(kreuz.net) Die lateinische Sprache betrifft nicht nur den Alten Ritus.
So bittet der Papst in seinem
Apostolischen Schreiben ‘Sacamentum Caritatis’, „daß die zukünftigen Priester von der Seminarzeit an
darauf vorbereitet werden, die Heilige Messe in Latein zu verstehen und zu zelebrieren sowie lateinische
Texte zu nutzen und den Gregorianischen Choral zu verwenden.“
Auch im Bezug auf den Alten Ritus fordert
der Papst ausreichende Kenntnisse der Lateinische Sprache.
Die Webseite ‘Introibo.net’ hat sich diesen
Wunsch des Papstes zu Herzen genommen.
Sie bietet Priestern und Seminaristen, die ihre Lateinkenntnisse
im Blick auf die Zelebration des Alten oder Neuen Ritus verbessern wollen, eine Hilfe an.
Im Downloadbereich
der Webseite gibt es ab sofort ein „Handbuch zur lateinischen Kirchensprache“.
Das Handbuch enthält
133 Lektionen. Durch sie können die Grundkenntnisse der lateinischen Grammatik erarbeitet werden.
Im
Handbuch gibt es auch ein lateinisch-deutsches und ein deutsch-lateinisches Wörterbuch sowie ein Verzeichnis
der grammatischen Begriffe.
Hw. Gero Weishaupt, Kirchenrechtler und Latinist bei der deutschsprachigen
Redaktion von Radio Vatikan, wird Kursteilnehmern, die das wünschen, bei der Durcharbeitung des Handbuchs
behilflich sein.
Die Übersetzungsübungen der einzelnen Lektionen sowie eventuelle Fragen zur Grammatik,
Syntax und den Übersetzungen können an Hw. Weishaupt gemailt werden.
Der Kursteilnehmer erhält seine
Hausaufgaben mit eventuellen Korrekturen, Antworten oder Anmerkungen nach ein paar Tagen zurück.
Der
lateinische Online-Fernkurs ist kostenlos. Hw. Weishaupt versteht ihn als eine Weise der Umsetzung der
Forderungen des Heiligen Vaters nach Lateinkenntnissen bei Priestern.
Email-Adressen der Empfänger
27 Lesermeinungen
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#27 theologos 23:20:36 | Sonntag, 4. November 2007
Darf es ein wenig mehr Sachlichkeit und wesentlich weniger Polemik sein? Meiner Meinung nach ist das Latein
in der Priesterausbildung sträflich vernachlässigt worden, was sicherlich auch auf die rigorose Durchsetzung
der volkssprachlichen Messe durch die Verantwortlichen der Diözesen zurückzuführen ist. Hier besteht
ein dringender Reformbedarf!
@Pünktchen: Ich stimme vollkommen zu…ich hatte etwas ähnliches auch schon mal GerdEric geantwortet.
Nur ca. 14 Kilometer von Nazareth entfernt stand ein griechisches Amphitheater… Johannes verwendet den
LOGOS-Begriff in einem durchaus originär platonischen bzw. Mittelplatonischen-Sinne… Und Gottes-Name
ist EL bzw. ELOHIM…und sein Heiliger Geist Ruach Elohim. Und Christus, der Logos, der Metathron des
AT. Die Verbindung Paulus und Philo von Alexandrien ist ohnehin nachweisbar. Gott ist Geist, Licht, Liebe
und Wahrheit nach den Aussagen der Bibel. Christi Konflikt mit der adligen sadduzäischen Priesterkaste
der Stadt Jerusalem und den Pharisäern ging u.a. eben gerade um die Frage des Zinswuchers, über die
Römer und mit deren Rückendeckung beuteten die Sadduzäer der Stadt Jerusalem über die wucherische
Tempelsteuer und den Zehnten die einfache Bevölkerung aus… Grüsse Bokrug
@isi. Wenn man danach geht, dass ein Priester soviel Latein kennen sollte, dass er auch ein hl. Opfer
in der alten Messordnung feiern sollte Wo ist das Problem? Des Lesens ist jeder Priester mächtig, also
ist es auch kein Problem eine alte Messe zu lesen, solange er die Zaubersprüchlein richtig vorlesen kann.
Nur darauf kommt es ja an, sonst gäbe es ja nicht jedesmal so ein Tradigeschrei, wenn einer mal den Wortlaut
ein bisschen ändert.
„Don Camillo“ – wieviele Priester dürfen dann wohl noch ihren „Sessel“ behalten ? Wenn man danach geht,
dass ein Priester soviel Latein kennen sollte, dass er auch ein hl. Opfer in der alten Messordnung feiern
sollte – dann dürf(t)en die meisten der „modernen Veranstaltungsleiter“ wohl das „Handtuch“ werfen. Aber
die Events in den Kirchen nehmen zu. Vielleicht sollte man in den Kirchen Markthallen mit „kulinarischem
Genussmittelangebot“ paralell zu Veranstaltung am Sonntag anbieten – dann wird es auch wieder schön „voll“.
R.I.P – für die deutsch-katholische Kirche und deren bestbezahlten Kirchenfürsten!
#21 Don Camillo 09:44:09 | Dienstag, 2. Oktober 2007
@regina 1961 Diese Meinung kann man (Mann? )aber auch nur haben, wenn man keinerlei Ahnung von Latein
und Kirche hat!!! Regina 1961 Da legen Sie ja ein hohes Niveau an Argumentationskunst an den Tag. Herzlichen
Glückwunsch!
#20 Pünktchen 09:34:27 | Dienstag, 2. Oktober 2007
Zur Zeit Jesu waren Aramäisch und Griechisch die gebräuchlichen Verständigungsmittel. Das Griechisch
war so sehr in die Alltagskultur auch der Juden eingedrungen, daß Synagogen am See Genezareth griechische
Beschriftungen tragen (z.B. in Fußbodenmosaiken) und Paulus – wie selbstverständlich – das Psalmen,
Propheten und Thora nach der Septuaginta zitiert! Jesus selbst ist in einer hellenistischen Umgebung aufgewachsen,
war doch Nazareth nichts anderes als ein suburb der Residenzstadt Sepphoris (eine Fußstunde entfernt:
8 km!), in der z.B. ein griechisches Amphitheater existierte usw. Der Vater Jesu hat mit Sicherheit sein
Handwerk in der Residenzstadt Sepphoris ausgeübt und Jesus wächst selbstverständlich in dieser griechisch
geprägten Umgebeung auf! Es ist also ganz unwahrscheinlich, daß Jesus nicht Griechisch gesprochen hat!
Der Satz: „Was kann aus Nazareth Gutes kommen?“ spiegelt die Vorbehalte der „echten“ Israeliten gegen
die Hellenisierten wieder. (Und Jesu Ausspruch zu Nathanael: >Da kommt ein echter Israelit!< entpuppt
sich als Ironie: Nathanael stammte aus Kana, einem Nachbardorf von Nazareth !) Klassisches Hebräisch
war also von Anfang an für theologische und gottesdienstliche Zwecke kaum eine Option in der Kirche.
Schon das Neue Testament ist weitgehend in Griechisch verfaßt (für das Math.ev. wird von manchen eine
syro-aramäische Fassung angenommen). Griechisch bleibt für Jahrhunderte das Medium theologischer Erörterungen
und der wichtigen Dogmata der alten Kirche.
@GerdEric Latein war nicht nur Sprache der Römer, sondern zusammen mit dem Griechischen die Weltsprache
schlicht hin. Den Stuss mit dem heidnischen Priester ist wieder eine Exkursion in der Welt der Anti-katholischen
Mythen des 19. Jh. Alexander Hislop lässt wieder grüssen! Nennen sie mir einen einzigen amtierenden
heidnischen Priester aus der Antike, der zum Christentum konvertierte um Christ oder christlicher Priester
zu werden.
@Schulschwänzer Hat Jesus seine Stellung dadurch erhalten, dasss er sich den Römern angepasst hat? Ich
glaube nicht, dass ich sagte, dass Jesus je Latein sprach oder gar für religiösen Handlungen nutzte.
Sicher wird er (wenn denn überhaupt) bei dem Abendmahl (Sederabend) mit denen am Tisch die Sprache gesprochen
haben, die jeder sprach, aber für Gebet und Ritual Hebräisch, wenn er Hebräisch beherrschte (sonst
kann er auch diese in seiner ihm zur Verfügung stehenden Sprach gesprochen haben).
Rom angepasst? @GerdEric>Das Christentum hätt’ nie die Stellung einnehmen können, wenn es sich nicht
dem System angepasst hätte Hat Jesus seine Stellung dadurch erhalten, dasss er sich den Römern angepasst
hat?
Die Einsetzung des Latein als christliche Kultsprache erfolgte dadurch, dass sich das römische Reich
(deren Vertreter) des Christentums bemächtigten. Das Christentum hätt’ nie die Stellung einnehmen können,
wenn es sich nicht dem System angepasst hätte, eben auch mit Latein (so konnten die alten heidnischen
Priester bequem die Seiten wechseln). Mit Hebräisch, der Kultsprach, die Jesus möglicherweise beherrschte,
wäre das nie geschehen (wie zwar auch das Judentum durch Despoten missbraucht wurde, aber doch die grossen
Propheten sich offen und mutig den Mächtigen entgegen stellten, denn zuerst G’TT der HERR, dann das Volk, –
aber nicht der Staat).
Toleranz? Jeder Organisation benötigt eine Amtssprache und die Sprache der römische katholische Kirche
ist nun mal LATEIN! Take it or leave it! Die Erlaubnis die Liturgie in der Landessprache zu feiern ist
ein kann und kein muss. Alle Messbücher in der Landessprache sind ÜBERSETZUNGEN des Lateins und müssen
vom Vatikan approbiert werden. Die Orthodoxen Kirchen zelebrieren Welt weit und ungeachtet der Landessprache
ihre Liturgie in ihre Amtssprachen. Es scheint aber niemand zu stören. Hebräisch war, außer in den
Gelehrten Kreise und den Synagogen, eine „tote Sprache“. In 1948 wurde sie allerdings zur Landessprache
Israels und somit wieder belebt. Warum ist es bei uns nicht möglich die lateinische Sprache zu tolerieren?
nun haben wir sie doch befreit Der Dichter F. Freiligrath dichtete vor über 150 Jahren ein schönes Lied,
dessen Anfangszeilen gut auf die Situation passen, die wir heute bezüglich der Alten Messe erleben: In
Kümmernis und Dunkelheit, da mussten wir sie bergen. Nun haben wir sie doch befreit, befreit aus ihren
Särgen. Ja, man kann wirklich eine deutliche Renaissance der alten lateinischen Messe erleben, und das
nicht erst seit dem 07.07.07. Die Zeit, da jeder in der Liturgie nach eigenem Gutdünken herumfurwrken
konnte, ist vorbei. Jetzt steht Gott wieder im Mittelpunkt. Jetzt gibt es keinen Ringelpietz mehr um den
Altar sondern Anbetung, Lob und Herrlichkeit. Wunderbar ist auch, dass die Muttersprache des westlichen
Europa wieder mehr und mehr zu Ehren kommt. Papst Benedikt XVI. hat hier ein großes Werk geleistet, dessen
Wirkungen niemand mehr rückgängig machen kann. Laudetur Jesus Christus! o^/
@monti / Die unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Jesu Christi bitte benutzen sie doch in Zukunft
den Begriff „hochheilige Opfermesse“, wenn sie von der Veranstaltung sprechen, die Jesus angeblich beim
letzten Abendmahl begründet hat. Damit zeigen Sie zumindest, daß Ihnen die Lehre des Meßopfers bekannt
ist. Die Überlieferung der Kirche über die Einsetzung beim Abendmahl ist natürlich durch die zwei Jahrtausende
währende Praxis und Lehre der Kirche nicht infragezustellen – die gegenteiligen Lehren der Reformatoren
des 16. Jahrhunderts, gegen das Altarsopfer, kamen reichlich spät.
Rudolfus… bitte benutzen sie doch in Zukunft den Begriff „hochheilige Opfermesse“, wenn sie von der
Veranstaltung sprechen, die Jesus angeblich beim letzten Abendmahl begründet hat.
@Schulschwänzer Ganz abgesehen von den völlig richtigen Einwänden anderer Debattenbeiträge gegen Ihre
Aussage, denen ich mich nur anschließen kann, ist Latein die heutige Weltsprache der röm. Kirche, wie
es auch in V2 festgelegt ist. Sie ist Zeichen der Einheit in einem vereinten Europa und ermöglicht gerade
im Zeitalter der Globalisierung, in dem die Entfernungen durch den ausufernden Flugverkehr klein geworden
sind, die von V2 geforderte participatio actuosa. Wer Latein nicht versteht oder verstehen will, sofern
ihm diese Geistesgabe überhaupt gegeben ist, widersetzt sich damit u.a. auch dem letzten Konzil. Oder
endet Ihr geistiger Horizont schon an der nächsten Sprachgrenze? Wollen Sie das mit Ihrem Nickname aussagen?
@Sirilo / Die Einsetzung der Sakramente und die Rede Jesu beim Abendmahl Daß Christus beim Abendmahl
auch eine Rede gehalten hat, das wissen wir natürlich, das ist aber nicht der Punkt, auf den sich der
Einwand von „schulschwänzer“ bezogen hat, der mit seiner Frage auf die Infragestellung der Kultsprache
der heiligen Messe abzielte, weil er das Wesen der heiligen Messe nicht kennt. Die Einsetzung dieses Sakramentes
Christi ist nicht einfach eine „Rede“ gewesen, sondern ein mystisches Geheimnis des Glaubens.
@Schulschwänzer / Die „Rede“ Christi beim letzten Abendmahl Hat Jesus beim letzten Abendmahl in einer
Sprache gesprochen, die alle verstanden haben oder hat er in einer für die damalige Zeit toten Sprache
gesprochen? Ihr Ausdruck „gesprochen“ zeigt schon, daß sie nicht verstehen, was beim Abendmahl geschehen
ist. Christus hat keine Rede gehalten, sondern das mystische Sakrament des hl. Altarssakramentes und des
Priesterstandes eingesetzt. Der katholische Christ geht nicht in die hl. Messe, um „eine Rede“ zu hören,
sondern um sich mit dem mystischen Altarsopfer, der unblutigen Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi,
geistig zu verbinden. Die Wandlungsworte des Priesters sind immer dieselben, und diese müssen nicht in
der Alltagssprache der jeweiligen Nation gesprochen werden.
Letzte Abendmahl Hat Jesus beim letzten Abendmahl in einer Sprache gesprochen, die alle verstanden haben
oder hat er in einer für die damalige Zeit toten Sprache gesprochen?
Und so urteilt Herr Breitenbach: SCHWEINFURT (30.09.2007) · „Die lateinische Sprache beim Gottesdienst
mag in manchen Katholiken nostalgische Erinnerungen wecken, für eine verständnisvolle Mitfeier ist sie
nicht geeignet“, sagt Pfarrer Roland Breitenbach. Dass es bei der jüngsten päpstlichen Entscheidung,
die Messe nach dem Ritus aus der Zeit vor 1970 lesen zu können – übrigens gegen den Rat deutscher und
französischer Bischöfe – nicht nur um eine tote Sprache gehe, sondern letztlich um eine Demontierung
der Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils, will Pfarrer Roland Breitenbach am Dienstag, 2. Oktober,
um 20 Uhr im Kolpinghaus klarstellen. Vorher wird in der dortigen Kapelle um 19.15 Uhr ein Gottesdienst
in deutscher Sprache gefeiert. Gefunden auf der Internetseite der „r.-k.“ Pfarrei des Herrn Breitenbach,
deren „Pfarrer“ er ist.
Welche… …meinen sie denn. Griechisch, Aramäisch, Hebräisch, Latein…? Oder eventuell Alt-Slawisch
bzw. Kirchenslawisch oder Kirchenlatein? Grüsse Bokrug