Eine linksliberale Tageszeitung befragte zwei österreichische Bischöfe zu den gehäuften Kirchenaustritten in ihrem Land. Im vergangenen Jahr haben rund 50.000 Menschen die Kirche in Österreich mehrheitlich wegen der Kirchensteuer verlassen. „Wir sollen und wollen wieder für alle da sein.“
Mittwoch, 3. August 2005 19:08
Jan Maroske: Freiheit
Guten Tag. Ich bin auf diesen Artikel gestoßen, als ich nach einer Möglichkeit des Kirchenaustritts
gesucht habe. Ich bin als evangelischer Christ getauft, habe mich nach reichlichen Überlegungen jedoch
stark von der Kirche distanziert. Ich möchte mit diesem Schreiben niemanden provozieren, nur meinen Standpunkt
darlegen, da ich den Eindruck hatte, junge Menschen, die aus der Kirche austreten würden vornehmlich
als popkultur-verseuchte, irregeleitete, unerfahrene Menschen gesehen.
Meine Gründe liegen anders. Ich sehe zum Beispiel keinen Grund, einen Teil meines Gehaltes für etwas zu bezahlen, das mir keinen Gegenwert gibt. Gott kann nicht gekauft werden, oder? Wer wird gekauft? Die Pfarrer? Lieber lade ich von dem mir dann erhaltenem Geld, Bedürftige ein, eine warme Mahlzeit mit mir einzunehmen.
Ich sehe Jesus Christus nicht als Heiligen. Schon gar nicht als eine Art „Sohn Gottes“. Er ist ein äußerst(!) weiser Philosoph, ein Mann, der grundlegendes Gedankengut angestoßen und verbreitet hat. Die Kirche hat ihren Teil dazu beigetragen, Ideale und Werte zu festigen. Doch sie ist überholt. Die Welt hat neue Medien. Es ist nicht mehr die Kirche, in der sich die Menschen ihre Richtlinien holen.
Ein Mann Gottes ist in meinen Augen nicht jemand, der hinter einemgoldenen Altar steht und predigt, sondern jemand, der tut. Jemand, der dort ist, wo Not herrscht. Unsere Ärzte, Krankenschwestern, Psychologen, Feurwehrleute, Polizisten.
Meine Gründe liegen anders. Ich sehe zum Beispiel keinen Grund, einen Teil meines Gehaltes für etwas zu bezahlen, das mir keinen Gegenwert gibt. Gott kann nicht gekauft werden, oder? Wer wird gekauft? Die Pfarrer? Lieber lade ich von dem mir dann erhaltenem Geld, Bedürftige ein, eine warme Mahlzeit mit mir einzunehmen.
Ich sehe Jesus Christus nicht als Heiligen. Schon gar nicht als eine Art „Sohn Gottes“. Er ist ein äußerst(!) weiser Philosoph, ein Mann, der grundlegendes Gedankengut angestoßen und verbreitet hat. Die Kirche hat ihren Teil dazu beigetragen, Ideale und Werte zu festigen. Doch sie ist überholt. Die Welt hat neue Medien. Es ist nicht mehr die Kirche, in der sich die Menschen ihre Richtlinien holen.
Ein Mann Gottes ist in meinen Augen nicht jemand, der hinter einemgoldenen Altar steht und predigt, sondern jemand, der tut. Jemand, der dort ist, wo Not herrscht. Unsere Ärzte, Krankenschwestern, Psychologen, Feurwehrleute, Polizisten.
Samstag, 5. Februar 2005 07:17
Uwe Schmidt: Kirchenaustritt
Also wer aus der Kirche austritt, scheint sie nicht zu brauchen, diese Leute denken sich offenbar „wozu brauche ich die, kostet mich nur unnötig Geld!“…scheinen eher abgestumpfte Zeitgenossen zu sein, die leichtere Kost wie Unterhaltung und Spaß den eigentlichen Fragen des Lebens vorziehen. Naja, vielleicht treten sie ja auch noch einmal ein…
Donnerstag, 3. Februar 2005 09:02
Bruno-Maria Schulz: die Kirche hat alle Antworten – hören wir sie!
Es wurde schon mehrfach; hier jetzt wieder geschrieben:
>>>>Die katholische Kirche hat zu vielen Fragen unserer Zeit keine fundierten Antworten<<<<
Blödsinn! Die Kirche hat Antworten; sogar ALLE Antworten – aber sie traut sich oft nicht mehr sie zu geben, weil sie zu Recht totales Unverständnis heutiger Sozial-Christen kennt, denen Kirche unerwünschter Lehrer ist für Antworten, die man, noch bevor man sie erfasst hat ablehnt, und mit so beifallheischendem wie inhaltslosem Gegenwort, eigenen Ungeist über den Geist der Kirchenlehre zu setzen.
Bruno-Maria Schulz
>>>>Die katholische Kirche hat zu vielen Fragen unserer Zeit keine fundierten Antworten<<<<
Blödsinn! Die Kirche hat Antworten; sogar ALLE Antworten – aber sie traut sich oft nicht mehr sie zu geben, weil sie zu Recht totales Unverständnis heutiger Sozial-Christen kennt, denen Kirche unerwünschter Lehrer ist für Antworten, die man, noch bevor man sie erfasst hat ablehnt, und mit so beifallheischendem wie inhaltslosem Gegenwort, eigenen Ungeist über den Geist der Kirchenlehre zu setzen.
Bruno-Maria Schulz
Mittwoch, 2. Februar 2005 19:53
Vetter Taferl: Austritt ist nicht gleich Austritt, denn
das Siegel der Hl. Taufe kann nicht entfernt werden, auch wenn die Taufgnade verloren gehen sollte. Darum wird jemand, wenn er „aus der Kirche austritt“ (in Wahrheit aus der Kirchenbeitragszahlergemeinschaft öffentlichen Rechts) nicht wieder getauft, wenn er wieder eintritt. Irriger Weise ignorieren das heute die Ehegerichte und nehmen bei ausgetretenen Personen zunächst die sakramentale Gültigkeit einer standesamtlich geschlossenen Ehe an (ein Witz!), obwohl Katholiken die kirchenrechtlichen Formvorschriften bei Eheschließung einhalten müssen. Aufgrund der wahnwitzigen Verwendung der Kirchenbeitragsmittel kann ein Katholik heute schon aus Gewissensgründen aus der öffentlichrechtlich als juristische Person eingerichteten Kirchenbeitragszahlergemeinschaft („Kirche“) austreten und bleibt dennoch Katholik. Die Bischöfe unterschätzen die Erbitterung vieler konservativer, besonders der traditionalistischen Katholiken und glauben, auf diese und deren Beiträge verzichten zu können. Wir werden sehen, ob das so bleibt…
Mittwoch, 2. Februar 2005 17:38
sttn: Jeder Austritt ist ein Verlust!
Glaubwürdigkeitsverlust: Die katholische Kirche hat zu vielen Fragen unserer Zeit keine fundierten Antworten.
Mag ja sein das es für manch einen Gerechten kein Problem ist, die Menschen die mitten im Leben stehen
und mit alltäglichen Problemen zu kämpfen haben sehen sich nach Sinn im Leben, sehnen sich nach Gott.
Und für diese Menschen muß die katholische Kirche da sein mit Rat und Tat. Und da dürfen auch unangenehme Wahrheiten keine Hürde sein und manchmal muß man auch über den eigenen Schatten springen.
Und für diese Menschen muß die katholische Kirche da sein mit Rat und Tat. Und da dürfen auch unangenehme Wahrheiten keine Hürde sein und manchmal muß man auch über den eigenen Schatten springen.
Mittwoch, 2. Februar 2005 17:19
Niclaas: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 2. Februar 2005 17:14
Niclaas: Ein Mangel der angesprochenen Reihe von Jugendgottesdiensten ist, …
daß die Jugendlichen mit Eindrücken abgespeist werden, die an ihrer tiefsten Sehnsucht vorbeigehen.
Solche Abende (Events) können andere Veranstalter sicher noch kurzweiliger gestalten. Nachhaltiger wäre
ein Konzept der Jugendarbeit, bei dem die persönliche Begegnung mit der Hl. Schrift und der Eucharistie
möglich sind, der eigene Glaube in Kleingruppen ausgetauscht werden kann.
Sakralität wird gegen Popkultur eingetauscht, doch der Schaden bei kirchlich Unbedarften sollte sich in Grenzen halten: wie die Erfahrungen in Wien zeigen, finden sich unter den Besuchern des Spektakels kaum Jugendliche von außerhalb der Gemeinden. Man fragt sich aber schon, weshalb die Verantwortlichen für diesen Effekte-Zirkus unbedingt eine Eucharistiefeier einbauen müssen. Nur weil man die Liturgie schon soweit deformiert hat, ist der Rest nicht auch noch egal.
Sakralität wird gegen Popkultur eingetauscht, doch der Schaden bei kirchlich Unbedarften sollte sich in Grenzen halten: wie die Erfahrungen in Wien zeigen, finden sich unter den Besuchern des Spektakels kaum Jugendliche von außerhalb der Gemeinden. Man fragt sich aber schon, weshalb die Verantwortlichen für diesen Effekte-Zirkus unbedingt eine Eucharistiefeier einbauen müssen. Nur weil man die Liturgie schon soweit deformiert hat, ist der Rest nicht auch noch egal.
Mittwoch, 2. Februar 2005 15:53
Bruno-Maria Schulz: na bravo
zum treffenden Kommentar des Vorredners, das auf die Kirche des gesamten deutschsprachigen Raumes passt,
wage ich hinzuzufügen, dass vielleicht ganz gut ist, wenn alle die austreten, denen Kirche nichts sagt.
Dann ist endlich „die Urkirche“ wieder unter sich, mit Priestern wie dem Pfarrer von Ars, die nichts Anderes im Sinn haben, als das Wort Gottes und das Ganze – nämlich die einzige, und ewige Wahrheit wieder auf festen Füßen stehen wird.
Christus sagte uns oft, dass nur Wenige ins Himmelreich kommen.
Ok – gut – die andern wollen nicht. Ihr Problem. Mehr als die einzig existierende Wahrheit ihnen sagen, können wir nicht. Wenn sie’s ablehnen – haben sie ihren Lohn hier gehabt.
Bruno-Maria Schulz
Dann ist endlich „die Urkirche“ wieder unter sich, mit Priestern wie dem Pfarrer von Ars, die nichts Anderes im Sinn haben, als das Wort Gottes und das Ganze – nämlich die einzige, und ewige Wahrheit wieder auf festen Füßen stehen wird.
Christus sagte uns oft, dass nur Wenige ins Himmelreich kommen.
Ok – gut – die andern wollen nicht. Ihr Problem. Mehr als die einzig existierende Wahrheit ihnen sagen, können wir nicht. Wenn sie’s ablehnen – haben sie ihren Lohn hier gehabt.
Bruno-Maria Schulz
Mittwoch, 2. Februar 2005 15:34
1+1=7: Na bravo,
mir tränt das Auge bei dem Gedanken der Kinderfängerei. Das naheliegenste (Jesus den Auferstandenen
zu predigen, Messe zu feiern, sakramentale Anbetung) ist wohl im das schwierig zu Begreifende.
Motto „wundern, warten, werden, wirken“
Die Kids wundern sich über die Art die Wahrheit zu verkünden
Die Kids warten bis einer kommt der mit Vollmacht spricht um zu verkünden. Mk1,22
Die Kids werden in jeder „weltlichen Disco“ mehr Spass haben.
Die Kids wirken nach dem sie der Geist geil gemacht hat enttäuscht und verraten.
Klgl 4,4 Dem Säugling klebt seine Zunge an seinem Gaumen vor Durst; die kleinen Kinder verlangen nach Brot, und niemand ist da, der’s ihnen bricht.
Motto „wundern, warten, werden, wirken“
Die Kids wundern sich über die Art die Wahrheit zu verkünden
Die Kids warten bis einer kommt der mit Vollmacht spricht um zu verkünden. Mk1,22
Die Kids werden in jeder „weltlichen Disco“ mehr Spass haben.
Die Kids wirken nach dem sie der Geist geil gemacht hat enttäuscht und verraten.
Klgl 4,4 Dem Säugling klebt seine Zunge an seinem Gaumen vor Durst; die kleinen Kinder verlangen nach Brot, und niemand ist da, der’s ihnen bricht.
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