Das ist das Tolle an diesem Fest
Fünfzehn Krüge stemmt der Priester nur zu Showzwecken: „Gerade bei Italienern kann das sehr trinkgeldfördernd sein.“
(kreuz.net) Während des Jahres betreut Pfarrer Rainer Maria Schießler (46) die Pfarre Sankt Maximilian
im Münchner Glockenbachviertel.
Im Urlaub arbeitet er als Kellner beim Münchner Oktoberfest.
Statt Hostien und Meßwein kredenzt der Geistliche dann Brathähnchen und Bier – so die Tageszeitung ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ in einem Artikel von Friedrich J. Schmidt vom 26. September.
Pfarrer Schießler weiß, was die Menschen beim Oktoberfest suchen: „Sie haben Sehnsucht nach Glück, nach bleibender Geborgenheit – das ist das Tolle an diesem Fest.“
Die ‘Frankfurter Allgemeine’ ergänzt diese Aussage mit dem Hinweis auf die Kleideraufschrift eines Bierkunden: „I’m only here for the beer.“
Der Priester ist Kellner Nummer 162. Er bedient an acht Holztischen mit Bänken zu beiden Seiten bis zu 150 Gäste gleichzeitig – manchmal sechzehn Stunden am Tag.
Seine Kellnerkarriere begann letztes Jahr beim Neujahrsempfang der Münchner CSU. Damals stand der Pfarrer zufällig neben dem Sohn des „Schottenhamel“-Festwirts.
„Ich wollte da mal rausgehen“ – erklärt der Priester vor der ‘Frankfurter Allgemeinen’.
Pfarrer Schießler fragte den Sohn des Wirtes, ob er bei der nächsten Wiesn als Kellner arbeiten könnte und bekam eine Zusage.
Früher habe er zu Wiesnzeiten jedes Jahr fünf Kilogramm zugenommen, erzählt der Geistliche. Jetzt verliert er als Kellner Gewicht:
„Fünfzehn Krüge stemme ich nur zu Showzwecken. Gerade bei Italienern kann das sehr trinkgeldfördernd sein“ – erklärt er vor der ‘Frankfurter Allgemeinen’.
Wie alle Wiesnkellner arbeitet der Priester auf eigene Rechnung. Er kauft vom Wirt Biermarken für 7,10 Euro und verkauft die Maß für 7,90 Euro. Hinzu kommt das Trinkgeld.
Seinen Gewinn spendet er für ein Sozialprojekt in der Elfenbeinküste: „Viele tausend Euro.“
Als Missionar ist der Geistliche beim Kellnern nicht tätigt. Dafür hat er auch keine Zeit.
An Heiratsanträgen mangelt es dem Priester während der Wiesnzeit nicht. Er weist sie jedoch zurück – der Zölibat gilt auch auf dem Oktoberfest.
Die kirchlichen Vorgesetzten sind mit dem Ferienjob des Priesters „überhaupt nicht einverstanden“. Immer wieder werde ihm vorgeworfen, sein Zweitberuf mache den Priesterberuf lächerlich.
Doch Hw. Schießler sieht sich in der Tradition des Zöllners Matthäus, der wegen seines Berufs von allen gemieden wurde.
© Titelbild: Mohan S, CC
© Bild Oktoberfest: Michael Chlistalla, GNU
Im Urlaub arbeitet er als Kellner beim Münchner Oktoberfest.
Statt Hostien und Meßwein kredenzt der Geistliche dann Brathähnchen und Bier – so die Tageszeitung ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ in einem Artikel von Friedrich J. Schmidt vom 26. September.
Pfarrer Schießler weiß, was die Menschen beim Oktoberfest suchen: „Sie haben Sehnsucht nach Glück, nach bleibender Geborgenheit – das ist das Tolle an diesem Fest.“
Die ‘Frankfurter Allgemeine’ ergänzt diese Aussage mit dem Hinweis auf die Kleideraufschrift eines Bierkunden: „I’m only here for the beer.“
Der Priester ist Kellner Nummer 162. Er bedient an acht Holztischen mit Bänken zu beiden Seiten bis zu 150 Gäste gleichzeitig – manchmal sechzehn Stunden am Tag.
Seine Kellnerkarriere begann letztes Jahr beim Neujahrsempfang der Münchner CSU. Damals stand der Pfarrer zufällig neben dem Sohn des „Schottenhamel“-Festwirts.
„Ich wollte da mal rausgehen“ – erklärt der Priester vor der ‘Frankfurter Allgemeinen’.
Pfarrer Schießler fragte den Sohn des Wirtes, ob er bei der nächsten Wiesn als Kellner arbeiten könnte und bekam eine Zusage.
Früher habe er zu Wiesnzeiten jedes Jahr fünf Kilogramm zugenommen, erzählt der Geistliche. Jetzt verliert er als Kellner Gewicht:
„Fünfzehn Krüge stemme ich nur zu Showzwecken. Gerade bei Italienern kann das sehr trinkgeldfördernd sein“ – erklärt er vor der ‘Frankfurter Allgemeinen’.
Wie alle Wiesnkellner arbeitet der Priester auf eigene Rechnung. Er kauft vom Wirt Biermarken für 7,10 Euro und verkauft die Maß für 7,90 Euro. Hinzu kommt das Trinkgeld.
Seinen Gewinn spendet er für ein Sozialprojekt in der Elfenbeinküste: „Viele tausend Euro.“
Als Missionar ist der Geistliche beim Kellnern nicht tätigt. Dafür hat er auch keine Zeit.
An Heiratsanträgen mangelt es dem Priester während der Wiesnzeit nicht. Er weist sie jedoch zurück – der Zölibat gilt auch auf dem Oktoberfest.
Die kirchlichen Vorgesetzten sind mit dem Ferienjob des Priesters „überhaupt nicht einverstanden“. Immer wieder werde ihm vorgeworfen, sein Zweitberuf mache den Priesterberuf lächerlich.
Doch Hw. Schießler sieht sich in der Tradition des Zöllners Matthäus, der wegen seines Berufs von allen gemieden wurde.
© Titelbild: Mohan S, CC
© Bild Oktoberfest: Michael Chlistalla, GNU
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Samstag, 6. Oktober 2007 00:12
santo domingo: @ Natürlicher Beobacher
Sie sind noch nicht lange hier, wie ich annehme?
Wie immer, willkommen bei kreuz.net!
Wie immer, willkommen bei kreuz.net!
Freitag, 5. Oktober 2007 23:58
monti: Natürlicher Betrachter
Ich dachte das Kreuz.net
ist keine Klatschzeitung.
Äähh, ja was denn sonst ?
ist keine Klatschzeitung.
Äähh, ja was denn sonst ?
Freitag, 5. Oktober 2007 18:08
Natürlicher Betrachter: Warum
ist das so wichtig? Es gibt doch überal verkehrte Dinge, die von Geistlichen begangen werden. Ich dachte
das Kreuz.net
ist keine Klatschzeitung.
ist keine Klatschzeitung.
Freitag, 5. Oktober 2007 15:16
Artois †: @Ansgar
Was ist denn nun schon wieder los? Was war der Inhalt Ihrer Ermahnungen?
Freitag, 5. Oktober 2007 15:05
Ansgar: @ A. Bischof
Es tut mir leid, wenn der Eindruck einer Verurteilung von Anhängern der FSSPX in toto entstanden ist. Ich sprach, wie richtig von Teilnehmer Heinz Josef bemerkt, von manchen (!) Apologeten. Natürlich gibt es intelligente Piusse mit guter Theologie und einwandfreiem Auftreten, ich zähle nur als Beispiel Teilnehmer Maurice Corvisier dazu. Aber die Pöbel-Fraktion ist nun mal laut und muß ab und an auf’s freche Mundwerk geklopft werden.
Freitag, 5. Oktober 2007 14:40
Alois Bischof: @Ansgar
Es entspricht Ihrem eigenen Vorurteil, daß unredliche Schreiberlinge hier der „Piusbruderschaft“ entstammen
müssen. In der FSSPX gibt es sehr viele redlich und zum Teil hochausgebildete (bis zum Professorat) Priester
die auf intellektueller und respektvoller Ebene mit z.B. einem Atheisten sprechen können. Davon zeugen
sogar YouTube-Videos des Papa Stronsay-Klosters. Aber es ist natürlich leichter eigene Vorurteile zu
wiederholen.
Artois hat hier nichts falsches gesagt, seine Feststellung ist objektiv korrekt. Genauso wenn ich sagen würde es gäbe nur fanatische und gewaltsame Muslime bzw. Juden.
Artois hat hier nichts falsches gesagt, seine Feststellung ist objektiv korrekt. Genauso wenn ich sagen würde es gäbe nur fanatische und gewaltsame Muslime bzw. Juden.
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