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Montag, 1. Oktober 2007 07:54
kreuzmeldungen
Die Hölle ist eine Frage der Gerechtigkeit + Mehr Profil – oder vielleicht doch nicht + Zur Auflockerung + Symbolischer Kirchenverkauf + Keine Bedenken
Benedikt XVI. im Juni 2006
Benedikt XVI. im Juni 2006
Die Hölle ist eine Frage der Gerechtigkeit

Vatikan. Vor dem gestrigen Angelus-Gebet erklärte Papst Benedikt XVI. das Sonntagsevangelium vom reichen Mann und Lazarus. Das Gleichnis zeige, das eine endgültige Gerechtigkeit über alle irdischen Ungerechtigkeiten stehe. Lazarus werde in den Schoß Abrahams aufgenommen, während der Reiche „unter Qualen in der Hölle“ ende.

Mehr Profil – oder vielleicht doch nicht

Deutschland. Vor zwanzig Jahren habe die Kirche der Gesellschaft noch beweisen müssen, daß sie „dialogbereit und dialogfähig“ sei. Jetzt sei es eher notwendig, seine eigene Stimme mehr zu markieren und eine „gewisse unverwechselbare“ Position einzunehmen. Man könne sich nicht überall anpassen. Das erklärte Karl Kardinal Lehmann von Mainz kürzlich in einem Interview mit ‘Radio Vatikan’ anläßlich seines zwanzigjährigen Jubiläums als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Der Kardinal warnte gleichzeitig vor einer „Ökumene der Profile“.

Zur Auflockerung

Deutschland. Zur „Auflockerung des Gottesdienstangebots“ finden in der Schloßkirche Pommersfelden im Erzbistum Bamberg regelmäßig Eucharistiefeiern in lateinischer Sprache statt. Nach Angaben der Webseite der Gemeinde rufen diese auch über die Pfarrgrenzen hinweg wachsendes Interesse hervor: „Aber keine Sorge. Sie müssen kein Lateinlehrer sein, um dem Gottesdienst folgen zu können. Auf Lateinisch sind lediglich die bekannten Akklamationen, Gesänge und Gebete“ – heißt es auf der Homepage.

Symbolischer Kirchenverkauf

Deutschland. Die Martin-Luther-Gedächtniskirche im Berliner Stadtteil Tempelhof soll in einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren verkauft werden. Die 1931 eingeweihte Kirche wurde vom Architekten Curt Steinberg († 1960) entworfen. Deren Innenraum steckt – so die Tageszeitung ‘Welt’ – „bis zur Decke voller nationalsozialistischer Symbolik“. Der Architekt der Kirche erhielt im Jahr 1953 vom damaligen deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss für sein Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz.

Keine Bedenken

Deutschland. Am 20. Februar 2004 erkundigte sich der Justitiar der Diözese Regensburg, Hans Schuierer, bei der Richterin des Amtsgerichts Viechtach, die im Jahr 2000 den Strafbefehl gegen den inzwischen wieder rückfällig gewordenen Kinderschänder, Hw. Peter K., ausgestellt hatte. Das war ein halbes Jahr nach Ende der Bewährungszeit des Geistlichen und ein halbes Jahr vor seinem Einsatz als Pfarradministrator. Es ging um die Frage, ob juristische Einschränkungen bezüglich eines Wiedereinsatzes von Peter K. vorlägen. Die damalige Telefonnotiz des Justitiars lautet nach einer Pressemeldung des Bistums Regensburg:
„Frau [Name der Richterin]
RiAG [Telefonnummer] Viechtach
Tel. am 20. Februar 2004
Frau Richterin [Name] hat aufgrund der Gutachtenlage und des Umstands, daß kein ‘Kontaktverbot’ ausgesprochen wurde, keine Bedenken, Herrn Kramer in der Seelsorge einzusetzen.
Beobachtung durch den Dekan und eventueller Kontakt mit Dr. [Name des Therapeuten] sollten noch erfolgen.
Schuierer“

© Titelbild: Flickr-Benützer „eürodäna“, CC
2 Lesermeinungen:
Montag, 1. Oktober 2007 14:22
turk: Bitte möglichst vollständige Informationen auf kreuz.net bieten
Tja, das was man heute in Zeitungen lesen konnte, sollte eigentlich längst bei kreuz.net aufgedeckt worden sein, aber hier ist „man“ damit beschäftigt, eine Verharmlosungsstrategie bewußt verwirrender Einsender zu akzeptieren. Im Donaukurier vom 1. Oktober 2007, S. 11, heißt es: „Zur gleichen Zeit, als der vorbestrafte Geistliche zum Pfarradministrator von Riekofen bestellt wurde, wurde auch Gerhard Leinhofer zum Diözesanbeauftragten für sexuellen Mißbrauch bestellt. Der Psychologe wurde Anfang der 90er Jahre bekannt, als das Thema sexueller Mißbrauch in Regensburg anläßlich einer Ausstellung heiß diskutiert wurde. Leinhofer interpretierte sexuellen Mißbrauch damals öffentlich nur als ‘verirrte Zärtlichkeit’ oder als ‘Verletzung von Intimitäten’. Daraufhin wurde ihm vorgeworfen, ‘Straftaten zu verharmlosen’. Leinhofer ist als Diözesanbeauftragter unter anderem auch die Kontaktperson für die Strafverfolgungsbehörden.Als prkeär erweist sich zudem, daß der von der Diözese bestellt psychologische Fachmann, der die seuxllen Mißbrauchsfälle in der Diözese betreut, für einen laxen Umgang mit belasteten Personen bekannt ist.

Tja, wo bleibt kreuz.net? Wann ist die Heuchelei der unnötigen Bischof-Müller-Verteidigung zu Ende? Das ist kontraproduktiv und schadet sogar Bischof Müller noch mehr.
Montag, 1. Oktober 2007 08:04
„Jetzt sei es eher notwendig, seine eigene Stimme mehr zu markieren und eine „gewisse unverwechselbare“ Position einzunehmen. Man könne sich nicht überall anpassen. Das erklärte Karl Kardinal Lehmann von Mainz “

Der Mann besinnt sich.-) endlich!
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