Prälat Georg Ratzinger
Schönheitsfehler in der Alten Messe
Die Neue Messe ist „auch schön“. Aber sie ist etwas ganz anderes als die Alte Messe – selbst wenn dort nicht alles den liturgischen Normen entspricht.
Prälat Georg Ratzinger nach der Alten Messe in Regensburg
Prälat Georg Ratzinger nach der Alten Messe in Regensburg
© Cathcon
(kreuz.net, Regensburg) Am 29. September zelebrierte der Geistliche Rat Walter Lang in der Regensburger Stiftskirche St. Johann im überlieferten Ritus.

Es war die erste Alte Messe in dieser Kirche seit mehr als vierzig Jahren. Auch der Hochaltar des Gotteshauses lag seit Jahrzehnten unbenützt da.

Das berichtete das Regensburger Regionalfernsehen ‘TVA’.

An der heiligen Handlung nahm auch der Bruder des Papstes, Prälat Georg Ratzinger, teil.

Prälat Ratzinger erwähnte nach der Messe auch ein „ein paar Sachen“, die nicht korrekt gelaufen sind: „Es war damals schon falsch, daß man während der Kommunion ein Marienlied musiziert.“

Der Organist hatte das Ave Maria des französischen Komponisten Charles Gounod († 1893) gespielt: „Das hat damals schon nicht gepaßt. Das paßt heute natürlich auch nicht.“

Doch das Regionalfernsehen betont, daß Prälat Ratzinger trotzdem zufrieden sei: „Damit ist er nicht allein.“

Prälat Ratzinger bei Alter Messe in Regensburg
Der Bruder des Papstes, Mons. Georg Ratzinger, besuchte am 29. September eine Heilige Messe im überlieferten Ritus.Confiteor - Schuldbekenntnis der Messe.Der Bruder des Papstes wohnt den heiligen Handlungen andächtig bei.

Urteile der Gläubigen

Eine ältere Gläubige war überwältigt: „Wunderschön. Wunderschön. Man kann gar nicht sagen, wie schön es war. Es war genauso wie früher.“

Eine 78jährige bekannte sich als „Verehrerin dieser Messe“: „Ich habe das früher noch alles miterlebt. Zudem singe ich in der Alten Kapelle im Chor. Deshalb ist das Latein für mich eine sehr gebräuchliche Sache.“

Auch ein junger Mann äußerte sich enthusiastisch zur zuvor gehörten Messe. Er findet die neue Messe „auch“ schön – „um Gottes willen“. Aber die Alte Messe sei einfach „etwas ganz anderes“:

„Hier kommt das ganze als Heilige Handlung herüber. Es ist einfach erhebend“.
      
58 Lesermeinungen
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#58   pfarrverweser1   03:43:25 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Der pfarrverwesende Kirchenmusiker möchte dem Kollegen Landorganisten ganz herzlich danken,
dass er das große Leid ob der Hochzeitsmärsche mitträgt. Ich habe mir in den 33 Jahren Organistentätigkeit angewöhnt, diese unpassenden Stücke nur noch dann zu spielen, wenn das Brautpaar bei anvisiertem Ausbleiben derselben ins hochzeitsmärschliche Koma zu fallen droht – und weiß mich gottlob von meinem lieben Freund und Pfarrer darin unterstützt!
Im Übrigen sei jeder Pfarre ihr RK unbenommen. Schließlich wird ja auch im Stephansdom am 2. Sonntag im November das „Maria-Pocs-Amt“ gefeiert. Warum auch nicht? Hier ging es ja um einen ganz normalen „grünen“ Sonntag.
So kann ich nur einen Appell an alle Organisten und Kirchenmusiker in diesem Forum richten: lasst euch nicht unterkriegen! Frei nach dem Motto: „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber in unsrer Kirche nicht!“ (Auch das wollte schon mal ein Brautpaar!!!)
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#57   Rudolfus   23:04:02 | Dienstag, 9. Oktober 2007
@Sacerdos Helveticus / Herzlichen Dank für den Text des Ave Maria Franz Schuberts
Herzlichen Dank für den Hinweis und die Zitierung des Ave-Maria-Gebetes des Ave Maria Franz Schuberts.
Die Modernisten waren in den 1960ern und in den 1970ern so gottlos und antikatholisch, daß sie auch nicht davor haltmachten, selbst die Statuen der allerseligsten Gottesmutter in Kirchen zu zerstören und aus Kirchen zu verbannen – sehr ähnlich wie auch in der Reformation.
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#56   landorganist   08:03:43 | Dienstag, 9. Oktober 2007
An dieser Stelle
möchte ich dem pfarrverwesenden Kirchenmusiker, oder war es ein kirchenmusikalischer Pfarrverweser(?), mal eine :(3 überreichen. Seinen Ausführungen über die „Ave Marias“ kann ich nur vollumfänglich zustimmen. Dasselbe erleben wir ja täglich mit den allfällig gewünschten Hochzeitsmärschen (Wagner/Mendelssohn) bei Trauungen, die in der Liturgie ebenfalls nichts zu suchen haben.
Das ausgerechnet fromme Seelen nichtliturgische Musik im Gottesdienst verteidigen, wundert mich allerdings sehr.
Prälat Ratzinger hat mit seinen Ausführungen natürlich recht, auch wenn er Schubert und Bach/Gounod verwechselt hat. Das möge man dem alten Herrn doch nachsehen.
Was der sel. Thomascantor Bach wohl zur Gounodschen Melodei gesagt hätte?
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#55   sacerdos helveticus   18:23:59 | Sonntag, 7. Oktober 2007
Vorrang des Sonntages
Kommt darauf an, welchen Ranges das Fest.
Sonntage im Jahreskreis („grüne Sonntage“) werden verdrängt, wenn ein Herrenfest oder ein Hochfest auf diese fällt. Des Weiteren ist es möglich, an einem Sonntag im Jahreskreis die sogenannte „äussere Feier“ eines Hochfestes zu feiern, dass in die Woche fällt und dort kein gebotener Feiertag ist, und beim Volk beliebt ist.
Zum Beispiel in Deutschland ausserhalb Bayerns „Mariae Himmelfahrt“) oder das Hochfest des Landespatrons u.s.w.
Dies entspricht den geltenden Rubriken.
In der von mir erwähnten Pfarrei ist das Rosenkranzfest so etwas wie ein zweites Patronatsfest (wahrscheinlich gab es früher eine Rosenkranzbruderschaft an dieser Kirche. Die Bruderschaft besteht nicht mehr, aber es wird noch heute am Rosenkranzsonntag eine Prozession gehalten).
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#54   Freinsberg   11:51:57 | Sonntag, 7. Oktober 2007
@sacerdos helveticus
Und ich dachte, der Sonntag habe Vorrang…
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#53   sacerdos helveticus   21:56:19 | Samstag, 6. Oktober 2007
Kalenderfragen @Freinsberg
Sie beziehen sich auf den allgemein gültigen Kalender, berücksichtigen aber nicht Ortstraditionen.
lDer erste Oktobersonntag wird an vielen Orten durchaus auch heute noch als Rosenkranzsonntag begangen, in einer meiner Pfarreien sogar mit einer Prozession (und natürlich auch Festhochamt) , obwohl es sich nicht um das Patrozinium handelt.
Ihnen einen gesegneten 27. Sonntag im Jahreskreis, mir und meiner Pfarrei einen segensreichen Rosenkranzsonntag!
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#52   Freinsberg   13:31:38 | Samstag, 6. Oktober 2007
Rosenkranzsonntag??
In meinem Direktorium steht beim 7. Oktober:
„27. SONNTAG IM JAHRESKREIS. Der Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz entfällt in diesem Jahr.“
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#51   sacerdos helveticus   11:13:15 | Samstag, 6. Oktober 2007
@pfarrverweser1
Für die Klarstellungen und Präzisierungen Ihnen herzlichen Dank und einen gesegneten Sonntag.
An diesem werden übrigens bei uns durchaus Marienlieder erklingen, da wir den Rosenkranzsonntag begehen.
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#50   pfarrverweser1   23:16:53 | Freitag, 5. Oktober 2007
@ sacerdos helveticus: Maria in der Liturgie
Ja, es gibt eine Version mit dem lateinischen Text, die allerdings sehr holprig ist. Ich habe allerdings nicht gesagt, dass mir die „Meditation“, wie es im Original heißt, von Charles Gounod über das 1. Präludium aus dem WTK I von JSB nicht gefällt. Ich sagte lediglich, dass es abgedroschen sei! Und das deshalb, weil es wie das Amen im Gebet bei jeder Trauung und bei jeder zweiten Beerdigung gesungen (weil gewünscht) wird. Ich wollte auch niemandem meinen Geschmack aufzwingen, denn das war eine Aussage, die ich als seit 33 Jahren tätiger Kirchenmusiker gemacht habe. Gleiches gilt auch für „Ave verum corpus“ und „Locus iste“ (welches ja auch meist völlig unpassend gesungen wird, da diese Motette zum Kirchweihfest gehört).
Ansonsten gebe ich Ihnen durchaus Recht!
Gesegneten Sonntag und schönes Wochenende!
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#49   Benedikt   11:29:28 | Freitag, 5. Oktober 2007
@ GerdEric
Was soll das für ein Gott sein, der von einem Mann erläutert wird, der mal ditt und mal datt sagt?
Da begeben Sie sich aber auf sehr dünnes Eis. Was, wenn jemand unseren gemeinsamen Gott an der doch sehr wankelmütigen Haltung des (von ihm!) auserwählten Volkes misst, von dem die Schrift ausführlich erzählt?
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#48   sacerdos helveticus   23:26:22 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Nochmals: Maria in der Liturgie
Prälat Georg Ratzinger, den ich sonst sehr schätze, hat nicht nur Bach/Gunoud mit Schubert verwechselt, sondern ganz allgemeingesagt, ein Marienlied zur Kommunion „zu musizieren“ habe auch früher nicht gepasst.
Er hat dies so gesagt als gelte dies pro semper und nicht dass dies ausserhalb von Marienmessen wenig angemessen sei.
Dass Ihnen Bach/Gunoud offensichtlich weniger gefällt, ist Ihre Sache, nur sollten Sie Ihren Geschmack nicht unbedingt anderen aufdrängen wollen (natürlich sollen auch Bruckner und Arcadelt zu ihrem Recht kommen dürfen).
Ihren Satz, Schuberts „Ave Maria“ enthalte auser den Worten „Ave Maria“ „keine Worte des Gebetes“ habe ich in der Tat so verstanden, als wollten Sie wie andere Diskussionsteilnehmer dem Text überhaupt den Charakter eines Gebetes absprechen.
Habe übrigens in der Literatur gefunden, dass es auch eine Version des Schubertschen „Ave Maria“ gibt, der der Text des Lateinischen „Ave Maria“ unterlegt wurde. Dieses dürfte man dann aber wohl zu Gehör bringen oder nicht?
Mein Verweis auf Communio-Antiphonen und weitere Texte aus dem Graduale, die die Gottesmuttter direkt ansprechen, sollte auch ein Argument dafür sein, dass auch weitere Marienlieder in der Liturgie gesungen werden dürfen (idealerweise natürlich nicht während der Kommunionausteilung) , weil ja auch durchaus Volksgesänge während der Messe verwendet werden dürfen.
Dass während der Kommunion an Marienfesten z.B.Variationen über Marienlieder vorgetragen werden, ist durchaus angemessen!
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#47   Bokrug †   21:34:25 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@GerdEric:
Sie wollen mich einfach nicht verstehen und verdrehen wider gut talmudisch alles.
Saturn als Synagoge Satans kommt übrigens auch im NT vor…der Fürst dieser Welt…deren König aber der Metathron Christus ist.
Die Planeten-Sphären werden ja auch nur als Analogien verwandt…sie sind nicht identisch mit dem bezeichneten…
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#46   pfarrverweser1   21:31:42 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@ sacerdos helveticus
1. hat diese tridentinische Messe nicht an einem Marienfast stattgefunden, daher meine Kritik (die übrigens auch Georg Ratzinger zu Recht geäußert hat, auch wenn er Schubert mit Bach/Gounod verwechselt hat). Auch ich kenne z.B. den Kommunionvers am H der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (vulgo „Mariä Empfängnis“)!
2. Was Sie als „Blödsinn“ bezeichnen, ist – bis auf das Wort „Mutter“ – Tatsache, denn das ist das einzige Wort des Gedichtes von Walter Scott, das auch im Ave Maria vorkommt. Und so war es gemeint! Ich habe nicht bezweifelt, dass es sich um ein Gedicht in Gebetsform handelt, denn – glauben Sie mir – als (Kirchen-)Musiker kenne ich den Text (und auch das Lied) auswendig, brauchte also nicht Ihr Posting! ABER: dann kann ich ja auch hergehen und ein persönliches Gebet dichten, dann vertonen und zur Kommunion singen. Würde Ihnen das gefallen? Wohl kaum! Wozu gibt es liturgische Texte und Gebete, die in diesem Fall noch dazu nicht von irgendeiner Kongregation für den Gottesdienst erfunden, sondern bei Lk 1,28-31 nachzulesen sind? Die anschließende Bitte: „Sancta Maria, mater Dei, ora pro nobis peccatoribus nunc et in hora mortis nostrae“ steht dort natürlich nicht – nur um weitere vermeintlich nötige Korrekturen zu vermeiden.
In diesem Sinne: lassen wir Schubert im Konzertsaal und Bach/Gounod den Marienfesten, wenn denn diese abgedroschene Bearbeitung von WTK I/1 unbedingt sein muss! Schütz, Arcadelt, Bruckner… gibt es ja auch noch!
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#45   GerdEric   21:26:08 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Saturn und Uranos sind heidnische Götzen,
die manche hier immer wieder und immer wieder vorakauen :-! nur weil ein verwirrter Paulus irgendwelche griechischen Sterne irgendwo hin stellte
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#44   Bokrug †   21:22:22 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Der Königsstern der Juden…
…war bzw. ist Saturn.
Der war auch bei der auf einer römischen antiken Münze abgebildeten Planeten-Konjunktion zu Christi Geburt beteiligt.
Dennoch wird Saturn – der Richter – in Christus noch übersteigert…Uranos…
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#43   GerdEric   21:08:24 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Paulus setzte die 7 Engel, die vor Gottes Thron stehen, den 7 antiken Planeten-Sphären analog.
Was soll das für ein Gott sein, der von einem Mann erläutert wird, der mal ditt und mal datt sagt?
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#42   Bokrug †   21:05:39 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@gerderic:
Auch die chaldäischenm magoi bzw. Sterndeuter huldigten Christus als dem inkarnierten Logos und Lönig des neuen Äons bei seiner Geburt.
Paulus setzte die 7 Engel, die vor Gottes Thron stehen, den 7 antiken Planeten-Sphären analog.
Sternensymboliken findet man auch im Johannes-Evangelium.
Bereits im AT gibt es Christus als Anthropos und Pantokrator – Herrscher des Kosmos.
Grüsse
Bokrug
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#41   GerdEric   20:26:04 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@möchtegern-kathole
ich glaube, Pest und Cholera kamen später :-O
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#40   möchtegern-kathole   19:38:11 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Schön, wie die Alte Messe …
… in aller Munde ist. In dem ihrer Befürworter wie in dem ihrer Gegner: Ähnlich muss es den Heiden zu Zeiten Bonifaz’ ergangen sein: sie durften miterleben, wie da und dort, auf einmal auch hier, und dann auch da, schließlich mehr und mehr und in so mancher ihrer Bollwerke die Messe Einzug hielt – wie sie Schwert und Knüppel überwand, wie von Geisteshand, aus deren Sicht wie eine Seuche bald in aller Land und überall zu spüren war.
Und doch lädt sie alle ein, auch ihre Gegner. Und nein, man bekommt davon nicht einmal Pest oder Cholera.
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#39   iustus   14:37:05 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@Artois
Der Text ist nicht „die Beschreibung eines Gebets“ sondern „ein Gebet“.
Und seit wann darf ich in der Messe nicht mehr beten? Gerade in Kapellen der FSSPX ist das doch sehr verbreitet, dass in der Messe gebetet wird.
Über „passend“ und „unpassend“ kann man streiten, nicht aber darüber, ob es sich bei dem von Sacerdos geposteten Text um ein Gebet handelt.
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#38   GerdEric   13:43:19 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@Benedikt
weshalb ich: entweder kann ein weltliches „Gedicht“ im Nachhinein „geheiligt“ werden, oder aber die Kirchen auf heidnischem Grund tragen zum Verfall der „Kirche“ bei (weil heidnisches synkretistisch das Neue durchsetzt) .
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#37   Artois †   11:53:15 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@Sacerdos
Der Text ist eindeutig die Beschreibung eines Gebetes. Aber singen Sie ihn ruhig in der Messe. Bringt heute jedenfalls i. A. immerhin Niveauzuwachs. Schubert ist immer o.k.
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#36   Benedikt   11:38:35 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@ GerdEric
entweder kann ein weltliches „Gedicht“ im Nachhinein „geheiligt“ werden, oder aber die Kirchen auf heidnischem Grund tragen zum Verfall der „Kirche“ bei.
Diese Schlussfolgerung ist mir nicht klar. Es kann sicher nicht jedes x-beliebige weltliche Gedicht im Nachhinein geheilgt werden, wohingegen jede Kirche oder Kapelle immer ein geheiligter Ort ist.
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#35   GerdEric   11:35:06 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@Benedikt
entweder kann ein weltliches „Gedicht“ im Nachhinein „geheiligt“ werden, oder aber die Kirchen auf heidnischem Grund tragen zum Verfall der „Kirche“ bei.
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#34   sacerdos helveticus   11:26:14 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Schuberts „Ave Maria“
Pfarrverweser1 schreibt:
Weiters: es wäre ja schon das Ave Maria von Bach/Gounod zur Kommunion fehl am Platz. Aber es gibt wenigstens den (lateinischen) Originaltext (allerdings unter Auslassung von „mater Dei“) wieder. Jenes so genannte „Ave Maria“ von Schubert hat jedoch weder mit Liturgie zu tun, noch heißt es „Ave Maria“. Der Titel lautet: „Gebet einer Jungfrau“. Außer „ave Maria“ zu Beginn jeder Strophe kommt kein einziges Wort des Gebetes darin vor!
Warum das Ave Maria von Bach/Gunoud zur kommunion zumindest an Marienfesten fehl am Platze sein soll, ist wirklich unerfindlich. Denn sogar die traditionellen Gesangstexte der Liturgie kennen Communiogesänge, die sich direkt an die Gottesmutter richten (2 Beispiele habe ich unten gepostet).
Dass im Text des Schubertschen „Ave Maria“ kein Wort des Gebetes vorkommt, ist ja wohl auch Blödsinn. Der von mir gepostete Text zeigt doch klar, dass der ganze Text die Form eines Gebetes an Maria hat!
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#33   Benedikt   11:03:05 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@ GerdEric: Heidnischer Grund
Und? Was wollen Sie damit sagen?
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#32   GerdEric   10:45:37 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Nunja
der Titel „Ponitfex Maximus“ ist auch nicht auf christlichem Boden gewachsen…
und Kirchen auf heidnischem Grund erbaut wurden.
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#31   sacerdos helveticus   10:33:27 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Schuberts „Ave Maria“
Hier der Text von Schuberts „Gebet einer Jungfrau“, oft auch Ave Maria genannt:
Ave Maria!
Jungfrau mild,
Erhöre einer Jungfrau Flehen,
Aus diesem Felsen starr und wild
Soll mein Gebet zu dir hin wehen,
Zu dir hin wehen.
Wir schlafen sicher bis zum Morgen,
Ob Menschen noch so grausam sind.
O Jungfrau, sieh der Jungfrau Sorgen,
O Mutter, hör ein bittend Kind!
Ave Maria!
Ave Maria
Unbefleckt!
Wenn wir auf diesen Fels hinsinken
Zum Schlaf, und uns dein Schutz bedeckt,
Wird weich der harte Fels uns dünken
Du lächelst, Rosendüfte wehen
In dieser dumpfen Felsenkluft.
O Mutter, höre Kindes Flehen,
O Jungfrau, eine Jungfrau ruft!
Ave Maria!
Ave Maria!
Reine Magd!
Der Erde und der Luft Dämonen,
Von deines Auges Huld verjagt,
Sie können hier nicht bei uns wohnen
Wir woll’n uns still dem Schicksal beugen,
Da uns dein heilger Trost anweht;
Der Jungfrau wolle hold dich neigen,
Dem Kind, das für den Vater fleht!
Ave Maria!
Das Lied mag Bestandteil eines Werkes profanen Charakters sein und es handelt sich sicher nicht um einen liturgischen Text.
Dennoch ist der Text in Form eines Gebetes gefasst und nennt z.B. die Jungfrau Maria „Jungfrau mild“,unbefleckt“, „reine Magd“.
Es mag dieses Lied dem einen oder anderen recht sentimental erscheinen (gilt aber auch für andere Marienlieder), doch es enthält nichts, was gegen den Glauben wäre .
Zumindest an einem Marienfest dürfte dieser Gesang, sei es rein instrumental oder von einer Solistin vorgetragen doch durchaus innerhalb der Liturgie ertönen.
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#30   pfarrverweser1   10:04:10 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@ Artois: So ist es!
Eigentlich heißt es „Hymne an die Jungfrau“ und stammt aus Walter Scotts „Fräulein vom See“. Und damit ist nicht der von Tiberias gemeint… :-]
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#29   Artois †   09:04:24 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Das „Gebet einer Jungfrau“
von Schubert ist die Vertonung eines säkularen Gedichtes von Walter Scott, nämlich Ellens Gesang III, übersetzt von Adam Storck. Mit der Liturgie hat es wirklich überhaupt nichts zu tun. Ich glaube „Pavarotti“ sang es anläßlich der Bestattung angeblicher Opfer von 09-11. Das war wirklich scheußlich …
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#28   misterunknown   01:23:40 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
@mitten drin statt nur dabei
hallo! Mich wundert, daß Ihnen hier noch niemand mal höflich die Meinung sagt. Da es spät ist nur kurz nachgefragt: warum sind Sie der Meinung, daß Marienlieder am besten ganz wegfallen sollen? Welches Problem haben Sie mit dem Konzil von Trient? Ich finde ein Marienlied zur Spendung der Kommunion auch nicht wirklich paßend, auch wenn ich vielen Vorednern in einigen Punkten Recht gebe, auch „muß“ nicht jede Messe ein Marienlied enthalten, aber ganz auf maria zu verzichten widerspräche doch diametral dem Glauben und der liturgischen Tradition aller Zeiten. Lex orandi – lex credendi… Wenn Maria aus dem Gebetsleben und der Liturgie verschwindet, schwindet auch der Glaube an Sie als Fürsprecherin, als Gottesmutter (Theotokós) noch mehr als schon bislang; ein „gesundes“ maß Marienverehrung ohne jede falsche Überzeichnung ist zutiefst christlich und ihr entsprechend, im Hinblick auf ihre bedeutende Stellung im Heilsplan Gottes.
P.S. Und Ihre Mutmaßungen, man könne ja „im Auftrag“ des Konzils von Trient jetzt wieder der Bischöfen Lustschlösser bauen und Juden verfolgen sind absolut daneben und anachronistisch!
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#27   pfarrverweser1   01:16:08 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
Erschütternde Ahnungslosigkeit – leider auch bei Georg Ratzinger…
… oder nur ein Versprecher seinerseits?
Jedenfalls skandalös ist die Tatsache, dass der Artikelschreiber völlig unreflektiert Ratzinger zitiert und nicht merkt, dass das, was der Organist (und nicht „die Orgel“, denn die erklingt nicht von selbst!!) da spielt, von Schubert ist!!! Für wie blöd hält er die Leser denn? Die Antwort liegt auf der Hand, wenn man bedenkt, dass erst das 12. Posting (!!) als einziges (!!) auf diesen Fehler hinweist! Was zeigt: wenn man von (Kirchen-)Musik keine Ahnung hat, sollte man nicht darüber schreiben: si tacuisses!
Weiters: es wäre ja schon das Ave Maria von Bach/Gounod zur Kommunion fehl am Platz. Aber es gibt wenigstens den (lateinischen) Originaltext (allerdings unter Auslassung von „mater Dei“) wieder. Jenes so genannte „Ave Maria“ von Schubert hat jedoch weder mit Liturgie zu tun, noch heißt es „Ave Maria“. Der Titel lautet: „Gebet einer Jungfrau“. Außer „ave Maria“ zu Beginn jeder Strophe kommt kein einziges Wort des Gebetes darin vor! Was also hat dieses Lied, so „rührend“ es auch sein mag, überhaupt in irgendeiner Art von Liturgie verloren? NICHTS!
Wie ich schon öfter hier geschrieben habe: Wissen ist Macht – nichts Wissen macht auch nichts! Die Beweise hiefür findet man allabendlich hier!
Und jenen, die nach jedweder Art von Gottesdienst, sei es auch eine Tauffeier, eine Trauung od. eine Vesper, meinen: des war a schöne Mess!, kann man getrost „Candle in the wind“ vorsetzen, nicht nur bei einer Feldmesse – ob im VOM od. NOM – wurscht!
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#26   Robert Ketelhohn   00:41:40 | Donnerstag, 4. Oktober 2007
qua re fremuerunt gentes
Na, hier tobt ja die heidnische Vielgötterei und läßt uns in der Kommunion göttliche Quaternitäten naschen. Mahlzeit.
Ich empfehle der Redaktion, auch in den Leserdiskussionen endlich auf die Einhaltung gewisser christlicher Minimalstandards zu achten.
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#25   Rudolfus   23:32:33 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Marienlieder auch in anderen Teilen der heiligen Messe und während der Kommunion
Selbstverständlich ist die allerseligste Gottesmutter auch und gerade beim Kommunionteil in der hl. Messe präsent.
Die allerseligste und durch die Gnade Gottes ohne Erbsünde empfangene Jungfrau und Mutter Gottes ist von der Gegenwart des himmlischen Christus seit ihrer Aufnahme in den Himmel mit Leib und Seele nicht mehr zu trennen.
Wo immer Christus ist, ist seit diesem Zeitpunkt der Aufnahme in den Himmel auch Seine Mutter.
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#24   Burgorus   21:10:04 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
@Tarcisius: „nicht gnadenreich“ kann nicht stehen gelassen werden
Ich hatte geschrieben und Sie haben zitiert:
dass eine heilige Kommunion ohne die Mutter mitanzurufen, nicht gnadenreich sei.
Das „nicht gnadenreich“ war von mir als kurzes Schlagwort gewählt, das – und da haben Sie recht – so nicht stehen gelassen werden kann. Ich muss es, so gut ich kann, nun etwas ausführlicher formulieren. Es hat ungefähr so geheißen, dass eine Kommunion ohne Miteinbeziehung der Mutter Jesu das Herz nicht erweiche oder nicht milder mache. Das muss nicht heißen, dass sie nicht gnadenreich sei; dabei muss meine Formulierung „Miteinbeziehung“ nicht unbedingt Anrufung bedeuten, sondern vielleicht auch, dass man in Liebe an sie denkt oder sich ihrer Mittlerrolle bewusst ist oder Ähnliches.
Empfängt man nun bei der Kommunion auch Maria?
Na klar! Man empfängt nicht nur den Leib Jesu, sondern auch die ihm innewohnende Gottheit, die unzertrennbar in der Dreieinigkeit mit Vater und heiligen Geist verbunden ist, weswegen man auch Vater und Heiligen Geist empfängt; und wo der heilige Geist ist, wo der Sohn ist, ist auch die Braut bzw. die Mutter. Nur was den Leib als solchen betrifft, empfangen wir ausschließlich den Leib Christi. Allerdings sollte man auch hier nicht vergessen, dass Christus eben diesen Leib wiederum von seiner Mutter erhalten hat.
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#23   palestrina   20:27:11 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
@sacerdos
Recht haben Sie.
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#22   sacerdos helveticus   20:16:21 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Maria in der Liturgie
palestrina schreibt:
komisch ist nur, dass die Kirche so wenig von der wahren Frömmigkeit versteht und im allgemeinen keine Marienlieder als Communiotext kennt.
Was Palestrina schreibt, gilt eben nur im Allgemeinen und nicht im Besonderen. Denn es gibt durchaus auch Communiotexte, die sich direktan Maria wenden (dass Introitus, Graduale und Offertorium dies nicht selten tun, habe ich bereits erwähnt. So lautet die Communioantiphon vom Skapulierfest (11.Juli): „Maria, hocherhabene Königin der Welt, allzeit reine Jungfrau, bitte für uns um Frieden und Heil! du hast ja geeboren den Heiland aller, Christus, den Herrn!“ („regina mundi dignissima…“).
auch die Communio-Antiphon vom Fest der Immaculata Conceptio wendet sich direkt an Maria: Rruhmvolles sagt man von dir, Maria; denn Grosses hat an dir getan der Mächtige“(„Gloriosa dicta sunt de te“
Selbstverständlich gilt dies nur für Marienfeste oder Votivmessen zu Ehren der Gottesmutter. Ein marianisches Lied am Fest des Erzengels Michael als Kommmuniogesang bzw. Orgelspiel zur Kommunionausteilung ist in der Tat weniger passend.
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#21   palestrina   19:37:51 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Komisch
ist nur, dass die Kirche so wenig von der wahren Frömmigkeit versteht und im allgemeinen keine Marienlieder als Communiotext kennt.
Da Maria immer bei ihrem Sohn ist, können wir dann aber auch an allen anderen Stellen nur noch Marienlieder singen, nicht wahr?
Nein, nein, hier hat ein Organist gedacht „ah alte Messe, da kommen die ganz von gestern und da passen halt die Mißbräuche von vor 40 Jahren am besten und ausserdem habe ich das Ave Maria letzten Samstag zur Hochzeit gespielt und alle waren soooo ergriffen und dankbar“! So wird das gewesen sein. :-!
Und er hat das Klischee richtig eingeschätzt…
Trotzdem ist das falsch. Und den Bruder des Papstes und langen Dirigenten der Regensburger Domspatzen über passende Musik belehren zu wollen, ist an sich schon ein Witz. :-D :-D
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#20   iustus   18:25:38 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
@ Mitten drin statt nur dabei
Ja, ja, nach einem Konzil wird so mancher Unsinn behauptet, im Bezug auf das Zweite Vatikanische z.B.
– das Konzil habe die „Volksaltäre“ vorgeschrieben
– das Konzil habe das Latein abgeschafft
– …
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#19   Sulpicius   17:56:59 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Hst. H. Domkapellmeister Ratzinger a.D…
… mögen wohl den Herrn Orgelprofessor Düchtel nicht? ^-^
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#18   Mitten drin statt nur dabei   17:44:12 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
@ Tarcisius
Danke, Tarcisius!
Letzten Endes kommen solche Marienverehrer noch auf die Idee, dass sie in der Kommunion Maria und nicht mehr Christus empfangen.
Und der Rückgriff auf das Tridentinum ist hier immer eine tolle Ausrede, um alles zu entschuldigen.
Bestimmt behaupten irgednwelche Idioten im Auftrag des Tridentinum, dass …
– Juden verfolgt werden müssen.
– Bischöfen Lustschlösser gebaut werden müssen.
– …
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#17   Tarcisius   16:34:08 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
gnadenreiche Kommunion nur mit Maria???
Die Mutter ist immer bei ihrem Sohn. Ich weiß jetzt nicht mehr, wo ich es gelesen habe, könnte sein, bei Ludwig Maria von Montfort, aber hier hat es geheißen,dass eine heilige Kommunion ohne die Mutter mitanzurufen, nicht gnadenreich sei. Man sollte bei jeder Kommunion
>:) läßt grüßen.
Das ist Häresie.
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#16   sacerdos helveticus   15:31:17 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Maria in der Liturgie
Tridentinus behauptet, ein Marienlied passe nicht zur Kommunion.
Ein Marienlied zur Kommunion sollte nicht die Regel sein, lässt sich in besonderen Fällen aber durchaus rechtfertigen, zumal an Marienfesten (der 29. September war aber in der Tat kein Marienfest). Vor Allem, wenn während der Kommunionausteilung die Orgel spielt und später während der Purifikation ein Marienlied gesungen wird. Besser wäre es aber, man sänge ein Marienlied nach Abschluss der Messe (nach dem Schlussevangelium).
Immerhin „singt die Kirche auch im Alten Ritus ein Marienlied“ zum Mindesten zum Eingang und zum Offertorium in Marienmessen. So heisst z.B. der Offertoriumsvers der Marienmessen für die Zeit nach Weihnachten bis zum Lichtmesstag: „Selig bist du Heilige Jungfrau Maria und allen Lobes überaus würdig, denn aus dir ging hervor die Sonne der Gerechtigkeit, Christus, unser Gott“, ähnliches gilt für Introitus und Graduale (Zwischengesänge), wo die Allerseligste Jungfreua in den Gesangstexten nicht selten direkt angesprochen wird.
Zur Gnadenmittlerschaft Mariens: Diese Auffassung ist nicht dogmatisiert, gehört aber dennoch zum Glaubensgut der Kirche.
So hat die Kirche eine Messe mit dem Titel „Maria Mittlerin aller Gnaden“ approbiert. Dort heisst es im Tagesgebet: Herr Jesus Christus, unser Mittler beim Vater, du hast die selige Jungfrau, deine Mutter auch zu unserer Mutter und Mittlerin bei dir auserwählt, …
Durch die Approbation des Titels und der Messfeier wird die Auffassung akzeptiert.
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#15   Bokrug †   14:31:27 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Nein…
…sie könnten mich eher Markus nennen.
Meinetwegen auch Duns Scotus oder Scotus Eriugena.
Vielleicht auch Pelagius.
Oder Trithemius als Abt von Tritheim oder Sponheimer.
Eventuell auch Origenes. Oder Klemens von Alexandrien.
Oder Philo von Alexandrien.
Meinetwegen auch Nikolaus von Kues, Pico della Mirandola oder Reuchlin.
Wie wäre es meinetwegen auch mit Dionysios dem Pseudo-Aeropagita.
Bereits bei Paulus finden sie übrigens die Engel der 7 Gemeinden analog zu den 7 antiken Planeten-Sphären des Mittel- und Neuplatonismus gesetzt.
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#14   Heinz Josef   14:19:02 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Bokrud, heißen Sie
nicht vielmehr Markion?
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#13   Bokrug †   14:15:51 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Maria…
…ist laut Christus die Mutter der Kirche.
Der Heilige Geist wirkt laut NT und Urchristentum in ihr und durch sie.
Maria ist die Mutter Christi.
Und der Heilige Geist als Ruach Elohim und Sophia ist natürlich immer mit Christus verbunden…
Im im Mittelalter mit kirchlicher Erlaubnis gelesensen apokryphen Hebräer Evangeium bezeichnet er ihn sogar als seine liebe Mutter.
Im Mittelalter verbot die Kirche Laien das ALTE Testament zu lesen ohne geistige Begleitung…und dies nicht ohne Grund.
Christus hat eben nicht mehr den zornigen JHWH als mosaisches Gottesbild verkündet.
Grüsse
Bokrug
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#12   Mitten drin statt nur dabei   14:03:14 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Schmarrn!
1) Warum soll ich ein Marienlied singen, wenn ich Jesus Christus empfange!?! Das könnte man folgendermaßen vergleichen: ich kaufe einen BMW und bezahle bei Audi.
Marienlieder sind tabu, am besten immer!!!
2) Es handelt sich nicht um das „Ave Maria“ von Bach-Gounod, sondern um das von Schubert!
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#11   Bokrug †   13:59:27 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
@Heinz Josef: Maria ist laut Chisti Wortem am Kreuz Mutter der Kirche
Noch ein Hinweis:
Im AT kommt der Heilige Geist als RUACH ELOHIM in der Genesis vor…weibliche Wortform im Hebräischen, und wortwörtlich über dem Wasser „brütend“.
Später auch Sophia.
Maria ist Analog zum Heiligen Geist.
In Neuen Testament und im Urchristentum wird die These vertreten, dass Maria analog zum Heiligen Geist ist – das heißt nicht identisch. Der Heilige Geist wirkt (AUCH) in und durch Maria.
Denn der Heilige Geist als Ruach Elohim ind 3. Person der Trinität ist zu abstrakt und ätherisch – als das er ohne eine Mittlerin wie Maria auskäme.
Maria wurde nach Christi Worten am Kreuz und nach jüdischem Recht zur Mutter der Apostel (unter denen Johannes der erste war und am Kreuz stand) erklärt.
Maria wurde so zur Mutter der Kirche. Die erste Frau an der Spitze der Kirche, wenn man so will. Diakonninnen und Pophetinnen kommen im NT vor (auch Vorlesserinen) …wie auch Prophetinnen im AT vorkommen.
Der Heilige Geist (Sophia, Ruach Elohim, Paraklet) wirkt in und duch die Kirche.
Er lebt nach katholischer Lehre in der Kirche.
Und ist Schützer gegen die Anklagen Satans.
Heilig-Geist Messen sind nötig!
Lesen sie mal Friedrich Schiller „Die Räuber“. Denken sie über die Figur des SPIEGELMANN dort nach…lesen sie auch über Kaufmannslogen wie den venezianischen Ordo Bucentauro in seinem Roman „Der Geisterseher“ (Venedig = Schein-Republik, Seemacht, Handelskapital und wucherisches Finanzkapital regierten dort…gnadenlos…).
Rothschild ist Mitglied in der deutschen Freimaurerei…!
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#10   Heinz Josef   13:39:42 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Und ist nicht die Gottesmutter die Mittlerin aller Gnaden?
Seit wann gehört das zum christlichen Glauben?
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#9   Burgorus   13:36:22 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Die Gnade der würdig empfangenen heiligen Kommunion
ist mit Sicherheit eine der größten, die es gibt, wenn nicht die größte überhaupt. Und ist nicht die Gottesmutter die Mittlerin aller Gnaden? Natürlich ist sie das. Also sollte sie bei dieser so großen Gnade, dass Gott im Herzen des Menschen Wohnung nimmt, nicht außer Acht gelassen werden.
Mag das jemand als Frömmelei bezeichnen! Mir ist das egal. Die Stolzen werden es nie begreifen, dass es immer die Mutter ist, die für die Auserwählung sorgt. Jakob wurde das auserwählte Volk, weil er auf seine Mutter Rebekka gehört hat. Und zur Braut Christi werden diejenigen geformt, die stets die Mutter Maria anrufen oder zumindest dann, wenn’s um den Höhepunkt im Leben geht, der bräutlichen Vereinigung Gottes mit dem Menschen, eben der heiligen Kommunion.
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#8   Tridentinus   12:50:38 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Mit irgendwie fromm klingenenden „Argumenten“
kann man sich alles hinbiegen! Selbstverständlich passt ein Marienlied nicht zur Komunionspendung. Dazu sollte möglichst die Communio-Antiphon (ggf um Psalmverse erweitert) gesungen werden.
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#7   Komma   12:30:00 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Hl. Messe in Regensburg – jetzt mit funktionierenden LINKS
Über die Hl. Messe in der überlieferten Form Regensburg gibt es auch Infos unter:
www.introibo.net www.introibo.net/missaorga.htm
Der akt. Stand für Regensburg:
D-93047 Regensburg:
Ab 10.10. jeden Mittwoch um 17 Uhr in Maria Schnee.
Infos auch unter:
www.alte-messe-regensburg.12see.de …messe-regensburg.12see.de/
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#6   Defensor Fidei   12:21:03 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
@ Libertas Ecclesiae: Messen in Regensburg
War das jetzt eine einmalige Messfeier in Regensburg, oder soll es dort künftig regelmäßige Gottesdienste im alten Ritus geben?
Die Messe am 29. September war kein einmaliges Ereignis. Schon am 2. Oktober gab es in der gleichen Kirche die nächste Hl. Messe im überlieferten Ritus. Ein Priester feierte dort sein Priesterjubiläum. Außerdem ist in St. Johann auch eine regelmäßige Sonntagsmesse geplant. Näheres wird noch bekanntgegeben.
Daneben wird es ab Mittwoch dem 10. Oktober auch regelmäßige wöchentliche Werktagsmessen um 17:00 Uhr (16:30 Uhr Rosenkranz) in der Kapelle Maria Schnee geben. Geplant waren ursprünglich übrigens vier Messen unter der Woche, jedoch soll die Kapelle nach offiziellen Angaben – wers glaubt steht auf einem anderen Blatt – wegen anderweitiger Benutzung nicht zur Verfügung stehen.
P.S.1: Es sei noch hinzugefügt, daß die Kirche bei der ersten Hl. Messe am 29. Oktober bis unters Dach gefüllt war. Und das obwohl im Vorfeld nicht die Werbetrommel gerührt worden ist.
P.S.2: Der Luthertisch wurde für die Feier der Hl. Messe natürlich weggeräumt.
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#5   Komma   12:14:11 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Hl. Messe in Regensburg
Über Hl. Messen in der überlieferten Form gibt es Infos auf:
www.introibo.net/gruppenbildung.htm www.kreuz.net/
Nach derzeitigem Stand:
D-93047 Regensburg:
Ab 10.10. jeden Mittwoch um 17 Uhr in Maria Schnee.
Infos: www.alte-messe-regensburg.12see.de www.kreuz.net/
o^/
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#4   Burgorus   11:39:14 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Nichts passt besser zur hlg. Kommunion als das musizierte Marienlied des Komponisten Charles Gounod
Warum? Erstens, weil ein Marienlied zur heiligen Kommunion am besten passt, und zweitens, weil die Melodie des Ave Maria des französischen Komponisten Charles Gounod († 1893) mit Abstand die schönste ist.
Irgendwie muss ich zuvor versehentlich eine Taste gedrückt haben, die mein Posting vorschnell abgeschickt hat. Ich wollte noch sagen: Man sollte vor jeder Kommunion Maria bitten, unser Herz ihrem Sohn für eine würdige Kommunion zu bereiten. Ebenso sollte man nach der heiligen Kommunion Jesus bitten, seine Mutter in uns wirken zu lassen!
Vergesst das bitte nicht! Aber wie vergesslich sind wir Menschen doch immer wieder! So ein musiziertes Marienlied erinnert uns aber wieder daran, vorausgesetzt, man erkennt an der Melodie, dass es sich hier um das Ave Maria handelt. Ob dieser Erinnerungsfunktion gibt es also nichts Passenderes als das Musizieren eines schönen Marienliedes.
Gratulation an den- oder diejenigen, die das Musizieren dieses Liedes beschlossen haben.
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#3   Libertas Ecclesiae   11:13:25 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Messsfeiern im überlieferten Ritus in Regensburg
War das jetzt eine einmalige Messfeier in Regensburg, oder soll es dort künftig regelmäßige Gottesdienste im alten Ritus geben?
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#2   Burgorus   11:12:15 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Ein Marienlied sei unpassend? So ein Schmarrn!
Nichts passt besser zur heiligen Kommunion als „ein Marienlied zu musizieren“. Ein Marienlied singen ist kaum möglich, da die Leute den Leib Christi im Mund haben und nicht zerkauen sollen, um ihn möglichst schnell runterschlucken zu können.
Die Mutter ist immer bei ihrem Sohn. Ich weiß jetzt nicht mehr, wo ich es gelesen habe, könnte sein, bei Ludwig Maria von Montfort, aber hier hat es geheißen, dass eine heilige Kommunion ohne die Mutter mitanzurufen, nicht gnadenreich sei.
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#1   nonnobisdomine   11:01:27 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Frage an den „enthusiastischen jungen Mann“:
Was kommt denn bei der Feier der Hl. Messe im NOM „rüber“?
Antworten wird er hier vermutlich nicht. Jedoch weiß ich, was er meint: Die Zelebrateion des „ordentlichen Ritus“, so wie er in den heutigen Kirchen und Kapellen zelebriert wird (oftmals auch gegen die liturgischen Vorschriften) ist reines „Menschenwerk“. Nicht mehr Gott wird geheiligt, sondern die Gemeinde feiert sich selbst.
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