15:10:57 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Der Regensburger Priesterrat stellt fest, daß eine erhebliche Diskrepanz zwischen den Fakten und deren medialer Darstellung besteht. Von Prälat Alois Möstl.

Bischof Gerhard Ludwig Müller mit dem Sekretär des Priesterrats, Prälat Alois Möstl
© Bischöfliche
Pressestelle Regensburg(kreuz.net, Regensburg) Der Priesterrat der Diözese Regensburg hat sich in seiner Sitzung am 8. und 9.
Oktober 2007 im Haus Werdenfels bei Undorf – 16 Kilometer westlich von Regensburg – umfassend mit den
Vorgängen, den Hintergründen und Wirkungen im Zusammenhang mit den Mißbrauchsvorwürfen in der Seelsorgeeinheit
Riekofen und Schönach beschäftigt.
Die Mitglieder drücken Verständnis für die Betroffenheit in den
Gemeinden Riekofen und Schönach aus und äußern tiefstes Mitempfinden gegenüber den möglichen Opfern,
ihren Familien und den beiden Pfarrgemeinden.
Sollten sich die
schlimmen Vorwürfe gegen den damaligen
Pfarradministrator Peter K. bestätigen, entschuldigen sich die Priester dafür, daß einer aus ihrer
Mitte das Vertrauen der beiden Gemeinden und des Bischofs aufs bitterste enttäuscht hat.
Gleichzeitig
stellt der Priesterrat auf seiner Tagung fest, daß eine erhebliche
Diskrepanz zwischen den Fakten und
deren medialer Darstellung in der Öffentlichkeit besteht.
Die Bistumsleitung hatte sich immer um Transparenz
in diesem Fall bemüht.
Der Priesterrat begrüßt einhellig die Linie des Bischofs, in Mißbrauchsfällen
keine Toleranz zu zeigen. Er weist im Übrigen jegliche pauschale Verdächtigung von Priestern entschieden
zurück.
Dem neuen Pfarrer von Riekofen und Schönach, Hw. Gottfried Dachauer, und der Sozialpädagogin
Michaela Schmid wünschen die Priester der Diözese, daß sie mit den beiden Pfarreien die schwierige
Situation aufarbeiten und verlorenes Vertrauen in die Kirche wieder zurückgewinnen können.
Der 70köpfige
Priesterrat setzt sich zusammen aus den 33 Dekanen, den acht Regionaldekanen, dem Domkapitel und den Vertretern
anderer priesterlicher Gruppen. Er repräsentiert etwa 1150 Priester in der Diözese Regensburg und berät
den Diözesanbischof in wichtigen pastoralen und administrativen Aufgaben.
Prälat Alois Möstl ist Sekretär
des Regensburger Priesterrates.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#5
santo domingo 23:56:56 | Freitag, 12. Oktober 2007
#4
Puchil2 † 18:50:33 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
#3
turk 16:22:17 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
#2
santo domingo 2 15:42:48 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
#1
DocRöntgen 15:21:07 | Mittwoch, 10. Oktober 2007