Frauenordination
In zehn Jahren gibt es Diakoninnen
Aus „Trauer und Protest“ darüber, daß sie nicht geweiht werden konnte, hat sich die Heilige Therese von Lisieux die Haare kurz wie ein Priester schneiden lassen. Das wußte jüngst die Präsidentin eines diözesanen Frauengremiums.
Die Linzer 'Kirchenzeitung' zeigt Bischof Ludwig Schwarz und die Vorsitzende der Linzer Frauenkommission, Frau Dorothea Schwarzbauer-Haupt
Die Linzer ‘Kirchenzeitung’ zeigt Bischof Ludwig Schwarz und die Vorsitzende der Linzer Frauenkommission, Frau Dorothea Schwarzbauer-Haupt
(kreuz.net, Linz) Am Donnerstag feierte die Frauenkommission der Diözese Linz ihr zehnjähriges Bestehen. Dazu veranstaltete die Kommission im Linzer Diözesanhaus eine Pressekonferenz. Linz ist die Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Oberösterreich.

Die Frauenkommission ist ein Beratungsgremium des Bischofs. Sie möchte alle Frauen vertreten, die kirchlich organisiert sind – von der Pfarrhaushälterin bis zur Nonne.

Die Linzer Frauenkommission besteht aus 24 Mitgliedern. Sie arbeitet nach eigenen Angaben für die Gleichstellung der Frau, für frauengerechte Liturgie und für die Mitarbeit an diözesanen Prozessen zu „Seelsorge im Wandel“.

Die Vorsitzende der Linzer Frauenkommission, Frau Dorothea Schwarzbauer-Haupt, sieht den Reiz ihrer Arbeit im „in Bewegung Sein“.

Frau Schwarzbauer gestand vor der Linzer Kirchenzeitung, daß der Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz, die Frauenkommision bisher noch nie um Rat gefragt habe:

„Aber wir gehen natürlich auch den umgekehrten Weg, daß wir Frauenanliegen an den Bischof herantragen.“

Als Beispiel nennt Frau Schwarzbauer die Änderung der traditionellen Bezeichnung des Heiligen Florian (304) und seiner vierzig Gefährten.

Dank der Intervention der Frauenkommission sei nun bei allen Führungen und in allen Broschüren von „Märtyrerinnen und Märtyrern von Lorch“ die Rede.

Zur Liturgie erklärte Frau Schwarzbauer, daß „an der Basis“ viel weitergehe: „70 Prozent der Wortgottes-Feiern werden von Frauen geleitet.“

Frauenordination

„Auch wenn auf amtskirchlicher Ebene die Öffnung der Weiheämter für Frauen
Therese von Lisieux über ihre Tuberkulose
„Sie sehen, der liebe Gott ist im Begriff, mich in einem Alter zu sich zu nehmen, da ich noch nicht die Zeit gehabt hätte, Priester zu sein. […] Wenn ich hätte Priester werden können, hätte ich in diesem Juni die heilige Weihen empfangen. Was tat also Gott? Damit ich nicht enttäuscht wäre, ließ er mich krank werden. Auf diese Weise konnte ich nicht dabei sein, und ich sterbe, bevor ich mein Amt ausüben könnte.“
nicht in Sicht ist, auf der Ebene der Pfarren wird die seelsorgliche Kompetenz der Frauen immer mehr geschätzt.“

Aufgrund des Einsatzes der Frauen würden die Gemeinden auch „die Berufung von Frauen“ erkennen – glaubt Frau Schwarzbauer. Berufungen ließen sich nicht unterdrücken.

Die Heilige Theresa von Lisieux († 1897) sei überzeugt gewesen, zur „Priesterin berufen“ zu sein: „Sie hat sich die Haare wie ein Priester schneiden lassen – aus Trauer und aus Protest darüber, daß sie nicht Priesterin werden konnte.“

In zehn Jahren soll es – so Frau Schwarzbauer – Diakoninnen geben und „Frauen in der Seelsorge“ selbstverständlich sein.

Bei der Pressekonferenz am Donnerstag nannte Frau Schwarzbauer ein weiteres Anliegen.

Die Sprache und Lebenswelten in der Liturgie seien noch „sehr stark männlich“ geprägt seien: „Wir versuchen, das aufzumachen.“
      
16 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#16   Florian Geyer   20:47:42 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
Lebljudas:
„Das ist eine vortreffliche Strategie. Gratulation!!! Das spricht für Sie.“
Sie unterstellen mir gerissene PolemikStrategien.
Nunja Wie der Schelm denkt so ist er. Aber ich sage ihnen, war eine ehrliche meinung. Da sie sich an linke methoden schon gewöhnt haben zeigt dass bei ihnen alles einen Hintergedanken hat
Schalom erstmal
(Rülps)
Redaktion benachrichtigen
#15   Thomas Morus   18:43:52 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
In zehn Jahren gibt es Diakoninnen?
Ob es in 10 Jahren Diakoninnen geben wird bleibt abzuwarten, aber mit Blick auf die letzten vierzig Jahre Kirchengeschichte würde ich nicht wagen es auszuschließen.
Die entscheidendere Frage wird aber sein, ob das was man uns in 10 Jahren als katholische Kirche verkaufen wird überhaupt noch katholisch ist! Vieles ist jetzt schon kaum erträglich und es scheint nicht so als würden wir vor einer großen Kehrtwende und Rückbesinnung stehen, eher ganz im Gegenteil! Auf lange Sicht kann ich mir kaum vorstellen, dass es weiterhin nur die eine katholische Kirche geben wird, d.h. es wird sie schon weiterhin geben aber die Frage ist wie einflussreich sie noch sein wird und ob sich der Großteil des Klerus ihr oder einer anderen Form von Kirche, die nicht mehr katholisch ist, zugehörig fühlen wird.
Redaktion benachrichtigen
#14   Artois †   10:50:17 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
IN zehn Jahren
wird eh die Kirche so recht ausgemistet sein. Da werden die Höllengeistern, die sich überall eingenistet haben, auseinandergestoben sein wie die Säue.
Redaktion benachrichtigen
#13   mahner   10:47:08 | Donnerstag, 18. Oktober 2007
an Leblhuber
… ungeachtet des aktuellen Themas, auch ich kenne leute bei denen ich die Straßenseite wechseln würde… das hat nichts mit Feigheit o.ä. zu tun, sondern ist nur ein Selbstverteidigungsreflex- „Ich will an den / díe nicht einmal anstreifen“ – geschweige denn mit ihnen diskutieren. Wenn die Eiche könnte, würde sie auch ausstellen, damit sich nicht jede Sau an ihr wetzt.
Redaktion benachrichtigen
#12   Romulus   23:13:20 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Altar-Stürmerinnen
… auf der Ebene der Pfarren wird die seelsorgliche Kompetenz der Frauen immer mehr geschätzt.“
Das glaubt diese Trulla doch wohl nicht im ernst. :-D
Das ist reine Feminismus-Propaganda. Jede Gemeinde, die frei wählen könnte, ob sie ein Meßfeier mit Priester O:) oder eine Wortgottesfeier mit Altar-Stürmerin :-! wolle, würde das erste wählen. :)3
Redaktion benachrichtigen
#11   Leblhuber   22:03:50 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
@Florian G.:
frau s ist eine frustrierte alte lesbe und hardcore feministin a la schwarzer. wenn sowas einem entgegenkommt weicht man am besten in einem radius von 90m aus.
Das ist eine vortreffliche Strategie. Gratulation!!! Das spricht für Sie.
Einem intellektuell überlegenen Gegner stellen sich nur Masochisten oder Idioten. Vielleicht ist an Ihnen doch noch nicht Hopfen und Malz verloren.
Redaktion benachrichtigen
#10   Florian Geyer   20:58:20 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
frau s
ist eine frustrierte alte lesbe und hardcore feministin a la schwarzer. wenn sowas einem entgegenkommt weicht man am besten in einem radius von 90m aus.
Redaktion benachrichtigen
#9   nonnobisdomine   17:18:22 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Ad Alkuin
Danke für die Links.
Wieder mal eine Diözese, die nach der Zerstörung des Altarraums der Kathedrale auch noch den Klerus zerstören will.
Eine Schande.
Redaktion benachrichtigen
#8   Alkuin   13:09:19 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
@nonnobisdomine:
zölibatsfördernd? YEEEEEESSSSS!
Diakonat der Frau?
Anscheinend hat die Erzdiözese Freiburg nichts dagegen und wirbt auf ihre Homepage mit einen Link (die 2. v. oben): www.ipb-freiburg.de/index.php?id=222 :-[
Redaktion benachrichtigen
#7   Benedikt   12:50:55 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Seelsorge
„Auch wenn auf amtskirchlicher Ebene die Öffnung der Weiheämter für Frauen nicht in Sicht ist, auf der Ebene der Pfarren wird die seelsorgliche Kompetenz der Frauen immer mehr geschätzt.“
Wie kommt die gute Frau nur darauf, dass die Weiheunfähigkeit mit einer Ablehung der Frauen als Seelsorger einhergeht? Die christlichen Grundprinzipien leiturgia, diakonia und martyria gelten nicht nur für Kleriker, sondern für ALLE Christen.
In zehn Jahren soll es – so Frau Schwarzbauer – Diakoninnen geben und „Frauen in der Seelsorge“ selbstverständlich sein.
Eben hieß es noch, dies sei „nicht in Sicht“.
Redaktion benachrichtigen
#6   Seminarist   11:53:09 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Legionärinnen und Legionäre
Als Beispiel nennt Frau Schwarzbauer die Änderung der traditionellen Bezeichnung des Heiligen Florian (304) und seiner vierzig Gefährten.
Dank der Intervention der Frauenkommission sei nun bei allen Führungen und in allen Broschüren von „Märtyrerinnen und Märtyrern von Lorch“ die Rede.
Nun war der hl. Florian ein Soldat der Thebäischen Legion, was man auch von seinen (vierzig) Gefährten annehmen durfte. Nun hat man in den 1930-40 Jahren die Gebeine dieser Märtyrer ausgegraben. Waren wirklich Frauen dabei? Nicht das es am Ende hierbei ebenso ideologisch wird wie bei den „pharisäischen Männnern und Frauen“ aus der Bibel in gerechter Sprache.
Redaktion benachrichtigen
#5   raindance1 †   11:15:31 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
was ist eine frauengerechte Liturgie?
Redaktion benachrichtigen
#4   nonnobisdomine   11:14:53 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Nein, nicht „Verhütungsfördernd“, sondern eher …
zölibatsfördernd.
Genau wie diese Damen hier:
p3.focus.de/…qh_Pxgen_r_311xA.jpg
www.umlauf.de/…/alice_schwarzer.jpg
www.zdf.de/…06-render-U2-,00.jpg
Redaktion benachrichtigen
#3   Artois †   11:03:20 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Offensichtlich
eine Hexe.
Redaktion benachrichtigen
#2   nonnobisdomine   10:09:45 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
„Wir versuchen, das aufzumachen.“
Sollen die mal tun, diese Frauen – sie tun doch, was sie wollen.
Der Bischof von Linz hat sich ja bisher als eine sehr schwache Figur erwiesen. Vielleicht arbeitet er ja nicht mehr für die Kirche, sondern „für die Frauen“.
Redaktion benachrichtigen
#1   st. polterer   10:09:27 | Mittwoch, 17. Oktober 2007
Florian Geyer gefordert
Verhütet diese Tante nicht auch mit dem Gesicht?
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Bistum FuldaPartnerschaftlich die Fülle gottesdienstlicher Formen ausschöpfen Diözese LinzDie Saat geht auf FrauenordinationEr drohte sogar mit der Streichung der Bischofslöhne FrauenordinationPetra und Paula sind reif für die Weihe FrauenordinationKonsequent bezeugter Unglaube FrauenordinationButtiglione für Frauendiakonat und Kardinälinnen FrauenordinationDas Gespräch muß weitergehen FrauenordinationSelbsternannte Bischöfin erzeugt Verwirrung in Asien FrauenordinationEs brodelt unter dem Deckel FrauenordinationNicht vom historischen Jesus eingesetzt FrauenordinationGeschlechtergerecht? FrauenordinationKeine Diskussion über Frauenpriesterinnen FrauenordinationDas halbvolle Glas FrauenordinationSie hörte den Ruf FrauenordinationHintergründe
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net