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Donnerstag, 25. Oktober 2007 11:31
Jetzt hat er die Katze aus dem Sack gelassen
Er schreibt komplizierte Bücher. Doch seiner langen Rede kurzer Sinn kann man in einem Wort zusammenfassen: Haß gegen die Kirche und die Meinungsfreiheit.
Buchumschlag des Werkes "Der Gotteswahn".
Buchumschlag des Werkes „Der Gotteswahn“.
(kreuz.net) Der britische Evolutionsideologe Richard Dawkins (66) hat ein umstrittenes Buch mit dem Titel „Der Gotteswahn“ geschrieben.

Seit kurzem ist das Buch in 31 Sprachen übersetzt.

Nach Angaben der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ rechnet der Evolutionsideologe in seinem Buch mit der Religion ab.

Nach Dawkins ist der Glaube an Gott angeblich unvereinbar mit einer sogenannten wissenschaftlichen Haltung. Den Gott der Bibel hält er für „eine der unangenehmsten Gestalten der Weltliteratur“.

In Europa sei die Religion zwar gesellschaftlich nicht so mächtig wie in den USA: „Aber sie hat doch politische Macht“ – erklärt Dawkins in einem Interview mit ‘Die Welt’.

Der Evolutionsideologe Richard Dawkins
Der Evolutionsideologe Richard Dawkins
„Die Christdemokraten in Deutschland und Italien mögen nicht allzu christlich sein, aber da gibt es doch eine Voreingenommenheit für die Religion.“

Die italienischen Christdemokraten existieren seit den frühen 90er Jahren nicht mehr.

Man höre sogar „Schauergeschichten“, daß selbst die niederländische Erziehungsministerin dafür war, die Theorie des „Intelligent Design“ in den Schulen zu lehren – dämonisiert Dawkins.

Der Evolutionsideologe wird auch auf die Hetze gegen den designierten EU-Kommissar Rocco Buttiglione angesprochen. Diese sei eher ein Indiz dafür, daß es in Europa eine Diktatur der Areligiosität gebe.

In seiner Antwort unterstützt Dawkins die Position der fundamentalistischen Gegner Buttigliones.

Jeder Politker bringe sich zwar selber in sein Amt mit: „Aber besonders bei Katholiken bin ich skeptisch. Rom diktiert, was sie zu denken haben, wie früher Moskau den Kommunisten.“

Er sei hin- und hergerissen zwischen seinen „liberalen Überzeugungen“, die ihm sagten, daß man niemanden wegen seiner privaten Ansichten bestrafen dürfe, und dem „unguten Gefühl“ bei einem gewählten Politiker, der sich von Rom oder Moskau oder Teheran oder wem auch immer sagen lasse, was er zu denken habe.

Seine diskriminatorische und pluralitätsfeindliche Geisteshaltung bestätigt Dawkins in dem anschließenden Urteil über den ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy († 1963):

Dawkins erhielt von seinem Oxforder Kollegen Alister McGrath die Anwort auf den Gotteswahn: "Der Atheismuswahn".
Dawkins erhielt von seinem Oxforder Kollegen Alister McGrath die Anwort auf den Gotteswahn: „Der Atheismuswahn“.
„Ich hätte für ihn gestimmt, weil ich glaube, daß er nicht wirklich katholisch war.“

Sich selber bezeichnet Dawkins als Agnostiker – „weil man nicht 100 Prozent sicher sein kann, daß es keinen Gott gibt“.

Diese Wahrscheinlichkeit setze er aber bei etwa 98 Prozent an.

Nur „sehr wenige“ Gläubige sind nach Ansicht von Dawkins bereit, die Grenzen zwischen Naturwissenschaft und Religion zu akzeptieren:

„Jeder, der an irgendein Wunder glaubt, geht ja davon aus, daß Gott ins Weltgeschehen eingreift und die Naturgesetze außer Kraft setzt.“

Wenn man einen gläubigen Menschen finde, der diese Trennung akzeptiere, „dann handelt es sich um einen derart verwässerten Glauben, daß er von kaum einem Bischof, Erzbischof oder gar Papst anerkannt würde“.

Er werde das nicht mehr erleben: „Aber in 150 Jahren wird die Religion, wenn nicht tot, so doch überall so bedeutungslos sein wie heute in Europa.“

© Bild Dawkins: Matthias Asgeirsson, CC© Bildcover Atheismuswahn: Das 150seitige Buch ist im Verlag Gerd Medien erschienen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 127 Lesermeinungen:
Dienstag, 3. Juni 2008 08:17
Wenn das Buch Hass anfacht, dann ist nicht das Buch falsch, sondern der Mensch, der es liest.
Montag, 19. November 2007 02:06
Unda Maris: Erst das Buch lesen, dann schreiben!
„Nach Angaben der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ rechnet der Evolutionsideologe in seinem Buch mit der Religion ab.“ Wenn ich hier eine Rezension eines Buches lese, erwarte ich, dass der Verfasser des Beitrages das Buch gelesen hat. Dass dies nicht passiert ist, ist offensichtlich.

Nahezu alles, was hier zu lesen ist, IST FALSCH. Sogar die Zitate sind mutwillig aus dem Zusammenhang gerissen.
Ich habe das Buch gelesen. Man kann wie bei allen Büchern geteilter Meinung sein, aber bei einer Seite, die sich als christlich oder katholisch bezeichnet, kann man doch zumindest Fairness erwarten.

Richard Dawkins ist ein sehr gebildeter und erfahrener Wissenschaftler. Gegenüber Diskussionspartnern ist er immer fair, freundlich, wahrt Sachlichkeit und v.A. Anstand. Ihn als „diskriminatorisch und pluralitätsfeindlich“ zu bezeichnen ist verleumderisch, falsch Zeugnis abgelegt wider seinen Nächsten und zeugt mit Verlaub von sehr hartnäckiger Dummheit und Ignoranz!

Ich empfehle, das Buch zu lesen und sich selber eine Meinung zu bilden. Es ist ein gutes Buch.
Donnerstag, 1. November 2007 16:49
Rudolfus: @Clemens O. / Die „UNO-Menschenrechte“ werden von fragwürdigen Regimen anerkannt
es ist schade das der Heilige Stuhl die Menschenrechtskonvention nicht anerkennt, eben weil er sich damit in einer Reihe sehr fragwürdiger Regime befindet.
Zu diesen fragwürdigen Regimen zählen auch die USA, die eine der Hauptautoren der „UNO-Menschenrechte“ sind.
Die USA haben keine moralische Autorität für „Menschenrechte“:
Ausrottung der Altamerikaner, Angriffskriege gegen Deutschland und zahlreiche andere Nationen.

Die Kirche braucht keine USA-Bevormundung durch einen fiktiven „Menschenrechtsvertrag“ aus den 1940ern, den die USA selbst nicht einhalten, geschweige denn China und andere Staaten.

Die USA sind eine Ausrotternation.
Donnerstag, 1. November 2007 11:33
Clemens Orschel: Ultramontanus
Was würden sie den daraus herleiten?
Donnerstag, 1. November 2007 10:25
Ultramontanus: @Leblhuber:
Und daraus leiten Sie ein grundsätzliches Verbot der Todesstrafe her ?
Donnerstag, 1. November 2007 01:48
Clemens Orschel: Leblhuber
Danke für diese freundliche Unterstützung.

gute Nacht allerseits.
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