11:05:01 | Montag, 22. Oktober 2007
Eva Herman hat in einem Radio-Interview erklärt, warum das politische und mediale Establishment ihres Landes sie zu verteufeln versucht.

Eva Herman versucht, das schwarze Loch der Orientierungslosigkeit aufzuklären.
(kreuz.net) Am Freitag hat der ‘Deutschlandfunk’ gezeigt, daß man sich mit dem Phänomen Eva Herman auch
seriös auseinandersetzen kann.
Der Sender strahlte ein Interview mit der ehemaligen Nachrichtensprecherin
aus. Die Fragen stellte Christoph Heinemann.
Eva Hermann erklärte in dem Gespräch, daß sie von jenen
Kreisen, denen ihre Sicht der Familie nicht behagt, bewußt mißverstanden und in die rechte Ecke gestellt
werde.
Sie wolle, daß Mütter in Deutschland die freie Wahl haben zu entscheiden, ob sie sich um die
Kinder kümmern oder arbeiten gehen – so Frau Herman: „Diese Wahlfreiheit gibt es zurzeit für die Mütter
nicht“.
Außerdem liege in der deutschen Familienpolitik vieles im Argen.
Vor allem werde es immer
Die
dreifach geschiedene Mutter eines Sohnes:
„Ich würde Ihnen heute auch lieber sagen, ich hätte es gerne
umgekehrt, vier Kinder und einen Mann.“
unmöglicher gemacht, „die Werte, die wir brauchen, Kultur, Tradition,
das christliche Miteinander, die christlichen Wurzeln, zu leben.“
Generell könne man nicht sagen, daß
die Betreuung von Kindern in Tagesstätten schade.
Aber wo die Umstände zu Hause stimmen – in Deutschland
sei das in den allermeisten Fällen so – sei es auf jeden Fall besser, daß sich Mütter persönlich um
ihre Kinder kümmern.
In die rechte Ecke geschobenAuf die Zeit des Nationalsozialismus habe sie sich
bezogen, weil ihr während der Pressekonferenz vom 6. September die Frage gestellt wurde, warum Deutschland
nicht familienfreundlich sei:
„Wenn wir Ursachenforschung betreiben, dann müssen wir natürlich zurückschauen
und untersuchen, wo es denn richtig angefangen hat.“
Familie und Werte seien im Nationalsozialismus mißbraucht
worden und „wurden dann anschließend in den 68ern und von den 68ern auch wieder abgeschafft oder eben
deswegen abgeschafft.“
Die Abschaffung habe im Prinzip schon in der Zeit des Mißbrauchs begonnen.
Der
Wert der Mutterschaft und der Kinder sei von den Nationalsozialisten nicht gefördert, sondern vielmehr
verstaatlicht worden.
Auf der Pressekonferenz befanden sich nach Angaben von Frau Herman etwa dreißig
Pressevertreter:
„Es hat niemand der Anwesenden
Für echte Wahlfreiheit:
„Wir wissen, daß Frauen völlig
überlastet sind in dieser Doppelverantwortung, die sie oftmals freiwillig nicht wählen, sondern wählen
müssen, damit sie wirtschaftlich überleben können.“
eine Frage gestellt auf eine etwaige mißverständliche
Äußerung von mir und auch am nächsten Tag ist in keiner Zeitung, in keiner Berichterstattung irgend
etwas in dieser Richtung erfolgt.“
Nur Barbara Möller vom „Hamburger Abendblatt“, habe einen Halbsatz
geschrieben, in dem sie behauptete, daß die Familienpolitik des Dritten Reiches gelobt worden sei:
„Dann
ist etwas erfolgt. So schnell konnte man gar nicht schauen, wie auch angeblich seriöse Zeitungen in ihren
Online-Diensten auf diesen Zug aufgesprungen sind und innerhalb von Stunden mich in die rechte Ecke geschoben
haben.“
Das sei ein durchschaubarer Mechanismus: Wer das Thema Familie heute aufgreife und es wagt, politische
Entscheidungen als nicht familienfreundlich genug zu bezeichnen, „der wird sofort unmißverständlich
in die rechte Ecke geschoben.“
Frau Herman führt diesen Mechanismus auf eine Angst vor der Wahrheit
zurück:
„Die Wahrheit ist, daß wir in der Gesellschaft große Probleme haben. Die können auch nicht
schön geredet werden.“
Wir sterben ausBei allen Kinder- und Jugendumfragen stünden die Jugendlichen
in der Zukunftsfrage vor einem großen schwarzen Loch:
„Wir wissen, daß Frauen völlig überlastet sind
in dieser Doppelverantwortung, die sie oftmals freiwillig nicht wählen, sondern wählen müssen, damit
sie wirtschaftlich überleben können.“
„Wir haben eine gestiegene Depressionsrate. Wir haben eine gestiegene
Alkoholrate bei gerade
Manipulation
Die Bevölkerung sandte Eva Herman über 20.000 fast ausschließlich
positive Zuschriften. Die Medienkonzerne diskreditierten sie, wo sie konnten.
erfolgreichen, beruflich
erfolgreichen Frauen.
Immer häufiger verweigern Männer Familie, wollen nicht mehr heiraten.“
Fast
50 Prozent der jungen Männer bis 40 würden die Verantwortung für eine Familie ablehnen:
„Schließlich
zeigen uns die demographischen Zahlen ja ganz deutlich: Wir leben in einem System, das nicht überlebensfähig
ist.
Würde dieses System in einem wirtschaftlichen Unternehmen ausprobiert werden, würde man irgendwann
unterm Strich sagen: nein, das funktioniert nicht, weil wir aussterben, und würde es abschaffen und ein
neues suchen. Aber das tun wir nicht!“
Medien- contra MehrheitsmeinungFrau Herman spricht auch mit
ihrer Erfahrung mit der Medienmanipulation:
„Egal in welche Sendung ich eingeladen wurde und werde, in
fast allen Fällen werde ich heftig angegriffen und es wird auch ein Programm um mich herum aufgebaut,
das mich angreift und welches in der Regel auch versucht, mich kaputt zu machen.“
Dagegen hat sie seit
ihrer September-Pressekonferenz über 20.000 fast ausschließlich positive Zuschriften bekommen.
Doch
in Fernsehsendungen werde sie einfach diskreditiert, wo sie nur diskreditiert werden könne: „Man versuche,
sie mit allen Mitteln unglaubwürdig zu machen.“
Aus der eigenen Erfahrung gelerntFrau Herman wird
vom ‘Deutschlandradio’ auch auf den Vorwurf angesprochen, Wasser zu predigen und Wein zu trinken.
Sie
sei selber das gewesen, was sie heute verteufle: eine Karrierefrau.
„Diese Bücher schreibe ich nicht
trotz meiner Karriere, sondern wegen dieser Karriere“ – antwortet sie.
Sie sei in der Zeit der Emanzipation
groß geworden und habe sich auch so entwickelt, wie es vom Feminismus gepredigt wurde. Sie habe diese
Botschaft geglaubt:
„Deswegen kann ich auch jede Frau heute verstehen, die gerne Karriere macht und gerne
ihren Beruf ausübt. Und ich bin auch nicht dagegen, daß eine Frau ihren Beruf ausübt.“
Doch während
ihrer Schwangerschaft habe sie sich verändert. Sie habe erkannt, „daß der Ehrgeiz und der Erfolg von
Karrierefrauen Frauen auch häufig – so war es bei mir auch – vom Inneren, vom eigenen Kern wegführt.“
„Ich würde Ihnen heute auch lieber sagen, ich hätte es gerne umgekehrt, vier Kinder und einen Mann,
aber mein Weg war nun dieser und vielleicht kann ich gerade deswegen auch darüber sprechen.“
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