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Freitag, 26. Oktober 2007 11:26
Der Staat muß sich der Katholischen Religion unterwerfen
Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. schließt eine baldige Versöhnung seiner Gruppierung mit Rom aus. Vorher müssen Teile des Zweiten Vatikanums überarbeitet werden.
Mons. Bernard Fellay in Warschau.
Mons. Bernard Fellay in Warschau.
(kreuz.net) Am 25. Oktober gab der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Mons. Bernard Felly, der italienischen Tageszeitung ‘il Riformista’ ein Interview. Das Blatt gehört zum linken Spektrum.

Dabei stellte Bischof Fellay klar, daß Bischof Mons. Richard Williamson, der gegenwärtig Rektor des Priesterseminars der Piusbruderschaft in Argentinien ist und den Ruf trägt, ein Hardliner zu sein – exakt dieselben theologischen Positionen vertrete wie er selbst.

Auch Mons. Fellay glaubt, daß sich die Piusbruderschaft der Kirche in ihrem derzeitigen Zustand nicht anschließen könne.

Benedikt XVI. habe zwar den Alten Ritus liberalisiert. Mons. Fellay versteht jedoch nicht, warum er das getan hat, wenn er dem Großteil der Bischöfe erlaube, ihn dafür zu kritisieren und dieser Entscheidung nicht zu gehorchen:

Mons. Fellay:
„Was sollen wir tun? Der Kirche wieder beitreten und dann von all diesen Leuten angegriffen werden?“
„Was sollen wir tun? Der Kirche wieder beitreten und dann von all diesen Leuten angegriffen werden?“

Ein Problem, das noch größer ist als das liturgische, sieht Mons. Fellay in den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils. Der Papst wolle das letzte Konzil nach einer „Exegese der Kontinuität“ interpretieren.

„Aber es scheint mir, daß seinem Wunsch keine konkreten Taten gefolgt sind.“

Der Grund liegt nach Mons. Fellay darin, daß der Bruch mit der Vergangenheit „unglücklicherweise“ direkt einige Texte des Zweiten Vatikanums betreffe.

Der Papst solle die Bereitschaft zeigen, die Konzilstexte direkt zu revidieren und nicht nur eine falsche Auslegung verurteilen.

Bischof Fellay auf Pastoralreise in OsteuropaBischof Fellay auf Pastoralreise in OsteuropaKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 10 Bildern zu starten.

„Nehmen wir beispielsweise die Erklärung Dignitatis Humanae, die der Religionsfreiheit gewidmet ist.“

In diesem Dokument unterwerfe sich die Kirche den zivilen Behörden, die ihr das Recht auf Meinungsfreiheit verleihen müßten: „Doch meiner Meinung nach ist das Gegenteil der Fall. Der Staat muß sich dem Katholischen Glauben unterwerfen und ihn als Staatsreligion anerkennen.“

Reger Briefwechsel
Am Schluß des Interviews erzählte der Generalobere der Piusbruderschaft, daß er seit dem Treffen mit Benedikt XVI. im Sommer 2005 in einem regen Briefwechsel mit dem Präsidenten von Ecclesia Dei, Dario Kardinal Castrillon Hoyos stehe.

Es gebe jedoch nach wie vor kein gemeinsames Arbeitsdokument.

„Ich bin trotzdem zuversichtlich, denn ansonsten waren alle unsere Beziehungen ausgezeichnet.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 64 Lesermeinungen:
Freitag, 2. November 2007 21:22
Rudolfus: Das Zitat des FSSPX-Oberen kann als Zitat in einer Zeitung durch den Reporter falsch wiedergegeben
worden sein.

Es ist sehr zu bezweifeln, daß der FSSPX-Obere solch eine Aussage tätigt – die nicht die Rechtssituation der FSSPX ist.

Sicher authentisch sind lediglich Zitate aus Direktveröffentlichungen und aus autorisierten Veröffentlichungen – bei jedem Amtsträger und bei jeder Person, nicht nur in diesem Fall dieses Zeitungszitates.

Zeitungsinterviews können autorisiert sein oder nicht.
Donnerstag, 1. November 2007 12:12
Fragender: katholische Religion
Der Staat muß sich dem Katholischen Glauben unterwerfen und ihn als Staatsreligion anerkennen.“

also von einer Katholischen Religion hatte ich bislang noch nichts gehört, finde den Ausdruck aber sehr entlarvend.

Für Katholiken sollte es wohl die christliche Religion sein, die in der Kirche zählt. Aber ich nehme an, daß Christus dem Monsignore nicht katholisch genug war und er ihn deshalb in seiner Religionsneurose exkommuniziert hat. Übrig bleibt dann in seiner Geisteswelt eine katholische Religion.

Naja- wer es mag…
Dienstag, 30. Oktober 2007 12:26
Guiseppe: Fellow Fellay nicht mehr katholisch!
„Der Staat muß sich der Katholischen Religion unterwerfen“

„Bischof“ Fellay aber auch!

Er ist gegen den Willen des Papstes zum Bischof geweiht worden und bedauert dies noch heute nicht. Damit ist er nicht mehr katholisch. „Eingeschränkt katholisch“ gibt es nicht.

Katholiken können den Papst / Vatikanum II. kritisieren, hinterfragen, ssie können sich aber nicht dem Papst so grob widersetzen, wie es Fellay & Fellows getan haben und noch immer tun!
Montag, 29. Oktober 2007 21:28
Rudolfus: „Der Kirche wieder beitreten“
„Was sollen wir tun? Der Kirche wieder beitreten und dann von all diesen Leuten angegriffen werden?“
Die FSSPX hat die Kirche niemals verlassen und muß deshalb der Kirche auch nicht „wiederbeitreten“.

Bischof Fellays mündliche Äußerung muß falsch wiedergegeben worden sein.
Montag, 29. Oktober 2007 18:45
Mathias Wagener: Laxer Brei
Die rk Kirche ist auch immer mehr ein laxer Brei.
Montag, 29. Oktober 2007 07:59
r.ruhrgebietler: @Hoffnung – ziemlich hoffnungslos!
Sie haben nichts verstanden.
Durch Maria zu Gott in den Himmel!
Denn MARIA MITERLÖSERIN, MITTLERIN UND FÜRSPRECHERIN, so heißt es. Also, was mokieren Sie sich über Marienverehrung?
Wenn Gott selbst auf die Niedrigkeit seiner Magd geschaut, dann sollten Sie sich doch bitte etwas zurückhalten und einmal nachdenken, wie wunderbar das Heilswirken Gottes schon in diesem Moment gewesen ist! Die weitere Entwicklung können Sie in der hlg Schrift nachlesen – am besten in einer Ausgabe bis 1900.

HERR JESUS CHRISTUS,
SOHN DES VATERS,
SENDE JETZT DEINEN GEIST ÜBER DIE ERDE.
LASS DEN HEILIGEN GEIST WOHNEN,
IN DEN HERZEN ALLER VÖLKER,
DAMIT SIE BEWAHRT BLEIBEN MÖGEN,
VOR VERFALL, UNHEIL UND KRIEG.
MÖGE DIE FRAU ALLER VÖLKER,
DIE EINST MARIA WAR,
UNSERE FÜRSPRECHERIN SEIN.
AMEN.
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