiben“: Oder doch? KinderverhütungSpät, aber doch: Die spanischen Bischöfe weisen ihren Sprecher zurecht KinderverhütungDie spanischen Bischöfe akzeptieren das Kondom KinderverhütungZweifelhafte Ehre für Kondom-Bischöfe KinderverhütungEnglischer Kardinal unterstützt Kondomverbreitung
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net