Kult für einen Ketzer?
Der höchst umstrittene Philosoph und Theologe Antonio Rosmini wird bald zur Ehre der Altäre erhoben. Beispiele seiner Irrlehren.
(kreuz.net, Novara) Am 18. November wird der italienische Priester, Philosoph und Ordensgründer, Pater
Antonio Rosmini († 1855) seliggesprochen. Das berichtete die römische Nachrichtenagentur ‘Zenit’.
Die Zeremonie wird der Präfekt der Heiligsprechungskongregation, Jose Kardinal Saraiva Martins (75) in der norditalienischen Stadt Novara halten.
Kurzbiographie des künftigen Seligen
Pater Rosmini erblickte am 25. März 1797 in der norditalienischen Stadt Rovereto das Licht der Welt.
Er war ein Sohn wohlhabender Eltern. Im Jahr 1821 empfing er die Priesterweihe.
Schon neun Jahre später gründete er einen eigenen Orden – die Brüder von der Nächstenliebe, die in Italien als Rosminianer bekannt sind.
Der Bischof von Novara, Mons. Renato Corti, sieht in der Seligsprechung von Pater Rosmini ein einzigartiges Ereignis für die Kirche Italiens.
Sie lege das Augenmerk der Christen auf einen Menschen, der sein Leben der Verknüpfung von Glaube und Vernunft widmete.
Als Irrlehrer verurteilt
Die Thesen von Pater Rosmini erregten ab Beginn der 1830er Jahre den Widerspruch des Lehramtes.
Mehrere seiner Werke landeten bei der Indexkongregation.
Allerdings schätzen die Päpste Gregor XVI. († 1846) und Pius IX. († 1878) Pater Rosmini sehr.
Pius IX. wollte den Pater sogar zum Kardinal machen. Deshalb brauchte Pater Rosmini seine Gegner nicht zu fürchten.
Doch im Mai 1849 verurteilte die Indexkongregation zwei kleinere Werke von Pater Rosmini.
Das Verfahren gegen weitere Bücher des Geistlichen wurde eingestellt.
Im Dezember 1887 – 32 Jahre nach dem Tod des Paters – verurteilte das Heilige Offizium unter Leo XIII. († 1903) im Dekret ‘Post obitum’ vierzig Sätze des künftigen Seligen.
Einige der vierzig verurteilten Irrtümer
1. In der Ordnung der geschaffenen Dinge offenbart sich dem menschlichen Verstand unmittelbar etwas in sich selbst Göttliches, etwas, was zur göttlichen Natur gehört.
2. Wenn wir vom Göttlichen in seiner Natur reden, gebrauchen wir dieses Wort göttlich nicht, um die nichtgöttliche Wirkung einer göttlichen Ursache zu bezeichnen. Wir haben auch nicht die Absicht, von einem Göttlichen zu reden, das durch Teilhabe ein solches ist.
3. In der Natur des Alls – das heißt in den Intelligenzen, die in ihm sind – ist etwas, dem die Benennung des Göttlichen nicht im bildlichen, sondern im eigentlichen Sinn zukommt. Es ist eine Wirklichkeit, die vom Rest der göttlichen Wirklichkeit nicht unterschieden ist.
13. Der Unterschied zwischen dem absoluten Sein und dem relativen Sein ist nicht der, welcher zwischen einer Substanz und der anderen besteht. Er ist viel größer: Das eine ist nämlich ein absolut Seiendes, das andere ist ein absolut Nicht-Seiendes.
Aber dieses andere ist ein relativ Seiendes. Indem aber ein relatives Seiendes gesetzt wird, vervielfacht sich das absolut Seiende nicht. Daher sind das absolute und das relative Seiende absolut nicht eine einzige Substanz, sondern ein einziges Sein.
In diesem Sinn gibt es keine Unterschiedenheit des Seins, vielmehr gibt es eine Einheit des Seins.
20. Es widerspricht sich nicht, daß sich die menschliche Seele durch Zeugung vermehrt. Man kann annehmen, daß sie vom Unvollkommenen – nämlich von einer sinnenhaften Stufe – zum Vollkommenen – nämlich zu einer vernünftigen Stufe – voranschreitet.
22. Es ist nicht unmöglich zu denken, daß es durch die göttliche Macht geschehen kann, daß sich vom beseelten Leib die vernünftige Seele trennt. Er selber bestehe weiterhin als Tier fort. In ihm bliebe nämlich als Grundlage des Tieres das tierische Prinzip, das zuvor in ihm als Anhängsel war.
23. Im natürlichen Zustand existiert die Seele des Verstorbenen ebenso, als ob sie nicht existieren würde. Sie kann keine Überlegung über sich selber anstellen und kein Bewußtsein von sich haben.
Deshalb läßt sich sagen, daß ihre Lage dem Zustand ewiger Finsternis und immerwährenden Schlafes ähnlich ist.
25. Nach der Offenbarung des Geheimnisses der Heiligsten Dreifaltigkeit kann ihre Existenz mit rein spekulativen Beweisen aufgezeigt werden […].
26. Die drei höchsten Formen des Seins – nämlich Subjektivität, Objektivität und Heiligkeit, beziehungsweise Realität, Idealität und Moralität, können – wenn man sie auf das absolute Sein überträgt, nicht anders aufgefaßt werden, denn als für sich bestehende und lebende Personen.
Das Wort, insofern es geliebter Gegenstand und nicht insofern es Wort ist – das heißt als in sich bestehender und durch sich erkannter Gegenstand – ist die Person des Heiligen Geistes.
27. In der Menschheit Christi war der menschliche Wille vom Heiligen Geist so hingerissen – dem objektiven Sein, das heißt dem Wort, anzuhangen – daß er ihm vollständig die Herrschaft über den Menschen übertrug. Das Wort übernahm sie, indem es die menschliche Natur mit sich einte.
Daher hörte der menschliche Wille auf, im Menschen persönlich zu sein. Während er in anderen Menschen Person ist, blieb er in Christus Natur.
29. Die katholische Lehre, welche die alleinige Wahrheit ist, ist von folgender Vermutung nicht verschieden:
Im eucharistischen Sakrament wird die Substanz des Brotes und des Weines zum wahren Fleisch und wahren Blut Christi, wenn Christus es zum Ziel seines sinnenhaften Prinzips macht und es mit seinem Leben lebendig macht.
Dies geschieht ungefähr auf die Weise, in der das Brot und der Wein wahrhaft wesenhaft verwandelt werden in unser Fleisch und Blut, weil sie zum Ziel unseres sinnenhaften Prinzips werden.
31. Im Sakrament der Eucharistie ist der Leib und das Blut Christi kraft der Worte nur in dem Maße, das der Quantität [„a quel tanto“] der Substanz von Brot und Wein entspricht, die wesenhaft verwandelt wird.
Der Rest des Leibes Christi ist dort durch begleitende Mitgegenwart.
32. Wer „das Fleisch des Menschensohnes nicht ißt und sein Blut nicht trinkt, hat das Leben nicht in sich“. (Joh 6,54) Trotzdem erlangen die, welche mit der Taufe des Wassers, des Blutes oder der Begierde sterben, sicher das ewige Leben.
Deshalb muß man sagen, daß denen, die in diesem Leben den Leib und das Blut Christi nicht aßen, diese himmlische Speise im künftigen Leben – im Augenblick des Todes – dargereicht wird.
Daher konnte Christus – als er in die Unterwelt hinabstieg – auch den Heiligen des Alten Testamentes sich selber unter den Gestalten von Brot und Wein mitteilen, um sie zur Anschauung Gottes zu befähigen.
34. Um die Selige Jungfrau Maria vor der Erbsünde zu bewahren, genügte es, daß ein winziger Same – vielleicht vom Dämon selbst unbeachtet – im Menschen unversehrt blieb.
Aus dem von Generation zu Generation übertragenen unverdorbenen Samen ging zur rechten Zeit die Jungfrau Maria hervor.
38. Gott ist der Gegenstand der seligmachenden Anschauung, insoweit er der Urheber der Werke nach außen ist.
40. Da Gott sich begrenzten Seienden nicht gänzlich mitteilen kann – auch nicht durch das Licht der Herrlichkeit – kann er den Schauenden im Himmel sein Wesen nur auf die Weise enthüllen und mitteilen, die begrenzen Intelligenzen angemessen ist:
Gott offenbart sich ihnen nämlich, insofern er mit ihnen eine Beziehung hat als ihr Schöpfer, Fürsorger, Erlöser und Heiligmacher.
Rehabilitierung durch Kardinal Ratzinger
Im Juli 2001 hob die Kongregation für die Glaubenslehre die Verurteilung von Pater Rosmini in einer Notifikation de facto auf.
Immerhin erachtete die Glaubenskongregation das rosminianische Denksystem als manchmal doppeldeutig.
Es beinhalte mißverständliche Begriffe und Ausdrücke, die eine aufmerksame Lektüre erfordern und nur im Licht des allgemeinen Kontextes des Werkes des Autors „geklärt werden können“.
© Bild Statue: Giovanni Dall’Orto, CC
Die Zeremonie wird der Präfekt der Heiligsprechungskongregation, Jose Kardinal Saraiva Martins (75) in der norditalienischen Stadt Novara halten.
Kurzbiographie des künftigen Seligen
Pater Rosmini erblickte am 25. März 1797 in der norditalienischen Stadt Rovereto das Licht der Welt.
Er war ein Sohn wohlhabender Eltern. Im Jahr 1821 empfing er die Priesterweihe.
Schon neun Jahre später gründete er einen eigenen Orden – die Brüder von der Nächstenliebe, die in Italien als Rosminianer bekannt sind.
Der Bischof von Novara, Mons. Renato Corti, sieht in der Seligsprechung von Pater Rosmini ein einzigartiges Ereignis für die Kirche Italiens.
Sie lege das Augenmerk der Christen auf einen Menschen, der sein Leben der Verknüpfung von Glaube und Vernunft widmete.
Als Irrlehrer verurteilt
Die Thesen von Pater Rosmini erregten ab Beginn der 1830er Jahre den Widerspruch des Lehramtes.
Mehrere seiner Werke landeten bei der Indexkongregation.
Allerdings schätzen die Päpste Gregor XVI. († 1846) und Pius IX. († 1878) Pater Rosmini sehr.
Pius IX. wollte den Pater sogar zum Kardinal machen. Deshalb brauchte Pater Rosmini seine Gegner nicht zu fürchten.
Doch im Mai 1849 verurteilte die Indexkongregation zwei kleinere Werke von Pater Rosmini.
Das Verfahren gegen weitere Bücher des Geistlichen wurde eingestellt.
Im Dezember 1887 – 32 Jahre nach dem Tod des Paters – verurteilte das Heilige Offizium unter Leo XIII. († 1903) im Dekret ‘Post obitum’ vierzig Sätze des künftigen Seligen.
Einige der vierzig verurteilten Irrtümer
1. In der Ordnung der geschaffenen Dinge offenbart sich dem menschlichen Verstand unmittelbar etwas in sich selbst Göttliches, etwas, was zur göttlichen Natur gehört.
2. Wenn wir vom Göttlichen in seiner Natur reden, gebrauchen wir dieses Wort göttlich nicht, um die nichtgöttliche Wirkung einer göttlichen Ursache zu bezeichnen. Wir haben auch nicht die Absicht, von einem Göttlichen zu reden, das durch Teilhabe ein solches ist.
3. In der Natur des Alls – das heißt in den Intelligenzen, die in ihm sind – ist etwas, dem die Benennung des Göttlichen nicht im bildlichen, sondern im eigentlichen Sinn zukommt. Es ist eine Wirklichkeit, die vom Rest der göttlichen Wirklichkeit nicht unterschieden ist.
13. Der Unterschied zwischen dem absoluten Sein und dem relativen Sein ist nicht der, welcher zwischen einer Substanz und der anderen besteht. Er ist viel größer: Das eine ist nämlich ein absolut Seiendes, das andere ist ein absolut Nicht-Seiendes.
Aber dieses andere ist ein relativ Seiendes. Indem aber ein relatives Seiendes gesetzt wird, vervielfacht sich das absolut Seiende nicht. Daher sind das absolute und das relative Seiende absolut nicht eine einzige Substanz, sondern ein einziges Sein.
In diesem Sinn gibt es keine Unterschiedenheit des Seins, vielmehr gibt es eine Einheit des Seins.
20. Es widerspricht sich nicht, daß sich die menschliche Seele durch Zeugung vermehrt. Man kann annehmen, daß sie vom Unvollkommenen – nämlich von einer sinnenhaften Stufe – zum Vollkommenen – nämlich zu einer vernünftigen Stufe – voranschreitet.
22. Es ist nicht unmöglich zu denken, daß es durch die göttliche Macht geschehen kann, daß sich vom beseelten Leib die vernünftige Seele trennt. Er selber bestehe weiterhin als Tier fort. In ihm bliebe nämlich als Grundlage des Tieres das tierische Prinzip, das zuvor in ihm als Anhängsel war.
23. Im natürlichen Zustand existiert die Seele des Verstorbenen ebenso, als ob sie nicht existieren würde. Sie kann keine Überlegung über sich selber anstellen und kein Bewußtsein von sich haben.
Deshalb läßt sich sagen, daß ihre Lage dem Zustand ewiger Finsternis und immerwährenden Schlafes ähnlich ist.
25. Nach der Offenbarung des Geheimnisses der Heiligsten Dreifaltigkeit kann ihre Existenz mit rein spekulativen Beweisen aufgezeigt werden […].
26. Die drei höchsten Formen des Seins – nämlich Subjektivität, Objektivität und Heiligkeit, beziehungsweise Realität, Idealität und Moralität, können – wenn man sie auf das absolute Sein überträgt, nicht anders aufgefaßt werden, denn als für sich bestehende und lebende Personen.
Das Wort, insofern es geliebter Gegenstand und nicht insofern es Wort ist – das heißt als in sich bestehender und durch sich erkannter Gegenstand – ist die Person des Heiligen Geistes.
27. In der Menschheit Christi war der menschliche Wille vom Heiligen Geist so hingerissen – dem objektiven Sein, das heißt dem Wort, anzuhangen – daß er ihm vollständig die Herrschaft über den Menschen übertrug. Das Wort übernahm sie, indem es die menschliche Natur mit sich einte.
Daher hörte der menschliche Wille auf, im Menschen persönlich zu sein. Während er in anderen Menschen Person ist, blieb er in Christus Natur.
29. Die katholische Lehre, welche die alleinige Wahrheit ist, ist von folgender Vermutung nicht verschieden:
Im eucharistischen Sakrament wird die Substanz des Brotes und des Weines zum wahren Fleisch und wahren Blut Christi, wenn Christus es zum Ziel seines sinnenhaften Prinzips macht und es mit seinem Leben lebendig macht.
Dies geschieht ungefähr auf die Weise, in der das Brot und der Wein wahrhaft wesenhaft verwandelt werden in unser Fleisch und Blut, weil sie zum Ziel unseres sinnenhaften Prinzips werden.
31. Im Sakrament der Eucharistie ist der Leib und das Blut Christi kraft der Worte nur in dem Maße, das der Quantität [„a quel tanto“] der Substanz von Brot und Wein entspricht, die wesenhaft verwandelt wird.
Der Rest des Leibes Christi ist dort durch begleitende Mitgegenwart.
32. Wer „das Fleisch des Menschensohnes nicht ißt und sein Blut nicht trinkt, hat das Leben nicht in sich“. (Joh 6,54) Trotzdem erlangen die, welche mit der Taufe des Wassers, des Blutes oder der Begierde sterben, sicher das ewige Leben.
Deshalb muß man sagen, daß denen, die in diesem Leben den Leib und das Blut Christi nicht aßen, diese himmlische Speise im künftigen Leben – im Augenblick des Todes – dargereicht wird.
Daher konnte Christus – als er in die Unterwelt hinabstieg – auch den Heiligen des Alten Testamentes sich selber unter den Gestalten von Brot und Wein mitteilen, um sie zur Anschauung Gottes zu befähigen.
34. Um die Selige Jungfrau Maria vor der Erbsünde zu bewahren, genügte es, daß ein winziger Same – vielleicht vom Dämon selbst unbeachtet – im Menschen unversehrt blieb.
Aus dem von Generation zu Generation übertragenen unverdorbenen Samen ging zur rechten Zeit die Jungfrau Maria hervor.
38. Gott ist der Gegenstand der seligmachenden Anschauung, insoweit er der Urheber der Werke nach außen ist.
40. Da Gott sich begrenzten Seienden nicht gänzlich mitteilen kann – auch nicht durch das Licht der Herrlichkeit – kann er den Schauenden im Himmel sein Wesen nur auf die Weise enthüllen und mitteilen, die begrenzen Intelligenzen angemessen ist:
Gott offenbart sich ihnen nämlich, insofern er mit ihnen eine Beziehung hat als ihr Schöpfer, Fürsorger, Erlöser und Heiligmacher.
Rehabilitierung durch Kardinal Ratzinger
Im Juli 2001 hob die Kongregation für die Glaubenslehre die Verurteilung von Pater Rosmini in einer Notifikation de facto auf.
Immerhin erachtete die Glaubenskongregation das rosminianische Denksystem als manchmal doppeldeutig.
Es beinhalte mißverständliche Begriffe und Ausdrücke, die eine aufmerksame Lektüre erfordern und nur im Licht des allgemeinen Kontextes des Werkes des Autors „geklärt werden können“.
© Bild Statue: Giovanni Dall’Orto, CC
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Samstag, 6. Oktober 2007 17:37
Bokrug †: @Karl Murx: http://www.artfond.de/geldseite
Christus bezog sich auf jüdische Propheten-Tradition und Kabbalisten…Ezechiel und Henoch beispielsweise…er
bezeichnete sich selbst mit Bezug auf Ezechiel als Metathron.
Das ist Pansophie bzw. PanEN(!)theismus…KEIN Pantheismus.
Paulus zitiert auf dem Areopag in Athen den stoischen Dichter Aratos mit einem panEN(!)theistischen Zitat.
Johannes, wie Paulus ein Vertreter christlicher Gnosis, hat den Logos Begriff natürlich in einem platonischen bzw. mittelplatonischen Sinn gebraucht. Später standen Klemens von Aleandrien und Origenes in seiner Tradition, auch die Begründer des christlichen Mönchstums in Ägypten.
Eine Tradition, die von Duns Scotus und Scotus Eriugena fortgeführt wurde. Siehe auch Athanasius Kircher.
Lesen. Teleologische Auffassung
http://www.kreuz.net/bookentry.1714.html
Karl Christian Friedrich Krause, Philosoph…
http://www.bautz.de/…l/k/Krause_k_c.shtml
Christus kommt im AT als Anthropos bzw. Anthropus vor…
Bereits Paulus nahm die Dreiteilung Geist-Seele-Körper vor. Und schrieb im NT: „Euer Körper ist ein Tempel, in dem Gott wohnt.“
Körper, Seele und Geist…jedoch ist der platonische bzw. neuplatonisch zu erklärende Geist (siehe Dionysios Pseudo-Areopagita) primär.
Die Seele kann stoisch aufgefasst werden – der Körper wirkt im Bereich des aristotelischen Logos.
Gott wird in der Bibel als Geist, Licht, Liebe und Wahrheit gedeutet.
Dies sind seine Eigenschaften.
Christliche Gnosis nach Paulus und Johannes setzt den Geist primär: spiritueller Sturz.
Das ist Pansophie bzw. PanEN(!)theismus…KEIN Pantheismus.
Paulus zitiert auf dem Areopag in Athen den stoischen Dichter Aratos mit einem panEN(!)theistischen Zitat.
Johannes, wie Paulus ein Vertreter christlicher Gnosis, hat den Logos Begriff natürlich in einem platonischen bzw. mittelplatonischen Sinn gebraucht. Später standen Klemens von Aleandrien und Origenes in seiner Tradition, auch die Begründer des christlichen Mönchstums in Ägypten.
Eine Tradition, die von Duns Scotus und Scotus Eriugena fortgeführt wurde. Siehe auch Athanasius Kircher.
Lesen. Teleologische Auffassung
http://www.kreuz.net/bookentry.1714.html
Karl Christian Friedrich Krause, Philosoph…
http://www.bautz.de/…l/k/Krause_k_c.shtml
Christus kommt im AT als Anthropos bzw. Anthropus vor…
Bereits Paulus nahm die Dreiteilung Geist-Seele-Körper vor. Und schrieb im NT: „Euer Körper ist ein Tempel, in dem Gott wohnt.“
Körper, Seele und Geist…jedoch ist der platonische bzw. neuplatonisch zu erklärende Geist (siehe Dionysios Pseudo-Areopagita) primär.
Die Seele kann stoisch aufgefasst werden – der Körper wirkt im Bereich des aristotelischen Logos.
Gott wird in der Bibel als Geist, Licht, Liebe und Wahrheit gedeutet.
Dies sind seine Eigenschaften.
Christliche Gnosis nach Paulus und Johannes setzt den Geist primär: spiritueller Sturz.
Mittwoch, 26. September 2007 14:58
catharina: Rosmini, Geist und Edelmut
Es scheint unter Männern sog. traditionalistischer Ausrichtung den Hang zu einer verbalen Kraftmeierei
zu geben. Beiträge wie die vorangegangenen, kaum eigentlich mit dem Thema des Artikels zusammenhängend,
vielmehr dieses nur zum Anlaß nehmend, um zum x-ten Male vermeintlich starke Worte über die kirchliche
Hierarchie vom Stapel zu lassen, sind vielsagende Beispiele dafür.
Es muß den aufmerksamen Leser schon besonders peinlich berühren, derartiges gerade im Zusammenhang mit Rosmini vorzufinden, war doch dieser edle Priester (ähnlich übrigens einem Kardinal Newman) einem solchen Gehabe, dem auch er bei weniger vornehmen Personen begegnen mußte, ganz und gar abhold.
Die hohe Wahrheit des Offenbarungsglaubens, die echte, ungeheuchelte Hingabe an den lebendigen Gott und an die unsterblichen Seelen müssen nach seiner Auffassung zu einer feinen Gesinnung, einer Geistigkeit führen, die nicht von der Vielbelesenheit, sondern von der Berührung mit dem Heiligen selbst stammt und diese vor der Welt bezeugt.
Wiederum also eine Seite seines Wesens, die unserer Zeit und gerade denen, die sich hier so machohaft gebärden, viel zu sagen hätte. Oft allerdings wollen es gerade die nicht vernehmen, die es so nötig hätten.
Liebe Leser, müssen wir nicht angesichts einer solchen Gestalt die Bekehrung unser Herzen, unserer Gesinnungen und Gesittungen anstreben?
Es muß den aufmerksamen Leser schon besonders peinlich berühren, derartiges gerade im Zusammenhang mit Rosmini vorzufinden, war doch dieser edle Priester (ähnlich übrigens einem Kardinal Newman) einem solchen Gehabe, dem auch er bei weniger vornehmen Personen begegnen mußte, ganz und gar abhold.
Die hohe Wahrheit des Offenbarungsglaubens, die echte, ungeheuchelte Hingabe an den lebendigen Gott und an die unsterblichen Seelen müssen nach seiner Auffassung zu einer feinen Gesinnung, einer Geistigkeit führen, die nicht von der Vielbelesenheit, sondern von der Berührung mit dem Heiligen selbst stammt und diese vor der Welt bezeugt.
Wiederum also eine Seite seines Wesens, die unserer Zeit und gerade denen, die sich hier so machohaft gebärden, viel zu sagen hätte. Oft allerdings wollen es gerade die nicht vernehmen, die es so nötig hätten.
Liebe Leser, müssen wir nicht angesichts einer solchen Gestalt die Bekehrung unser Herzen, unserer Gesinnungen und Gesittungen anstreben?
Mittwoch, 26. September 2007 14:17
Artois †: @Rudolfus
Natürlich nicht!
Mittwoch, 26. September 2007 13:59
Rudolfus: Schlechte Christusstatthalter auf dem Thron Petri
Artois:
Paul VI. dürfte ein Schwerstkrimineller gewesen sein, der sich den Stuhl Petri erschlichen hat. Wenn diese Gestalt auch nur einen einzigen rechtmäßigen Akt als Papst gesetzt hätte, wäre der gesamte katholische Glaube widelegt.
Selbst wenn dies auf Paul VI. zuträfe, so wäre er damit wohl kaum ein Einzelfall in der Papstgeschichte.
Wer die Papstgeschichte und die lange Reihe an zwielichten Papstgestalten kennt, wie sie sich seit Jahrhunderten abgespielt hat, wird nicht sagen können, daß ein despotischer oder schlechter Papst wie Paul VI. den katholischen Glauben widerlegen könnte.
Paul VI. dürfte ein Schwerstkrimineller gewesen sein, der sich den Stuhl Petri erschlichen hat. Wenn diese Gestalt auch nur einen einzigen rechtmäßigen Akt als Papst gesetzt hätte, wäre der gesamte katholische Glaube widelegt.
Selbst wenn dies auf Paul VI. zuträfe, so wäre er damit wohl kaum ein Einzelfall in der Papstgeschichte.
Wer die Papstgeschichte und die lange Reihe an zwielichten Papstgestalten kennt, wie sie sich seit Jahrhunderten abgespielt hat, wird nicht sagen können, daß ein despotischer oder schlechter Papst wie Paul VI. den katholischen Glauben widerlegen könnte.
Mittwoch, 26. September 2007 13:52
Artois †: @Rudolfus
Paul VI. dürfte ein Schwerstkrimineller gewesen sein, der sich den Stuhl Petri erschlichen hat. Wenn diese Gestalt auch nur einen einzigen rechtmäßigen Akt als Papst gesetzt hätte, wäre der gesamte katholische Glaube widelegt.
Mittwoch, 26. September 2007 13:48
Rudolfus: Pauls VI. Verfolgung der 1570 A.D. kanonisierten Römischen Messe war illegitim, Lefebrve im Recht
Dr. Otterbeck:
Papst Paul VI. hat am 11. Oktober 1976 den Traditionsbegriff von Marcel Lefebvre verurteilt; zu Recht, wie man sieht.
Papst Paul VI. (1963-1978 A.D.) hat die 1570 A.D. kanonisierte Hl. Römische Messe zu Unrecht und ohne jegliche rechtliche Legitimation verfolgt.
Zum Erstaunen des Großteils der Kirche auf Erden stellte Papst Benedikt XVI. jetzt in seinem Apostolischen Schreiben SUMMORUM PONTIFICUM vom 07. VII. 2007 A.D. fest, daß das 1570 A.D. durch Papst St. Pius V. endgültig kanonisierte Römische Meßbuch „nie verboten“ war.
APOSTOLISCHE KONSTITUTION (abgedruckt auf Latein in jedem alten römischen Meßbuch)
QUO PRIMUM,
Papst St. Pius V., 14. Juli 1570:
„… Therefore, no one whosoever is permitted to alter this notice of Our permission, statute, ordinance, command, precept, grant, indult, declaration, will, decree, and prohibition. Should know that he will incur the wrath of Almighty God and of the Blessed Apostles Peter and Paul.
Given at St. Peter’s in the year of the Lord’s Incarnation, 1570, on the 14th of July of the Fifth year of Our Pontificate.“
Papst Paul VI. hat am 11. Oktober 1976 den Traditionsbegriff von Marcel Lefebvre verurteilt; zu Recht, wie man sieht.
Papst Paul VI. (1963-1978 A.D.) hat die 1570 A.D. kanonisierte Hl. Römische Messe zu Unrecht und ohne jegliche rechtliche Legitimation verfolgt.
Zum Erstaunen des Großteils der Kirche auf Erden stellte Papst Benedikt XVI. jetzt in seinem Apostolischen Schreiben SUMMORUM PONTIFICUM vom 07. VII. 2007 A.D. fest, daß das 1570 A.D. durch Papst St. Pius V. endgültig kanonisierte Römische Meßbuch „nie verboten“ war.
APOSTOLISCHE KONSTITUTION (abgedruckt auf Latein in jedem alten römischen Meßbuch)
QUO PRIMUM,
Papst St. Pius V., 14. Juli 1570:
„… Therefore, no one whosoever is permitted to alter this notice of Our permission, statute, ordinance, command, precept, grant, indult, declaration, will, decree, and prohibition. Should know that he will incur the wrath of Almighty God and of the Blessed Apostles Peter and Paul.
Given at St. Peter’s in the year of the Lord’s Incarnation, 1570, on the 14th of July of the Fifth year of Our Pontificate.“
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.








