Bistum Mainz
Kompliziert ist geil
Die Mainzer Bistumszeitung schwärzt die katholischen Gemeinschaften Emmanuel, Jugend 2000 und Chemin Neuf als „fundamentalistisch“ an.
Fundamentalisten?
Fundamentalisten?
© Jonathan D. Blundell, CC
(kreuz.net) Am 7. Oktober wußte die Mainzer Bistumszeitung zu berichten, daß „christliche Fundamentalisten“ an deutschen Universitäten immer stärker um Mitglieder werben.

Als Gewährsmann zitiert die Kirchenzeitung den Darmstädter Hochschulpfarrer, Hw. Jürgen Janik.

Hw. Janik hat nach eigenen Angaben die Erfahrung gemacht, daß sich viele Studenten von Bewegungen angesprochen fühlten, die einen „absoluten Wahrheitsanspruch“ vertreten und die Bibel „wörtlich“ auslegten.

Der Geistliche ist Vorsitzender der ‘Konferenz für Katholische Hochschulpastoral’.

Diese hat offenbar das Thema „Christliche Fundamentalisten“ bei ihrer Jahrestagung in Münster behandelte.

Der Erfolg der „fundamentalistischen Gruppen“ liegt in „den einfachen Antworten“, die sie auf Fragen des Lebens geben – vereinfacht Hw. Janik.

Nach Angaben des Geistlichen handelt es sich zur Hälfte um freikirchliche Gruppen, zur anderen Hälfte um „katholische wie etwa die Bewegung Emmanuel, Jugend 2000 und Chemin Neuf“.

Die Aufgabe laute nicht Ausgrenzung, sondern Integration. Aber man werde keine „vereinfachten“ Antworten auf die Fragen des Lebens geben – wiederholt sich Hw. Janik.

Man werde auch nicht vorschreiben, was die Studenten zu denken und zu tun hätten: „Dagegen setzen wir eine Alternative“ – erklärt der Geistliche, ohne seine alternative Pastoral zu erläutern.

„Nett von Hw. Jannik, daß er nicht gleich den Scheiterhaufen errichtet, sondern »Integration« anstrebt“ – erklärte ein angefragter Priester in einer Stellungnahme:

„Die Frage ist nur: Wer hat Interesse daran, Hw. Jannik zu integrieren?“

Mission von Erneuerungsbewegungen vor dem Kölner Dom

Nachtfieber für Christus im Dezember 2006
"Nachtfieber" arbeitet auf zwei Schienen: Gebet in der Kirche und Apostolat auf der Straße.Am 4. November besuchte der Kölner Kardinal Joachim Meisner "Nachtfieber" in Bonn.Solche Gebetsnächte werden bereits in zahlreichen deutschen Städten veranstaltet.
      
16 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#16   Samurai   23:06:39 | Freitag, 5. Oktober 2007
@ Rudolfus
Nun, da haben Sie mich vieleicht missverstanden.Ich hatte rechtgläubig bewusst in Klammern gesetzt.
Wenn eine Gruppe/Gemeinschaft sich als römisch(!)katholisch bezeichnet und in den Überzeugungen der Kirche folgt, ist die Sache klar, die Gemeinschaft ist (römisch)katholisch.
Etwas anderes ist es, wenn jemand sagt:
Wenn die so und so leben, diese oder jenen Gebete sprechen etc. dann sind sie rechtgläubig.
Denn das würde ich so nicht unterschreiben.
Und aus dem Grund betrachte ich eine Gruppe wie z.B. die Gemeinschaft Emmanuel als eindeutig katholisch, da sie (die „Emmanueler“) an den („Grund“)Lehren der Kirche festhalten, auch wenn sie z.B. auch Gottesdienste/Gebetsabende etc. u.A, mit moderneren Liedern – u.A. Lobpreisliedern – feiern und nicht nur mit Gregorianik, was manchem Traditionalist vieleicht lieber wäre.
Samurai
Redaktion benachrichtigen
#15   Rudolfus   22:59:25 | Freitag, 5. Oktober 2007
@Samurai / „Nichtrechtgläubige Katholiken“
Soweit, wie ich die Gemeinschaft Emmanuel beurteilen kann,ist sie eindeutig katholisch, ob rechtgläubig ist vieleicht eine Frage des Standpunktes.
Es gibt nur rechtgläubig katholisch – nicht-rechtgläubige Katholiken sind Nichtkatholiken, auch wenn ihr Staatsreligionsbekenntnis „katholisch“ wäre.
Eine Gemeinschaft, die nicht rechtgläubig ist, ist auch nicht katholisch.
Redaktion benachrichtigen
#14   Samurai   22:54:39 | Freitag, 5. Oktober 2007
@ romulus
In einem Punkt stimme ich schon mal definitiv überein. Soweit, wie ich die Gemeinschaft Emmanuel beurteilen kann,ist sie eindeutig katholisch, ob rechtgläubig ist vieleicht eine Frage des Standpunktes.
Charismatisch sind die „Emmanuel“er meines Wissens nach Aussage eines Freundes im gemässigten Sinne.
Aber wie meinen Sie das mit der Liturgie?
Meinen Sie, daß die Gemeinschaft Emmanuel eine eigene Liturgie besitzt?
Sehen Sie hier: www.emmanuel-info.de
Samurai
Redaktion benachrichtigen
#13   MariaGoretti   22:49:45 | Freitag, 5. Oktober 2007
Kompliziert und geil
an kann die Gemeinschaft Emmanuel und Chemin Neuf nicht als fundamentalistische Bewegungen angesehen, eher ökumenisch, die Jugend 2000 ist von Kardinal Meisner im Jahre 1994 anerkannt worden als katholische Jugendbewegung,
keine von denen ist fundamentalistisch, in Mainz ist wohl alles fundamentalistisch, was noch katholisch angehaucht ist und nicht modernistisch hoch 3 ist. Ich könnte Romane schreiben, vor allem über Modernisten, die im Priesterrat in Mainz sind!!!!!!!!!!
Redaktion benachrichtigen
#12   Rudolfus   22:40:54 | Freitag, 5. Oktober 2007
@Samurai / Die Gemeinschaft Emanuel
die Gemeinschaft Emmanuel erwähnt wird, interessiert es mich persönlich, wie Sie die einschätzen.
Herzlichen Dank für die Anfrage.
Ich kenne die Gemeinschaft nicht genau.
Die Gemeinschaft ist aber, nach den beschriebenen Anfeindungen, sicherlich rechtgläubig.
Die Liturgie ist charismatisch geprägt, und die neue Liturgie, auch die charismatisch geprägte neue Liturgie, wird vom katholischen Traditonalismus nicht gutgeheißen und abgelehnt.
Redaktion benachrichtigen
#11   Samurai   22:27:33 | Freitag, 5. Oktober 2007
@ Rudolfus
Ob wir in wieder dem Mittelalter entgegengehen, weiss ich nicht, aber da in dem kreuz.net-Bericht auch die Gemeinschaft Emmanuel erwähnt wird, interessiert es mich persönlich, wie Sie die einschätzen.
Samurai
Redaktion benachrichtigen
#10   Rudolfus   21:14:10 | Freitag, 5. Oktober 2007
Die Frage ist, wen diese Bistumszeitungen noch kümmern
Eine große Verbreitung unter der kleinen Zahl der verbliebenen Gläubigen der regulären Pfarren kann man den Bistumszeitungen kaum mehr nachsagen.
Die Bistumszeitungen wandern genauso rapide dem Untergang entgegen wie auch die reguläre Kirchenhierarchie seit dem Pastoralkonzil, das die hl. Kirche in ihrer erfolgreichsten Zeit der Geschichte wieder in die Dekadenz des Spätmittelalters zurückkatapultiert hat.
Dem Untergang des Modernismus wird Christus allerdings nicht nachtrauern, da nur die apostolische und katholische Lehre von Christus ist, und nicht ein Kirchenapparat, der Christus und den Christusstatthalter hintergeht.
Redaktion benachrichtigen
#9   verecundus   19:14:49 | Freitag, 5. Oktober 2007
Hochschulpastoral
Süß, diese Ewiggestrigen! Wer eine durchschnittliche Hochschulgemeinde kennt, wundert sich nicht, daß sich die jungen Leute von den Schleiertanzgottesdiensten übergewichtiger LaberfachStudentInnen mit zweistelliger Semesterzahl fernhalten und – wenn ihnen das Interesse an der Kirche nicht schon längst von all diesen eifrigen EngagiertInnen ausgetrieben wurde – sich lieber von anderen Leuten ansprechen lassen.
Tja, liebe ModernistInnen, selba schuld, wie mein alter Hausmeister sagen würde.
Redaktion benachrichtigen
#8   Samurai   18:43:43 | Freitag, 5. Oktober 2007
@ Heinz Josef
Danke für den Link. :-)
Nun, da in dem kreuz.net-Artikel wenn ich mich nicht täusche, etwas beiläufig von der charismatischen Gemeinschaft Emmanuel geschrieben wird, frage ich mich, was an einer vernünftigen, gemäßigt charismatischen Haltung verkehrt sein soll.
Samurai
Redaktion benachrichtigen
#7   Heinz Josef   17:56:11 | Freitag, 5. Oktober 2007
Hallo Samurai …
Das Bistum Mainz erwähnt Emanuell sogar auf der Bistumshompage. Das sieht nicht nach einer Distanzierung aus.
www.bistummainz.de/…/gemeinschaften.html
Redaktion benachrichtigen
#6   Samurai   17:51:27 | Freitag, 5. Oktober 2007
Mainzer Bistumszeitung oder eher ein einzelner Priester?
Im Bericht heisst es, die Mainzer Bistumszeitung würde so oder so über die Gemeinschaft Emmanuel denken.
Stimmt das?
Kann jemand mal den Artikel/Bericht aus der Zeitung hier verlinken?
Oder ist es vielmehr die Meinung eines einzelnen Geistlichen, dessen Meinung in der Zeitung erwähnt wird?
Samurai
Redaktion benachrichtigen
#5   miles immaculatae   17:30:03 | Freitag, 5. Oktober 2007
Pfarrer Janik
Sieht man sich die Seite der khg in Darmstadt an, wird man unter anderem einen link zur Organisation HuK – Homosexuelle und Kirche – entdecken. Schon komisch.
Redaktion benachrichtigen
#4   misterunknown   15:10:50 | Freitag, 5. Oktober 2007
@Ministrant
…einfach meinen Usernamen anklicken…!
Redaktion benachrichtigen
#3   Alois Bischof   14:44:50 | Freitag, 5. Oktober 2007
Genauso radikal und „fundamentalistisch“
wie z.B. Kommunistische Revolutionären sind diese Pseudointellektuelle „Seelsorger“. Ihr Religionsrelativismus wird von Ihnen aufgezwungen auf die ganze Gesellschaft. Wer sich nicht fügt, wird zum „Fundamentalisten“ wie einst die Juden für NS zum „Weltfeinden“.
Wenn dieser Priester nicht an eine objektive Wahrheit glaubt, ist er übrigens nicht einmal Katholik und kann somit auch kein Römisch-Katholischer Hochschulpfarrer sein. Apostasie vertreibt ipso facto aus jedem Kirchlichen Amt. Auch wenn man das persönlich nicht anerkennen will.
Redaktion benachrichtigen
#2   Ministrant   12:28:32 | Freitag, 5. Oktober 2007
die +.net Autoren verbreiten mal wieder Halbwahrheiten…
1. Der Sprecher der Mainzer Hochschulpastoral ist sicherlich nicht dasselbe wie die Bistumsleitung…
2. Der Seminarist und Initiator von Nightfever ist schon lange kein Seminarist mehr, sondern er steht kurz vor der Priesterweihe…
Redaktion benachrichtigen
#1   Guiseppe   12:25:46 | Freitag, 5. Oktober 2007
Diktat und Willkür gegen Christen
Integration. So umschreibt als Hw. Janik sein Diktat gegenüber Gruppen, die ihr Christsein auch als solches verstehen.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
BlasphemiePfarrer schlägt beim Ritterschlag zu Karfreitags-SpektakelAusgetanzt Münchner AmtsgerichtWarum ist der Pornojäger unter die Schimpansen gegangen? BlasphemieEine Frage des Gebisses BlasphemieHat der Pornojäger Minderwertigkeits-Komplexe? BlasphemieAußerdem fehlten die Exhibitionisten BlasphemieLadenhüter mit Ehrenplatz KirchenvandalismusAus gutbürgerlichen Verhältnissen KirchenschändungDie Saat geht auf „Madonna“ auf TourStrafverfolgung oder Ausschreitungen SakrilegOrgasmus als Gebet? Pop-PassionKrampfhaft cool Hetzfilm SakrilegZwielichtiger Professor Beamtenchinesisch:Produkte der Hetzfirma vermeiden ‘Sakrileg’Bußgeißeln beim ‘Opus Dei’? Aber sicher!
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net