Muselmanen
Dialog der Zweideutigkeiten
Der Päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog belügt sich und die Öffentlichkeit. Von Ramon Laux.
Papst Benedikt XVI. trug in der Blauen Moschee im November 2006 weiße Hausschuhe.
Papst Benedikt XVI. trug in der Blauen Moschee im November 2006 weiße Hausschuhe.
(kreuz.net) Drei Tage nach den September- Anschlägen auf drei Objekte in den USA kannte der damalige Bischof von Limburg, Mons. Franz Kamphaus, schon Täter und Motive:

„Die Brutstätten für solche Taten sind in den Slums von Karatschi und Kabul zu suchen.“

Dabei war schon 2001 bekannt, daß muslimische Terroristen vorwiegend Intellektuelle sind oder der reichen Oberschicht angehören.

Auch die 19 Attentäter vom 11. September 2001 stammten aus diesen Kreisen. 15 von ihnen waren wohlhabende Saudiarabier.

Dennoch verbreiten kirchliche Verlautbarungen bis heute den marxistischen Gedanken, wonach die muselmanische Gewalt auf „Massenarmut in islamischen Ländern und andere gravierende soziale Mißstände“ zurückgehe.

Die Folgerung aus diesem Ansatz ist, daß der islamische Terrorismus mit mehr Hilfsgeldern ausgetrocknet werden könnte. Doch daran glauben heute nur noch wenige.

Im Jahr 2003 publizierte die deutsche Bischofskonferenz die Arbeitshilfe „Christen und Muslime in Deutschland“. Dort werden die „bis heute spürbaren Folgewirkungen europäischer Kolonialherrschaft“ für den Haßausbruch gegen westliche Länder und Völker verantwortlich gemacht.

Die Gewalt afghanischer Taliban gegen Buddhastatuen sowie die blutigen Kämpfe islamischer Gruppen untereinander können solche Theorien nicht erklären.

Diesen historisch-materialistischen Interpretationen ist gemeinsam, daß sie die Islam-Religion von dem Verdacht reinwaschen, Ursache des Terrorismus zu sein.

Die politisch-korrekte Bekenntnisformel lautet: Der Islam ist an und für sich friedlich und fromm, dialog- und demokratiefähig.

Islamisch motivierte Gewalttaten entstehen aus externen Bedingungen. Sie sind Verzerrungen der reinen islamischen Lehre.

Dieses Weltbild wird durch zwei Problemstränge infragegestellt.

Jugendforscher beobachten seit zehn Jahren bei islamfrommen türkischen Jugendlichen in Deutschland eine zunehmende Gewaltbereitschaft.

Diese ist weder durch Kolonialunterdrückung noch durch materielle Not erklärbar.

Nach einer Studie aus dem Jahr 1997 stimmten mehr als ein Viertel der befragten 1200 deutsch-türkischen Jugendlichen dem Satz zu:

„Gewalt ist gerechtfertigt, wenn es um die Durchsetzung des islamischen Glaubens geht.“

23 Prozent der Befragten war sogar bereit, den zu töten, „der gegen den Islam kämpft“.

Diese beunruhigenden Daten von dem renommierten Bielefelder Jugendforscher Wilhelm Heitmeyer (62) werden in der Öffentlichkeit verharmlost und verdrängt.

Grund: Sie widersprechen dem gewünschten Islam-Weltbild.

Ist die reine Lehre des Islam vielleicht doch nicht so unschuldig an den Gewaltausbrüchen moslemischer Glaubensbrüder?

Von dieser Frage lassen sich Politik, Medien und Kirche nicht beunruhigen: Sie glauben fest zu wissen, was der wahre Islam ist.

Die Kirche hat hierzu wichtige Vorarbeiten geleistet. So unterstreicht das Zweite Vatikanum gemeinsame Lehren und Aufgaben von Christentum und Islam.

In diesem Geist der Religionsversöhnung sandte der Päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog kürzlich den „lieben muslimischen Freunden zum frohen Fest des Id al-Fitr“ – dem Ramadan-Fastenbrechen – eine Grußbotschaft.

Das Ziel: eine „größere Solidarität und Brüderlichkeit“.

Im Brief heißt es, daß alle „Mitglieder der Religionen“ die Pflicht hätten, als „Diener des Allmächtigen“ für den Frieden zu arbeiten und Gewalt abzulehnen.

Letztere könne nie einen religiösen Beweggrund haben. Sie verletze das Ebenbild Gottes im Menschen und fordere Opfer unter Unschuldigen.

Das sieht der Koran nicht unbedingt so:

Erstens gilt die christliche Bezeichnung des Menschen als Ebenbild Gottes als eine Beleidigung Allahs.

Ferner ist Gewalt gegen Ungläubige unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Denn einen echten Frieden gibt es nur unter der Herrschaft des Islam.

Der Forderung nach freier Religionsausübung oder Gewissensfreiheit werden die Muselmanen eilfertig beipflichten und den Koran-Satz zitieren: „In Glaubensdingen gibt es keinen Zwang.“

Aber in islamischen Ländern werden christliche Konvertiten weiterhin bedroht.

Ohne Erwähnung der koranischen Gewaltaufrufe sind alle Menschenrechtsbekundungen billige Wortgeschenke.

Der vatikanische Dialog der Blauäugigkeit ist eine Form der Selbstbelügung.

Denn er verwendet Begriffe wie Allmächtiger, Frieden, Menschenrechte, Unschuldige in einem zweideutigen Sinn.

Christentum und Islam verwenden dieselben Wörter – und meinen damit etwas Anderes.
      
13 Lesermeinungen
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#13   Hektor.von.Knokke   23:36:13 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Männerärsche
Männerärsche sind einfach unästhetisch, ganz besonders in einer Moschee www.tagesschau.de/…magnifier_pos-1.html
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#12   Rudolfus   23:23:40 | Montag, 1. Oktober 2007
@NurEinLeser / Die Moraltheologie Johannes Pauls II. bzw. die Moralpredigten Johannes Pauls II.
haben wenige überzeugt, da das alleinige und äußerst ermüdende Verweisen auf die Moral überhaupt niemanden überzeugt, der nicht in Gott und in der katholischen Lehre verwurzelt ist.
Statt seiner vielgepriesenen „Moraltheologie“ wäre Johannes Paul II. besser beraten gewesen, die katholische Frömmigkeit in der Kirche wiederherzustellen und stattdessen die Ökumenismusmätzchen von oberster Papst- bis unterster Pfarrebene abzustellen.
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#11   NurEinLeser   23:17:07 | Montag, 1. Oktober 2007
Alexander VI.
…hat zumindest nicht durch teilweise nur noch peripher katholische Aussagen und Handlungen in Glaubensdingen (!) der Kirche Schaden zugefügt. JPII war halt ein guter Moraltheologe, ein (zumindest teilweise) lausiger Dogmatiker und mehr Medienstar als Hirte und Hausherr in Rom… Zudem sind öffentliche Handlungen wie der Korankuß halt wesentlich schädlicher als gutkatholische Aussagen in von wenigen gelesenen Schriftstücken nützlich sind.
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#10   Artois †   14:39:47 | Montag, 1. Oktober 2007
@Landorganist
So? Und zählen Sie Johannes-Paul II. auch unter die verbrecherischen Päpste und stellen ihn damit in eine Reihe mit dem verruchten Alexander VI?
Nein, ich zähle Johannes Paul II. nicht in die Reihe krimineller Päpste, wenn er auch die Kirche durch Fehlentscheidungen und Eitelkeit in schwerste Not hinein geführt hat. Gott allein weiß, warum ein solcher Mann so lange Zeit die Kirche leiten durfte. Ich bete täglich um ein gnädiges Gericht auch für Johannes Paul II.
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#9   Heinz Josef   14:27:27 | Montag, 1. Oktober 2007
Wie sagt Robert Spaemann:
Spaemann spricht auch die von Bischöfen oft geäußerte Sorge an, daß der Alte Ritus Zwietracht bringen könnte.
Diese Sorge sei unnötig, wenn Gläubige beider Riten einander in Liebe und Achtung begegneten: zitiert nach kreuz.net
Leute wie r.ruhrgebietler wollen ja gar nicht aus ihrem Getto heraus. Wer JPII als Verbrecher betitelt, dem ist nicht mehr zu helfen.
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#8   landorganist   14:08:33 | Montag, 1. Oktober 2007
@Artois
So? Und zählen Sie Johannes-Paul II. auch unter die verbrecherischen Päpste und stellen ihn damit in eine Reihe mit dem verruchten Alexander VI?
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#7   Benedikt   12:22:09 | Montag, 1. Oktober 2007
Oberschicht
(kreuz.net) Drei Tage nach den September- Anschlägen auf drei Objekte in den USA kannte der damalige Bischof von Limburg, Mons. Franz Kamphaus, schon Täter und Motive:
„Die Brutstätten für solche Taten sind in den Slums von Karatschi und Kabul zu suchen.“
Dabei war schon 2001 bekannt, daß muslimische Terroristen vorwiegend Intellektuelle sind oder der reichen Oberschicht angehören.
Die Oberschichten in Palästina, Afghanistan, Pakistan etc müssen demnach ja gigantische Ausmaße haben. Diese Länder ertrinken wohl förmlich im Reichtum.
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#6   Heinz Josef   11:15:57 | Montag, 1. Oktober 2007
@r.ruhrgebietler
Gehts Ihnen jetzt besser?
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#5   Artois †   11:01:39 | Montag, 1. Oktober 2007
@Landorganist
Ohne dem Ruhrgebietler nun uneingeschränkt zu folgen, muß man leider zugeben, daß es viele kriminelle Päpste gegeben hat und daß die Kirche auch nie abgestritten hat, daß die Genade des Amtes es nicht verhindern kann, daß ein Geistlicher, auch ein Papst, zum Verbecher wird.
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#4   landorganist   10:58:25 | Montag, 1. Oktober 2007
Seht, wie unsere Tradis
treu zur Kirche stehen! Da werden Päpste als Verbrecher bezeichnet…etc. Bravo, lasst ruhig immer die Masken fallen.
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#3   misterunknown   08:38:25 | Montag, 1. Oktober 2007
@r.ruhrgebietler
haben Sie jemals die Predigten und Ansprachen des Papstes Johannes Paul II. zum Treffen in Assisi, bei dem es um das Anliegen des Weltfriedens ging, aufmerksam gelesen und auf die absolut klare katholische Position des Papstes geachtet? Die Texte sind beim Vatikan www.vatican.va/ online einsehbar, liegen dort jedoch nur englisch und italienisch vor, Sofern Sie diese Sprachen beherrschen, können Sie sich dort einmal schlau machen, bevor Sie dieses Ereignis nur von den Bildern her abstempeln, die im ersten Eindruck irritierend sein können, was ich zugebe, aber inhaltlich ist es 100% rein katholisch ohne jedes Zugeständnis gewesen. Lesen Sie!
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#2   r.ruhrgebietler   08:23:42 | Montag, 1. Oktober 2007
nicht nur P-VI!
ein großer Verbrecher in dieser Szene ist weltbekannt als J-P-II!! Jesus Christus sprach nie vom inter“religiösen Dialog“ und auch die Päpste haben die hlg. röm.-kath. Religion(!) als einzige zur seligen Anschuung Gottes führende bezeichnet (wie konnte also ein J-P-II mit den Räuchermännchen zusammentun, den koran küssen, eine moschee betreten etc…)
Schauen wir nach Assissi…
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#1   Romulus   17:09:47 | Sonntag, 30. September 2007
Römischer Saustall
Der vatikanische Dialog der Blauäugigkeit ist eine Form der Selbstbelügung.
Dieser Dialüg geht seit Paul VI. so. Er wäre bereit gewesen die Kirche für ein difuses Friedensgewäsch an den Kreml zu verscheuern. Erst JP II fing an diesen kommunistischen Saustall in Rom auszumisten. Er stärkte gegen den Atheismus die Religionen an sich, driftete dabei aber in eine difuse Gleichmacherei ab (Assisi, Korankuss etc.). Diesen Saustall muss nun Benedikt XVI. ausräumen. Regensburg 2006 war ein erster Versuch. Das Nachfolgende in Bezug auf den Islam dann war weniger gut. Die alten Seilschaften im Vatikan funktionieren noch ganz gut. Und zwar gegen den Papst.
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