Gestern publizierte eine deutsche Tageszeitung einen kleinen Artikel, der sich bei genauem Lesen als Vorwegnahme der Ergebnisse der gegenwärtig tagenden Deutschen Bischofskonferenz erweist.
Gelb gefärbte Fotomontage des Hauses der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin.
(kreuz.net, Fulda) Am 25. September veröffentlichte die deutsche Tageszeitung ‘Welt’ einen Artikel von
Gernot Facius unter dem Titel „Pädophilie-Fall belastet Bischofskonferenz“.
Wer den Text aufmerksam
liest, stellt schnell fest, ein Strategiepapier der Deutschen Bischöfe für die nahe Zukunft vor sich
zu haben.
Facius hat sich für seinen Artikel direkt beim Vorsitzenden und Vize-Vorsitzenden der Bischofskonferenz
informiert.
Entsprechend berichtet er, daß der Fall des Kinderschänders von Regensburg Auswirkungen
auf die Debatte um den nächsten Vorsitzenden der Bischofskonferenz haben wird: „Denn Müller galt bisher
als Kandidat.“
Vor zwanzig Jahren war Bischof Karl Lehmann von Mainz an die Spitze der Bischofskonferenz
gewählt worden und nicht, wie allgemein erwartet, der Münchner Erzbischof, Kardinal Friedrich Wetter,
der in Kürze einen Nachfolger erhält.
Jetzt lautet die Frage nach Facius: „Wird dieser Nachfolger der
»natürliche« Anwärter auf den Vorsitz der Bischofskonferenz, wenn Lehmanns letzte Amtszeit 2011 endet?“
Es sei „fest“ davon auszugehen, daß der Papst für München und Freising einen Mann seines absoluten
Vertrauens ernennt „und damit auch in die Politik der Deutschen Bischofskonferenz eingreifen wird“.
Doch
vorerst mangelt es – nach Facius – an geeigneten Kandidaten.
Der immer wieder als Favorit gehandelte
Bischof von Regensburg habe sich durch kirchenpolitische Alleingänge und sein „Taktieren im Pädophiliefall“
ins Abseits gestellt.
Zur jüngsten Empörungskampagne gegen Kardinal Joachim Meisner von Köln glaubt
Facius, daß sie während der Tagung der Bischöfe weniger Staub aufwirbeln wird.
Allerdings sei der
Rückenschuß des Bischofs von Rottenburg-Stuttgart, Mons. Gebhard Fürst, der Verständnis für die Kritiker
des Kardinals geäußert hatte, „in kirchlichen Kreisen aufmerksam registriert“ worden.
Bischof Fürst
ist – so Facius – wie Kardinal Lehmann ein Exponent des ökumenisch ausgerichteten „Reformflügels“ des
deutschen Katholizismus – „und damit auch ein möglicher Kandidat für die Lehmann-Nachfolge“.
In Sachen
Freigabe der Alten Messe sieht die Sache – nach Angaben von Facius – nicht rosig aus: Eine „großzügige
Umsetzung“ des Motu Proprios wird es nicht geben – weiß er.
Die Bischofskonferenz bemüht sich in dieser
Frage um ein einheitliches Vorgehen:
„Wir werden uns nicht auseinanderdividieren lassen“ – läßt der
Journalist eine seiner Quellen, Kardinal Lehmann, zu Wort kommen.
Abschließend zitiert der Journalist
Aussagen des Bischofs von Aachen, Mons. Heinrich Mussinghoff, von Ende August: Die Alte Messe solle nur
von Priestern gelesen werden, „die voll und ganz hinter dem Zweiten Vatikanischen Konzil stehen“.
Altgläubige
Personalgemeinden wollen die Bischöfe nicht zulassen, „um Polarisierungen unter den Katholiken zu vermeiden“ –
so Facius.
Im Übrigen „vertraut“ man in den Bischofskanzleien den Statistiken, wonach eine steigende
Nachfrage nach der Alten Messe nicht zu erkennen sei.
Gläubige könnten „allein aus praktischen Gründen“
keinen Rechtsanspruch auf die Alte Messe haben, zitiert Facius Bischof Mussinghoff.
Wenn ein Priester
für sechs Gemeinden zuständig sei und in einer Kirche nur jeden zweiten Sonntag zelebriere, müsse das
eine „Messe für alle“ sein:
„Damit hat Mussinghoff wiedergegeben, was in der Deutschen Bischofskonferenz
weitgehend Konsens ist.“
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Schwingenheuer 2. Erzbischof Becker hat – quasi als Ersatzmann – offenbar den Domkapitular Prälat Winfried
Schwingenheuer ebenfalls mit der Zelebration beauftragt, man munkelt, er übe bereits fleißig… Ich
kann mir jeden anderen vorstellen, der die trid. Messe liest, aber nicht Prälat Schwingenheuer. Der verliest
sich ja bei deutschen Texten schon dreimal pro Satz. Latein ist bei dem eine einzige Katastrophe.
#37 Aurelius 10:20:40 | Freitag, 28. September 2007
keine steigende Nachfrage? –- Eigendynamik! Im Übrigen „vertraut“ man in den Bischofskanzleien den Statistiken,
wonach eine steigende Nachfrage nach der Alten Messe nicht zu erkennen sei. Eine ansonsten spärlich besuchte
und regelmäßig stattfindende „alte“ Messe war letzte Woche, nachdem das Thema Motu Proprio in einer
Gemeindeveranstaltung erklärt und diskutiert worden war, außergewöhnlich gut besucht. Die Kapelle war
voll! In erster Linie waren es jüngere Menschen… Es geht hier nicht mehr um Angebot und Nachfrage –-
die meisten Katholiken sind mit der alten Messe und der ganzen Thematik nicht vertraut und die anhaltende
Diskussion macht sie neugierig. Und das ist eine ganz gewaltige Chance für die katholische Tradition.
Leider scheint das bei den deutschen Bischöfen noch nicht angekommen zu sein. Im besten Fall wird die
Freigabe der alten Liturgie eine sehr gesunde Eigendynamik entwickeln, hoffentlich losgelöst von jeglicher
Ideologie (FSSPX et al).
@Seefeldt: Nochmals Markus 9, 40 Griechisch: „Hos gar ouk estin kath’ hemon, hyper hemon estin.“ Lateinisch:
„Qui non est adversum vos, pro vobis est.“ Deutsch: „Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“ (Anmerkung:
Warum die Vulgata griech. „hemon“ = uns mit „vos“ = euch übersetzt, ist mir leider unbekannt.)
#35 landorganist 08:42:25 | Freitag, 28. September 2007
@Philomena Wirklich?? Ich versuche das seit Ewigkeiten herauszubekommen. Herr Doktor H. will sich dazu
aber nicht äußern. Ich dachte schon an eine Geheimwissenschaft…
#34 Seefeldt 21:34:40 | Donnerstag, 27. September 2007
Mt 12,30 qui non est mecum contra me est = wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, auch mit wer nicht für
mich ist, ist gegen mich übersetzbar original: o mè òn met emou kat emou estin (è = eta, ò = omega)
#33 zwobbel 14:45:39 | Donnerstag, 27. September 2007
JA, Guiseppe Es ist doch kaum zu übersehen, dass die Mehrheit der deutschen Bischöfe NICHT voll und
ganz hinter dem Zweiten Vatikanischen Konzil stehen. Ganz genauso ist es!!! Denn wenn sie dahinter stünden,
dann könnten -nur mal als Beispiel- heute alle Priester ohne Probleme die hl. MEsse auf LAtein feiern,
so wie es das Vat.II. wollte. Und die „Hirten“ müßten nicht ihre Sorge um „geeignete“ Priester für
den alten Gebrauch heucheln. Dann hätten sie in der Ausbildung während der letzten Jahrzehnte dafür
gesorgt, daß die wenigstens die Sprache in der Praxis beherrschen.
#31 misterunknown 13:34:49 | Donnerstag, 27. September 2007
@r.ruhrgebietler „Es geht darum, daß die V-II-Sektierer sich mit Worthülsen schmücken, faule Kompromisse
mit Irrgläubigen machen, die den eigenen Glauben untergraben.“ Also das zeugt wirklich von Verblendung
und zeigt im Grunde, daß Sie bereits den Boden des Schismas verlassen haben und sich bereits im Fahrwasser
der Häresie und des Sedisvakantismus bewegen! Der Herr würde sagen: Du siehst den Splitter im Auge des
anderen, aber den Balken in Deinem siehst Du nicht!
Von wegen … In Österreich haben wir das Problem bald nicht mehr. Die Sprache in Gotteshäusern soll
auf Deutsch beschränkt werden. Nix is mit Latein Hier ist wohl der Wunsch (aller Wolkenkuckucksheimer)
Vater des Gedankens. Selbstverständlich wird sowohl die lateinische Sprache in der Neuen Messe vordringen
als auch die Alte Messe immer mehr treue Anhänger finden – auch in Österreich. MfG Christoph Heger
#24 Bokrug † 11:04:51 | Donnerstag, 27. September 2007
@gerderic: @r.ruhrgebietler“Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“ sagt Jesus Christus. Er sagte dies
im Streit mit den Pharisäern und Sadduzäern…die um seine Sendung als Messias hätten wissen können
und müssen. Er sagte demgegenüber aber auch: „Wer nicht gegen uns ist, ist für uns“…in der mehrach
im NT vorkommenden Geschichte vom fremden Wundertäter, der um den LOGOS und Menschensohn wusste. Immerhin
verkündete Christus das Gottesbild Abrahams, Isaaks und Jakobs, dessen Name EL bzw. ELOHIM lautet…
Grüsse Bokrug
#23 Seefeldt 10:19:35 | Donnerstag, 27. September 2007
Das Motu Proprio und die Bischofsgewalt II Art.5 §3: Gläubigen oder Priestern, die darum bitten, hat
der Pfarrer auch zu besonderen Gelegenheiten Feiern in dieser außerordentlichen Form zu gestatten, so
z. B. bei der Trauung, bei der Begräbnisfeier oder bei situationsbedingten Feiern, wie etwa Wallfahrten.
Auch hier stellt das Motu Proprio klar, daß bei solchen Gelegenheit dem Wunsch nach der heiligen Messe
Pius V. zu entsprechen ist – keine Rede von bischöflicher Verweigerungsmöglichkeit. Art. 7: Wo irgendeine
Gruppe von Laien durch den Pfarrer nicht erhalten sollte, worum sie nach Art. 5 § 1 bittet, hat sie den
Diözesanbischof davon in Kenntnis zu setzen. Der Bischof wird nachdrücklich ersucht, ihrem Wunsch zu
entsprechen. Wenn er für eine Feier dieser Art nicht sorgen kann, ist die Sache der Päpstlichen Kommission
„Ecclesia Dei“ mitzuteilen. Somit ist der Bischof „nachdrücklich“ angewiesen, einer Bitte nach der heiligen
Messe Pius V. zu entsprechen. Ist er dazu nicht imstande oder bereit, hat er sich an „Ecclesia Dei“ zu
wenden. Man darf gespannt sein, ob die deutschen Bischöfe diesmal dem Papst gehorsamer sind als sie es
in Sachen der (Abtreibungs-) „Beratungsbescheinigungen“ genannten Tötungslizenzen lange Zeit waren.
#22 Juhuben Cantuja 09:36:43 | Donnerstag, 27. September 2007
Giuseppe. die besten Verbündeten die besten Verbündeten der Piusbruderschaft sind jene Würdenträger
der rheinische Allianz, die mit ihrer ganzen Kraft die Feier nach dem klassischen Ritus zu verhindern
suchen. So lange diese Leute nicht einsehen wollen, dass dieser Ritus ein wesentlicher Bestandteil des
katholischen Glaubensgutes ist, werden sie Wasser auf die Mühlen der Piusbruderschaft giessen
#21 Rodolfo Panetta 08:44:19 | Donnerstag, 27. September 2007
Gerechtigkeit auch für traditionstreue Priester! Nicht nur die traditionstreuen Gläubigen sind durch
das Motu Proprio gestärkt worden, auch die Priester gleicher Gesinnung werden in ihren Rechten gestärkt.
Nun versuchen die Feinde der alten Messe wahrscheinlich, diese Messe selbst durch „geeignete“ Priester
zu besetzen, um die wirklich traditionstreuen Priester auszuschalten. Hier müssen wir auf der Hut sein!
Die alte Messe ist keine „Dienstleistung“, sie ist ein gelebter, zentraler Glaubensinhalt. Ihre Spiritualität
ist voll und ganz zu wahren!
#18 r.ruhrgebietler 07:41:07 | Donnerstag, 27. September 2007
@monti – warum auch! Der FSSPX und ihren Gläubigen geht es ja bei weitem nicht nur um die Alte Messe,
wie ich hier an anderen Stellen schon bemerkte. Ich glaube daher nicht, dass sich die Zahl der FSSPX-Sympathisanten
in den Alten Messen der Pfarreien sonderlich erhöhen wird. Haben Sie schon einmal mit den Gläubigen
gesprochen, die zu FSSPX gehen und eine würdige hhlg. Opfermesse besucht haben? Die V-II-Symphatisanten
haben doch schon lange ihr Tafelsilber verscherbelt! Musterbeispiel: Bistum Essen. Es scheint mir, das
es in der Tat um mehr geht! Es geht um den gelebten Glauben aus der hlg. trid. Opfermesse heraus. Es geht
um Authentizität! Es geht darum, daß die V-II-Sektierer sich mit Worthülsen schmücken, faule Kompromisse
mit Irrgläubigen machen, die den eigenen Glauben untergraben. „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“
sagt Jesus Christus.
#17 monti 07:11:45 | Donnerstag, 27. September 2007
@misterunknown In zahlreichen kurzen Randgesprächen nach der Messe stellte es sich mir so dar, daß „ganz
normale“ Gläubige zu der Messe kamen, kaum jemand, der zuvor mit FSSPX symphatisierte, auch die Küster
äußerten sich begeistert. Der FSSPX und ihren Gläubigen geht es ja bei weitem nicht nur um die Alte
Messe, wie ich hier an anderen Stellen schon bemerkte. Ich glaube daher nicht, dass sich die Zahl der
FSSPX-Sympathisanten in den Alten Messen der Pfarreien sonderlich erhöhen wird.
#16 Seefeldt 05:58:28 | Donnerstag, 27. September 2007
Das Motu Proprio und die Bischofsgewalt aus Art.2 (über „Messen ohne Volk“): Für eine solche Feier nach
dem einen oder dem anderen Meßbuch benötigt der Priester keine Erlaubnis, weder vom Apostolischen Stuhl
noch von seinem Ordinarius. Art.4: Zu den Feiern der heiligen Messe, von denen oben in Art. 2 gehandelt
wurde, können entsprechend dem Recht auch Christgläubige zugelassen werden, die aus eigenem Antrieb
darum bitten. Damit legt das Motu Proprio eindeutig fest, daß für die obengenannten Messen auch bei
Beteiligung von Gläubigen keine Erlaubnis erforderlich ist. aus Art.3: Wenn Gemeinschaften der Institute
des geweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens – seien sie päpstlichen oder diözesanen
Rechts – es wünschen, bei der Konvents- bzw. „Kommunitäts“-Messe im eigenen Oratorium die Feier der
heiligen Messe nach der Ausgabe des Römischen Messbuchs zu halten, die im Jahr 1962 promulgiert wurde,
ist ihnen dies erlaubt. Auch hier eine päpstliche Erlaubnis, die keiner bischöflichen Bestätigung bedarf.
Für häufige oder ständige Feiern schreibt das Motu Proprio die Entscheidung der „höheren Oberen“ vor,
worunter wohl die Oberen der Gemeinschaften zu verstehen sind. aus Art.5 §1: In Pfarreien, wo eine Gruppe
von Gläubigen, die der früheren Liturgie anhängen, dauerhaft existiert, hat der Pfarrer deren Bitten,
die heilige Messe nach dem im Jahr 1962 herausgegebenen Römischen Meßbuch zu feiern, bereitwillig aufzunehmen.
Auch hier also eine grundsätzliche Zusage für die Messe Pius V. (Forts. folgt)
#15 misterunknown 02:30:37 | Donnerstag, 27. September 2007
Statistik vs. Realität, Beispiel Paderborn „Im Übrigen „vertraut“ man in den Bischofskanzleien den Statistiken,
wonach eine steigende Nachfrage nach der Alten Messe nicht zu erkennen sei.“ Die Realitätsieht ganz erfreulich
anders aus, als die zuvor viel bemühte Statistik. Erzbischof Becker hatte ja wegen des erwarteten geringen
Interesses lediglich die kleine, niedrige Marienkapelle als Ort für die Messe vorgesehen, die nur 28
Personen Platz bietet. Am vergangenen Mittwoch ist man in die Krypta des Domes umgezogen, da gut 130 Gläubige
kamen, ebenso wieder heute! Inzwischen hab ich Kenntnis von zwei neuen Informationen erlangt: 1. Frau
Assheuer, „Kämpferin“ für die klassische Messe in Paderborn, hat zusätzlich eine wöchentliche Sonntagsmesse
angefragt. 2. Erzbischof Becker hat – quasi als Ersatzmann – offenbar den Domkapitular Prälat Winfried
Schwingenheuer ebenfalls mit der Zelebration beauftragt, man munkelt, er übe bereits fleißig… In zahlreichen
kurzen Randgesprächen nach der Messe stellte es sich mir so dar, daß „ganz normale“ Gläubige zu der
Messe kamen, kaum jemand, der zuvor mit FSSPX symphatisierte, auch die Küster äußerten sich begeistert.
Ein Reporter einer ‘Evangelischen Kirchenzeitung’ war übrigens auch anwesend und hat Gläubige nach deren
Motivation für den Besuch der klassischen Liturgie befragt, auch mit dem Zelebranten sprach er; von unserer
‘DOM’-Kirchenzeitung war jedoch niemand da!!
#14 Guiseppe 01:15:01 | Donnerstag, 27. September 2007
Bischöfliche Widersprüche „Mons. Heinrich Mussinghoff, von Ende August: Die Alte Messe solle nur von
Priestern gelesen werden, „die voll und ganz hinter dem Zweiten Vatikanischen Konzil stehen“.“ Es ist
doch kaum zu übersehen, dass die Mehrheit der deutschen Bischöfe NICHT voll und ganz hinter dem Zweiten
Vatikanischen Konzil stehen. „Altgläubige Personalgemeinden wollen die Bischöfe nicht zulassen, „um
Polarisierungen unter den Katholiken zu vermeiden“ – so Facius.“ Wer weiß? Vielleicht wollen einige Bischöfe
nicht die Gemeinden der Piusbruderschaft gefährden. Schließlich bestrafen diese Bischöfe letztlich
nur diejenigen Anhänger der Alten Messe, die gegen die Linie Lefebvres und der FSSPX eingestellt sind.
„Im Übrigen „vertraut“ man in den Bischofskanzleien den Statistiken, wonach eine steigende Nachfrage
nach der Alten Messe nicht zu erkennen sei.“ Man glaubt nicht an eine steigende Nachfrage nach der Alten
Messe, aber man befürchtet Polarisierungen. Das ist ein offenkundiger (bischöflicher) Widerspruch! Man
erkennt rasch: Das Vorgehen mehrerer deutscher Bischöfe gegen die Alte Messe (und damit auch gegen den
Papst) ist unredlich, unglaubwürdig, despotisch, deutschnational und geradezu feige.
#13 Fabianus 23:34:21 | Mittwoch, 26. September 2007
@verecundus Ihr Veärgernis kann ich durchaus verstehen. Allerdings möchte ich Sie höflich darauf hinweisen,
dass die Position der Bischöfe duch Vat. II deutlich gestärkt worden ist. Ich kann leider keine Belege
liefern oder Ähnliches, vllt können in dieser Frage versiertere Leser Infos geben. Bischöfe sind in
Ihrem Gebiet sehr mächtig geworden. MfG Fabianus PS.: Meine Antwort ist eine Frage zugleich; Danke an
die Korrigierenden/Antwortenden!
dieser Ortwin mit seinem Halbwissen… Unser letzter Pfarrer hat einmal im Jahr eine „alte“ Messe gefeiert,
damit sie nicht ganz in Vergessenheit gerät, allerdings „versus populum“. Ich behaupte jetzt hier einfach
mal, dass es sich wohl um eine Neue Messe auf Latein gehandelt hat. Die Alte Messe wird immer „versus
deum“ gefeiert, gehalten oder gelesen (kann sich ja jeder raussuchen, was ihm davon am besten passt. )
Ein feierliches Hochamt mit 3 Geistlichen – früher war es der Pfarrer mit 2 Kaplänen – , wie Sie es
in den Begleitbildern zeigen, ist ohnehin Illusion. Wir sind doch heute froh, wenn wir einen haben. Bei
der Pius-Bruderschaft gibt es das aber… Was allerdings unnötig ist, und da stimme ich den Kritikern
zu, dass ist die Begleiterscheinung, die Messe mit dem Rücken zum Volk zu halten. Das zeigt überdeutlich,
dass Ortwin nix begriffen hat… In vielen Kirchen ist das ohnehin durch geänderte Architektur nicht
mehr möglich. Wie das Video im Artikel „kein Freund der Alten Messe“ zeigt, ist eine Zelebration „versus
deum“ im Prinzip an jedem Volksaltar möglich. Und den gibt’s ja wohl auch in den modernsten Kirchen,
oder?
#11 verecundus 22:45:11 | Mittwoch, 26. September 2007
deutsche Bischöfe Irgendwie scheint es nur noch Analphabeten unter den Bischöfen dieses unglücklichen
Landes zu geben: wie kommen diese Illiteraten eigentlich darauf, daß sie überhaupt noch gefragt werden
müssen? Im MP steht es doch in schönster Deutlichkeit, daß eine bischöfliche Erlaubnis zur Zelebration
der Alten Messe seit Kreuzerhöhung 2007 nicht mehr nötig ist. Was bilden sie sich also ein? Inzwischen
erinnern diese Leute einen nur noch an die greisen SED-Mumien, die den Anschluß an die Wirklichkeit völlig
verpaßt haben und nicht merkten, daß der Zug schon längst an ihnen vorbeigerauscht war. Na ja, Demenz
kann unter Umständen schon recht früh einsetzen.
#10 maliems 22:35:46 | Mittwoch, 26. September 2007
biologische Lösung Eins ist klar: wenn ein Geistlicher will (und dann wird er ja wohl dafür gesorgt
haben, dass er auch „kann“ – besser Latein können als unsere 0-8-15 Bischöfe ist nicht gerade schwer),
dann darf er auch. Und damit ist die Privatmesse sowieso erlaubt und die Gläubigen kommen per Mundpropaganda.
und dann die biologische Lösung: Die Jungs machen’s gerne wann sie gerade wollen und die Alten werden
Älter und Älter und… kein Problem für die nächsten Jahre. Und wenn die Jungs ins Bischofsalter kommen,
interessiert sich sowieso kein Mensch mehr für irgendwelche Alt68er die einmal Bischof von Mainz waren.
#9 Seefeldt 22:24:20 | Mittwoch, 26. September 2007
Die Messe Pius V. UND Pauls V. Papst Paul V. amtierte 1605 – 1621, feierte also ebenfalls die Heilige
Messe von Papst Pius V. (1565 – 1572). Übrigens kann man auch heute noch in vielen Kirchen die Heilige
Messe feiern, gibt das Stehbüffet doch meistens genug Platz, um auf es ein großes Kreuz zu stellen und
vor diesem (also wie das Volk dem Herrn zugewandt) die heilige Messe zu feiern. Ein richtiger Hochaltar
ist freilich viel schöner. Das nochmals zur Erinnerung an alle, die sich am Rücken des Priesters stören:
es geht nicht darum, dem Volk den Rücken zu zeigen, sondern sich gemeinsam mit dem Volk dem Herrn zuzuwenden.
Gott ist schon um einiges wichtiger als das Kirchenvolk.
#7 Ortwin Fischer 21:15:48 | Mittwoch, 26. September 2007
Lateinische Messe o^/ Ehrlich gesagt, verstehe ich die ganze Aufregung – wie heißt es so schön in neudeutsch –
nicht wirklich. Ich bin Jg. 39, für mich war die „alte“ Messe normal. Sie hatte sogar den Vorteil, dass
man mit dem Schott überall im Ausland die Messe mitverfolgen konnte, wenn der Zelebrant ein halbwegs
verständliches Latein sprach. Bei einer spanischen Messe auf Lanzarote verstehe ich dagegen nur „Bahnhof“.
Unser letzter Pfarrer hat einmal im Jahr eine „alte“ Messe gefeiert, damit sie nicht ganz in Vergessenheit
gerät, allerdings „versus populum“. Ich fand das gut, weil es auch ein Stück Kirchenkultur ist. Ein
feierliches Hochamt mit 3 Geistlichen – früher war es der Pfarrer mit 2 Kaplänen – , wie Sie es in den
Begleitbildern zeigen, ist ohnehin Illusion. Wir sind doch heute froh, wenn wir einen haben. Man konnte
also auch bisher eine Messe in Latein halten – und jetzt muß man es ja nicht, man darf. Was allerdings
unnötig ist, und da stimme ich den Kritikern zu, dass ist die Begleiterscheinung, die Messe mit dem Rücken
zum Volk zu halten. In vielen Kirchen ist das ohnehin durch geänderte Architektur nicht mehr möglich.
ofi
Bischofskonerenz Diese Herren Lehmann, Müller und co. mit ihren vollkommen nutzlosen Konferenzen sind
doch alles Früchtchen des des 2. Vat. Konzils. Gibt es wohl ein stärkeres Argument für den vorkonziliaren
Glauben?
So, so… also ist eine Messe nach dem Ritus Papst Paul VI. „eine Messe für alle“, die Messe Papst Paul
V. (von Papst Johannes XXIII. zuletzt modifiziert) aber nur für einige wenige? Sie sind noch eine Begründung
schuldig für diese Aussage, Mons. Mussinghoff!
Wenn ein Priester … … vertrauensvoll seinen allerhöchsten Dienstherren bittet, die Alte Messe zelebrieren
zu dürfen, dann wird Der dieses Vertrauen liebevoll belohnen.