07:54:01 | Montag, 1. Oktober 2007
Die Hölle ist eine Frage der Gerechtigkeit + Mehr Profil – oder vielleicht doch nicht + Zur Auflockerung + Symbolischer Kirchenverkauf + Keine Bedenken
Die Hölle ist eine Frage der GerechtigkeitVatikan. Vor dem gestrigen Angelus-Gebet erklärte Papst
Benedikt XVI. das Sonntagsevangelium vom reichen Mann und Lazarus. Das Gleichnis zeige, das eine endgültige
Gerechtigkeit über alle irdischen Ungerechtigkeiten stehe. Lazarus werde in den Schoß Abrahams aufgenommen,
während der Reiche „unter Qualen in der Hölle“ ende.
Mehr Profil – oder vielleicht doch nichtDeutschland.
Vor zwanzig Jahren habe die Kirche der Gesellschaft noch beweisen müssen, daß sie „dialogbereit und
dialogfähig“ sei. Jetzt sei es eher notwendig, seine eigene Stimme mehr zu markieren und eine „gewisse
unverwechselbare“ Position einzunehmen. Man könne sich nicht überall anpassen. Das erklärte Karl Kardinal
Lehmann von Mainz kürzlich in einem Interview mit ‘Radio Vatikan’ anläßlich seines zwanzigjährigen
Jubiläums als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Der Kardinal warnte gleichzeitig vor einer
„Ökumene der Profile“.
Zur AuflockerungDeutschland. Zur „Auflockerung des Gottesdienstangebots“ finden
in der Schloßkirche Pommersfelden im Erzbistum Bamberg regelmäßig Eucharistiefeiern in lateinischer
Sprache statt. Nach Angaben der
Webseite der Gemeinde rufen diese auch über die Pfarrgrenzen hinweg wachsendes
Interesse hervor: „Aber keine Sorge. Sie müssen kein Lateinlehrer sein, um dem Gottesdienst folgen zu
können. Auf Lateinisch sind lediglich die bekannten Akklamationen, Gesänge und Gebete“ – heißt es auf
der Homepage.
Symbolischer KirchenverkaufDeutschland. Die Martin-Luther-Gedächtniskirche im Berliner
Stadtteil Tempelhof soll in einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren verkauft werden. Die 1931 eingeweihte
Kirche wurde vom Architekten Curt Steinberg († 1960) entworfen. Deren Innenraum steckt – so die Tageszeitung
‘Welt’ – „bis zur Decke voller nationalsozialistischer Symbolik“. Der Architekt der Kirche erhielt im
Jahr 1953 vom damaligen deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss für sein Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz.
Keine BedenkenDeutschland. Am 20. Februar 2004 erkundigte sich der Justitiar der Diözese Regensburg,
Hans Schuierer, bei der Richterin des Amtsgerichts Viechtach, die im Jahr 2000 den Strafbefehl gegen den
inzwischen wieder rückfällig gewordenen Kinderschänder, Hw. Peter K., ausgestellt hatte. Das war ein
halbes Jahr nach Ende der Bewährungszeit des Geistlichen und ein halbes Jahr vor seinem Einsatz als Pfarradministrator.
Es ging um die Frage, ob juristische Einschränkungen bezüglich eines Wiedereinsatzes von Peter K. vorlägen.
Die damalige Telefonnotiz des Justitiars lautet nach einer Pressemeldung des Bistums Regensburg:
„Frau
[Name der Richterin]
RiAG [Telefonnummer] Viechtach
Tel. am 20. Februar 2004
Frau Richterin [Name] hat
aufgrund der Gutachtenlage und des Umstands, daß kein ‘Kontaktverbot’ ausgesprochen wurde, keine Bedenken,
Herrn Kramer in der Seelsorge einzusetzen.
Beobachtung durch den Dekan und eventueller Kontakt mit Dr.
[Name des Therapeuten] sollten noch erfolgen.
Schuierer“
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#2
turk 14:22:35 | Montag, 1. Oktober 2007
#1
misterunknown 08:04:47 | Montag, 1. Oktober 2007