Schönheitsfehler in der Alten Messe
Die Neue Messe ist „auch schön“. Aber sie ist etwas ganz anderes als die Alte Messe – selbst wenn dort nicht alles den liturgischen Normen entspricht.
(kreuz.net, Regensburg) Am 29. September zelebrierte der Geistliche Rat Walter Lang in der Regensburger
Stiftskirche St. Johann im überlieferten Ritus.
Es war die erste Alte Messe in dieser Kirche seit mehr als vierzig Jahren. Auch der Hochaltar des Gotteshauses lag seit Jahrzehnten unbenützt da.
Das berichtete das Regensburger Regionalfernsehen ‘TVA’.
An der heiligen Handlung nahm auch der Bruder des Papstes, Prälat Georg Ratzinger, teil.
Prälat Ratzinger erwähnte nach der Messe auch ein „ein paar Sachen“, die nicht korrekt gelaufen sind: „Es war damals schon falsch, daß man während der Kommunion ein Marienlied musiziert.“
Der Organist hatte das Ave Maria des französischen Komponisten Charles Gounod († 1893) gespielt: „Das hat damals schon nicht gepaßt. Das paßt heute natürlich auch nicht.“
Doch das Regionalfernsehen betont, daß Prälat Ratzinger trotzdem zufrieden sei: „Damit ist er nicht allein.“
Urteile der Gläubigen
Eine ältere Gläubige war überwältigt: „Wunderschön. Wunderschön. Man kann gar nicht sagen, wie schön es war. Es war genauso wie früher.“
Eine 78jährige bekannte sich als „Verehrerin dieser Messe“: „Ich habe das früher noch alles miterlebt. Zudem singe ich in der Alten Kapelle im Chor. Deshalb ist das Latein für mich eine sehr gebräuchliche Sache.“
Auch ein junger Mann äußerte sich enthusiastisch zur zuvor gehörten Messe. Er findet die neue Messe „auch“ schön – „um Gottes willen“. Aber die Alte Messe sei einfach „etwas ganz anderes“:
„Hier kommt das ganze als Heilige Handlung herüber. Es ist einfach erhebend“.
© Bilder: Cathcon
© Video: Regensburger Regionalfernsehen ‘TVA’, Hotlink
Es war die erste Alte Messe in dieser Kirche seit mehr als vierzig Jahren. Auch der Hochaltar des Gotteshauses lag seit Jahrzehnten unbenützt da.
Das berichtete das Regensburger Regionalfernsehen ‘TVA’.
An der heiligen Handlung nahm auch der Bruder des Papstes, Prälat Georg Ratzinger, teil.
Prälat Ratzinger erwähnte nach der Messe auch ein „ein paar Sachen“, die nicht korrekt gelaufen sind: „Es war damals schon falsch, daß man während der Kommunion ein Marienlied musiziert.“
Der Organist hatte das Ave Maria des französischen Komponisten Charles Gounod († 1893) gespielt: „Das hat damals schon nicht gepaßt. Das paßt heute natürlich auch nicht.“
Doch das Regionalfernsehen betont, daß Prälat Ratzinger trotzdem zufrieden sei: „Damit ist er nicht allein.“
Urteile der Gläubigen
Eine ältere Gläubige war überwältigt: „Wunderschön. Wunderschön. Man kann gar nicht sagen, wie schön es war. Es war genauso wie früher.“
Eine 78jährige bekannte sich als „Verehrerin dieser Messe“: „Ich habe das früher noch alles miterlebt. Zudem singe ich in der Alten Kapelle im Chor. Deshalb ist das Latein für mich eine sehr gebräuchliche Sache.“
Auch ein junger Mann äußerte sich enthusiastisch zur zuvor gehörten Messe. Er findet die neue Messe „auch“ schön – „um Gottes willen“. Aber die Alte Messe sei einfach „etwas ganz anderes“:
„Hier kommt das ganze als Heilige Handlung herüber. Es ist einfach erhebend“.
© Bilder: Cathcon
© Video: Regensburger Regionalfernsehen ‘TVA’, Hotlink
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Mittwoch, 10. Oktober 2007 03:43
pfarrverweser1: Der pfarrverwesende Kirchenmusiker möchte dem Kollegen Landorganisten ganz herzlich danken,
dass er das große Leid ob der Hochzeitsmärsche mitträgt. Ich habe mir in den 33 Jahren Organistentätigkeit
angewöhnt, diese unpassenden Stücke nur noch dann zu spielen, wenn das Brautpaar bei anvisiertem Ausbleiben
derselben ins hochzeitsmärschliche Koma zu fallen droht – und weiß mich gottlob von meinem lieben Freund
und Pfarrer darin unterstützt!
Im Übrigen sei jeder Pfarre ihr RK unbenommen. Schließlich wird ja auch im Stephansdom am 2. Sonntag im November das „Maria-Pocs-Amt“ gefeiert. Warum auch nicht? Hier ging es ja um einen ganz normalen „grünen“ Sonntag.
So kann ich nur einen Appell an alle Organisten und Kirchenmusiker in diesem Forum richten: lasst euch nicht unterkriegen! Frei nach dem Motto: „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber in unsrer Kirche nicht!“ (Auch das wollte schon mal ein Brautpaar!!!)
Im Übrigen sei jeder Pfarre ihr RK unbenommen. Schließlich wird ja auch im Stephansdom am 2. Sonntag im November das „Maria-Pocs-Amt“ gefeiert. Warum auch nicht? Hier ging es ja um einen ganz normalen „grünen“ Sonntag.
So kann ich nur einen Appell an alle Organisten und Kirchenmusiker in diesem Forum richten: lasst euch nicht unterkriegen! Frei nach dem Motto: „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber in unsrer Kirche nicht!“ (Auch das wollte schon mal ein Brautpaar!!!)
Dienstag, 9. Oktober 2007 23:04
Rudolfus: @Sacerdos Helveticus / Herzlichen Dank für den Text des Ave Maria Franz Schuberts
Herzlichen Dank für den Hinweis und die Zitierung des Ave-Maria-Gebetes des Ave Maria Franz Schuberts.
Die Modernisten waren in den 1960ern und in den 1970ern so gottlos und antikatholisch, daß sie auch nicht davor haltmachten, selbst die Statuen der allerseligsten Gottesmutter in Kirchen zu zerstören und aus Kirchen zu verbannen – sehr ähnlich wie auch in der Reformation.
Die Modernisten waren in den 1960ern und in den 1970ern so gottlos und antikatholisch, daß sie auch nicht davor haltmachten, selbst die Statuen der allerseligsten Gottesmutter in Kirchen zu zerstören und aus Kirchen zu verbannen – sehr ähnlich wie auch in der Reformation.
Dienstag, 9. Oktober 2007 08:03
landorganist: An dieser Stelle
möchte ich dem pfarrverwesenden Kirchenmusiker, oder war es ein kirchenmusikalischer Pfarrverweser(?),
mal eine
überreichen. Seinen Ausführungen über die „Ave Marias“ kann ich nur vollumfänglich zustimmen.
Dasselbe erleben wir ja täglich mit den allfällig gewünschten Hochzeitsmärschen (Wagner/Mendelssohn)
bei Trauungen, die in der Liturgie ebenfalls nichts zu suchen haben.
Das ausgerechnet fromme Seelen nichtliturgische Musik im Gottesdienst verteidigen, wundert mich allerdings sehr.
Prälat Ratzinger hat mit seinen Ausführungen natürlich recht, auch wenn er Schubert und Bach/Gounod verwechselt hat. Das möge man dem alten Herrn doch nachsehen.
Was der sel. Thomascantor Bach wohl zur Gounodschen Melodei gesagt hätte?
Das ausgerechnet fromme Seelen nichtliturgische Musik im Gottesdienst verteidigen, wundert mich allerdings sehr.
Prälat Ratzinger hat mit seinen Ausführungen natürlich recht, auch wenn er Schubert und Bach/Gounod verwechselt hat. Das möge man dem alten Herrn doch nachsehen.
Was der sel. Thomascantor Bach wohl zur Gounodschen Melodei gesagt hätte?
Sonntag, 7. Oktober 2007 18:23
sacerdos helveticus: Vorrang des Sonntages
Kommt darauf an, welchen Ranges das Fest.
Sonntage im Jahreskreis („grüne Sonntage“) werden verdrängt, wenn ein Herrenfest oder ein Hochfest auf diese fällt. Des Weiteren ist es möglich, an einem Sonntag im Jahreskreis die sogenannte „äussere Feier“ eines Hochfestes zu feiern, dass in die Woche fällt und dort kein gebotener Feiertag ist, und beim Volk beliebt ist.
Zum Beispiel in Deutschland ausserhalb Bayerns „Mariae Himmelfahrt“) oder das Hochfest des Landespatrons u.s.w.
Dies entspricht den geltenden Rubriken.
In der von mir erwähnten Pfarrei ist das Rosenkranzfest so etwas wie ein zweites Patronatsfest (wahrscheinlich gab es früher eine Rosenkranzbruderschaft an dieser Kirche. Die Bruderschaft besteht nicht mehr, aber es wird noch heute am Rosenkranzsonntag eine Prozession gehalten).
Sonntage im Jahreskreis („grüne Sonntage“) werden verdrängt, wenn ein Herrenfest oder ein Hochfest auf diese fällt. Des Weiteren ist es möglich, an einem Sonntag im Jahreskreis die sogenannte „äussere Feier“ eines Hochfestes zu feiern, dass in die Woche fällt und dort kein gebotener Feiertag ist, und beim Volk beliebt ist.
Zum Beispiel in Deutschland ausserhalb Bayerns „Mariae Himmelfahrt“) oder das Hochfest des Landespatrons u.s.w.
Dies entspricht den geltenden Rubriken.
In der von mir erwähnten Pfarrei ist das Rosenkranzfest so etwas wie ein zweites Patronatsfest (wahrscheinlich gab es früher eine Rosenkranzbruderschaft an dieser Kirche. Die Bruderschaft besteht nicht mehr, aber es wird noch heute am Rosenkranzsonntag eine Prozession gehalten).
Sonntag, 7. Oktober 2007 11:51
Freinsberg: @sacerdos helveticus
Und ich dachte, der Sonntag habe Vorrang…
Samstag, 6. Oktober 2007 21:56
sacerdos helveticus: Kalenderfragen @Freinsberg
Sie beziehen sich auf den allgemein gültigen Kalender, berücksichtigen aber nicht Ortstraditionen.
lDer erste Oktobersonntag wird an vielen Orten durchaus auch heute noch als Rosenkranzsonntag begangen, in einer meiner Pfarreien sogar mit einer Prozession (und natürlich auch Festhochamt) , obwohl es sich nicht um das Patrozinium handelt.
Ihnen einen gesegneten 27. Sonntag im Jahreskreis, mir und meiner Pfarrei einen segensreichen Rosenkranzsonntag!
lDer erste Oktobersonntag wird an vielen Orten durchaus auch heute noch als Rosenkranzsonntag begangen, in einer meiner Pfarreien sogar mit einer Prozession (und natürlich auch Festhochamt) , obwohl es sich nicht um das Patrozinium handelt.
Ihnen einen gesegneten 27. Sonntag im Jahreskreis, mir und meiner Pfarrei einen segensreichen Rosenkranzsonntag!
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