Der Staat muß sich der Katholischen Religion unterwerfen
Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. schließt eine baldige Versöhnung seiner Gruppierung mit Rom aus. Vorher müssen Teile des Zweiten Vatikanums überarbeitet werden.
Mons. Bernard Fellay in Warschau.
(kreuz.net) Am 25. Oktober gab der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Mons. Bernard Felly,
der italienischen Tageszeitung ‘il Riformista’ ein Interview. Das Blatt gehört zum linken Spektrum.
Dabei stellte Bischof Fellay klar, daß Bischof Mons. Richard Williamson, der gegenwärtig Rektor des
Priesterseminars der Piusbruderschaft in Argentinien ist und den Ruf trägt, ein Hardliner zu sein – exakt
dieselben theologischen Positionen vertrete wie er selbst.
Auch Mons. Fellay glaubt, daß sich die Piusbruderschaft
der Kirche in ihrem derzeitigen Zustand nicht anschließen könne.
Benedikt XVI. habe zwar den Alten
Ritus liberalisiert. Mons. Fellay versteht jedoch nicht, warum er das getan hat, wenn er dem Großteil
der Bischöfe erlaube, ihn dafür zu kritisieren und dieser Entscheidung nicht zu gehorchen:
Mons. Fellay:
„Was
sollen wir tun? Der Kirche wieder beitreten und dann von all diesen Leuten angegriffen werden?“
„Was sollen
wir tun? Der Kirche wieder beitreten und dann von all diesen Leuten angegriffen werden?“
Ein Problem,
das noch größer ist als das liturgische, sieht Mons. Fellay in den Texten des Zweiten Vatikanischen
Konzils. Der Papst wolle das letzte Konzil nach einer „Exegese der Kontinuität“ interpretieren.
„Aber
es scheint mir, daß seinem Wunsch keine konkreten Taten gefolgt sind.“
Der Grund liegt nach Mons. Fellay
darin, daß der Bruch mit der Vergangenheit „unglücklicherweise“ direkt einige Texte des Zweiten Vatikanums
betreffe.
Der Papst solle die Bereitschaft zeigen, die Konzilstexte direkt zu revidieren und nicht nur
eine falsche Auslegung verurteilen.
„Nehmen wir beispielsweise die Erklärung Dignitatis Humanae, die der Religionsfreiheit
gewidmet ist.“
In diesem Dokument unterwerfe sich die Kirche den zivilen Behörden, die ihr das Recht
auf Meinungsfreiheit verleihen müßten: „Doch meiner Meinung nach ist das Gegenteil der Fall. Der Staat
muß sich dem Katholischen Glauben unterwerfen und ihn als Staatsreligion anerkennen.“
Reger Briefwechsel
Am Schluß des Interviews erzählte der Generalobere der Piusbruderschaft, daß er seit dem Treffen mit
Benedikt XVI. im Sommer 2005 in einem regen Briefwechsel mit dem Präsidenten von Ecclesia Dei, Dario
Kardinal Castrillon Hoyos stehe.
Es gebe jedoch nach wie vor kein gemeinsames Arbeitsdokument.
„Ich
bin trotzdem zuversichtlich, denn ansonsten waren alle unsere Beziehungen ausgezeichnet.“
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#63 Fragender 12:12:52 | Donnerstag, 1. November 2007
katholische Religion Der Staat muß sich dem Katholischen Glauben unterwerfen und ihn als Staatsreligion
anerkennen.“ also von einer Katholischen Religion hatte ich bislang noch nichts gehört, finde den Ausdruck
aber sehr entlarvend. Für Katholiken sollte es wohl die christliche Religion sein, die in der Kirche
zählt. Aber ich nehme an, daß Christus dem Monsignore nicht katholisch genug war und er ihn deshalb
in seiner Religionsneurose exkommuniziert hat. Übrig bleibt dann in seiner Geisteswelt eine katholische
Religion. Naja- wer es mag…
#62 Guiseppe 12:26:31 | Dienstag, 30. Oktober 2007
Fellow Fellay nicht mehr katholisch! „Der Staat muß sich der Katholischen Religion unterwerfen“ „Bischof“
Fellay aber auch! Er ist gegen den Willen des Papstes zum Bischof geweiht worden und bedauert dies noch
heute nicht. Damit ist er nicht mehr katholisch. „Eingeschränkt katholisch“ gibt es nicht. Katholiken
können den Papst / Vatikanum II. kritisieren, hinterfragen, ssie können sich aber nicht dem Papst so
grob widersetzen, wie es Fellay & Fellows getan haben und noch immer tun!
„Der Kirche wieder beitreten“ „Was sollen wir tun? Der Kirche wieder beitreten und dann von all diesen
Leuten angegriffen werden?“ Die FSSPX hat die Kirche niemals verlassen und muß deshalb der Kirche auch
nicht „wiederbeitreten“. Bischof Fellays mündliche Äußerung muß falsch wiedergegeben worden sein.
@Hoffnung – ziemlich hoffnungslos! Sie haben nichts verstanden. Durch Maria zu Gott in den Himmel! Denn
MARIA MITERLÖSERIN, MITTLERIN UND FÜRSPRECHERIN, so heißt es. Also, was mokieren Sie sich über Marienverehrung?
Wenn Gott selbst auf die Niedrigkeit seiner Magd geschaut, dann sollten Sie sich doch bitte etwas zurückhalten
und einmal nachdenken, wie wunderbar das Heilswirken Gottes schon in diesem Moment gewesen ist! Die weitere
Entwicklung können Sie in der hlg Schrift nachlesen – am besten in einer Ausgabe bis 1900. HERR JESUS
CHRISTUS, SOHN DES VATERS, SENDE JETZT DEINEN GEIST ÜBER DIE ERDE. LASS DEN HEILIGEN GEIST WOHNEN, IN
DEN HERZEN ALLER VÖLKER, DAMIT SIE BEWAHRT BLEIBEN MÖGEN, VOR VERFALL, UNHEIL UND KRIEG. MÖGE DIE FRAU
ALLER VÖLKER, DIE EINST MARIA WAR, UNSERE FÜRSPRECHERIN SEIN. AMEN.
Dem Schisma zugestimmt und Fatimastatue über dem Tabernakel erhoben. „Was sollen wir tun? Der Kirche
wieder beitreten und dann von all diesen Leuten angegriffen werden?“ Damit ist endlich einmal eine klare
Aussage getroffen worden, dass es ein „realexistierendes Schisma gibt, das der Bischof nicht missen möchte“.
Was Ihn mit der kath. Kirche verbindet und dabei diese noch topt, ist die ganz klare Darstellung der Fatimastatue
über das Kreuz und Tabernakel.
@quit ut deus – hoffentlich bald! Dann würde Rom auch Kante zeigen – den durch das V-II entstandenen
seelischen Flurschaden auch hoffentlich wieder geraderücken! Auf diese Zeit freue ich mich schon! Möge
sie recht bald und zeitnah kommen!
@monti eine „gültige Bischofsweihe“ sagt noch nicht viel aus. Auch die Altkatholiken haben gültige Bischofsweihen…
Fellay ist ein ‘Sektenprediger … vielleicht sollte Rom mal Kante zeigen!
Sturm im Wasserglas Die Diskussion hier ist eher ein Sturm in Wasserglas. Kirchenpolitik wird nicht über
Interviews gemacht. Ich finde ganz angebracht, daß Bischof Fellay mal klare Kante gezeigt hat. Die eigentlichen
Fragen werden aber in den Verhandlungen erörtert, und da schaut niemand zu. Wichtig ist zunächst aber,
daß angesichts der ganzen Angriffe von links die FSSPX zeigt, daß sie es nicht nötig hat, sich alles
gefallen zu lassen. Maßstab einer Einigung ist nicht ein aktuelles Zählverhältnis, sondern die Wahrheit,
wie sie anhand der tradidierten Lehre der Kirche festgestellt werden kann. Und es ist das konziliare Rom,
das zu dieser Wahrheit einen Weg zurückzulegen hat. Das kann man durchaus auch mal so deutlich aussprechen.
@Alle ich finde, es könnte hier ruhig ein wenig sachlicher zugehen. Nach aussage der Kirche sind doch
die Weihen der FSSPX gültig. Also ist Fellay Bischof und nennt sich nicht nur so. Auch finde ich, dass
die Piusbrüder es nicht verdient haben, als Piushanseln bezeichnet zu werden. Es sind in der Mehrzahl
aufrechte Katholiken, die mit bestimmten Aussagen des Konzils ihre Probleme haben. In vielen Dingen diesbezüglich
kann ich sie sehr gut verstehen. Ich denke aber auch, dass der FSSPX in Zukunft ein rauerer Wind entgegen
blasen wird, weil viele Katholiken, die bisher gerne das Angebot genutzt haben, die tridentinische Messe
bei der FSSPX zu besuchen, nun Alte Messen besuchen, die in voller Gemeinschaft mit Rom gelesen werden.
Da wird der FSSPX wahrscheinlich auch der Geldbeutel dünner werden. Vielleicht entwickelt sie sich zukünftig
mehr in Richtung Sedisvakantismus. Schliesslich muss sie bisher den Spagat vollbringen, einerseits die
Unfehlbarkeit des Papstes anzuerkennen und andererseits aber auf die Irrtümer (ob es welche sind, sei
dahingestellt) des Konzils hinzuweisen.
#53 Wandregisel 13:13:06 | Samstag, 27. Oktober 2007
@rudi Genau!!! Und wann ist die Apostasie jemals augenfälliger geworden als in den Aussagen des Bernard
Felly, der sich selbst Bischof nennt? Die Kirche hat ihnen die Hand zur Versöhnung gereicht und einmal
mehr wurde sie ausgeschlagen. Was bleibt da sonst noch zu sagen?
@Gotthard – kennen Sie Ihre eigene Nase?? Samstag, 27. Oktober 2007 00:04 Gotthard: @Heinrich oV die Wahrheit
schmerzt … und erscheint dann oftrmals wirr. Haben Sie sich damit mal wieder selbst gemeint??? Nur bei
Ihnen ist viel mehr Wirr als Sie es beschrieben haben.
Die Apostaten von der Kirche Aus dem Munde von apostatischen Kirchenfeinden, die die heilige Mutter Kirche
fortwährend mit Dreck bewerfen müssen… Apostatische Kirchenfeinde können per definitionem nur die
abgefallenen Nichtkatholiken sein.
#50 Wandregisel 00:45:46 | Samstag, 27. Oktober 2007
Man weiß ja von wem es kommt… „Der Großteil des Weltepiskopates und des Klerus ist exkommuniziert…“
Aus dem Munde von apostatischen Kirchenfeinden, die die heilige Mutter Kirche fortwährend mit Dreck bewerfen
müssen… Wer Ohren hat der höre…nach dem italienischen Text ist es nun wirklich offenbar, dass der
Erzapostat leugnet ein Teil der Kirche zu sein. Wir sehen hier entweder die Todeszuckungen der Abweichler,
die sich in die verbale Radikalität flüchten, oder das endgültige Fallen der ach so katholischen Masken.
:)3
Der Großteil des Weltepiskopates und des Klerus ist exkommuniziert Jeder, der ein Dogma leugnet, oder
als Modernist die Dogmen automatisch leugnet, ist automatisch exkommuniziert.
hallo Heinrich dsa klingt wie das berühmte Pfeifen im dunklen Wald! Fellay hat die Pius-Hanseln für
außerhalb der katholischen Kirche erklärt. WAS willst du denn noch hören? Nimm doch bitte die Selbstbeschreibung
des Pius-Häuptlings wahr und ernst. Die Pius-Sekte ist nach eigener Selbst-Beschreibung so katholisch
wie die Altkatholiken und die Anglikaner und und und nach ihrer Selbstbeschreibung. Die Pius-Hanseln sollten
möglichst bald die Aufnahme in den Weltkirchenrat beantragen…
Lieber Typ, schön abgeschrieben! Aber Sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass wir ein modernistisches Schisma
haben und kein traditionalistisches. Und wer exkommuniziert ist, der kann nicht mehr exkommunizieren.
@ Burgorus während die Piusbruderschaft in allen Punkten mit der katholischen Lehre übereinstimmt, jedoch
es fertig bringt, in den Augen der Weltöffentlichkeit als exkommuniziert zu gelten. Sie GILT NICHT als
exkommuniziert, sondern Herr Lefebvre und die von ihm illegal geweihten Bischöfe SIND ipso facto exkommunziert.
Die Priester sind mangels Inkardination SUSPENDIERT. Alle außer den Bischöfen – gleich ob Priester oder
nicht – sind ipso facto EXKOMMUNIZIERT, wenn sie die kath. Kirche nicht als kath. Kirche anerkennen und
in der Piussekte (die ja nach Herrn Fellays Worten NICHT zur Kirche gehört) die einzig wahre Kirche sieht.
#42 QUIS UT DEUS 22:55:57 | Freitag, 26. Oktober 2007
Vertraut auf den Herrn und die liebe Frau von Fatima!! Vertraut auf den Herrn und die liebe Frau von Fatima!!
Ihr unbeflecktes Herz wird triumphieren und die Priesterbruderschaft St.Pius X mit Ihr! Deo Gratias …Ave
Maria…
Danke Benedikt! Zu Herrn Hüllers „Ehrenrettung“ sei aber gesagt, dass er wohl nicht weiss, was mich mit
der FSSPX verbindet bzw. mittlerweile von ihr trennt. Dennoch werde ich nicht aufhören mir die Finger
wund zu schreiben und mich zu des einen oder anderen Menschen Gespött zu machen, denn steter Tropfen
höhlt den Stein. So wie die FSSPX für den Papst betet, bete auch ich (und nicht nur ich) täglich für
die Mitglieder der FSSPX. Um des Heils der Seelen willen muss es eine Lösung geben und ich bin mir sicher,
unser Herr wird sie uns schenken. Ich hoffe bald – aber Ungeduld darf kein Begleiter des Gebets sein!
@ Chr. Hüller Ob sich Leute Ihres Schlages sind bei den P.-Brüdern wohl durchsetzen können? Offensichtlich
nicht, dafür ist er ja selbst das beste Beispiel. In der FSSPX sind die Kräfte am stärksten, die jede
Annäherung an Rom als Verrat an der selbstdeklarierten Tradition ansehen. Ein Annäherungskurs würde
die FSSPX zerstören, also bleibt nur die Radikalisierung.
@Benedikt Fellay versucht offenbar, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen. Fellay meint es genauso,
wie er es gesagt hat. Der fühlt sich in seinem Privatclub doch sauwohl – wo sonst kann er Primus sein?
Michael van Laak Wie aus einer Minorität die tonangebende Mehrheit wurde: „Nein, sie [= die Modernisten]
haben den Teig von innen mit ihren Lehren durchsäuert…“ Nur der Spieler kann gewinnen, nicht der Zuschauer…
Kompliment, diese Analyse ist äußerst scharfsinnig. Das nenne ich wirkliches Lernen aus der Geschichte.
Ob sich Leute Ihres Schlages bei den P.-Brüdern wohl durchsetzen können? Wer jetzt kuscht, ist ewig
draußen. Die Meute klatscht schon heftig Beifall ob des missverständlichen Zitats.
Fellay Benedikt XVI. habe zwar den Alten Ritus liberalisiert. Mons. Fellay versteht jedoch nicht, warum
er das getan hat, wenn er dem Großteil der Bischöfe erlaube, ihn dafür zu kritisieren und dieser Entscheidung
nicht zu gehorchen: Wo hat der Papst erlaubt ihm nicht zu folgen? Nirgendwo! In diesem Dokument unterwerfe
sich die Kirche den zivilen Behörden, die ihr das Recht auf Meinungsfreiheit verleihen müßten: Völlig
absurde Interpretation, für die es weder in Theorie noch in Praxis irgendwelche Anhaltspunkte gibt. Fellay
versucht offenbar, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen.
Zustimmung an Michael von Laak Da haben Sie einen Punkt angesprochen, der mich auch stört. Die Modernisten
hebeln alle Dogmen aus und schaffen es, durch Vereinigung mit Rom der Form nach als katholisch zu gelten,
wenn auch diese Vereingung nur geheuchelt ist, während die Piusbruderschaft in allen Punkten mit der
katholischen Lehre übereinstimmt, jedoch es fertig bringt, in den Augen der Weltöffentlichkeit als exkommuniziert
zu gelten. Und das ist ein riesiger Schaden für die Tradition. Ob die sog. Exkommunikation gültig ist
oder nicht, ist dabei gar nicht so wichtig. In den Augen der Öffentlichkeit ist sie es, und das ist die
Crux. Wenn man bedenkt, dass zur sog. Exkommunikation nicht etwa die Nichtanerkennung gewisser Konzilstexte,
sondern nur die Bischofsweihen ohne päpstliche Genehmigung beigetragen haben, die heute keiner mehr als
Hindernis zur vollen Gemeinschaft sieht, fragt man sich, warum man soviel Theater ums Vat. 2 macht. Es
wird sich doch irgendeine diplomatische Lösung finden. Eine Korrektur eines Konzilstextes hat es übrigens
schon in einem der frühesten Konzile gegeben; unmöglich ist das aber nicht. Gegen den Satz: „Der Staat
muß sich dem Katholischen Glauben unterwerfen und ihn als Staatsreligion anerkennen.“ kann eigentlich
keiner was dagegen haben. Wenn das zu hart klingt, dann bitteschön so: „Es ist der Wille Gottes, dass
jeder Staat den katholischen Glauben annimmt.“ Ratzinger hat doch auch keine Probleme zu schreiben, dass
die evang. Kirche keine richtige Kirche ist.
@Mitten drin kein Wort über ein blaues Messgewand verschwendet wird. Das muss auch nicht sein, da Blau
die Farbe Mariens ist. Es ist zwar keine offizielle liturg. Farbe in der r.kath. Kirche, aber dennoch
für Marienfeste zulässig. Und außerdem handelt es sich hier im griech.-kath. Priester. Das sieht man
schon am andersartigen Schnitt der Messgewänder und Stolen. Ich glaube, in den Ostkirchen wird ohnehin
mehr Blau getragen. Das wird also alles seine Richtigkeit haben.
Unehrlich sich selbst gegenüber Ich halte es für sehr bedenkenswert, dass sich in diesem Forum bei manchen
Personen über die liturgischen Farben www.kreuz.net/article.6061.html ausgelassen wird, bei anderen –
wie hier in der Fotomeile – kein Wort über ein blaues Messgewand verschwendet wird. Naja, der eine gehört
zum eigenen Verein, der andere soll ihm schaden … Eigenlob stinkt bekanntermaßen.
Na ja, H.H. Bischof Da haben Sie wohl nicht richtig in Ihrer Ausbildung im Seminar aufgepasst: Kein Papst
kann Konzilstexte revidieren. Selbst wenn Benedikt also bereit wäre, dies zu tun (was sich, wer ihn aufmerksam
liest und hört, kaum vorstellen kann), müsste er ein Konzil einberufen und dort in dogmatischen Konstitiutionen
oder anderen höchstverbindlichen Formen das ein oder andere korrigieren lassen. Dazu freilich würde
es einer Konzilsmehrheit bedürfen, wenn der Papst sich nicht auf ergänzende und erklärende wenig wirksame
notae zu Texten beschränken möchte, wie es sein Vorgänger Paul VI. tat. Definitiv käme es nicht zur
Verurteilung der Konzilsbeschlüsse, denn ein Allgemeines Konzil kann nicht verurteilt werden. Die Kirche
kann sich nicht selbst verurteilen. Der Priesterbruderschaft St. Pius X. wird also nichts anderes übrigbleiben,
als entweder auf ewig von Rom getrennt zu bleiben oder aber – und das muss nicht überaus reumütig sein –
die volle Gemeinschaft wiederherzustellen und dann in der innerkirchlichen Diskussion Überzeugungsarbeit
zu leisten. So haben die Modernisten das auch gemacht. Wie wurde aus deren Minorität eine Maiorität.etwa
durch Trennung von Rom? Nein, sie haben den Teig von innen mit ihren Lehren durchsäuert (im negativen
Sinn freilich). Wenn Sie, Hochwürdiger Herr Bischof, der Tradition zu Ihren vollen Rechten verhelfen
wollen, müssen Sie zurückkehren. Nur die Spieler gewinnen einen Fussballmatch, nicht die Zuschauer oder
die Kommentatoren. Arme katholische Tradition!
#30 virOblationis 14:30:51 | Freitag, 26. Oktober 2007
Wortsinn Es heißt: „Was sollen wir tun? Der Kirche wieder beitreten und dann von all diesen Leuten angegriffen
werden?“ Mit Bezug darauf kann man den Vorwurf des Schismas nur dann erheben, wenn man voraussetzt, daß
der Begriff „Kirche“ hier in dogmatischem Sinne verwendet wird. – Das dürfte aber kaum der Fall sein,
da dies anderen Aussagen direkt widersprechen würde.
Und dennoch bleibt die FSSPX … innerhalb der Kirche. Sie ist römisch-katholisch, weil keine Dogmen
abgelehnt werden, sondern Fehlentwicklungen aufgezeigt werden und um deren Korrektur gebeten wird.
ruhrgebietler Das heißt, daß das Original gegenüber der deutschen Übersetzung leider keine Entlastung
darstellt. Bleibt nun nur noch zu hoffen, daß das Zitat schlicht falsch ist. Man darf gespannt sein.
Missverständlich! Hier das zitat aus der italienischen zeitschrift: Niente di più falso – spiega in
merito Fellay – io e Williamson siamo sulla stessa linea, quella che ritiene che in una Chiesa siffatta
noi difficilmente potremo rientrare. E i motivi sono molto semplici. Benedetto XVI ha sì liberalizzato
l’antico rito, ma non mi spiego per quale motivo ha fatto una scelta del genere se poi permette alla maggioranza
dei vescovi di criticarlo e di disobbedire a quanto egli ha stabilito. Cosa dovremmo fare noi?Rientrare
nella Chiesa e poi farci insultare da tutta questa gente?». Fellay hat sich hier sehr missverständlich
ausgedrückt, falls es wirklich O-Ton sein sollte.
@r.ruhrgebietler Ja, genau das hatte ich ja gesagt, r.ruhrgebietler denkt, nur r.ruhrgebietler habe Recht.
Nur, warum wird hier ständig herumgestritten? Gut, daß wir miteinander geschrieben hatten
@ Morgenrot Es gibt keinen Heilsautomatismus, so in dem Sinne: Ich wurde als Baby getauft, später gefirmt
und zur Erstkommunion geführt, habe kirchlich geheiratet und jetzt habe ich einen Anspruch auf einen
Logenplatz im Himmel. Ja, liebe Leute, wenn es soooo einfach wäre … Keine ungereute Todsünde dabei
und das paßt schon. Eigentlich ist das schon einfach, wenn man nur will und natürlich zu senem Glauben
noch ein par Taten aufzuweisen hat. Eigentlich!
#21 Morgenrot 12:54:16 | Freitag, 26. Oktober 2007
@r.ruhrgebietler Mag sein, dass es nur eine Religion gibt, die rk Religion. ABER: Es gibt nur eine wahre
Gemeinde, einen wahren Glauben, nämlich den Glauben an den Einen Herrn Jesus Christus. es gibt nur eine
Religion! Die hlg. röm.-kath. Religion. Sie führt zur seligmachenden Anschuung Gottes – keine andere!
Demzufolgen ist alles andere IRRGLAUBEN! Danke für’s Gespräch! Es gibt keinen Heilsautomatismus, so
in dem Sinne: Ich wurde als Baby getauft, später gefirmt und zur Erstkommunion geführt, habe kirchlich
geheiratet und jetzt habe ich einen Anspruch auf einen Logenplatz im Himmel. Ja, liebe Leute, wenn es
soooo einfach wäre …
hat doch so keinen Zweck! Die Frage ist, was Fellay wirklich gesagt hat und ob es sich bei der „Beitritts“Aussage
um eine falsche Übersetzung handelt oder nicht. Wenn nicht, ist das mehr als ernüchternd. Dann muß
man davon ausgehen, daß die FSSPX für eine wie auch immer geartete Profilschärfung auf Unversöhnlichkeit
setzt, die letztlich unweigerlich ins Sektenwesen führen würde, und dafür sogar eine ekklesiologische
Kehrtwende in Kauf nimmt. Bis auf weiteres hoffe ich noch auf eine falsche Übersetzung oder Berichterstattung.
@Waldemar Michael alles falsch! es gibt nur eine Religion! Die hlg. röm.-kath. Religion. Sie führt zur
seligmachenden Anschuung Gottes – keine andere! Demzufolgen ist alles andere IRRGLAUBEN! Danke für’s
Gespräch!
Religionen Es gibt zwischen 10.000 und 100.000 Religionen auf unserem Erdball, je nachdem wie man die
Grenzen zieht zwischen Religionen oder lediglich sektenähnlichen Abspaltungen. Und hier scheint mal wieder
eine neue zu entstehen. Und jede Religion oder Sekte ist fest davon überzeugt, daß nur sie im Recht
ist und das nur ihr Gott oder ihre Götter die einzig wahren sind. Wer hat da noch den Überblick? Das
ist der ständige Fluß im Bett der Evolution, auch geistige Ideen verändern sich stetig. Es ist schon
hochinteressant, dieses Spiel hier anzuschauen.
fellay anerkennt schisma In der Erklärung Dominus Iesus der Kongregation für die Glaubenslehre heißt
es: „Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert und vom Nachfolger
Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. Die Kirchen, die zwar nicht in vollkommener
Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, aber durch engste Bande, wie die apostolische Sukzession
und die gültige Eucharistie, mit ihr verbunden bleiben, sind echte Teilkirchen. Deshalb ist die Kirche
Christi auch in diesen Kirchen gegenwärtig und wirksam, obwohl ihnen die volle Gemeinschaft mit der katholischen
Kirche fehlt, insofern sie die katholische Lehre vom Primat nicht annehmen, den der Bischof von Rom nach
Gottes Willen objektiv innehat und über die ganze Kirche ausübt.“ Fellay sieht sich und seine Sekte
also auch ausserhalb dieser Definition. Also kann er sich und seine christliche ? Sekte nur in einem Schisma
zur Katholischen Kirche befinden.
Man kann den Piusbrudern ja wirklich viel vorwerfen Viele berechtigte Kritiken bis hin zum Vorwurf der
Eigenbrötlerei sind möglich. Nur sind sie erstens noch katholisch und haben uns die wunderbare tridentinische
Messe bewahrt und feiern dieselbige, inklusive Predigt, liturgisch sehr ansprechend.
#14 DerMartin 12:15:33 | Freitag, 26. Oktober 2007
Wieder in die Kirche eintreten… Dem ist nichts hinzuzufügen, außer, dass die Übersetzung falsch sein
könnte. Wer immer noch auf eine Rückkehr der Piusbrüder gehofft hat, wird nun eines besseren belehrt.
Fellay hat recht Ausserhalb der Kirche ist nur Tod. Die Geschichte hat es gezeigt im letzten Jahrhundert.
Im blutigsten aller Zeiten. Atheismus = Tod Der gottlose Mensch (der Sozialist, der Nazi, der Hedonist)
wird immer blöder und böser. Der Staat soll das beste für die Bevölkerung suchen: also die Liebe in
Gott
Wieder beitreten? Mit seiner Äusserung hat Fellay einen kapitalen Bock geschossen. Die Pius-Leute beteuerten
doch bislang, Mitglied der Kath. Kirche und nicht exkommuniziert zu sein. Also, was gilt nun? Ich denke
aber, was auch immer von der Führungsspitze gesagt wird, ihre Anhänger spenden trotzdem und die Kasse
stimmt.
@ Gotthard Der Meinung Bischof Fellays darf man sein. Etwas verschroben, aber dafür muß Platz in der
Kirche sein. Es gibt andere Würdenträger mit ähnlich skurrilen Ideen, dann meist von links, und viel
mehr davon als in Fellays Ecke stehen. Die Kirche muß sie in ihre liebenden Arme nehmen und ertragen.
Was unerträglich ist, ist dieses Diktieren-Wollen, wie sich der Papst zu verhalten habe. Und die jammernde
Angst davor, von „all diesen Leuten“ angegriffen zu werden. So ist das Leben aber, gerade als Christ,
Bischof Fellay! Wie kann man Blutzeugen ehren und sich Bischof nennen, wenn man schon vor Kritik zittert?
Der mutige Teil der Lefebvre-Bewegung scheint damals mit der Petrus-Bruderschaft ausgetreten zu sein.
Übrig blieben selbstgerechte, heulsusige Querulanten, jedenfalls haben die das Sagen in der FSSPX.
#9 Wandregisel 11:59:39 | Freitag, 26. Oktober 2007
Dem bleibt wohl wenig hinzuzufügen… Die Piusbrüder stehen außerhalb der heiligen Mutter Kirche. Bleibt
also nur zu hoffen, dass sie gerade mit dem von ihnen so häufig beschworenem Satz vom unmöglichen Heil
außerhalb der Kirche im Sinne einer „neueren“ Gnadenlehre unrecht haben…
Welcher Staat? Der Staat muß sich der katholischen Religion unterwerfen“, d.h. der FSSPX. Welcher Staat
ist da gemeint? San Marino, Monaco, Liechtenstein?
Ganz richtig Völlig zurecht stellen Fellay und die Vorredner (bzw. „Vorposter“) fest, dass die Pius-Sekte
eben genau das ist: eine Sekte – nicht Teil der Kirche.
#5 Seminarist 11:55:26 | Freitag, 26. Oktober 2007
Viel Feind, viel Ehr! „Was sollen wir tun? Der Kirche wieder beitreten und dann von all diesen Leuten
(Gotthard, juergen etc.) angegriffen werden?“ Antwort: JA!
Allmachtsfantasien „Der Staat muß sich dem Katholischen Glauben unterwerfen und ihn als Staatsreligion
anerkennen.“ Fellay mit Allmachtsfantasien … klerikal-faschistoides Denken…DANKE Fellay für die offenen
Worte!
@gotthard na endlich gibt fellay ( das „bischof“ können wir uns sparen! ) zu „ausserhalb der kirche „
zu stehen… im eigenen selbstverständnis also eine sekte , kein teil der katholischen weltkirche, nicht
in einheit mit dem papst… ab jetzt ist jede diskussion mit den piushanseln überflüssig…
Außerhalb der Kirche! „Was sollen wir tun? Der Kirche wieder beitreten und dann von all diesen Leuten
angegriffen werden?“ Da sagt er es ja selbst, daß er außerhalb der Kirche steht, denn nur wer außerhalb
der Kirche steht, kann ihr „wieder beitreten“.
außerhalb der Kirche Niemand hätte es besser sagen können als dieser Fellay: „Was sollen wir tun? Der
Kirche wieder beitreten ?“ Die Pius-Hanseln stehen außerhalb der Kirche – sie sind eine Sekte!