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Donnerstag, 27. September 2007 18:55
Heute sollten wir eigentlich schlauer sein
Besteht die eigene Freiheit darin, daß man sich das Recht herausnehmen darf, in eine fremde Wohnung einzudringen und dort Räume zu besetzen? Oder ist es in Wahrheit noch schlimmer.
(kreuz.net) Die neue Initiative „Deine Stammzellen Heilen.de“ will die Ausbeutung von Kleinstkinderleichen zu Forschungszwecken in Deutschland eindämmen.

„DeineStammzellenHeilen.de“ wird von der deutschen Lebensrechts-Plattform ‘Bundesverband Lebensrecht’ betrieben.

Unter anderem sammelte die Webseite Stimmen zahlreicher Prominenter zur Stammzellenforschung.

Gloria von Thurn und Taxis
Gloria von Thurn und Taxis
Die Fürstin Gloria von Thurn und Taxis von Regensburg

„Der Mensch darf zu keinem Zeitpunkt zur manipulierbaren Masse profitgieriger Wissenschaftler werden.

Wer für Humanität und Fortschritt eintritt, darf keine profitgetriebene Tötung zulassen oder billigend in Kauf nehmen.

Menschliches Leben muß geschützt werden.

Ich trete für eine Kultur des Lebens von Anfang bis zu seinem natürlichen Ende ein.“


Der Philosoph Robert Spaemann
Der Philosoph Robert Spaemann
Der emeritierte Münchener Philosoph, Robert Spaemann

„Wenn, wie das Verfassungsgericht sagt, Menschen von Anfang ihrer Existenz an Träger von Grundrechten sind, dann ist es überflüssig und geht am Problem vorbei, immer wieder auf Forschungsfreiheit und medizinische Fortschritte hinzuweisen.

Forschungsfreiheit beinhaltet nicht das Recht, in eine fremde Wohnung einzudringen und Räume für die Forschungszwecke zu okkupieren.

Erst recht nicht, Menschen zu töten, um die Gesundheit derer zu fördern, die die Gefahr bereits hinter sich haben, vor der Geburt ‘verbraucht’ zu werden.“


Prinz Philip von Preußen
Prinz Philip von Preußen
Prinz Philip von Preußen

„In der Stammzellendebatte wird nicht immer mit offenen Karten gespielt.

Es ist unverantwortlich, leidenden und kranken Menschen Hoffnungen einzupflanzen, die frei erfunden sind und auf der Tötung von bereits vorhandenen noch nicht geborenen Menschen beruhen.

Warum verschweigen so viele Befürworter der embryonalen Stammzellenforschung, daß es längst hervorragende und bewiesene wirkliche Erfolge mit adulten Stammzellen gibt?

Diese können übrigens gewonnen werden, ohne sich dabei schuldig zu machen.“


Der Vorsitzende des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie, Dr. Bernd Wegener

„Nur die vage Hoffnung, daß in einer nicht konkreten Zukunft aus verbrauchender embryonaler Stammzellforschung ‘einmal für die Heilung zahlreicher Krankheiten Nützliches’ entstehen könnte, rechtfertigt nicht.“


Julia Klöckner
Julia Klöckner
Die Bundestagsabgeordnete und Stellvertretende Landesvorsitzende der Christdemokraten im Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner

„Jede weitere Liberalisierung in diesem Bereich [Forschung mit Zellen ungeborener Menschen] wäre daher ein Einfallstor für die Aushöhlung des Embryonenschutzes und käme einer ethischen Wanderdüne gleich.

Geringe Forschungserfolge und unhaltbare Heilungsversprechen zeigen, daß die embryonale Stammzellforschung in eine Sackgasse führt.“


Marie Luise Dött
Marie Luise Dött
Die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Bunds Katholischer Unternehmer, Marie Luise Dött

„Daß eine Mehrheit des Deutschen Bundestages seinerzeit dennoch unter strengen Auflagen für den Import [von Stammzellen] stimmte, hängt in erster Linie mit den enormen Heilungsversprechungen zusammen, die Forscher damals überall auf der Welt gemacht haben.

Heute sind wir schlauer.

Niemand erwartet mehr, daß sich Krankheiten in absehbarer Zeit mit embryonalen Stammzellen heilen lassen werden. Daraus sollten wir Konsequenzen ziehen.“


Peter Hahne
Peter Hahne
Der TV-Moderator und Bestseller-Autor Peter Hahne

„Da der Zweck niemals die Mittel heiligen darf, traue ich den Politikern und Forschern noch zu, daß sie sich eines besseren besinnen und ihrem Gewissen eine Chance geben.

Wir Deutschen sollten uns auszeichnen durch eine besondere Sorgfalt und Sensibilität bei diesem Lebens-Wert-Thema. Und der Versuchung, mit getöteten menschlichen Embryonen viel Geld zu verdienen, müßten wir widerstehen können.“


Die Schauspielerin Katja Giammona

„Selbst die jetzige Stichtagsregelung ist absurd. Ich bin jedenfalls gegen jede Tötung von noch nicht geborenen Kindern. Töten ist und bleibt Sünde!

Wir alle sind dem Schöpfer gegenüber verantwortlich. Gott aber ist ein Gott des Lebens.

Ich bin und bleibe intolerant gegenüber jeder Intoleranz dem Leben gegenüber. Embryonen dürfen nicht vernichtet werden. Sie sollen leben. Dafür trete ich ein.“


Elisabeth Prinzessin von Thurn und Taxis
Elisabeth Prinzessin von Thurn und Taxis
Elisabeth Prinzessin von Thurn und Taxis

„Wer von der Tötung menschlichen Lebens auch noch profitieren will, sollte sich schämen. Es gibt wunderbare Erfolge mit adulten Stammzellen, aber keinen einzigen mit embryonalen Stammzellen.

Das ganze vermeintlich hoffnungsvolle Gerede von möglichen Erfolgen als Folge von Tötungen ist nichts weiter als ein Traum. Aber ein sehr böser. Mord war noch nie eine Lösung.“

Bildquellen für die Presse: DeineStammzellenHeilen.de
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 46 Lesermeinungen:
Samstag, 29. September 2007 23:36
Graf von Galen: Wider den Mord an den Ungeborenen, @ Stephan Schmidt
Ja es wäre bedrückend, nur ein Produkt des blinden
Zufalls zu sein und ein absolut sinnloses Leben zu
führen. Bedrückend ist es auch zu lesen, daß es
Menschen wie Sie gibt, die o.g. alptraumhafte, absurde
Vorstellung haben.
Durch Ihre Rückenmarkspende haben Sie keinen Teil
Ihrer Seele verloren. Die objektiv, gute Tat wird Ihnen
für die Ewigkeit jedoch nichts nutzen, wenn Sie nicht
auch Gott die gebührende Verehrung erweisen und
ihn im Sakrament um die Vergebung Ihrer Sünden
bitten.
Samstag, 29. September 2007 19:42
Bokrug †: @Sirilo:
Die meisten Fakten, die ich gebracht habe , abgesehen von einigen Formulierungsfehlern, stimmen…

Dennoch Danke für die Korrektur…Trithemius war der Abt von Sponheim.

Grüsse

Bokrug
Samstag, 29. September 2007 19:28
Sirilo: @Bokrug
Schon wieder faseln Sie unwahres Zeug daher. Johannes Trithemius war nicht Abt von „Tritheim“, sondern zuerst von Sponheim, später von St. Jakob in Würzburg.

Immer wieder bringen Sie falsche Fakten und reagieren nicht, wenn man Sie darauf aufmerksam macht (z.B. Ihre absurde Behauptung, ein Sternzeichen gehe im Westen auf oder das Staatsoberhaupt von Großbritannien sei Großmeister der Großloge von England, u.dergl. mehr.) Sie sollten nicht so viel schreiben und pasten und posten, sondern Ihre Fakten prüfen, bevor Sie sie ins Forum einspeisen. „Bokrug“ ist inzwischen das Markenzeichen für sinnlosen, fehlergespickten Textschwall…
Samstag, 29. September 2007 18:38
Bokrug †: Moment… (die Stoiker und Nikolaus von Kues bzw. Cusanus und Comenius…Begründer der Pansophie)
…erstens gab es sehr wohl auch katholische Humanisten wie Reuchlin oder Pico della Mirandola oder der Trithemius als Abt von Tritheim oder auch Nikolaus von Kues bzw. Cusanus und Comenius oder auch Athanasius Kircher…

Es gab eine ganze Menge katholische Universalgelehrte…auch Paulus hat ja schon einen stoischen Dichter zitiert und die Stoiker als Philosophenschule wurden auch von den Christen allgemein sehr geschätzt.

Nicht umsonst setzte Dante Alighieri die „gerechten Heiden“ – wozu er auch die römischer Dichter wie Horaz und Vergil zählte – in den Limbus (Johannes-Evangelium, anderer Ort als Himmel und Hölle oder Fegefeuer für die „gerechten Heiden“).

Dennoch ist nicht alle Kritik am Humanismus unbegründet…dennn es muss gesagt werden:

Der Humanismus droht einseitig (ohne Gottesbezug) in einen moralischen Relativismus abzugleiten…
Der Logos des Christentums ist eben AUCH ein platonischer (bzw. Mittel- und neuplatonischer) LOGOS (Ebene des Geistes)…und bei vielen Humanisten ein stoischer Logos (Ebene der Seele)…und bei manchen Humanisten auch ein aristotelischer Logos.

Tatsache ist leider, dass ein moralischer Relativismus ohne ideellen Bezug ins Transzendente oft in eine Relativierung des Zinswuchers und Handels-Kapitalismus abgleitet…wie wir es in der Neuzeit ja auch erlebt haben!
Auch Dinge wie Abtreibung oder auch Lügen und das sich Zurechtdrehen nach eigenen Interessen werden damit möglich…so ist es im Moment…jeder dreht sich alles zurecht.
Ungerechtigkeit nimmt zu!
Samstag, 29. September 2007 18:23
methusalix †: Gute Erklärung Bokrug, Dank dafür.
Auch ein Grund für die Katholiken, die Humanisten und den Humanismus nicht zu mögen, ist vielleicht der, dass man sie als Konkurrenz betrachtet. Als Konkurrenz für die Macht über den Menschen. Man will „den ganzen Menschen“ haben im Katholizismus. Bis in die allerintimsten Details seines Lebens. Das geht dann nicht, wenn jemand „allzusehr“ humanistisch eingestellt ist. Verecundus hat diese „Ablehnung“ (oder was das schon katholischer Hass?) ja sehr plastisch dargestellt.
Samstag, 29. September 2007 12:17
Bokrug †: Unterschied…
…doch, laut Christi Worten soll man die ganze Menschheit lieben.
Dennoch aber böse Taten, Worte und Gedanken hassen.

Der Humanismus geht auf die antiken Stoiker und diverse andere Philosophenschulen zurück (die auch von Paulus zitiert wurden).

Das Christentum aber geht darüber hinaus: Es ist philosophisch Platon und den Mittel- und Neuplatonikern sowie Paulus Bekannten, dem jüdisch-hellenistischen Philosophen Philo von Alexandrien als Zeitgenossen Jesu, verwandt. Paulinische und johannäische christliche Gnosis in der Tradition der jüdischen Merkabah-Mystik nach Ezechiel und Henoch, die auch in den im Neuen Testament und AT zitierten Apokryphen dargelegt wird (welche im Urchristentum und im Mittelalter auch zum Lesen empfohlen wurde).
Erste grosse christliche Philosophen waren u.a. (nach den Aposteln wie Paulus – dessen Personen und Freiheitsbegriff einer der grössten Innovationen der abendländischen Philosophie war – und Johannes) Klemens von Alexandrien und Origenes und Dionysios Pseudo-Aeropagita sowie Augustinus und Pelagius oder Eusebius.
Ferner wäre das Mönchstum in Ägypten und Syrien zu nennen.

Grüsse

Bokrug
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