Sexuelle Eignung + Die UNO als Garant für den Weltfrieden? + Die Schweizer Bischöfe hausieren in Rom mit der Laienpredigt + Zwangsprostitution für deutsche Arbeitslose? + Protestantische Stadt feiert ihren Papst
Sexuelle Eignung
Vatikan. In einem Schreiben an den Präfekten der Bildungskongregation, Zenon Kardinal
Grocholewski (65), empfiehlt Papst Johannes Paul II., Priesteramtskandidaten auf ihre sexuelle Eignung
hin zu prüfen. „Angesichts der gegenwärtigen sozialen und kulturellen Entwicklungen kann es nützlich
sein, wenn kompetente Spezialisten den Seminaristen helfen, die Anforderungen des Priesteramts besser
zu verstehen. Die Priesteramtskandidaten sollen im Zölibat ein Geschenk der Liebe zum Herrn und zu den
Brüdern erkennen.“ Die Fähigkeit der Priesteranwärter, im Zölibat zu leben, müsse aufmerksam überprüft
werden, sodaß noch vor der Weihe Gewißheit über ihre emotionale und sexuelle Reife bestehe.
Die UNO
als Garant für den Weltfrieden?
Vatikan. Der ständige vatikanische Beobachter bei der UNO, Erzbischof
Celestino Migliore (52), hat in einer Rede vor der UNO-Vollversammlung zu einer Reform der Vereinten Nationen
aufgefordert. Dies berichtet der katholische Nachrichtendienst „CWNews“. Die Vereinten Nationen bedürften
eines größeren internationalen Durchsetzungsvermögens und einer erhöhten Schlagkraft, um bei Konflikten
eingreifen zu können. Der Vatikan sehe in der UNO einen Garant für den Weltfrieden. Katholische Beobachter
kritisierten die Aussagen des Erzbischofs. Eine Organisation, welche die Kinderabtreibung so rücksichtslos
fördere wie die UNO, könne niemals in der Lage sei, einen Beitrag zum Weltfrieden zu leisten.
Die Schweizer
Bischöfe hausieren in Rom mit der Laienpredigt
Schweiz. Gestern hat der Ad-Limina Besuch der Schweizer
Bischöfe begonnen. Ein besonderes Anliegen der Schweizer Bischöfe ist dabei die Laienpredigt. In weiten
Teilen der Schweiz wird sie seit Jahrzehnten offen praktiziert und von den Bischöfen gefördert. Der
scheidende Generalsekretär der Schweizer Bischofskonferenz, Agnell Rickenmann, meinte dazu nach einem
gestrigen Bericht von Radio Vatikan. „Wenn sich in einem Land über Jahrzehnte eine Gewohnheit und eine
pastorale Notwendigkeit gezeigt hat, ist es nicht einfach, im Rahmen der Gesamtkirche diese Gewohnheit
oder pastorale Notwendigkeit zu vertreten – das ist klar. Aber ich denke, sicher werden die Bischöfe
auch ihre Situation den verschiedenen Dikasterien darlegen müssen. Das ist halt so: Wo verschiedene Meinungen
sind, wird man auch diskutieren müssen.“
Zwangsprostitution für deutsche Arbeitslose?
Deutschland.
Seit 2002 gilt die Prostitution in Deutschland vor dem Gesetz nicht mehr als sittenwidrig. Aus diesem
Grund könnten Arbeitslose von offizieller Stelle ins Rotlichtmilieu vermittelt werden. Nach Angaben der
österreichischen Tageszeitung „Standard“ befürchtet die Hamburger Fachanwältin für Familien- und Sozialrecht,
Mechthild Garweg, daß Frauen in Zukunft als Prostituierte arbeiten müssen, um eine Kürzung des Arbeitslosengeldes
zu vermeiden. Mit über fünf Millionen statistisch gezählten Arbeitslosen hat Deutschland derzeit einen
neuen Nachkriegsrekordwert erreicht.
Protestantische Stadt feiert ihren Papst
Deutschland. Die Stadt
Hornburg in Niedersachsen feiert während des ganzen Jahres 2005 den 1000. Geburtstag von Papst Clemens
II. († 1047). Clemens II. erblickte nämlich um das Jahr 1005 in der norddeutschen Kleinstadt das Licht
der Welt. Die in der Zwischenzeit protestantisch gewordene Stadt plant die Einweihung einer Papststatue
und eine Ausstellung mit Reliquien aus dem Grab von Papst Clemens II. im Dom zu Bamberg. Ab dem 12. Februar
sind in Hornburg sechs Exponate zu sehen. Unter den Ausstellungsstücken findet sich auch eine päpstliche
Haarlocke. Der spätere Papst Clemens II. war zunächst Bischof des Bistums Bamberg. 1046 wurde er als
erster und einziger Norddeutscher zum Papst gewählt.
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7 Lesermeinungen
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ups, sollte mir die Bibelstelle entgangen sein? spectator: @ GerdEric biblisch ist er nicht, der Zustand…
Wer sagt das? Du? Christus sagte etwas anderes.
Ich möchte diesen Artikel als Hirngespinst entweder der Presseagentur oder derAnwältin bezeichnen; dass
wie die Hamburger Fachanwältin für Familien- und Sozialrecht, Mechthild Garweg befürchtet, Frauen in
Zukunft als Prostituierte arbeiten müssen, um eine Kürzung des Arbeitslosengeldes zu vermeiden. In einem
Land wo Solches Fakt wäre, möchte ich nicht mehr leben! Bruno-Maria Schulz
Sehr geehrte Doritta ich habe eine beträchtliche Zeit zölibatär gelebt, problemlos. Das ist keine Frage
des Rechtes und des Verbotes, sondern eine Frage der Hingabe. Die Kraft der Lenden verwandelt Gott in
Liebe zur Errichtung seines Reiches. Vor dieser Zeit habe ich nicht wie ein Engerl gelebt. Darum weiss
ich was mir nicht abging. Der Zölibat ist soetwas kostbares und herrliches, dass es sehr traurig ist,
wenn diese Lebensart zu einem Gesetz herabgewürdigt wird. Alle die nicht die Berufung dazu haben oder
nicht an die Kraft Gottes glauben sollten allerdings die Finger davon lassen. Denn aus eigener Kraft kann
der Mensch das nicht erfassen.
Sexuelle Eignung Und als 25-jähriger kann man das trotz bester Vorsätze so genau wissen? Und was ist,
wenn einem Priester die große Liebe begegnet? Diese ist ja auch von Gott geschenkt. Vielleicht ist das
Herz stärker als der Kopf? Soll’s ja auch geben oder? Das ist die eine Seite. Und wegen der „Reifeprüfung“:
Ich bezweifle, ob sich jede Phantasie etc. so genau feststellen läßt, da wäre ich sehr vorsichtig.
Nur Ahnungslose können solche Erwartungen haben. Warum gesteht die katholische Lehre den Menschen (Priestern
und Laien) keine natürliche Sexualität zu? Alles wird mit Verbot und Bann belegt, ist doch jetzt schon
überholt und mit ein Grund, warum viele Menschen die Lehre als unglaubwürdig erachten. Und noch etwas:
Je mehr Verbote ausgesprochen werden, um so interessanter wird die Sexualität. Ein natürlicher Zugang
dazu ist immer noch am besten. Der Zölibat ist sicher ein großer Wert, aber die Ehe auch!