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Menschendiener + Nächstes Gerücht + Notorisch mißtrauisch + Anathema über Amnesty + Euthanasierung abgewendet
Benedikt XVI.: Die Kirche will weder Macht noch staatliche Privilegien.
Benedikt XVI.: Die Kirche will weder Macht noch staatliche Privilegien.
Menschendiener

Vatikan. Benedikt XVI. empfing am gestrigen Donnerstag den neuen italienischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Antonio Zanardi Landi. Bei der Übergabe des Beglaubigungsschreibens sprach der Papst auch über die Zusammenarbeit von Kirche und Staat. Die Kirche habe nicht vor, „auf Macht aus zu sein, Privilegien zu beanspruchen oder Positionen wirtschaftlichen und sozialen Vorteils anzustreben“: „Ihr einziges Ziel ist es, dem Menschen zu dienen.“ Dabei inspiriere sie sich an den Worten und am Beispiel Jesu Christi.

Nächstes Gerücht

Italien. Der Präfekt der Liturgiekongregation, Francis Kardinal Arinze, wird mit seinem 75. Geburtstag im November emeritiert. Das berichtete die italienische Tageszeitung ‘Italia Oggi’. Sein Nachfolger soll angeblich der gegenwärtige Sekretär der Liturgiekongregation, Erzbischof Malcolm Ranjith werden. ‘Italia Oggi’ ist bislang nicht durch besondere Informationen aus dem kirchlichen Bereich aufgefallen. Für die vatikanische Ernennungspolitik wäre es ungewöhnlich, daß der zweite Mann in einer Kongregation die Nachfolge seines Vorgesetzten übernimmt.

Notorisch mißtrauisch

Deutschland. Die Leitlinien der Deutschen Bischöfe zum Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ sind angeblich mit der vatikanischen Kommission ‘Ecclesia Dei’ abgesprochen worden. Das berichtete die Journalistin Regina Einig am Samstag in der katholischen Zeitung ‘Tagespost’. Frau Einig hofft in ihrem Beitrag, daß auch „notorisch mißtrauische“ Traditionalisten diesen Aspekt zur Kenntnis nehmen werden.

Anathema über Amnesty

Australien. Die Australische Bischofskonferenz hat die Gläubigen aufgefordert, Bindungen zur ehemaligen Menschenrechtsgruppe ‘Amnesty International’ abzubrechen. Das berichtete der US-Nachrichtendienst ‘CWNews’. Der Grund ist der Beschluß des umstrittenen Vereins, die Kinderabtreibung zu fördern. Der Präsident der Australischen Bischofskonferenz, Mons. Philip Wilson von Adelaide in Südaustralien, erklärte, daß eine Mitgliedschaft bei ‘Amnesty International’ nicht länger mit dem Katholizismus vereinbar sei.

Euthanasierung abgewendet

Italien. Seit einem Autounfall vor 15 Jahren liegt die Italienerin Eluana Englaro im Koma. Sie ernährt sich über eine Magensonde. Dieses Jahr versuchte ihr Vater, gerichtlich die Verhungerung seiner Tochter durchzusetzen. Doch eine Instanz in Mailand lehnte den Antrag auf Entfernung der Magensonde kürzlich ab. Der Fall ist Teil einer gegenwärtig in Italien laufenden Kampagne für die Legalisierung der Tötung alter und hilfloser Menschen.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Benedikt   03:43:56 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
@ Methusalix
Leider durch „Evangelium Vitae“ selbigen Papstes als unerlaubt und schwer sündhaft eingeordnet. So schiessen sich Katholiken ins Knie, sogar wenn sie unfehlbar sind.
Der Spiegel hat nicht immer recht.
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#11   Bokrug †   22:47:38 | Freitag, 5. Oktober 2007
@Stephanus:
Zwar bin auch ich nicht für eine Lebendhaltung des Körpers in jeder Situation und um jeden Preis.
ABER…
>>>Und sie tut hier recht, denn das System deutscher Krankenkassen ist erstes nicht weltumspannend möglich und auch nicht bei Sündenstrafe vorgeschrieben.<<<
OH DOCH – es wäre möglich und bezahlbar.
Im Krankenbereich sparen ist am falschen Ende gespart!
Das 2. Klassen Gesundheitssystem haben wir schon seit langer Zeit in Deutschland – EINE SCHANDE! Im Export-Weltmeisterland…
Zum Wucher-Verbot…
www.vergessene-buecher.de
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www.zeit-fragen.ch
www.freiwirte.de
Grüsse
Bokrug
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#10   Stephanus   22:42:46 | Freitag, 5. Oktober 2007
Nicht alles
was machbar ist, ist auch erlaubt, bzw. anders herum:
muß auf biegen und brechen gemacht werden.
Zu dem Geistwesen Mensch gehört ein gewisses Quantum an geistiger und körperlicher Aktivität ohne die es nicht leben kann.
Will sagen, als normal gesunder Erwachsener selbstständig leben kann.
Das schließt nicht aus, daß selbstständig lebende Menschen sich nicht um unselbstständige zu kümmern hätten.
denken wir hier an Säuglinge, Kleinkinder, Kinder usw.
und natürlich an Verletzte, an Kranke und anderswie hilflose Zeitgenossen, vor allem im Alter, wo man sie füttern muß, sind alle Zähne ausgefallen oder die Gicht blockiert die Armfreiheit.
Und was man nicht noch alles dazu aufzählen könnte.
Aber sobald es darum geht, sündhaft teure Maschinen einsetzen zu müssen, da hat die katholische Kirche immer schon sehr abwehrend mässigend reagiert, sie macht hier sogar Unterschiede zwischen vermögendem Kranken und gewöhnlichen Sterblichen.
Und sie tut hier recht, denn das System deutscher Krankenkassen ist erstes nicht weltumspannend möglich und auch nicht bei Sündenstrafe vorgeschrieben.
Was macht also der Hartz IV Empfänger wenn er ins Komma fällt?
Richtig, er verhungert und verdurstet innerhalb weniger Tage.
Millionenteure Apparate sind nicht Pflicht und kaum von einem normalen Menschen bezahlbar.
Also erübrigt sich doch das ganze Gerede zu diesem Thema.
Es erweckt vielmehr den Anschein von Perversität!
Wir sollten also froh sein über jeder Art von Hilfe, solange sie es noch gibt!
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#9   methusalix †   16:59:21 | Freitag, 5. Oktober 2007
Hey Nanny!
Nanny Ogg: …
Oh bitte benedikt… Für einen sterbenden Menschen ist es „einfacher“ einzuschlafen statt zu verhungern. Ich denke, da sind wir uns wohl einig. Inwiefern dieses Leben noch lebenswert ist, darüber würden wir uns wohl bis aufs Messer streiten. Ich möchte keine 15 Jahre vor mich hin vegetieren müssen. Mir wäre eine erlösende Spritze lieber.
Der letzte Papst hat die rechtzeitige Anlage einer Magensonde verweigert und war danach so entkräftet, dass sein Körper der Infektion nicht mehr widerstehen konnte – exitus letalis.
Eine sehr katholische Art der Euthanasie. Leider durch „Evangelium Vitae“ selbigen Papstes als unerlaubt und schwer sündhaft eingeordnet. So schiessen sich Katholiken ins Knie, sogar wenn sie unfehlbar sind.
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#8   Konrad   12:38:05 | Freitag, 5. Oktober 2007
Letzter Einspruch und Protest gegen die polemische antipäpstliche
Überschrift „Menschendiener“, die dem Evangelium widerspricht, das vom Dienen und nicht vom Herrschen spricht. In ihrer grenzenlosen Verbohrtheit haben die Piusbrüder nun in ihrer letzten Aussendung gegen die Religionsfreiheit des Vat.II Stellung bezogen. Statt die ausgestreckte Hand des Hl. Vaters zu ergreifen, spucken sie hinein und beißen. Damit ist der Gang in eine Sekte vorprogrammiert, Herr Pater Schmidberger!
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#7   Nanny Ogg   11:49:00 | Freitag, 5. Oktober 2007

Oh bitte benedikt. Von Dir hätt ich ja nicht erwartet, dass Du mich falsch verstehen möchtest…
Gut, die Formulierung „einfacher“ ist im Nachhinein unglücklich gewählt. Für einen sterbenden Menschen ist es „einfacher“ einzuschlafen statt zu verhungern. Ich denke, da sind wir uns wohl einig. Inwiefern dieses Leben noch lebenswert ist, darüber würden wir uns wohl bis aufs Messer streiten. Ich möchte keine 15 Jahre vor mich hin vegetieren müssen. Mir wäre eine erlösende Spritze lieber.
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#6   Heinz Josef   11:47:21 | Freitag, 5. Oktober 2007
kann sich ein Baby selbst ernähren?
Erstaunlich . Hat sie sich die Sonde selbst eingeführt?
Hab ich mir den Tumor selbst operativ entfernt?
Ich bin dankbar, dass Ärzte mein Leben gerettet haben!
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#5   Benedikt   11:43:28 | Freitag, 5. Oktober 2007
@ Nanny Ogg
Verhungern ist natürlich grausam, eine Spritze wäre einfacher.
Spritzen Sie die Leute dann ab? Vielleicht kriegen Sie ja ein Praktikum in Huntsville – Fragen kostet nichts!
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#4   Nanny Ogg   11:38:50 | Freitag, 5. Oktober 2007
Kreuz.net meint, eine Frau im Koma ernährt sich selbst
Sie ernährt sich über eine Magensonde.
Erstaunlich o.O. Hat sie sich die Sonde selbst eingeführt?
Verhungern ist natürlich grausam, eine Spritze wäre einfacher.
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#3   Typ   10:41:45 | Freitag, 5. Oktober 2007
Menschendienst
„Wenn du also das Haus der Kirche schmückst, übersieh den leidenden Bruder nicht. Denn er ist ein Tempel, kostbarer als der andere.“
Der hl. Kirchenvater Johannes Chrysostomos
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#2   Gotthard   10:20:53 | Freitag, 5. Oktober 2007
Gottesdienst
ja, der Weg Gottes geht allein ueber den Menschen …
darum ist allein eine dienende Kirche die wahre Kirche Jesu Christi.
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#1   wiener   09:58:53 | Freitag, 5. Oktober 2007
„menschendiener“
ein schöner satz des heiligen vaters.
tatsächlich gehören menschen- und gottesdienst untrennbar zusammen. bzw. kann man sagen: wenn der gottesdienst nicht zugleich auch dem menschen dient, dann ist er unnütz.
einer der schönsten titel des papstes ist daher: „diener der diener gottes“ – und ein bischof hat es einmal pointiert so ausgedrückt: „eine kirche, die nicht dient, dient zu nichts“.
nur seltsam, dass hier in diesem forum oft über manche gottesdienstformen abschätzig gesprochen wird, sie seien „menschendienst“ …
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