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Gemeinsame Berufung? + Pfarrverbünde in Salzburg + Erzbischof verbreitet Irrlehren + UNO verteufelt Kirche + Einmalig
Benedikt XVI.: Versöhnung und aktive Friedenssuche zählen zu den Kerninhalten des Evangeliums.
Benedikt XVI.: Versöhnung und aktive Friedenssuche zählen zu den Kerninhalten des Evangeliums.
Gemeinsame Berufung?

Vatikan. Erstmals besuchte eine Delegation der Mennonitischen Weltkonferenz den Vatikan. Das berichtete die protestantische Nachrichtenagentur ‘idea’. Bei dem Aufenthalt vom 18. bis zum 23. Oktober empfing auch der Papst Vertreter dieser Freikirche. Er hob in seiner Ansprache die gemeinsame Berufung von Katholiken und Mennoniten hervor. Versöhnung und aktive Friedenssuche zählten zu den Kerninhalten des Evangeliums.

Pfarrverbünde in Salzburg

Österreich. In der Erzdiözese Salzburg werden ab dem Jahr 2008 jeweils bis zu vier Pfarren zu einem Pfarrverbund zusammengelegt. Das berichtete der Österreichische Rundfunk. Die Verbünde sollen von einem Priester und mehreren hauptamtlichen Angestellten betreut werden. Erzbischof Alois Kothgasser erklärt, damit auf den Priestermangel reagieren zu wollen. Erfahrungen aus Deutschland zeigen, daß dieses Modell auch dazu dient, unliebsame Priester aus der Seelsorge zu vertreiben. Pastoralverbünde befinden sich auch kirchenrechtlich in der Grauzone.

Erzbischof verbreitet Irrlehren

Rußland. Der frühere Erzbischof von Moskau und neu ernannte Erzbischof von Minsk, Mons. Tadeusz Kondrusiewicz (61), hat sogenannte Proselytismus-Vorwürfe des russisch-orthodoxen Patriarchen Alexij II. zurückgewiesen. Die Bekehrung Andersgläubiger stehe im Widerspruch zu seinen Überzeugungen und den Lehren der Katholischen Kirche, behauptete Mons. Kondrusiewicz am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

UNO verteufelt Kirche

USA. Die schnelle Verbreitung der AIDS-Seuche in Lateinamerika werde durch die Sexualmoral der Kirche verstärkt. Das glaubt ein Mitarbeiter der Vereinten Nationen. Alberto Stella, der UNAIDS Koordinator für Honduras, Nicaragua und Costa Rica, „garantiert“, daß die Epidemie in diesen Regionen „gelöst“ wäre, wenn bei der ehelichen Vereinigung grundsätzlich und immer Gummihüllen verwendet würden. Aber „in Lateinamerika wurde der Gebrauch von Kondomen verteufelt“.

Einmalig

Belgien. Am Rosenkranzfest – dem 7. Oktober – gestattete der Bischof von Brügge, Mons. Roger Joseph Vangheluwe (70), in der berühmten Heilig-Blut-Kapelle eine Alte Messe. Im Bistum Brügge gibt es als einziges belgisches Bistum bislang keine regelmäßigen Gottesdienste im Alten Ritus – weder von einer Ecclesia-Dei Gemeinschaft noch von der Priesterbruderschaft St. Pius X. Der Messe am Rosenkranzfest wohnten fünfzig Gläubige bei.
      
17 Lesermeinungen
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#17   Benedikt   18:18:59 | Samstag, 27. Oktober 2007
@ Typ
Vielen Dank für diese Informationen :-).
@ Gotthard
Sie sprechen von Klerikalisierung, aber ist es nicht so, dass gerade in jüngerer Zeit die Zahl der Brüdermönche immer weiter zurückgeht? Wenn man sich große Konvente ansieht, dann scheinen mir doch die weitaus meisten Priester zu sein.
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#16   Gotthard   00:31:02 | Samstag, 27. Oktober 2007
Irrweg der Klerikalisierung
die Orden haben leider in den Jahrhunderten einen Irrweg der Klerikalisierung durchgemacht … parallel zu den vielen Zelebrationspriestern an den Kirchen mit eigenem Altar (sog. Nebenaltäre, die alle mit Finanzmitteln ausgestattet waren).
Die gleichzeitige Gegenrichtung gab es auch: die Kur-Bischöfe waren keine Bischöfe mehr – sondern nur noch tonsurierte Kleriker, die sich Weihbischöfe hielten.
Wir könnten noch sehr viele katholische Traditionen reaktivieren … die TRADITION ist nicht gepachtet!!
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#15   Typ   00:20:52 | Samstag, 27. Oktober 2007
@ Benedikt
Aber es stimmt! Wann es genau beginnt, weiß ich nicht (spätestens mit Cluny): Laienmönche nehmen nicht mehr am Chorgebet teil (in späteren Zeiten beschränkt sich ihre Liturgie zumeist auf Messe und Rosenkranz), haben kein Stimmrecht mehr im Kapitel, tragen z.T. nicht einmal mehr den Habit, legen keine kanonistisch anerkannten Feierlichen Gelübde ab usw. usw.
Erst im 20. Jh. (z.T. schon vor dem II. Vatikanum, spätestens dann aber danach) ändert sich das wieder, so dass heute in jedem Kloster auch die Laienmönche volles Stimmrecht im Kapitel haben, zum Chorgebet verpflichtet sind usw.
Der Wandel zur Benediktsregel oder erst recht der Magisterregel, in der Priestern ja in aller Regel streng verboten ist, Mitglied der Mönchsgemeinschaft zu werden und Mönche keinesfalls Priester werden dürfen, ist in der Tat beachtlich.
Im Grunde ähnlich der Entwicklung bei den Franziskanern. Wenn der Heilige Franziskus wüsste, dass die meisten seiner Nachfolger Priester sind, würde er vermutlich seinen Orden nochmal neu gründen müssen…
Erst das 20. Jahrhundert hat in den monastischen Orden zu einer Rückbesinnung auf die Quellen geführt.
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#14   Benedikt   18:35:45 | Freitag, 26. Oktober 2007
@ Typ
Schon in der Benediktregel ist vorgesehen, dass wenn der Abt meint, einen Priester zu brauchen, er eben einen seiner Mönche aussuchen und zum Priester weihen lassen soll. Dieser Priestermönch bleibt genau an seiner Stellung in der Klosterrangfolge wie zuvor (das Mittelalter spricht den Laien ab, überhaupt richtige Mönche sein zu können!),
Tatsächlich? Das war mir so gar nicht bekannt. Klar gab es eine Unterscheidung zwischen Priestermönchen und Laienbrüdern, aber letztere sollen keine richtigen Mönche gewesen sein? In der Tat ein beachtlicher Wandel, wo im Frühmittelalter die Äbte in der Regel gar keine Priester waren (vor diesem Hintergrund erklärt sich auch die Passage der Benediktregel).
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#13   Sirilo   13:05:59 | Freitag, 26. Oktober 2007
Was Alberto Stella wirklich sagte
„In Latin America the use of the condom has been demonized, but if it was used during relations I guarantee the epidemic would be eliminated in the region,“ Stella said.
„The fact that young people become sexually active between the ages of 15 and 19 without any sexual education contributes to the spread of the virus, and evidence shows that abstinence does not work,“ he claimed.
Quelle:
www.catholic.org/…ernational_story.php?id=25757
Stella hat nur von „relations“ gesprochen. „Eheliche Vereinigungen“ ist die Übersetzung in Kreuz.net-Speak.
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#12   nonnobisdomine   12:37:54 | Freitag, 26. Oktober 2007
Ad Typ
Das „Benediktus“-Modell ist mir sehr wohl bekannt. Noch heute gibt es ja die Kartäuser, die das Modell der „Priestermönche“ bewahrt und überliefert haben.
Sie sollten sich auch mal noch mehr umtun, um zu erkennen, daß es im Mittelalter die sogenannten „Altarpriester“ gab, die nicht Mönche waren.
Und darauf nahm ich Bezug.
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#11   Artois †   12:10:38 | Freitag, 26. Oktober 2007
@Typ---
Ich habe persönlich nichts gegen das „mitfeiern“, allerdings gegen die modernistische Interpretation und die Meßverhunzung, die häufig mit diesem Begriff verbunden ist.
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#10   Typ   12:08:08 | Freitag, 26. Oktober 2007
@ Artois
Also jeder deutsche Muttersprachler wird davon sprechen, er habe ein Fest „mitgefeiert“ und nicht „ihm beigewohnt“. Einer Gerichtsverhandlung „wohnt man bei“ im Sinne von „nur Zuschauer sein“. Genau das ist Liturgie aber nicht.
Mag sein, dass Sie die deutsche Sprache anders verwenden als ich. Aber selbst der liturgische Text (Canon Romanus) spricht von der „concelebratio“ von irdischer und himmlischer Kirche – bitte warum sollte das jemand als „beiwohnen“ übersetzen, wenn das Deutsche doch das Wort „mitfeiern“ bereithält? Wäre auch im Sinn der „Übersetzungs-Instruktio“, in der Grundregeln für doe Übertragung liturgischer Texte aus dem Lateinischen vorgegeben werden. Es gibt schlicht und einfach keinen Grund, „concelebrare“ als „beiwohnen“ zu übersetzen.
Und ich hoffe sehr, dass ich das himmlische Hochzeitsmahl mitfeiern darf und nicht nur ihm beiwohnen.
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#9   Artois †   12:00:56 | Freitag, 26. Oktober 2007
@Typ---
Zwischen „mitfeiern“ und „beiwohnen“ besteht nicht der geringste Unterschied. Das werden Sie bemerken, wenn Sie in der Ewigkeit, wie ich hoffe, auf ewig dem göttlichen Mysterium beiwohnen werden!
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#8   Typ   12:00:39 | Freitag, 26. Oktober 2007
@ nonnobis
Das Modell ist nicht mittelalterlich, sondern viel älter. Schon in der Benediktregel ist vorgesehen, dass wenn der Abt meint, einen Priester zu brauchen, er eben einen seiner Mönche aussuchen und zum Priester weihen lassen soll. Dieser Priestermönch bleibt genau an seiner Stellung in der Klosterrangfolge wie zuvor (das Mittelalter spricht den Laien ab, überhaupt richtige Mönche sein zu können!), behält seine Aufgabe wie zuvor, nur bei den Sakramenten (in der Terminologie der Benediktregel: „Segen und Kommunion“) amtiert er als Priester.
Also nicht mittelalterlich, sondern spätantik.
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#7   Gotthard   11:44:07 | Freitag, 26. Oktober 2007
Unsinn
Erfahrungen aus Deutschland zeigen, daß dieses Modell auch dazu dient, unliebsame Priester aus der Seelsorge zu vertreiben.
selten einen größeren Schwachsinn gelesen … bar jeder Kenntnis!
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#6   nonnobisdomine   11:34:21 | Freitag, 26. Oktober 2007
Frage an die Redaktion:
„ … daß dieses Modell auch dazu dient, unliebsame Priester aus der Seelsorge zu vertreiben.“
Ich dachte immer, es heißt „tu es sacerdos in aeternum“.
Im Mittelalter gab es die sogenannten „Altarpriester“, die lediglich dazu geweiht wurden, die Hl. Messe zu lesen und Sakramente zu spenden.
Soll hier etwas zurückgeschraubt werden? Konkreter: Sind die unliebsamen Priester dazu „verdammt“, nur noch Sakramente zu spenden, ohne Seelsorger zu sein? Oder wie – oder was?
Da komme ich momentan nicht mit.
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#5   Typ   11:26:15 | Freitag, 26. Oktober 2007
Schade
Der Messe am Rosenkranzfest wohnten fünfzig Gläubige bei.
Wie traurig. Schöner wäre es doch gewesen, wenn die Gläubigen die Eucharistie – wie es der Canon Romanus sagt – als Mitfeiernde (concelebrantes) der Engel begangen hätten. Aber anstatt mitzufeiern haben sie nur beigewohnt. Wie traurig.
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#4   Credo   11:04:46 | Freitag, 26. Oktober 2007
@Erzbischof von Minsk
Er hat deshalb recht und ist hinsichtlich seiner Aussage kein Irrlehrer, weil er sagte ZWANGsbekehrungen und nicht Bekehrungen an sich.
Katholisches www.katholisches.info/?p=793
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#3   Ansgar   10:45:19 | Freitag, 26. Oktober 2007
@ Heinz Josef
Vollkommen richtig. Und Stella unterlaufen noch weitere Denkfehler:
Wenn sich die Gläubigen an das Kondom“verbot“ halten, warum dann nicht an die Gebote der auf die Ehe beschränkten Sexualität, bzw. an die Keuschheit?
Außerdem ist Stella Rassist: „Die dusseligen Indios und Mestizen lassen sich vom Vatikan und dessen Schergen die Sexualmoral diktieren. Unaufgeklärtes Pack, das.“
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#2   Heinz Josef   09:33:04 | Freitag, 26. Oktober 2007
AIDS durch „eheliche Vereinigung“ ??????
Alberto Stella, der UNAIDS Koordinator für Honduras, Nicaragua und Costa Rica, „garantiert“, daß die Epidemie in diesen Regionen „gelöst“ wäre, wenn bei der ehelichen Vereinigung grundsätzlich und immer Gummihüllen verwendet würden.
Merkt Alberto Stella etwas? Denkt er nach wenn er etwas sagt? Die „eheliche Vereinigung“ verbreitet AIDS, wenn man kein Gummi benutzt? Wenn sich die Menschen auf die „eheliche Vereinigung“ beschränken würden, gäb es gar kein Aids. Irgendwie bekommt man den Eindruck dass man allerorten für blöd verkauft wird. o.O
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#1   virOblationis   08:47:16 | Freitag, 26. Oktober 2007
Merkwürdigkeit
„Im Bistum Brügge gibt es als einziges belgisches Bistum bislang keine regelmäßigen Gottesdienste im Alten Ritus – weder von einer Ecclesia-Dei Gemeinschaft noch von der Priesterbruderschaft St. Pius X.“
Schwer vorstellbar angesichts des FSSPX-Priorates Christ-Roi in Brüssel.
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