09:54:26 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Aus „Trauer und Protest“ darüber, daß sie nicht geweiht werden konnte, hat sich die Heilige Therese von Lisieux die Haare kurz wie ein Priester schneiden lassen. Das wußte jüngst die Präsidentin eines diözesanen Frauengremiums.

Die Linzer ‘Kirchenzeitung’ zeigt Bischof Ludwig Schwarz und die Vorsitzende der Linzer Frauenkommission, Frau Dorothea Schwarzbauer-Haupt
(kreuz.net, Linz) Am Donnerstag feierte die Frauenkommission der Diözese Linz ihr zehnjähriges Bestehen.
Dazu veranstaltete die Kommission im Linzer Diözesanhaus eine Pressekonferenz. Linz ist die Hauptstadt
des österreichischen Bundeslandes Oberösterreich.
Die Frauenkommission ist ein Beratungsgremium des
Bischofs. Sie möchte alle Frauen vertreten, die kirchlich organisiert sind – von der Pfarrhaushälterin
bis zur Nonne.
Die Linzer Frauenkommission besteht aus 24 Mitgliedern. Sie arbeitet nach eigenen Angaben
für die Gleichstellung der Frau, für frauengerechte Liturgie und für die Mitarbeit an diözesanen Prozessen
zu „Seelsorge im Wandel“.
Die Vorsitzende der Linzer Frauenkommission, Frau Dorothea Schwarzbauer-Haupt,
sieht den Reiz ihrer Arbeit im „in Bewegung Sein“.
Frau Schwarzbauer gestand vor der Linzer Kirchenzeitung,
daß der Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz, die Frauenkommision bisher noch nie um Rat gefragt habe:
„Aber wir gehen natürlich auch den umgekehrten Weg, daß wir Frauenanliegen an den Bischof herantragen.“
Als Beispiel nennt Frau Schwarzbauer die Änderung der traditionellen Bezeichnung des Heiligen Florian
(304) und seiner vierzig Gefährten.
Dank der Intervention der Frauenkommission sei nun bei allen Führungen
und in allen Broschüren von „Märtyrerinnen und Märtyrern von Lorch“ die Rede.
Zur Liturgie erklärte
Frau Schwarzbauer, daß „an der Basis“ viel weitergehe: „70 Prozent der Wortgottes-Feiern werden von Frauen
geleitet.“
Frauenordination„Auch wenn auf amtskirchlicher Ebene die Öffnung der Weiheämter für Frauen
Therese von Lisieux über ihre Tuberkulose
„Sie sehen, der liebe Gott ist im Begriff, mich in einem Alter
zu sich zu nehmen, da ich noch nicht die Zeit gehabt hätte, Priester zu sein. […] Wenn ich hätte Priester
werden können, hätte ich in diesem Juni die heilige Weihen empfangen. Was tat also Gott? Damit ich nicht
enttäuscht wäre, ließ er mich krank werden. Auf diese Weise konnte ich nicht dabei sein, und ich sterbe,
bevor ich mein Amt ausüben könnte.“
nicht in Sicht ist, auf der Ebene der Pfarren wird die seelsorgliche
Kompetenz der Frauen immer mehr geschätzt.“
Aufgrund des Einsatzes der Frauen würden die Gemeinden
auch „die Berufung von Frauen“ erkennen – glaubt Frau Schwarzbauer. Berufungen ließen sich nicht unterdrücken.
Die Heilige Theresa von Lisieux († 1897) sei überzeugt gewesen, zur „Priesterin berufen“ zu sein: „Sie
hat sich die Haare wie ein Priester schneiden lassen – aus Trauer und aus Protest darüber, daß sie nicht
Priesterin werden konnte.“
In zehn Jahren soll es – so Frau Schwarzbauer – Diakoninnen geben und „Frauen
in der Seelsorge“ selbstverständlich sein.
Bei der Pressekonferenz am Donnerstag nannte Frau Schwarzbauer
ein weiteres Anliegen.
Die Sprache und Lebenswelten in der Liturgie seien noch „sehr stark männlich“
geprägt seien: „Wir versuchen, das aufzumachen.“
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#16
Florian Geyer 20:47:42 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
#15
Thomas Morus 18:43:52 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
#14
Artois † 10:50:17 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
#13
mahner 10:47:08 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
#12
Romulus 23:13:20 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#11
Leblhuber 22:03:50 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#10
Florian Geyer 20:58:20 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#9
nonnobisdomine 17:18:22 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#8
Alkuin 13:09:19 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#7
Benedikt 12:50:55 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#6
Seminarist 11:53:09 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#5
raindance1 † 11:15:31 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#4
nonnobisdomine 11:14:53 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#3
Artois † 11:03:20 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#2
nonnobisdomine 10:09:45 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
#1
st. polterer 10:09:27 | Mittwoch, 17. Oktober 2007