(kreuz.net/ru) In der Europäischen Union bestanden Pläne, den 10. Oktober zum ‘Europäischen Tag gegen
die Todesstrafe’ zu erklären.
Von den 27 Mitgliedsländern gaben 26 ihre Zustimmung. Das berichtete
die französische Nachrichtenagentur ‘ru’.
Nur das gegenwärtig von einer katholischen Koalition regierte
Polen widersetzte sich. Das Land kündete sein Veto an.
Doch ohne einen einstimmigen Beschluß, war die
Initiative zum Scheitern verurteilt.
Es ging den Polen nicht um eine Wiedereinführung der Todesstrafe.
Das Land wollte in diesem Zusammenhang vielmehr einige notwendige Fragen stellen.
Der polnische Parlamentsabgeordnete
Krzysztof Bosak (25) von der ‘Liga Polnischer Familien’ erklärte hierzu:
„Die Todesstrafe ist in der
EU abgeschafft. Doch vielleicht ist es an der Zeit, an den Schutz des Lebens anderer gesellschaftlicher
Gruppen zu gedenken.“
Es sei notwendig, einen ‘Europäischen Tag des Lebens’ auszurufen, um die Schwächsten
und Unschuldigsten zu schützen, die ungeborenen Kinder, besonders jener, die mit einer Körperbehinderung
diagnostiziert würden: „Behinderte werden in Europa massenhaft vernichtet“.
Es brauche auch einen Tag
zum Schutz der bereits geborenen Körperbehinderten sowie der Kranken und Alten, damit sie vor der Euthanasierung
bewahrt würden – so Bosak weiter.
Der Abgeordnete fügte hinzu: „Ich glaube, daß es eine Heuchelei
ist, wenn die EU Abtreibung und zerstörerische Lebensstile fördert und gleichzeitig vorgibt, das Recht
auf Leben in nur einem einzigen Fall – der Todesstrafe – zu schützen.“
Nach Angaben der Agentur ‘ru’
obsiegte in dieser Auseinandersetzung die Heuchelei.
Weil die 27 EU-Länder nicht zu einem einstimmigen
Ergebnis gelangten, sprang der Europarat ein, dem 46 europäische Länder angehören.
Er beschloß, den
Europäischen Tag gegen die Todesstrafe trotz polnischer Opposition.
Der Europarat kann mit einfacher
Mehrheit entscheiden.
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26 Lesermeinungen
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#26 Weißer Ritter 18:28:11 | Mittwoch, 12. Dezember 2007
Zur Todesstrafe www.zeit.de/…06/03/us_todesstrafe Zitat: Die Test-Methode, die heute wegen erwiesener
Mängel nicht mehr angewandt wird, erklärte Coleman „mit Wahrscheinlichkeit“ zum Mörder. Spätere Ermittlungen,
die auf einen anderen Täter hindeuteten, wurden von den Gerichten abgewiesen, weil Colemans Anwältin
die Einspruchsfrist um einen Tag versäumt hatte. So sieht es in der Praxis aus! www.ncadp.org/ Zitat:
„Mehr als 118 solcher rechtzeitig aufgedeckten Fehlurteile verzeichnet die „National Coalition to Abolish
the Death Penalty“ in den letzten 30 Jahren,“ Zitat: „Selbst die christliche Rechte hält nicht mehr einheitlich
am alttestamentarischen Grundsatz „Aug um Aug, Zahn um Zahn“ fest.“ Wir Katholiken gehören NICHT zu dieser
protestantisch-prüden Denomination, für die Christentum gleich Zivilreligion und nicht mehr ist. P.S.
Wenn die Polen wirklich an einem christlichen Europa interessiert wären, hätten sie auf einen Beitritt
zur (antichristlichen) EU verzichtet.
Zitate aus der Hl. Schrift gegen die apostolische Lehre und Praxis Diese alte, verstaubte Buch dürfte
aber der Papst auch nicht gelesen haben, denn da steht drinnen: „Ihr aber sollt euch alle Brüder nennen“,
und nicht „heiliger Vater“ Es heißt, wie bereits richtig vermerkt wurde, in der Stelle „Vater“, und nicht
„heiliger Vater“ („Vater“, „Rabbi“, „Lehrer“). Die Heilige Schrift ist nicht nur wörtlich, sondern auch
allegorisch zu lesen, dem jeweiligen Schriftsinn entsprechend, gelehrt durch die Kirche. Die Heilige Schrift
wird auch bekanntlich vom Teufel zitiert, als Er meint, Christus, Gott selbst, in den Irrtum führen zu
können. Es gibt viele, einander widersprechende Schriftstellen im wörtlichen Sinn, sodaß man Bibelstelle
gegen Bibelstelle halten kann: und sich damit die Bibel selbst aufs Glatteis führen und als göttliche
Wahrheit annullieren würde. Die Protestanten gründen deshalb pausenlos neue Sekten in den USA, stets
zentriert um deren Lieblingsbibelstellen, die einer anderen protestantischen (oder der katholischen Lehre)
widersprechen, um jetzt endlich einmal „die richtige Religion“ zu gründen, z.B. die 7-Tages-Adventisten
mit der Sabbat- statt Sonntagsheiligung. Die Kirche lehrt aus guten Gründen, daß nur die apostolische
Autorität selbst die Hl. Schrift deuten kann, und nicht menschliche Einzelindividuen wie Luther, Calvin &
Co – die sich bereits selbst widersprachen, und sich deshalb nicht einig wurden (im Abendmahlsstreit).
#24 Christin 21:20:49 | Donnerstag, 11. Oktober 2007
Todesstrafe braucht nicht eingeführt werden Wir alle sind zum Tod verurteilt,das bleibt keinem erspart.Früher
oder später sind wir alle mit dem BruderTOD konfrontiert und hoffen auf eine milde Gerechtigkeit!Aber
warum soll man echten Verbrechern die BUSSZEIT im Gefängnis abkürzen durch gewaltsames Himmelfahrtskomando?Ich
zwing niemanden dazu Gott spielen zu müssen und meine Zeit hier auf Erden,wenn ich ein Verbrecher wäre,gewaltsam
abzukürzen zu müssen mit Todespillen oder sonst welchen obszönen Foltermethoden wie im Mittelalter.
VErbrecher haben es verdient die ganze noch übrige Lebenszeit als Zeit der Busse anzusehen und zur Besinnung
zu kommen und mit wachem Gewissen den Folgen ihrer Taten ins Angesicht zu sehen und darüber nachzudenken,ob
es nicht doch vernünftig wäre eine Gottesbeziehung zu pflegen,die welche Schuld,sei sie auch noch so
schwer und groß klein und erträglich machen kann. Das lehrt uns unser Glaube!
#23 Seefeldt 17:41:56 | Donnerstag, 11. Oktober 2007
Worum es der polnischen Regierung wirklich geht, … hat sie doch deutlich genug verkündet: sie will
statt eine Tages gegen die Todesstrafe einen Tag für das Leben. Mir ist schon grundsätzlich ein Für
lieber als ein Gegen. Und in der Sache hat die polnische Regierung diesmal wirklich recht – es ist einfach
abartig, gegen die Todesstrafe zu sein und gleichzeitig hunderttausende wehrloser Menschen durch Abtreibung
ermorden zu lassen. Zur Todesstrafe selbst möchte ich hier anmerken, daß das doch ein recht komplexer
Gegenstand ist. Der Staat hat weitgehende Rechte über seine Bürger – da sollte doch bedachtsam erwogen
werden, inwieweit ihm das Recht zusteht oder nicht, Staatsbürger, die sich an Staat oder anderen Staatsbürgern
schlimm vergangen haben (wie z.B. Frauen- oder Kinderschänder), für immer aus dem Verkehr zu ziehen.
#22 Alkuin 11:24:49 | Donnerstag, 11. Oktober 2007
@schulschwänzer „Diese alte, verstaubte Buch dürfte aber der Papst auch nicht gelesen haben, denn da
steht drinnen: „Ihr aber sollt euch alle Brüder nennen“, und nicht „heiliger Vater“ Und wieder in der
Proti-Trickiste gegriffen und ein Verse der hl. Schrift, um die eigene Meinung zu stützen, aus dem Zusammenhang
und Falsch zitiert! Das angebliche Zitat „Ihr aber sollt euch alle Brüder nennen“ ist so nicht in der
hl. Schrift zu finden. Es ist nichts als ihre persönliche Auslegung von Mt 23,1-10. Dem nach sollte man
auch niemand Rabbi (V8), Vater, (V9) oder Lehre(V10) nennen. Also lieber Kinder, nenne dein Papa nicht
mehr Vater! Und ihr lieben Schüller, nenne euren Lehrer nicht H/F Lehrer! Eine literalistischer Auslegung
ist hier nicht haltbar! Jesus bedient sich der Hyperbel um die Schriftgelehrten und Pharisäer ihrer sündhaften
Arroganz zu zeigen. Korrekt ausgelegt sagt uns diese Perikope, dass wir nicht heucheln sollen und, dass
Gott die oberste Autorität ist. Der Titel heiliger Vater ist nichts anders als ein Ehrentitel und Anredeform
des Papstes! Dennoch ist der wichtigste seiner vielen Titel „servus servorum die“ (Diener der Diener Gottes).
o^/
Das Morden als Strafe wurde hier schon von selbsternannten Katholiken gutgeheißen! Ich wurde ausdrücklich
darauf hingewiesen, dass die Bibel dies nicht ausschließe. Erläutert wurde mir dies mit der Aussage,
dass „Töten“ ja nicht gleich „Morden“ sei. Das passt zu der Denkweise einiger Gläubiger, die man hier
kennen lernen kann.
#18 schulschwänzer 23:15:33 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
@E. Nigma: Diese alte, verstaubte Buch dürfte aber der Papst auch nicht gelesen haben, denn da steht
drinnen: „Ihr aber sollt euch alle Brüder nennen“, und nicht „heiliger Vater“
#17 Benedikt 23:15:02 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
@ schulschwänzer Das wäre aber schwierig, da es natürlich keine Pfarreien gibt, die nur aus Stummen
bestehen. Aber im Endeffekt haben Sie Recht, wenn es eine extra Stummen-Seelsorge gibt, dann könnte man
auch einen stummen Priester dort einsetzen. Ein Weihehindernis gibt es da wie gesagt ohnehin nicht.
#16 Gotthard 23:11:24 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
@Kumpan artois Wie kommen Sie denn auf diesen Blödsinn, sie verblendeter Kumpan? Waren Sie überhaupt
schon mal in Polen? Ich war wahrscheinlich schon in Polen, bevor Du denken konntest… ich habe schon
für die Danziger Werftarbeiter gestritten, bevor Du einen Buchstaben schreiben konntest… ich kenne
Menschen mit Behinderung in Polen und weiß um ihre Situation … Du wohl nicht!
#15 schulschwänzer 23:05:44 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
@Benedikt Stumme können sich untereinander sehr gut verstehen. Warum soll ein stummer Priester nicht
Millionen anderen Stummen das Evangelium nahe bringen können?
#14 E. Nigma 23:03:29 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Lug & Trug Zitat Artikel: „Es ging den Polen nicht um eine Wiedereinführung der Todesstrafe.“ Lügner.
Die Regierungspartei PiS hat die Wiedereinführung der Todesstrafe zu einem Ihrer Ziele gemacht. Stand
in so einem alten, verstaubten Buch nicht sowas wie „Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen“?
Hm, haben die kreuz.net Redakteure wohl nicht gelesen, dieses Buch.
#13 Benedikt 22:53:19 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Behinderung… …ist kein grundsätzliches Weihehindernis. Davon steht nichts im CIC. Es gibt etliche
blinde Priester, im Rollstuhl sitzenden usw. usf. Wer aber zB stumm ist, der wird kaum zu Priestertum
zugelassen werden. Es ist eben so, dass einige Behinderungen gewisse Tätigkeiten rein faktisch ausschließen.
#12 Florian Geyer 22:47:17 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
schulschwänzer modernismus ist eine ideologie im religionskostum. internet ist keine weltanschauung.
(ist ihr nick die vorauseilende entschuldigung für ihre postings. ?) besser hahnenschwänzler als schulschwänzer
Fehler im Artikel In Polen regiert keine „katholische Koalition“, denn nach dem Auseinanderbrechen der
bisherigen Koalition fungiert eine Minderheitsregierung der Partei PiS, und diese Partei ist nationalkonservativ,
aber nicht katholisch.
Lieber Schulschwänzler, Behinderung ist ein Weihehindernis! Ist es Ihnen schon aufgefallen, dass es nur
wenige behinderte Beamte gibt? Ist nämlich ein Verbeamtungshindernis. So ist das eben. Nun gibt es wenigstens
behinderte Minister. Ist doch schon mal ein Anfang. Soweit sich das auf reine körperliche Behinderungen
beschränkt ist ja auch nichts dagegen einzuwenden.
Chancen Es brauche auch einen Tag zum Schutz der bereits geborenen Körperbehinderten sowie der Kranken
und Alten, damit sie vor der Euthanasierung bewahrt würden – so Bosak weiter. Dieser Jungparlamentarier
aus Polen soll sich lieber dafür einsetzen, dass in seinem Land Menschen mit einer Behinderung Chancen
bekommen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Behinderte in Polen haben keine Chance!
#2 wunderkind3 22:16:55 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
die polnische regierung leidet leider unter furchtbarebn minderwertigkeitskomplexen als relativ junge
und noch nicht ausschlaggebende nation in der europäischen union. deshalb, und weil sie den europäischen
gedanken nicht verstanden haben, müssen die polnisch-nationalistischen politiker die momentan in polen
regieren, jede chance nutzen um die eigene macht in europa zu demonstrieren. das ist in etwa der selbe
vorgang wie bei zöllnern denen es freude bereitet einen wegen einer zigarettenschachtel zuviel aus dem
verkehr ziehen.